Reaktivierung der Acetylcholinesterase durch körpereigene Stoffe

  • Published on
    10-Jul-2016

  • View
    213

  • Download
    0

Embed Size (px)

Transcript

<ul><li><p>Die Natur- 9,90 Kurze Or ig inalmitte i lungen wissenschaften </p><p>den Gleichstromwiderstand der Haut nicht wesentl ich. Hin- gegen ist am Anfang der Untersuchung der Widers tand der behandel ten Hant im Verhgltnis zur unbehande l ten beg An- wendung yon Lanoli~r au[ das Fiinffache, bei A*~wevzdung vor~ weiflem Vaseli*~ au[ das Sieben[ache gesliegetz. Aus den weiteren Messungsergebnissen ging hervor, dab sich der Widers tand der nnbehande l ten Haut wegen der in die Hornsch icht dif- fundierenden Flf issigkeitsionen langsam vermindert , g ine ~ihn liche Widers tandsverminderung vollzieht sich auch auf der mit Paraff in61-Wasser-Emulsion behandel ten Haut . In ge r ingerem Grade war die Widers tandsverminderung beim Vase lin, in h6herem beim Lanol in zu beobachten. Dieser Umstand weist darauf hin, dab das Vaseiin selbst nach lgngerem Zeit- verlauf die Flfissigkeit nur schwer durchdr ingen lgflt. Die Absorpt ionsfghigkeit des Lanol ins h ingegen steigert sich nach VerlanI einer bes t immten Zeitspanne yore Beginn der Unter- snchung. </p><p>Die Untersuchungen ergaben, dab die in der allt~iglichen Praxis verwendeten Salbengrundstoffe den Zustand der Haut und ihre Funkt ionen in hohem Grade vergndern. Salben, die eine derart ige Wi rkung ausiiben, beeinf lussen nicht nut die Wgrmeabgabe der Kaut , sondern zugleich auch ihre FI~ssig keits-Resorpt ionsfghigkeit und ihre elektr ischen Eigenschaf- ten. Gegen die Flt issigkeitsionen verhal ten sich die vaselin und lanol inhalt igen Salben hemmend, und demzufolge kann das E indr ingen der Ionen in die Haut bet Verwendung solcher Salben ffir lgngere Zeit verh indert werden. </p><p>Universi~i~tsklinik /~ir Haul- und Gesohlechtskrar~khe~ten, P&amp;s, Ungarrr (Direktor: Pro~. Dr. N. Mdczer). </p><p>J. KIss Eingegangen am 5. April ~958 </p><p>*) KLEI~-NAT~OP, H.E.: Hautarzt 8, 42~-(1957). - - *) W~I~ z~L, G., A.M. FRETZDORFF U. S. HELLER: Hoppe-Seyler's Z. physiol. Chem. 301, 26 0955). </p><p>Reaktivierung tier Acetylcholinesterase dureh k~rpereigene Stolfe </p><p>Die Wiederherstel lung der Chol inesteraseakt iv i tgt nach einer Vergiftung mit A lky lphosphaten verHiuft in den ein- zelnen Organen yon Warmbl i i tern mit verschiedener Ge- schwindigkeit. Im al lgemeinen ist der Anst ieg in den ersten tb i s 2 Tagen erheblich sieiler als in tier weiteren/3eobachtnngs- periode. Im Serum kann die volle Ausgangsaktivit~it z.B. nach Paraoxongabe schon nach 24 Std wieder erreicht sein, ohne dab eine zweite, langsamere Phase erkennbar wird. Die anfgngl iche Akt iv i t / i tszunahme verlgnft also besonders rasch. Dieser Befund ist in der L i teratur wiederholt besehriebenl), s) nnd von uns ernent best/ it igt worden2-~), i )ber den Mechanis mus der Wiederherstel lung ist bisher wenig bekannt . Mit ansreichender Wahrschein l ichkei t kann angenommen werden, dab an der ersten, schnel leren Phase eine chemische Reakt ion beteil igt ist, die zur Reakt iv ierung des gehemmten Enzyms fiihrt. Folglich sollte man im Serum die h6chste Konzen- trat ion oder die am stgrksten wirksamen nati ir l ich vor- kommender Reakt ivatoren erwarten. </p><p>Wir haben versucht, vergiftete Acetylchol inesterase durch Zusatz yon Serum verschiedener Spezies zu reaktivieren. Zur groben Orient ierung fiber die Natur der wi rksamen Stoffe wurden Exper imente mi t eiweil3freiem Ultraf i l t rat yon Serum vorgenommen und mit Ultraf i l trat, das ffir 3 min auf 100 ~ C </p><p>Tabelle ~. Reaktivierung der gel~emmte*~ Choli*~esteraseaktivitdt vo~ Mdusegehir~r durch arteige~ces Serum </p><p>Aktivit~t der Hirnhomogenate von unbehandelten Tieren: 389 ~zMol Mecholyl/g Frischgewicht x Std. Hirne 25 bis 30 rain naeh 0,65 mg/kg Paraoxon s.c. entnommen </p><p>und homogenisiert. Anstitze: (A) ~70 mg Hirn/ml Homogenat in Ringerl6sung. </p><p>(B) 170 mg Him +0,5 ml Serum/re.1 Homogenat in Ringerli3sung. </p><p>Zur Messung vor bzw. nach 21sttindiger Inkubation wurde I : 12 verdiinnt und 3 ml pro Ansatz verwendet (Endkonzentrationen in A= 42,5 mg frisches Hirngewebe, in B = 42,5 mg Him + 0j25 ml Serum in 3 ml). </p><p>Zahlen: tzMol gespaltenes Mecholyl/Ansatz Std. </p><p>Reaktivie- rungszeit B iB - (A+ Serum) </p><p>0 21 Std </p><p>bet 30 ~ . . </p><p>0,125 ml Serum in 3 ml Ringer A </p><p>2,3 1,~ </p><p>2,4 </p><p>A 25 Std--O Std = ~,3 </p><p>3,4 ] o </p><p>5,9 [ t,2 </p><p>2,5 ] </p><p>erhitzt worden war. Als Substrat fiir die im Warburg -Apparat dnrchgef i ihrten Versuche wurde Mecholyl-Chlorid (Merck, Rahway, N.J ,) in einer Konzentrat ion yon 7 ~0 -a mol gewghlt, weft die Serumesteraseakt iv i tgt dabei wenig oder gar nicht st6rt. </p><p>Tabelle t zeigt, dab Serumzusatz zu einem Hi rnhomo- genat eine dentl ich tiber den spontanen Anstieg der Esterase- akt iv i tgt h inausgehende Reakt iv ierung bewirkt. Ffir den Nachweis der Reakt iv ierung sind die Bedingungen in dam in der Tabelle 2 dargestel l ten Ansatz erheblich giinstiger, weil ein gereinigtes, hochakt ives Enzympr~iparat verwendet wurde, </p><p>Tabelle 2. Reaktivierung einer handelsi~blichen Acetylcholinesterase- PrgparaHon aus Rinder-Erythroeyten (Winthrop Inc. N.Y.) dureh </p><p>menschliehes Serum Aktivit~it des Pr~iparates: 60 aMol Mecholyl/mg Std. Der Fermentansatz mit I0 -a MoI Paraoxon wurde naeh 30 rain </p><p>Einwirkungszeit bet Zimmertemperatur ~ : 20 mit RingerI6sung ver- d6nnt. Anschliel3end 24sttindige Inkubation mit gleichen Teilen: </p><p>(A) Ringerlbsung; (B) menschliches Serum; (C) Ultrafiltrat des gleichen Serums; (D) Ultrafiltrat 3 min auf t00~ erhitzt. </p><p>Danach wurden die Ans~tze 1:35 mit Bicarbonat-Ringerl6sung verdiinnt und davon 3 ml zur Messung verwendet. (Endkonzen- tration in A = 0,t 56 mg Ferment, in B = zus~itzlich 0,04 ml Serum in 3 ml). </p><p>Zahlen: ~Moi gespaltenes Mecholyi/mg Ferment Std. In Klammern % der Ausgangsaktivittit. </p><p>Aktivit~it des Enzym- 0,2 ml J [ prfiparates nach 30 min Sermn A , B C i D Paraoxon-Einwirkung in 3 ml I I </p><p>I (89) [ 55 (90) 150 (S3) 38 (63) 0 i4'i (67) 53 </p><p>das nach erfolgter Hemmung ausreichend verdi innt werden konnte. Der geringe Anst ieg im Ansatz (A) gegeniiber der Ausgangsaktivit~it beruht auf einer Hydro lyse des digthyl- phosphoryl ierten Enzyms und steht im E ink lang mit Be- funden von WILSoNb). Der reakt iv ierende Faktor , der im Serum yon Pferden, Mgusen und yon Menschen nachgewiesen werden kann, ist ultraf i l tr ierbar und relat iv hitzestabil . Nach noch nicht abgeschlossenen Versuchen zur nXheren Charakteri - s ierung der Substanz kommen die in h6heren Konzentrat ionen vor l iegenden Stoffe, wie Aminos~iuren, Harnstoff , Glukosamin, Inosit und Glukose fiir den Ef fekt wahrscheinl ich nieh~ in Betracht. </p><p>Bet frfiheren Versuchen 4) mi t c~-ttexachlorcyclohexan (HCH) haben wit eine Beschleunigung der anfgngl ichen Wieder- herste l lungsphase der H im- und Muskelesterase nach Para- oxon- oder OMPA-Vergi f tung beobachtet . Wahrschein l ich kommt es unter der ~-HCH-Wi rkung zur Anhbmfung k6rper- eigener reakt iv ierender Stoffe. Allerdings m/issen die Sub- stanzen, die normalerweise an der Reakt iv ierung der Serum- esterase beteil igt stud, nicht mi t denen identisch seth, die nach ~-HCH-Behand lung im Muskel oder Gehirn anftreten oder vermehr t warden. Die Er forschung der im Serum vorhandenen Reakt ivatoren k6nnte aber auch Anha l tspnnkte fiber die Natur der nach HCH-Behand lnng angereicherten Stoffe liefern. </p><p>Pharmako!og4sches Inslitut der Freien U~ziversitiit, Berli~. D. NEU~RT, J. SChAeFER nnd H. KEWlTZ </p><p>Eingegangen am 19. April t958 </p><p>1) FRaWLEY, J.P., E.C. HaOAN u. O.G. FITZ~UGK: J. Pharma- col exp. Therapeut. 105, 156 (1952). - - ~) KEWlTZ, H.: Arch. Bio-. chem. Biophys. 6 G 263 (1957). - - a) KEWlTZ, H., u. D. Nae~AN- SOHN: Arch. Biochem. Biophys. 6 G 27t (1957). - -4 ) NEUBERT, D., u. J. SCeAEFER: Arch. exp. Path. Pharmakol. 233, 15] {1958). - - ~) WILSON, I.B.: J. Biol. Chem. 1911, t l l (t951). - - ~) W~eTH, W.: Arch. exp. Path. Pharmakol. 2~7, 144 (1953). </p><p>Estimation of Calcium in Sugar House Products using Ethylenediamine- tetraacetic Acid </p><p>Est imat ion with ease of the calcium content in cane juices and other sugar house products is impor tant for understanding the juice clarif ication efficiency , format ion of evaporator scales, etc. The methods employed hi therto in sugar in- dust ry are those developed by STANEK and PAVLAS 1) using ammonium oxalate and by SPENGLeR and B~eNDEL e) using soap solution ; these are inaccurate or/and t ime consuming. The present communication, reports two new methods for rapid and accurate est imat ion of Ca ++ in sugar house products, using potass ium ferrocyanide and ethylenediaminetetraacet ic acid (EDTA). </p></li></ul>