Klavier Spielen Fortgeschritten I

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    22-Oct-2015

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<ul><li><p>Edition Pian e fortewww.pian-e-forte.de</p><p>Klavier spielen</p><p>Zwei gegen DreiAnmerkungen und bungen</p><p>zu polyrhythmischem Spiel </p></li><li><p>VORBEMERKUNG</p><p>In Beethovens 32 Variationen c-moll findet man folgende Takte:</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>bbb</p><p>bbb</p><p> j6666</p><p> Variation 9</p><p> &amp;?</p><p>Variation 16</p><p>3333</p><p>&amp;?</p><p>bbb</p><p>bbb7777</p><p> n n 7777</p><p> Variation 32</p><p>Hier sind in Variation 9 in der rechten Hand sechs Sechzehntel zu spielen, whrend die linke in derselben Zeit dazu nur vier Sechzehntel anschlgt man spricht von Sechs gegen Vier oder Vier gegen Sechs. In Variation 16 kommen vier Sechzehntel der rechten Hand auf drei Triolen-Achtel der linken (Drei gegen Vier), und in Variation32 kommen auf sieben Sechzehntel acht Zweiunddreiigstel (Sieben gegen Acht).</p><p>Der Anfnger ruft erschrocken: Das lerne ich nie!</p><p>Nun gehren Beethovens c-moll-Variationen nicht gerade zu den Anfngerstcken, aber auch in leichterer Klavier- musik wird jeder Spieler irgendwann mit solchen Polyrhythmen konfrontiert, auch wenn es nicht gleich so schein- bar kompliziert zugeht wie bei Beethovens Sieben gegen Acht. Hier ein leichteres Beispiel aus einer Sonate von Joseph Haydn:</p><p>&amp;?</p><p>43</p><p>43</p><p>3333</p><p># </p><p>j # </p><p>aus: J. Haydn, Klaviersonate Hob. XVI:3</p><p># </p><p>Ein beliebtes Unterrichtsstck ist Chopins e-moll-Prlude, da es zu den einfachsten Stcken von Chopin gehrt, auch wenn es nicht leicht zu gestalten ist. Viele Spieler kommen hier zum ersten Mal mit der Forderung in Berhrung, Zwei gegen Drei zu spielen:</p><p>&amp;?</p><p>#</p><p>#CC</p><p>n 3333 .dim.dim.dim.dim.</p><p>j </p><p> aus: F. Chopin, Prlude op. 28,4</p><p>.p </p><p>Wie spielt man das, und wie bt man es? Diese Anmerkungen zur Polyrhythmik wollen diese Frage beantworten und stellen dafr neben einigen Erluterungen ein paar grundlegende, bewut kurz gestaltete bungen vor, die Spielern helfen knnen, sich den Einstieg in polyrhythmisches Spiel auf mglichst einfache Weise zu erarbeiten.</p><p>J. Gedan, August 2009</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p><p>INHALT</p><p>I. ZWEI GEGEN DREI A) Duole gegen drei regulre Noten............................. B) Triole gegen zwei regulre Noten............................ am Beispiel von Chopins Prlude e-moll op. 28/4</p><p>II. DREI GEGEN VIER A) Kleinstes gemeinsames Vielfaches der Umweg...... B) Der direkte Weg....................................................... C) Ein Beispiel (Chopins Minutenwalzer)........................</p><p>III. SONSTIGES A) Punktierung............................................................. B) Triller........................................................................ C) Fiorituren................................................................. D) Irrational?................................................................. E) Rational pragmatisch.............................................</p><p>ANHANG Benennung irregulrer Teilungen.................................</p><p>46</p><p>91011</p><p>1314161617</p><p>18</p></li><li><p>I. ZWEI GEGEN DREI</p><p>A) Duole gegen drei regulre NotenStt man in einem Dreier-Takt auf eine irregulre Zweiteilung, nennt man das eine Duole. Diese ist eigentlich sehr einfach zu spielen, denn man mu die drei Grundschlge nur halbieren; und da 3 : 2 gleich 1,5 ist, fllt der zweite Ton der Duole genau in die Mitte zwischen zweitem und drittem Grundschlag:</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>43</p><p>43</p><p>83</p><p>83</p><p>.J </p><p>Komplementr-</p><p>Rythmus: . </p><p>J</p><p>Zwei- und Dreiteilung ergeben dabei zusammen einen Komplementr-Rhythmus, der unkompliziert ist man spielt einfach nur eine Synkope. Das ist unabhngig davon, wie es notiert ist, denn man kann es genauso gut mit punktierten Notenwerten wie mit duolischen schreiben:</p><p>&amp;?</p><p>43</p><p>4383</p><p>8343</p><p>4383</p><p>83</p><p>. . </p><p>. . </p><p>2222 </p><p>2222 </p><p>Und auch wenn die Dreiteilung als Triole notiert ist und die Zweiteilung in regulren Notenwerten, wird daraus nichts anderes:</p><p>&amp;?</p><p>3333</p><p> 3333 </p><p>3333</p><p> 3333</p><p>&amp;?</p><p>86</p><p>86</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>Man kann das Zusammentreffen von Zwei- und Dreiteilung also erst einmal mit Hilfe dieses Komplementr-Rhythmus ben, am besten anhand sehr einfacher Spielfiguren, die man gegenlufig gestaltet, d. h. rechts abwrts, links aufwrts und umgekehrt:</p><p>15</p><p>22223</p><p>2222 </p><p>. .</p><p>. .</p><p>&amp;?</p><p>42</p><p>42....</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..3333</p><p>3</p><p> 3333</p><p> 2</p><p> 5</p><p>4</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf 2009 J. Gedan</p></li><li><p>&amp;?</p><p>86</p><p>86....</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>3 </p><p>1</p><p> 2222</p><p>1 2222</p><p>. .</p><p>.. .</p><p>&amp;?</p><p>42</p><p>42....</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..3333</p><p>1</p><p> 3333</p><p> 4 </p><p> 1</p><p>Nach einiger bezeit und bei Steigerung des Tempos wird man feststellen, wie sich Zwei- und Dreiteilung verselbstndigen, d.h. man denkt den Komplementr-Rhythmus gar nicht mehr mit, das Muster luft automatisch ab, und das Ohr kontrolliert lediglich, ob Triole und Duole in sich gleichmig sind und ob Tne auf gemeinsamem Schlag przise zusammenfallen. Dann kann man es zur weiteren Festigung auch sequenzierend ben, z.B. so:</p><p>&amp;?</p><p>42</p><p>42....</p><p>..</p><p>..3</p><p> 3</p><p> 5</p><p> 3</p><p>3 3</p><p>&amp;?</p><p>42</p><p>42....</p><p>..</p><p>..3</p><p> 3</p><p>6</p><p>5</p><p>2</p><p>&amp;?</p><p>42</p><p>42</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p> 7 </p><p>1</p><p> 1</p><p>1</p><p>&amp;?</p><p>42</p><p>42....</p><p>..</p><p>..</p><p>5 3 8</p><p>3</p><p> 3</p><p> 3</p><p>5</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>&amp;?</p><p>86</p><p>86....</p><p>..</p><p>..</p><p>5 2</p><p> Danach sollte auch folgendes gelingen:</p><p>9a </p><p>Gelingt es nicht, von der Dreierbewegung auf die Duole zu wechseln, kommt es darauf an, die richtige innere Vorstellung fr das Duolen-Tempo zu gewinnen. Man bt dann mit Hilfe des Metronoms, das punktierte Viertel schlgt am besten erst einmal folgendermaen, evtl. wieder unter Zuhilfenahme des Komplementr-Rhythmus:</p><p>2222</p><p> 32222</p><p>. .</p><p>. .</p><p>&amp;?</p><p>86</p><p>86</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p> . .</p><p>9b</p><p>Metronom:</p><p> Erst wenn man hierin sicher ist, kann man wieder bung 9a versuchen. Entsprechendes gilt fr bung 10:</p><p> . .</p><p>.. . </p><p> .</p><p>. .</p><p>. .</p><p>&amp;?</p><p>86</p><p>86 </p><p>10 </p><p>. .</p><p>. .</p><p>B) Triole gegen zwei regulre NotenIm Vorherigen sind wir von der Dreiteilung ausgegangen, in die die Duole einfllt. In der Praxis findet man hufiger aber den umgekehrten Fall, nmlich da man von der Zweier-Bewegung kommt und auf Triolen-Bewegung wechseln mu. Man steht dann, wie Walter Georgii es ausdrckt, am anderen Ufer (Klavierspieler-Bchlein, Atlantis-Verlag). Die Bildung eines Komplementr-Rhythmus ist zwar auch dann mglich, aber der wird komplizierter, weil man den regulren Zweier-Grund- schlag dafr dritteln mu:</p><p>&amp;?</p><p>42</p><p>42</p><p>3333 3333 </p><p> 3333 3333 3333 3333</p><p>Gerade Teilungen bewltigen wir recht problemlos, deswegen knnen wir einigermaen zuverlssig z. B. eine Torte in zwei oder vier Teile schneiden; sie in drei Teile zu schneiden, ist schwieriger. Im Grunde macht die Bildung des Komplementr-Rhythmus im hohen Tempo aber schon bei dem Umstieg von Dreier auf Zweier keinen Sinn mehr, sie ist nur als erster Einstieg bei zunchst sehr langsamem Tempo zu gebrauchen. Man sollte also mit bungen wie oben Nr. 110 den Ablauf bereits so weit automatisiert haben, da man keiner Hilfsvorstellung mehr bedarf. Wie man dann eine Stelle bt, an der man von Zwei- auf Dreiteilung umsteigen mu, sei im folgenden anhand von Chopins e-moll-Prlude beschrieben.</p><p>6</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>Die Stelle, um die es geht, findet sich in Takt 18 des Stcks:</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>#</p><p>#</p><p>1f</p><p># 2 3 1817</p><p> #35</p><p>n 4 3</p><p>.2</p><p>dim.dim.dim.dim.</p><p>j3333</p><p>4</p><p> 5</p><p>23</p><p>25</p><p> 4</p><p>p</p><p>Die Tempobezeichnung lautet Largo, es ist also sehr langsam als angemessen mag man vielleicht ein Tempo von Viertel=54 ansehen. Bisweilen hrt man es aber noch langsamer gespielt, und dann gilt: Je langsamer, umso schwieriger wird es, von geraden Achteln auf Triolen-Achtel zu wechseln. Das kommt jedoch bereits in Takt 12 vor, dort einstimmig:</p><p>&amp;?</p><p>#</p><p>#n1</p><p>4</p><p>&gt;2</p><p> #2</p><p>3333</p><p>n # </p><p>. </p><p>Man sollte es also bereits gelst haben. Andernfalls be man beide Stellen zunchst einstimmig mit dem Metronom, also auch Takt 1718 nur mit der rechten Hand. Erst dann wende man sich dem Drei gegen Zwei zu, das man sich gesondert vornimmt:</p><p>&amp;?</p><p>##</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..........</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p> 3 </p><p>11</p><p>3</p><p> 25</p><p>Bevor man nun die ganze Stelle ben kann, steht man vielleicht erst einmal vor einem weiteren Problem, da man wahrscheinlich noch nicht allzuviele Dezimen-Griffe gespielt hat wie diesen:</p><p>?# gggggDeswegen denkt man womglich bei dem bergang von dem a-moll-Dreiklang davor erst einmal nur an den Baton, in den man springen soll:</p><p>?# 4</p><p> 5</p><p>Hat man ihn glcklich getroffen, ist man hinterher damit beschftigt, die folgenden Tne zu finden, und dann wird einem auch das Zwei gegen Drei kaum gelingen knnen. Die Lsung heit: den Sprung in den Baton gar nicht ben! sondern das richtige Vorfhlen des ganzen Dezimengriffs. Zustndig dafr sind die Finger 2 und 3, die die Tne e und fis zu spielen haben, man bt deswegen A) nur das schnelle Vorfhlen (nicht das Anschlagen!) dieser Tne, danach kommt man B) mit einer leichten Drehung der Hand bequem auch auf den Baton und genauso bequem in die folgenden Akkordtne:</p><p>?# .... .... .... ....4</p><p>23</p><p> A) </p><p>4</p><p>23</p><p> 5</p><p> 12B)</p><p>7</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>Erst wenn das zuverlssig und in angemessenem Tempo funktioniert, kann man an das ben der gesamten Stelle gehen. Dazu kontrolliert man erst einmal mit dem Metronom nur das Tempo der Triolen, indem man die linke Hand zunchst nur den Baton spielen lt und die folgenden Achtel ausspart:</p><p>&amp;?</p><p>#</p><p>#</p><p>1 # 2 3 13</p><p> #35</p><p>n 4 3</p><p>.2</p><p>33334</p><p>235</p><p>Kann man sich danach das Triolentempo przise vorstellen und hat man diese Figuren vorher automatisiert:</p><p>&amp;?</p><p>##</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..........</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p> 3 </p><p>3</p><p> 25</p><p>sollte die ganze Stelle nun kein Problem mehr sein:</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>#</p><p>#</p><p>1f</p><p># 2 3 17</p><p>14</p><p> #35</p><p>n 4 3</p><p>.2</p><p>dim.dim.dim.dim.</p><p>j3333</p><p>18</p><p>4</p><p> 5</p><p>23</p><p>25</p><p> 4</p><p>p</p><p>____________________________________________________________________________________________________________________</p><p>Fr den Sprung in die Baoktave in Takt 17 und zurck, der wenig erfahrenen Spielern wohl erst einmal Probleme bereitet, sei hier ein Tip nachgereicht:</p><p>?# </p><p>Am ehesten gelangt man zum Ziel, indem man zunchst nur die Daumentne, danach nur die Oktavgriffe bt:</p><p>?# .... .... .... ....4</p><p> 1</p><p>1 </p><p>Erst wenn das zuverlssig funktioniert, nimmt man den ganzen Akkordgriff hinzu:</p><p>?# .... .... </p><p>1245</p><p>8</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>II. DREI GEGEN VIER</p><p>A) Kleinstes gemeinsames Vielfaches der UmwegMan kann theoretisch jede Kombination irregulrer Teilungen ber die Bildung des Hauptnenners (des kleinsten gemein- samen Vielfachen) lsen. Bei Drei gegen Vier ist das sogar noch recht einfach, wenn die Dreier den Grundschlag bilden. Der Hauptnenner von 3 und 4 ist 12; man mu, wenn die Grundschlge als Viertel notiert sind, 3 Viertel also durch 12 teilen und erhlt Sechzehntel:</p><p> Um zu den 3 Vierteln 4 gleichmige Tne, eine Quartole, zu spielen, mu man die 12 Sechzehntel nur wieder vierteilen; und da 12 : 4 gleich 3 ist, erhlt jeder Ton der Quartole 3 Sechzehntel:</p><p>&amp;?</p><p> 4444 </p><p>Man gelangt so wieder zu einem Komplementr-Rhythmus, der jedoch ein wenig komplizierter ist als bei Drei gegen Zwei:</p><p>&amp;?</p><p> 4444. . </p><p>Man knnte die Quartole also auch mit diesem Rhythmus notieren oder, einfacher noch, mit punktierten Notenwerten:</p><p>&amp;?</p><p>. . </p><p>. . . . </p><p>Letztere Schreibweise findet man gelegentlich in Musikwerken.</p><p>Der Komplementr-Rhythmus ist nur fr langsames Spiel brauchbar, in flieendem Tempo ntzt er einem nichts mehr, aber zu Anfang mag er hilfreich sein. Man bt ihn am besten Ton fr Ton:</p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..................</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..........</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>.4 15</p><p>5</p><p>2</p><p>.4 </p><p>5</p><p>2</p><p>. </p><p>. </p><p>. .</p><p>. .</p><p>In kleineren Notenwerten notiert she das wie nebenstehend aus.</p><p>Ziel mu dabei bleiben, den Ablauf mglichst bald zu automatisieren, so da man Drei- und Vierteilung unabhngig voneinander wahrnehmen und kontrollieren kann, d.h. man achtet dann nur darauf, da Dreier und Vierer in sich gleich- mig sind und die Tne auf gemeinsamem Grundschlag wieder genau zusammen- fallen.</p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>. .</p><p>. .</p><p>9</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>B) Der direkte WegDer Weg ber das kleinste gemeinsame Vielfache ist umstndlich und langwierig. Empfehlenswert ist deswegen, den Stier gleich bei den Hrnern zu packen und den krzeren Weg zu whlen, der allein ber das Hren und ber motorische Automatik fhrt. Zuerst mu man sich das Tempo von Quartole und Triole klarmachen, indem man beide mit Kontrolle durch das Metronom abwechselnd spielt:</p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>4 16 </p><p>5</p><p>Beim Zusammenfgen kommt es vor allem darauf an, da das zweite Quartolen-Sechzehntel mglichst przise kommt, denn dadurch wird das Tempo der Quartole bestimmt. Man spielt deswegen zunchst nur bis zum zweiten Ton, der kurz vor dem Triolen-Achtel angeschlagen werden mu, danach lt man den Rest automatisch ablaufen, um auf dem gemeinsamen Schlag wieder zusammenzukommen:</p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>4 17 </p><p>Auf entsprechende Weise kann man sich nun alle folgenden Figuren vornehmen oder noch besser selber hnliche erfinden:</p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p> 18 </p><p> 5</p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>19 </p><p>1 </p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>.. </p><p>20 1</p><p>10</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>4 4</p><p> 21</p><p>4</p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..3</p><p> 3</p><p> 22</p><p>3</p><p>&amp;?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p> 23 </p><p>1</p><p> 1</p><p>1</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>5 4 24</p><p>3</p><p> 3</p><p>3</p><p>C) Ein BeispielDrei gegen Vier gibt es auch schon bei Haydn und Mozart. Ein Haydn-Beispiel wurde in der Vorbemerkung genannt (siehe Seite2), bei Mozart findet man u.a. eines in der A-dur-Klaviersonate KV 331 (zweite Variation des ersten Satzes). Ich greife aber noch einmal auf ein Chopin-Beispiel zurck, nmlich auf den Des-Dur-Walzer op. 64/1 (Minutenwalzer), den man spiel- technisch der Mittelstufe zurechnen kann. Eine Quartole findet man im Mittelteil des Stcks:</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>bbbbb</p><p>bbbbb</p><p>43</p><p>43</p><p>p3</p><p> 2</p><p>3</p><p> 1</p><p>4</p><p>4 </p><p>4</p><p>1 4 4444</p><p> 1 3</p><p> 23</p><p>11</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>Zwar mu man diesen Walzer keineswegs in einer Minute bewltigen (der Beiname stammt nicht von Chopin), aber er steht doch in recht zgigem Tempo (Chopins Tempobezeichnung lautet molto vivace), so da man als Grundschlag nicht einzelne Viertel denkt, sondern ganze Takte, was das ben der Quartole vereinfacht.Man bt die Stelle hnlich wie schon beim e-moll-Prlude beschrieben. Vorweg sollte man das Drei gegen Vier durch die oben gezeigten bungen bereits automatisiert haben. Dann mache man sich A) zunchst die zusammenfallenden Schwerpunkte klar und kontrolliere B) mit Hilfe des Metronoms, das ganze Takte schlgt, ob der Umstieg auf die Quartole gelingt:</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>bbbbb</p><p>bbbbb</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>..</p><p>4 A)</p><p>25</p><p>4</p><p>1 </p><p>1 3</p><p> 23</p><p> B)</p><p>4</p><p>1 4 4444</p><p>1 3</p><p>Fgt man beide Hnde vollstndig zusammen, ohne da die Quartole gelingt, kann man sich kurzfristig mit dem Komplementr- Rhythmus helfen, aber nur bis zum zweiten Ton der Quartole, der das Quartolen-Tempo bestimmt, denn ihn vollstndig mitzu- denken, macht die Angelegenheit eher komplizierter als einfacher, genauso wie allzu langsames ben sie eher erschwert.</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>bbbbb</p><p>bbbbb</p><p>4 26</p><p>4</p><p>.1 4 </p><p> 23</p><p>Erwischt man den zweiten Ton im richtigen Tempo, sollte der Rest automatisch ablaufen:</p><p>&amp;</p><p>?</p><p>bbbbb</p><p>bbbbb</p><p>4 27</p><p>4</p><p>1 4 4444</p><p>1 3</p><p> 23</p><p>12</p><p>www.pian-e-forte.de/noten/pdf/polyrhythmik.pdf</p></li><li><p>III. SONSTIGES</p><p>A) PunktierungenKonflikt-Rhythmen...</p></li></ul>