fest & treu

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    07-Mar-2016

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Zeitschrift fr aktive Christen

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  • Mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf

    Hebrer 12.1

    Zeitschrift fr aktive Christen

    H 11661Meinerzhagen Nummer 135Jahrgang 2011

    20113

    Mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf

    Hebrer 12.1

  • HerausgeberCLVChristliche Literatur- Verbreitung e.V.Postfach 110 13533661 Bielefeld

    BankkontoPostbank HannoverKt.-Nr.: 25 24 309BLZ: 250 100 30

    Sonderkonto fr AuenmissionFr Lateinamerika, Russ land, usw.:CLV-AuslandshilfeVolksbank im Mrkischen Kreis eG Kt.-Nr.: 101 216 0700 BLZ: 447 615 34BIC GENODEM1NRDIBAN DE74 4476 1534 1012 1607 00

    Bitte bei Spenden- bescheinigungs-Wunsch auf eine vollstndige Absender-Anschrift achten. Vielen Dank!

    Erscheint Vierteljhr-lich und kann

    ko sten los bezogen werden.

    Schriftleiter und VersandstelleWolfgang BhnePostfach 1126 58527 Meinerzhagen

    Bestellungen,Abbestell ungen sowie Adressnderungen bitte umgehend an folgende Adresse senden:Christoph Grunwald Eickenstr. 29c51709 Marienheideoder per e-Mail an: fut@clv.de

    IMPRESSUMNR. 1353. Quartal 2011

    INHALTInhalt dieser Ausgabe:

    Kompromisslose Fhrer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3Hiskia der Mann, der Gott vertraute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4Sagt allezeit Gott, dem Vater,Dank fr alles! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7Echte Liebe Mangelware! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9Komm herber und brings uns! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10Wagnis Korrektur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12Klartext mit dem lieben Bruder in Rom? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14Ein Gru aus Sibirien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Ein kleiner, netter, billiger Spiel- und Kumpelgott? . . . . . . . . . . . 19Ein postevangelikales Glaubenbekenntnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

    A.W. TozerWolfgang BhneHermann Grabe

    Helmut MehringerWilliam Kaal

    John PiperWolfgang Bhne

    Viktor LeskowA.W. Tozer

    Georg Walter

    Bei einer Abendmahlsfeier erwhnte letztens ein Bruder:

    Es gibt viele unterschiedliche Handwerksberufe. Jeder Handwerker bentigt dabei zur Verrichtung seines Handwerks geeignete Werkzeuge. Bei dieser Regel gibt es jedoch eine Ausnahme: Ein Handwerker kommt ohne Werkzeug aus. Einer braucht einzig seine Hnde. Er gibt seinem Werkstck unmittelbar, nur unter dem Gebrauch einfhlsamer, geschickter und gebter Hnde seine Form.Gott selbst vergleicht sich mit einem Tpfer. Bei der Erschaffung von uns Menschen legte er selbst Hand an, um uns zu formen (1Mo 2,7). Er hat uns nicht auf grobe Weise vom Ton abgekniffen (Hi 33,6). Statt dessen hat er uns liebevoll, geschickt, zart und kunstvoll gebildet (Ps 139,14). Und ausgerechnet wir, das Werk seiner Hnde, haben seine Hnde durchbohrt!

    Und bei einer Bibel-Studier-Freizeit konnten wir von Benedikt Peters etwas Interessantes lernen. Im Neuen Testament kommt nur an zwei Stellen das griechische Wort pelos (Teig; Brei; Masse) vor: In Joh 9 und in Rm 9. Gott als der Schpfer zeigt seine Souvernitt: Er bereitet aus dem pelos ein Gef nach seinem Willen (Rm 9,21) Gott als der Erlser zeigt seine rettende Kraft: Er bereitet aus dem pelos eine Salbe zur Wiederherstellung (Joh 9,6)

    Und nun, Herr, du bist unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Bildner, und wir alle sind das Werk deiner Hnde. (Jes 64,8) Siehe, wie der Ton in der Hand des Tpfers, also seid ihr in meiner Hand! (Jer 18,6)

    Wie trstlich und beruhigend ist diese Gewissheit: Der mich knetet und formt ist mein Vater, der mich bedingungslos liebt und immer nur das Beste fr mich will! Bleiben wir willig und vertrauensvoll in seinen wunderbaren, liebevollen Hnden.

    Gottes Segen beim Lesen dieser Ausgabe von fest & treu.

    Bildnachweis: Seite 3: sxc.hu | svi-len001; Seite 4: sxc.hu | lusi; Seite 8: sxc.hu | Leftfield

  • Einer der einst ber Israel ausgesprochenen Wehrufe lautete, seine Prin-zen sollten Kinder sein. Gott sagte, er wrde aus Jerusalem und Juda den Mchtigen, den Richter, den Propheten, den Weisen und den Alten, den ehrenwerten Mann und den Ratgeber wegnehmen und ihm Kinder als Prinzen geben und kleine Kinder ber es herrschen lassen. Wie sehr es auch beklagt werden mag, es ist dennoch nicht einmalig und auch nicht ungewhnlich, dass die Wrdigeren von den weniger Wrdigen gefhrt werden. Denn es ist oft der Fall, dass die auf einem bestimmten Gebiet Mchtigen schweigen, whrend die Quasi-Groen laut schreien. Die ffentlichkeit, die ja neutral ist, folgt gewhnlich der hartnckigsten Stimme. []

    Wir brauchen heute Fhrer, die sich so vollstndig mit dem Jesus identifizieren, der das Kreuz trug, dass sie getrennt von ihm kein Leben haben, keinen Ehrgeiz, auer, ihn in den Augen der Menschen herrlich erscheinen zu lassen. Solche Menschen werden keine Stellung und keinen Ruf anstreben. Christus selbst wird ihre Herrlichkeit und ihr Alles sein.

    Derjenige ist ein armes und erbrmliches Beispiel fr einen Christen, der einen Sitz bei einem Festmahl einnimmt, bei dem sein Herr nicht willkom-men ist; der in dem Sonnenschein einer Freundschaft badet, die sein Herr nicht teilen kann. Der wahre Diener wnscht sich nichts mehr, als dort zu sein, wo Jesus ist, mit ihm in der Gunst der Menschen zu bestehen oder zu fallen, jederzeit mit ihm zu leiden oder sich zu freuen.

    In einer Zeit wie dieser muss sich jeder echte Christ entscheiden, ob er sich mit den religisen Zeiten treiben lsst und kraftlos dorthin geht, wohin ihn die lauten Werber bringen, oder ob er standhaft bleibt, um den Bewegungen zu widerstehen, die ihn allmhlich von der vernnftigen und zuverlssigen Lehre weg-bringen.

    Der Christ, der eine geistliche Sicht und den Mut hat, ihr zu folgen, wird nicht lange zgern, welchen Kurs er einschlgt. Er wird sein Haus in Ordnung bringen und sich bereit machen, zusammen mit seinem Erlser sein Kreuz zu tragen []

    Ehe wir bei religisen Paraden mitmarschieren, sollten wir besser innehalten und herausfinden, wohin sie fhren. Frher oder spter werden wir alle vor dem Richter-stuhl Christi erscheinen, um das Urteil fr die Dinge zu empfangen, die wir im Leib getan haben. Jetzt haben wir die Gelegenheit, unsere Marschrichtung festzulegen. Dann wird es zu spt sein

    Aus: Lyle W. Dorsett Voller Leidenschaft fr Gott Das Leben von A.W. Tozer, SCM Hnssler, S. 236 240

    A.W. Tozer Kompromisslose Fhrer(1897 1963)

    3NACHGEDACHT

  • Bibeltext: 2K 20,1-11

    Wolfgang Bhne

    Hiskia der Mann, der Gott vertraute

    (Teil 11)

    In der letzten Ausgabe haben wir beleuchtet, wie Hiskia bei dem Hrtetest seines Ver-trauens auf Gott versagt hat. Angesichts der Belagerung des mchtigen Knigs der Assyrer schmolz sein Gottvertrauen dahin und wir hren aus seinem Mund das peinliche Angebot an den Assyrerknig: Ich habe gefehlt, kehre um von mir; was du mir auferlegen willst, will ich tragen (2K 18,14).

    In dieser unbegreiflichen Unterwrfigkeit machte er sich zu einem reumtigen Sklaven des Assyrers, dessen Herrschaft er vor Jahren entschieden abgelehnt hatte. Er war bereit, dessen unverschmte Forderungen nach 300 Talenten Silber und 30 Talenten Gold zu erfllen und legte nun alles, was Gott ihm in den vergan-genen Jahren an Schtzen anvertraut hatte, in die Hnde des Feindes. Und dazu gehrte nicht nur sein Privatbesitz, sondern auch das Gold, mit welchem er die Tren und Sulen des Tempels verziert hatte und mit dem er Gott ehren wollte.

    Mit welchen Erinnerungen und unter wel-chen Gewissensbissen mag er diese demti-gende Aktion hinter sich gebracht haben!

    Geholfen hat es nichts. Der Knig von Assy-rien dachte nicht im Traum daran, sich bei Hiskia fr diese enorme Tribut-Zahlung zu bedanken, sondern rckte mit seinem Heer weiter, um nun auch die Stadt Jerusalem zu belagern.

    Hiskia musste schmerzlich lernen, dass in Krisenzeiten, in denen der Glaube auf die Probe gestellt wird, Selbsthilfeprogramme nicht geeig-net sind, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Er verlor nicht nur alle Reichtmer, fr die er jahre-lang gearbeitet hatte, sondern bergab das Gold und Silber in die Hnde seines gottlosen Feindes, der seine Macht damit strkte und nun Anlass genug hatte, Hiskia zu verspotten und sein bis-heriges Vertrauen auf Gott zu verhhnen.

    Die beienden, provozierenden Worte des Assyrers mssen in seinen Ohren gedrhnt haben: Was ist das fr ein Vertrauen, worauf du vertraust ? (2K 18,19) Es waren schmerz-hafte Erinnerungen an goldene und gesegnete Jahre in der Nachfolge seines Gottes. Aber das war nun Vergangenheit

    Verlorene Jahre, verlorener Besitz, verlorene Glaubwrdigkeit, verlorene Kraft, verlorene Autoritt sicher werden sich die meisten von uns an solche oder hnliche Verluste erinnern. Schmerzliche Verluste, die wir uns an den Kreuz-wegen des Lebens eingehandelt haben, weil wir glaubten, uns an dem eigenen Schopf aus den Schwierigkeiten ziehen zu knnen

    Es kommt Schlag auf Schlag Wenn man die Jahreszahlen im Leben Hiskias vergleicht, kommt man zu dem Ergebnis, dass die Berichte ber Hiskias Leben nicht chronolo-gisch mitgeteilt wurden. Wenn Hiskia 29 Jahre ber Juda regierte und im 14. Jahr seiner Regie-rung Sanherib mit seinem Heer Jerusalem bela-gerte, mssen wir die in 2Knige 20 beschrie-bene Krankheit Hiskias genau in diese Zeit der Belagerung Jerusalems einordnen. Denn nach seinem ergreifenden Gebet auf dem Sterbebett verlngerte Gott sein Leben um weitere 15 Jahre und gab ihm die Verheiung: Und aus der Hand des Knigs von Assyrien will ich dich und diese Stadt erretten (2K 20,7)

    Offensichtlich wurde Hiskia ausgerechnet whrend der Belagerung Jerusalems krank zum Sterben und es ist gut mglich, dass diese Krankheit in Verbindung mit seinem Versagen vor Sanherib sta