Ach, wie sehn ich mich nach dir - ebg-kiel.de ?· Erlkönig: Nach Anfangsversuchen behielten wir v.a.…

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    18-Sep-2018

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<ul><li><p> Spielleitung Karin Harms </p><p> Assistent Philipp Mhler </p><p> Technik Kommt noch </p><p> Plakat Jubin Scheik, Meike Hofer &amp; Natalie </p><p>Kaufhold </p><p> Programmheft Eddy Wu </p></li><li><p>Ach, wie sehn ich mich nach dir...: Ich hab berhaupt kein Bock auf Deutschunterricht! Das dachte sich bestimmt </p><p>schon mal jeder. Unseren SchlerInnen auf der Bhne geht es genauso! Wir zeigen </p><p>Ihnen eine typische Klasse. Jeder ist bertrieben besonders und Sie lernen die </p><p>verschiedensten Typen kennen. Es ist Montag, alle sind noch halb im Wochenende </p><p>und in der 1.Stunde geht es schon um Goethe. Da kann man doch nur einschlafen, </p><p>oder? Ganz genau! Und wir nehmen Sie auf diese Traumreise mit und zeigen Ihnen </p><p>kleine Szenen zu ausgewhlten Gedichten von Goethe. In Trumen geht es </p><p>bekanntlich immer etwas durcheinander, auch bei uns wird es mal romantisch, lustig, </p><p>gruselig sowie traurig mit. (Vanessa) Amar, Ardita, Eddy, Jubin, Laura, Louisa, Meike, </p><p>Mia, Natalie, Philipp, Sara, Susan, Vanessa </p><p>Novelle: Die Grundlage fr diese Szene zielte darauf ab, einen alten Text mit heute alltglichen </p><p>Handlungen zu spielen. In diesem Fall einen Textausschnitt aus der Novelle mit </p><p>dem Weg einer Schulklasse zu ihrem Treffpunkt. Da die Grundzge schon feststanden, </p><p>war unsere Aufgabe nun, die Persnlichkeiten der SchlerInnen auszudenken. Dafr </p><p>berlegte sich jeder von uns das Gegenteil seiner eigenen privaten Charakterzge und </p><p>formte daraus eine vllig neue Persnlichkeit, die eine Person unserer ausgedachten </p><p>Schulklasse wurde. Was dabei herauskam, wrde jeden Lehrer zur Verzweiflung </p><p>treiben. Trotzdem startet die Lehrerin in dieser Szene den Versuch eines Projekttages </p><p>zu Goethe, an dem die ganze Klasse teilnehmen soll. Doch schon auf dem Weg zum </p><p>Treffpunkt verhlt sich so manches Pferd ungebrdiger als die anderen. </p><p>Ist das noch Realitt oder schon Traum? (Sara Cordes) Amar, Ardita, Eddy, Jubin, </p><p>Laura, Louisa, Meike, Mia, Natalie, Philipp, Sara, Susan, Vanessa </p><p>Bleibe bei mir: In der ersten Arbeitsphase begannen wir eine neue Herangehensweise an das Gedicht </p><p>mit Hilfe der theatralen Mglichkeiten des Zeitungstheaters nach A. Boal. Zunchst </p><p>fragmentierten wir den Text und entwickelten dann im ersten Spiel die Assoziation </p><p>eines Ringkampfes zweier Verliebter, auseinandergehalten von einer Art </p><p>Schiedsrichter. So kamen wir auf die Idee des Amors als Schiedsrichter, dessen </p><p>gestiftete Liebe aber im Kampf endet. Durch das Aufarbeiten der einzelnen Stunden </p><p>gelangten wir als Gruppe zu der Idee der Verkrperung einer modernen </p><p>Liebesbeziehung mit schnellem Abklingen zuvor innigst geteilter Gefhle und </p><p>inszenierten dementsprechend den ersten, verliebten und frhlichen Teil der </p><p>Liebesbeziehung hinzu. Nun standen wir vor dem Problem, einen passenden </p><p>bergang von der Heiterkeit zum Streit zu finden, dessen Lsung sich uns im Spiel </p><p>mit dem Text erffnete. Spter entwarfen wir zusammen die Rolle des Amors und </p><p>seiner Entwicklung neu. Abschlieend kreierten wir ein neues unserer Szenenidee </p><p>entsprechendes Szenenende, indem wir eben jenes nicht durch den Abgang Amors und </p><p>der ehemals Verliebten besiegelten. Die Scheinheiligkeit und Doppeldeutigkeit des </p><p>zentralen Satzteils Zum ersten Mal verdeutlichen wir abschlieend durch die </p><p>erneute Begegnung der Verliebten und durch den erneuten Beginn der </p></li><li><p>Liebesbeziehung. So beleuchten wir unser voriges Spiel neu und ermglichen Ihnen </p><p>durch unseren Abgang, den Fortlauf der Szene sich selbst auszumalen. (Philipp) </p><p>Ardita, Jubin, Philipp </p><p>Wilkommen undAbschied: Liebe: ein Thema, welches allseits bekannt ist. Genau darin bestand die Schwierigkeit </p><p>fr uns. Das Gedicht Willkommen und Abschied strotzt unseres Erachtens nur vor </p><p>Romantik und Kitsch und lsst wenig Freiraum fr Komik oder groe Spannung. </p><p>Deshalb war auch anfangs die Textfragmentierung zentraler Aspekt unserer Arbeit, bei </p><p>der wir auf neue Seiten des Gedichtes stoen konnten. Wir haben uns von Goethes </p><p>subjektiven Gefhlsuerungen im Gedicht getrennt und uns der Geliebten gewidmet, </p><p>wobei wir sofort die kontrre Stimmung der beiden ausfindig machen konnten. So </p><p>entstanden der Protagonist, der von Date zu Date luft und nur auf die Befriedigung </p><p>seiner eigenen Gefhle fixiert ist, auf der anderen Seite die unerfahrene Geliebte, </p><p>welche entsetzt bei Morgenanbruch zurckbleibt, da ihr im Klaren ist, dass das </p><p>Zusammentreffen in einem Abschied mnden wird, aber nicht vor der Macht der </p><p>Liebe und Goethes verfhrerischer Art fliehen kann. Unser Ziel ist es, die Charaktere </p><p>so gut wie mglich kennen zu lernen und ihre Gefhlswelt zu verstehen. Hierbei </p><p>musste jeder von uns den Text auf der Gefhlsebene verstehen und mit seiner </p><p>Rollenbiographie in Einklang bringen. Auf diese Weise entsteht automatisch eine </p><p>Spannungskurve. Lassen Sie sich vor Augen fhren, wie eng ein Willkommen und ein </p><p>Abschied miteinander verbunden sind. Man sagt doch, dass die krzesten Momente </p><p>im Leben die schnsten seien. Wir blicken hinter die Fassade dieser kurzen Momente </p><p>und werden aufzeigen, wie man mit Abschieden umgehen kann. Getragen werden Sie </p><p>dabei von einer bengstigenden, aber zugleich traumhaften Waldstimmung. (Jubin </p><p>Scheik) Jubin, Meike </p><p>Erlknig: Nach Anfangsversuchen behielten wir v.a. das Rollensplitting der Erlknige, den </p><p>Charakterwandel des Vaters mit abschlieender kompletter Hilfslosigkeit und die </p><p>Darstellung der Erlknige als allgegenwrtig, bedrohlich und bengstigend bei. Die </p><p>grundlegend naturalistische Auslegung der Szene erfuhr dann zunchst einige </p><p>notgedrungene Vernderungen, so wurden alle fnf Erlknige zu Erlkniginnen, das </p><p>ursprnglich als eine Puppe angedachte Kind stellen wir durch ein einfaches Tuch dar. </p><p>Wir nahmen vorerst Abstand von der Idee, nur eine Erlknigin zur Zeit auf der Bhne </p><p>zu zeigen, auerdem belassen wir alle fnf in dauerhaftem Hochstatus. Darber hinaus </p><p>gaben wir nun jeder Erlknigin einen speziellen Charakter und verteilten den Text </p><p>entsprechend. Den Schlssel zum Spannungsaufbau und zur Darstellung des </p><p>bedrohlichen Waldes fanden wir in sich verndernden, aber in sich geschlossenen </p><p>Bhnenchoreografien. Zwischen ihnen knnen wir den Vater umherirren lassen, sie </p><p>knnen den Vater umschlieen und die nahende Bedrohung des Todes verdeutlichen. </p><p>Im Gesprch mit dem Vater hat nun jede Erlknigin einen Weg zu ihrer neuen Position </p><p>in der Choreographie zu erfllen. Wichtig ist somit im Szenenbergang stets das </p><p>Zusammenklingen der Eindrcke von Text und Bhnenbild, gleichzeitig jedoch auch </p></li><li><p>die Steigerung der Spannung. Auerdem entschieden wir uns, den Vater und nicht nur </p><p>das Kind zugrunde gehen zu lassen, da schlielich er mit seinem kranken Sohn der </p><p>Verfolgte gewesen war. Das Kind als gewonnene Trophe verschiedener </p><p>Erlkniginnen ist somit das abschlieende Bild des Todes und seiner </p><p>unterschiedlichen Facetten. (Philipp Mhler) Laura, Louisa, Mia, Philipp, Susan, Vanessa </p><p>Das Schreien Diese Szene entstand durch Ausprobieren. Wir hatten das Gedicht Das Schreien und </p><p>einen Theoriezettel ber das Postdramatische Theater. So begannen wir mit der </p><p>Textarbeit: Das Gedicht wurde vorgelesen, chorisch gesprochen, rhythmisiert, in eine </p><p>Choreographie aus Bewegungen umgesetzt und in andere Sprachen bersetzt. Jedes </p><p>Wort wurde mehrmals durchgekaut, bis es seine eigentliche Bedeutung </p><p>vollkommen verloren hatte. Das Ergebnis sind unsere ganz eigenen Vortrge dieses </p><p>Gedichts, bei denen nur einer der fnf Sinne des Publikums angesprochen wird: das </p><p>Gehr. Also hren Sie gut zu... (Sara Cordes) Amar, Laura, Louisa, Sara, </p><p>Totentanz: Da reckt sich ein Grab und ein anderes dann und schon beginnt der Totentanz des </p><p>armen Trmers. So einfach war das allerdings leider nicht. Zu Anfang gab es einige </p><p>Probleme mit der Umsetzung, es reckte sich einfach kein Bein. Wer wrde aber daran </p><p>verzweifeln? Wir jedenfalls nicht! Lange und hart arbeiteten wir an der Szene, bis </p><p>zum Schluss dann doch sich endlich mal ein Bein reckte. Die Toten beginnen zu </p><p>tanzen, die Spieluhr wird aufgedreht, dass Schicksal stellt sich erfolgreich in den Weg </p><p>und endlich bewegt sich der Trmer seinem Ende zu. Lassen Sie sich bezaubern, </p><p>lassen Sie sich ngstigen, bekommen Sie eine Gnsehaut, erleben Sie einen Alptraum </p><p>aus und begleiten Sie den Trmer auf seine wahrscheinlich letzte Reise! Lasst Musik </p><p>erklingen! Vorhang auf fr einen Tanz auf Leben und Tod! Auf zum Tanz, den sie </p><p>schauerlich fhren! (Natalie Kaufhold) Amar, Ardita, Eddy, Natalie, Sara </p></li></ul>