Konsumrausch der Untoten: Unendliches Glück durch Zombies?

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    15-Mar-2016

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Diese Arbeit beschftigt sich mit der Daseinsberechtigung von Zombies in unseren Kpfen und deren Bedeutung im Zusammenhang mit uns und unserem ausgearteten Konsumverhalten. Sie soll einen Bogen zwischen der scheinbar fiktiven Erscheinung der Zombies und unserem heutigen Drang nach mehr spannen, welcher uns vielleicht selbst zu einer Art Zombie zu machen scheint. Angefangen bei einem kleinen Ausflug ber die Herkunft und Moral der eigentlichen Zombies, beschftigt sich die Arbeit weiterhin mit der Hinterfragung von Leben und Tod, sowie dem Zwischenbegriff des Untotseins. Sind Zombies schlechte Wesen, weil sie schlecht handeln, oder sind sie sich ihres Handelns garnicht bewusst und entsagen somit jedem Schuldzugestndnis? Die Konsumkritik mit Hinblick auf die wandelnden Toten wird dies zeigen. (c) Felix Beirau

Transcript

<ul><li><p>1ecosign/Akademie fr GestaltungFelix Beirau, SOSE 12, Philosophische Entwicklung A</p><p>KONSUMRAUSCH DER UNTOTEN: UNENDLICHES GLCK DURCH ZOMBIES?</p></li><li><p>Inhalt</p><p>1. Einleitung 4</p><p>2. Die Determination des Zombies 43. ber Leben und Tod 84. Weil sie anders sind 105. Konsumkritik 116. Unsere Gesellschaft 13</p><p>7. Stellungnahme 148. Literaturverzeichnis 15</p></li><li><p>4Einleitung</p><p>Diese Arbeit beschftigt sich mit der Daseinsberechtigung von Zombies in unseren Kpfen und deren Bedeu-tung im Zusammenhang mit uns und unserem ausgearteten Konsumver-halten. Sie soll einen Bogen zwischen der scheinbar fiktiven Erscheinung der Zombies und unserem heutigen Drang nach mehr spannen, wel-cher uns vielleicht selbst zu einer Art Zombie zu machen scheint. Angefan-gen bei einem kleinen Ausflug ber die Herkunft und Moral der eigent-lichen Zombies, beschftigt sich die Arbeit weiterhin mit der Hinterfra-gung von Leben und Tod, sowie dem Zwischenbegriff des Untotseins. Sind Zombies schlechte Wesen, weil sie schlecht handeln, oder sind sie sich ihres Handelns garnicht bewusst und entsagen somit jedem Schuldzuge-stndnis? Die Konsumkritik mit Hin-blick auf die wandelnden Toten wird dies zeigen.</p><p>Die Determination des Zombies</p><p>Zom|bie, der; -s, -s: 1. Ein wieder belebter Leichnam, der sich von Menschenfleisch ernhrt. 2. Ein Voodoo-Zauber, der die Toten wie-der erweckt. 3. Ein Voodoo-Schlan-gengott. 4. Einer, der sich wie in </p><p>Trance bewegt oder handelt, wie ein Zombie. /Ein Wort westafrika-nischer Herkunft]</p><p>Zombies sind eine Seuche und die menschliche Rasse ist ihr Wirt. Dar-gestellt wird der Zombie als faulen-des, schlurfendes Wesen, welches in seiner frheren Existenz ein Mensch gewesen zu sein scheint, und das stimmt auch soweit. Doch woher kommen jene, nach Menschenfleisch gierende Wesen? Aus der Hlle? Aus dem Weltraum? Auch wenn einige Erzhlungen dies behaupten, ist der Grund ein anderer, Solanum. Ein Virus, welcher durch den Blut-kreislauf von der Eintrittsstelle zum Gehirn wandert und die vorderen Hirnlappen zur Vermehrung nutzt und whrenddessen zerstrt. Hier-bei kommen smtliche Krperfunk-tionen zum Stillstand und mit dem Stehenbleiben des Herzes, stirbt der infizierte Organismus. Whrend das Virus die Zellen des Gehirns zu einem neuen Organ mutieren lsst, befindet sich das Gehirn in einer Art Schlafzustand. Ist dieser Mutations-vorgang abgeschlossen, wird der Krper zu einer neuen Lebensform reanimiert (vgl. Max Brooks 2004, S. 15-16).Der Begriff Zombie wird auch hufig als Platzhalter fr alle verminder-ten Existenzformen verwendet. So </p></li><li><p>5schreibt Bulent Diken, dass das World Trade Center nach seiner Zerstrung als Zombie im medialen Bewusstsein weiterlebte (vgl. Bulent Diken 2002, We are all Migrants: Immigration, Multiculturalism and Post-Politics af-ter September 11). Doch wir beziehen uns hierbei weiter auf jene, die Hera-klit bereits erwhnte: </p><p>Die da gedankenlos hren, kann man bei all ihrer Vernunft nur als lebende Tote bezeichnen.</p><p>Somit wrden Zombies als Perso-nen dargestellt, die keine Art der Selbstreflektion besitzen. Ihr Antrieb besteht aus einem [...] kopflosen animalischen Instinkt [..] (Greene &amp; Mohammad 2010, S. 50). Kopflos bezieht sich hierbei auf eine auf ihr Minimum reduzierte Hirnfunktion, weswegen Zombies nicht in der Lage sind, gegenber Menschen oder Ih-resgleichen Wiedererkennung, als gar Sympathie zu hegen. Die von uns wahrgenommene hnlichkeit bezieht sich auf ihr rein uerli-ches (vgl. Greene &amp; Mohammad 2010, S. 14). Doch wenn man eine hnlichkeit zusprechen darf, dann besteht diese wohl in ihrer, wenn auch radikalen, Ergebnisorientie-rung. Manche wrden meinen, sie seien blindwtig; Spinozisten sagen jedoch, dass sie durch nichts von ih-</p><p>rem Ziel abzubringen sind. Dieses Verhaltensmuster wird uns in vielen Tonfilmproduktionen vor die Nase gehalten, wenn die sthnenden Un-toten tagelang an einer Barrikade verharren, um ihr ersonnenes Ziel zu erreichen: uns. Aber eigentlich kann man es ihnen nicht verbeln. Schlie-lich verfgen sie ber keine mentalen Zustnde. Eine Moral der Zombies gibt es also nicht, da diese eine kom-plexe Gedankenfhigkeit voraus-setzt. Sie wissen also nicht, ob das, was sie tun, richtig oder falsch ist. Sie sind gnzlich amoralisch (vgl. Greene &amp; Mohammad 2010, S.146). Folglich handeln smtliche Zombies unter dem selben primitiven Grund, ihrem unstillbaren Hunger [hierbei ist nicht der physische Hunger gemeint, da Zombies ber kein funktionierenden Verdauungstrakt verfgen (vgl. Max Brooks 2004, S.26-27)].Hat dieses Kollektiv von Untoten, durch ein gemeinsames Ziel, eine Art Verhltnis untereinander? Beginnend bei den einzelnen Individualzom-bies stellt der franzsische Philosoph Gilles Deleuze relevante Fragen an die bereits erwhnte, spinozistische Ethologie:</p><p>Wie setzen sich Individuen zusam-men, um ein hheres Individuum bis ins Unendliche zu bilden? Wie kann ein Wesen ein anderes in </p></li><li><p>6seine Welt aufnehmen, doch so, dass es dessen Verhltnis und die eigene Welt erhlt und respektiert? (Gil-les Deleuze 1988, S. 164)</p><p>Diese Fragen bilden unter den Begrif-fen De- und Rekomposition eine wich-tige Rolle, welche zugleich erlutert werden sollen.Laut Spinoza stellt der Tod keinen klar definierten Zustand dar. Er sagt, dass ein Krper durchaus sterben kann, obwohl weiterhin gewis-se Lebenszeichen erkennbar sind. (Greene &amp; Mohammad 2010, S. 128). Spinoza sieht den Krper also als ein Zusammenspiel von physischen und geistigen Zustnden, wobei der Krper stirbt, wenn seine Teile ein an-deres Verhltnis von Bewegung und Ruhe zueinander annehmen. Der Krper stirbt also nicht erst, wenn er zur Leiche wird (vgl. Spinoza 1975, Lehrsatz 39). Der Krper (eines Zom-bies) scheint also keineswegs tot, nur weil er fault. Schlielich fhrt sein, wenn auch begrenzter Geist, niedere Aktivitten aus. Unter Tod versteht Spinoza </p><p>die Zertrennung oder das Neu-arrangement von Teilen oder einfachen Teilkrpern der zusam-mengesetzten Krper, in denen die einfachsten Krper nur, in Bezug auf Bewegung und Ruhe, [...] nicht </p><p>aber in Bezug auf die Substanz voneinander unterschieden sind. (Greene &amp; Mohammad 2010, S. 130). </p><p>Diesen Prozess bezeichnet Deleuze als Zusammensetzung und Zerlegung. Durch Nahrungsaufnahme absorbie-ren wir diese Beziehungen. Ein men-schenfressender Zombie assimiliert also sein Opfer und reiht es in seinen Organismus ein. Hier spricht man nun von De- und Rekomposition. Da alle Zombies diese Komposition be-treiben, kann der eigentliche Zombie-organismus der greren Masse von Zombies zugesprochen werden, wel-che sich unaufhrlich vergrern zu versucht (vgl. Greene &amp; Mohammad 2010, S. 131). In der Welt der Zombies existieren jedoch auch andere Formen, welche ich kurz erwhnen mchte. Zuerst htten wir den klassischen Voodoo-Zombie. Den einzigen Zusammen-hang zwischen unseren Zombies und den Voodoo-Zombies bildet die ety-mologische Herkunft des Namens. Zombie stammt vom Kimbundu-Wort nzmbe ab, welches die Seele ei-ner toten Person beschreibt. Die Zom-bifizierung, welche fester Bestandteil der afro-karibischen Religion ist, geschieht mittels Zombie-Pulver, wel-ches ein starkes Neurotoxin enthlt. </p></li><li><p>7Dieses Toxin lhmt vorbergehend das menschliche Nervensystem und erzeugt ein Stadium extremen Hi-bernierens. Herz, Lungen und alle anderen Krperfunktionen funkti-onieren auf einer minimalen Stufe [...] (Max Brooks 2004, S. 37)</p><p>Diese Art von Zombies knnen je-doch Emotionen zeigen, denken, Schmerzen empfinden, Feuer erken-nen, ihre Umgebung wahrnehmen, kommunizieren und aufgrund von hufig auftretenden Hirnschden, kontrolliert werden (vgl. Max Brooks 2004, S. 37-40). </p><p>[Er ist somit] [..] die perfekte Me-tapher fr die vollstndig entfrem-dete moderne Arbeitskraft. (Gree-ne &amp; Mohammad 2010, S. 125)</p><p>Weiterhin htten wir den sogenann-ten Philosophischen Zombie. Diese We-sen unterscheiden sich kaum von uns Menschen und gieren auch nicht nach Fleisch, zumindest dem unseren. Sie wurden von Philosophen ersonnen, um Konzepte zu testen und theore-tische Probleme zwischen Geist und Krper zu erproben (vgl. Greene &amp; Mohammad 2010, S. 142). Sie erleben jedoch, wie die echten Zombies, keinerlei bewusste Zustnde. David J. Chalmers bezeichnet sie als</p><p>[...] jemand oder etwas mit mir (oder irgendeinem anderen bewuss-ten Wesen) Identisches, dem jedoch jedes bewusste Erleben fehlt. (Da-vid J. Chalmers 1996, S. 94). </p><p>Solange wir uns ber solche Dinge den Kopf zerbrechen, knnen wir uns sicher sein, keiner von ihnen zu sein.Um den Kreis zu den eigentlichen Zombies zu schlieen, muss man de-ren Steigerungsform, die Speed-Zom-bies noch einreihen. Einfach gesagt ist ihnen alles inhrent, was auch die normalen Zombies besitzen. Doch sie knnen zudem noch rennen! Ein treffendes Filmbeispiel stellt hierbei 28 Days Later (2002) von Danny Bo-yle dar. Szenen, in denen die Prota-gonisten von mehreren rennenden Zombies durch die leeren Straen von London gejagt werden, haben ei-nen verdchtigen Beigeschmack von politisch oder religis motivierter Mob-Gewalt. Man kann diesen sprin-tenden Untoten nicht lnger aus dem Weg gehen. Man mchte meinen sie sagen zu hren Ihr hattet eure Chan-ce, jetzt legen wir einen Zahn zu!.Eine erkennbare Entwicklung vom domestizierten Voodoo-Zombie, bis hin zum Speed-Zombie der Neu-zeit ist nicht abzustreiten. Erstere stellten einen Kontext zu entfremde-ter Arbeit und unterdrckter dritter Welt dar; Letztere hingegen </p></li><li><p>8[...] sind die radikal krperlich gewordene, rahmensprengende Konsequenz der Repression in ihrer gesellschaftlichen Totalitt, der un-vermeidliche Ausbruch einer Krise auf globaler statt auf individueller Ebene. (Greene &amp; Mohammad 2010, S. 138)</p><p>Wahrlich bse Wesen, diese Zom-bies! Doch was definieren wir an ihnen als bse? Dass sie uns als Deli-katessen ansehen? Weil sie schlecht handeln? Weil sie Dinge tun, die wir uns nie vorstellen knnen? Die Zom-bies als solche sind weder gut noch bse, da sie, wie bereits erwhnt, kei-ne Moral empfinden knnen. Sie wis-sen garnicht was gut oder bse ist, sie tun es einfach. </p><p>ber Leben und Tod</p><p>Der Begriff des Untotseins erzwingt freilich eine Betrachtung der Zustn-de von Tod und Sein, beziehungswei-se von Tod und Leben. Sofern der Tod das Gegentiel des Lebens ist, muss dieser dann zwangslufig schlecht sein? Wir als Individuen knnen den Tod nur anhand anderer definieren, die nicht mehr am Leben sind. Diese Erfahrung kommt uns, sofern man eine bekannte Person verloren hat, natrlich schlecht vor, da jene nicht mehr da ist. Woher wissen wir, die </p><p>am Leben sind, was der Tod bringt? Wir knnen es uns einfach nicht vor-stellen, weshalb ein gesunder Res-pekt, nichtgleich mit Angst zu ver-wechseln, vor dem Tod prsent ist. </p><p>[Eigentlich] geht mich das angeb-lich schaurigste aller bel, der Tod, [..] nichts an, denn solange ich bin, ist er noch nicht, und wenn er ist, bin ich nicht mehr. (Epikur 1990, S. 281)</p><p>Zwei Thesen knnten uns helfen, das Schlechte am Tod, oder vielmehr am Untotsein zu ergrnden. Die erste ist Thomas Nagels Deprivationsthese, welche besagt, dass man von den Ge-nssen des Lebens abscheidet. Schon in der Formulierung klingt das mehr als plausibel, wenn das Gegenteil des Todes das Leben, inklusive seiner Erfahrungen und Gensse ist. Die zweite These stammt von Bernard Williams. Das Prinzip der Wunsch-versagung erlutert, dass uns die Er-fllung bestimmter dringlicher Wn-sche untersagt wird. Betrachten wir den Zustand der Zombies mit der ersten These, so knnte man meinen, dass sie nicht unbedingt genussfrei sind. Immer-hin stellt ihre Nahrungsaufnahme ei-nen groen Anteil ihres Daseins dar. Und wie wir bereits erfahren haben, vollziehen sie diesen Akt nicht aus </p></li><li><p>9berlebenszwecken. Aus der Sicht der Wunschversagung ergibt sich hingegen folgende Be-trachtungsweise. Man zieht eine ge-wisse Lage der Dinge vor, in der man etwas bekommt, was man begehrt. Der Tod als solcher schliet die Erfl-lung einiger Wnsche aus. Folglich sollte der Tod gemieden werden, da sich durch ihn einige Wnsche nicht erfllen werden. Deshalb, scheint er schlecht zu sein (vgl. Greene &amp; Mo-hammad 2010, S. 26). bertragen auf die nach uns lstenden Zom-bies, knnte das durchaus fruchten, denn sobald man einer von ihnen wird, hegt man wohl kaum noch den Wunsch einer Familie, eines erhol-samen Urlaubes oder das Verlangen nach materiellen scheinbaren Glcks-gtern. Dennoch haben die Untoten ja ein zielstrebiges Verlangen, nm-lich uns zu fressen. Der Wunsch als solcher hat sich also nicht aufgelst oder blieb versagt, er hat sich ledig-lich gewandelt. Wer wollte schon als Kind genau das werden, was er heute praktiziert? Da Wnsche sich wandeln, scheint der Zustand des Untodseins also nicht schlechter als der Tod selbst zu sein. Was am Ende bleibt, ist die Tatsache, dass Sterben seit der Geburt prsent ist. Viele Menschen sehen ausgefallene Haare oder abgeschnittene Fingerngel als etwas Unangenehmes an. Diese Art </p><p>von Ekel keimt jedoch unbewusst seit dem Moment der ersten Realisierung dessen. Mit dem Ausfallen von Haa-ren oder Zhnen, sehen wir, wie wir langsam sterben. Es ist ein Teil des Lebens und begleitet uns whrend der gesamten Zeitspanne dessen.</p><p>Die Grenze, die berhrt wird, ist nicht so sehr die zwischen Leben und Tod als vielmehr die zwischen den Lebenden und den Toten. (Greene &amp; Mohammad 2010, S. 219)</p><p>Aber gehren Zombies nun eher den Lebenden oder den Toten an? Bilden sie vielleicht sogar eine bewusste Schnittstelle zwischen diesen beiden Polen, um auf etwas hinzudeuten?</p><p>Wenn wir fr eine hirnmedizini-sche Definition des Todes pldieren, die Tod lediglich als Verlust hherer Hirnfunktionen fasst, [...] knnen wir Zombies legitimerweise als tot klassifizieren. (Greene &amp; Mo-hammad 2010, S. 59) </p><p>Bewegung und ein zielgerichtetes Verhalten sprechen als Argumente fr das Leben. Ganz so einfach lassen sich die lebenden Toten also nicht in die ein oder andere Seite stellen.In vielerlei Filmen wird uns sugge-riert, dass die Menschen sich lieber </p></li><li><p>10</p><p>in jener ausweglosen Situation von ihren Nchsten tten lassen wollen, als sich in das Heer der Untoten ein-zureihen. Diese Angst liegt, wie wir bereits versucht haben zu erkunden, weniger an dem Zustand des Untot-seins, sondern vielleicht vielmehr an der Art der Transformation. Wir wollen nicht unser Handeln von ei-nem Hunger lenken lassen, der Un-seresgleichen jagd und verspeist. Wir wollen Herr ber unser Selbst bleiben und eigenstndige Entscheidungen treffen. Doch genau das haben bereits viele Menschen verlernt, eigenstn-dige Entscheidungen aufgrund von Reflektion und Erfahrung zu treffen.</p><p>Weil sie anders sind</p><p>Angesischts der Situation befinden wir uns frher oder spter in der Lage, in welcher wir uns nicht ein-fach mehr verstecken oder weglaufen knnen. Wir stellen uns im wahrsten Sinne unseren ngsten und stellen uns moralische Fragen, was ein T-ten der Zombies rechtfertigen wrde, oder eben nicht. </p><p>Die Entrstung ber begangene Grausamkeiten wird um so gerin-ger, je unhnlicher die Betroffenen den normalen [Menschen] sind [...] (Theodor W. Adorno 1969, S. 133)</p><p>Reicht das Anderssein jedoch aus? Wenn dem so wre, befnden wir uns ganz schnell in einer national-sozialistis...</p></li></ul>