Mit Gott um die Welt - 9783867731300

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    08-Mar-2016

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Viele interessante Infos ber Lnder und Leute. Ein Buch, das Kinder hineinnimmt in das farbenfrohe Geschehen der Mission auf der ganzen Welt. Fr jeden Tag gibt es ein konkretes Gebetsanliegen, immer passend zu Land und Leuten. Fr Familien, Gemeindearbeit und aufgeweckte Kinder. Die Autorin schreibt: Dies ist mein tgliches Gebetbuch, komm mit auf eine Reise durch die Welt! Auf dem Reiseprogramm stehen: Amerika, Afrika, Ozeanien, Australien, Asien und Europa. Jede Woche geht es weiter und du erfhrst viele interessante und wissenswerte Dinge. Das Beste ist: Du begegnest den Kindern und Menschen, die dort leben. Mit vielen Bildern, Informationen und unterhaltsamen Ideen. Betest du gerne fr andere Menschen und mchtest du jeden Tag genau wissen, fr was? Dann ist dies dein Buch!

Transcript

  • Mit Gott-Reisen Boarding Pass

    Name Vorname Sitz 1 Avon:

    Reiseleitung: Anette Jarsetz

    nach: rund um die Welt

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  • Anette JarsetzMit Gott um die Welt52 Wochen auf spannender Gebetsreise

    Bestell-Nr.: 52 51520ISBN 978-3-86773-130-0

    Alle Rechte vorbehalten 2011 cap-books by cap-musicOberer Garten 8D-72221 Haiterbach-Beihingen07456-93930info@cap-music.dewww.cap-music.de

    Layout & Illustrationen: Heide Schnorr v. Carolsfeld-GiebelerFotonachweis: siehe Seite 140 Bibelzitate: Hoffnung fr alle 2003 Brunnen Verlag Basel, Schweiz

    2

  • Kontinent Amerika 14Kanada 20Ecuador 24EXTRA: Fnf Missionare 28Argentinien 30

    Kontinent Afrika 34EXTRA: David Livingstone 42Burundi 44Demokratische Republik Kongo 48Malawi 50Simbabwe 54Botswana 58

    Kontinent Ozeanien 60Mikronesien 66Palau 68Yap 70Papua Neuguinea 74EXTRA: Ananas-Lektion 78

    Kontinent Asien 80EXTRA: Weltreligionen 86EXTRA: Christentum 88Japan 90Bangladesch 94China 98EXTRA: Gladys Aylward 102Saudi Arabien 104Israel 108

    Moldawien 112Kontinent Europa 114EXTRA: Evangelische Kirche 116Europa 118Russland 120Frankreich 124Deutschland 128EXTRA: Dietrich Bonhoeffer 132Anhang 134

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  • Hallihallo!

    Hast du schon einmal eine Rundreise gemacht? Dabei bist du tagelang in verschiedenen Lndern unterwegs, lernst fremde Kulturen kennen und sammelst viele unvergessliche Erfahrungen.

    Hast du schon einmal eine Abenteuerreise gemacht? Dabei triffst du die unterschiedlichsten Menschen, isst exotische Gerichte und erlebst spannungsvolle Situationen.

    Hast du schon einmal eine Gebetsreise gemacht? Dabei bist du mit Gott unterwegs. ER ist der kompe-tenteste Reisebegleiter! Schlielich hat ER die ganze Welt, jedes Land, jeden Menschen und jeden Gras-halm geschaffen! Deshalb kennt ER sich in allem bestens aus. So bekommst du auf der Gebetsreise In-formationen ber das jeweilige Land und die einhei-mischen Menschen. Anschlieend kannst du dich mit Gott darber unterhalten (beten).

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  • Hast du schon einmal eine Missionsreise gemacht? Dabei lernst du Missionare und einheimische Christen kennen, die auf ganz verschiedene Art Gottes Liebe in Wort und Tat weitergeben.

    Hast du schon einmal eine Zeitreise gemacht? Dabei reist du in die Vergangenheit oder Zukunft und kannst zum Beispiel sehen, welche Streiche deine Eltern als Kinder gespielt haben, ob deine Lehrer als Schler Spickzettel hatten oder wie die Welt im Jahr 2050 ausse-hen wird.

    Herzlichen Glckwunsch dieses Buch bietet dir all diese Reisen! Okay, ehrlicherweise ist die Zeitreise nur bedingt mglich, aber wenn du in diesem Gebetsbuch liest, nimmt es dich in verschiedene Lnder, zu spannungsvollen Situationen sowie in lngst vergangene Zeiten mit. Die Zukunft kannst du dann durch dein Gebet mitgestalten!

    Lust bekommen mitzureisen? Dann nichts wie los!

    Bastel dir ein Lesezeichen, damit du immer weit, wo du gerade bei deiner Gebetsreise bist.

    Dazu schneidest du diesen Streifen aus und klebst ihn mit dieser Seite auf einen festen Karton.

    h

    HdOaisd

    5

  • Woche 10

    Afrika

    Vielen Dank fr die

    Vielfalt an Ws-ten, Oasen und Savannen. Ich

    staune ber Dein Werk!

    Himmlischer Vater, danke

    fr Afrika und die Menschen,

    die dort leben! Ich staune

    ber die Weltrekorde

    der Natur, die Afrika

    hat.

    Nun beginnt die Reise zum zweitgrten Kontinent der Welt. Mit einer Flche von 30,3 Millionen km ist Afrika ungefhr dreimal so gro wie Europa und wird unterteilt in Nordafrika, wo berwie-gend Araber und Berber wohnen, und Schwarzafrika mit der grtenteils dun-kelhutigen Bevlkerung. Diese beiden Gebiete werden durch die Sahara vonein-ander getrennt. Die Wste, die man sogar aus dem Weltall erkennt, ist mit 9 000 000 km (etwa 26

    kleinen Teil aus einer Sandwste. Weite Teile ndet man als Stein- und Felsws-te mit bis zu 3000 m hohen Bergen oder Kies-/Gerllwste vor. Krass sind auch die Temperaturunter-schiede. Whrend es tagsber bis zu 58C haben kann, sinken manchmal die Temperaturen in der Nacht auf 28C. Im Winter kann es sogar bis zu -10 kalt wer-den! Das Bezeichnende der Wste ist nicht die Hitze, sondern die Trockenheit. Hier regnet es in manchen Jahren keinen ein-zigen Tropfen. Trotzdem gibt es mitten in der braunen Wstenlandschaft immer wieder erfrischende grne Inseln (Oa-sen). Sie bieten den Menschen, Tieren und Panzen, die unter diesen Extrem-bedingungen leben, Wasser und Le-bensraum. Es gibt kleine Oasen, die aus-

    Der Norden Afrikas unterscheidet sich durch seine Bewohner und Landschaft deutlich von dem Rest dieses Kontinents.

    mal so gro wie Deutschland) die grte Trockenwste der Welt. Die Sahara besteht nur zu einem

    sehen wie Teiche, um die paar Panzen wachsen.

    Wstenschiffe (Kamele) bringen ihre Passagiere sicher durch das trockene Sandmeer hindurch.

    34

  • Lieber Vater, wie super, dass

    es mitten in den Wsten auch Oasen

    gibt.

    Du hast uns mit einem

    fruchtbaren Land be-

    schenkt! Ich danke Dir

    fr ...

    Es gibt aber auch unglaublich groe Oa-

    Nur wo Wasser ist, knnen Panzen wachsen.

    Danke, fr den Regen,

    der fr die Tiere, Panzen und Menschen lebenswichtig

    ist.

    sen. Die lngste Oase ist sogar ber 1000 km lang und bendet sich lngs entlang des Nilufers.Der Nil - na, erinnerst du dich? Das ist der Fluss, in dem Mose als Baby ausgesetzt wurde. Der Nil entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi und durchquert auf seinem 6 671km langen Weg zum Mittelmeer die Sahara. Afrika besteht aber nicht nur aus Ws-ten. Es gibt auch Savannen, wo man auf tollen Safari-Touren die berwltigende Natur bewundern kann. Dieser vielflti-ge Kontinent hat sogar richtige tropische Regenwlder zu bieten. Deshalb bauen die Menschen dort Kaffee, Erdnsse, Ka-kao, Hirse, Baumwolle, Palml und Kau-tschuk an. Die Ertrge werden dann an

    andere Lnder verkauft. Zum Bei-spiel liefern die Afrikaner die meis-ten Kakaobohnen weltweit.

    Der Nil galt bislang als lngster Fluss der Erde. Jedoch ist sein sdamerikanischer Konkurrent, der Amazonas, je nach Messung 6400 oder 6800km lang. Wer da wohl recht hat?

    Wenn die Bohnen rot sind, werden sie geerntet.

    Mose wurde als Baby in diesen Fluss ausgesetzt.

    Kaffee wird in Plantagen angebaut.

    Wochenaktion: Lade Freunde zu einer Afrika-Schoko-Party ein. Achte beim Schokoladenkauf darauf, dass diese auch wirklich aus afrikanischen Kakaobohnen zubereitet ist!

    bbbaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

    Himmlischer Vater, danke fr den Nil,

    der das Land so fruchtbar

    macht.

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  • Woche 18

    Malawi

    Nach dem Landen in der Hauptstadt Lilongwe wendest du gleich dein neu gelerntes Chichewa an: Muli bwand-schi! Joachim antwortet beein-druckt: Ndili bwino, kaya inu! und schaut dich erwartungsvoll an. Du berlegst: hm, ich wei nicht wei-ter. Joachim lacht: Du hast gesagt: Hallo, wie geht es dir und ich habe geantwortet: Es geht mir gut, und wie geht es dir? Nun fehlt noch dein ndili bwino, das heit: Mir geht es gut. Puh, ist das schwer. Dann schaut er dich ermutigend an: Aber das hast du schon super gemacht!

    Vor dir liegt nun eine mehrstn-dige Fahrt, teilweise ber holpri-ge, ungeteerte Straen. Dir fallen sofort all die Fugnger entlang der Strae auf: Ist heute ein groes Fu-ballspiel oder wo gehen die Leute alle hin? Joachim antwortet: Nein, es ist ein ganz normaler Tag. Ein Auto knnen sich hier die wenigsten Leute leisten. Deshalb gehen sie zu Fu. Du staunst: Boa, die haben ja ganz

    Muli bwandschi!

    stadt

    Lieber Vater, danke fr die freundlichen Menschen in

    Malawi!

    Bitte versorge die Leute jeden

    Tag mit Kraft, Essen und

    was sie brau-chen.chhe

    Danke, dass wir hier

    Autos und gute Straen

    haben!

    Chisomo-Zentrum. Dies ist eine Bibelschule, in der man nebenher eine Ausbildung zum Schreiner machen kann. Morgens haben die einhei-mischen Studenten theo-logischen Unterricht und nachmittags geht es dann

    Die Bibelschler spielen in ihrer Freizeit das Bohnenspiel (Bawo).

    schn schweres Gepck dabei und die Frauen tragen es auch noch auf dem Kopf! Unglaublich!

    Sie sind es von klein auf so gewohnt. Vor allem die Mdchen mssen im Haushalt mithelfen, ihre Geschwisterchen hten und fest mit anpacken. Woher kennst du dich denn so gut aus? Ich lebe mit meiner Familie in einem Dorf namens Mbere und da kann man das al-les live beobachten. Und was macht ihr in diesem Dorf? Joachim erwidert: Wir leben als Missio-narsteam in diesem Dorf und arbeiten im

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  • Vielen Dank, dass die Missio-

    narskinder die Mglichkeit

    der Deutsche Fernschule

    haben!

    Wochenaktion: Schlag deiner Schulklasse oder deiner Jungschar vor, leere Pfandflaschen zu sammeln, sie im Laden abzugeben und mit dem Pfandgeld die Missionare bei den Kosten der Deutschen Fernschule zu untersttzen. Nhere Informationen findest du auf Seite 136.

    Wusstest du, dass Chisomo auf Chichewa Gnade be-deutet?

    Danke, dass im

    Chisomo-Zen-trum Pastoren

    ausgebildet werden.

    be-

    in die Werkstatt. Das ist ganz praktisch, denn du kannst dir ja sicher vorstellen, dass die Gemeinden kein Geld haben, um einen Pastor zu bezahlen. So kann der Pastor nebenher als Schreiner arbeiten, um seine Familie zu ernhren. Wir bieten aber auch Unter-richt fr die Ehefrauen der Pastoren an. Leider sind die Hlfte aller Frauen in Malawi Analphabeten. Da sie keine (gute) Schulbildung beka-men, knnen sie weder Lesen noch Schreiben. Bei uns kn-nen sie Lesen und Schreiben lernen. Auerdem versuchen wir durch Frauenkreise, Bi-belkurse oder Gesprche die Frauen zu strken und ihnen bewusst zu machen, wie wertvoll sie sind.Nach einer kurzen Pause er-

    klrt Joachim weiter: brigens gibt es auch noch eine deutsche Schule auf unserem Gelnde! Die Tchter meiner Kollegen gehen jeden Morgen in ihr Klassenzimmer und werden mit dem Material der Deutschen Fern-schule unterrichtet. Es gibt Arbeits-bltter, Tests und Hausis wie bei euch. Das ist echt toll, denn auf diese Weise mssen die Kinder nicht auf ein Internat, das weit weg ist.

    ooooooooaaahhhhhhhhhhssssssssssKKKllllllll

    Bitte hilf den Missionars-

    kindern, dass sie gut lernen

    knnen.

    Heute danke ich Dir

    besonders fr folgende

    Lehrer: ...

    53

  • Extra

    Gladys Aylward

    Gladys Aylward, eine Englnderin und nur 1,50m gro, hatte einen sehnlichen Wunsch: Sie wollte Missio-narin in China werden. Die Missionsgesellschaft hatte jedoch Bedenken. Der Di-rektor rief Gladys zu sich und sagte: Wir glauben nicht, dass Sie fr den Mis-sionsdienst in China geeig-net sind. Ihre Noten lassen zu wnschen brig. Auer-dem ist man mit 30 Jahren schon zu alt, um die schwie-rige chinesische Sprache zu erlernen. Ich vermittle

    Ihnen aber hier gerne ei-ne Stelle als Haushlterin. Doch Gladys gab nicht auf. Sie war sich sicher, dass Gott sie in China als Missionarin gebrauchen mchte. Als ihr zu Ohren kam, dass Missionarin Lawson in Chi-na dringend eine Mitarbeite-rin bentigt, wusste Gladys, dass dies ihre Platzanwei-sung war. Zwei Jahre lang sparte sie ihren Verdienst als Haushlterin zusammen, um die Fahrkarte fr die gefhr-liche Bahnfahrt durch das Kriegsgebiet nach China zu bezahlen. Dank Gottes Hilfe und Be-wahrung traf Gladys 1932 nach vierwchiger Reise in der Stadt Yangcheng bei Miss Lawson ein. Dort betrieben

    die beiden Missionarinnen die Herberge der sechsten Glckse-ligkeit. Die Besonderheit dieser Herberge war, neben dem guten Essen und einem sauberen Schlaf-platz, dass biblische Geschichten erzhlt wurden.

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  • Jedoch schon nach kurzer Zeit der Zusammen-arbeit verstarb Miss Lawson und so war Gladys auf sich allein gestellt. Gott stand Gladys bei und schenkte ihr Kraft und Mglichkeiten, um ihren Dienst weiter tun zu knnen. Zum Bei-spiel ernannte der Mandarin (hnlich einem Bundesminister) Gladys zur Fuprferin. Fr-her wurden die Fe der chinesischen Mdchen zusammengeschnrt, sodass sie nicht wachsen konnten. Erwachsene Frauen hatten dadurch so kleine Fe wie Kinder. Dieser Brauch wurde trotz Verbot weiter durchgefhrt. Gladys soll-te die unbeliebte Aufgabe bernehmen, immer wieder die umliegenden Drfer zu besuchen. Sie sollte Eltern davon abzubringen, die Fe ihrer Tchter einzuschnren. Auf diese Weise bekam Gladys Kontakt zu vielen Menschen und erzhl-te bei jedem Besuch biblische Geschichten. Auch als ein Tumult im Gefngnis ausbrach, wurde Gladys gerufen, um die aufgebrachten Hftlinge zu besnftigen. Die Chinesen, die Gladys anfangs als fremden Teufel bezeichnet hatten, sprten bald, dass diese Frau den wah-

    ren Gott kannte. Ein lebendiger, mchtiger Gott, der Gladys Kraft und Gelingen schenkte.Die grte und schwierigste Herausforderung kam fr Gladys, als der Krieg zwischen China und Japan ausbrach und die japanischen Solda-ten Yangcheng angriffen. Die Missionarin hatte bereits einige Waisenkinder bei sich aufgenom-men. Durch die Kriegswirren suchten immer mehr Kinder bei ihr Zuflucht. 1940 eskalierte die Situation, sodass Gladys beschloss, mit ih-ren 100 Waisenkinder ber die Berge in die be-nachbarte Provinz zu fliehen. Wochenlang war sie mit ihnen zu Fu unterwegs. Sie erlebten Hunger, Durst, Klte, hoffnungslose Situatio-nen und Angst vor den herannahenden Feinden - aber Gott hielt seine schtzende Hand ber sie, sodass alle Kinder mit Gladys wohlbehalten an ihrem Ziel ankamen.Gott hat Gladys zu einem groen Segen fr die Chinesen werden lassen, obwohl sie nach menschlichem Ermessen fr diesen Missions-auftrag ungeeignet schien. Ist das nicht gro-artig?

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