Strategie & Akzente Strategie

  • Published on
    10-Mar-2016

  • View
    213

  • Download
    0

Embed Size (px)

DESCRIPTION

Strategie & Akzente ist eine monatliche Publikation von KBC Bank & Versicherung.

Transcript

  • 14

    12

    11

    10

    4

    2Schtzen Sie Ihre Haushaltshilfe. Und sich selbst!

    Zwei Brillen

    Kommen Sie zur richtigen Zeit an Bord

    In schwieriger Wirtschaftslage einen khlen Kopf behalten

    Unsere Welt steht nicht still

    Unternehmens- anleihen starten gut ins neue Jahr

    Strategie Akzente& ... zur Verwaltung Ihres persnlichen und Familienvermgens

    Monatliche Publikation von KBC Bank & Versicherung

    Nr. 02 - 3. Februar 2012

  • Auch ein Haushalt hat Pflichten

    Das Arbeitsunfallgesetz verpflichtet jeden Arbeitgeber, eine Versicherung fr sein Perso-nal abzuschlieen. Diese Pflicht gilt auch fr einen Haushalt, der jemanden beschftigt. Das Gesetz betrachtet Sie als Arbeitgeber, sobald Sie mit jemandem einen Arbeitsvertrag abschlieen. Das ist so, wenn zwei Bedingungen erfllt werden: Sie zahlen ein Entgelt und es gibt ein Dienstverhltnis, was unter anderem bedeutet, dass Sie bestimmen, was der Arbeitnehmer bei Ihnen zuhause macht. Selbst wenn Sie mit jemandem mndlich vereinbaren, ab und zu entgeltlich bei Ihnen zu Hause zu arbeiten, sind Sie verpflichtet, ein Arbeitsunfallgesetz abzuschlieen.Wer an Hauspersonal denkt, kommt gleich auf die Putzfrau. Aber auch der Grtner, der Fahrer, der Krankenpfleger oder Personen, deren Dienste Sie nur ab und zu in Anspruch nehmen, wie die Babysitterin, werden als Hauspersonal betrachtet. Von dieser Regel gelten einige Ausnahmen:- Die Putzfrau oder der Grtner, die oder den Sie ber das System der Dienstleistungs-

    schecks beschftigen. Die rtliche Beschftigungsagentur bernimmt hier die Arbeits-unfallversicherung.

    - Die Babysitterin, die Ihnen vom Bund der Familien vermittelt wird. Der Bund der Fami-lien bernimmt die Versicherung.

    Jenny putzt bereits seit mehreren Jahren bei Ihnen das Haus. Jeden Donnerstag um Punkt acht Uhr steht sie bei Ihnen vor der Tr. Diesen Donnerstag ist sie jedoch zu spt. Unterwegs zu Ihnen hatte sie einen schweren Unfall. Vorlufig kann Jenny nicht mehr arbeiten und viel-leicht trgt sie bleibende Schden davon.Glcklicherweise sieht das Arbeitsunfallgesetz vor, dass Jenny eine finanzielle Untersttzung erhlt und dass ihre medizinischen Aufwendungen zurckgezahlt werden. Dasselbe Gesetz verpflichtet Sie als Arbeitgeber, fr jeden eine Versicherung abzuschlieen, den Sie beschf-tigen. Andernfalls werden Sie diese Kosten selbst tragen mssen.

    Schtzen Sie Ihre Haushaltshilfe. Und sich selbst!

    S c h w e r p u n k t e

    Auch als Familie werden Sie als Ar-beitgeber betrachtet

    Nicht mit der gesetzlichen Versiche-rungspflicht in Ordnung: Sie riskieren

    eine strafrechtliche Verfolgung Thema

    Strategie & Akzente 2

  • Wenn Sie jemandem kostenlos helfen, brauchen Sie keine Unfallversicherung abzuschlieen. Also, fr den Nachbarn, der den Ra-sen mht, whrend Sie in Urlaub sind, oder fr die Tante, die Ihnen Einkufe mitbringt sind Sie nicht verpflichtet, eine Arbeitsunfallversicherung abzu-schlieen.

    Muss ich mein Personal der LSS melden?Der Abschluss einer Arbeitsunfallver-sicherung steht in keinem Zusammen-hang mit der Meldepflicht beim LSS. Im Prinzip mssen Sie das LSS in Kenntnis setzen, sobald Sie Personal beschftigen. Trotzdem gibt es Personen, die in Ih-rem Haushalt arbeiten knnen und die Sie dem LSS trotzdem nicht melden mssen. Eine Putzfrau, die weniger als vier Stunden pro Tag fr Sie arbei-tet UND die nicht bei Ihnen einwohnt, ist dafr ein Beispiel. Beachten Sie bitte, dass sie gemeldet werden muss, wenn sie pro Woche mehr als 8 Stun-den arbeitet, sogar dann, wenn diese Arbeitsstunden nicht alle bei Ihnen ge-leistet werden. BeispielFr eine Putzfrau, die zwei Tage die Woche jeweils drei Stunden bei Ih-nen putzt, besteht diese Meldepflicht hinsichtlich des LSS nicht. Wenn Sie darber hinaus noch drei Stunden in

    einem anderen Haushalt arbeitet, ist sie meldepflichtig.

    Was deckt die Versiche-rung?Das Opfer eines Arbeitsunfalls erhlt dank des Arbeitsunfallgesetzesdie Rckzahlung seiner medizinischen Aufwendungen (Arzt, Physiothera-peut, Krankenhausaufenthalt, Prothe-sen usw.)

    eine Entschdigung fr seinen Einkommensausfall

    eine lebenslange Rente fr eine even-tuelle bleibende Erwerbsunfhigkeit

    Im schlimmsten Fall gibt es eine finanzielle Untersttzung fr die Familie bei Tod des Arbeitnehmers. Die Bestattungskosten werden ersetzt und der hinterbliebene ein-getragene Partner und die Kinder des Arbeitnehmers erhalten eine Leibrente.

    Wenn Sie keine Arbeitsunfallversiche-rung fr Ihr Hauspersonal abgeschlos-sen haben, kommen Sie selbst fr die finanziellen Folgen auf. Zum Glck bleibt das Unfallopfer nicht im Regen stehen, wenn Sie nicht versichert sind. Der Fonds fr Arbeitsunflle wird dem Opfer alle gesetzlich vorgeschriebe-nen Entschdigungen zahlen. Der Fonds wird aber all diese Kosten von Ihnen zurckverlangen. Und auch die Krankenkasse wird die Rckzahlung

    all ihrer Ausgaben verlangen. Sie kn-nen strafrechtlich verfolgt werden. Der Arbeitgeber, der sich nicht an die gesetzliche Versicherungspflicht hlt, riskiert ein Bugeld und sogar eine Gefngnisstrafe.

    Und wie ist Ihre Hilfe bei der KBC versichert? Die KBC bietet Ihnen eine Versiche-rung fr all Ihre Hilfe bei Ihnen zu Hau-se. In dieser Versicherung ist jeder versichert, der in einem Dienstverhlt-nis und gegen Entgelt fr Ihre Familie den Haushalt versieht.

    Und egal ob diese Personen jetzt fest bei Ihnen angestellt sind oder nur spo-radisch bei Ihnen Gelegenheitsarbei-ten verrichten, sie sind alle versichert.

    Was die KBC Versicherung fr Hilfe bei Ihnen zuhause jedoch dadurch einma-lig macht, ist, dass wir auch Unflle anlsslich von Freundschaftsdiens-ten automatisch mit versichern. Das bedeutet, dass jeder, der bei Ihnen zuhause durch eine kostenlose Behilf-lichkeit einen Unfall hat, genauso gut geschtzt ist wie bezahltes Personal. Sie knnen diese Gratishilfe gut 240 Tage im Jahr in Anspruch nehmen, ohne dass wir eine Zusatzprmie ver-langen. Beachten Sie: Wir berechnen dafr einen Tag pro Person und pro begonnenen Tag.

    Strategie & Akzente 3

  • Rentenmrkte und Aktienmrkte scheinen in verschiedenen Welten zu leben. An den Rentenmrkten herrscht Heulen und Zhneklappern. Die Zehn-jahreszinsen in Deutschland und den USA bleiben unter 2% und an man-chen Mrkten akzeptieren die Anleger manchmal sogar negative Zinsen.An den Aktienmrkten bietet sich ein ganz anderes Bild: Der Weltindex MSCI All Countries stieg in den letz-ten drei Monaten um rund 12%. Zwar bleibt die Eurokrise eine Bedrohung fr den (europischen) Bankensektor und die Anleger in Staatsanleihen. Aber die Wirtschaftsdaten bessern sich. Es zeigt sich, dass die Auswir-kungen der Eurokrise auf die Real-weltwirtschaft nicht so gro sind wie befrchtet. Das deutet auch darauf hin, dass in der Aktienbewertung noch viele schlechte Nachrichten enthalten sind. Die Betriebsresultate der Nicht-finanzunternehmen leiden kaum unter der Eurokrise. Im Gegenteil, die Un-ternehmen publizierten in den letzten Quartalen glnzende Resultate.

    Die Eurokrise: auch langsame Fortschritte sind ein Fortschritt

    Im Herbst 2011 wurden auf zwei euro-pischen Gipfeltreffen weitreichende Reformen beschlossen. Die Um-setzung lsst jedoch noch auf sich warten. Es wird immer schwieriger, die wichtigen Plne im Jahr 2012

    zu verwirklichen. Zwar werden Fort-schritte erzielt, aber es geht alles sehr langsam. In den ersten Monaten von 2012 stehen unter anderem auf der Tagesordnung: der griechische Finanzierungsbedarf, der Start des dauerhaften Europischen Stabilitts-mechanismus, die Verankerung der Haushaltsdisziplin in der Verfassung aller Eurolnder, die Rekapitalisierung der europischen Banken.

    Die Kraft der niedrigeren Inflation2011 stieg die Inflation unter dem Druck der steigenden l-, Nahrungs-mittel- und Rohstoffpreise erheblich. Schon im Frhjahr 2011 erreichten die Preise einen Gipfel. Das drckt sich jetzt auch in niedrigeren Inflationsra-ten aus. In den kommenden Monaten wird die Inflation weiter abnehmen. Bei einem stabilen lpreis auf dem heutigen Stand von 115 Dollar je Bar-rel fllt die Inflation in der Eurozone bis Ende 2012 auf ungefhr +1,4%. Nur wenn der lpreis auf 135 Dollar steigt, wird sich die Inflation bei 3% einpen-deln. 2012 werden die Haushalte wohl die Kaufkraft zurckbekommen, die ihnen voriges Jahr genommen wur-de. Mehr Kaufkraft fr die Haushalte bedeutet auch mehr Sauerstoff fr die Wirtschaft.

    US-Wirtschaft aus der GefahrenzoneDer Konjunkturoptimismus von An-fang 2011 schlug schnell um in Kon-junkturpessimismus. Diese Bewegung ist viel zu weit gegangen. Die Konjunk-turindikatoren in den USA fielen in den vergangenen Monaten strker als er-wartet aus. Die Vertrauensindikatoren zeigen, dass Unternehmen und Ver-braucher viel optimistischer gestimmt sind. Es ist kein Zufall, dass die Erho-lung des Konjunkturbarometers mit der Entwicklung der Inflation zusam-menfllt. Auch in den USA wird die Inflationsabkhlung das Wirtschafts-wachstum stimulieren. Es sieht also aus, als sei die US-Wirtschaft der Ge-fahrenzone der Rezession entronnen.In Europa ist die Wirtschaftslage an-ders. Der alte Kontinent steuert auf eine Reihe von Quartalen mit nega-tivem Wachstum zu. Die Vertrauens-indikatoren sind 2011 stark gefallen und scheinen sich erst in letzter Zeit wieder etwas zu stabilisieren.

    Berichtssaison luft auf HochtourenIm dritten Quartal 2011 lagen die Un-ternehmensgewinne in den USA (S&P 500) bereits 5% ber dem Rekord des Jahres 2007. Der erwartete mittlere Gewinnanstieg von 6,5% im vierten Quartal scheint mhelos erreichbar zu sein. Fr das gesamte Jahr 2012 wird mit einem Umsatzanstieg von 3% und einer Gewinnsteigerung von 7,5% ge-

    Zwei Brillen

    S c h w e r p u n k t e

    Renten- und Aktienmarkt: vllig un-terschiedlich

    USA schneiden besser als Europa abNiedrigere Inflation gibt der Wirt-

    schaft Sauerstoff

    Str