EXPERIMENTE MIT ERDE (FESTSTOFFEN ?· EXPERIMENTE MIT ERDE (FESTSTOFFEN) Materialien sind unterschiedlich…

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    18-Sep-2018

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  • EXPERIMENTE MIT ERDE (FESTSTOFFEN)

    Wiedergewinnen von Feststoffen aus Lsungen

    AUS: HANDBUCH DER NATURWISSENSCHAFTLICHEN BILDUNG VON GISELA LCK. HERDER 2003, SEITE 127

    Bentigte Materialien

    1 Teelicht mit Glasschlchen Salzlsung, sehr konzentriert Etwas Zucker Feuerzeug eine Lupe ein Teelffel aus Metall, umwickelt mit Alufolie eine Pipette Gedankliche Anregungen

    Was wird bei den Experimenten passieren? Vermuten und Prognosen uern. Experimente durchfhren. Was ist tatschlich passiert? Beobachtung beschreiben. Deutung der Experimente. Die beobachteten Phnomene versuchen zu erklren. Durchfhrung der Experimente

    1. Mit der Pipette einen Tropfen der konzentrierten Salzlsung aufnehmen und auf den Lffel geben. Diesen dann ber das brennende Teelicht halten. 2. Mit der Lupe das Resultat anschauen. 3. Anschlieend das Experiment mit Zucker durchfhren. Deutung/Erklrung des Experimentes

    In einer Salz- bzw. Zuckerlsung ist der gelste Stoff natrlich noch vorhanden, allerdings nicht mehr sichtbar. Durch die Wrmezufuhr verdunstet das Wasser und die in der Lsung fein verteilten Salzteilchen kristallisieren wieder als festes Salz aus. Der Zucker kristallisiert nicht aus, sondern wird zunchst sirupartig, wobei er beim weiteren Erhitzen schnell karamellisiert.

  • EXPERIMENTE MIT ERDE (FESTSTOFFEN)

    Gewinnung von Salzkristallen Bentigte Materialien

    1 Kerze Feuerzeug Salzlsung, sehr konzentriert 1 starke Lupe oder Mikroskop ein Teelffel aus Metall, umwickelt mit Alufolie eine Pipette Gedankliche Anregungen

    Was wird bei den Experimenten passieren? Vermuten und Prognosen uern. Experimente durchfhren. Was ist tatschlich passiert? Beobachtung beschreiben. Deutung der Experimente. Die beobachteten Phnomene versuchen zu erklren. Durchfhrung der Experimente

    1. Gebe ganz wenig von der Salzlsung auf den Lffel und lasse sie ber der Kerzenflamme eindampfen. 2. Betrachte mit Hilfe der Lupe die Formen, die entstanden sind. Deutung/Erklrung des Experimentes

    Warum entstehen solche Figuren? Die Salzteilchen (Ionen) lieben das Wasser und lsen sich sehr gerne auf. Wenn es aber trocken wird, ist Schluss mit dem Baden. Durch gegenseitige Anziehung kommen sie dann zusammen und bilden diejenige Form, zu der sie am besten zusammenpassen. Das sind beim Salz Wrfel (Vierecke). Andere Stoffe passen besser zu anderen Figuren, z. B. zu sechseckigen Sulen mit Spitzen (Bergkristall = Quarz). Sehr viele reine Feststoffe bilden Kristalle, z. B. auch Zucker, Kalk und auch Eis (Schneeflocken).

  • EXPERIMENTE MIT ERDE (FESTSTOFFEN)

    Materialien sind unterschiedlich hart Bentigte Materialien

    Kalkstein Schreibkreide Glasscherben Kerze Feuersteinsplitter Eisennagel oder -schraube Kupferstck Kunststoff Gedankliche Anregungen

    Was wird bei den Experimenten passieren? Vermuten und Prognosen uern. Experimente durchfhren. Was ist tatschlich passiert? Beobachtung beschreiben. Deutung der Experimente. Die beobachteten Phnomene versuchen zu erklren. Durchfhrung der Experimente

    1. Whle ein Material z.B. Kalkstein aus und prfe durch Ritzen, welche anderen Stoffe er ritzen (=kratzen) kann und welche nicht. 2. Ordne die ganzen Materialien nach ihrer Hrte = Festigkeit. Deutung/Erklrung des Experimentes

    Die Hrte = Festigkeit ist ein einfaches Merkmal, nachdem man Feststoffe charakterisieren kann. Alle Minerale haben eine Hrte zwischen 1 und 10 auf der Mohsschen Hrteskala. Die mit einer hheren Nummer knnen alles mit einer niedrigeren Nummer ankratzen. Bis heute ist die Hrte eins der wichtigsten Bestimmungsmerkmale fr Minerale und Edelsteine, aber in der Technik ebenfalls fr vieles, z. B. Sthle, Betonqualitten usw. Die Festigkeit kommt zustande durch die gegenseitigen Anziehungskrfte der kleinsten Bausteine (meist Atome oder Ionen). Sehr groe Krfte ergeben Feststoffe, geringere Flssigkeiten und sehr geringe Gase.

  • Der deutsche Mineraloge Friedrich Mohs entwickelte im Jahre 1812 die Hrteskala (Mohssche Hrteskala). Die Skala beruht auf den zehn folgenden Mineralen. Skala Mineral Vergleichbare Dinge

    1 Talk Eis = 1,5

    2 Gips Fingernagel = 2,5

    3 Kalzit Mnzen = 3,5

    4 Fluorit Eisennagel = 4,5

    5 Apatit Taschenmesserklinge = 5,5

    6 Orthoklas Stahlfeile = 6,5

    7 Quarz Sandpapier = 7,5

    8 Topas Schmirgelbrett = 8,5

    9 Korund Rubin = 9

    10 Diamant Nichts vergleichbar

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    Ein Stein entsteht Bentigte Materialien

    Gipspulver Wasser 1 Schssel 1 Schale Folie Bltter oder Sonstiges zum Abformen Gedankliche Anregungen

    Was wird bei den Experimenten passieren? Vermuten und Prognosen uern. Experimente durchfhren. Was ist tatschlich passiert? Beobachtung beschreiben. Deutung der Experimente. Die beobachteten Phnomene versuchen zu erklren. Durchfhrung der Experimente

    1. Flle Wasser in die Schssel und verrhre das Gipspulver zu einem Brei. 2. Lege die Schale mit Folie aus und flle den Brei hinein. Drcke anschlieend vorsichtig ein Blatt in die weiche Gipsflche. Deutung/Erklrung des Experimentes

    Nach ca. 15 Minuten ist ein Stein entstanden, eventuell sogar ein Pflanzenfossil. Wie entsteht die Festigkeit? Fester Gips ist ein Gestein, das ca. 18 % Wasser in seiner Struktur enthlt. Das Gipspulver wird durch Brennen hergestellt, wobei der Gipsstein sich verndert und zu Pulver zerfllt. Wenn er sein Wasser, das er fr sein Kristallgitter braucht, zurckerhlt, wird er wieder zum festen Stein. Nach etwa demselben Prinzip hrtet Kalkmrtel (ein Carbonat) oder Zement (ein Silicat). In diesen Fllen geht es aber viel langsamer.

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    Der Boden besteht aus verschiedenen Materialien Bentigte Materialien

    1 Sieb mehrere Filter (Kaffeefilter) Marmeladenglas Lupe Eine Bodenprobe (sollte Humus, Lehm, Sand, Steine enthalten) Wasser Gedankliche Anregungen

    Was wird bei den Experimenten passieren? Vermuten und Prognosen uern. Experimente durchfhren. Was ist tatschlich passiert? Beobachtung beschreiben. Deutung der Experimente. Die beobachteten Phnomene versuchen zu erklren. Durchfhrung der Experimente

    1. Gebe die Bodenprobe in das Marmeladenglas und vermische sie mit ca. der gleichen Menge Wasser (gut schtteln!) 2. Dann rasch den Deckel des Glases abnehmen und die Oberflche in den Filter abgieen. 3. Danach die obere Hlfte in den nchsten Filter gieen und den Rest genauso. Deutung/Erklrung des Experimentes

    Woraus besteht eigentlich Boden? Der erste Filter zeigt den leichteren Humusanteil, der hauptschlich aus Pflanzen-resten besteht. Vielleicht sind Besonderheiten mit einer starken Lupe zu sehen. Der zweite Filter zeigt den Ton- oder Lehmanteil. Er spendet den Pflanzen hauptschlich die Mineralstoffe und speichert das Wasser. Der dritte Filter zeigt alle schweren grberen Bestandteile: Steinchen und Sand. Sie lockern zusammen mit dem Humus den Boden.

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    Aus Erde lassen sich Farben herstellen Bentigte Materialien

    1 Teller 1 Mrser und Pistill weiche Mergelsteine Erdproben z.B. bunte Keuper-Mergel (z.B. aus den Weinbergen) Wasser, Pinsel und Papier Gedankliche Anregungen

    Was wird bei den Experimenten passieren? Vermuten und Prognosen uern. Experimente durchfhren. Was ist tatschlich passiert? Beobachtung beschreiben. Deutung der Experimente. Die beobachteten Phnomene versuchen zu erklren. Durchfhrung der Experimente

    1. Erd- oder Mergelstcke im Mrser mit dem Pistill zerdrcken und mglichst fein zermahlen. (Ersatzweise vielleicht auch mit einem Hammer zerkleinern und mit einem Lffel in einer kleinen Schssel zermahlen. Das Material muss trocken sein. 2. Dann mit wenig Wasser anteigen und damit malen. Das Bild kann nach dem Trocknen mit Haarspray fixiert werden. Oder direkt in den Farbteig Kleister unterrhren. Deutung/Erklrung des Experimentes

    Wie entstehen Farben? Die meist braun-gelb-roten Farbtne werden von Eisenoxid oder Manganoxid gebildet. Grnliche Farben entstehen oft durch zweiwertige Eisenverbindungen oder das silicatische Mineral Glaukonit.

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    Suren greifen Kalk an Bentigte Materialien

    Essig oder Essigreiniger oder Zitronensaft Kalkstein-Stckchen (z.B. Schotter) oder Eierschale 1 kleines Glas Gedankliche Anregungen

    Was wird bei den Experimenten passieren? Vermuten und Prognosen uern. Experimente durchfhren. Was ist tatschlich passiert? Beobachtung beschreiben. Deutung der Experimente. Die beobachteten Phnomene versuchen zu erklren. Durchfhrung der Experimente

    1. Gib in die Surelsung (Essig oder Zitronensaft) ein kleines Kalkstckchen. Beobachte genau was dabei passiert. 2. Lasse es einen Tag lang stehen. Deutung/Erklrung des Experimentes

    Essigsure oder Zitronensure greifen den Kalk an. Der Kalk ist das Calciumsalz der Kohlensure. Deshalb wird durch diese Suren die schwchere Kohlensure freigesetzt (aus ihrem Salz vertrieben). Es sprudelt wie bei CO2-haltigem Mineral-wasser (Kohlensure H2C03 zerfllt in CO2 und H20). Der Kalk wird aufgelst (das Calcium geht in Lsung) Ein Ei verliert so seine Schale, da diese auch aus Kalk besteht.

  • EXPERIMENTE MIT ERDE (FESTSTOFFEN)

    Bestimmte Stoffe verndern ihre Farbe Bentigte Materialien

    Schwarztee Rote-Bete-Saft Rotkohl Buntsaft (Trauben-, Kirsch-, Johannisbeersaft oder Rotwein) Essig oder Zitronensaft Glser Eventuell Kalkpulver (Kalkmrtel) Gedankliche Anregungen

    Was wird bei den Experimenten passieren? Vermuten und Prognosen uern. Experimente durchfhren. Was ist tatschlich passiert? Beobachtung beschreiben. Deutung der Experimente. Die beobachteten Phnomene versuchen zu erklren. Durchfhrung der Experimente

    1. Gib Essig oder Zitronensaft zu den Proben aus Gemse, Frchte und Teeextrakt. Beobachte was dabei passiert. 2. Gib Kalkpulver auf die entsprechenden Proben und vermische sie. Deutung/Erklrung des Experimentes

    Die aufgefhrten Proben ndern deutlich ihre Farbe, wenn sie einerseits neutral sind (in Leitungswasser gelegt) oder alkalisch werden (mit Kalkpulver versetzt) und anderseits gesuert werden (Surezusatz). Die aufgefhrten Proben von Gemse oder Frchten oder Teeextrakt enthalten natrliche Indikatoren (= Anzeiger), die anzeigen ob etwas neutral, sauer oder alkalisch ist. Sie wechseln entsprechend ihre Farben. Kalkpulver wirkt als Lauge und macht alkalisch.

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