Sachwert Magazin Ausgabe 39

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    Ausgabe 40 GRATIS

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    BVFI-Vorstand Engelberth

    Friedrich & WeikPolitik: Realismus ist angesagt

    Ole von Beust Industrienation Trkei

    zu Guttenberg Die USA sind uns Lichtjahre voraus

    Reform des Immobilien- Maklers

  • SACHWERT MAGAZIN 4/2015

    Editorial

    Reform des Immobilienmaklers

    Julien D. BackhausHerausgeber und

    Chefredakteur

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    Ihm gefllt das Bild des Immobilienmaklers in Deutschland ja so gar nicht. Die Rede ist von Jrgen Engelberth, Vorstand des Bundesverbandes fr die Immo-bilienwirtschaft. Mit seinen Verbandskollegen gibt er sich alle Mhe, die deut-schen Immobilienunternehmer und -vermittler einzubeziehen, um ein neues Image zu schaffen. Im Interview spricht er ganz offen ber das, was sich schnell ndern soll. Und auch ber die Wege, wie er dazu beitragen will. Dass er damit ggf. auch Mitspielern aus den eigenen Reihen vor den Kopf stt, strt ihn wenig.

    Seit einiger Zeit erleben wir im Whrungsbereich einiges an Vernderungen. Da ist nicht nur der sterbende Bargeldsektor. Sogar ganz neue Whrungen kom-men auf. Wie die neuen Cryptowhrungen. Mit Karl-Theodor zu Guttenberg habe ich in Berlin ber diese Vernderung gesprochen - und was dies fr uns alle bedeuten kann. Dass die USA uns mal wieder um Lichtjahre vorraus sind, drfte niemanden berraschen.

    Mit Ole von Beust sprach ich ber ein Thema, das wir in den deutschen Medien eher einseitig betrachten: Trkei. Vielmehr die Trkei als Wirtschaftsstandort. Warum siedeln sich die grten Unternehmen der Welt am Bosporus an? Wa-rum schwrmen auch deutsche Unternehmer so sehr von der Trkei. Sie ist ganz offensichtlich sehr viel moderner, als viele denken.

    Ich wnsche Ihnen viel Freude bei der Lektre.

    Ihr Julien BackhausHerausgeber

    Editorial

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    Papiergeld kehrt frher oder spter zu seineminneren Wert zurck. Null.

    Voltaire, 1694 - 1778

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  • Kommentar

    Ein Appell fr mehr Realismus!Die Europa- und Weltpolitik Deutschlands hat zu einer Reihe brisanter Entwick-lungen gefhrt. Diese mssen nun pragmatisch wieder entschrft werden.

    Wir machen uns Sorgen, sehr groe Sorgen.Ja, auch um China mit seinem gigan-tischen Schattenbankensystem, seiner schwchelnden Wirtschaft und seiner enormen Aktien- und Immobilienblase und um Europa, das aus dem wirtschaft-lichen Krisenmodus nicht herauskommt. Selbstverstndlich machen wir uns auch Sorgen um die Weltwirtschaft und die gigantischen Blasen in der Finanzwelt, ausgelst durch die fatale Niedrigzinspo-litik der Notenbanken. Diese kreieren eine Finanzmarktblase nach der anderen, um das Geldkarussell weiterhin am Laufen zu halten und um einige wenige immer rei-cher und viele immer rmer zu machen. Unterstrichen wird unsere Sorge durch den schlechtesten Jahresstart der US-Ak-tienmrkte seit Bestehen des Dow Jones.Auch echauffieren wir uns darber, dass

    viele groe Banken und Hedgefonds ge-nauso weiter machen wie bisher und dass Derivate und Subprime-Kredite wieder en vogue sind, als htte es keinen Crash 2008 gegeben. Es ist emprend, dass die EZB ihr unverantwortliches Spiel auf Zeit weiterfhrt. Ein Spiel auf Kosten von uns Sparern, die wir tglich enteignet werden und mit unseren Ersparnissen im Notfall fr das Brsenkasino haften mssen. Schlimm ist, dass dies auch auf Kosten junger Menschen in ganz Europa geschieht, die der Mglichkeit beraubt werden, adquat fr ihr Alter vorzusor-gen. Wir machen uns Sorgen um die zuknftige Altersarmut breiter Bevlke-rungsschichten, die alles Bisherige in den Schatten stellen wird, die auf Grund der gravierenden demographischen Entwick-lung und der Niedrigzinsphase ber uns

    hereinbrechen wird. Ja, ber all das ma-chen wir uns groe Sorgen.

    Aber noch grere Sorgen bereiten uns die Entwicklungen der letzten Monate in Deutschland, Europa und der Welt. Die Welt ist wahrlich aus den Fugen geraten, und der Crash ist in vollem Gange! Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen, Jemen ver-sinken in Chaos, Zerstrung und Brger-krieg. Hinzu kommen die unmenschlichen und abscheulichen Hinrichtungen in der saudi-arabischen Diktatur, einem treuen und loyalen Partner des Westens sowie der Waffenunternehmen dieser Welt. Der stetig sinkende lpreis bringt immer mehr Staaten des Orients ins Wanken. Sollte in Saudi-Arabien die herrschende Elite aus dem Land gejagt werden, dann wird der mit west- und stlicher Waffentech-

    Von Matthias Weik und Marc Friedrich

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  • Kommentar

    nik hochgezchtete Orient endgltig ex-plodieren, und wir werden noch vor ganz anderen Problemen als heute stehen.

    In Afrika verlieren immer mehr Menschen auf Grund von Kriegen und Naturkata-strophen, dem Landgrabing Chinas und der westlichen Welt, der gnadenlosen Ausbeutung von natrlichen Ressourcen durch westliche und asiatische Konzerne, einer oftmals falschen Entwicklungshil-fepolitik, welche die lokale Industrie zer-strt, und der berall herrschenden Kor-ruption ihre Lebensgrundlage. Die Folge dieser Entwicklung ist, dass sie sich auf den Weg nach Europa machen. 2016 werden es nicht wie von der Regierung in Berlin grospurig verkndet weniger, nein, es werden noch wesentlich mehr Menschen kommen. Laut EU-Kommission sollen allein in diesem Jahr weitere drei Millionen nach Europa kommen. CSU-Ent-wicklungsminister Gerd Mller geht sogar von 8 10 Millionen Flchtlingen aus, nur aus dem Irak und Syrien. Die Wahr-heit wird wohl wie immer irgendwo in der Mitte liegen. Aber bei dieser Berechnung sind weder Namibier und Marokkaner noch Afghanen und die vielen anderen bercksichtigt, die schon unterwegs sind oder sich auf den Weg machen wollen, um ins gelobte Land Deutschland zu kommen.

    Jetzt spren wir die Folgen der sogenann-ten, mit Hilfe von Bomben und Umstr-zen gescheiterten, Demokratisierung der arabischen Welt durch das Eingreifen des

    Westen unter der Vorherrschaft der USA erstmals direkt vor unserer Haustr. Ein weiterer trauriger Hhepunkt nach den Anschlgen in Paris vom Januar und No-vember 2015, dem Aufflammen des Br-gerkriegs in Libyen, Jemen, Afghanistan, Irak, dem Krieg in Syrien und gegen den IS waren die unentschuldbaren und un-ertrglichen bergriffe junger Migranten arabischer und nordafrikanischer Herkunft in Kln, Hamburg, Dsseldorf, Stuttgart, Nrnberg, Ansbach, Zrich, Wien zu Jah-resbeginn. Beschmender und schnd-licher kann kein Jahr beginnen. Diese, wenn auch nicht in ihrer Dimension, ab-sehbaren Vorkommnisse sind ein Angriff auf unsere freie und offene Gesellschaft und die Bankrotterklrung einer poli-tischen Fehlentscheidung der Bundesre-gierung von historischem Ausma. Es war naiv zu glauben, dass so viele unterschied-liche Kulturen in dieser Konstellation und Grenordnung ohne Probleme zusam-menleben werden.

    Im Sommer 2015 wurde von Bundes-kanzlerin Angela Merkel ein geltender vlkerrechtlicher Vertrag gebrochen das Dublin-Abkommen. Aus humanitren Grnden mag dieses Verhalten verstnd-lich sein, nichtsdestotrotz ist es Grundlage jedes Rechtsstaates, dass gltige Vertrge und Gesetze eingehalten werden, an-sonsten fhrt dies jeden Rechtsstaat ad absurdum. Die Bundesregierung kann in Zukunft von keinem der EU-Lnder mehr verlangen, dass sie sich an Recht und Ge-setz oder sonstige Abmachungen halten,

    wenn diese selbst gltige Abmachungen eigenhndig auer Kraft setzt. Seit der Aussetzung des Dublin-Abkommens durch die Regierung Merkel sind allein 2015 mehr als 700.000 Menschen illegal in unser Land gekommen. Whrend die Bundesregierung unter der gide Mer-kels sich whrend der Finanzkrise als un-nachgiebiger und auf Recht und Gesetz pochender Verhandlungspartner gab, hat sie sich im Sommer 2015 entschie-den, EU-Recht auer Kraft zu setzen. Jetzt herrscht groe Verwunderung, dass viele Regierungen Europas Merkels Spiel nicht mitspielen und eben keine Migranten mehr aufnehmen wollen. Die meisten europischen Staaten haben den Ernst der Lage bereits erkannt und ihre Grenze dichtgemacht, angefangen mit den skan-dinavischen Lndern Norwegen, Schwe-den und Dnemark. Aber auch nach Fran-kreich, Grobritannien und Ungarn ist eine illegale Einreise faktisch unmglich geworden. Deutschland hlt jedoch wei-terhin seine Grenzen offen wie soll das auf Dauer funktionieren?

    Die Menschen in Ungarn, Polen, Tsche-chien und der Slowakei haben Kraft ihres Wahlzettels in demokratischen Wahlen deutlich entschieden, was sie von der Politik der Bundesregierung und der EU die sich intern bereits vllig zerstritten hat halten. Sollte sich die Politik Berlins und Brssels nicht grundlegend ndern, ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass die Situation in jeglicher Hinsicht eskalie-ren wird. Immer mehr extreme Parteien

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