Lenin - Werke 37

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Lenin - Werke

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  • PROLETARIER ALLER LNDER, VEREINIGT EUCH!

    LENINWE RKE

    37

  • HERAUSGEGEBEN AUF BESCHLUSSDES IX. PARTEITAGES DER KPR(B) UND DES

    II. SOWJETKONGRESSES DER UdSSR

    DIE DEUTSCHE AUSGABE ERSCHEINTAUF BESCHLUSS DES ZENTRALKOMITEESDER SOZIALISTISCHEN EINHEITSPARTEI

    DEUTSCHLANDS

  • I N S T I T U T F Q R M A R X I S M U S - L E N I N I S M U S B E I M ZK D E R K P d S U

    WI.LENINWERKE

    INS DEUTSCHE BERTRAGENNACH DER VIERTEN RUSSISCHEN AUSGABE

    DIE DEUTSCHE AUSGABEWIRD VOM INSTITUT FR MARXISMUS-LENINISMUS

    BEIM ZENTRALKOMITEE DER SED BESORGT

  • WI.1ENINBAND 37

    BRIEFE AN DIE ANGEHRIGEN1893-1922

  • Rassischer Originaltitel:

    B.H. ILEBHH COIHHEHHH

    Dietz Verlag GmbH, Berlin 1. Auflage 1962Printed in the Gennan Oemocratic Repablic Alle Rechte vorbehalten

    Gestaltung and Typographie: Dietz Entwarf Lizenznammer 1Gesamtherstellang: Karl-Marx-Werk Pnedt V15/30

    ES I C

  • VII

    VORWORT

    Band 37 der Werke W. I. Lenins enthlt die persnlichen Briefe, Tele-gramme und kurzen Mitteilungen W. I. Lenins an seine Angehrigen ausden Jahren 1893-1922. Der Band umfat die Briefe W.I.Lenins anseine Mutter Maria Alexandrowna Uljanowa, an seine Schwestern AnnaIljinitschna und Maria Iljinitschna Uljanowa, an seinen Bruder DmitriIljitsch Uljanow, an N. K. Krupskaja und an den Mann seiner Schwester -A. I. Uljanowa-Jelisarowa - M. T. Jelisarow. Insgesamt enthlt der Band274 Briefe W. I. Lenins.

    Der grte Teil der in dem Band enthaltenen Briefe wurde in derZeitschrift Proletarskaja Rewoluzija", Jahrgang 1924,1929 und 1930, inden Lenin-Sammelbnden III, XXIV, XXV, XXXV und in den von A. I.Uljanowa-Jelisarowa und M. I. Uljanowa herausgegebenen Sammelbn-den Briefe an die Angehrigen", Ausgaben von 1930, 1931 und 1934,verffentlicht.

    Inhalt und Bedeutung der Briefe W. I. Lenins an seine Angehrigenwerden in dem Vorwort von M. I. Uljanowa zur Ausgabe des Sammel-bandes von 1930 sowie in dem Vorwort (bzw. Aufsatz) Zu den BriefenWl. Ujitschs an die Angehrigen" von A. I. Uljanowa-Jelisarowa zu denAusgaben des gleichen Sammelbandes von 1931 und 1934 ausfhrlich er-lutert. Diese Vorworte sind dem vorliegenden Band vorangestellt.

    W. I. Lenin hat an seine Mutter und die anderen nahen Angehrigenmindestens einmal in einer bis anderthalb Wochen geschrieben. GrereIntervalle zwischen seinen in dem Band abgedruckten Briefen zeugen vonder Tatsache, da ein erheblicher Teil des Briefwechsels zwischen W. I.Lenin und seinen Angehrigen nicht erhalten geblieben ist. Dies erklrt

  • VIU Vorwort

    sich dadurch, da fast der gesamte Briefwechsel in die vorrevolutionrePeriode fllt, in der bei den Angehrigen W. I. Lenins hufig Haussuchun-gen und Verhaftungen stattfanden. Ein groer Teil der Briefe W. I. Leninsan seine Angehrigen ist der Polizei in die Hnde gefallen und weistSpuren ihrer Kontrolle auf - die Ochrana-Beamten haben die sie inter-essierenden Stellen mit Rotstift unterstrichen u. dgl. m. Ein Teil der bei denHaussuchungen beschlagnahmten Briefe wurde berhaupt nicht zurck-gegeben, einige Briefe wurden nach der Revolution in den Akten derGendarmerieverwaltungen gefunden, von einigen Briefen sind nur ein-zelne Bltter erhalten. Viele Briefe gingen whrend des imperialistischenKrieges von 1914 bis 1917 verloren, als die Auslandskorrespondenz einerbesonders strengen Zensur unterlag.

    Am vollstndigsten erhalten ist der Briefwechsel vom Ende der neun-ziger Jahre und aus den Jahren 1908 und 1909, als die Verffentlichungvon W. I. Lenins Arbeiten konomische Studien und Aufstze", DieEntwicklung des Kapitalismus in Ruland" und Materialismus und Empi-riokritizismus" vorbereitet wurde. Diese Briefe enthalten Bitten um ber-sendung von Literatur und Auftrge im Zusammenhang mit der Heraus-gabe der Bcher und der Korrektur.

    Fast alle Briefe W. I. Lenins an seine Angehrigen sind nach dem Manu-skript gedruckt, und nur in einigen Fllen werden sie nach Kopien aus denAkten des Polizeidepartements in der Form (vollstndig oder auszugsweise)verffentlicht, wie sie erhalten sind.

    Elf Briefe W. I. Lenins werden in dem Band zum erstenmal verffent-licht (sie sind im Inhaltsverzeichnis durch ein Sternchen-* gekennzeichnet).In einem dieser Briefe - an M. A. Uljanowa vom 1. Juli 1912 teilt W. I.Lenin mit, da er von Paris nach Krakau bergesiedelt ist. Die ber-siedlung war notwendig, damit er nher an das Zentrum der Arbeiter-bewegung-Petersburg-herankam, bessere Verbindung mit der Prawda"und der bolschewistischen Fraktion in der IV. Reichsduma halten undstndig die Ttigkeit der Parteiorganisationen anleiten konnte. In seinemBrief vom 15. Juli 1919, der an den Agitations- und InstrukteurdampferKrasnaja Swesda" adressiert ist, unterrichtet W. I. Lenin N. K. Krup-skaja ber die Lage an der Ostfront die Einnahme von Jekaterinburg(Swerdlowsk) - und ber den Umschwung im Sden.

    Unter den in dem Band zum erstenmal verffentlichten Dokumenten

  • Vorwort l x

    befinden sich kleine briefliche Mitteilungen W. I. Lenins an M. I. Ulja-nowa und N. K. Krupskaja aus den Jahren 1919 bis 1922.

    Im Anhang werden 54 Briefe von N. K. Krupskaja an M. A., A. I. undM. I. Uljanowa verffentlicht, die nheren Einblick in die Lebensverhlt-nisse W. I. Lenins in der Verbannung und Emigration geben und einzelneFakten aus seinem Briefwechsel erklren. Von diesen Briefen werden achtzum erstenmal verffentlicht. Briefe, die N. K. Krupskaja gemeinsam mitW. I. Lenin geschrieben hat, sind in den Haupttext des Bandes aufge-nommen.

    Die in Band 37 enthaltenen Briefe sind in chronologischer Folge an-geordnet; das Datum erscheint nach altem Stil, wenn sie in Ruland ab-geschickt, und nach neuem Stil, wenn sie im Ausland abgeschickt sind.In den von Lenin datierten Briefen bleibt die Eintragung des Datums, wiesie im Manuskript steht; in den Fllen, wo das Datum im Manuskriptfehlt, wird es von der Redaktion am Schlu des Briefes angegeben. Fernerwird dort angegeben, von wo der Brief wohin geschickt wurde imd woer zum erstenmal verffentlicht worden ist.

    Auer den Anmerkungen enthlt der Band ein Namenverzeichnis undein Verzeichnis der Literatur, die W. I. Lenin in seinen Briefen erwhnt.

    Der Band wird durch Fotografien der Angehrigen und durch Auf-nahmen von einigen Orten, an denen W. I. Lenin gelebt hat, illustriert.Auerdem sind zwei Briefe W. I. Lenins als Faksimile wiedergegeben.

  • W.I. LENIN

    1897

  • XI

    VORWORT ZU DEM SAMMELBANDBRIEFE AN DIE ANGEHRIGEN",

    AUSGABE VON 1930

    Die nachfolgend verffentlichten Briefe W. I. Lenins sind hauptsch-lich an seine Matter Maria Alexandrowna und an seine Schwester MariaIljinitschna gerichtet* und umfassen den Zeitraum von 1894 bis 1917**,d. h. von den ersten Jahren der revolutionren Ttigkeit Wladimir Iljitschsbis zu seiner Rckkehr nach Ruland nach der Februarrevolution. Wh-rend dieser Periode, die fast ein Vierteljahrhundert ausmacht, entstandund formierte sich unsere Partei. Und whrend dieser ganzen ruhmvollen

    * Wenn auch gewhnlich der Inhalt dieser Briefe zumindest fr alle die-jenigen Mitglieder unserer Familie bestimmt war, die zur gegebenen Zeit zu-sammen lebten, um Wiederholungen zu vermeiden".

    ** Nicht aufgenommen wurde hier der Briefwechsel Wladimir Iljitschs mitseinen Angehrigen aus der Zeit seiner Verbannung (siehe ProletarskajaRewolazija" Nr. 2/3, 4, 5, 6 und 8, Jahrgang 1929) und aus dem Jahre 1896,als Wladimir Iljitsch in Petersburg in Untersuchungshaft sa (vom 9. XII. 1895bis zum 29.1. 1897 alten Stils), fast die ganze Zeit von seiner Mutter und denSchwestern besucht wurde und mit ihnen nur einen sehr unbedeutenden per-snlichen Briefwechsel fhrte (siehe A. I. Jelisarowa-Uljanowas AufsatzWladimir Iljitsch im Gefngnis" in Nr. 3 der Proletarskaja Rewoluzija",Jahrgang 1924, und die diesem Aufsatz beigefgten zwei Briefe WladimirIljitschs aus dem Jahre 1896). Von November 1905 bis Dezember 1907 lebteWladimir Iljitsch in Petersburg bzw. in Finnland, kam oft mit seinen An-gehrigen zusammen und schrieb ihnen kaum. Auerdem gibt es noch eineReihe von Briefen an Anna Iljinitschna und Maria Alexandrowna, besondersaus der Zeit, als Maria Iljinitschna im Ausland lebte. Diese Briefe werdenspter verffentlicht werden. (Die von M. I. Uljanowa erwhnten Briefe W. I.Lenins sind in den vorliegenden Band aufgenommen. Die Red)

  • TA. J. Wjanowa

    fnfundzwanzigjhrigen Periode stand Wladimir lljitsch an der Spitzedieser Partei, leitete und erzog sie. Sein Leben ging ganz im revolutionrenKampf auf, und von diesem Kampf, von der Arbeit fr die Sache des Pro-letariats ist sein persnliches Leben nicht zu trennen.

    Aber wenn wir auch die Gesamtausgabe der Werke Lenins und eineziemlich umfangreiche Literatur ber den Leninismus besitzen (sowohlwissenschaftliche Forschungen als audi populre Schriften), ist doch Leninals Mensch in seiner ausgeprgten, vielseitigen Individualitt bis jetzt nuruerst unzulnglich oder fast berhaupt nicht dargestellt worden.

    Die dem Leser vorliegenden Briefe schlieen diese Lcke zum 7e.Man kann sich danach bis zu einem gewissen Qrade ein Urteil ber Wladi-mir Iljitschs Lebensweise, seine Gewohnheiten, Neigungen, sein Verhltniszu den Menschen usw. bilden. Wir sagen ausdrcklich: bis zu einem ge-wissen Grade. Denn vor allem ist dies bei weitem keine vollstndige Samm-lung seiner Briefe an die Angehrigen in dem bezeichneten Zeitraum. Beiden hufigen bersiedlungen von einer Stadt in die andere, bei den zahl-reichen Haussuchungen und Verhaftungen, von denen bald das eine, balddas andere Mitglied unserer Familie betroffen wurde, sind viele seinerBriefe entweder der Polizei in die Hnde gefallen und nicht zurckgegebenworden* oder auf andere Weise verlorengegangen. Oft gingen auch beider Befrderung Briefe verloren, besonders whrend des imperialistischenKrieges. Deswegen kehrt manchmal ein und dieselbe Frage in mehrer