Die Verschiedenheit der Ansichten über das Kimura-Glied

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    06-Jun-2016

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    ist er

    12.19 I 7 Persei. Y Persei. 13.1917 Persei. I = +43'729 3h18mr35 +43' 49:6 8m7 I = i-42'736 3h 7"'59' +42" 7% 7m7 I = '4.3'772 3h27mIOS +-43O3:7 9?'5

    2 = +42 738 3 9 40 +42 4.7 8.6 2 = +43 731 3 18 33 +,43 29.0 9 .1 2 = +43 773 3 27 47 +43 4.3 8.2

    Die beigegebenen Kartchen, deren Gesichtsfeld je- N 0 (-J weils etwa 30' betragt, sollen die Lage der Veranderlichen in der Unigebung erkennen lassen. ' GroDe Sorgfalt ist nicht auf sie verwendet; die schwacheren Sterne sind nur in der Nahe der Variablen mitgezeichnet.

    Die folgenden Helligkeiten habe ich roh von einigen Platten zu schatzen versucht :

    .. . - . , , :.* 'mi . . ? . .; .

    .. ' . * . . .

    2.

    . _ . . .. . . .. , ' . . . 0' . .

    12.1917 Y 13.1917 14.1917 15.1917 . 1901.64 1 5 ~ 1 2 ~ 1 3 ~ 11mz < 1 5 ~ I , 1901.88 1 z . 5 10.5 1 5 10.5 12.6

    1916.90 14 10.7 < 1 5 11.2 < 1 5 2" +42 803 3 29 1 2 +42 4.0 7.2 2 = + 4 2 808 3 31 37 +42 9.6 8.7

    14.1917 Persei. 15.1917 Persei. 1916.88 14 11.5 16 12.5 I6 I = +42'795 3h28"'14S +42"6:0 6m7 1 = +4Z0807 3h31m35s +42'1:9 8mo

    Es scheinen lauter langsam veranderliche Sterne zq. sein. Konigstuhl, I 9 I 7 Mai 3. M. Wblf.

    Die Verschiedenheit der Ansichten iiber das Kirnura-Glied. Von R. Schumann. Wahrend der letzten Jahre sind in den A.N. und ander-

    warts Untersuchungen iiber die in den Beobachtungen zur Pol- hohenschwankung auftretenden Widerspruche, Periodizitaten und Gange in vermehrter Anzahl veroffentlicht worden. Die folgende Sammlung von Ansichten, die hauptsachlich das Kimura- oder z - Glied betreffen, kann keinen Anspruch auf Vollstandigkeit machen, schon weil zur Zeit auslandische Ar- beiten nicht vollzahlig zugangig sind ; immerhin ist bemerkens- wert, welche grof3e Verschiedenheit herrscht. Keine der er- schienenen Arbeiten vermag die in den berechneten Haupt- und Nebenergebnissen auftretenden Fluktuationen befriedigend oder erschopfend zu erklaren ; mit einer gewissen Berechtigung wird Refraktion zur Begriindung herangezogen. Zu wenig be- achtet und nicht erklart werden jene langsamen Schwankungen, die sich in den SchluDfehlern einerseits und in den 2'd@ andererseits gezeigt haben. Wegen ihrer Ableitung verweise ich auf das Erganzungsheft Nr. I I zu den A. N. I). Als wichtig hebe ich hervor, daD sowohl SchluDfehler als 2A@ streng frei von den J d sind, deren Herleitung bei der allgemein iiblichen Methode zu einer Mehrzahl von willkurlichen An- nahmen zwingt. Bezeichnet man die nach dieser Methode berechneten Polhohenschwankungen mit AT, so zeigen die

    Unterschiede 2 ~ t @ - - - ~ 4 y auf allen Stationen starke Gange in Form von Abstiegen unter langsamen Schwankungen. Letztere stehen in Beziehung zu den langsamen Schwankungen in den SchluDfehlern z, ; sie haben Dauern, die zwischen I und 3 Jahren liegen, Jahresperiode tritt nicht hervor. Da in ihnen nach Abzug der Asp sich ein ungeklarter Widerspruch herausstellt, so schlieDt diese Verwendung der Alp keinen Beweis fur deren Einwandslosigkeit ein.

    Die 2 aus den Refraktionssternen, beobachtet in durch- schnittlichen Zenitdistanzen von 60" auf den 6 Stationen des 39. Breitengrades wahrend der Jahre I 902-04, unterscheiden sich nun wesentlich von denen, die aus den Zenitsternen, beobachtet am selben Abend, am gleichen Instrument und zu gleicher Tagesstunde, berechnet wurden ; zum Teil ergeben sie sogar Anstiege, und - was wohl am wenigsten erwartet wird - die durchschnittlichen Betrage der Widerspruchs- groDen sind, trotz groi3erer Refraktion, doch kleiner 3, als bei den Zenitsternen , den eigentlichen Polhohenschwankungs- sternen. Dieser Zusammenhang lenkte naturgemaD den Ver- dacht auf die Refraktion als auf eine der gesuchten Ursachen, wenngleich die Art der Einwirkung noch nicht klar liegt. Saalrefraktion 4, kann nicht als befriedigender Grund ange-

    l) Kiel 1,906, siehe dort S. I . Vgl. auch: Weitere numerische Untersuchungen tiber die Polhohenschwankungen; A. N. 173, Nr. 4142-43, S. 209-212. Kiel 1906.

    *) Uber dezeitenerscheinungen in den Schwankungen der Stationspolhohen. Denkschr. der kais. Akad. d. Wiss., 89, Wien 1913; s 4, Abschn. B : Bezieh'ungen zwischen den SchluDfehlern und den 2: A@, S. 40 [356] u. f., s. dazu deren graphische Darstellung auf Tafel 11. Uber Gezeitenerscheinungen . . ., Tabelle 53, S. 81 [397].

    ') Uber die Bedeutung der Saalrefraktion fhr Polhohenbestimmungen; von C. Przy6yZZook. A. N. 201, Nr. 481 I , 1915. Ferner: Beitrage zur Kenntnis der Polbewegung: vom selben Verfasser, A. N. 202, Nr. 4840-41, 1916.

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    sehen werden, da sie schwerlich andere Schwankungen als solche. mit Jahresperiode verursachen kann; wie jede Tages- periode 'l) kann sie Ab- oder Anstiege hervorbringen. Wohl sind Anomalien der HuOeren Refraktion ') als Ursachen denk- bar, falls sie systematisch veranderlich verlaufen.

    In einer an anderer Stelle zu veroffentlichenden Arbeit3) zeige ich, daD auch in einer neueren Pulkowaer Reihe4) sich, trotz erhohter innerer Genauigkeit, Widerspruche von gleicher Art und GroDe wie in alteren und anderweiten Reihen zeigen. So bleiben auch bei ihr die Schluflfehler, die bei der Ab- leitung der Ad zwar rechnerisch als eliminiert erscheinen, noch in den Polhohen selbst ',bestehen, oder die ratselhafte SchiuDfehlerursache behalt ihre Wirkung auf die zur Ab- leitung der Schwankung benutzten Polhohen unverandert bei, trotz der Elimination des mittleren SchluOfehlers bei der Ab- leitung der Ad. Ferner ergeben sich die folgenden, systematisch verlaufenden Unterschiede : - A y + PJCD = 2 r , die nach Vorzeichen und GroOe eigentlich verlaufen sollten wie ubrig bleibende, zufallig verteilte Fehler.

    Gruppe Zr I -o!'ooo -or246 --Or389 -0!'459 I1 -0.008 -0.341 -0.376 I11 -0.086 -0.367 -0.389

    V -0 .172 -0.353 -0,413

    VII -0.236 -0.364 -0.468 VIII -0.242 -0.341 -0.483 Ohne Rechnung erkennt man, daO dieser Abstieg nicht

    von der Beobachtungsunsicherheit verdeckt werden kann. Der EinfluD einer systematisch veranderlichen Refraktion

    erstreckt sich auch auf das z-Glied, iiber dessen Ursachen eine besonders groDe .Versc@edenhei$ der Meinungen besteht. Wahrend einige Zeit hindurch unentschieden blieb, ob es als aus reellen kosmischen Ursachen entstanden oder als eine rein rechnerische Erscheinung anzusehen sei, scheint zur Zeit erstere Ansicht weniger vertreten zu werden ; eine Gegenuber- stellung einiger AuDerungen folgt.

    r. Bunsdu~f~) hielt es fur unwahrscheinlich : ))daO das c - Glied durch der Kettenmethode anhaftende Fehlerquellen hervorgerufen wird, vielmehr durfte man kaum fehlgehen, wenn man die jahrlichen Anderungen der Polhohen als reell nimmt.c

    Verfasser ') bemerkte im Jahre 191 2 : ))es ist wahr- scheinlich, daO es (das z-Glied) keine einheitliche Erscheinung darstellt, sondern zu einem guten Teile nur ein rechnerisches relictum ist.((

    I v -0.139 -0.347 -0.411

    VI -0.195 -0.343 -0.435

    Wien, 1917 Marz 16.

    In gleichem Sinne druckte sich zur selben Zeit li. a. Ross 7, aus: ))The Kintura term is a computational result, due to our ignorance of the correct method of partition of the closing sum.((

    B. Ft'anach s, erklarte 19 I 5 : ))AIs*zulassig erscheint mir nur die Hypothese, daO ein z in Wirklichkeit gar nicht exi- stiert . . .< ; ferner 1916: $In Nr. 4812 der A. N. (201.225, vergleiche auch Band V der ))Resultate . . .((, S. 192) glaube ich mit geniigender Zuverlassigkeit den Nachweis erbracht zu haben, daO das z im wesentlichen weiter nichts ist als eine Folge von systematischen Refraktionsstorungen. ((

    An mehreren Stellen desselben Aufsatzes wird geraten, das z nicht zur Reduktion von beobachteten Polhohen zu benutzen.

    3. P~zybylZoR 9, auflert I 9 I 6 in bezug auf die Ursache des z-Gliedes : )) Andererseits deutet das Verhalten des z-Gliedes wahrend der jetzt I 5-jahrigen Beobachtungszeit an, daD wir eine einheitliche Ursache fur das z-Glied nicht erwarten durfen.

    Neuere, im Jahre I 9 I 6 erschienene Untersuchungen von B. Wanach lo) geben ein neues Reduktionsverfahren zur Ge- winnung der Polbahn an und fordern weiteres Material uber Eigenheiten und Widerspruche in den Beobachtungen zur Polhohenschwankung zutage; unter anderem liefern die Unter- schiede zwischen den Ergebnissen des alten und des neuen Reduktionsverfahrens vielen Stoff zu weiterem Studium.

    Nach E. P~zybyZZo& 11) l&t der zeitliche Verlauf des z - Gliedes periodische Schwankungen langer Dauer von det Ordnung der Jahreslange erkennen.

    Der Grund fur die hier hervortretende UngewiDheit liegt in der Vielheit der Ursachen, die sowohl wirkliche als scheinhare Jahres-Periodizitaten in den Beobachtungen zur Polhohenschwankung veranlassen konnen. Eine eindeutige Auslegung einer j a h r 1 i c h e n Periodizitat durfte immer schwierig bleiben; es erscheint fast dankbarer, sich dar- bietende Schwankungen von anderer als jahrlicher Dauer grundlich zu untersuchen, da bei ihnen eher besondere Kenn- zeichen zu erwarten sind, sodaD ein RuckschluO auf die wir- kenden Parameter der storenden Ursache erleichtert wird.

    Die Berechtigung der Annahme, die bei den bisherigen Reduktionen der Beobachtungen zur Polhohenschwankung meist erforderlich ist, daO namlich in der Zeit zwischen den Gruppen eines Tages keinerlei veranderliche und dabei un- beachtete Beeinflussung der Polhohenbestimmung in merk- lichem Betrage stattfinde, ist nicht bundig erwiesen. Deshalb erscheint als nachstliegendes, wenn auch schwieriges Mittel zur Erforschung jener MiDstimmungen zu sein : Ausdehnung von Massenbeobachtungen uber den grofltmoglichen Teil des Tages.

    R. Schumann. I) Uber Gezeitenerscheinungen . . ., Figuren 3 und 4, Tab. 39, 42 und 43, S. 61 [377] u. f. ') Publ. de 1'Obs. Central Nicolas. Ser. 11, Vol. XXIV. Observations faites au cercle vertical de Kepsold i la succursale Odessa pour

    la determination de la refraction; par 7. Bonsdorf. S 1 0 : Die periodischen Refraktionsanderungen. S. [70], 1913. ') Untersuchung einer neueren Pulkowaer Beob.-Reihe zur Polhohenschwankung in bezug auf systematische Beeinflussung. Wien 1917. ') Publ. . . . . S6r. 11, Vol. XVIII VIb: Beobachtungen am gro5en Zenitteleskop; Sternpaare vom 5 . April 1910 bis zum 10. Juni 191 I. ') Mitt. d. Nicolai-Hauptsternw. zu Pulkowo; Bd. 11 Nr. 13. Beobachtungen von 8 Cassiop. mit dern gro5en Zenitteleskop, S. 16, 1907. ") Uber Gezeitenerscheinungen . . . , S. 74 [3,90]. ') Uber das Kimuru-Glied der Breitenschwankungen. A. N. 201, Nr. 4812, S. 228. Vorlaufige Ergebnisse des Internationalen Breiten-

    dienstes im Jahre 1915. A. N. 203, Nr. 4858, S. 153. ) Resultate des Internationalen Breitendienstes. Bd. V, S. 189 u. f. Naheres iiber die nach dem alten Verfahren berechneten Schlu5-

    fehler a n d ihre Verwendung enthLlt S. 75. "I Uber eine Bestimmung der Nutationskonstante aus Beobachtungen des Internationalen Breitendienstes. Sitz.-Ber. d. Kgl. PreuO. Akad.

    d. Wiss. LIII, 1916, S. 1264.

    Von L. Stmenow. 1911..

    ') Remarks on the Kimuru-term. A.N. 193.403, 1913.

    ") BeitrBge . . . ; s. S. 25 I . 10

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