Krauss, Samuel - Toledot Jeschu. Das Leben Jesu Nach Jüdischen Quellen

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    06-Dec-2015

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Toledot Jeschu (hebr. , Geschichte Jesu) ist eine vermutlich vor dem 8. Jahrhundert in Italien entstandene jdische Sagensammlung ber das Leben Jesu.Der Name Jeschu ist eine Form von Jeschua, die im Talmud, in rabbinischen Schriften und im modernen Sprachgebrauch nur in Verbindung mit Jesus verwendet wird. Alle anderen Personen dieses Namens bezeichnet man als Jeschua auf aramisch oder als Jehoschua auf hebrisch.[1][2]Diese Literaturgattung ist sagengeschichtlich (und kultur- und geistesgeschichtlich) von Interesse, ihr Inhalt aber ohne historischen Wert.Erste Versionen (aramisch) tauchen ab 750 auf. Zahlreiche Fassungen mit satirisch-polemischem Charakter im Stil unterhaltsamer Romane wurden dann seit dem Mittelalter als eine Art von Untergrund-Literatur bekannt, in der Neuzeit auch jdisch-deutsche Versionen.Erste aramische Fassungen, aber auch westliche Diasporatraditionen liegen dem zugrunde. Maria wird als Verlobte Josefs durch einen rmischen Soldaten namens Pandera (oder hnlich) getuscht bzw. verfhrt und empfngt so Jesus, der als Zauberer und Volksverfhrer auftritt, von Judas besiegt und der Gerechtigkeit berantwortet wird. Die Jnger entwenden seinen Leichnam und behaupten, er sei auferstanden. Dazu tritt in manchen Fassungen eine Petrus-Legende.