Nikon D70 Tipps & Tricks

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    06-Jun-2015

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DSLR Nikon D70 Tips & Tricks

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<p>Nikon D70 Tipps &amp; TricksManueller Weiabgleich in der StudiofotografieFrage Wie kann ich Farbverflschungen vermeiden, indem ich beim Arbeiten im Studio den manuellen Weiabgleich einsetze? Antwort Um einen manuellen Weiabgleich unter Studiobedingungen exakt durchzufhren, sollten Sie ein Neutralgraues Objekt in den zu fotografierenden Aufbau platzieren, und zwar unter den gleichen Lichtbedingungen untern denen Sie das sptere Shooting machen. Stellen Sie die Kamera auf die Weiabgleichseinstellung "Preset" und stellen Sie den Fokus, die Belichtung und die Blitzeinstellungen ein. Folgen Sie nun den Anweisungen des jeweiligen Kamerahandbuchs um den manuellen Weiabgleich durchzufhren und die Einstellung der Kamera anzupassen. Verwenden Sie als Vorlage nach Mglichkeit einen Karton mit 18%igen Grau (z.B. Fotokarton oder PantoneKarton). Sollten Sie eine Weie Flche bevorzugen, setzen Sie die Belichtung der Kamera bitte so, dass dieses weie Objekt in der Aufnahme grau erscheint. Die Weiabgleichsmessung ist wie auch ein Belichtungsmesser auf 18% Grau geeicht, so dass andere Vorlagen oder Tne zu einer Verflschung der Messung fhren wrden. D1/D1X/D1H und D100 Falls Sie trotz alledem ein weies Objekt als Referenz fr die Weiabgleichseinstelung verwenden, reduzieren Sie die Belichtungseinstellung der Kamera derart, dass dieses weie Objekt auf einem Bild grau dargestellt wird. Dadurch verhindern Sie eine Fehlmessung des Wei-Levels sowie die bersttigte Darstellung von Farben. D2H und D70 Die D2H und D70 erlauben den Weiabgleich eines vorher aufgenommenen Bildes* auf ein anderes Bild zu bertragen. Der Anwender kann Bilder von einer in der Kamera eingelegten Speicherkarte als Referenz kopieren. Diese Bilder knnen sowohl JPEG- als auch NEF-Bilder sein. Darber hinaus ist es bei und mit NEF-Daten unter Nikon Capture 4.1 oder neuer den Weiabgleich nachtrglich anzupassen.Nheres entnehmen Sie bitte den Handbchern der D2H und der D70. * Die D70 erkennt nur Daten die mit einer D70 aufgenommen wurden, ebenso wie die D2H nur Daten einer D2H akzeptiert. COOLPIX-Kameras Sollten Sie die manuelle Weiabgleichseinstellung einer COOLPIX-Kamera verwenden, so wird empfohlen ein weies Objekt zu verwenden. Bei Auswahl des manuellen Weiabgleichs an einer COOLPIX werden alle Belichtungs- und Steuerfunktionen von der Kamera kontrolliert. Beachten Sie, dass das eingebaute Blitzlicht der Kamera selbst dann nicht ausgelst wird, wenn es vorher aktiviert wurde. Der manuelleWeiabgleich an einer COOLPIX kann nicht mit Blitz gemessen werden.</p> <p>Was bedeutet Aliasing bzw. Anti-Aliasing?</p> <p>Frage Antwort Der Begriff Anti-Aliasing oder Kantenglttung beschreibt ein Verfahren, das qualittsmindernde Pixeleffekte in digitalen Bildern verhindert, die durch Sampling oder durch Interpolation entstehen knnen. Solche unerwnschten Effekte knnen sich beispielsweise als pixelige Treppenstufen an schrgen und rund geformten Motivkonturen bemerkbar machen (siehe die Abbildungen ganz unten auf der Seite). Bei einer Digitalkamera oder einem Scanner ist die Pixelanordnung des resultierenden Digitalbildes bedingt durch die Sensoranordnung des CCD-Sensors. Nicht immer entspricht die Auflsung des Digitalbildes auch der physikalischen Auflsung des CCD-Sensors. Meist findet nach dem Erfassen der Bildinformationen (dem Sampling) eine Umrechnung in eine vorher an der Kamera oder in der Scansoftware eingestellte Bildgre oder Auflsung statt, die nicht mit der physikalischen Auflsung des Sensors bereinstimmt. Diese Umrechnung wird Interpolation genannt. Auch bei einer Bildgrenumrechnung in Photoshop wird interpoliert. Wenn ein Motiv in zu niedriger Auflsung erfasst wird, stehen nicht gengend Pixel zur Verfgung, um die Details fein genug wiederzugeben. Deshalb versteht es sich von selbst, Motive in hinreichend hoher Auflsung zu fotografieren oder zu scannen. Wer trotzdem eine zu niedrige Auflsung whlt, sollte sich bewusst sein, dass keine ausreichende Detailtreue zu erwarten ist. Strende Treppeneffekte knnen aber auch in den Fllen auftreten, in denen hoch aufgelste Bilder nachtrglich auf eine kleinere Bildgre oder niedrigere Auflsung umgerechnet werden, beispielsweise in Photoshop. Einerseits verringert sich durch die Verkleinerung die Detailauflsung. Das ist, wie oben gesagt, ein unvermeidlicher Effekt. Wenn die angewendete Interpolationsmethode jedoch keine qualitativ hochwertige Umrechnung vornimmt, kann es an den Motivkonturen zu ungleichmigen Abstufungen kommen, die nicht allein auf das Konto der Bildverkleinerung gehen. Solche Effekte sind das Ergebnis eines mangelhaften Anti-Aliasing. Wie kann Anti-Aliasing Sampling- und Interpolationsfehler verhindern? Die Wirkungsweise von Anti-Aliasing kann am besten an einem gleichmigen Streifenmuster verdeutlicht werden.</p> <p>Angenommen, es soll eine Vorlage mit einem gleichmigen Muster aus schwarzen und weien Linien digitalisiert werden. Wenn das Streifenmuster mit hinreichend hoher Auflsung digitalisiert wird, erscheinen die Linien im digitalen Bild in derselben Breite. Da maximale Abweichungen im Mikro-Pixel-Bereich liegen, sind sie bei hoher Auflsung nicht wahrnehmbar. Wenn ein Sensorelement nicht genau auf einer schwarzen oder weien Linie, sondern an den bergngen zwischen den Linien misst, ergeben sich an dieser Stelle graue Mischpixel. Das ist ein normaler Effekt. Wenn das Streifenmuster jedoch so fein ist, dass die Auflsung des Sensors nicht ausreicht, um es fein genug wiederzugeben, ergeben sich mglicherweise unterschiedliche Linienbreiten. Bei unzureichender Auflsung werden die Linien nur durch wenige Pixel im Bild reprsentiert. Abweichungen von einem oder zwei Pixeln bei der Linienbreite machen sich dann bereits massiv bemerkbar. Wenn diese Abweichungen nicht durch Anti-Aliasing ausgeglichen werden, ist das Digitalisierungsergebnis nicht akzeptabel. Intelligente Samplingalgorithmen erkennen problematische Stellen im Bild und bercksichtigen die Farben der umliegenden Pixel. Anstatt stur die erfasste Farbe beizubehalten, korrigieren sie Abstandsfehler, indem Sie Farb- und Helligkeitswerte der Pixel entsprechend angleichen. Das Ergebnis sind weichere bergnge zwischen unterschiedlichen Farben. Interpolation ohne und mit Anti-Aliasing Zustzliche Hinweise zu den obigen Abbildungen: Dieses Muster besteht aus 20 schwarzen und 20 weien Linien. Jede schwarze oder weie Linie ist genau 5 Pixel breit. Wenn das Bild auf eine niedrigere Auflsung umgerechnet wird (wodurch sich die Anzahl der Pixel verringert), ohne dass ein Anti-Aliasing zur Anwendung kommt, knnen sich ungleichmige Streifenbreiten ergeben. Unzureichende Interpolationsmethoden lassen bei der Bildverkleinerung einfach einzelne Pixelzeilen und -spalten weg, so dass einzelne Streifen nicht mehr dieselbe Breite besitzen. Mit Anti-Aliasing werden bei der Bildverkleinerung nicht einfach Pixelzeilen oder -spalten weggelassen, sondern die Farbwerte aller Pixel so neu berechnet, dass der optische Eindruck erhalten bleibt. Whrend das Ausgangsbild nur schwarze oder weie Pixel enthielt, entstehen im interpolierten Bild an den bergngen zwischen den Streifen auch graue Pixel, deren Helligkeitswert so gewhlt wird, dass die Breite der Streifen optisch gleich aussieht. Das Bild wirkt zwar geringfgig weichgezeichnet, das Muster erscheint aber weiterhin gleichmig.</p> <p>Warum Anti-Aliasing fr fotografische Bilder wichtig ist So gleichmige Linienstrukturen wie im obigen Beispiel sind in der Natur kaum zu beobachten, stellen bei knstlichen Strukturen wie Gebudefassaden jedoch keine Seltenheit dar. Digitale Bilderfassungsgerte wie</p> <p>Digitalkameras oder Scanner und auch die Interpolationssoftware mssen bei allen Motivtypen mit entsprechenden Anti-Aliasing-Algorithmen gegen mgliche Sampling- und Interpolationsfehler entgegenwirken. Die beiden unten abgebildeten Fotos sind das Ergebnis einer Bildgrenumrechnung von ein und demselben Original. Beide Bilder besitzen dieselbe Bildgre (dieselbe Anzahl von Pixeln). Der sichtbare Unterschied bei der Kantenglttung ist auf unterschiedliche Interpolationsmethoden bei der Bildgrenumrechnung zurckzufhren. Beim ersten Bild kam eine Interpolationsmethode zur Anwendung, die ursprngliche Farbverteilung im kleineren Bild nachbildet. Beim zweiten Bild wurden einfach Pixelzeilenund -spalten weggelassen, ohne neue Farbwerte zu berechnen.</p> <p>Das links gezeigte Bild wurde in Photoshop mit bikubischer Interpolation auf eine kleinere Bildgre umgerechnet (29% des Originals). Bei dieser Interpolationsmethode werden die Farbwerte der resultierenden Pixel neu berechnet, um insgesamt dieselbe Farbverteilung wie im Original und denselben optischen Eindruck zu erzielen. Die bergnge zwischen Farben erscheinen gleichmig und glatt (so gut es die resultierende Auflsung des Bildes zulsst).</p> <p>Diese Version wurde ebenfalls in Photoshop auf 29% der ursprnglichen Gre verkleinert. Als Interpolationsmethode kam hier jedoch die als Pixelwiederholung bezeichnete Einstellung zur Anwendung. Diese Interpolationsmethode lsst einfach in bestimmten Abstnden Pixelzeilen und -spalten weg. Die verbleibenden Pixel gehen unverndert in die kleinere Bildgre ein, d.h. die Farbwerte der resultierenden Pixel werden nicht neu berechnet. Das Ergebnis sind ungleichmige Farbbergnge und Treppeneffekte an den Konturen des Motivs.</p> <p>Nikon Capture VignettierungssteuerungFrage Wie verwende ich die Nikon Capture Vignettierungssteuerung um den Lichtabfall im Randbereich des Bildes zu kontrollieren?</p> <p>Antwort Ein Kameraobjektiv projiziert stets ein rundes Abbild der jeweiligen Aufnahmesituation auf die Sensor- bzw. Filmebene. Da der Kamerasensor rechteckig ist, nimmt er letztlich nur einen rechteckigen, mittleren Teil dieser Projektion (des Bildkreises) auf. Bei einigen Spezialobjektiven (z.B. Circular Fisheye) ist der Bildkreis klein genug um tatschlich voll auf dem Film oder dem Sensor abgebildet zu werden - das Ergebnis ist ein kreisrundes Bild! Auf Grund der physikalischen Gesetzmigkeiten denen das Licht beim durchqueren eines Objektivs unterliegt, ist es unmglich stets die gleiche Lichtmenge bzw. Lichtintensitt ber die gesamte Bildflche vom Zentrum bis an den Rand des Bildkreises zu projizieren. Da das Licht bis zum Bildrand einen weiteren Weg zurck legen muss, fllt die Lichtintensitt dahingehend ab. Dieser Lichtverlust fhrt zu einer leichten Belichtungsreduktion in den Randbereichen einer Aufnahme. Diese Abdunklung in den Randbereichen nennt sich Vignettierung. Jedes Objektiv hat seine eigenen Vignettierungs - Charakteristika. Diese Vignettierung kann ber Software korrigiert werden. Nikon Capture enthlt dseit der Version 3.5 ein neues Feature, das sich genau dieser Problematik annimmt und erlaubt die Vignettierung angepasst an das Objektiv automatisch zu korrigieren. Wann immer ein NEF-(RAW-)Bild von einer digitalen Nikon-Spiegelreflex im Nikon Capture Editor geffnet wird, steht die neue Vignettierungskorrektur zur Verfgung.</p> <p>Sobald Sie mit einer Nikon D-SLR ein Nikkor vom D- oder G-Typen verwenden, wird die Brennweiten- und Entfernungseinstellung in den Aufnahmedaten des Bildes registriert. Sobald das Bild in Nikon Capture geffnet wird, wird an Hand dieser Daten sofort die richtige Intensitt der Vignettierungskorrektur eingestellt. Die Strke der Korrektur kann durch den Regler auf Wunsch noch angepasst werden. Sollte das Bild nicht mit einem D- oder G-Nikkor erstellt worden sein, so kann keine automatische Korrektur erfolgen. In diesem Fall mssen Sie auf Grund der fehlenden Objektivinformationen die Anpassung per Hand ber den Intensittsregler vornehmen.</p> <p>Ohne Korrektur: In den Bildecken ist leichter Lichtabfall wahrzunehmen.</p> <p>Mit Korrektur: Beachten Sie die gleichmige Helligkeitsverteilung des Himmels Die Vignettierungssteuerung ist in Nikon Capture 3.5 oder neuer verfgbar und kann bei Aufnahmen die mit einer Nikon D-Spiegelreflexkamera aufgenommen wurden, angewendet werden.</p> <p>Verwendung des AF-HilfslichtsFrage Antwort Ein eingebautes Autofokus-Hilfslicht erlaubt einer Kamera selbst dort noch zu fokussieren wo die Umgebungslichtbedingungen sehr schlecht sind. Damit das Hilfslicht funktioniert, muss die Kamera im Single-Servo Autofokusmodus (AF-Schalter auf Einstellung "S") sein sowie ein Nikon Autofokus-Objektiv angesetzt sein. Darber hinaus muss das mittlere AF-Messfeld und Schrfeprioritt auf das nchste Objekt ausgewhlt sein. Falls diese Voraussetzungen gegeben sind und das Motiv entsprechend schwach ausgeleuchtet ist, wird das AF-Hilfslicht automatisch aktiviert, sobald Sie den Auslser der Kamera halb herunterdrcken. Damit das AF-Hilfslicht korrekt funktionieren kann, sollte die Brennweite des Objektive den Bereich zwischen 24 200 mm nicht berschreiten und das Motiv sollte darber hinaus natrlich in Reichweite des Hilfslichts sein. Mit den meisten Brennweiten hat das Hilfslicht eine ca. - Reichweite zwischen 0,5 - 3 m. Mit den folgenden Objektiven ist eine Verwendung des Hilfslichts unterhalb 1 m NICHT mglich: AF-S DX ED 12-24 mm f/4 AF-S ED 1735 mm f/2.8 AF ED 1835 mm f/3.54.5 AF-S DX ED 18-70 mm f/3,5-4,5G AF 2035 mm f/2.8 AF ED 2485 mm f/2.84.0 AF-S ED 24-85 f/3,5-4,5G AF 24120 mm f/3.55.6 AF-S VR ED 24-120 mm f/3,5-5,6G AF-S ED 2870 mm f/2.8 AF ED 28-200 f/3,5-5,6G AF Micro ED 70180 mm f/4.55.6</p> <p>AF Micro ED 200 mm f/4</p> <p>Das eingebaute Hilfslicht wird bei folgenden Objektiven nicht aktiviert: AF-S VR ED 70-200 mm f/2,8G IF-ED AF-S 80-200 mm f/2,8 IF-ED AF 80-200 mm f/2,8 ED AF VR 80-400 mm f/4,5-5,6 ED AF-S VR ED 200-400 mm f/4 G</p> <p>Sollten Sie ein optionales Blitzgert aus der SB-Serie wie z.B. SB-800, SB-600, SB-80DX, SB-50DX, SB28DX, SB-28, SB-27, SB-26, SB-25 oder SB-24 verwenden, wird das in der Kamera integrierte Hilfslicht deaktiviert und statt dessen das Hilfslicht des Blitzgerts eingesetzt. Verwenden Sie andere Blitzgerte, kommt nur das Hilfslicht der Kamera zum Einsatz.</p> <p>Bildqualitt und PixelzahlFrage Wie lsst sich die Qualitt eines Digitalfotos mit der eines Kleinbildfilms vergleichen? Antwort Die digitalen Bilder, die mit Hilfe einer Digitalkamera oder eines Scanners erzeugt werden, bestehen aus einem Mosaik winziger Bildpunkte, den so genannten Pixeln. Das Wort "Pixel" ist aus dem englischen Begriff "Picture Element" entstanden. Die Gre eines Digitalfotos wird blicherweise durch die Anzahl der Pixel ausgedrckt. Zum einen knnen die Abmessungen des Fotos als Produkt aus Breite und Hhe in Pixeln angegeben werden, beispielsweise "2.272 x 1.704 Pixel". Zum anderen kann die Bildgre als Gesamtpixelanzahl in der Einheit "Megapixel" angegeben werden. Diese Zahl gibt darber Aufschluss, aus wieviel Millionen Pixel ein Bild besteht. Wenn man beispielsweise 2.272 Pixel mit 1.704 Pixel multipliziert, erhlt man 3.871.488 Pixel. Gerundet erhlt man so eine Bildgre von "4 Megapixel". Eine Kamera, die Bilder mit maximal 4 Megapixel aufnehmen kann, wird als 4Megapixel-Kamera bezeichnet. Will man Digitalfotos mit filmbasierten Fotos vergleichen, muss man sich vergegenwrtigen, dass letztere aus winzigen Silbe...</p>