Betriebsanleitung BSA BSA 332 und 342 - Bosch Bremsprأ¼fstأ¤nde BSA 332 und BSA 342. Die Bediener der

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    Betriebsanleitung

    Prüfstand zur Brems-System-Analyse

    BSA 332 BSA 342

    und S-Ausführungen

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    Benutzerhinweise

    Diese Betriebsanleitung richtet sich an die Bediener (Gruppe 1 und Gruppe 2) und den Betreiber der Bremsprüfstände BSA 332 und BSA 342.

    Die Bediener der Gruppe 1 sind eingewiesenes Personal der Kfz-Branche. Sie müssen in der Be- dienung des Bremsprüfstandes unterwiesen sein: z.B. durch eine Schulung von Bosch. Für diesen Personenkreis sind die Kap. 1 bis 11 und 14 bestimmt.

    Die Bediener der Gruppe 2 sind speziell ausgebil- detes Fachpersonal der Kfz-Branche. Sie besitzen die Berechtigung zur Abnahme der Brems-Sonder-Unter- suchung (BSU). Sie haben das erforderliche Fachwissen in speziellen Schulungen von Bremsen- herstellern z.B. Bosch, oder Fahrzeugherstellern erhalten. Sie sind in der Bedienung des Bremsprüf- standes und der Auswertung der Bremsprüfdaten ausgebildet. Für diesen Personenkreis sind die Kap. 1 bis 16 bestimmt.

    Der Betreiber ist für die Rahmenbedingungen des Prüfstandbetriebes verantwortlich (z.B.: Unfall- verhütung, Stückprüfung usw.) Für ihn sind vorzugs- weise die Kap. 16 bis 21 gedacht.

    ● Bestimmungsgemäßer Gebrauch Die Bremsprüfstände BSA 332 und 342 dienen zur Prüfung der Bremsanlagen an Fahrzeugen, für die § 29 StVZO in Verbindung mit Anlage VIII Haupt- untersuchungen vorgeschrieben sind.

    ● Bestimmungswidrigen Gebrauch vermeiden! Keine Bremsprüfungen an Motorrädern vorneh- men. Motoren nicht mit Antriebsmotoren der Prüfrollen starten. Langsam mit dem Fahrzeug in den Rollensatz fahren, um unnötige Beanspruchungen zu ver- meiden. Fahrzeuge nur bei laufenden Prüfrollen vom Bremsprüfstand fahren.

    In der vorliegenden Betriebsanleitung werden fol- gende Piktogramme verwendet:

    ! Achtung, macht auf Gefahren aufmerksam

    Gefahr allgemein

    oder spezifisch

    Lebensgefahr, Verletzungsgefahr, Stromschlag

    i gibt einen Hinweis

    Æ Symbol für Fernbedienung

    Á Symbol für Bedien- und Anzeigegerät Meldungen am Kommunikations-Display Meldungen am Datenterminal

    In der vorliegenden Betriebsanleitung werden fol- gende Abkürzungen verwendet:

    BBA Betriebsbremsanlage FBA Feststellbremsanlage HBA Hilfsbremsanlage VA Vorderachse HA Hinterachse

    Formelzeichen und Erklärungen von Fachbegriffen finden Sie im Glossar (Kap. 14).

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    Inhalt: Seite

    Benutzerhinweise 2

    1. Sicherheitshinweise 4 1.1 Sicherheitshinweise für das Bedienpersonal 4 1.2 Umgang mit Gefahrstoffen 5 1.3 Sicherheitshinweise für den Betreiber 5

    2. Kurzanleitung: Bremsprüfung mit manueller Auswertung 6

    3. Kurzanleitung: Bremsprüfung mit automatischer Auswertung und Ausgabe der Dokumentation 7

    4. Gerätebeschreibung 8

    5. Funktionsbeschreibung 11

    6. Prüfung vorbereiten 11 6.1 Prüfstand vorbereiten 11 6.2 Fahrzeug vorbereiten 12 6.3 Anzeigemöglichkeiten auf dem

    Kommunikations- Display 12

    7. Meßmöglichkeiten 15 7.1 Betriebsart „Automatik“ 15 7.2 Betriebsart „Hand“ 15 7.3 Prüfablauf der Bremsprüfung 15 7.4 ABS-Prüfung 17 7.5 Eigenständige Hilfsbremsanlagen 18

    8. Eingabe für Auswertung und Dokumentation durch den Prüfstand 19

    8.1 Eingabe zul. Fahrzeuggesamtgewicht 20 8.2 Eingabe Achsgewicht 20 8.3 Eingabe Berechnungsdruck ( Gesamtfahrzeug ) 20 8.4 Eingabe Berechnungsdruck für jede Achse 20 8.5 Eingabe des K-Faktors für EG - Bremsband 20 8.6 Zuordnung der HBA zur BBA und/oder FBA 22 8.7 Umschaltung der Druckanzeige 22

    9. Beispiele für Prüfabläufe 22 9.1 Prüfablauf PKW 23 9.2 Prüfablauf LKW 24 9.3 Übersichtspläne der Druckmeßstellen 27

    10. TSD 100 Telemetrie System Druck (Sonderzubehör) 29

    10.1 Funksensor mit Pneumatikanschluß 1 687 022 324 29 10.2 Funksensor mit Pneumatik- und

    Hydraulikanschluß 1 687 022 325 29 10.3 Funkempfänger 1 687 022 326 29 10.4 Batterieladegerät 1 687 022 327 29 10.5 Signalgeber 1 687 022 328 30 10.6 Prüfablauf bei Messung mit Funksensoren 30 10.7 Überprüfung der Sensoren 32

    11. Eichfähige Wegstreckenmessung (Sonderzubehör) 34

    11.1 Verwendung 34 11.2 Meßprinzip 34 11.3 Prüfung 35 11.4 Ermitteln von Korrekturwerten 35

    12. Auswerten der Prüfergebnisse und Dokumentation 36

    12.1 Übertragung an einen Host-Rechner 36 12.2 Mehrfaches Auswerten der Protokolle 36 12.3 Kennzeichnungen in den Protokollen: 36 12.4 PKW-Protokoll 37 12.5 LKW-Kurzprotokoll 37 12.6 LKW-Protokoll Bremskraftverlauf, tabellarisch 38 12.7 LKW-Protokoll Bremskraftverlauf, graphisch 38 12.8 LKW-Protokoll Abbremsung graphisch 39 12.9 LKW-Protokoll Bremskraft-Zeitverlauf (BBA) 39 12.10 LKW-Protokoll Gewichtskräfte 40 12.11 LKW-Kurzprotokoll Abbremsung 40 12.12 LKW-Protokoll Abbremsung graphisch mit EG

    Toleranzband LKW und Anhänger, leer 41 12.13 LKW-Protokoll Abbremsung graphisch mit EG-

    Toleranzband LKW und Anhänger, beladen 42 12.14 LKW-Protokoll Abbremsung graphisch mit EG-

    Toleranzband, Sattelkraftfahrzeug, leer 42 12.15 LKW-Protokoll Abbremsung graphisch mit EG-

    Toleranzband, Sattelkraftfahrzeug beladen 43 12.16 LKW-Protokoll Abbremsung graphisch mit

    EG-Toleranzband Sattelanhänger 43

    13. Berechnen der Bremskraft 44 13.1 Hinweise zur Berechnung der Abbremsung

    (lt. Anlage VIII StVZO) 44 13.2 Berechnung der Abbremsung bei PKW 45 13.3 Berechnung der Abbremsung bei LKW (nur BRD) 45

    14. Glossar (Erläuterung der Fachbegriffe, Abkürzungen und Formelzeichen) 47

    15. Fehlermeldungen 48 15.1 Neustart des Funksensors 50

    16. Wartung 51

    17. Ersatzteile 52

    18. Technische Daten 52 18.1 BSA 332 52 18.2 BSA 342 52 18.3 Schalleistungspegel nach DIN 45635 53 18.4 TSD 100 53

    19. Lieferumfang 54 19.1 BSA 332 und BSA 332-S 100 54 19.2 BSA 342 54

    20. Einbau und Inbetriebnahme 55

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    Das Bedienpersonal muß Arbeitskleidung tragen ohne lose Bänder und Schlaufen. Dazu gehören auch Arbeitsschuhe ohne Schnürsenkel . Lose Bänder und Schnürsenkel können in die Rollen- sätze gelangen und den Bediener gefährden.

    Vergewissern Sie sich, daß sich keine Personen im Bereich des Prüfstandes aufhalten! Lebensgefahr für Personen im Bereich der Prüf- rollen. Beachten Sie die Unfallverhütungsvorschriften!

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    Bei Gefahr den „Not-Aus-Schalter“ drücken!

    Mit Betätigung des Schlüsseltasters und des Tasters „Automatik“ werden beide Rollensätze eingeschaltet, ohne daß die Tastrollen heruntergedrückt sind. Des- halb darf kein Fahrzeug unbeaufsichtigt in den Rollen- sätzen stehen! Lebensgefahr für Personen im Bereich der Prüf- rollen!

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    Bei Gefahr den „Not-Aus-Schalter“ drücken!

    Stets den Schlüssel aus dem Schlüsseltaster abzie- hen! Wenn der Schlüssel nicht abgezogen wird, dann können die Rollensätze versehentlich eingeschaltet werden. Lebensgefahr für Personen im Bereich der Prüf- rollen!

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    Bei Gefahr den „Not-Aus-Schalter“ drücken!

    Wenn das Fahrzeug nicht rechtwinklig zum Prüf- stand steht, dann wandert es aus! Lebensgefahr für Personen im Bereich der Prüf- rollen! Stellung des Fahrzeugs durch „Einpendeln“ korrigieren!

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    Bei Gefahr den „Not-Aus-Schalter“ drücken!

    Wenn das Fahrzeug aus dem Rollensatz „klettert“, Lebensgefahr für Personen im Bereich der Prüf- rollen!

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    Bei Gefahr den „Not-Aus-Schalter“ drücken!

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    1. Sicherheitshinweise

    Beachten Sie die aufgeführten Sicherheitsanweisungen zu Ihrer eigenen Sicherheit und der Sicherheit Ihrer Kunden. Die Sicherheitsanweisungen zeigen Ihnen mögliche Gefahren auf. Gleichzeitig geben sie Ihnen Hinweise, wie Sie sie durch Ihr richtiges Verhalten abwenden können. In der Betriebsanleitung sind die Sicherheitsanweisung noch mals vorhanden. Sie sind durch die Symbole

    i Hinweis

    !!!!! Achtung

    Gefahr allgemein oder spezifisch

    gekennzeichnet.

    Zur Erinnerung ist die Position des Not-Aus-Schalters in der Betriebsanleitung mit diesem Symbol gekennzeichnet

    1.1 Sicherheitshinweise für das Bedienpersonal

    i Die Befestigungsschrauben der Abdeckbleche müssen fest sitzen, um Reifenschäden zu vermeiden.

    ! Langsam mit dem Fahrzeug in den Rollensatz fahren, um unnötige Beanspruchungen zu vermeiden.

    ! Aus dem Bremsprüfstand nur bei laufenden Prüfrollen hinausfahren

    ! Motoren nicht mit Antriebsmotoren der Prüfrollen starten.

    ! Keine Bremsprüfungen an Motorrädern vornehmen.

    i Wenn der Bremsprüfstand nicht benutzt wird, dann die Energieversorgung für den Bremsprüfstand mit dem Hauptschalter abschalten. Hauptschalter gegen unbe- fugtes Benutzen sichern. Die Rollensätze des unbenutzten Bremsprüfstandes abdecken oder abschranken.

    i Keine Fahrzeuge auf dem Bremsprüfstand abstellen