FERNLEHRGANG Warum erschuf Gott die Menschheit? erschuf Gott die Menschheit? it der Entschlsselung des menschlichen Genoms zu Beginn des neuen Jahrtausends scheinen dem menschlichen Forschungsgeist

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    07-Feb-2018

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  • Warum erschuf Gottdie Menschheit?

    F E R N L E H R G A N G

    L E K T I O N 3

  • Warum erschuf Gott die Menschheit?

    it der Entschlsselung des menschlichenGenoms zu Beginn des neuen Jahrtausendsscheinen dem menschlichen Forschungsgeistkeine Grenzen gesetzt zu sein. Andererseits

    wei der Mensch aber immer noch keine Antwort auf diegrund le gende Frage des Lebens: Warum exi stieren wir?

    Diese Frage geht uns alle an. Wir knnen einige zustz -liche Fragen hinzufgen: Was ist der Mensch? Warum wur-

    den wir erschaffen? Was ist das Zielunse res Lebens?

    Physikalisch betrachtet sind wirMen schen lediglich eine physiolo -gisch- chemische Erscheinung. Dasheit, wir sind aus Materie zusam -men gesetzt aus dem Staub derErde, wie die Bibel es ausdrckt.

    Was bedeutet es wirklich, Menschzu sein? Existieren wir nur vorber -gehend? Oder hat unser Leben einber geordnetes Ziel? Wie unter schei -den wir uns von den Tieren? In wel -cher Weise sind wir ihnen hnlich?

    Direkte, ungeschminkte Antwor tenaus der Bibel auf diese Fragen helfenuns, die Bestimmung unseres Lebenszu begreifen und die Frage nach demGrund fr unsere Existenz zu beant-worten.

    IST DER MENSCHMEHR ALS NUR . . .?Biologisch gesehen ist der Mensch

    ein lebendiger Organismus. Unsere Zu sammensetzung istchemisch. Wir haben ein Gerst aus Knochen, ver schie deneGewebearten, ein Nervensystem, innere Organe und mehrereHautschichten. All dieses be stimmt unser Mensch sein inmateriellem Sinne.

    Gibt es aber noch mehr an uns, was das menschliche Augenicht wahrnehmen kann? Sind wir einzigartig darin, dassunsere Existenz ber das rein Physikalische hinaus geht undauf eine groartige Daseinsbestimmung hinweist?

    Was bestimmt unser Verhalten, unsere Interessen undunsere Reaktionen? Warum seh nen wir uns nach demUn bekannten? Warum haben wir ein Gewissen? Warumstreben wir nach immer mehr Erkenntnis in jeder natur -wissenschaftlichen Disziplin? Warum interessiert uns dieErkenntnis allein um der Erkenntnis willen? Warum treibtunser Intellekt uns zu immer greren Leistungen?

    Naturwissenschaftliche Untersuchungen ber denUr sprung des Menschen gehren zu den schwierigsten Dis -zi plinen berhaupt. In seinem Buch Darwins Black Box

    zeigt der Biochemiker Michael J. Behe anhand wis sen -schaft licher Beweise in berzeugender Art die Un mg -lichkeit auf, dass Leben aus nichtlebender Materie vonallein ent stehen kann.

    Die allgemein fr richtig gehaltene Evolutionstheorie ver -mag nicht zu erklren, warum wir uns fr unantastbare Wertewie Schnheit und geistliche Erkenntnis interes sie ren. Dermenschliche Verstand ist viel zu kompliziert, um nur einZufallsprodukt zu sein. Die Bibel widerspricht der Evolutionund stellt unmissverstndlich fest, Gott hat den Menschenerschaffen.

    Der Mensch wei sehr viel ber seine Umwelt, das Welt -all und auch ber sich selbst, wenn es um die kr per li cheGesundheit geht. Andererseits scheinen wir sehr we nig bermoralische Verantwortung und die Ver h tung von beln wieKrieg und Kriminalitt zu wissen.

    SELBSTSTUDIUM NTIGDie Zustnde auf unserer Welt sind oft bengstigend und

    scheinen zunehmend auer Kontrolle zu geraten, wenn neueKriege oder Krisenherde entstehen. Wir sollten unsere natr -li che Neugierde, die auf naturwissen schaft lichen Gebietenzu so vielen Errungenschaften gefhrt hat, der Erforschungdes so drin gend bentigten moralischen Fort schritts widmen.Viel leicht wre dann der Fortbestand bzw. der zuknftigeZustand der Mensch heit nicht so ungewiss.

    Fr die Erforschung dieses Gebiets braucht der Menscheine Quelle der Erkenntnis, die ber das Materialistischehinausgeht und mit deren Hilfe auch die geistliche Wis sens -dimension erschlossen werden kann.

    Wir mssen den ganzen Menschen verstehen. Im Vor-wort sei nes Buches How the Mind Works schrieb StevenPinker, Professor am Massachusetts Institute of Technology,

    Wir scheinen mehr ber unsere irdischeUmwelt und das Weltall zu wissen alsber uns selbst. Groe Bereiche unserermenschlichen Exi stenz sind seit Jahrtau -sen den ein Rtsel geblieben.

    Was bedeutet es wirk -lich, Mensch zu sein?Existieren wir nurvor bergehend? Odergibt es einen beson de -ren Zweck fr unsereExistenz?

    2 Fernlehrgang Lektion 3 Titelseite: Fotomontage von Shaun Venish; Fotos: Digital Stock; 1998 PhotoDisc, Inc.

    M

  • Folgendes: Zunchst einmal verstehen wir nicht, wie dermenschliche Verstand funktioniert nicht so gut wie wir dieFunktionen des Krpers verstehen und ganz bestimmt nichtso gut, um das Utopia zu schaffen oder eine Lsung gegendas Unglcklichsein zu finden.

    DIE WISSENSCHAFT HAT GRENZENUnsere moderne Zivilisation schafft es nicht, uns alle

    glcklich zu machen. Dafr fehlt die notwendige Er kennt nis.Die Naturwissenschaften, die sich auf das Beob acht barebeschrnken, knnen uns diese Erkenntnis nicht lie fern, dieeine nichtmaterielle Wissensdimension tangiert. Phi lo so phi -sche Spekulationen sind kein Ersatz fr offen bar tes Wis senber natrlichen Ursprungs. Hinzu kommt die geistliche Ver -blendung, die in Offenbarung 12, Vers 9 be schrieben wirdund die ganze Welt beeinflusst.

    Wir sind geistlichen Gesetzen unterstellt, deren Wirkunggenauso unerbittlich ist wie die von der Wissenschaft ent -deck ten physikalischen Ge setze. Obwohl wir die Schwer-

    kraft nicht sehen kn-nen, zwei feln wir nicht ander en Existenz.

    Ebenso gibt es un sicht -bare geist liche Ge setze,deren Aus wir kungen vonunse rem Ver halten abhn-gig sind.

    Trotz der Er kenntnisseder Naturwis sen schaftenvermag nur Gott zu sagen,wer wir sind, warum wirexi stie ren und was die Be -stim mung unseres Le bensist. Nur die Bibel enthltdiese feh lende Dimen sionin unse rer mensch lichenErkenntnis.

    Aus der Sicht der Bi belist der Mensch un zer teil -bar. Es ist nicht mg lich,den Menschen als Zu -sammensetzung von ma -

    te riel lem Leib und einer unsterblichen Seele zu definieren.Ohne unsere physischen Organe knnten wir nicht existie-ren, und ohne unsere geistigen Fhigkei ten w ren wir nichtmenschlich.

    In diesem Sinne gibt es viele Faktoren, die uns von Tie renunterscheiden: unsere Fhigkeit zur Verstndigung durchSpra che; unsere Vorstellungskraft; unser Be wusst sein derVergangenheit, Gegenwart und der Zukunft; un ser Verm-gen, Schlussfolgerungen zu ziehen und vieles mehr. Der wohlentscheidendste Unterschied zwischen uns und den Tieren istdas Bedrfnis des Menschen, seine Exi stenz zu hinterfragen.

    In seinem Buch God and Evolution hebt R. J. Berry einber alles andere herausragendes Merkmal des Menschenhervor: Der Schlssel zum Verstndnis unserer Natur, wiediese in der Bibel dargelegt wird, ist die Bedeutung von ,nachdem Bilde Gottes, womit wir uns von den Tieren unterschei-den (alle Hervorhebungen durch uns).

    NACH DEM BILDE GOTTESIn 1. Mose 1 lesen wir, dass Gott den Menschen nach sei -

    nem eigenen Bilde schuf, wobei er ihn aus dem Staub derErde formte und ihm dann den Odem des Lebens einblies,wodurch Adam zu einem lebendigen Wesen wurde (1. Mose1,26-27; 2,7).

    Dass Gott den Menschen nach seinem eigenen Bild schuf,bedeutet den grundlegenden Unterschied zwischen demMenschen und allen anderen Kreaturen. Alle son stigenUnterscheidungsmerkmale zwischen Mensch und Tier las-sen sich auf diese der Erschaffung des Men schen zugrunde-liegende Besonderheit zurckfhren.

    Nach dem Bilde Gottes verleiht der menschlichen Exis -tenz eine besondere Bedeutung und weist auf die Be -stimmung des menschlichen Lebens hin. Mensch zu seinbe deutet, eine hnlichkeit mit Gott zu haben. Dies ist dasZeugnis der Bibel, das absolut gewiss ist!

    In dieser Lektion widmen wir uns diesem faszinie ren denThema.

    Was lehrt uns das erste Kapitel der Bibel ber das BildGottes?

    Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, einBild, das uns gleich sei, die da herrschen ber dieFische im Meer und ber die Vgel unter dem Him melund ber das Vieh und ber alle Tiere des Feldes (1. Mose 1,26).

    Als das zuletzt geschaffene Geschpf war der Menschdie Krnung der materiellen Schp fung. Der Mensch warda zu bestimmt, ber diese materielle Schpfung zu herr -schen. In diesem Sinne bestand eine der ersten Aufgabendes Menschen darin, allen Tieren einen Namen zu geben (1. Mose 2,19-20).

    Von der ganzen Schpfung wurde nur der Mensch nachdem Bilde Gottes geschaffen. Die hebrischen Schriften ent-halten keine przise De finition fr die Begriffe Bild undgleich. Die Cambridge Bible for Schools and Colleges fhrtdazu aus: ,Bild scheint die Fort pflanzung in Form und

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    Der Mensch hat das Potenzial der Selbstausrottunggeschaffen. Nie zuvor ist die Notwendigkeit drin -gen der gewesen, dass wir uns der Ursache unserermoralischen Unzulnglichkeit widmen.

    Unsere moderne Zi-vi li sation schafft esnicht, uns alle glck -lich zu machen.

    Fotos 1998 PhotoDisc, Inc.

  • Substanz zu bedeu ten, physisch oder geistlich; ,gleich ver-mittelt die Vor stel lung von uer licher hnlichkeit undErscheinung.

    Freilich ist der Mensch nicht mit der Macht und allenEigenschaften des Schpfers ausgestattet. Nichtsdestoweni-ger ist der Mensch in seiner physischen Erscheinungs formdiesem Schpfer hnlich.

    In der ganzen Bibel wird die Beziehung des Schpfers zuden Menschen als die eines Vaters zu seinen Kindern be -schrieben. Kinder hneln ihren Eltern. Diese Beziehungwird im Hebrerbrief wie folgt dargelegt: Denn weil sie allevon einem [Vater] kommen, beide, der [Jesus] heiligt und die[Christen] geheiligt werden, darum schmt er [Jesus] sichauch nicht, sie Brder zu nennen, und spricht: Ich will deinenNamen verkndigen meinen Brdern und mitten in derGemeinde dir lobsingen. Und wiederum: Ich will mein Ver-trauen auf ihn setzen; und wiederum: Siehe, hier bin ich unddie Kinder, die mir Gott gegeben hat (Hebrer 2,11-13).

    Die zitierten Verse sind auch ein Umriss von Gottes be -mer kenswertem Vorhaben mit den Menschen. Die Bibeloffenbart, dass der Mensch mit einem Verstand geschaffenwurde, der ihm die Verstndigung mit Gott und die Nach -ahmung der gttlichen Denkweise ermglicht. Unsere Be -stim mung ist es, so zu werden, wie Jesus Christus es jetzt istals der verherrlichte Sohn Gottes (1. Johannes 3,2).

    Ist Gottes groes Vorhaben fr den Menschen fr beideGeschlechter vorgesehen?

    Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zumBilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann undWeib (1. Mose 1,27; vgl. dazu 1. Mose 5,1-2).

    Das in Vers 27 benutzte hebrische Wort fr Men-schen, etadam (einschlielich des Akkusativ-Parti zips et)ist ein Sammelbegriff, mit dem die Menschheit insgesamtund nicht nur Adam gemeint ist, der der erste Mensch war(1. Korinther 15,45; 1. Chronik 1,1). Daher bezieht sich das

    Bild Gottes sowohl auf den einzelnen Men schen als auchauf die Menschheit insgesamt. Jeder Mensch, ob mnnlichoder weiblich, wurde nach dem Bil de Gottes geschaffen.

    Wird der Schpfungsbericht des Menschen in 1. MoseKapitel 1 spter wiederholt?

    Dies ist das Buch von Adams Geschlecht. Als Gott denMenschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottesund schuf sie als Mann und Weib und segnete sie undgab ihnen den Namen Mensch zur Zeit, da sie geschaf-fen wurden (1. Mose 5,1-2).

    Im Zusammenhang handelt die Erzhlung von der Ge burtSets (Vers 3), ein wichtiger Zeitpunkt in der Mensch -heitsgeschichte. Dabei werden wir an die Besonderheit derErschaffung des Menschen im Garten Eden erinnert.

    Wird der Mensch im ersten Buch der Bibel nochmals anseine Erschaffung erinnert?

    Wer Menschenblut vergiet, dessen Blut soll auchdurch Menschen vergossen werden; denn Gott hat denMenschen zu seinem Bilde gemacht (1. Mose 9,6).

    Diese letzte Er in -nerung zu Beginnder Bibel finden wirunmittelbar nach derSint flut Noahs, wie-der ein Wen de punktin der Ge schichte.Alle drei Erwh nun -gen der Erschaffungdes Men schen nachdem Bil de Got tesstehen im di rektenZu sam men hang mitder mensch li chenFort pflan zung.

    Davon er schei -nen zwei vor demGe bot seid frucht -bar und mehreteuch, und die drittefhrt eine Ahnen -tafel an. Die Beto-nung der menschli-chen Fort pflan zungin die sem Zusam -men hang weist auf be deutende geistliche Aspekte bei derBe stim mung des Le bens fr den Men schen hin.

    Benutzt die Bibel die Wrter Bild und gleich auch in Ver-bindung mit der menschlichen Fortpflanzung?

    Und Adam war 130 Jahre alt und zeugte einen Sohn,ihm gleich und nach seinem Bilde, und nannte ihn Set(1. Mose 5,3).

    Die Bibel legt sich selbst aus. Im Zusammenhang wirderwhnt (Verse 1-2), dass Gott den Men schen nach seinemBilde erschuf. Dieser Abschnitt enthlt einen bedeutendenHinweis auf die von dem Schpfer beabsichtigte Be deu tung

    Was ist der Mensch? Wiedefinieren wir ihn? Dassind die Fragen, mit de -nen sich Philosophen seitJahrtausenden befassen.

    Nach dem biblischen Schpfungsbericht wur deder Mensch nach dem Bilde Gottes ge schaf fen.Das ist der grundlegende Unterschied zwi schenMensch und Tier.

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  • des Aus drucks nach dem Bilde Gottes. In der glei chenWeise, wie der Schpfer den Menschen nach seinem Bildeschuf, zeugte Adam einen Sohn, Set, der nach sei nem Bildeund ihm gleich war (dieselben he bri schen Wr ter werden inbeiden Abschnitten benutzt).

    Das Inter preters Dic tio nary of the Bible stellt dazu fest:Dass der Mensch Gott hn lich ist, wird an hand von Sets Er -schei nung im Ver gleich zu seinem Vater Adam her aus ge stellt.Somit wird klar, dass eine phy sische hnlich keit mit Gottnicht ausgeschlossen werden darf (Seite 683).

    Mit anderen Worten: Genauso wie Kinder ihren Elternhneln, sind wir unserem Schpfer hnlich. Obwohl Gottkein physisches Wesen, sondern Geist ist (Johannes 4,24),sind alle Menschen ihm in der u eren Erscheinungsformhnlich. In seinem verherr lich ten Zustand zeigte Gott Moseseinen Rcken (2. Mose 33,18-23). Auerdem ist es bemer-kenswert, dass Jesus Christus sich seinen Aposteln nach sei-ner Auferstehung in menschlicher Erscheinungs form zeigte.Bei seiner Verklrung zeigte sich Jesus in der gleichenForm dem Petrus, Jakobus und Johannes (Matthus 17,1-9).

    Als Gott sich den biblischen Propheten in Vision zeigte,beschrieben sie seine Erscheinung in der Gestalt eines Men -schen. Im Rahmen des physisch Mglichen wurde derMensch als physisches Wesen nach dem Bilde des groenGeistwesens Gott geschaffen. In dieser Lektion werden wirsehen, dass der Mensch seinem Schpfer auch in ande renHinsichten hn lich ist, und warum das der Fall ist.

    WAS IST DER MENSCH?Was ist der Mensch? Auch die Bibel stellt diese Frage,

    und zumindest ein Philosoph, Immanuel Kant, sah in dieserFrage die Zusammenfassung aller Philosophie. Es ist heutejedoch nach wie vor der Fall, dass der Mensch keine zufrie-denstellende Antwort auf diese beraus wich tige Frage hat.

    In der hebrischen Schrift kommt die Frage Was ist derMensch? nur zweimal vor. Davids Gedanken in Psalm 8sind gut bekannt und wurden in dem neu test a mentlichenBuch Hebrer zitiert. Im Gegensatz dazu sind Hiobs Worteim Buch Hiob, Kapitel 7 kaum bekannt. Beide Ab schnittesind bedenkenswert und werden in dem letzten Teil dieserLek tion behandelt.

    Wie sollen wir die Menschheit definieren? Was ist derMensch? In dieser Lektion geht es uns nicht um die ber -legungen menschlich...

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