Lenin - Werke 41

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    02-Dec-2015

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Lenin Werke

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  • PROLETARIER ALLER LNDER. VEREINIGT EUCH)

    LENINWERKE ERGNZUNGSBAND

    1896-1917

  • HERAUSGEGEBEN AUF BESCHLUSSDES ZENTRALKOMITEES DER KOMMUNISTISCHEN

    PARTEI DER SOWJETUNION

    DIE DEUTSCHE AUSGABE ERSCHEINTAUF BESCHLUSS DES ZENTRALKOMITEESDER SOZIALISTISCHEN EINHEITSPARTEI

    DEUTSCHLANDS

  • INSTITUT FR MARXISMUS-LENINISMUS BEIM ZK DER KPdSU

    WI. LENINWERKE

    INS DEUTSCHE BERTRAGENNACH DER VIERTEN RUSSISCHEN AUSGABE

    DIE DEUTSCHE AUSGABEWIRD VOM INSTITUT FR MARXISMUS-LENINISMUS

    BEIM ZENTRALKOMITEE DER SED BESORGT

    (ffDIETZ VERLAG BERLIN

    1972

  • W I.LENINERGNZUNGSBAND

    1896-OKTOBER1917

  • Russischer Originaltitel:

    B. H. JI E H H II C 0 1 H H E H H

    2. Auflage Dietz Verlag Berlin 1. Auflage 1969Printed in the German Democrtic Republic * Alle Rechte vorbehalten

    Lizenznummer 1Gesamtherstellung: LVZ-Druckerci Hermann Duncker". Leipzig, III 18 138

    ES 1 C 7,50

  • VII

    VORBEMERKUNG

    Der vorliegende Band ist der erste von zwei Ergnzungsbnden zur40bndigen deutschen Ausgabe der Werke W. I. Lenins. Sie entsprechenden 19.65 und 1966 vom Institut fr Marxismus-Leninismus beim ZK derKPdSU herausgegebenen Bnden 41 und 42 der 4. russischen Ausgabe.Mit ihnen werden dem Leser die wesentlichsten neuen Dokumente ausder 5. russischen Ausgabe der Werke W. I. Lenins zugnglich gemacht,die mit ihren 55 Bnden die umfangreichste und vollstndigste SammlungLeninscher Schriften ist. Es handelt sich dabei einerseits um Arbeiten, diein den letzten Jahren aufgefunden und erstmalig in der 5. russischen Aus-gabe verffentlicht wurden, anderseits um Artikel, Reden und andereDokumente, die vorher in keiner Werkausgabe erfat waren, sondern inzeitgenssischen Publikationen bzw. in verschiedenen sowjetischen Zeit-schriften der zwanziger und dreiiger Jahre oder in den Lenin-Sammel-bnden erschienen sind. Die in der 5. russischen Ausgabe erfaten BriefeLenins erscheinen z. Z. in deutscher Sprache als gesonderte .Reihe in zehnBnden und finden daher in den beiden Ergnzungsbnden keine Berck-sichtigung.

    Der vorliegende Band enthlt, chronologisch geordnet, Arbeiten, dieW. I. Lenin in den Jahren 1896-1917, bis zur Groen SozialistischenOktoberrevolution, geschrieben hat. Sie stehen in engem Zusammenhangmit den in Bd. 1 - 2 5 der Werke W. I. Lenins enthaltenen Schriften undReden. Das betrifft besonders die zahlreichen ergnzenden Dokumentezu Parteitagen, Parteikonferenzen und Beratungen sowie vorbereitendeMaterialien - Entwrfe, Plne, Thesen, Notizen - zu Arbeiten, die inder Werkausgabe verffentlicht sind. Daneben enthlt der Band Entwrfe

  • VIII 'Vorbemerkung

    zu Arbeiten, deren entsprechende endgltige Fassung noch nicht aufgefun-den werden konnte oder die von Lenin nicht vollendet wurden. BreitenRaum nehmen Artikel und Notizen ein, die Lenin zu aktuellen politischenProblemen fr die bolschewistischen Presseorgane geschrieben hat.

    Von besonderem Interesse fr den deutschen Leser sind die Arbeiten,in denen sich Lenin Problemen der deutschen und der internationalenArbeiterbewegung zuwendet. Hier sei vor allem auf den Brief an denVorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" vom Mrz 1913hingewiesen sowie auf die Materialien zum Internationalen Sozialisten-kongre in Stuttgart und zur ersten und zweiten Internationalen Sozia-listischen Konferenz in Zimmerwald und in Kienthal.

    Institut fr Marxismus-Leninismusbeim Zentralkomitee der SED

  • 1896- 1904

    MITTEILUNG IM NAMEN DER ALTEN"AN DIE MITGLIEDER

    DES PETERSBURGER KAMPFBUNDESZUR BEFREIUNG DER ARBEITERKLASSE"1

    Michailow tauchte 1891 in St.Petersburg als ein wegen Teilnahme anUnruhen relegierter Charkower Student auf. Er trat einer Studentenorga-nisation bei, die auch nach ihrem Auseinanderfallen den Namen Korpo-ration"2 trug. Im zahnrztlichen Institut war ein Gercht ber sein Ver-halten im Zusammenhang mit irgendeiner verdchtigen Bekanntschaft imUmlauf; man beschuldigte ihn, Gelder veruntreut zu haben, die fr dieHungernden gesammelt worden waren. Er habe jedoch das veruntreuteGeld ersetzt. In dieser Zeit nherte er sich . . .*

    Im Januar 1894 wurde bei vielen ehemaligen Mitgliedern der erwhn-ten Korporation", so auch bei Michailow, Haussuchung gehalten. In denVerhren wurden allen die Namen der Mitglieder der Organisation u. a.Einzelheiten verlesen. Die Gendarmen erklrten, da die ganze Sachedurch die Denunziation eines ehemaligen Mitglieds ins Rollen gekommensei. Von Michailow wurde jeglicher Verdacht durch die Erklrung derGendarmen abgewendet, dieser nichtigen Sache habe man nur deshalbBedeutung beigemessen, weil ein offenkundiger Revolutionr in sie ver-wickelt sei. Zur selben Zeit fand in der Fabrik Woronins ein Streik statt.3Michailow gelang es, an die Arbeiter heranzukommen, und er begannSammlungen fr sie zu organisieren. Im Februar wurden 8 Arbeiter, diemit Michailow zu tun gehabt hatten, und ein Student (Talalajew), der inseinem Auftrag Geld gesammelt hatte, verhaftet. Danach bemhte sichMichailow erneut um Kontakte zu den ouvriers**, und es gelang ihm, in

    * Diese Stelle konnte nicht entziffert werden. Die Red.** Arbeitern. Die Red.

  • W. I. Lenin

    Zirkel einzudringen, die von Narodowolzen4 geleitet wurden. Im Sommer1894 wurden letztere festgenommen. In der Untersuchung stellte sich her-aus, da der Polizei vieles bekannt war. In der Untersuchung gegen unsAlte wurde die Beschuldigung erhoben, wir htten mit einigen dieserNarodowolzen Bekanntschaft gepflegt, doch . . .* Bald danach wurde dererste Proze gegen Michailow abgeschlossen: . . .* u.a. wurden in dieVerbannung geschickt, er wurde nicht verurteilt und erzhlte berall, erhabe ein Gnadengesuch eingereicht, und zwar mit der Absicht, seine Ar-beit fortzusetzen. Unglcklicherweise fanden sich Leute, die daran nichtsSchndliches fanden und ihn unter ihre Fittiche nahmen. So erhielt er, derpersnlich kein Ansehen bei den Arbeitern geno, die Mglichkeit, seineVerbindungen zu festigen und zu erweitern.

    Es folgt eine Beschreibung seiner Methoden: Er drngt den ArbeiternGeld auf, ldt sie zu sich in die Wohnung ein, versucht, hinter Deck-namen zu kommen u. a. Mit Hilfe dieser Methoden und auf Grund desvollen Vertrauens, das er bei den erwhnten Personen geno, erfuhr erbald die Namen vieler Mitglieder verschiedener Gruppen. Sie alle wur-den verhaftet. Als ein Arbeiter.. .* erklrte, da er von MichailoWBcher erhalten habe, wurde er zunchst festgenommen, doch sogleichwieder freigelassen, und er befindet sich bis auf den heutigen Tag inSt. Petersburg. Whrend der Untersuchung belastete er als Angeklagteralle seine Genossen, einigen Angeklagten.. .* hat man seinen ausfhr-lichen Bericht ber die Zusammensetzung verschiedener Gruppen vor-gelesen. (Unterschriften.)

    Geschrieben 1896.Zum erstenmal verffentlicht 1958 . Nach dem Manuskript.in der 5. russischen Ausgbe derWerke W.I.Lenins, Band 2.

    * Diese Stelle konnte nicht entziffert werden. Die Red.

  • Zum Entwurf der Vereinbarung mit Struve

    ZUM ENTWURFDER VEREINBARUNG MIT STRUVE5

    Die Vertreter der sozialdemokratischen Gruppe Sarja"-Iskra" und der Gruppeder demokratischen Opposition Swoboda" haben folgende Vereinbarung ge-troffen:

    1. Die Gruppe Sarja" gibt zu der gleichnamigen Zeitschrift eine besondere Bei-lage unter dem Titel Sowremennoje Obosrenije" heraus, an deren Redaktion sichdie Gruppe Swoboda" beteiligt.

    2. Die Redaktion vollzieht sich auf folgender Grundlage: Jede der beteiligtenSeiten besitzt das Vetorecht bezglich der Materialien und Artikel der anderenSeite.

    3. Das Programm der Publikation: a) Materialien und Dokumente ber dieTtigkeit der Regierung*, der Regierungsinstitutionen, ffentlicher undstndischer Einrichtungen usw.

    b) Artikel zu Fragen des gesellschaftlichenLebens in Ruland, der Innen- und Auenpolitik der Regierung.

    c) Innerpolitische bersichten.

    4. Beide Seiten verpflichten sich, das Sowremennoje Obosrenije" mitMaterialien zu versorgen. Die Redaktion der Sarja"6 kann jedoch die ihrzur Verfgung stehenden Materialien zu den in Punkt 3 genannten The-men auch fr ihre eigenen Publikationen verwenden, wenn sie ihremCharakter nach hierfr besser geeignet erscheinen.

    5. Die Gruppe Sarja" bernimmt voll und ganz die Herausgabe, denTransport und den Vertrieb des Sowremennoje Obosrenije". Die GruppeXtrgt ihrerseits smtliche dadurch entstehenden Kosten.

    6. Falls das genannte Unternehmen liquidiert wird, werden die vor-handenen Exemplare des Sowremennoje Obosrenije" zu gleichen Teilenauf beide Partner verteilt.

    ' Der petit gedruckte Text wurde von A. N. Potressow geschrieben. Die Red.

  • W. /. Lenin

    Anmerkung. Die Redaktion der Sarja" hat das Recht,auf den Umschlagseiten des Sowremennoje Obosre-nije" Ankndigungen ihrer Publikationen zu ver-ffentlichen.

    Geschrieben im Januar 1901,vor dem 17. (30.).Zum erstenmal verffentlicht 1959 Nach dem Manuskript,in der 5. russischen Ausgbe derWerke W. I. Lenins, Band 4.

    E I N G E H E I M D O K U M E N T

    Wir mchten unsere Leser auf die von der Sarja" herausgegebene undbei Dietz in Stuttgart verlegte Denkschrift Wittes aufmerksam machen.7

    Die Denkschrift", die sich gegen das Projekt des frheren InnenministersGoremykin zur Einfhrung von Semstwos in den Gouvernements ohneSemstwoinstitutionen wendet, ist interessant als ein Dokument, das diegeheimsten Wnsche unserer Machthaber schamlos enthllt. Wir hoffen,in der nchsten Nummer unserer Zeitung8 dieses bemerkenswerte Doku-ment wie auch das ihm vorangestellte Vorwort des Herrn R. N. S. ein-gehend besprechen zu knnen. Dieses Vorwort lt zwar Verstndnisfr die politische Bedeutung der russischen Arbeiterbewegung bei demVerfasser erkennen, ist jedoch im brigen durch die bliche Unreife despolitischen Denkens gekennzeichnet, die fr unsere Liberalen charakte-ristisch ist.