Sachwert Magazin, Ausgabe 38

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    24-Jul-2016

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  • AUSBLICK 2016

    3D-DruckEin Blick in dieZukunft

    Erfolg mit Wohnimmo-bilien

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    FOLKER HELLMEYER

    SACHWERTEDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITTEN WISSEN

    W I S S E N F R A N L E G E R

    AUSGABE 38

    GRATIS

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    www.sachwert-magazin.de SACH

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  • SACHWERT MAGAZIN 4/2015

    EditorialWie wird das neue Jahr?

    Julien D. BackhausHerausgeber und

    Chefredakteur

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    Nun ist das Jahr wirklich fast zu ende. Da wird es umso wichtiger, auf das nchste Jahr zu blicken. Sie als aktiver Anleger, der sich mit dem Finanzmarktgeschehen beschftigt, wollen schlielich wissen, worauf Sie sich in 2016 gefasst machen mssen. Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, hat in seinem jngsten Brief einen Ausblick auf 2016 gewagt. Bei ihm ist es weniger Kaffeesatzleserei, sondern vielmehr echte Analyse. Er liest nicht in den Gesichtern der Arbeiter oder in der Wellenbewegung des Atlantiks. Er schaut sich die Zahlen der Lagerbestnde, der Wachstumsindikatoren und der Geldmengen an und zaubert daraus seine Prognosen, die in der Regel erschreckend genau zutreffen. Wir werden uns Weihnachten 2016 wiedersehen und schauen, wie recht er gehabt hat. Was Hellmeyer allerdings zu bedenken gibt: Die politischen Einflsse haben weltweit zugenommen. Beunruhigend stark knnen unvorhersehbare Entscheidungen der Regierungen die ganze Weltwirtschaft taumeln lassen. Auch er blickt kaum noch durch, wer hier wen bedroht und Kriege anzettelt. Diese Faktoren knnen wir sicher kaum vorraussagen oder kontrollieren. Aber wappnen fr die verschiedenen Szenarien kann man sich wohl doch. Dabei wnsche ich Ihnen viel Erfolg und einen erfolgreichen und sicheren Start ins neue Jahr! Herzlichst,

    Ihr Julien BackhausHerausgeber

    Editorial

    SachwertschlgtGeldwert!

    Intelligente Strategien fr Ihre sichere Zukunft

    Papiergeld kehrt frher oder spter zu seineminneren Wert zurck. Null.

    Voltaire, 1694 - 1778

    In der Historie haben nur die Anleger ihr Ver-mgen sichern knnen, die nicht in bedruck-tes wertloses Papier investiert haben, sondern in Sachwerte, die nach bestimmten Ereignissen im- mer noch einen inneren bzw. einen Tauschwert aufweisen konnten. Unsere Konzentration liegt ausschlielich in der Konvertierung von Papier- / Giralgeld in physische Sachwertlsungen, die Sie schadlos durch die Finanz- und Wirtschaftskrise manvrieren lassen.

    Ernst-Abbe-Strae 91 | 28357 Bremen Telefon (0421) 36 49 75 22info@sachwertcenter-bremen.de

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    LeistungenMakrokonomische Aufklrung ber das Finanz- & GeldsystemVermgenssicherung durch physische SachwerteErbschafts- und SchenkungssteuerlsungenVermgenstransfer in die nchste GenerationInternationale Stiftungskonzepte

  • Goldmarkt

    Finanzmarktausblick 2016Folker Hellmeyer zur aktuellen Entwicklung in der Weltpolitik und deren Einfluss auf die Weltwirtschaft im kommenden Jahr

    Prolog: Geopolitik ist das Primrrisiko fr die Weltwirtschaft Bereits im letzten Jahresausblick fr das laufende Jahr 2015 wurde das Thema Geopolitik im Jahresausblick in den Vordergrund gestellt. Die Prominenz des Themas hat weiter zugenommen. Dieses exogene politische Risiko ist der primre Belastungsfaktor fr den globalen Frieden, die globale Konjunkturlage und auch den Zusammenhalt der EU.Profunde Indizien fr die Verschrfung der geopolitischen Gesamtlage stellen die zunehmenden Vlkerrechtsverletzungen im Nahen Osten dar.Pars pro Toto: Whrend ein wenige Sekunden andauerndes berfliegen trkischen Luftraumes einen Abschuss eines russischen Bombers aus Sicht Ankaras und des Westens rechtfertigt, stellt die Entsendung trkischer Militreinheiten in den Irak ohne Zustimmung der irakischen Regierung keinen Akt dar, der vom Westen offen kritisch begleitet wird. An diesem Beispiel soll die Asymmetrie des Umgangs mit internationalem Recht verdeutlicht werden. Mehr noch steht damit die Frage im Raum, von welcher Seite Eskalation ausgeht?

    Die aus der Nahostkrise resultierenden Flchtlingsstrme in Richtung EU haben die Fliehkrfte in der EU verstrkt. Eine weitere Verschrfung dieser Situation kann zu einer Neuaufstellung in der EU fhren, die sich dann auch belastend auf die Eurozone auswirken wrde. Die Tendenz bei Wahlen in der EU zu antieuropischen Parteien oder Parteien, die eine Orientierung zurck zum Nationalstaat auf ihrer Agenda haben, sind ernste Warnsignale.ber das Jahr 2015 haben die aufstrebenden Lnder unter Fhrung Pekings ihre Emanzipation vom Westen weiter vorangetrieben, um eigene strukturelle Entwicklungen verstrkt zu forcieren, nachdem in den letzten 25 Jahren seitens des Westens viel Machtteilung versprochen und extrem wenig gehalten wurde. So wurde die Asian Infrastructure Investment Bank als Alternative zur Weltbank aus der Taufe gehoben. Auch die Grndung der New Development Bank als Alternative zum Internationaler Whrungsfond (IWF) verlief erfolgreich. Nachdem im Rahmen der Sanktionen gegen Russland seitens der USA der Ver

    such unternommen wurde, Russland aus dem internationalen Zahlungsverkehr zu verbannen, ist diese Mglichkeit mit der Grndung des internationalen Zahlungssystems CIPS durch China deutlich eingeschrnkt.Diese etablierten Alternativen sind Ausdruck einer sich sukzessive fortsetzenden Emanzipation der aufstrebenden Lnder gegenber dem Westen.Man kann die Entscheidung des IWF, den Yuan in den offiziellen Whrungskorb des IWF aufzunehmen, als ein Signal einer Kehrtwende interpretieren, um damit das Tempo dieser Emanzipation zu moderieren.Indirekt wird durch die aufstrebenden Lnder, die fr circa 58 % der Weltwirtschaftsleistung und fr 85 % der Weltbevlkerung stehen, eine Machtfrage gestellt. In wie weit diese im Raum stehende Machtfrage Hintergrund fr diverse geopolitische Auseinandersetzungen ist, soll an dieser Stelle nicht errtert werden.Sollte es im Zuge weiterer Eskalation zu einer Verschrfung der Auseinandersetzung mit Russland (Ukraine, Naher Osten) und/oder China (Naher Osten, Sdchinesisches Meer) im Rahmen von

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  • Goldmarkt

    Stellvertreterkriegen kommen und daraus ein globaler Konflikt provoziert werden, ist nachfolgender Prognoseteil irrelevant.Das gilt auch fr eine mgliche sportliche USZinserhhungspolitik, die losgelst vom Mandat der Federal Reserve (Wachstum), den US-Befindlichkeiten und USErfordernissen darauf abzielt, die Wirtschafts und Finanzlagen der aufstrebenden Lnder zu destabilisieren. Diese Risiken liegen bei 20 %.

    Rckblick: Weltkonjunktur 2015 enttuschendDie zu Beginn des Jahres verffentlichten Wachstumsprognosen mussten im Jahresverlauf revidiert werden. Zur Verdeutlichung sind die Prognoseanpassungen des IWF (World Economic Outlook) von 10/2014 auf 10/2015 angefhrt.Im Sektor der bedeutenden Wirtschaftsrume haben die USA mit 0,5 % die grte Wachstumsverfehlung aufzuweisen.Die Eurozone und Indien lieferten die positiven berraschungen bezglich der Mainstreamprognose zu Jahresbeginn.Der Sektor der aufstrebenden Lnder stand 2015 unter zunehmendem Druck. Neben hausgemachten Problemen, insbesondere in Brasilien, ist der Anstieg des USD im Zuge der seit mehr als 18 Monaten genhrten Zinserhhungsdebatte unter Ignoranz der nicht erwarteten Abkhlungstendenzen in den USA ein wesentlicher Katalysator dieser Konjunkturschwche, da groe Teile der Unternehmen der aufstrebenden Lnder eine USDVerschuldung aufweisen, die sich im Jahresverlauf durch die USDStrke dynamisch verteuerte. Der gleichzeitige Verfall der Rohstoffpreise, zum Teil losgelst von der Nachfrage/Angebotssituation, hat die Einnahmesituation vieler aufstrebender Lnder zum gleichen Zeitpunkt erodiert.In wie weit die Korrelation der Emanzipation der aufstrebenden Lnder mit der USDHausse am Whrungsmarkt und der USDHausse gegenber Rohstoffen mit den Folgen der Destabilisierung einiger aufstrebender Lnder zufllig ist, soll an dieser Stelle nicht eruiert werden.

    Konjunktureller Ausblick 2016Das dargestellte Basisszenario unterstellt, dass sich die geopolitische Situation nicht nachhaltig verschlechtert. Im kommenden

    Jahr wird sich ein divergentes Bild in der Weltwirtschaft ergeben.Deutschland und die Eurozone werden vergleichbar zum laufenden Jahr mit einer widerstandsfhigen Konjunkturlage berzeugen. Der Wachstumsclip ist per 2016 zwischen 1,7 % 2,0 % angesiedelt.Das Wachstum der Eurozone wird zu groen Teilen in den Reformlndern generiert und ist zu groen Teilen Resultat der Reformpolitik.Im Gegensatz zu den USA ist der private Konsum in der Eurozone mageblich von wiederkehrenden Einkommen geprgt und damit belastbar und vor allen Dingen extrapolierbar. Der Einfluss der Flchtlingsstrme bezglich des Konsums stellt sich zustzlich auf circa 0,2 % des BIP.Auch der Staatssektor sollte positive Wachstumsbeitrge liefern, da das Thema der stringenten Sparpolitik durch die EUKommission weniger ausgeprgt ist und einer wachstumsfreundlichen Ausrichtung Platz macht.Das verhaltene Reformtempo in Italien und Frankreich, in der Tendenz vergleichbar mit der sukzessiven Umsetzung der Agenda 2010 in Deutschland, beginnt sich erkennbar in der Konjunkturlage beider Lnder bemerkbar zu machen. Hier sind verstrkte W a c h s t u m s t e n denzen in hohem Mae wahrscheinlich.

    Die Frhindikatoren der OECD, aber auch die Tendenzen des Verbrauchervertrauens und des Geschftsklimas liefern unter Schwankungen ermutigende Indikationen.Das Zusammenwirken der niedrigen Rohstoffpreise, die erhhte Kaufkraft freisetzen, der niedrigen Bewertung des Euros, die Exportchancen erhht und des extrem

    niedrigen Zinsniveaus wi