1 Guter Unterricht Manfred Zinser 2009 Guter Unterricht Kompetenzorientierter Mathematikunterricht

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    05-Apr-2015

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<ul><li> Folie 1 </li> <li> 1 Guter Unterricht Manfred Zinser 2009 Guter Unterricht Kompetenzorientierter Mathematikunterricht </li> <li> Folie 2 </li> <li> Gut fr wen ? Oder : Der Mastab ist das Problem Schlerinnen und Schler finden hufig einen Mathematikunterricht gut, in dem sie alles verstehen, was ihnen geboten wird, ohne dass sie zu viel eigene Anstrengung investieren mssen. Eltern halten meist einen Mathematikunterricht fr gut, in dem ihr Kind mglichst gute Zensuren nach Hause bringt und in dem es mindestens das lernt, was sie selbst aus ihrer eigenen Schulzeit noch behalten haben. Lehrerinnen und Lehrer haben in der augenblicklichen Situation, in der viel ber Qualittssicherung diskutiert wird, sicherlich Interesse daran mit ihren Klassen bei Vergleichsarbeiten relativ gut abzuschneiden. Die ffentlichkeit oder der Staat mchte bei nationalen oder internationalen Leistungsvergleichen (TIMSS, PISA...) einigermaen zufrieden stellend abschneiden, mchte mglichst besttigt bekommen, dass an den Schulen des Landes insgesamt ordentliche Arbeit geleistet wird. Guter Unterricht Kompetenzorientierter Mathematikunterricht2 </li> <li> Folie 3 </li> <li> Zehn Merkmale eines guten Unterrichts (Hilbert Meyer) Guter Unterricht Kompetenzorientierter Mathematikunterricht3 </li> <li> Folie 4 </li> <li> Klare Strukturierung des Unterrichts erkennbar an : der verstndlichen Lehrer- und Schlersprache; der klaren Definition der Rollen der Beteiligten; der Konsequenz, mit der sich der Lehrer an die eigenen Ankndigungen hlt; der Klarheit der Aufgaben- stellung; der deutlichen Markierung der einzelnen Unterrichtsschritte; der klaren Unterscheidung von lehreraktiven und schler- aktiven Unterrichtsformen; der geschickten Rhythmi- sierung des Unterrichts- ablaufs; dem Einhalten von Regeln und dem Einsatz von Ritualen; einer zum Ziel, zum Inhalt und zu den Methoden passenden Raumregie. Guter Unterricht Kompetenzorientierter Mathematikunterricht4 </li> <li> Folie 5 </li> <li> die Mehrzahl der Schler ist aktiv bei der Sache; die Schler lassen sich nicht von Kleinigkeiten ablenken; es entstehen inhaltlich reiche Arbeitergebnisse; Lernphasen und rekreative Phasen wechseln sich ab; es treten kaum Disziplinstrungen auf; die gewhrten Freiheiten werden nicht missbraucht; der Lehrer schweift nicht ab, er strt die Schler nicht beim Lernen Guter Unterricht Hoher Anteil echter Lernzeit erkennbar an : Kompetenzorientierter Mathematikunterricht5 </li> <li> Folie 6 </li> <li> einem respektvollen Umgang Lehrer Schler; keinem Liebesentzug bei schlechten Leistungen; gegenseitiger Rcksicht und Hilfe untereinander; keiner Bevor- oder Benachteiligung von Schlern; nur wenigen Rivalitten und Machtkmpfen zwischen Schlern; klar definierten Klassenmtern; hoher Eigenkontrolle der Schler (Selbstermahnung an vereinbarte Regeln); es wird gelacht; Guter Unterricht Lernfrderliches Klima erkennbar an : Kompetenzorientierter Mathematikunterricht6 </li> <li> Folie 7 </li> <li> informierenden Unterrichtseinstiegen; Monitoring (Fhigkeit eigenes Lernen zu reflektieren); Konzentration auf Themenstellung; Aufgreifen von Vorerfahr- ungen und Alltagsvor- stellungen; gegliederten, sauberen Dar- stellungen (Tafel, Heft usw.); Einsatz passender Medien; Veranschaulichungen, Modelle; intelligentem Umgang mit Fehlern; Festhalten von Zwischenergebnissen; regelmigen Wiederholungen und Zusammenfassungen; Guter Unterricht Inhaltliche Klarheit erkennbar an : Kompetenzorientierter Mathematikunterricht7 </li> <li> Folie 8 </li> <li> Schler sind bei der Sache und erleben das Lernen lustvoll; Schler bringen fachliche und berfachliche Interessen ein und entwickeln sie weiter; Schler greifen von sich aus auf vorherige Unterrichts- themen zurck; Schler geben Rckmeldungen zum Lernfortschritt und Lernschwierigkeiten; Schler vertrauen den Ausfhrungen des Lehrers und lassen sich auf seine inhaltlichen Vorwegnahmen ein; Schler beziehen persnlich Stellung; Schler stellen kritische und weiterfhrende Fragen; Schler beurteilen ihre Arbeits- ergebnisse in angemessener Art und Weise; Guter Unterricht Sinnstiftendes Kommunizieren erkennbar an : Kompetenzorientierter Mathematikunterricht8 </li> <li> Folie 9 </li> <li> Guter Unterricht Methodenvielfalt Methodische Grundformen (Makromethodik) Lehrgangsfrmiger Unterricht Individualisierter Unterricht Kooperativer Unterricht Handlungsformen (Mesomethodik) Sozialformen (Plenum, Gruppen- unterricht, Tandemarbeit, Einzelarbeit) Handlungsmuster (z.B. Vortrag, Text- arbeit, Tafelarbeit) Verlaufsformen (z.B. Einstieg, Erar- beitung, Ergebnissicherung) Inszenierungstechniken (Mikromethodik) z.B. vormachen, provozieren, dramatisieren, ausblenden Kompetenzorientierter Mathematikunterricht9 </li> <li> Folie 10 </li> <li> Schler arbeiten an unterschiedlichen Aufgaben und kommen gut voran; Es gibt nach Thema, Schwer- punkten unterschiedliche Lehrbcher und Materialien; Es werden regelmig Lernschleifen eingebaut; Schler mit motorischen Schwierigkeiten knnen eine Auszeit nehmen; Leistungsstarke Schler haben die Mglichkeit sich aus Routineaufgaben auszuklinken und an eigenen Schwerpunkten zu arbeiten; Alle Schler sind mit den Leistungsunterschieden vertraut und helfen sich gegenseitig; Lehrer macht die individuellen Leistungserwartungen transparent; Guter Unterricht Individuelles Frdern erkennbar an : Kompetenzorientierter Mathematikunterricht10 </li> <li> Folie 11 </li> <li> hufigen aber kurzen bungsphasen; ruhiger und konzentrierter Arbeitsatmosphre mit wenigen Unterrichtsstrungen; differenzierten bungsauftrgen; Materialien erlauben eine Lernerfolgskontrolle; Lehrer beobachtet die bungsversuche und gibt differenzierte Hilfestellung; Anerkennung der bungsleistungen der Schler; Kontrolle und Wrdigung der Hausaufgaben; Guter Unterricht Intelligentes ben erkennbar an : Kompetenzorientierter Mathematikunterricht11 </li> <li> Folie 12 </li> <li> Besprechung der Leistungser- wartungen mit den Schlern; Nachvollziehbarkeit fr die Schler (insbesondere fr die schwcheren); Information ber den Schwierig- keitsgrad von Aufgaben; Klarheit der Aufgabenstellung; Verschiedene Formen der Leistungskontrolle; Klausuren und Tests werden angekndigt; Nutzung des Schlerfeedbacks zur eventuellen Korrektur von Leistungserwartungen; Guter Unterricht Transparente Leistungserwartungen erkennbar an : Kompetenzorientierter Mathematikunterricht12 </li> <li> Folie 13 </li> <li> Klassenzimmer macht einen gepflegten und aufgerumten Eindruck; Lrmpegel entspricht dem Arbeitsprozess; Umgang mit den Materialien ist behutsam und pfleglich; Schler rumen ohne Aufforderung auf; Tafel ist geputzt; Position des Lehrers im Raum (vorne bei Erklrungen, eher zurckgezogen bei Moderation); gute Beleuchtung, gute Belftung des Raumes; Guter Unterricht Vorbereitete Umgebung erkennbar an : Kompetenzorientierter Mathematikunterricht13 </li> <li> Folie 14 </li> <li> Guter Unterricht Einfluss auf den Lernerfolg Rangfolge (nach Wang, Haertel, Walberg (1993)): Kompetenzorientierter Mathematikunterricht14 1.Kognitive Kompetenzen der Schler 2.Klassenfhrung durch den Lehrer 3.Husliche Umwelt und Untersttzung durch die Eltern 4.Metakognitive Kompetenzen der Schler 5.Lernbezogene Lehrer - Schler Interaktion 6.Politik des Staates und der Bezirke (bezogen auf die USA) 7.Quantitt des Unterrichts 8.Schulkultur </li> <li> Folie 15 </li> <li> Guter Unterricht Einfluss auf den Lernerfolg Kompetenzorientierter Mathematikunterricht15 9.Elterliches Engagement in Schulfragen 10.Organisation des Lehrplans 11.Herkunft der Schler 12.Einbettung der Schler in die Gruppe der Gleichaltrigen 13.Qualitt des Unterrichts 14.Motivationale und affektive Faktoren 15.Klassenklima 16.Demographische Situation im Einzugsgebiet der Schler 17.Schuladministrative Entscheidungen 18.Freizeitverhalten der Schler </li> <li> Folie 16 </li> <li> Meyer, Hilbert : Was ist guter Unterricht ? Berlin: Cornelsen-Scriptor, 2004 Internet : www.staff.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/9287.htmlwww.staff.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/9287.html Heymann, H.W.: Was ist guter Mathematikunterricht? Statement auf der Fachtagung Unterrichtsqualitt Erfolgreiche Lehr- und Lernformen aus fachdidaktischer Sicht, LSW Soest, am 8. November 1999 Weiterfhrend : Becker, G. u.a. (Hrsg.): Guter Unterricht Mastbe &amp; Merkmale Wege &amp; Werkzeuge. Friedrich Jahresheft XXV/2007, Seelze: Friedrich-Verlag, 2007 M. Wang, G. Haertel, H. Walberg: Toward a Knowledge Base for School Learning, Review of Educational Research, Fall 1993, Vol. 63, No. 3, pp. 249-294 Guter Unterricht Literatur Kompetenzorientierter Mathematikunterricht16 </li> </ul>

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