SZ 28.03.14

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    25-Nov-2015

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Sechs Seiten Beilagevon katrin blawatMnchen Erstmals haben Forscher einChromosom eines komplexen Organismusim Labor nachgebaut. Die Chromosomensind jene Strukturen, auf denen sich dieErbsubstanz DNA und damit die Gene be-finden. Bei dem nun nachgebauten Chro-mosom handelt es sich um eines der B-ckerhefe. Dieser Mikroorganismus spielteine groe Rolle in der biotechnischen In-dustrie. Er besitzt, wie Pflanzen und Tiereauch, einen Zellkern und unterscheidetsich dadurch von den einfacher struktu-rierten Bakterien.Das erste synthetische Hefe-Chromo-som sei ein wichtiger technischer Meilen-stein, sagte Wilfried Weber, Professor frSynthetische Biologie an der UniversittFreiburg. Er war nicht an der Arbeit betei-ligt, die nun ein internationales Team aus80 Wissenschaftlern und Studenten unterder Leitung von Jef Boeke vom LangoneMedical Center in New York und Sriniva-san Chandrasegaran von der Johns Hop-kins University in Baltimore im Fachmaga-zin Science prsentierte.Die Bckerhefe wird bereits heute in derBiotech-Industrie eingesetzt, etwa, um Me-dikamente, zum Beispiel gegen Malaria,Biotreibstoffe und andere Chemikalienherzustellen. Bislang ist die Ausbeute je-doch hufig gering. Dies werde sich bes-sern, so vermuten Forscher, wenn sichknftig das komplette Erbgut der Hefe imLabor zusammensetzen liee. Dann knn-te zum Beispiel der Preis fr Medikamentesinken, die in der Hefe produziert werden.Forscher arbeiten bereits daran, auchdie brigen Chromosomen dieses Mikroor-ganismus nachzubauen. Das Ziel ist eineHefezelle mit komplett knstlichem Erb-gut. Die nun prsentierten Ergebnisse bele-gen erstmals, dass dies grundstzlich mg-lich ist. Vergleichbares ist Forschern zwarbereits mit einer Bakterien-Zelle gelun-gen. Sie ist aber einfacher strukturiert undihr Erbgut leichter zu synthetisieren.Um ein Hefe-Chromosom nachzubau-en, kopieren die Forscher die natrlicheVersion nicht eins zu eins. Vielmehr vern-derten Boeke und seine Kollegen die Erb-substanz gezielt an mehr als 500 Stellen.Unter anderem fehlen der am Computer de-signten Version fast 48 000 der insgesamtetwa 317 000 DNA-Bausteine des natrli-chen Chromosoms.Auf diese Weise wollen die Wissen-schaftler eine Art Minimal-Hefe entwi-ckeln. Sie soll nur noch jene Gene besitzen,die zum berleben im Labor und zur Ver-mehrung unbedingt ntig sind. So kanndie Zelle mglichst viele ihrer Ressourcenetwa in die Produktion eines Medikamentsoder von Biotreibstoff stecken.Normale Hefen hingegen haben auchErbanlagen, die sie nur in Ausnahmefllenunter widrigen Bedingungen bentigen.Solche Gene sind notwendig, um in der Um-welt zu berleben. Im Labor sind sie jedochberflssig, wie die Forscher zeigten. Dazutauschten sie in lebenden Hefezellen dasnatrliche Chromosom gegen die Nachbil-dung aus. Die derart vernderten Zellenverhielten sich bis auf sehr geringe Abwei-chungen genauso wie normale Hefen.Zudem verhindern die fehlenden Gene,dass sich die Designer-Hefen in der Um-welt verbreiten knnen, sollten sie einmalaus einem Labor entweichen.Xetra Schluss9451 PunkteN.Y. 18 Uhr16266 Punkte18 Uhr1,3750 US-$Heute mit Immobilien:Kauf- und MietmarktEs wird natrlich einen groen Bahnhofgeben, ein Podest wird aufgebaut vordem Gleis, an dem die erschpfte Lokomo-tive ankommt, nach so langer Fahrt ausChina. Der chinesische StaatsprsidentXi Jinping wird diese Leistung loben alswichtigen Beitrag, der das deutsche unddas chinesische Volk nher zusammen-bringe. Und die Vlker dazwischen irgend-wie auch.Es kommt nicht so oft vor, dass dieStadt Duisburg so hohen Besuch emp-fngt. Und wenn, dann ist der Anlass meis-tens nicht sehr erfreulich. Es sind die Jah-restage der Katastrophe auf der Lovepa-rade oder die Expedition eines EU-Kom-missars in die Elendsquartiere der Roma.Der Besuch des chinesischen Staatsprsi-denten am kommenden Samstag lenktdie Aufmerksamkeit aber diesmal auf eingelungenes Stck Strukturwandel imRuhrgebiet, von denen es nicht so vielegibt. Frher haben im Duisburger Hafenvor allem die Kohlenschiffe angelegt, bisman im Pott nicht mehr so viel Kohle fr-derte und verfeuerte. Dann wurde es ersteinmal ruhig am Duisburger Hafen. Heu-te nennt er sich grte Logistikdreh-scheibe in Zentraleuropa und weil dasnoch nicht reicht, ist er auch der grteBinnenhafen der Welt. Mehr als 20 000Menschen arbeiten dort, Audi hat im ver-gangenen Herbst ein riesiges Logistikzen-trum erffnet. Statt auf Kohle und Stahlsetzt Duisburg nun auf Container.Die kommen nicht nur mit dem Schiffber den Rhein, sondern mit dem Zug, amSamstag rollt der Yuxinou ein, der ganze10 300 Kilometer zurckgelegt hat eineStrecke, die lnger ist als die der Transsibi-rischen Eisenbahn. Sechzehn Tage ist derZug aus Chongqing unterwegs, einer30-Millionen-Metropole in Zentralchina.Bis zu 50 Container kann er transportie-ren, vollgepackt mit iPhones und Compu-tern aus den Fabriken von Hewlett-Pa-ckard. Chongqing ist das Zentrum der chi-nesischen Elektroindustrie. Fr Unter-nehmen dort ist der Zugtransport schnel-ler als das Schiff und billiger als das Flug-zeug, sagt Erich Staake, der Chef desDuisburger Hafens. Das Schiff wrde40 Tage brauchen, der Containerpreisvon etwa 10 000 Dollar ist deutlich billi-ger als Luftfracht.Drei Mal die Woche fhrt der Yuxinouin China los, er durchquert die Mongolei,Kasachstan, Russland, Weirussland undschlielich Polen. Er muss an Zollstatio-nen halten und die Waggons wegen derunterschiedlichen Spurweiten tauschen.Bisher sind die Fahrten aber reibungslosverlaufen, jeder Container ist mit einemGPS-Sender ausgestattet und kann beiVerlust schnell geortet werden.Nach Duisburg kommen die Zge meis-tens vollbeladen, auf dem Rckweg gebees noch freie Pltze, sagt Hafen-Chef Staa-ke. Viele deutsche Unternehmen wrdendie Verbindung bisher gar nicht kennen.Das soll sich durch den Besuch des chine-sischen Prsidenten nun ndern. Hafen-Chef Staake erhofft sich durch die Auf-merksamkeit auch einen Schub fr eineweitere Zugstrecke, die Wiederinbetrieb-nahme einer Gterzuglinie nach Antwer-pen, die sie hier auch den EisernenRhein nennen. Die Stadt knnte manauch ber Fluss und Nordsee erreichen,mit dem Zug geht es aber schneller. Dannknnte der Yuxinou von China bis nachBelgien fahren. bernd drriesBerlin Die Finanzminister der Lnder er-hhen den Druck auf Steuerhinterzieher.Wer sich beim Finanzamt selbst anzeigt,soll knftig nur noch dann straffrei blei-ben, wenn er fr bis zu zehn Jahre alleFalschangaben korrigiert und die entspre-chenden Steuern nachzahlt. Auch soll sichder Strafzuschlag, den die Betroffenen ent-richten mssen, verdoppeln. Bis AnfangMai wollen die Minister die letzten noch of-fenen Fragen klren. hul blacktriangleright WirtschaftIm Westen und Sden sowie im sdwestli-chen Niedersachsen nach Auflsungrtlicher Nebelfelder heiter bis wolkig undtrocken. Von Sachsen bis zur Nordsee auchRegen mglich. Es werden zehn bis 18 Graderreicht. blacktriangleright Seite 15Was fr ein Treffen zwischen dem US-Prsidenten und dem Papst: 52 Minuten lang sprachen Barack Obama und Franziskus undwaren so heiter, als wren sie von der Last ihrer mter befreit. Es ist wunderbar, Sie zu treffen, sagte der Prsident zum Papst. Fran-ziskus schenkte dem Gast seine Schrift Evangelii Gaudium . Obama versprach, die zu lesen, wenn ich frustriert bin. Anlass dazu g-be es: In den USA hat der Prsident, der selbst wie ein Papst die Welt ndern wollte, viel Zustimmung verloren. FOTO: G. BOUYS/AP blacktriangleright Seite 7Kiew Der Internationale Whrungs-fonds (IWF) stellt der hoch verschuldetenUkraine einen Milliarden-Kredit bereit.Bis zu 18 Milliarden Dollar knnten abgeru-fen werden, teilte der IWF am Donnerstagin Kiew mit. Im Gegenzug fordert die Orga-nisation weitreichende Wirtschaftsrefor-men. Zwei Monate vor der Prsidenten-wahl in der Ukraine erklrte Ex-Minister-prsidentin Julia Timoschenko in Kiew of-fiziell ihre Kandidatur. Sie hatte zuletzt mitunverhohlenen Todesdrohungen gegenden russischen Prsidenten Wladimir Pu-tin Irritationen im Westen ausgelst. Auchdie Bundesregierung hatte sich von ihr dis-tanziert. sz blacktriangleright Seite 7Berlin Die groe Koalition hat ihrenStreit ber die doppelte Staatsbrger-schaft am Donnerstag beigelegt. Justizmi-nister Heiko Maas (SPD) und Innenminis-ter Thomas de Maizire (CDU) verstndig-ten sich auf einen Gesetzentwurf. In ihmist geregelt, unter welchen Bedingungen inDeutschland geborene Kinder von Migran-ten knftig sowohl die Staatsangehrig-keit ihrer Eltern als auch den deutschenPass behalten knnen. Bisher mssen sichdiese Kinder vor ihrem 23. Geburtstag freine der beiden Staatsbrgerschaften ent-schieden haben. Die SPD forderte seit Lan-gem eine Aufhebung dieser sogenanntenOptionspflicht, die Union lehnte das ab. Inihrem Koalitionsvertrag hatten SPD undUnion dann einen Kompromiss vereinbart.Demnach soll die Optionspflicht fr inDeutschland geborene und aufgewachse-ne Kinder auslndischer Eltern entfallen.In den vergangenen Monaten hatten sichUnion und SPD jedoch darber gestritten,was aufgewachsen bedeutet.Der Gesetzentwurf sieht jetzt vor, dassin Deutschland aufgewachsen und da-mit von der Optionspflicht befreit ist,wer sich am 21. Geburtstag mindestensacht Jahre in der Bundesrepublik aufgehal-ten hat. Gleiches soll gelten, wenn der Be-troffene mindestens sechs Jahre eine deut-sche Schule besucht hat oder einen inDeutschland erworbenen Schul- oder Be-rufsabschluss besitzt. Auf Antrag des Be-troffenen kann die zustndige Behrdedas Vorliegen dieser Voraussetzungen und damit den dauerhaften Fortbestandder deutschen Staatsangehrigkeit auchschon vor dem 21. Geburtstag feststellen.Mit Ende des 21. Lebensjahres prft die Be-hrde die Voraussetzungen dann automa-tisch von Amts wegen. Falls die entspre-chenden Informationen aus dem Meldere-gister vorliegen, muss die Behrde nichtsweiter prfen. Anderenfalls muss der Be-troffene die genannten Kriterien selbstnachweisen. Dazu kann er beispielsweisesein Schulzeugnis vorlegen.Maas und de Maizire hatten sich bei ei-nem bisher nicht bekannt gewordenen Ge-sprch am Dienstag auf diese Lsung ver-stndigt. Die beiden Minister mussten denKompromiss aber noch mit ihren Fraktio-nen und Parteien abstimmen. Am Donners-tag konnten sie dann die Einigung verkn-den. Der Gesetzentwurf soll jetzt so schnellwie mglich vom Kabinett beschlossenund vom Bundestag verabschiedet wer-den. Die Minister hoffen, dass das Gesetznoch in diesem Jahr in Kraft treten kann.Wir haben eine gute Lsung fr die dop-pelte Staatsbrgerschaft gefunden, sagteMaas. Junge Menschen, deren Leben inDeutschland geprgt worden sei, wrdenjetzt nicht lnger gezwungen, sich gegendie Wurzeln ihrer Familie zu entscheiden.Der Kompromiss setze den Koalitionsver-trag vernnftig in die Praxis um. Unnti-ge brokratische Hrden wrden vermie-den. Schlielich knnten die Behrden inder groen Mehrzahl der Flle mit wenigAufwand selbst feststellen, ob die Voraus-setzungen fr die doppelte Staatsangeh-rigkeit vorlgen. Innenminister de Maizi-re hatte zunchst deutlich hhere Anforde-rungen verlangt. robert rossmanniPhones statt KohleChinas Staatsprsident Xi macht Werbung fr DuisburgFr Steuerbetrgerwird es engerAnkara Kurz vor den Kommunalwahlenhat die Trkei nach dem Kurzbotschaften-dienst Twitter nun auch das Online-Video-portal Youtube blockiert. Die fr Telekom-munikation zustndige Regulierungsbe-hrde TIB habe den Zugang gesperrt, be-kamen Internet-Nutzer mitgeteilt. NachBerichten der Zeitung Hrriyet haben dieMobilfunkanbieter und Internet-Providerdes Landes auf Gehei der Regierung dieWebsite blockiert. afp blacktriangleright Seite 7Its wonderfulGroe Koalition einigt sich beim Doppel-PassSPD und Union ermglichen Kindern von Migranten, unter besonderen Bedingungen beide Staatsangehrigkeiten zu behaltenBiologen schaffen Chromosom im LaborErstmals bauen Forscher einen komplexen Organismus mit knstlichen Erbgut-Teilen. Dieser sollhelfen, Medikamente und Biotreibstoffe zu gewinnen. Fachleute sprechen von einem MeilensteinThema des TagesStreik, Schwei, Trnen: Bei denTarifverhandlungen hofft man aufeine schnelle Einigung 2MeinungDer Fall Gurlitt rechtswidrige Beschlagnahmeals eine List der Geschichte 4PanoramaDie Zahl der Hinrichtungensteigt weltweitbesorgniserregend 9WirtschaftSiemens-Chef Kaeser in Russland:Schwierige Rolle der Konzernein politischen Krisen 17SportAljona Savchenko undRobin Szolkowy beenden ihreglanzvolle Eislaufkarriere 27Medien, TV-/ Radioprogramm 31,32Forum & Leserbriefe 15Mnchen Bayern 30Rtsel 31Familienanzeigen 22Die SZ gibt es als App fr Tabletund Smartphone: sz.de/app(SZ) Das Bayerische Staatsministerium frWissenschaft, Forschung und Kunst hat inseiner Grundordnung fr die BayerischenStaatstheater Thgrund bestimmt, dassfr die Ausgabe von Dienst-, Ehren- undGebhrenkarten die Verwaltung nach Ma-gabe der ministeriellen Regelungen verant-wortlich ist. Die Regelungen selbst stehennicht dabei, dafr heit es in den Benut-zungsbedingungen der Bayerischen Staats-theater, dass die Karten dem Besteller aufdessen Gefahr zugesandt werden. Dieseran sich bliche und harmlose Hinweis hatnun mit einem Mal eine unerwartete Bri-sanz gewonnen, weil Abgeordnete, die vonden Staatstheatern Freikarten zugeschicktbekommen, neuerdings Gefahr laufen, frNassauer gehalten zu werden, wo nicht garfr korrupt und raffgierig. Grund der Heim-suchung war eine Presseanfrage des Bay-erischen Rundfunks, die eine fr Presse-anfragen ungewhnliche Karriere machendrfte: Der Landtag denkt darber nach,das Freikartenwesen ganz einzustellen.Noch wei die Neidgesellschaft, also wiralle, nicht genau, wie sie den Vorfall einord-nen soll. Einerseits mssen wir ihn als ei-nen Haupttreffer werten, denn wenn wir et-was auf den Tod nicht leiden knnen, dannsind das nun mal Privilegien. Bei Freikar-ten sind wir besonders empfindlich, weilwir uns da nicht nur ber Abgeordnete r-gern mssen, die ihr Kontingent in kultu-reller Gefrigkeit voll ausschpfen, son-dern auch und vor allem ber solche, die esverfallen lassen. Das ist so, wie wenn sichFreibierberechtigte Leitungswasser in denMakrug einfllen lassen: ein Affront ge-genber den Nicht- und Minderprivilegier-ten. Andererseits fragen wir uns natrlich,was fr unseren Neid an Brennstoff bleibt,wenn nun auch noch die Freikarten dahin-gehen. Es ist ja von den ganz groen Privi-legien, wie sie die Feudalzeit kannte, eh sogut wie nichts geblieben. Keine Monopole,keine Schenkungen, keine Steuerfreiheit,kein ius primae noctis, wobei es um diesesRecht schon deshalb nicht schade ist, weilsich sonst der Landtag berlegen msste,ob er es unter den Spenden oder den geld-werten Leistungen fhrt und ob die Aus-bung verffentlichungspflichtig ist.Gottlob gibt es auch in dieser Sphre Nu-ancen. Der Bayerische Rundfunk verfgtber einen die Gesellschaft widerspiegeln-den 47-kpfigen Rundfunkrat, dessen Mit-glieder ein Anrecht haben, gratis die Kon-zerte der anstaltseigenen Orchester zu be-suchen. Dieses Privileg war von der Anfra-ge naturgem nicht betroffen. Es wird er-halten bleiben, und das ist auch gut so, weiles der Qualittskontrolle der ffentlich-rechtlichen Klangkrper dient. Wie das imDetail funktioniert, wei man nicht, dochist leicht vorstellbar, dass ein Vertreter desLandessportverbands oder der Familien-verbnde dem Dirigenten nach dem Kon-zert rt, mal mit den Holzblsern ein ern-stes Wrtchen zu reden. Nicht ohne Grundsind die Klangkrper des BR Weltklasse.18/ -3Trkei sperrtauch YoutubeNEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORTWWW.SDDEUTSCHE.DE 70. JAHRGANG / 13. WOCHE / NR. 73 / 2,50 EUROMNCHEN, FREITAG, 28. MRZ 2014Es knnte so einfach sein: weniger Salz,weniger Zucker, mehr Bewegung. Wir wis-sen natrlich, was eingesundesLebenaus-macht und zur Not helfen auch nochMinicomputer dabei, unsere Lebensfh-rung zu optimieren. Der BiologeDanielLie-berman erklrt, was Menschen trotzdemdavon abhlt, schlechte Gewohnheiten ab-zulegen. Auerdem: Die Geschichte einesMdchens, das an einer lebensgefhrli-chen Krankheit leidet: Sie kann keineSchmerzen fhlen. Ein Gesundheitsheft.Liegt nicht der gesamten Auslandsauflage beiIWF gibt UkraineMilliarden-KreditOrganisation fordert aberweitreichende WirtschaftsreformenSddeutsche Zeitung GmbH,Hultschiner Strae 8, 81677 Mnchen; Telefon 089/2183-0,Telefax -9777; redaktion@sueddeutsche.deAnzeigen: Telefon 089/2183-1010 (Immobilien- undMietmarkt), 089/2183-1020 (Motormarkt),089/2183-1030 (Stellenmarkt, weitere Mrkte).Abo-Service: Telefon 089/21 83-80 80, www.sz.de/aboA, B, E, F, GR, I, NL, SLO, SK: 3,40;dkr. 27; 3,40; kn 31; sfr. 5,00; czk 101; Ft 910Dax + 0,03%Dow - 0,02%Euro - 0,0039Herrschaftszeiten: Mnchen vor der Oberbrgermeisterwahl blacktrianglerightDie Seite DreiHEUTEDAS WETTERTAGSNACHTSvon claudia henzlerN ormalerweise luft es so: Die Arbeit-nehmer wollen mehr Geld, die Ar-beitgeber wollen lieber sparen. Esfolgen harte Verhandlungen an mehrerenWochenenden, anschlieend wird erklrt,dass die Forderungen viel zu weit gingen,beziehungsweise das Angebot lachhaft sei.Die Gesprche scheitern. Es kommt zutagelangen Arbeitsniederlegungen, einSchlichter wird eingeschaltet. Nach langenNchten treten die Verhandlungspartnermit Augenringen vor die Kameras, um zuverknden, dass sie das Bestmgliche raus-geholt htten (Gewerkschaften), bezie-hungsweise bis an die Schmerzgrenze ge-gangen seien (Arbeitgeber). So war es beiden Tarifverhandlungen fr die mehr alszwei Millionen Angestellten im ffentli-chen Dienst bei Bund und Kommunen inden Jahren 2008 und 2010.Vor zwei Jahren aber war es anders. DieGesprche scheiterten nicht, Gewerkschaf-ten und Arbeitgeber einigten sich schonam dritten Verhandlungswochenende,eine Schlichtung war nicht ntig. Fr denschnellen Erfolg war entscheidend, dassdie Gewerkschaften die Gesprche mit gro-en Warnstreiks begleiteten. Bundesweitbeteiligten sich damals mehr als 200 000Angestellte von Bund und Kommunen.Eine Mobilisierung, die selbst die Gewerk-schaften berraschte. Und noch einen posi-tiven Effekt hatten die Aktionen aus Sichtvon Verdi-Chef Frank Bsirske: 23 000neue Mitglieder habe die Gewerkschaft imMrz 2012 gewonnen.Auf die damals erfolgreiche Strategiesetzen die Gewerkschaft Verdi und der Be-amtenbund DBB auch diesmal. Die gro-dimensionierten Warnstreiks in dieser Wo-che sollen ihre Position strken, wenn amkommenden Montag die dritte Verhand-lungsrunde mit der Vereinigung der kom-munalen Arbeitgeberverbnde (VKA) unddem Bundesinnenministerium beginnt.Aus Sicht von Verdi sind die Warnstreiksschon jetzt ein Erfolg: Mehr als 100 000Beschftigte im ffentlichen Dienst sindam Donnerstag laut Gewerkschaftsanga-ben dem Streikaufruf gefolgt. Am Mitt-woch hatten sich nach Angaben von Verdibereits 43 000 Beschftigte beteiligt. Vonden Ausstnden am Donnerstag waren diegroen Flughfen betroffen, auerdemKitas, Mllabfuhr, Gemeindeverwaltun-gen, Schwimmbder und Arbeitsagentu-ren in den Bundeslndern Baden-Wrt-temberg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sach-sen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holsteinund Thringen. Der Tarifvertrag betrifftauch kommunale Unternehmen wie Kran-kenhuser, Sparkassen, Gemeindewerkeund Flughfen. Mittelbar haben die Tarif-abschlsse auerdem Bedeutung fr dieAngestellten aus dem Nahverkehr in sechsBundeslndern.Die Arbeitgeber zeigten fr die Arbeits-niederlegungen kein Verstndnis. DieWarnstreiks bringen uns in den Verhand-lungen nicht weiter. Leidtragende sind dieBrgerinnen und Brger, kommentierteVKA-Hauptgeschftsfhrer Manfred Hoff-mann die Aktionen.Verdi will mit den Streiks zeigen, dassdie Forderungen von einer breiten Basisgetragen werden, dass also nicht bervllig berzogene Forderungen von irrenGewerkschaftsfunktionren verhandeltwird, sondern dass die Mitglieder diese For-derungen mittragen. Die Streiks sollenauerdem ein Drohszenario aufbauen undeinen Vorgeschmack auf die Arbeitsnieder-legungen geben, die den Brgern ohne Eini-gung ins Haus stnden.Der Emprungsrhetorik zum Trotz ste-hen die Chancen gut, dass es auch diesmalohne Schlichtung klappen knnte. BeideTarifpartner versichern, dass sie in der drit-ten Verhandlungsrunde zu einem Ergeb-nis kommen wollen. Beide betonen aller-dings, dass der Weg dahin schwierig sei.Die bisherigen Treffen seien konstruktivverlaufen, es gebe Annherungen wennauch nicht in den entscheidenden Punk-ten. Wir sind weit auseinander bei der Ein-schtzung, was die Lohnhhe angeht. Wirsind nicht beieinander, was die Frage einersozialen Komponente angeht, sagte Bsirs-ke am Donnerstag im Deutschlandfunk.Beide Seiten haben vereinbart, keine De-tails ber die Zwischenstnde zu verffent-lichen.In die Verhandlungen sind die Gewerk-schaften mit der Forderung nach einer pau-schalen Lohnerhhung um 100 Euro plusweitere 3,5 Prozent gegangen fr eineLaufzeit von zwlf Monaten. Thomas Bh-le, Verhandlungsfhrer der Kommunen,sagte am Donnerstag: Auch wir sind derMeinung, dass es eine angemessene Ein-kommenserhhung geben sollte, dem stel-len wir uns nicht in den Weg. Der VKA ver-weist allerdings auf die schwierige finanzi-elle Lage der Kommunen. Die Verhand-lungsfhrer mssen zudem beachten,dass der Flchentarifvertrag fr verschul-dete Kommunen genauso gilt wie frmanch wohlhabende Gemeinde etwa imMnchner Speckgrtel.Grter Konfliktpunkt ist der Sockel-betrag von 100 Euro. Nach dem Willen derGewerkschaften soll er die Lohnerhhungauch fr untere Einkommensgruppensprbar machen. Der VKA lehnt das ab,weil dadurch jene Arbeitskrfte teurer wr-den, mit denen sich Kommunen in Konkur-renz zu privaten Anbietern sehen: Service,Mllabfuhr, Nahverkehr.Die Gewerkschaften hatten es schon2012 mit einem hnlichen Modell ver-sucht. Damals ging es um einen Mindestbe-trag fr die Lohnerhhung: 6,5 Prozentmehr Gehalt wnschten sich Verdi undDBB, jedoch mindestens 200 Euro mehrpro Monat. Geeinigt hatte man sich dannauf eine lngere Laufzeit, eine geringereGehaltserhhung im Gegenzug verzichte-ten die Gewerkschaften zhneknirschendauf den Mindestbetrag. So knnte es wie-der kommen es sei denn, dass dieGewerkschaften unbedingt durchsetzenwollen, was sie damals nicht vermochten:einen hohen Sockelbetrag.Abgasdunst liegt ber Kln. Auf der Luxem-burger Strae, einer wichtigen Ausfallstraegen Westen, geht um acht Uhr nichts mehr.Dass neben den Autos aber auch noch Fahr-rder Reifen an Reifen fahren, kommt eherselten vor. Zum Fahrrad gibt es an diesemStreikmorgen kaum eine Alternative. Stra-enbahnen und berwiegend auch die Bus-se stehen still. Streik.Die Radstation am Klner Hauptbahnhofhat Zulauf wie selten. Pendler im Business-Outfit stehen Schlange. Wer leer ausgeht,fr den wird der Hauptbahnhof leicht zurEndstation auf seinem Weg zur Arbeit. Nichtallen neuen Kunden traut der freundlicheHerr beim Radverleih den richtigen Umgangmit dem geliehenen Gefhrt zu. Misstrau-isch will er wissen: Wo parken Sie das? Kur-zes Zgern: Ich nehme es mit ins Bro.Zehnmal so viele Radfahrer wie sonst sei-en heute unterwegs, schtzt die 21-jhrigeSophie aus Mnster, die jeden Tag mit demRad fhrt. Sie wurde von dem Streik ber-rascht: Ich wunderte mich schon, dass heu-te in Kln so viele Rder unterwegs sind, wieich es sonst nur aus Mnster gewohnt bin.Um die Mittagszeit langweilen sich nacheinem anstrengenden Morgen auch die ers-ten Taxifahrer wieder. Zufrieden mit dem Zu-satzgeschft sind sie aber auch nicht. Er seizwar mehr gefahren als sonst, sagt Klaus,der seinen Nachnamen nicht nennen will,seit 20 Jahren ist er Taxifahrer: Aber weil amFlughafen auch gestreikt wird, hatte ich kei-ne langen Fahrten.Den ganzen Tag soll der Streik in Klnnoch weitergehen. Am Mittwoch hatte Verdidie Aktion abends wegen eines Fuballspielsgestoppt. Doch am Donnerstag spielt der1. FC Kln nicht. KIRSTEN BIALDIGADen Mnchner Mllmnnern stinkt es. Wennes nach ihnen ginge, dann knnte das ruhigdie ganze Stadt riechen: Hoffen wir, dass esnchstes Mal, wenn wir den Mll liegen las-sen, schn warm ist, sagt Marcus Holste, erarbeitet beim Mnchner Abfallwirtschafts-betrieb.Beinahe alle Mitarbeiter des Mnchner Ab-fallwirtschaftsbetriebes haben am Donners-tag erneut die Arbeit niedergelegt. Schon inder vergangenen Woche und am Mittwochhatte es Warnstreiks gegeben. Fahrer undBelader, die sonst den Mll in der Stadt ein-sammeln, erschienen zwei Tage in Folgenicht zum Dienst. Mllwagen blieben in denDepots, alle Wertstoffhfe geschlossen. InMnchens Hinterhfen konnte man die Fol-gen schon sehen, da stapelten sich die Sckeauf und neben den vollen Tonnen. Die Leutenehmen es hin, bislang jedenfalls. Das Ver-stndnis sei heute viel grer als noch vorzehn Jahren, so erlebt es zumindest MarcusHolste.Auch die Straenreinigung beteiligte sichan den Streiks, anders als in vielen anderenStdten sind das in Mnchen getrennte Be-triebe. Die Streikbereitschaft ist bei diesenBerufsgruppen besonders gro, weil die Ein-kommen sowieso recht niedrig sind, sagtVerdi-Bezirkschef Heinrich Birner. 100 Euromehr im Sockel machen da einen riesigen Un-terschied.Beispiel Marcus Holste: Der 47-Jhrige ver-dient beim Abfallwirtschaftsbetrieb bruttoetwa 1650 Euro, netto bleiben ihm an die1300 Euro. Damit kann Holste, der drei Kin-der hat, keine groen Sprnge machen. ImGegenteil: Mit 1300 Euro kann man in Mn-chen gerade mal die Miete zahlen wennman Glck hat. KAROLINE META BEISELDer grte deutsche Flughafen ist an die-sem Mittwoch ziemlich leer. Kein Wunder,die Lufthansa hatte bundesweit gut 600 ih-rer 1300 Flge gestrichen und das rechtzei-tig bekannt gegeben. Am Frankfurter Air-port wurden 550 Starts und Landungen an-nulliert. Keine Schlangen wtender Reisen-den an den Schaltern, kaum Gemurre. Wieauch? Die meisten Passagiere sind frhzeitiggewarnt worden, konnten, wenn sie wollten,ihr Ticket fr eine Fahrkarte der deutschenBahn umtauschen und so an ihr Ziel gelan-gen. Wer am Airport warten muss es gibtetliche Versptungen , wurde mit einemFlschchen Apfelschorle und Schokolade ge-trstet. Auf Kosten der Lufthansa.Es ist ein Warnstreik mit Ansage; die Ge-werkschaft Verdi hatte sich konziliant ge-zeigt und die Aktion vergleichsweise frhzei-tig publik gemacht. Es blieb genug Zeit frNotfallplanungen; Mhsal und rger, beiden Fluggsten aber auch beim Personal derFluglinien hlt sich so immerhin in Grenzen.Wenn schon Streik, dann bitte so, sagte einnicht-streikender Vertreter des Airports.Circa 2000 Beschftige sind seit dem frhenMorgen im Ausstand, Mitarbeiter der Bo-den- sowie der Frachtabfertigung, der Passa-gierkontrollen und der Verwaltung. Verdi istzufrieden, eine Beteiligung von 90 Prozent in-klusive Tochtergewerkschaften. Zum Flugha-fen kommen sie dennoch an diesem Tag.Man trifft sich zur Versammlung, einem Pro-testmarsch. Wir wollen mehr Geld, rufensie. Viele Fraport-Mitarbeiter sind im Schicht-dienst, die Lhne sind nicht hoch; wer 2000Euro verdient, kann sich glcklich schtzen.Die Kollegen von der Sptschicht werdennicht streiken. Von 14.30 Uhr an wurde wie-der gearbeitet am Airport. SUSANNE HLLStreik, Schwei und TrnenWie schon 2012 versuchen die Gewerkschaften, ihren Kontrahenten auf kommunaler Seite den Schneid abzukaufen. Wieder haben sie bundesweitzu folgenreichen Arbeitsniederlegungen aufgefordert. Das Ziel ist eine schnelle Einigung, auch wenn der Preis fr die Brger in diesen Tagen hoch istKlscher Zweirad-Boom Wenn es Mllmnnern stinktMit Apfelschorle und SchokoladeDie Kommunen drohenmehr oder minder dezentmit Privatisierungen2012 brachten die Streiksder Gewerkschaft Verdi23 000 neue MitgliederWarnstreiks im ffentlichen Dienst Kitas zu, Mlltonnen auf der Strae, Flugzeuge am Boden die Arbeitsniederlegungen waren ausSicht der Gewerkschaften ein voller Erfolg. Denn sie fhlen sich jetzt fr die neue Verhandlungsrunde gestrkt. Tatschlich scheinendie Kommunen einem raschen Kompromiss nicht abgeneigt zu sein. Eine Sache allerdings erschwert die Einigung ganz gewaltigTHEMA DES TAGES2 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHVerdi wollte zeigen, dass ihre Forderungen von einer breiten Basis getragen werden: Kundgebung Donnerstagmorgen am Frankfurter Flughafen. FOTO: DANIEL ROLAND/AFPvon wolfgang grlD er Mnchner Fasching ist einetraurige Angelegenheit. Umsofrhlicher geht es dann in deranschlieenden Fastenzeit zu.Jedes Wirtshaus, das etwasauf sich hlt, ldt zu Starkbierfesten ein,und die berhmteste Fastensause ist dieSalvatorprobe auf dem Nockherberg, einnur Politikern, Geistlichen und anderenHonoratioren zugngliches Freibiergela-ge, das vom Bayerischen Fernsehen livebertragen wird. Per Bupredigt und Sing-spiel werden der Politprominenz dabeimehr oder weniger lustig die Leviten gele-sen, und nach dem allseits anerkanntenNockherberg-Gesetz sind nur diejenigenPolitiker wichtig, die auf der Salvatorbh-ne reichlich Spott ernten.Im Singspiel, einer satirischen Revuemit Politiker-Doubles, war zwei Jahrzehn-te lang der Auftritt des Mnchner Oberbr-germeisters Christian Ude respektive sei-nes famosen Bhnen-Alter-Egos Uli Bauereiner der sichersten Lacher. Bauer musstenur Udes wie einen Weckruf intonierteStandardanrede Liebe Mnnnchnerrin-nen und Mnnnchnerr aufsagen, schonherrschte Heiterkeit im Saal; und wenn er,jede Silbe betonend, den Glanz und dieHerrlichkeit seiner selbst in wohlgeform-ten Stzen feierte, gab es gar keinen Zwei-fel mehr: Das ist er, der Ude.Bei der jngsten Salvatorprobe, drei Ta-ge nach der ersten Runde der bayerischenKommunalwahl, sang der Bhnen-Udesein Abschiedslied, ein wehmtiges Ichsag auf Wiedersehen mit beigefgterSelbstverherrlichung (Mein Applaus willeinfach nicht verhallen). Es fllt schwer,nicht von einer Apotheose zu sprechen.Ude selbst, der richtige Ude, der nach fast21 Jahren das Chefzimmer im Rathaus ausAltersgrnden rumen muss, verdrckteeine Trne, whrend die Starkbier-Promi-nenz um ihn herum klatschte und jubelte ob nun wegen des Songs oder wegen Udeoder weil der Ude endlich weg ist, lsst sichnicht so genau sagen.Ganz in der Nhe des knftigen Pensio-nrs saen Seite an Seite zwei Herren, dieweder im Singspiel vorkamen, noch vonden BR-Kameraleuten groartig beachtetwurden. Dass die beiden im Schatten Udesstanden, ist untertrieben. Sie spieltenschlichtweg keine Rolle. Dabei wird einervon ihnen aus dem Schatten treten ms-sen, so viel ist sicher. Welcher das ist, ent-scheidet sich am Sonntag bei der Stich-wahl um das Amt des Mnchner OB. Wersie sind? Dieter Reiter ist ein Sozialdemo-krat wie Ude, sein Kontrahent JosefSchmid, der ist von der CSU.Wer immer gewinnt: Singspiel-Regis-seur Marcus H. Rosenmller wird ein Pro-blem haben. Wie soll man den neuen Ober-brgermeister parodieren? Was ist das Her-vorstechende, das Typische, das man nurandeuten muss, und jeder wei: Aha, dasist der Reiter. Oder der Schmid. Noch sindkeine kabarettistisch brauchbaren Marot-ten zum Vorschein gekommen, selbst inpuncto Frisur und Kleidung sind die bei-den aufs unaufflligste korrekt. Es wirdhart fr das knftige Double.Zumindest ist das zu vermuten, wennman den Bewertungen in den Medien, aufInternetforen oder dem tglichen Geredefolgt. Schmid, heit es da, ist farblos, Rei-ter ebenso, und berhaupt seien beidehausbacken, bieder und mittelmig. Pro-fil? Nicht zu erkennen.Als Redner und Diskutanten sind sie tat-schlich keine groen Nummern, es fehltihnen die Gabe, eine Sache so auf denPunkt zu bringen, dass die Zuhrer elektri-siert sind. Dem 55-jhrigen Reiter wird da-zu noch zur Last gelegt, dass er immer nurBeamter war. Stimmt ja auch. Fast 30 Jah-re lang hat er der Stadtkmmerei gedient,ehe er zum Chef des Referats fr Wirt-schaft und Arbeit avancierte. Von JosefSchmid, 44, ist wiederum selten die Rede,ohne dass sein Vorname zu Seppi ver-niedlicht wird. Dem CSU-Kandidaten haf-tet das Image des geschmeidigen Empor-kmmlings an, der es vom Metzgerssohnaus dem fast lndlichen Stadtteil Allachzum Rechtsanwalt und Partner einer mit-telstndischen Kanzlei gebracht hat. Unddann ist er auch noch in einer Partei, die inMnchen ber Jahrzehnte hinweg einemIntrigantenstadl glich, in dem Skandaleund Ranknen mit grerer Hingabe ge-pflegt wurden als die Politik. Erst in jnge-rer Zeit hat die stdtische CSU den BegriffParteidisziplin ernst genommen, wasnicht zuletzt Schmids Verdienst ist.Der Mrz, in dem der Wahlkampf in ei-ne nicht bermig flotte letzte Rundeging, war in Mnchen meteorologisch eherein vorgezogener Mai. Frhlingsluft durch-wehte die Stadt, die an solch seidig leuch-tenden Tagen aufs schnste dem Klischeeentspricht, das allgemein ber sie im Um-lauf ist. Lssig zur Schau getragener Luxusprgt das Bild der besseren bis besten Vier-tel, da sind die wirklich eleganten Frauen,die in der Maximilianstrae ihre Gardero-be auf den neuesten Stand bringen. Dane-ben die Mnner, immer lssig, immer be-reit zu zeigen, was sie sich leisten knnen.Und da sind die anderen, die versuchen,sich anzupassen, an alle, die mehr haben,notfalls per kreditfinanzierter Klamotten.Man mchte ja nicht als jemand dastehen,der nicht mithalten kann. Bitte nicht.Und dann gibt es noch die, die auch dasnicht knnen. Durch die nicht ganz so no-blen Viertel wie Giesing oder Milbertsho-fen, wo Arbeiter, kleine Angestellte, Rent-ner oder Kleingewerbler leben, geistertseit geraumer Zeit die Frage, wie es eigent-lich weitergehen soll in einer Stadt, dieman sich kaum noch leisten kann. Dabeimuss man kein Hartz-IV-Empfnger odersonst ein armer Schlucker sein, um hierExistenzngste zu haben. Auch ein festerJob, ein geregeltes Einkommen sind keineGarantie mehr, in Mnchen leben zu kn-nen. Was ist, wenn die nchste Mieterh-hung kommt? Und sie kommt ganzbestimmt.Um durchschnittlich fnf bis sechs Pro-zent steigen die Mieten pro Jahr, und werheute eine neue Wohnung bezieht, kannvon Glck reden, wenn er mit 16 Euro proQuadratmeter davonkommt. Mehr als1100 Euro Kaltmiete fr eine 70-Quadrat-meter-Wohnung da ist ein guter Teil desEinkommens schon mal weg. Und nachoben gibt es praktisch keine Grenzen. Inkeiner Grostadt Deutschlands wohnt essich so teuer wie in Mnchen.Wenn der Mnchner Wahlkampf ber-haupt ein Thema hatte, dann war es die Fra-ge, wie man das Angebot an erschwingli-chem Wohnraum verbessern kann. Ich ha-be whrend meiner Kampagne mit Tausen-den Brgern geredet, sagt Dieter Reiter.In 90 Prozent der Gesprche ging es umsbezahlbare Wohnen.Auch Josef Schmid, der mit einem altenVW-Bus durch smtliche Stadtviertel tour-te, hat die Erfahrung gemacht, dass Woh-nungsnot und steigende Mieten die grteSorge der Mnchner sind.Was also tun? Kleine Giftpfeile fliegenhin und her, wenn es um Schuld und Ver-sumnisse geht. Schmid wirft Ude und sei-ner Verwaltung vor, die Entwicklung ver-schlafen zu haben, wobei ihm zupasskommt, dass sich die Stadt selbst den Lu-xus leistete, eigene Immobilien jahrelangleerstehen zu lassen. Reiter kann mit hnli-cher Mnze heimzahlen, denn die CSU-do-minierte Staatsregierung hat ihrem Partei-freund Schmid nicht gerade geholfen, alssie im vergangenen Jahr rund 33 000 lan-deseigene Wohnungen an ein Investoren-konsortium verkauft hat. Darunter waren8000 Wohnungen in Mnchen.Dabei ist es ja nicht so, dass in Mnchennicht gebaut wrde, im Gegenteil. Entlangder Bahnlinie, auf ehemaligem Kasernen-gelnde, an den Stadtrndern entstandenneue Siedlungen, banale Wohnblcke zu-meist, nicht wirklich hsslich, aber auchnicht schn. Etwa 125 000 neue Wohnun-gen wurden in der ra Ude gebaut unddoch reichen sie nicht, der gewaltigenNachfrage Herr zu werden. Mnchenboomt, die Wirtschaft der Stadt entfaltetseit vielen Jahren eine enorme Dynamik.Das Bild vom behbigen Millionendorf, indem die Gemtlichkeit niemals ausstirbtund wo grantelnde Dackelbesitzer undcharmante Vorstadtstrizzis den ganzenTag im Biergarten herumhocken, warschon immer hchst einseitig. Hier habenDax-Konzerne wie BMW, Allianz, MunichRe, Linde oder Siemens ihren Hauptsitz,die Hightech-Sparte floriert, Life Sciences,Kommunikationstechnologie, Banken, Mo-de, Tourismus alles so gut in Schwung,dass Mnchen in deutschen und europi-schen Stdterankings stets oben steht,meistens auf Platz eins.Das Geld, die Arbeitspltze, die hohe Le-bensqualitt locken Menschen von berallan, aus allen Winkeln der Republik, aus EU-Lndern und smtlichen Kontinenten. Et-wa ein Viertel der Mnchner sind Ausln-der. Jhrlich steigt die Zahl der Einwohnerum 20 000, heute sind es rund 1,45 Millio-nen. Im Jahr 2023 werden es den Progno-sen zufolge 1,6 Millionen Menschen sein.Wo aber sollen sie wohnen? In einer Stadt,die sich keiner mehr leisten kann? Undwird diese Stadt noch die gleiche sein, seinknnen?Damit Mnchen Mnchen bleibt mit diesem Slogan bestritt SPD-KandidatReiter seinen Wahlkampf, und dafr be-kam er einen dicken Sack voller Spott. Dassei doch die Losung eines ideenlosen Wei-ter so. Reiter hatte alle Mhe zu erklren,dass er die Parole als Auftrag versteht, eineMenge zu ndern, damit die Stadt so attrak-tiv bleibe, wie sie ist.Dass Mnchen sein wie immer gearte-tes Wesen verlieren knnte, ist eine Be-frchtung, die schon um 1900 grassierte.In Ludwig Thomas Roman Mnchnerin-nen ist es eine Bodenverwertungsgesell-schaft, die die historische Bebauung platt-machen mchte, und als in den 1920er-Jah-ren das 45 Meter hohe Technische Rathauserrichtet wurde, schimpfte Karl Valentin,jetzt beginne es auch schon in Mnchen zuneuyorkeln.Es ist keine Frage, dass viele Mnchneram Alten hngen. Das hlt sie aber nicht da-von ab, das neueste Smartphone und dasinnovativste Auto zu kaufen. Unbehaglichwird ihnen erst, wenn der angebliche Fort-schritt unabsehbare Folgen haben knnte.Die Olympischen Winterspiele etwa habendie Mnchner lieber doch nicht haben wol-len, ebenso wenig eine dritte Startbahn frden Flughafen. Da konnte sich Ude, dessenletzte Amtszeit ohnehin nicht ganz so gln-zend verlief, noch so sehr ins Zeug legen die Menschen stimmten dagegen. Nichtwenigen Mnchnern wird der gewaltigewirtschaftliche Erfolg der Stadt offenbarallmhlich unheimlich. Was bleibt dannvon dem Mnchen, das so viele lieben?Wie dies aussieht, ist jedem Einheimi-schen klar, und wer ein anderes Bild hat,der kann ja nach drben gehen, nach Ber-lin. Ist ja auch was dran: Mnchen istschn, hier gibt es Tage, da erscheint dasLeben federleicht und berauschend. Wennalle hinausdrngen an die Isar, die sichnach der Renaturierung wie in alten Zeitenals Gebirgsfluss, als groer Giebach ausden Bergen, wie Thomas Mann schrieb,durch die Stadt schlngelt. Wenn die Sur-fer auf der Eisbachwelle balancieren unddie Menschen die ersten warmen Tage miteiner Ma am Chinesischen Turm begr-en, dann stellt sich jenes Mnchen-Ge-fhl ein, das so viele hier sesshaft werdenlsst. In diesen Momenten ist egal, wiehoch die Miete ist und wie teuer das Leben.Man pflegt das zum Klischee gewordeneWeichbild einer Stadt, in der man morgensbeim Frhschoppen im Augustiner sitzt,anschlieend eine der Pinakotheken be-sichtigt, dann ein Sonnenbad vor der Glyp-tothek, und abends gehts in die Oper. Soist es, und so wird es bleiben.Jenseits der Postkartenidylle aber wan-delt sich die Stadt bestndig. Sukzessiveverschwinden die Traditionsgeschfte ausdem Zentrum, zuletzt rumte der ehemali-ge Kniglich Bayerische Hoflieferant EdMeier, ein exquisites Schuhgeschft beina-he snobistischen Zuschnitts, seinen ange-stammten Laden gegenber der Residenz,die ein paar Schritte weiter gelegene Confi-serie Rottenhfer, seinerzeit ebenfalls Hof-lieferant, machte nach 188 Jahren fr im-mer dicht, das alteingesessene ModehausMaendler in der Theatinerstrae hat aufge-geben und so weiter. Die Liste ist lang. We-nig bleibt, wie es war, und alles gehtschnell.Stadt- und Staatsregierung wirken damitunter wie gemchliche Eselskarren zumindest wenn es um groe Projektegeht. ber den geplanten Bau einer zwei-ten S-Bahnrhre wird seit Jahren vorzugs-weise gestritten, die Sanierung der stdti-schen Kliniken zieht sich hin, und fr denvon vielen Musikfreunden gefordertenKonzertsaal gibt es zwar gefhlte 30 Stand-orte, aber weder Geld noch einen Plan. Dasgrte Mysterium aber ist, dass die wichti-gen Bauvorhaben zwar diverse Wettbewer-be und Expertenkommissionen durchlau-fen und dennoch eine Architektur heraus-kommt, die wie ein Gestaltungsbeispielaus einem Baumarkt-Katalog aussieht.Und wenn schon mal ein origineller Ent-wurf wie der Plan des japanischen Archi-tekten Kazunari Sakamoto fr die soge-nannte Werkbundsiedlung auf dem Tischliegt, dann wird er weggewischt. Zu teuer,befand die rot-grne Stadtratsmehrheit,zu wenig kologisch bis heute ein Bei-spiel stdtischer Verzagtheit, die lieber dasMittelmige whlt, als das Auerordentli-che zu wagen. Im 19. Jahrhundert dachteman anders in Mnchen.Den Sozis ist in den letzten Jahren vie-les aus dem Blick geraten, sagt JosefSchmid, die Stadt msse wieder aktive Poli-tik betreiben. Natrlich mit ihm an der Spit-ze, Schmid, dem CSU-Mann, der sich imWahlkampf als Erneuerer prsentiert undseine Frau Natalie im Stil US-amerikani-scher Kampagnen als First Lady in spe inSzene setzt. Schmid ist es immerhin gelun-gen, einen liberal wirkenden, urbanen CSU-Politiker zu verkrpern, der sich auchnicht scheut, beim Christopher-Street-Day mitzulaufen und sich von Seehofer-Sprchen la Wer betrgt, der fliegt zudistanzieren.Reiter wiederum hat sich als Sozialde-mokrat klassischen Typs profiliert. Werihn beim Straenwahlkampf beobachtet,sieht einen Mann, der den Menschen zu-hrt und auch aggressive Fragen geduldigbeantwortet. Auch Reiter sagt: Einfachweitermachen wie bisher, geht nicht. DieDynamik Mnchens msse man frdern,nur drfe dabei nicht die soziale Balanceverloren gehen. Keiner soll Angst habenmssen, dass er verdrngt wird.Gelernt haben die beiden auch, wie manmige Wahlergebnisse schnredet. Rei-ter gab sich rundherum zufrieden, als eraus dem ersten Wahlgang mit 40,4 Pro-zent herauskam. Dass sein ParteifreundUde 2008 stattliche 67 Prozent hingelegthatte, trbte die Freude kaum.Schmid feierte seine 36,7 Prozent gar alshistorisch, weil damit erstmals seit30 Jahren wieder ein CSU-Kandidat in dieStichwahl gekommen ist. Seinerzeit hattees Erich Kiesl in die zweite Runde ge-schafft, ein umtriebiger Politiker, der 1978die jahrzehntelange SPD-Dominanz imRathaus beendet hatte. Seine Amtszeit alsOB war von diversen Peinlichkeiten ge-prgt, weshalb ihn die Mnchner bei derbesagten Stichwahl 1984 wieder abservier-ten. Umso grer wre die Genugtuungder Christsozialen, endlich mal wieder dieHauptstadt des Landes zu regieren, das sieseit Menschengedenken beherrschen. Frdie SPD wre es ein Desaster, an dessen Fol-gen die Genossen gar nicht denken wollen.Da ist es beruhigend, dass Sabine Nallin-ger, die OB-Kandidatin der Grnen, die re-spektable 14,7 Prozent geholt hatte, denMnchnern empfiehlt, Reiter zu whlen.Das grte Stimmenpotenzial aber istnoch gar nicht ausgeschpft. 58 Prozentder Wahlberechtigten blieben dem erstenUrnengang ganz fern. Mehr als die Hlftealso gaben ihre Stimmen nicht ab, aber viel-leicht machten sie eine Stimmung deut-lich. Im einst roten Stadtteil Milbertshofenzum Beispiel haben nur noch 32 Prozentder Wahlberechtigten abgestimmt. Es ist,als htten sie eine Botschaft an die groereiche Stadt geschickt: Wir gehren nichtmehr dazu.Aber hier gibt es Tage, daerscheint das ganze Lebenfederleicht und berauschendAuch ein fester Job, ein geregeltesEinkommen sind keine Garantiemehr, in Mnchen leben zu knnenMehr als die Hlfte derWahlberechtigten gaben ihreStimme nicht ab. Warum nicht?Damit MnchenMnchen bleibt.So werben nichtdie Konservativen,sondern SPD-KandidatDieter Reiter. DassMnchen sein wieimmer geartetes Wesenverlieren knnte,ist brigens eineBefrchtung, die schonum 1900 grassierte.Wer die Postkarte ausden 70er-Jahren an-schaut, der sieht, dasssich am Ende aber dochetwas verndert hat.FOTO: OHSchaut auf diese StadtZu Mnchen fllt jedem eine Menge ein zu den beiden Kandidaten, die Oberbrgermeister werden wollen, eher nicht.Dabei ist es eigentlich noch wichtiger geworden, wer hier in Zukunft regiertBeide liegen Kopf an Kopf, wenn es darum geht, wer der Unaufflligere ist: DieterReiter von der SPD (links) und Josef Schmid von der CSU. FOTO: ROBERT HAASDIE SEITE DREIDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 3Ob der Flughund nun wirk-lich einem Hund hnelt oderdoch eher einem Fuchs, wie erim Englischen auch genanntwird, darber kann man strei-ten die lngliche Schnauze und das bu-schige, rtliche Fell mancher Arten lassenSpielraum fr Interpretation. Unumstrit-ten ist jedoch, dass Flughunde und Fleder-muse, gemeinsam als Fledertiere bezeich-net, als einzige Sugetiere tatschlich ak-tiv fliegen knnen: Sie flattern dafr mit ih-ren Hautflgeln. Beim Riesenflughundknnen sie Spannweiten von mehr als1,50 Meter erreichen. Manche Kurznasen-flughunde dagegen, eher Typ Chihuahuaals Fuchs, sind nur wenige Zentimeterlang. Flughunde gibt es in Asien, Australi-en, Afrika und auf vielen Sdseeinseln.Tagsber hngen sie meist kopfber schla-fend in Bumen oder Hhlen; nachts sam-meln sie Samen und Frchte, wodurch sieeine wichtige Rolle bei der Pflanzenbestu-bung spielen. Anders als Fledermuse ori-entieren Flughunde sich meist nicht perEcho-Ortung, sondern vor allem mit ihrenguten Augen. Viele Arten sind bedroht,weil ihr Lebensraum schrumpft, aber auchdurch die Jagd vielerorts gelten sie als De-likatesse. Auch in Guinea verspeist man siegerne ber dem Feuer getrocknet oder in ei-ner Pfeffersuppe. Weil Fledertiere das td-liche Ebola-Virus in sich tragen knnen,das derzeit in Guinea wtet, hat das dorti-ge Gesundheitsministerium nun Handelund Verzehr der Tiere verboten. weisViele hatten diese Entscheidung vonPapst Franziskus erwartet, nun hat er siegefllt. Zum Glck: Fr das Bistum Lim-burg, das endlich den Neustart wagenkann, und fr die katholische Kirche, diedurch die Affre schweren Schaden erlit-ten hat. Jede andere Entscheidung wreabsurd gewesen. Zu schwer wogen dieProteste in Limburg gegen den verschwen-derischen Kirchenmann, der keinerleiUnrechtsbewusstsein an den Tag legte.Damit nun in Limburg und anderswo dasSeufzen der Erleichterung keine heieLuft bleibt, muss die katholische Kircheaus dem Fall Tebartz lernen. Sie brauchtein professionelleres, transparenteresBerufungssystem ihres Spitzenpersonalsmit festen Formen von Beratung undMitwirkung der Glubigen. Sie bentigtferner ein besseres System der Eigenkon-trolle gegen selbstherrliche AuswchseEinzelner.Der fast zeitgleich vorgelegte Prfberichtder deutschen Bischofskonferenz belegtnachdrcklich, dass Bischof Tebartz-vanElst keinesfalls das Unschuldslamm war,als das er immer wieder stilisiert werdenwollte. Wahr ist aber auch, dass Aufsichts-gremien geschlampt haben, dass die Kam-pagne gegen Tebartz-van Elst teilweisezum Selbstlufer wurde.von ulrich schferJ oe Kaeser ist als Chef von Siemens einManager, kein Politiker, aber seinBesuch bei Wladimir Putin war mehrals eine schnde Geschftsreise. Die Visitehatte in einer Zeit, in der Russland mitSanktionen belegt und aus dem Wirt-schaftsklub der G 8 herausgeworfen wird,auch eine politische Komponente.Grundstzlich ist ein Besuch bei Putinnicht verwerflich, auch Sigmar Gabriel warja erst vor ein paar Wochen in derselbenPrsidentenresidenz zu Gast. Auch Kanzle-rin Angela Merkel erklrte nach KaesersMoskau-Reise, sie habe gegen solche Tref-fen nichts einzuwenden.Es ist ein bewusstes Doppelspiel, das dagetrieben wird. Ein Doppelspiel, bei demdie Politik vordergrndig immer mehrDruck aufbaut und sich zugleich einenback channel, einen Zugang hinten her-um aufrechterhlt. Regierungen greifen,wenn sie sich offiziell nichts mehr zu sagenhaben, gern auf solche informellen Kontak-te zurck. Gern auch auf die Kontaktedurch Wirtschaftsfhrer.Das hat schon Konrad Adenauer so ge-handhabt. Er hat sich immer wieder derHilfe von Hermann Josef Abs bedient, desinternational einflussreichen Bankiersund langjhrigen Vorstandssprechers derDeutschen Bank. Auch Berthold Beitz warviele Jahrzehnte nicht nur im Auftrag vonKrupp unterwegs, sondern vertrat auf sei-nen Reisen bei Bedarf auch die Interessender Bundesrepublik. Gemeinsam fdeltenAbs und Beitz Ende der 60er-Jahre mitRussland auch das politisch brisante Ge-schft Gas gegen Rhren ein: DeutscheFirmen bauten Gasrhren fr die Russen,die Deutsche Bank und andere Institutefinanzierten dies, Moskau lieferte im Ge-genzug Gas. Dies trug entscheidend zurEntspannungspolitik bei.Joe Kaeser, der seit einem Dreiviertel-jahr Siemens fhrt, also einen auch politi-schen Konzern, der viele Geschfte mitStaaten aller Art macht, ist allerdings keinBeitz, kein Abs. Kein erfahrener Diplomat.Und so lie er sich vor laufenden Kameraszu ein paar verstrenden Bemerkungenhinreien. Zunchst gratulierte er zur Be-grung dem russischen Prsidenten zu ei-ner herausragenden Olympiade, obwohldies ja nicht zuletzt eine gewaltige Propa-gandaveranstaltung fr Putin war, ehe dieBesetzung der Krim begann. Und anschlie-end, im Interview mit dem Heute-Jour-nal, bezeichnete Kaeser die Annexion derKrim auch noch als kurzfristige Turbulen-zen. Gewiss hat Siemens whrend seiner160 Jahre in Russland vieles erlebt: Krise,Kriege, Machtwechsel. Aber eine kurzfris-tige Turbulenz ist etwas vllig anderes.Letztlich aber offenbarte Kaesers vomKanzleramt gebilligter Besuch bei Putinvor allem eines: das groe Dilemma, indem sich nicht nur die deutsche Wirt-schaft, sondern auch die deutsche Politikbefindet. Denn die wirtschaftlichen Verbin-dungen mit Russland, nicht blo durchGas und l, sondern im Handel, Maschi-nenbau oder Finanzgeschft, sind viel zueng, als dass Deutschland wirklich klarPosition beziehen kann. Putin wei dies,und das macht ihm die Sache so leicht.von kai strittmatterM an mag Xi Jinping, den Staatspr-sidenten Chinas, nicht beneiden.Die Herausforderungen, vor de-nen sein Land steht, sind gewaltig. Ja, Chi-na hat als zweitgrte Volkswirtschaft derWelt mittlerweile groen Einfluss, kein glo-bales Problem vom Klimawandel bis zurinternationalen Finanzordnung kannmehr ohne die Kooperation Pekings ernst-haft angegangen werden. Gleichzeitig aberwird China noch lange vorwiegend mitsich selbst beschftigt sein. Auch deshalbtut sich der Westen schwer mit seinen Ver-suchen, Peking einzubinden ins internatio-nale Gefge, ihm mehr Verantwortung ab-zuverlangen. Kanzlerin Angela Merkelwird das erneut feststellen, wenn Xi an die-sem Freitag in Berlin eintrifft.Nicht vergessen darf man dabei, dassXis wichtigste Rolle nicht die des Staatspr-sidenten ist, sondern die des Chefs derKommunistischen Partei. Wohl noch niesah sich eine diktatorisch regierende Par-tei einer solchen Herausforderung aus dereigenen Gesellschaft gegenber. China isteben nicht Nordkorea: Die Regierung hatdas Internet gefrdert, weil sie darin Wirt-schaftschancen, Profit witterte und hatsich so bei aller Macht der Zensur eine Of-fenheit ins Land geholt, die einmalig ist frautoritre Regime.China ist auch deshalb nicht Nordkorea,weil die KP sich auf ihre Art um die Legiti-mierung ihrer Herrschaft bei den Brgernbemht: durch Wirtschaftswachstum,durch nationale Gre. Auch deshalb gehtihr der Entzug des Vertrauens durch dieseBrger, die wtend sind ber Korruption,soziale Ungleichheit, vergiftetes Essen undvergiftete Luft, so an die Nieren.Xi Jinping ist fr die KP angetreten, die-ses Vertrauen zurckzugewinnen. Er willChina weiter modernisieren. Das Problemdabei: Es ist weiterhin nur eine halbe, ober-flchliche Modernisierung. Politisch agiertXi erstaunlich altbacken. Sein Kampf ge-gen die Korruption etwa ist nichts als eineKampagne alten Stils, welche die Beamtenmit Appellen und Schauprozessen einzu-schchtern sucht. Das mag kurzfristigSchreckstarre in den Reihen der KP ausl-sen, auf lange Sicht aber wird diese Kampa-gne genauso scheitern wie alle vor ihr.Xi Jinping und mit ihm die ganze KP ha-ben groe Angst vor jenen Reformen amSystem, die die Ursachen des bels tatsch-lich bekmpfen wrden, allen voran eineunabhngige Presse und eine unabhngi-ge Justiz. Es ist sogar so, dass Xi all jene,die ebendies fordern Rechtsanwlte, Br-gerrechtler, Blogger, Journalisten mitgroer Hrte verfolgen lsst. Die Repressi-on hat unter ihm zugenommen. Furcht istfr Xi ein effizientes Mittel zur Herrschafts-sicherung. Der Fall der BrgerrechtlerinCao Shunli, die vor zwei Wochen in Haftverstarb, nachdem die Behrden ihr medi-zinische Behandlung verwehrt hatten, istein Rckfall in dunkelste Zeiten.Es ist eine drngende Frage: Wie gehendie Demokratien des Westens mit demwirtschaftlich immer strkeren China um?Englands Premier David Cameron gab ei-ne mgliche Antwort, als er bei seinem Pe-kingbesuch im Dezember fast auf dem Tep-pich kriechend um Pekings Wohlwollenbuhlte. Man kann das natrlich machen jede Selbstachtung aufgeben.Aber Respekt darf man dann keinenmehr erwarten, gerade nicht von den Um-worbenen. Selten las man tzendere Kom-mentare in Chinas Medien als nach Came-rons Kotau. Oft hrt man, der Westen wer-de China gewiss nicht die Demokratie brin-gen. Als ob das ein Grund wre, sich selbstund seine Werte zu verleugnen. Zudemsehnt sich China nach dem Respekt der Au-enwelt. Die Kanzlerin und der Bundespr-sident haben in Berlin die Gelegenheit, Xidaran zu erinnern, dass sein Land erstdann, wenn es die Rechte seiner eigenenBrger achtet, den Respekt bekommt, denes als groe Nation verdient.D ie Beschlagnahme der 1280Gurlitt-Kunstwerke durchdie Staatsanwaltschaft Augs-burg vor zwei Jahren war einstrafrechtlicher Fehler, eingroer, ein gewaltiger, ja ein unfassbarerstrafrechtlicher Streich. Man liest den dr-ren Durchsuchungs- und Beschlagnahme-beschluss der Ermittlungsrichterin inAugsburg, der alles ins Rollen gebrachthat, und ist entgeistert: Da wurde die Ein-trittskarte zu einer Vorstellung ausge-stellt, von der die Richterin keine Ahnunghatte. Da wurde wegen eines mickrigenSteuervorwurfs auf einen Hundert-Millio-nen-Wert zugegriffen. Der strafrechtlicheZugriff auf den Kunstschatz war unver-hltnismig, er ist ein rechtsstaatlicherSkandal. Aber zugleich war dieser Zugriffgesegnet mit einer phantastischen Entde-ckung, Enthllung und Offenbarung. Ei-ne falsche Anwendung des Rechts hat da-zu gefhrt, dass die Wahrheit ber die Bil-der und ihr Schicksal entdeckt wurdeoder entdeckt werden kann. Wer diesenFall Gurlitt studiert, ist daher hin- undhergerissen zwischen Recht und Moral.Die Bilder waren vor der juristisch dubi-osen Beschlagnahme tot. Jetzt reden sie:Sie reden von ihrer Vergangenheit; die so-genannte Provenienzforschung bringt siezum Sprechen; die Bilder berichten da-von, wo und bei wem sie einst hingen; sieberichten von Notverkauf und Raub; vieledieser Bilder tragen die unsichtbaren Spu-ren von Nazi-Verbrechen, und sie tragendie sichtbaren Spuren vom Verbergenund Verstecken. Viele der beschlagnahm-ten Bilder waren Gegenstand von Gier,von Hab- und Raffsucht. Sie blieben einstin den Salons der Nazi-Gren und denDepots der Kunsthndler der NS-Zeit, alsdie Eigentmer der Bilder in den Lagernund in den KZs verschwanden. In einer Ge-genwart, in der die letzten Zeitzeugen ster-ben, in der Endzeit der Erinnerung also,hngt die Zukunft des Holocaust-Geden-kens auch an solchen Bildern.Diese Bilder sind zwar stumme Zeugender NS-Verbrechen, sie provozieren aberdas Reden ber diese Verbrechen von Neu-em. Erinnerung das ist nicht zuletzt dieUnruhe, die einen packt, wenn man die Ei-gentumslage an diesen Bildern zu analy-sieren versucht und feststellt, wie schweres fr die Erben der Nazi-Opfer ist, wiederin den Besitz dessen zu kommen, was ih-ren Grovtern und Gromttern abge-presst worden ist. Das Brgerliche Gesetz-buch mit seinen Paragrafen ber den Er-werb von Eigentum und ber die Verjh-rung von Herausgabeansprchen der Ei-gentmer gegen die Besitzer es ist unge-eignet fr die juristische Reparatur vonAkten politischer Perversion.Viele der Gurlitt-Bilder waren Objektedes Unrechts. Gleichwohl: Sie htten nichtbeschlagnahmt werden drfen, weil dasStrafrecht nicht dafr da ist, Bilder zumReden zu bringen. Strafrecht ist auchnicht dafr da, die Schwchen des BGBund des Zivilrechts auszugleichen. Es istnicht dafr da, einen bergesetzlichenHerausgabeanspruch zu schaffen, wennes einen gesetzlichen Herausgabean-spruch nicht mehr gibt. Strafrecht ist al-lein dafr da, die Schuld einzelner Men-schen an einer Straftat festzustellen unddie Strafe dafr zu bemessen. Die Verbre-chen, von denen die beschlagnahmten Bil-der knden, hat nicht Cornelius Gurlitt be-gangen; er hat die Bilder geerbt, nicht einestrafrechtliche Schuld, die daran klebt.Gurlitt hat aber die moralische Last ge-erbt, mit denen die Bilder, jedenfalls einTeil davon, beschwert sind. Ein Verfah-ren, in dem es um eine kleine Steuerstraf-tat geht, erlaubt es aber dem Staat nicht,den Beschuldigten von dieser Last durchBeschlagnahme zwangsweise zu befreien.Die Beschlagnahme der 1280 Bilder er-folgte wegen des wackeligen Verdachts ei-ner Verkrzung der Einfuhrumsatzsteu-er. Vom Wert der Bilder kann die Steuer-schuld, so sie denn berhaupt besteht,mindestens zehntausend Mal bezahlt wer-den. Ein eklatanteres Beispiel fr Unver-hltnismigkeit kann man sich kaumausmalen. Man muss Paragrafen schonsehr verbiegen, um 1280 Bilder daran auf-zuhngen in einem Strafverfahren, indem der einzige greifbare Vorwurf darinbesteht, dass der Beschuldigte 9000 Euroaus vermeintlich unklaren Geschftenbei sich gefhrt hat. Dem alten Mann istUnrecht widerfahren.Den Menschen, denen Gurlitts Bildereinst gehrten, ist viel, viel greres Un-recht widerfahren. Es kann nicht gegen-einander aufgerechnet werden. Und esknnen die Bilder, auch wenn es sichnicht um Raubkunst handelt, auch nichteinfach an Gurlitt zurckgegeben wer-den. Sie sind in keiner Wohnung Gurlittsmehr sicher. Die Unsicherheit der Eigen-tumsverhltnisse an den Bildern ereilt al-so nun auch die Ausbung des Besitz-rechts von Gurlitt. Vielleicht ist dies eineList der Geschichte, wenn sie sieht, dassRecht und Gesetz an ihre Grenzen stoen.Etliche Kommentatoren beschftigensich mit dem Rcktritt des Limburger BischofsFranz-Peter Tebartz-van Elstnach dessen Finanzaffre:PROFILWas macht ein politisches Talent aus? DieFrankfurterin Janine Wissler ist nicht nurden Spitzen der Linkspartei schon vor Jah-ren als politische Begabung aufgefallen.Die 32 Jahre alte Fraktionsvorsitzende derLinken im hessischen Landtag fllt dort alsPolitikerin vor allem durch zwei Eigen-schaften auf, die in der Politik und auchsonst eher selten gemeinsam daherkom-men. Wissler kann mit groer Leiden-schaft vor Publikum reden, bei Protest-kundgebungen wie auch im Landtag, hatein Fernsehgesicht. Sie kann zuspitzenund reagiert schlagfertig. Aber sie mussdas nicht, sie kann Angriffe mit Heiterkeitins Leere laufen lassen. Das macht wohl ihrTalent aus: durchaus bissig zu sein, abernicht verbissen.Es war nur noch eine Frage der Zeit, bises zum nchsten Schritt kommen wrde,dem Aufstieg in den engeren Fhrungs-kreis der Linken im Bund. Jetzt gilt dieDiplom-Politologin als aussichtsreicheKandidatin fr die Nachfolge von SahraWagenknecht, die ihren Posten als stellver-tretende Parteivorsitzende aufgeben will.Das wre schon ein ziemlicher Kontrast.Im vorigen Herbst hatte die Linke esWisslers Auftreten zu verdanken, dass siewieder in den Landtag in Wiesbaden ein-zog. Das war fr die Partei von enormer Be-deutung, ein Fiasko wre das Ende der lin-ken Ausdehnung gewesen, nachdem manvorher in Dsseldorf, Kiel und Hannoverwieder aus dem Parlament geflogen war.Aufgewachsen in einem linken Eltern-haus, ist Wissler schon als Schlerin frhpolitisiert worden. Sie ging mit 14 zum ers-ten Mal auf eine Demo, engagierte sich beiAktionen gegen Neonazis und in der Frie-densbewegung. Als Studentin schloss siesich bald dem kapitalismuskritischenBndnis Attac an und fand sich spterschnell in der Spitze der WASG wieder, diesich dann mit der PDS zur Linkspartei ver-einte. Kurz vor Ende ihres Studiums inFrankfurt, sie finanzierte es mit Arbeitenals Verkuferin im Baumarkt, zog Wisslermit der kleinen Linksfraktion in den Land-tag ein. Wissler war schon Abgeordnete,als sie ihre Diplomarbeit ber die Liberali-sierung und Rekommunalisierung derEnergiepolitik zu Ende schrieb.2009 wurde die junge Frau, die gern inden Bergen wandert und Mitglied im deut-schen Alpenverein ist, Fraktionschefin.Auffllig ist, wie intensiv sie den Kontaktzu Protestgruppen auerhalb des Parla-ments suchte, so zu den Brgerinitiativengegen den Lrm am Frankfurter Flugha-fen. Im Herbst richtete die Linke ihrenWahlkampf ganz auf sie aus, weshalb politi-sche Gegner gifteten, dass sich hinter demcharmanten Gesicht der pragmatischenSpitzenfrau viele altlinke Apparatschiksversteckten. An ihr, hie es, habe es nichtgelegen, dass es zu keinem Linksbndnis,sondern zu einer schwarz-grnen Regie-rung in Wiesbaden kam. Auch wenn Wiss-ler stets betont, dass sie nicht um jedenPreis regieren will: Mit einer wie ihr knntedie Annherung zur SPD im Bund knftigleichter fallen. jens schneiderS IEMENS UND PUTINStets zu DienstenCHINA UND DEUTSCHLANDEin Kotau bringt keinen Respektvon wolfgang janischN etzsperre heit das Reizwort derInternetgemeinde. Es hat den me-tallischen Beigeschmack der Zen-sur, man kann das ja tglich in den Welt-nachrichten verfolgen. China oder Tr-kei, autoritre Machthaber beschrnkendie digitale Freiheit, wo sie knnen.Ist das Urteil des Europischen Ge-richtshofs deshalb Anlass zur Sorge? Werdie Entscheidung zu Ende liest, wird fest-stellen: Jedenfalls schlgt sich das Ge-richt nicht einseitig auf die Seite der Film-und Musikindustrie, sondern schtztauch die Grundrechte der Netzgemeinde.Zwar drfte der Fall, der in sterreichspielt, auch in Deutschland Wirkung ent-falten. Vorerst werden aber allenfalls ein-zelne Gerichte auf dessen Grundlage An-ordnungen gegen Internetprovider erlas-sen, um ihren Kunden den Zugang zu ille-galen Websites zu sperren. Eine Manah-me, die brigens auch aus Sicht des EU-Gerichts technisch leicht zu umgehen ist.Trotzdem kann man das Urteil auch alsWarnzeichen lesen. Die Begehrlichkeitensind gro, die Internetprovider die Tr-ffner zum Internet gleichzeitig auchals Kontrolleure und Torwchter einzuset-zen. Hassprediger und Gewaltpropagan-disten, Extremisten und Islamisten, Zo-cker und Spinner: Sie alle tummeln sichda drauen im Netz. Grnde fr Sperrenlassen sich also immer finden. Was derEinstieg in eine Unkultur des Sperrens w-re. Der Traum von der Netzfreiheit wredamit ausgetrumt.von sonja zekriB esorgt sah der Feldmarschall aus,und er hat auch allen Grund dazu.Abdel Fattah al-Sisi hat endlich, in aller Bescheidenheit seine Prsident-schaftskandidatur bekannt gegeben.Zum letzten Mal trug er Uniform, aber einMann der Armee bleibt er trotzdem, Herr-scher ber eine Institution, die viele gyp-ter fr die einzig intakte im Land haltenund die er zuvor umbaute, damit sie ihmnicht gefhrlich wird. Vieles deutet dar-auf hin, dass das Wirtschaftsimperiumder Armee unter Sisi noch wachsen wird.In seinem Auftritt verzichtet der frisch-gebackene Zivilist Sisi auf seine blichenKoranzitate, stattdessen beschwor er dieEinheit in schweren Zeiten: im Kampfgegen Terrorismus und Arbeitslosigkeit,gegen die Abhngigkeit von Zuwendun-gen vom Golf sowie Verschwrungen voninnen und auen. Viel Sorge schwang mit aber auch eine Drohung an seine Geg-ner. Denn so hysterisch seine Anhngerauch fr ihn trommeln, Sisi hat auch Milli-onen gypter gegen sich. Und noch weitmehr Menschen sind zu erschpft oderfatalistisch, um berhaupt noch politi-sche Plne zu schmieden.Viele hoffen dennoch, dass der Gene-ral, der den Sicherheitsapparat so sicherbeherrscht wie kaum einer vor ihm, gyp-ten endlich Ruhe schenken wird, dassMassentodesurteile, Polizeiwillkr undMedienhetze lediglich ein notwendigesbel sind. Nur deutet nichts darauf hin,dass sie recht haben.von thomas kirchnerZ um Beispiel Mabruk bin Ali al-Saiari. Der Mann aus Nadschran inSaudi-Arabien wurde zum Tode ver-urteilt, weil er jemanden bestohlen und er-mordet haben soll. Die Beweislage: einZeuge, der sich widersprach, sowie dieAussagen von vier mnnlichen Verwand-ten des angeblichen Opfers. Die schworenzwar insgesamt 52 Eide, konnten die Tataber nicht gesehen haben. Einen Rechts-beistand hatte der Verdchtige wederwhrend der Verhre, bei denen er gefol-tert wurde, noch whrend des Prozesses.Der Mann, dessen Schicksal im neu-esten Todesstrafen-Bericht von AmnestyInternational beschrieben wird, erreichtebeim Obersten Gerichtshof Saudi-Arabi-ens eine Neuverhandlung seines Falls. Vie-le haben weniger Glck. Sie werden nachdubiosen Standards abgeurteilt und exe-kutiert und tauchen, wenn sie Chinesen,Nordkoreaner oder Iraner sind, nicht ein-mal als Zahl im Amnesty-Bericht auf.Aber nicht nur im fernen Orient oder indunklen Diktaturen zeigt sich die Un-menschlichkeit der Todesstrafe, sondernauch, immer noch, mitten in der westli-chen Welt. Etwa in den USA, wo das Unbe-hagen wchst angesichts von spektakul-ren Fehlurteilen oder Exekutionen, bei de-nen Verurteilte grausam leiden mssen.Appelle bringen da wenig, die Staaten han-deln, wie sie wollen. Sinnvoller ist, wasAmnesty macht: die Absurditt dieserStrafe zu dokumentieren. Etwa den Fallvon Mabruk bin Ali al-Saiari.DER FALL DES CORNEL IUS GURL ITTWenn Bilder redenvon heribert prantlFlughundHERAUSGEGEBEN VOM SDDEUTSCHEN VERLAGVERTRETEN DURCH DEN HERAUSGEBERRATCHEFREDAKTEUR:Kurt KisterSTELLVERTRETENDER CHEFREDAKTEUR:Wolfgang KrachMITGLIED DER CHEFREDAKTION, INNENPOLITIK:Dr. Heribert PrantlAUSSENPOLITIK: Stefan Kornelius;INNENPOLITIK (STELLV.): Detlef Esslinger, Jan Heidtmann;SEITE DREI: Alexander Gorkow;INVESTIGATIVE RECHERCHE: Hans Leyendecker;KULTUR: Andrian Kreye;WIRTSCHAFT: Dr. Marc Beise, Ulrich Schfer;SPORT: Klaus Hoeltzenbein; WISSEN: Dr. Patrick Illinger;GESELLSCHAFT UND WOCHENENDE: Tanja Rest;Christian Mayer; MEDIEN: Claudia Fromme;MOBILES LEBEN: Jrg Reichle; BEILAGEN: Werner Schmidt;MNCHEN, REGION UND BAYERN: Nina Bovensiepen,Christian Krgel; Sebastian Beck, Peter Fahrenholz, Kassian StrohARTDIRECTOR: Christian Tnsmann; Stefan Dimitrov;BILD: Jrg BuschmannGESCHFTSFHRENDE REDAKTEURE:Marc Hoch, Dr. Hendrik Munsberg, Stefan Plchinger (Online)CHEFS VOM DIENST: Dr. Alexandra Borchardt,Carsten MatthusCHEFKORRESPONDENT: Stefan KleinLEITENDE REDAKTEURE:Prof. Dr. Joachim Kaiser, Nikolaus Piper, Evelyn RollDie fr das jeweilige Ressort an erster Stelle Genanntensind verantwortliche Redakteure im Sinne des Gesetzesber die Presse vom 3. Oktober 1949.ANSCHRIFT DER REDAKTION:Hultschiner Strae 8, 81677 Mnchen, Tel. (089) 21 83-0;Nachtruf: 21 83-7708; Nachrichtenaufnahme: 21 83-481;Fax 21 83-97 77; E-Mail: redaktion@sueddeutsche.de.BERLIN: Nico Fried; Robert Romann, Claus Hulverscheidt(Wirtschaft), Franzsische Str. 48, 10117 Berlin,Tel. (0 30) 26 36 66-0; DRESDEN: Cornelius Pollmer, KamenzerStr. 47, 01099 Dresden, Tel. (0351) 33 28 81 68; DSSELDORF:Bernd Drries, Bckerstr. 2, 40213 Dsseldorf, Tel. (02 11) 54 05 55-0;FRANKFURT: Andrea Rexer, Kleiner Hirschgraben 8,60311 Frankfurt, Tel. (0 69) 2 99 92 70; HAMBURG: CharlotteParnack, Poststr. 25, 20354 Hamburg, Tel. (0 40) 46 88 31-0;KARLSRUHE: Dr. Wolfgang Janisch, Sophienstr. 99, 76135Karlsruhe, Tel. (07 21) 84 41 28; STUTTGART: Dr. Roman Dei-ninger, Rotebhlplatz 33, 70178 Stuttgart, Tel. (07 11) 24 75 93/94HERAUSGEBERRAT:Dr. Johannes Friedmann (Vorsitz);Albert Esslinger-Kiefer, Dr. Thomas Schaub,Dr. Christoph SchwingensteinGESCHFTSFHRER:Dr. Detlef Haaks, Dr. Karl UlrichANZEIGEN: Jrgen Maukner (verantwortlich),Anzeigenaufnahme: Tel. (0 89) 21 83-10 10ANSCHRIFT DES VERLAGES: Sddeutsche Zeitung GmbH,Hultschiner Strae 8, 81677 Mnchen, Tel. (0 89) 21 83-0,DRUCK:Sddeutscher Verlag Zeitungsdruck GmbH,Zamdorfer Strae 40, 81677 MnchenJoe Kaeser hat einige verstrendeBemerkungen gemachtDer Westen muss im Umgang mitPeking seine Werte verteidigenFriedensbotschafter sz-zeichnung: sinisa pismestrovicINTERNETSperre im KopfGYPTENDer falsche KandidatTODESSTRAFEMordende StaatenErinnerung das ist die Unruhe,die von diesen Bildern ausgehtJanine WisslerHoffnung der Linken aus Hessen,bissig, aber nicht verbissenMEINUNG4 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHFOTO:DPAAKTUELLES LEXIKONBLICK IN DIE PRESSELimburg So richtig passt das nicht zu-sammen. Die 108 Seiten und derjenige, dersie nun in den Hnden hlt. Der Bericht lis-tet ziemliche Ungeheuerlichkeiten auf, er-zhlt von einem Koi-Karpfen-Teich frmehrere Hunderttausend Euro und vonedelstem Parkett. Weihbischof ManfredGrothe sagt, nun ja, es seien Dinge nichtganz richtig gelaufen, handwerkliche Feh-ler wurden gemacht. Aber man drfenicht vergessen, dass Franz-Peter Tebartz-van Elst eigentlich ein feiner Kerl gewesensei: Bienenfleiig, ihm war kein Weg zuweit. Im Bericht steht, dass Tebartz-vanElst selbst den Papst ziemlich dreist belo-gen habe ber die Kosten seiner Residenz.Recht hbsch sei die geworden, sagtGrothe, aber einziehen wird er dennochnicht. Erstens sind dort noch die Handwer-ker zu Gange, auerdem soll Grothe dasBistum Limburg nur bergangsweise lei-ten. Am Mittwoch hat er damit begonnen.Man kann so etwas auf zwei Arten machen:Grothe htte eine recht schonungslose Auf-arbeitung der Affre beginnen knnen,den sogenannten reinen Tisch. Auf demTisch liegen die Fakten ja derzeit auch,aber Grothe tut einiges, um sie vielleichtnicht unter diesen Tisch zu kehren, aberdoch recht kleinzuhalten.Grothe ist Weihbischof von Paderbornund wurde von der deutschen Bischofskon-ferenz eingesetzt, das Wirken von BischofTebartz-van Elst zu untersuchen vor al-lem dessen Werkeln an seiner Bischofsresi-denz, die dann viel teuerer wurde als ge-plant. Der Bericht belastet den Bischof.Grothe aber entlastet ihn am Mittwoch, woes nur geht. Tebartz-van Elst habe untergroem Druck gestanden, das Vorhabenbei Amtsantritt bernommen.Es ist ein seltsamer Auftritt von Grothe,keine Aufarbeitung, eher ein Schluss-strich. Es zeigt sich, wie schwer sich die ka-tholische Kirche immer noch tut mit demFall Tebartz-van Elst. Im Bericht ist minuti-s aufgelistet, wie der Limburger Bischofber lange Zeit ja, man muss sagen gelo-gen und betrogen hat. Nur will Grothe daseben nicht so werten, es nicht einfach aus-sprechen. Er wolle kein Urteil fllen. Ja,wer darf das dann? Nur Gott?Einige Beteiligte der Untersuchungs-kommission htten sich ein deutlicheresUrteil gewnscht von Grothe, es gab wohlStreit. Grothe sieht sich eher als Vershnereines Bistums, in dem Tebartz-van Elst biszuletzt eben nicht nur Feinde hatte. Grothespricht von einer groen Solidaritt, die erbei den Mitarbeitern erfahren habe, mitwem, sagt er nicht so genau. Fr ihn gehtes nun offenbar erst einmal darum, das Be-triebsklima zu verbessern. Die Wnschevieler Glubiger nach einem richtigen Neu-anfang und nach Transparenz mssendann wohl erst einmal warten. Das Domka-pitel, das Leitungsgremium im Bistum,wird dem Papst eine Liste mit Kandidatenfr die Bischofs-Nachfolge bermitteln,mit einer Ernennung wird aber nicht vorkommendem Jahr gerechnet. Auf die Fra-ge, ob der Nachfolger in Limburg nicht voneiner breiteren Mehrheit getragen werdensollte als nur vom Domkapitel, reagiertGrothe eher zurckhaltend. Andere u-ern sich da deutlicher.Der Kirchenrechtler Thomas Schllerhlt das Domkapitel angesichts der Ereig-nisse fr klug beraten, strker zu fragen,welches Anforderungsprofil ein Kandidaterfllen sollte. Es gehe weniger um kon-krete Namen als vielmehr um Eigenschaf-ten, sagte er am Donnerstag. Das siehtauch der ehemalige Dogmatik-Professoran der Uni Regensburg, Wolfgang Beinert,so: Da wir inzwischen in einer Welt leben,die auf demokratische Verhltnisse ausge-richtet ist, wre eine Mitsprache angemes-sen, so Beinert. bernd drriesvon matthias drobinskiMnchen Er war es nicht. So lsst sich zu-sammenfassen, was Franz-Peter Tebartz-van Elst, der zurckgetretene Bischof vonLimburg zu den Ergebnissen jener Kom-mission erklrt, die untersucht hat, wasbeim Bau des Dizesanen Zentrums St. Ni-kolaus auf dem Limburger Domberg ge-schah, das nun mindestens 31,5 MillionenEuro kosten soll. Ich kann nichts dafr, dieandern waren es. In einer vier Seiten lan-gen Erklrung stellt Tebartz-van Elst vorallem seinen Generalvikar Franz Kasparals verantwortlich dafr dar, dass der Baudes Komplexes immer teurer wurde. Er, Te-bartz, habe 2008 eine in vielfacher Hin-sicht ungeordnete Verwaltung vorgefun-den, dann Kaspar zum Aufrumen berufenund ihm vertraut: Als Nicht-Fachmannauf dem Gebiet der kirchlichen Verwal-tung habe er seinem obersten Verwalterdie Geschfte berlassen. Der sei der Bse.ber die eigene Verantwortung verliert derBischof kein Wort.Das ist nicht neu, schon im Herbst hatTebartz-van Elst die Sache so dargestellt.Neu ist nun aber, dass der Bericht der Prf-kommission verffentlicht ist. Und der er-zhlt in aller Nchternheit auf 108 Seiten ei-ne ganz andere Geschichte. In ihr geht esum Malosigkeit, um Tricksereien und L-gen und die Hauptperson ist nun einmalTebartz-van Elst, der Bischof, auch wenndas Domkapitel, der Generalvikar und derVermgensverwaltungsrat bemerkenswer-te Nebenrollen bernehmen. Dass ihn die108 Seiten vor ein weltliches Gericht brin-gen, ist unwahrscheinlich, auch wenn nundie Limburger Staatsanwaltschaft den Be-richt auswertet; ob die Verste gegen dasKirchenrecht ausgereicht htten, dass derPapst ihn auch htte amtsentheben kn-nen, ist mig der Bischof hat seinenRcktritt angeboten, Franziskus ihn ange-nommen. Ein Desaster fr Franz-Peter Te-bartz-van Elst ist der Bericht allemal.Die Geschichte beginnt im Jahr 2004,Franz Kamphaus ist, kurz vor der Pensions-grenze, Bischof in Limburg und wohnt be-scheiden im Priesterseminar. Sein Nachfol-ger aber soll auf dem Domberg residieren,beschliet das Domkapitel. Es bildet eineRcklage von zwei Millionen Euro viel zuniedrig, urteilen die Prfer, die Kosten frdie Sanierung der alten Gebude und dieNeubauten seien mehr oder weniger ausder Luft gegriffen worden. Die Zahl ist aberin der ffentlichkeit. Es gibt einen erstenEntwurf, Tebartz-van Elst, gerade in Lim-burg angekommen, stimmt zu; sechs Milli-onen Euro soll der Bau kosten. Als das Bis-tum die Zahl verffentlicht, gibt es einenProteststurm in den Gemeinden: Wir ms-sen sparen, und ihr baut so teuer, lautetder Vorwurf. Das Domkapitel beendet dieZusammenarbeit mit dem Architekten.In dieser Zeit, so heit es im Bericht, ent-steht beim Bischof der Wunsch, die Bau-herrenschaft an den Bischflichen Stuhl zuziehen, also aus der Verantwortung derBistumsverwaltung zu nehmen. Ist nichtgerade erst publik geworden, dass ein Mit-arbeiter dort mehr als fnf Millionen Eurounterschlagen hat? Und kann nicht so jeneDiskretion gewhrleistet werden, auf dieTebartz-van Elst so viel Wert legt? Es gibteinen zweiten Architektenentwurf, dessenRealisierung scheitert, schlielich wirdder bekannte Architekt Michael Frieling-haus mit dem Projekt beauftragt. Der legtim Mai 2010 einen Entwurf vor deutlichgrer als die Plne seiner Vorgnger undauch deutlich teurer: Nun soll der Bauschon 8,75 Millionen Euro kosten. Trotz-dem verkndet die Pressestelle des Bis-tums im Dezember 2010 (Startschuss frein anspruchsvolles Bauprojekt), die Kos-ten beliefen sich auf 5,5 Millionen Euro.Das ist keine Panne, das ist Teil desPlans: Es soll in aller Stille gebaut werden.Nur noch vier Leute wissen nun umfas-send, was auf der Baustelle vor sich geht:der Bischof und sein Generalvikar FranzKaspar, der mit der ntigen Diskretion dasntige Geld flssig machen soll, der Dize-sanbaumeister und ein Abteilungsleiterim Finanzdezernat, der nebenamtlich undweisungsabhngig die Geschfte des Bi-schflichen Stuhls fhrt. Alle Beteiligtenan dem Bau werden zur Verschwiegenheitverpflichtet sie habe im Bistum hher imKurs gestanden als Glaube, Hoffnung undLiebe, wird spter ein Zeuge den inner-kirchlichen Ermittlern sagen. Schon seit2008 gibt es eine eigene Registratur fr Ak-ten, die den Bau betreffen. Rechnungenwerden versiegelt weitergegeben undauch dem Generalvikar direkt nach Hausegeschickt, spter wird die Finanzierungber die WirtschaftsprfergesellschaftKPMG abgewickelt und ber ein Konto ei-ner Geschftsbank-Filiale in Berlin.Ab dem 1. April 2011 ist dann das Domka-pitel nicht mehr zustndig fr den Bau undseine Kosten ein Vermgensverwaltungs-rat, bestehend aus drei Personen, soll knf-tig die Finanzen des Bischflichen Stuhlsberwachen. Natrlich sind die drei strengzur Verschwiegenheit verpflichtet; ihre Na-men werden erst ffentlich, als einer von ih-nen, der ehemalige hessische Staatskanz-leichef Jochen Riebel, 2013 an die ffent-lichkeit geht. Von den hohen Herren ausdem Domkapitel protestiert niemand ge-gen die Entmachtung.Die Geheimhaltung ist aus Sicht des Bi-schofs auch dringend ntig denn die Kos-ten fr den Bau steigen und steigen. Erwird viermal so gro wie der erste Ent-wurf, die Grundstcksflche wird um vierMeter tiefer gelegt, Kellerrume werden inden Fels gefrst, aus der Drei-Zimmer-Wohnung fr den Bischof ist eine 283 Qua-dratmeter groe Bleibe auf zwei Stockwer-ken geworden. Im Mai 2011 geht der Archi-tekt bereits von 22 Millionen Euro Kostenaus, und immer wieder hat der Bischof Son-derwnsche: In der Folgezeit entwickeltesich das Projekt insbesondere durch stndi-ge Steigerungen der Ansprche an Materia-lien, knstlerische Ausgestaltung, aufwen-dige technische Ausstattungen und durchsonstige aufwendige Objekte permanentRichtung hherer Kosten weiter, heit esim Bericht.Der Mariengarten muss, obwohl schonfertig, neu angelegt werden Kosten:667 000 Euro. Ein Teich fr Koi-Karpfenwird angelegt: 213 00 Euro. Der Advents-kranzhalter in der Kapelle wird umgebaut,Innen- und Auenwnde mit Natursteinverkleidet, das verlegte Parkett kostet 488Euro pro Quadratmeter, die Kunstwerkeinsgesamt mehr als eine Million Euro (oh-ne Mbel), die heizbaren Natursteine imKreuzgang 19 000 Euro, die Fensterrah-men, weil nun in Bronze, statt 910 000 amEnde 1,7 Millionen Euro, so geht es immerweiter. Insgesamt 8,3 Millionen Euro derGesamtkosten sind, so haben die Prfer zu-sammengerechnet, durch Umplanungenund Sonderwnsche des Bischofs entstan-den. Aus der Angst heraus, den Bau in Romgenehmigen lassen zu mssen, lsst Te-bartz das Gesamtvolumen des Baus in Ein-zelprojekte unterteilen die Sorge erweistsich als unbegrndet, die Stckelung er-hht die Kosten aber erneut.Kein Wunder also, dass die Bauherrenimmer in Geldnot sind, obwohl der Bischf-liche Stuhl ber mehr als 90 Millionen Eu-ro verfgt aber die Rechnungen kommenschneller herein, als der Generalvikar Geldflssig machen kann. Im April 2012 nimmter einen Kredit zur Zwischenfinanzierungauf, bis zum September 2013 steigt dieSumme auf 15 Millionen. Auf der Suchenach verfgbarem Geld kommt dasSt. Georgswerk in den Blick. 1948 wurde esgegrndet, damit Wohnungen fr Fami-lien und kirchliche Gebude gebaut undwieder aufgebaut werden konnten; sollteder Zweck fortfallen, wrde das Vermgendem Bischflichen Stuhl zufallen, zur Ver-wendung fr kirchliche, gemeinntzigeund mildttige Zwecke. Am 27. September2011 verfgt Tebartz-van Elst die Aufhe-bung des Werks. Am 26. 10. verkauft der Bi-schfliche Stuhl Forderungen des Werksfr knapp sieben Millionen Euro an das Bis-tum. Der Bau kann weitergehen. Ob sichdas Vorgehen mit der Satzung der Stiftungvertrgt, darber streiten der Bischof unddie Prfer. Ja, sagt Tebartz: Das Geld seifr kirchliche Zwecke verwendet worden.Die Prfer schreiben: Der Bau einer Woh-nung fr den Bischof drfte bei der Grn-dung des Werks nach dem Krieg nicht in-tendiert gewesen sein. Auch ein Paket vonWohnungen verkauft der BischflicheStuhl an das Bistum, um flssig zu bleiben,deutlich unter dem tatschlichen Wert.Und von alledem hat der Bischof nichtsgewusst? Tatschlich finden sich im Prf-bericht Hinweise, dass Tebartz-van Elstzwar immer Wnsche hat, mit den Kostenaber nicht konfrontiert werden will. Anmehreren Stellen heit es, die Beteiligtenhtten sich unter Bercksichtigung vonWrde und Stand seines Auftraggeberstreu und loyal verhalten, was heit: EinenBischof kritisiert man nicht, man liest ihmdie Wnsche von den Lippen ab. Und so ver-stehen sich auch die Herren des Verm-gensverwaltungsrates mehr als Beraterdenn als Kontrolleure und akzeptieren,dass sie keine Unterlagen erhalten.Und doch zeigt der Bericht, dass der Bi-schof von den steigenden Kosten gewussthaben muss. Zu viele Protokolle tragen sei-ne Unterschrift, zu oft war er bei den wichti-gen Sitzungen anwesend. Die Grenord-nung von 31,5 Millionen Euro war auchdem Bischof sptestens am 28.8. 2013 be-kannt, die erste Kostenrechnung im Be-schluss des Vermgensverwaltungsratesin Hhe von 17 Millionen Euro bereits zu Be-ginn der Baumanahme, heit es im Be-richt, damit wussten alle Beteiligten zu je-dem Zeitpunkt, dass in der ffentlichkeitmit Beginn der Baumanahme falsche Zah-len vorgestellt wurden.Welcher Schaden entstanden ist? DerBischfliche Stuhl ist in seinem Vermgendurch das Bauprojekt nicht bilanziell beein-trchtigt worden, schreiben die Prfer es wurde halt verfgbares Geld in verbau-tes Geld umgewandelt, der Bilanz ist dasegal. Es kann zwar festgestellt werden,dass ein allerseits als achtbare und beacht-liche Architekturleistung gewertetes undgewrdigtes Bau-Ensemble entstandenist, lautet ihr Fazit, seine Entstehung hataber einen sehr hohen Preis gefordert.Der Mann, der nun seinen Teil diesesPreises zahlt, trifft an diesem Freitag PapstFranziskus: Der muss sagen, wie es mit Te-bartz-van Elst weitergeht.Blo kein Urteil fllenManfred Grothe soll das Bistum bergangsweise leiten, aufklren will er offenbar nichtDie Causa Limburg: Was die Kirchen-Ermittler aufdeckten und wie es jetzt an der Lahn weitergehtAm Ende wussten nur vier Leuteumfassend, was auf derBaustelle vor sich gingDas verlegte Parkettkostete 488 Europro QuadratmeterRecht hbsch sei die Residenzgeworden, sagt Grothe,einziehen wird er dennoch nichtSchuld sind nur die anderenKeine Reue, keine Einsicht: Der zurckgetretene Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst verteidigt sich weiter.Er habe nichts gewusst, sich auf Mitarbeiter verlassen, erklrt er. Der Bericht erzhlt eine andere GeschichteEr sei kein Fachmann, sagt derBischof. In Verwaltungsfragenhabe er seinem Vikar vertrautPOLITIKDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 5LimburgResidenz amDomplatzParkDizesanmuseumAtriumEmpfangs- und KonferenzrumeBischiche KapellePrivate Wohnrumedes Bischofs12 34 56789Limburger DomWohnrume fr NonnenDizesanbrosDie teure ResidenzSZ-Grak: Burgarth; Quelle: Prfkommission der deutschen Bischofskonferenz2 700 000Vollstndige Tieferlegung des Gelndes um 4,5 Meter 1-8650 000 Hochwertige LED-Beleuchtung im gesamten Objekt 1-71 170 000Ausstattung und Kunstwerke (ohne Mbel) 1-71 730 000Fenster und Fensterrahmen in Bronze 1-719 000 Elektrische Beheizung der Wege im Kreuzgang 4344 000 Dach- und Fassadenverkleidung der Kapelle in Naturstein 518 000 (mindestens)Aufhngung fr einen Adventskranz, wofr das Dach der Kapelle genet werden musste 537 000 Ausstattung des Badezimmers des Bischofs (ohne Montage) 6667 000 Mehrkosten fr den Garten der Stille 8213 000 Wasserbecken fr Ziersche (Koi-Becken) 8 300 000Zusatzkosten durch Mehrfachbeauftragung, DoppelvergtungenBischof Tebartz-van Elst hat beim Bau zahlreiche nderungen durchgesetzt, Ausgewhlte Beispiele, Angaben in EuroBienenfleiig sei der Vorgnger gewesen,lobt Weihbischof Manfred Grothe. GETTYSEAT Leon 5-Trer 1.2 TSI, 63 kW (86 PS) Kraftstoffverbrauch (l/100 km): innerorts 6,5, auerorts 4,4, kombiniert 5,2; CO2-Emissionen (g/km): kombiniert 119. SEAT Leon Kraftstoffverbrauch (l/100 km): kombiniert 6,63,3; CO2-Emissionen (g/km): kombiniert 15487.Beispielrechnung1 fr den SEAT Leon 1.2 TSI, 63 kW (86 PS), berechnet fr eine jhrliche Fahrleistung von 10.000 km: Barzahlungspreis (unverbindliche Preisempfehlung der SEAT Deutschland GmbH, zzgl. berfhrungs- und Zulassungskosten): 15.490,00 ; Nettokreditbetrag: 15.490,00 ; Anzahlung: 0,00 ; Zinsen: 0,00 ; Gesamtbetrag: 15.490,00 ; Laufzeit: 48 Monate; Sollzins (gebunden) p. a.: 0,00 %; effektiver Jahreszins: 0,00 %; mtl. Finanzierungsrate: 159,00 ; Schlussrate: 7.858,00 .*Testsieger bei: Duell der kompakten Sportler, auto motor und sport 02/2013; Typen mit Biss, AUTO ZEITUNG 25/2012; Kompakte Diesel im Test, AUTO BILD 09/2013. 1Ein Finan-zierungsangebot der SEAT Bank, Zweigniederlassung der Volkswagen Bank GmbH, Gifhorner Strae 57, 38112 Braunschweig, fr Privatkunden und Finanzierungsvertrge mit 1248 Monaten Laufzeit. Gltig fr SEAT Leon Neuwagen. Bonitt vorausgesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem teilnehmenden SEAT Partner. Nicht kombinierbar mit anderen Sonderaktionen. Eine gemeinsame Aktion der SEAT Deutschland GmbH und aller teilnehmenden SEAT Partner. 2Garantieleistung abhngig von Finanzierungslaufzeit. Garantiedauer von maximal 4 Jahren bei Finanzierungslaufzeit von mindestens 48 Monaten. 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Die schwarz-grne Landesregierungwird eine Expertenkommission einsetzen.Diese soll unter dem Vorsitz von Ex-Bundes-verfassungsrichter Hans-Joachim JentschVorschlge fr eine bessere Zusammen-arbeit der Sicherheitsbehrden in Hessen so-wie fr einen effektiveren Kampf gegen mili-tanten Rechtsextremismus erarbeiten. SPDund Linkspartei wollen das Parlament an derAufarbeitung beteiligen und auch die Rollevon Ministerprsident Volker Bouffier (CDU)bei der bisher unvollstndigen Klrung desMordes untersuchen. Ein Ex-Mitarbeiter desLandesverfassungsschutzes war in YozgatsInternet-Caf, whrend die Schsse fielen.Die SPD will einen Sonderausschuss im Parla-ment, die Linkspartei einen Untersuchungs-ausschuss. HLBerlin Bundesverkehrsminister Alexan-der Dobrindt (CSU) will neue Anreize set-zen, damit mehr Menschen sich ein Elek-tro-Auto zulegen. Ich denke etwa daran,dass die Fahrer solcher Autos im Gegen-satz zu anderen Fahrern auch die Busspu-ren in Stdten benutzen drfen, sagte Do-brindt am Donnerstag zur SddeutschenZeitung. Auch sollen sie spezielle Parkplt-ze kostenfrei benutzen drfen. Dazu willder Minister in einem ersten Schritt einigeStraenverkehrsregeln ndern. Auf dieseWeise ermglichen wir den Lndern, dieFahrer von Elektro-Autos in bestimmtenBereichen zu privilegieren.Dafr aber mssten Elektro-Autos knf-tig auch fr jedermann auf einen Blick alssolche erkennbar sein. Sie knnten bei-spielsweise mit einem E gekennzeichnetwerden, das auf dem Autokennzeichen hin-ter der letzten Ziffer steht, sagte Dobrindt.Auch will er bundesweit die Beschilderun-gen der Ladestationen vereinheitlichen so-wie einheitliche Schilder fr spezielle Elek-tro-Auto-Parkpltze einfhren. Alles zu-sammen soll dazu beitragen, dass der Er-werb eines Elektro-Autos fr den Besitzermit zustzlichen Vorteilen verbunden ist.Die Bundesregierung hat sich zum Zielgesetzt, dass bis 2020 eine Million Elektro-Autos auf Deutschlands Straen fahren.Derzeit sind es erst hunderttausend. Dashat vor allem zwei Grnde: zum einen dieBatterien, die oft nur fr Entfernungenvon etwa 120 Kilometern reichen und zu-dem sehr teuer sind. Zum anderen die im-mer noch viel zu selten vorhandenen Lade-sulen. Um sie alle ausreichend mit Stromzu versorgen bruchte man bundesweit150 000 Ladestationen. Derzeit sind es et-wa 3800.Dobrindt betonte deshalb auch, dass dienderung der Straenverkehrsregeln nurein erster Schritt sei. Der Bund werde zu-dem die Forschung und Entwicklung indem Bereich weiter frdern sowie den Auf-bau von Ladesulen untersttzen und Re-geln setzen, damit sie knftig auch inMietshusern leichter installiert werdenknnten. Zudem werde es ein Programmgeben, bei dem die Kufer eines Elektro-Autos zinsgnstig einen Kredit bekommenknnen. Dabei geht es allerdings nur umdie Batteriekosten, stellte Dobrindt klar.Weil diese bei einem Elektro-Auto beson-ders hoch sind, wollen wir da eine kleine Er-leichterung schaffen. Seine Vorschlgehat Dobrindt in einem zweiseitigen Strate-giepapier zusammengefasst, das er in die-ser Woche an das Umwelt- und das Wirt-schaftsministerium verschickt hat. Sobaldsie abgestimmt sind, werde er sich daranmachen, einen Gesetzentwurf zu erarbei-ten, sagte der Minister. daniela kuhrMnchen Sie war erst 17, als der Verfas-sungsschutz sie ansprach. Zwei Mnnerwollten von Juliane W. wissen, wo das un-tergetauchte Neonazi-Trio aus Jena steck-te. Sie sa mit den beiden Beamten in ei-nem Auto, nahm dankbar Geld an, sagteaber, sie habe keine Ahnung, wo sich BeateZschpe, Uwe Bhnhardt und Uwe Mund-los aufhielten. Das war 1998. Juliane W.,Deckname Jule, war damals die Freun-din von Ralf Wohlleben, der als mutmali-cher NSU-Helfer vor Gericht steht. Zwei Ta-ge lange windet sich seine Ex-Freundin alsZeugin, zwei Tage lang wiederholt sie infast jedem Satz, sie knne sich an die Zeitdamals kaum noch erinnern.Einige Details zum Beispiel blaueMllscke, in denen sie Zschpes Kleidungtransportiert haben will sind ihr erstaun-licherweise noch prsent, zentrale Ablufeund Gesprche dagegen nicht mehr. Man-che ihrer Aussagen widersprechen dem,was sie frher bei der Polizei gesagt hat.Viele im Saal fhlen sich verschaukelt. Ei-ne Anwltin der Nebenklage berlegt des-halb am Donnerstag, ein Ordnungsgeld ge-gen die Zeugin zu beantragen. Nach kurzerBeratung und dem Signal des Richters,dass so ein Antrag wohl keine Chance ha-be, verzichtet sie darauf.So mhsam die Befragung ist, sie er-hellt immerhin die Arbeit des Verfassungs-schutzes. Der versuchte, ber die als Gele-genheitsinformant eingestufte Jule dasTrio aufzuspren. Die Frau wohnte damalsmit Ralf Wohlleben zusammen, den die Be-hrden schon frh im Verdacht hatten, ei-nen engen Draht zu den Untergetauchtenzu haben. Vor Gericht erinnert sich JulianeW. nur an zwei Treffen mit dem Geheim-dienst. Ihr Kontaktmann vom Verfassungs-schutz spricht dagegen von drei bissechs Treffen.Juliane W. erkennt ihre Handschrift aufeinem Notizzettel wieder, den das Amt ab-heftete. Es sollen Namen und Telefonnum-mern gewesen sein, die Wohlleben damalsbei sich getragen habe. Stimmen die Ver-merke des Geheimdienstes, teilte die Infor-mantin mit, Wohlleben stelle seine Woh-nung als Szene-Treffpunkt zur Verf-gung. ber das gesuchte Trio spreche er al-lerdings nicht.ber Beate Zschpe notierte der Verfas-sungsschutz nach drei Treffen mit der In-formantin im August und September 1998:Die familire Bezugsperson sei ZschpesOma. Und: In der Szene werde erzhlt, dassZschpe einen neuen Liebhaber habe.Vor Gericht versichert Juliane W., Wohl-leben nicht gesagt zu haben, dass sie sichmit dem Verfassungsschutz eingelassenhatte. Sollte sie es doch getan haben, wreer gewarnt gewesen. Der Plan des Geheim-dienstes, ber die noch sehr junge Freun-din Wohllebens an das Trio zu kommen,ging jedenfalls nicht auf.Der Mann vom Verfassungsschutz sagt,in der rechten Szene sei die Parole ausgege-ben worden: Keiner wei was, keiner sagtwas. Die Informantin Jule habe aufNachfragen des Amtes gar nicht oder nurausweichend geantwortet. Dass sie das gutkann, hat Juliane W. auch als Zeugin vor Ge-richt gezeigt. tanjev schultzvon guido bohsemJuba Der Entwicklungshilfeministerlsst sich nicht beirren. Auch dass er geradeeine Reihe deutscher Soldaten mit der Ein-satzmedaille der Vereinten Nationen ausge-zeichnet hat, ficht Gerd Mller (CSU) nichtan. In Afrika, so wird der Minister auf sei-ner Reise nach dem Sdsudan nicht mdezu betonen, sei zivile Hilfe ntig. So auchnach dem Besuch des FlchtlingscampsTomping am Rande der sdsudanesischenHauptstadt Juba. Mller bleibt bei seinerMeinung, dass man militrische Mandatenicht berbetonen drfe, mag das auch selt-sam klingen fr die von ihm geehrten Mn-ner in Uniform, die allesamt schon mehr alsdrei Auslandseinstze hinter sich habenund in den vergangenen Monaten der Unru-hen geholfen haben, den Flchtlingen imLand eine sichere Unterkunft zu bieten.21 000 Kinder, Frauen und Mnnersind seit Ausbruch der Unruhen Mitte De-zember in das notdrftig eingerichtete La-ger geflohen. Sie leben dort auf engstemRaum, der Zustand des Lagers wird vonden zivilen Helfern als sehr schlecht be-zeichnet, schlechter als in vergleichbarenCamps. Wir drfen die Menschen nichtvergessen und wir drfen nicht nur bermilitrische Optionen sprechen, betontder CSU-Politiker. Der Aufbau der zivilenStruktur msse mindestens gleichberech-tigt daneben stehen, das Bereitstellen vonsanitren Anlagen, sauberem Wasser undeiner Gesundheitsversorgung. Sonst seider Hunger und letztlich auch der Kriegnicht zu stoppen.Man darf und soll Mllers Wortedurchaus auch innenpolitisch verstehen.Er wendet sich damit ganz ausdrcklichauch gegen seine fr Verteidigung und Au-enpolitik zustndigen Kabinettskolle-gen Ursula von der Leyen (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD). Insbesonderedie Verteidigungsministerin hatte in denvergangenen Wochen immer wieder be-tont, dass Deutschland sich strker enga-gieren msse in der Welt. Und Auenmi-nister Steinmeier zeigte sich aufgeschlos-sen dafr, die Franzosen auch bei ihren mi-litrischen Einstzen in Afrika durch deut-sche Hilfe zu entlasten. Man msse mehrVerantwortung bernehmen, hie das.Mller ist der erste deutsche Minister,der das erst seit gut zweieinhalb Jahren un-abhngige ostafrikanische Land besucht.Er ist der erste europische Ressortchef,der nach dem Mitte Dezember wieder auf-geflammten Konflikt dort eingetroffenist. Es ist gerade mal drei Wochen her,dass es in Juba die letzten Kmpfe mit To-ten gab. Die Unruhen waren durch ein Zer-wrfnis zwischen Prsident Salva Kiir undseinem ehemaligen Vizeprsidenten RiekMachar ausgebrochen. Der Kampf um dieMacht entwickelte alsbald auch eine ethni-sche Komponente, bei der sich die Dinkaund die Nuer bekmpften. 10 000 Men-schen, womglich mehr, kamen dabeiums Leben.Die Lnder, die sich zuvor am Aufbaudes Landes beteiligt hatten, zogen sich zu-rck. Nur die humanitren Hilfsgruppensind derzeit noch da. Ihre Vertreter war-nen vor der im Mai beginnenden Regen-zeit. Wenn es bis dahin nicht gelinge, aus-reichend Lebens- und Hilfsmittel fr dieetwa sieben Millionen Einwohner bereitzu-stellen, komme es in weiten Teilen das Lan-des womglich zu einer katastrophalenHungersnot. Auch muss das Flchtlings-camp Tomping vor dem Einsetzen des Re-gens gerumt werden. Ansonsten knn-ten die Wassermassen die notdrftigen sa-nitren Anlagen zerstren. Der Ausbruchvon Krankheiten wie Cholera ist nach Ein-schtzung der zivilen Hilfsgruppen zu er-warten.10 Millionen Euro will Mller nun denHilfsorganisationen zur Verfgung stel-len. Zudem kndigte er an, sich nach sei-ner Rckkehr fr die Freigabe von weite-ren 7,5 Millionen Euro durch den Haus-haltsausschuss einzusetzen. Mit demGeld soll die sanitre Infrastruktur derCamps verbessert werden Kanle, Toilet-ten, sauberes Wasser. Es geht darum,dass die Kinder nicht im eigenen Dreckspielen und ersticken mssen.Hamburg Neuer Schlagabtausch umdie Rote Flora: Der Hamburger Senatwill in den nchsten Tagen Klage gegenden Eigentmer des linksautonomenKulturzentrums, Klausmartin Kretsch-mer, einreichen. Weil die Stadt auf demRckkauf des ehemaligen Theatersbestehe, msse Kretschmer das Gebu-de im Grundbuch auf die Hansestadtbertragen, erklrte ein Sprecher derFinanzbehrde die rechtliche Sicht derHansestadt. Hintergrund des Streits:Der Investor Kretschmer hatte das Ex-Theater (FOTO: DPA) im Jahr 2001 fr umge-rechnet 190 000 Euro gekauft, es seit-her aber wegen des Widerstands derBesetzer noch nie betreten. Kretschmerund der SPD-Senat streiten seit Mona-ten um die Rote Flora, nachdemKretschmer Umbauplne fr ein kom-merzielles Kulturzentrum ffentlichgemacht hatte. Mit diesem Bauvorha-ben verstt er aus Sicht der Stadt ge-gen den Kaufvertrag. Der Senat mchteauch zur Wahrung des Friedens in derStadt die Rote Flora erhalten. dpaMnchen In der Debatte ber die Finan-zierung der Fernuniversitt Hagen hat dieHochschule jetzt den Druck auf die Politikerhht: Im Sommersemester wird die Zahlder Studenten erstmals sinken. Von Aprilan werden an der einzigen staatlichen Fern-universitt zehn Prozent weniger Studen-ten eingeschrieben sein als noch im Winter-semester, die Zahl sinkt von 88 000 auf80 000. Die Hochschule hat dies durch ei-ne deutliche Verkrzung der Fristen frEinschreibung und Rckmeldung herbei-gefhrt. Eine Studienplatzbeschrnkunggibt es in Hagen aber nach wie vor nicht.Die Belastungsgrenze ist erreicht, sagteder Rektor der Fernuniversitt, HelmutHoyer, am Donnerstag in Hagen. In den ver-gangenen sieben Jahren habe sich die Zahlder Studenten verdoppelt, zugleich sei dieFinanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen nicht gestiegen.Studentenvertreter haben das Vorge-hen der Hochschule kritisiert. Die Verkr-zung der Fristen habe dazu gefhrt, dassviele Studenten unter die Rder gekom-men seien, sagte Daniel Schwarz, Vorsit-zender des Allgemeinen Studierendenaus-schusses (Asta) der Fernuniversitt, derSddeutschen Zeitung. Der Asta kndigtean, gegen die Hochschule vorgehen zu wol-len. Unter anderem werde eine Musterkla-ge vorbereitet. Das Wissenschaftsministe-rium in Dsseldorf untersttzte derweildie Forderung der Hochschule, auch denBund und andere Lnder bei der Finanzie-rung der Fernuniversitt in die Pflicht zunehmen. Hier wnschen wir uns eine Ver-teilung auf mehrere Schultern, sagte Wis-senschaftsministerin Svenja Schulze(SPD). kim bjrn beckerBerlin Vor dem Besuch der chinesi-schen Prsidenten Xi Jinping inDeutschland hat die Menschenrechts-organisation Amnesty Internationaldeutliche Kritik der Bundesregierungan der Verfolgung von Regierungskriti-kern gefordert. Bundeskanzlerin AngelaMerkel (CDU) msse offen ansprechen,dass Inhaftierung und Entfhrung kriti-scher Brger und Brgerinnen in Chinaan der Tagesordnung sind, sagte Sel-min Caliskan, Anmesty-Generalsekret-rin in Deutschland, am Donnerstag inBerlin. Besonders erschreckend sei,dass Inhaftierten, die sich in einemkritischen Gesundheitszustand befin-den, eine angemessene medizinischeVersorgung bewusst verweigert wird.Xi wird im Rahmen seiner Europareisean diesem Freitag in Berlin mit Merkelund Bundesprsident Joachim Gauckzusammenkommen. Es ist der ersteBesuch eines chinesischen Staatsober-haupts in Deutschland seit acht Jahren.Xi ist seit einem Jahr Prsident undsteht auch der Kommunistischen Parteivor. Seit seinem Amtsantritt kndigteer diverse Reformen an. afp blacktriangleright Seite 4Oldenburg Der rechtsradikale Sngerdes Dner Killer-Songs muss 1000Euro Strafe zahlen, nachdem seine Revi-sion gegen das Urteil in letzter Instanzabgelehnt worden ist. Der Musiker ausdem Emsland war wegen Volksverhet-zung verurteilt worden. Das Urteil ge-gen den Snger und Texter der Neonazi-Rockband Gigi und die braunen Stadt-musikanten sei nun rechtskrftig,teilte ein Sprecher des Oberlandesge-richts Oldenburg am Donnerstag mit.Die Band hatte unter anderem durchden Dner Killer-Song auf der CDAdolf Hitler lebt! Emprung ausge-lst, weil sie darin die Opfer der NSU-Mordserie verhhnten. dpaHessische Lsunguere Zeichen von Vernderung? Keine.Sonstiges Verhalten? Wie frher. PeerSteinbrck sitzt in der Berliner Akademieder Knste auf einem Podium. Er sollber die Finanzkrise diskutieren. Es istnicht sein erster, aber einer von wenigenAuftritten seit seinem Abschied aus derersten Reihe der SPD. Steinbrck wird vor-gestellt als ehemaliger Finanzminister.Vom ehemaligen Kanzlerkandidaten kei-ne Rede. Das passt, denn bis kurz vorSchluss knnte dies auch eine Veranstal-tung vor zwei Jahren sein, vor seiner Er-nennung zum Hoffnungstrger der SPD.Aber eben nur bis kurz vor Schluss.Die Geschichte der Podiumsdiskussi-on selbst ist hier schneller erzhlt als inder Akademie durchgestanden. Durchden Abend fhrt der Autor Andres Veiel.Er hat jngst Gesprche mit Bankern zu ei-nem Theaterstck ber die Finanzkrisemontiert. Himbeerreich luft in Thea-tern zwischen Stuttgart und Berlin. Veielhat aus dieser Arbeit viel ber das Finanz-system gelernt. Das ist schn fr ihn, aberschlecht fr diesen Abend, weil er seinganzes Wissen in endlose Referate packt hier noch ein Zitat, da noch eine Zahl an deren Ende man den Anfang schon ver-gessen hat. Nicht so viel, sagt Stein-brck nach der zweiten Frage. Und nachder dritten: Das ist aber ein groes Rad.Mit Steinbrck diskutiert vor allem dieJournalistin Ulrike Herrmann von der taz.Die Dialoge drehen sich im Kern um dieFrage, ob die Politik seit der Krise das Fi-nanzsystem eingehegt habe. Einig sindsich beide, dass nicht genug getan wurde,uneinig sind sie darber, ob berhaupt et-was getan wurde. Sehr kundig streiten bei-de ber die Eigenkapitalregeln Basel III,die Bankenunion oder das Abwicklungsre-gime, ber Trennbanken, Derivatehandelund Kreditversicherungen. Herrmann fin-det, dass das alles nichts sei, Steinbrcksagt, Politik sei eben Sisyphos-Arbeit.Mit dabei sitzt auch Klaus Staeck, derPrsident der Akademie. Er, der Alt-Lin-ke, berrascht das Publikum damit, dasser Verstndnis fr die Grenzen der Politikzeigt. Aus seiner Bank hat er einen Pro-spekt ber Anlagemglichkeiten mitge-bracht, von dem er sagt, dass er ihn nichtverstehe und leitet daraus quasi eine Un-verstndlichkeit des ganzen Systems zu-mindest fr normale Menschen her.Schlielich kommt das Publikum zuWort. Es ist sehr gebildet und weist auchdarauf hin. Ein Redner kommt geradevon der Hochschulrektorenkonferenz. Ei-ner kritisiert, die Diskussion sei zu sys-temimmanent gefhrt worden. Einerliest den Wirtschaftsteil der Zeit und fin-det, dass statt der Komplexitt die Perple-xitt im Vordergrund stehen msse. EineRednerin hat den Spekulantenfilm TheWolf of Wall Street gesehen und fordertden Verzicht auf Nhe zu diesen Leuten,die verkokst, versoffen und gierig berLeichen gehen. Ein Redner ist Schriftstel-ler, findet man lebe mit der Bankenret-tung in einer perversen Parodie des Sozi-alismus und fordert einen New Deal mit90 Prozent Vermgensteuer.Steinbrck knnte es sich jetzt leichtmachen, manches ignorieren, ein wenigfabulieren. Aber er tut das Gegenteil. Erwiderspricht heftig, legt sich mit den Leu-ten an, schimpft, dass manche Behaup-tung einfach so hingeworfen wird,nimmt Banker gegen Verallgemeinerungin Schutz, und auch seine Partei. Er unddie SPD seien mit einem Programm ange-treten, das Steuererhhungen vorgese-hen habe, und damit auf die Schnauze ge-fallen. Und damit es alle verstehen: Ichhabe verloren! Dann nennt er die Zahl:25,7 Prozent. Sie steht am Ende wie die Er-klrung dafr, dass Steinbrck die groePolitik hinter sich gelassen hat. Nichtaber den Politiker, wie dieser Abend ge-zeigt hat. nico friedSticheleien gegenKabinetts-KollegenEntwicklungshilfeminister Mller betont im Sdsudan,dass in Afrika eher zivile als militrische Hilfe ntig seiGezerre um Rote FloraLiefern sich gern kleine Scharmtzel mit dem Vorsitzenden Richter: die drei Verteidigerder Angeklagten Beate Zschpe. FOTO: REGINA SCHMEKENEs geht darum, dass die Kindernicht im eigenen Dreck spielenmssen, sagt der CSU-PolitikerFernuni Hagen nimmtweniger Studenten aufAppelle vor Xi-BesuchExtremisten-Snger verurteiltSisyphos ist ein PolitikerPeer Steinbrck diskutiert in der Berliner Akademie der Knste und tritt auf wie als Kanzlerkandidat bis kurz vor SchlussBlaue Mllscke und neue LiebhaberIm NSU-Prozess antwortet eine Zeugin vor allem ausweichend sie hlt sich womglich an ein Gebot der rechten Szene Bis zum Jahr 2020 solleneine Million Elektro-Autosauf Deutschlands Straen fahrenPOLITIK6 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHBesuch im Flchtlingslager Tomping: Entwicklungshilfeminister Gerd Mller verspricht Geld fr sauberes Trinkwasser undbessere sanitre Anlagen. FOTO: THOMAS TRUTSCHEL/PHOTOTHEK.NETFreie Fahrtauf der BusspurVerkehrsminister Dobrindt willAnreize fr Kauf von Elektro-AutosINLANDvon nicolas richterWashington Noch vor wenigen Jahrenwar Barack Obama selbst eine Art Papst:ein weltlicher Papst, der Vershnung pre-digte und Gewaltlosigkeit. Die Menschen,ob in Berlin oder Prag oder Kairo, fhltensich berhrt von ihm und seiner Botschaft,mancherorts feierten sie ihn wie einen Erl-ser. Er verkrperte die Hoffnung auf einebessere, friedlichere Welt.Inzwischen ist Papst Franziskus der glo-bale Star, der Mann, auf den alle hoffen. Erverkrpert das Versprechen, dass sich dieWelt zum Besseren wandeln kann. Jungeund alte Menschen feiern ihn und seineBotschaften von Bescheidenheit, Gerech-tigkeit und Toleranz.Am Donnerstag im Vatikan nun sindsich Papst Franziskus und Barack Obamazum ersten Mal begegnet. Obama ist inzwi-schen nur noch ein normaler US-Prsidentmit bescheidener Zustimmungsrate. Inden USA ist Papst Franziskus fast doppeltso beliebt wie er. Fr Obama also ver-sprach die Audienz im Vatikan mehr Auf-wertung als fr den Gastgeber. Es ist einegroe Ehre. Ich bin ein groer Bewunde-rer, sagte Obama zum Papst. Danke, dassSie mich empfangen.Schon vor dem 52-mintigen Gesprchhatte Obama eine groe Gemeinsamkeitausgemacht: Beide Mnner kmpfen frmehr soziale Gerechtigkeit. Als Obama imDezember eine Rede hielt zur wachsendenUngleichheit in den reichen Lndern, lobteer Papst Franziskus fr dessen eloquenteSprache. Wie kann es sein, zitierte Oba-ma den Papst, dass es keine Nachricht ist,wenn ein Obdachloser erfriert, und dass eseine Nachricht ist, wenn der Brsenkursum zwei Punkte sinkt?Obama sieht den Papst als ideellen Ver-bndeten. Seine innenpolitischen Ziele, et-wa Mindestlohn und Krankenversiche-rung fr alle Brger, sind in den USA um-stritten und vor der Parlamentswahl stn-digen Angriffen durch die Republikanerausgesetzt. Das Weie Haus hat vor der Rei-se Obamas nach Rom immer wieder dar-auf hingewiesen, dass die ungleiche Ein-kommensverteilung eine gemeinsame Sor-ge des Prsidenten und des Papstes sei.Weder die Amerikaner noch der Vatikanhaben aber deswegen vergessen, wo diegroen Meinungsunterschiede zwischenKirche und US-Regierung liegen. Aus derSicht linker Katholiken etwa bei ObamasDrohnenkrieg und seinem trotz aller sch-nen Worte noch zu geringem Engagementfr Arme oder illegale Einwanderer. Undaus der Sicht rechter Katholiken bei Abtrei-bung, Verhtung, Homo-Ehe.Gerade in dieser Woche wurde vor demSupreme Court in Washington eine Klagechristlicher Unternehmer gegen den Staatgehrt sie wandten sich gegen das neueGesundheitsgesetz, wonach Arbeitgeberihren Angestellten eine Krankenversiche-rung anbieten mssen, die Verhtungsmit-tel bezahlt. Unternehmer, die Verhtungablehnen, sehen nun ihre religise Freiheitverletzt. Bereits zuvor hatten Nonnen er-folgreich dagegen geklagt, dass sie den An-gestellten in ihren Pflegeheimen die Pillebezahlen mssen.Konservative Politiker erinnern jetzt andiese sehr grundstzlichen Differenzenzwischen Obama und Amerikas Katholi-ken. Der Prsident solle dem Papst doch er-klren, warum er Unternehmer vor dieWahl stelle, nach ihrem Glauben zu lebenoder im Geschft zu bleiben, sagt der repu-blikanische Senator Rand Paul.Die Verhtungsvorschriften im neuenGesundheitsrecht hatten Obama bereits2012, vor seiner Wiederwahl, groe Span-nungen mit Amerikas Katholiken be-schert. Bei Krisentreffen im Weien Hausdrohte der New Yorker Kardinal TimothyDolan mit breitem Widerstand gegen dasneue Versicherungssystem Obamacare.Spter erklrte Dolan, Vorschriften wie je-ne zu den Verhtungsmitteln htten ver-hindert, dass die Kirche zur Vorkmpferinfr Obamacare geworden sei.Das Weie Haus und der Vatikan habenoffenbar versucht, diese Debatte schon vorObamas Reise zu entschrfen. Im Januarbesuchte US-Auenminister John Kerryden Staatssekretr im Vatikan, Pietro Paro-lin, und sprach mit ihm ber die amerikani-sche Rechtslage zur Verhtung. Diploma-ten vermuten, dass beide Mnner das The-ma aus der Welt schafften, damit es ihreChefs nicht tun mussten. Nach dem Tref-fen am Donnerstag erklrte der Vatikan,Obama und der Papst htten unter ande-rem ber religise Freiheit gesprochen.In den USA ist Obamas Besuch im Vati-kan seit Wochen ein Politikum. Franziskusist so angesehen und beliebt, dass beide po-litischen Lager die Nhe zum Papst fr sichbeanspruchen. Aus Sicht der Linken machtdie Sorge um soziale Gerechtigkeit denPapst und den Prsidenten praktisch zuSeelenverwandten. Die Rechten hingegenhalten die These, der neue Papst sei ein Lin-ker, fr eine dreiste Erfindung linkslibera-ler Medien. Sie weisen darauf hin, dass derPapst keine Anstalten gemacht habe, Pries-termter fr Frauen zu ffnen oder Homo-Ehe und Abtreibung hinzunehmen. Dochscheint sich Obama mit Ton und Priorit-ten des neuen Papstes deutlich leichter an-zufreunden als mit denen seines Vorgn-gers Benedikt XVI., der ihn 2009 im Vati-kan empfangen hatte. Der damalige Papstberreichte ihm ein Dokument ber Bio-ethik, das sich gegen Abtreibung wandte.Obama ist kein Katholik, aber er hat Mit-te der achtziger Jahre als Sozialarbeiter inden Armenvierteln Chicagos fr die katho-lische Kirche gearbeitet. Sie finanzierte einProjekt, das Armut und Kriminalitt be-kmpfte; Obama sollte nicht nur Katholi-ken erreichen, sondern auch Schwarze, dieprotestantische Kirchen besuchten. WennFranziskus heute mehr Toleranz gegen-ber Homosexuellen offenbart und mehrWert auf Bescheidenheit und Hilfe fr dieSchwchsten legt, dann ist dies jedenfallsder Ansatz, der am ehesten Obamas Pr-gung entspricht. Als Gastgeschenk brachteer dem Papst eine Vielzahl von Samen mit,sie stammen von Obst und Gemse im Gar-ten des Weien Hauses. Im Vatikan sollnun etwas Neues gedeihen.Mnchen/Brssel Die wirtschaftlichschwer angeschlagene Ukraine kann mit ei-nem Hilfskredit von bis zu 18 MilliardenDollar rechnen. Die vom InternationalenWhrungsfonds (IWF) in Aussicht gestellteFinanzhilfe, mit dem der Staatsbankrottverhindern werden soll, ist an Auflagen ge-knpft, die Kiew auch erfllen will. Dazugehrt unter anderem das Ende staatlicherSubventionen fr Gas. Der ukrainischeEnergiekonzern Naftogaz hat der Bevlke-rung bereits eine Verdoppelung des Gas-preises fr Anfang Mai angekndigt.Naftogaz steht auch im Zentrum von Re-formen wie dem Kampf gegen Korruption,die der Westen der pro-europischen ukra-inischen Fhrung abverlangt. Vorige Wo-che war der Naftogaz-Vorsitzende JewhenBakulin wegen Korruptionsverdachts fest-genommen worden. Auf der aktuellen Kor-ruptionsliste von Transparency Internatio-nal fr das abgelaufene Jahr steht die Ukra-ine gemeinsam mit Nigeria auf Platz 144von 175 Staaten. Der neue RegierungschefArsenij Jazenjuk kndigte einen hartenWirtschaftskurs an, weil das Land amRande des Abgrunds stehe.Von den von der EU in Aussicht gestell-ten Hilfen sollen in den nchsten drei Mo-naten 850 Millionen Euro flieen. Die EU-Kommissare fr Erweiterung und Haus-halt, tefan Fle und Janusz Lewandow-ski, vereinbarten mit der Regierung in Ki-ew auerdem einen Aktionsplan. Ein um-fangreiches EU-Expertenteam soll dieukrainische Regierung bei notwendigenReformen beraten.Die frhere Regierungschefin Julia Ti-moschenko hat jetzt auch offiziell ihre Kan-didatur fr die ukrainische Prsident-schaftswahl am 25. Mai erklrt. Sie wolledie Macht der Oligarchen brechen, welchedie Politik und die Wirtschaft in ihremLand kontrollierten. Die Ukraine habe nundie groe Chance, sich 23 Jahre nach demEnde der Sowjetunion zu erneuern. Timo-schenko bezeichnete den russischen Prsi-denten Wladimir Putin als Feind Num-mer eins fr die Ukraine. Wir mssen allestun, um diesen Aggressor zu stoppen unddie Krim zurckzubekommen, sagte sie.Timoschenko, die vor einem Monat durchden Machtwechsel in Kiew aus dem Ge-fngnis freikam, liegt in Umfragen etwagleich auf mit dem frheren Boxweltmeis-ter Vitali Klitschko, allerdings deutlich hin-ter dem Unternehmer Pjotr Poroschenko.Diese Umfragen waren noch vor dem Wir-bel um ein mitgeschnittenes Telefonat ge-macht worden, in dem Timoschenko Putineine Kugel in den Kopf wnschte.Deutschland und die EU wollen sich un-abhngiger machen von russischen Ener-gielieferungen. Bundeskanzlerin AngelaMerkel forderte am Donnerstag nach Ge-sprchen mit dem kanadischen PremierStephen Harper eine neue Betrachtungder gesamten Energiepolitik. Als rohstoff-reiches Land sei Kanada ein sehr interes-santer Partner, sagte sie in Berlin. Harperhatte erklrt, Kanada sei bereit, seine Ener-gieexporte zu diversifizieren, also auchKunden auerhalb Nordamerikas zu belie-fern. Am Mittwoch hatte bereits US-Prsi-dent Barack Obama erklrt, ber Gasliefe-rungen nach Europa reden zu wollen.EU-Energiekommissar Gnther Oettin-ger hlt es fr realistisch, dass bis 2016 Gasaus den USA importiert werden kann,wenn die Unternehmen das fr richtig er-achten und der Preis stimmt. Die ntigeUmrstung von Flssiggasterminals ander US-Ostkste sei in vollem Gang. Oet-tinger zufolge reduziert bereits die Bereit-schaft der US-Regierung, Gas liefern zu las-sen, die Abhngigkeit von Russland. Oettin-ger erwartet, dass das grere Angebot dieRussen zwingen werde, ihre Preise zu sen-ken. Die europische Gasindustrie hatschon in der Vergangenheit mit Erfolg denrussischen Gaspreis nachverhandelt, sag-te er. Die Russen mssen bei der Gestal-tung der Gaspreise flexibler werden.Russland hat derweil ein eigenes natio-nales Kreditkarten-System angekndigt.Dies gilt als Antwort auf den kurzfristigenRckzug der Anbieter Visa und Mastercardvom russischen Markt, die die Zusammen-arbeit mit den russischen Banken inzwi-schen allerdings wieder fortgesetzt haben.Warum sollten wir das nicht tun, fragtePrsident Putin, wir mssen und werdendas ganz sicher tun, auch wenn wir unsvom bisherigen System nicht trennen wer-den. f. nienhuysen/c. gammelinPapst Franziskus empfngt US-Prsident Barack Obama unter groem Medieninteresse im Vatikan. FOTO: GABRIEL BOUYS/AFPJulia Timoschenko erklrtihre Kandidatur fr dieukrainische PrsidentenwahlKairo Knapp neun Monate nach demSturz des ersten demokratisch gewhl-ten Prsidenten Mohammed Mursisteuert gypten auf einen Staatschefaus den Reihen des Militrs zu: Nachmonatelangem Warten verkndeteArmeechef Abdel Fattah al-Sisi (FOTO: REU-TERS) seine Kandidatur fr die anstehen-de Prsidentschaftswahl. Der Sieg des59-jhrigen Karriereoffiziers bei der frdas Frhjahr geplanten Wahl gilt alssicher. Er lege seinen Posten als Armee-chef nieder und trete als Verteidigungs-minister und Vize-Ministerprsidentzurck, erklrte al-Sisi. Nach der Verfas-sung darf nur ein Zivilist fr das hchs-te Staatsamt kandidieren. In einer kur-zen Ansprache kndigte er an, seinenKampf fr ein gypten ohne Terroris-mus fortzusetzen. Al-Sisi ist der heimli-che Machthaber gyptens seit demSturz des islamistischen PrsidentenMursi Anfang Juli 2013. afp blacktriangleright Seite 4Amerikas Rechte halten die These,der neue Papst sei ein Linker, freine dreiste Erfindung der MedienParis Im neuen Ost-West-Konflikt umdie Ukraine bekommt Iran unversehens ei-ne zentrale Rolle. In dem Mae, wie dieKommunikationskanle des Westens zuMoskau versanden, werden iranische Kon-takte wichtiger fr die bermittlung vonIdeen und Vorschlgen. Dies gilt besondersfr den Brgerkrieg in Syrien, in dem Ver-suche zur Stabilisierung der Lage durch Ab-sprachen ohne die Russen aussichtslossind. Moskaus Rolle als Vermittler ist dortdurch die Annexion der Krim indessen ge-schwcht. Die Iraner als Sttze des Re-gimes wiederum haben durch die libane-sisch-schiitische Hisbollah in Syrien Ein-flussmglichkeiten, die regional grersind als die des Protektors Moskau.Iran ist nach den Worten von Parla-mentsprsident Ali Laridschani im Kon-flikt zwischen dem Westen und Russlandum die Ukraine neutral. Teheran folgt da-mit der Haltung Chinas, das die Verurtei-lung Russlands vermeidet, aber Moskauim Sicherheitsrat auch nicht untersttzte.Dass die Atomverhandlungen, deren bis-heriger Verlauf von allen Seiten positiv be-urteilt wird, in Folge der ukrainischen Kri-se scheitern, erwartet derzeit niemand inTeheran. Andererseits gilt es auch als un-wahrscheinlich, dass die Russen wegen ih-rer Isolierung zu besonderem Entgegen-kommen an Iran bereit sind. Lange Erfah-rung zeigt, dass Moskau weder whrendSchlechtwetterperioden in seinen Bezie-hungen zu den USA oder auch zu normalenZeiten niemals seine Interessen im Westendurch Gunstbeweise in Richtung Teherangefhrdet hat. Die Aussetzung der Liefe-rung von S-300-Luftabwehrraketen, aufwelche die Iraner unter der Drohung israe-lischer Luftschlge grten Wert legten,ist nur ein Fall, in dem die Russen auf ame-rikanische Empfindlichkeiten Rcksichtnahmen. Im aktuellen Kontext gilt es bloals Gepolter, dass der stellvertretende rus-sische Auenminister Sergei Rybakowdrohte, Moskau knnte als Vergeltung ge-gen eine Ausweitung der Ukraine-Sanktio-nen auch Straf-Beschlsse gegen Irannicht mehr anwenden. Bis dahin waren Ry-bakows Sondierungen mit seiner amerika-nischen Partnerin Wendy Sherman kons-truktiv verlaufen.Auch der iranische Vize-AuenministerAbbas Araktschi beschreibt die jngste Ver-handlungsrunde als sehr gut und positiv.Die Aussicht auf eine Beilegung des Atom-streits steht im Mittelpunkt der Politik vonPrsident Hassan Rohani, der gerade achtMonate im Amt ist. Noch gesteht ihm dieMehrheit der Iraner zu, dass die wirtschaft-liche Misere nur durch Aufhebung der Boy-kott- und Strafmanahmen gebessert wer-den kann. Doch die Zeit drngt. Zur Zah-lung der preissttzenden Subventionen istkein Geld mehr in der Kasse, und schon inden nchsten Wochen wird Rohani die Prei-se fr Treibstoffe und andere Bedarfsgtererheblich erhhen mssen. Zur Zeit be-steht wegen der zweiwchigen Ferien zumiranischen Neujahrsfest eine gewisse Eu-phorie. Intellektuelle freuen sich ber eini-ge Liberalisierungsschritte auch wennmehr als zwei Dutzend Journalisten nochim Gefngnis sitzen. Der Verfall der Wh-rung wurde fr den Augenblick zum Ste-hen gebracht. Rohani sagte jngst, er seifr Freiheit des Ausdrucks, verbundenmit Verantwortung. Wer den Menschen ei-nen Knebel verpasse und die Schreibfederzerbreche, zerstre das Vertrauen. Die Zen-sur fr Bcher soll gemildert werden.Der Journalist Akbar Gandschi, der we-gen seiner Enthllungen ber politischeMorde durch Schergen des Regimes, fnfJahre im Gefngnis verbrachte und heutein New York lebt, sagt voraus, wenn Rohaniund sein Auenminister MohammedDschawad Sarif den 35-jhrigen Streit mitden USA beilegten, wrden sie als Natio-nalhelden gefeiert. Abbas Abdi, ehemalsVizeprsident unter dem Reformer Mo-hammed Chatami, zitiert den GeistlichenFhrer Ali Chamenei, dass eine iranischeAdministration ihre Ziele normalerweiseerst in der zweiten Amtsperiode erreiche.Die Hoffnungen der Iraner werden durchdas Fortbestehen gemeinsamer Interessenzwischen Russen und Amerikanern gefr-dert. Fr die Neuordnung der internationa-len Beziehungen, wie sie sich die Adminis-tration Obama zum Ziel gesetzt hatte, istdie Zusammenarbeit mit den Russen zuIran essenziell.In Teheran betrachtet man die ukraini-sche Krise nur als eine vorbergehendeStrung. Positiv bleibt auf der anderen Sei-te, dass die Russen keine Atommacht Iranwollen. Die mglichen militrischen Risi-ken, die nach einem Scheitern der diploma-tischen Bemhungen entstnden, wollenweder Teheran noch Moskau eingehen. AlsSttze und Zulieferer der iranischen Atom-Industrie ist Russland ein Garant fr derenzivile Entwicklung. rudolph chimelliBrssel - Die Europische Union hatzum zehnten Mal Berichte ber diePartnerlnder ihrer Nachbarschaftspoli-tik verffentlicht und dabei ein ge-mischtes Bild konstatiert. Das Jahr2013 sei vielerorts von Krisen aufgrundpolitischer Instabilitt und schwierigersozialer und wirtschaftlichen Bedingun-gen geprgt gewesen. In mehrerenLndern aber sei es aber gelungen,entscheidende politische und wirt-schaftliche Reformen durchzufhren.Die Nachbarschaftspolitik umfasst 16Lnder rund ums Mittelmeer und imOsten Europas. Mit den meisten vonihnen sind Aktionsplne vereinbartworden, also Vereinbarungen zwischender EU und den Partnerlndern, die alsHandreichung und als Messlatte frReformen dienen. Negativ fiel dasUrteil ber gypten aus. 2013 war einpolitisch sehr herausforderndes Jahr,das keinen Fortschritt hinsichtlich desaktuellen Aktionsplans gebracht hat,stellt die EU-Kommission fest. DasMilitr habe erheblichen Einfluss aufpolitische Schlsselentscheidungengenommen. Beim Blick ber das Mittel-meer sieht die EU allenfalls in TunesienLicht. Dem Land im Norden Afrikas, dasim Januar 2014 eine neue Verfassungverabschiedet hat, werden erheblicheFortschritte bei der politischen undinstitutionellen Transformation be-scheinigt. Im Osten attestiert die EUMoldawien und Georgien Fortschritte.Beide wollen mglichst noch im Frh-sommer Assoziierungsabkommen un-terzeichnen. So habe es in GeorgienPrsidentenwahlen im Einklang mitinternationalen Standards gegeben.Angemahnt werden aber auch weitereReformen. So msse Moldawien denKampf gegen die Korruption auf allenEbenen intensivieren. dbrIstanbul Drei Tage vor der Kommu-nalwahl in der Trkei haben die trki-schen Behrden nun auch die Video-plattform Youtube gesperrt. Auf dieVerffentlichung von immer mehr abge-hrten Telefongesprchen reagiertMinisterprsident Recep TayyipErdoan aggressiv. Die Enthllungensetzen seine islamisch-konservativeAKP unter Druck, denn Erdoan selberhat die Kommunalwahlen am Sonntagzur Abstimmung ber den knftigenKurs des Landes erklrt. Nach einemJahr heftiger Proteste der Brgerbewe-gung gegen seine islamisch-konservati-ve Regierung sowie Monaten des Macht-kampfes zwischen Erdoan und seinenGegnern im religis-konservativenLager sind die gesellschaftlichen Gr-ben tief aufgerissen. Praktisch tglichwurden im Internet neue Korruptions-wrfe laut. Am Donnerstag wurde aufYoutube ein abgehrtes Gesprch bereinen mglichen trkischen Militrein-satz in Syrien ffentlich gemacht. DieTter seien Feinde des Staates, die mitder hrtesten Strafe rechnen mssten,drohte das Auenministerium.Erdoan ist in den vergangenen Ta-gen immer wtender durchs Land gezo-gen. Bei groen Kundgebungen sind dieBotschaften an seine Anhnger unterden etwa 52 Millionen Wahlberechtig-ten einfach: Es gebe eine Verschwrunggegen die Trkei, er selber sei Garantfr politische Stabilitt und weiterenWohlstand. Vertrauen Sie diesemMann noch? So einen Dieb hat die Weltnoch nicht gesehen, hielt der Chef deroppositionellen RepublikanischenVolkspartei (CHP), Kemal Kldarolu,dagegen. Die AKP teilte mit, Messlattefr die Abstimmung sei das Ergebnisder Kommunalwahlen 2009 mit zusam-mengerechnet 38,8 Prozent. Damalshatte Erdoans Partei erstmals Stim-men verloren, acht Prozent weniger alsbei der Parlamentswahl 2007 und fastdrei Prozent weniger als bei der Kom-munalwahl 2004. dpaHeiliger GipfelBarack Obama, der vor Kurzem noch als eine Art weltlicher Papst galt, trifft auf Papst Franziskus, der inzwischen viel beliebter ist als er.Umso wichtiger ist es dem US-Prsidenten, Gemeinsamkeiten zu betonen, allen voran den Kampf fr soziale GerechtigkeitEin stiller VermittlerIran erhlt durch den Konflikt zwischen dem Westen und Russland eine neue Rolle. Teheran will vor allem die Atomgesprche nicht gefhrdenEin groer Schritt weg vom AbgrundIWF gibt der Ukraine 18 Milliarden Dollar, wenn Kiew die Wirtschaft reformiert. Merkel will Abhngigkeit von Russland beenden und sucht neue GaslieferantenSchwierige NachbarnAl-Sisi will Prsident werdenYoutube-Sperre in der TrkeiPOLITIKDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 7Julia Timoschenko auf dem Weg zur Pressekonferenz, wo sie ihre Kandidatur erklrt.Aussichtsreichster Kandidat fr die Prsidentenwahl ist jedoch ein anderer: der alsSchokoladenknig bekannte Unternehmer Petro Poroschenko. FOTO: S. DOLZHENKO/DPAAUSLANDDer frhere katalanische RegierungschefJordi Pujol, geboren 1930 in Barcelona, hat-te in den vergangenen Jahrzehnten groenEinfluss in der spanischen Politik. Er ist ka-tholisch geprgt, Aktivist der Demokratie-bewegung und war whrend der Franco-Zeit mehrmals im Gefngnis. Seit vielenJahren ist er mit den europischen Christ-demokraten gut vernetzt, bei ihnen wirbter um Verstndnis fr den SezessionskursBarcelonas. Die konservative Zentralregie-rung in Madrid pocht hingegen darauf,dass die spanische Verfassung die Abspal-tung einer Region verbietet, und lehnt bis-lang jegliche Gesprche darber ab.SZ: Herr Prsident, als Sie von 1980 bis2003anderSpitzederRegionalregierungvon Katalonien standen, sind Sie stets freineAutonomie innerhalbSpanienseinge-treten. Warum aber untersttzen Sie nundie Separatisten in Barcelona, die eineVolksbefragung ber die Unabhngigkeitanstreben?Jordi Pujol: Die Krise hat gezeigt, dass dasbisherige System der Zusammenarbeitnicht funktioniert. In Katalonien sahen wires stets angesichts unserer Wirtschafts-kraft als selbstverstndlich an, dass wir dieschwcheren Regionen Spaniens unter-sttzen. Doch zuletzt hat sich bei uns derEindruck verstrkt, dass Madrid dies nichtwrdigt und obendrein unsere hart erarbei-teten Steuergelder zu oft sinnlos ausgege-ben hat. berdies beobachten wir nun dieTendenz, das Land wieder strker zu zen-tralisieren.Wie zeigt sich dies konkret?Den Stimmungsumschlag knnen wir kon-kret an einem Punkt festmachen: Als dasVerfassungsgericht, das die nun in Madridregierende konservative Volkspartei Parti-do Popular (PP) angerufen hatte, 2010 dasneue Autonomiestatut fr Katalonien auf-hob. Dieses Statut, das unsere Rechte beiSelbstverwaltung und Kultur festschrei-ben sollte, war bereits von den Parlamen-ten angenommen worden, unsere Bevlke-rung hatte in einem Referendum zuge-stimmt, der Knig hatte es unterzeichnet.Doch die Partido Popular organisierte eineKampagne dagegen, die die Katalanen ineinem schlechten Licht darstellte, die vonuns daher als aggressiv und erniedrigendempfunden wurde. Wir sahen dadurchden Konsens aufgekndigt, der Spanienauch mental zusammengehalten hat.Wo gibt es grundlegende Differenzen?Zum einen in der Bildungsreform: Mit Er-folg hat Katalonien in Schulen Zweispra-chigkeit gefrdert. Madrid mchte das Ka-talanische zurckdrngen. Zum anderenhaben Experten ausgerechnet, dass Katalo-nien ein Vielfaches an Geld an Madrid ber-weist, als es zurckbekommt.Welche Rolle spielt die Krise?Hier handelt es sich bei weitem nicht nurum eine Krise der Wirtschaft. Es ist eineKrise aller staatlichen Institutionen, derParteien, der Justiz, der Verwaltung, sogarder Monarchie.Wieso istKnigJuanCarlosnicht inderLa-ge, die groen Meinungsverschiedenhei-ten zwischen Madrid und Barcelona zuentschrfen?Zum aktuellen Autorittsverfall des K-nigs ist schon genug gesagt worden. Auchdie Geschichte spielt eine Rolle: Vor genau300 Jahren hat die Krone die Autonomie-rechte Kataloniens aufgehoben. Und wohldie meisten Katalanen sehen in Juan Car-los den Nachfolger eben jener Bourbonen.berdies standen wir im spanischen Br-gerkrieg auf der Seite der Republik, der re-publikanische Geist wurde auch nichtdurch die Franco-Diktatur gebrochen.HatdieErinnerungandenBrgerkriegei-ne groe Bedeutung?Nicht in der Alltagspolitik. Aber Spanienfehlt eine Vergangenheitsbewltigung, wiesie die deutsche Gesellschaft nach demDritten Reich betrieben hat.DiespanischeVerfassungsiehtdieAbspal-tung einer Region nicht vor. Die Regie-rung inMadridargumentiert, siehabediePflicht, die Einheit des Landes gegen diekatalanischen Nationalisten zu verteidi-gen.Der Begriff Nationalismus strt mich,wir sollten uns am Begriff der Nation desPhilosophen Johann Gottfried Herder ori-entieren. Demnach sind alle Nationengleichwertig, ihre Unterschiedlichkeit darfkeinesfalls Anlass sein, sich gegeneinan-der zu wenden. Die Katalanen sind keineengstirnigen Nationalisten, sie gehrenvielmehr zu den proeuropischsten Natio-nen.Wie kommen Sie zu dieser Einschtzung?Wegen unserer vom Seehandel geprgtenWirtschaft hatten wir immer vielfltige Be-ziehungen zu anderen Lndern, auch kultu-relle. Fr mich war es als junger Mann vongroer Bedeutung, Straburg zu sehen,ein vereintes Europa war in der Franco-ra die Hoffnung meiner Generation. Undnach Aachen bin ich gefahren, in die StadtKarls des Groen. Katalonien war sdlichs-ter Vorposten des karolingischen Reiches,das eine Art Vorlufer der EuropischenGemeinschaft war.SchrecktSienichtdieDrohung,dassKata-loniennacheinerAbspaltungvonSpaniennicht der Europischen Union angehrensoll?Die Spaltung eines EU-Staates wre einPrzedenzfall, ber den man rechtzeitig Ei-nigung erzielen msste. Falls unsere Bevl-kerung mit deutlicher Mehrheit ein Votumfr die Unabhngigkeit abgibt, so werdenweder Brssel, noch Madrid diesenWunsch ignorieren knnen.Sie sprechen sehr gut Deutsch, Sie verfas-senbisheuteAnalysenberdeutschePoli-tik.Woher kommt dieses Interesse?Ich habe die deutsche Oberschule in Barce-lona besucht. Doch 1945, als ich 15 Jahre altwar, wurde sie geschlossen, das Gebudebernahm das franzsische Gymnasium.So habe ich fr mich allein weiter Deutschgelernt. interview: thomas urbanDas bisherige System der Zusammenarbeit funktioniert nichtJordi Pujol war bis 2003 Regierungschef Kataloniens. Er kmpft gegen den Widerstand der konservativen Zentralregierung fr eine Sezession der Region von SpanienDie Spaltung einesEU-Staates wre einPrzedenzfall.Katalonien berweist einVielfaches an Geld an Madrid,als es zurckbekommt.von silke bigalkeEurajoki Das japanische Fernsehteamwill die Aussicht einfangen, bevor die Son-ne wieder vom finnischen Februar ver-schluckt wird. Die Kamera schwenkt vomBesucherzentrum ber die zugefroreneSee des bottnischen Meerbusens. Auf deranderen Seite der Bucht heben sich karmin-rote Quader vom Winterhimmel ab: die Re-aktoren der finnischen Atom-HalbinselOlkiluoto. Zwei produzieren bereits Strom,der dritte, Olkiluoto III, befindet sich imBau. Ein vierter Reaktor wird gerade ausge-schrieben. Gleich nebenan graben die Fin-nen mit Onkalo eines der ersten Endlagerfr hochradioaktive Abflle weltweit inden Felsboden. Finnland setzt, drei Jahrenach der Katastrophe von Fukushima, str-ker auf Atomenergie als je zuvor. Es mch-te unabhngig werden von Importen ausdem Ausland, vor allem aus Russland.Pasi Tuohimaa, Presse-Chef des Atom-Konzerns TVO, drckt aufs Tempo. SeineTour hat erst begonnen. Er wei: Die Japa-ner, die nach Fukushima nicht wissen wo-hin mit den verstrahlten Trmmern, inter-essieren sich besonders fr das EndlagerOnkalo. Europa dagegen schaut auf den Re-aktor Olkiluoto III. Ihn haben die Finnen2003 in Auftrag gegeben, als erstes euro-pisches Atomkraftwerk seit Tschernobyl1986. Vielen galt der Schritt damals als Zei-chen einer Renaissance der Atomenergiein Europa. Olkiluoto III soll zudem der ers-te Europische Druckwasserreaktor(EPR) werden, das grte, modernste, si-cherste Kraftwerk der Welt. Doch statt ei-ner Renaissance erlebt Finnland ein Desas-ter. Das Kraftwerk, das 2009 ans Netz ge-hen sollte, ist immer noch nicht fertig. Zu-letzt hatte Betreiber TVO auf 2016 gehofft,inzwischen mchte er gar keinen Terminmehr nennen.Schuld daran gibt er dem franzsischenStaatskonzern Areva, der das Kraftwerk ge-meinsam mit dem deutschen Konzern Sie-mens fr TVO baut, fr rund drei Milliar-den Euro. Die Baukosten werden inzwi-schen allerdings auf mehr als 8,5 Milliar-den Euro geschtzt. Wer die Mehrkostenbezahlt, ist unklar. TVO und Areva verkla-gen sich gegenseitig auf Schadenersatz inMilliardenhhe. Wir haben einen Vertragber ein schlsselfertiges Projekt mit ei-nem festen Preis, sagt Tuohimaa von TVO.Ein grauer Kleinbus fhrt die Besucherim Schritttempo um die verschneite Bau-stelle. Die Kuppel ber dem Reaktor beste-he aus fnfmal so viel Stahl wie der Eiffel-turm, erzhlt Tuohimaa. Sie soll einem ab-strzenden Passagierflugzeug standhal-ten. Groe gelbe Maschinen pumpen Luftunter die Kuppel, um zu testen, ob sie dichtist und den Druck aushlt.In der Turbinenhalle versucht Ingenieu-rin Kthe Saparanta auf alles hinzuweisen,das den Fortschritt der Arbeiten bezeugt:In allen Rohren, Ksten und Messgertenstehe bereits Wasser. Mit der Farbe, diesich in Eimern stapelt, soll bald der Fubo-den gestrichen werden. Und die fertige Tur-bine von Siemens, sieben mal siebzig Me-ter in einer dunkelblauen Ummantelung,die grte Turbine der Welt in einem Atom-kraftwerk, warte nur darauf, dass der Restfertig wird.Alles hnge am automatischen Leitsys-tem, dem Gehirn des Kraftwerks, dessenTests sich verzgern, sagt Saparanta. DasSystem ist komplex, und vielleicht hat mandie Arbeitsmenge unterschtzt. Mitman meint sie Areva, dem TVO schlechteVorbereitung vorwirft. Die Planung mussfertig sein, bevor man anfangen kann.Aber sie war nicht fertig. Das wiederum be-streitet Areva und beklagt, TVO zeigemangelhaften Willen zu kooperieren indieser letzten Phase, in der Hersteller undBetreiber eng zusammenarbeiten sollten.Harri Hiiti kann der Streit egal sein. So-lange TVO auf dem Grundstck seiner Ge-meinde baut, bekommt der Brgermeistervon Eurajoki 13 Millionen Euro Grundsteu-er jhrlich. Er steckt das Geld in die Sozial-hilfe, ins Gesundheitssystem, in siebenGrundschulen, eine Menge fr die 6000Einwohner der Gemeinde. Das sind die b-lichen Dinge, nur ein wenig besser als an-derswo, sagt Hiiti.Anzusehen ist das dem Ort, 20 Kilome-ter von Olkiluoto entfernt, nicht. Er be-steht hauptschlich aus einer grerenDurchgangsstrae. Die flachen buntenHolzhuser erinnern an ein Feriendorf,das Rathaus ist eines der wenigen mit ei-nem zweiten Stockwerk. Hiiti sitzt im Erd-geschoss, hinter einem riesigen Schreib-tisch, die Hnde geduldig im Scho gefal-tet. Er wei, dass er wieder einmal erkl-ren muss, warum man in Eurajoki nichtsgegen Kraftwerke und Endlager in derNachbarschaft hat.Wenn wir unseren Lebensstandard hal-ten wollen, haben wir zwei Mglichkeiten:Energie aus Atomkraft gewinnen oder sieaus Russland importieren, sagt er. Fruns ist schwer zu akzeptieren, dass Russenber unseren Lebensstandard entschei-den sollen. Die Deutschen htten damit of-fenbar weniger Probleme. Hiiti ist einervon vielen Finnen, die ber die deutscheEnergiewende den Kopf schtteln.Finnland braucht viel Energie fr kalteWinter und fr seine Papier- und Elektro-nikindustrie. Der Stromlieferant TVO ge-hrt zu 44 Prozent den Unternehmen die-ser Industrien, die restlichen Anteile hal-ten Versorger. Die Finnen, die 2013 noch20 Prozent ihrer Energie importierenmussten, setzen nicht nur auf Olkiluoto. InPyhjoki, 450 Kilometer nrdlich, plantTVO-Konkurrent Fennovoima ein weite-res Atomkraftwerk. An ihm war der deut-sche Energiekonzern Eon bis zur Energie-wende beteiligt. 2012 bernahm ausge-rechnet der russische Staatskonzern Rosa-tom Eons Anteile und hlt nun 34 Prozent.Seit der Krim-Krise scheint das gesamteProjekt fr viele Finnen in Frage zu stehen.Olkiluoto III dagegen ist unumstritten,TVO ist seit 40 Jahren in Eurajoki. In dieserZeit ist viel passiert, sagt BrgermeisterHiiti: Harrisburg, Tschernobyl, Fukushi-ma. Trotzdem habe es in seiner Gemeindenie viel Diskussion um die Reaktoren gege-ben. Sie habe auch dem Endlager zuge-stimmt, um die beiden neuen Reaktorennach Eurajoki zu holen. Um das Risikomacht Hiiti sich keine Sorgen, er vertrautauf Stuk, die finnische Behrde fr Strah-len- und Atomsicherheit, die Reaktorenund Endlager genehmigt. Wenn Stuksagt, es sei sicher, dann ist es sicher. Wirsind da pragmatisch.Wenn Stuk Onkalo als Endlager geneh-migt, hat Eurajoki die nchsten 100 000Jahre etwas davon. So lange soll der Atom-mll im Felsboden lagern. Kritiker war-nen, dass niemand wisse, ob nicht knftigeEiszeiten den Felsen zerstren und radio-aktives Material freisetzen knnten. Oderwie man die Nachkommen der Menschendavon abhalten knne, die Tore zu Onkalozu frh zu ffnen. Was, wenn die heutigenZeichen fr sie so unleserlich sind wie fruns gyptische Hieroglyphen?Noch sind die Warnsignale eindeutig:Die Ampel vor der Einfahrt zu Onkalo istrot. Geologin Sanna Mustonen hlt den Wa-gen und bittet das japanische TV-Team,das Tor aus Sicherheitsgrnden nicht zu fil-men. Sie arbeitet fr die Betreiber-FirmaPosiva, die den Energiekonzernen TVOund Fortum gehrt. Onkalo heit Keller,ein kleiner, enger Keller mit verwinkeltenGngen, erklrt Mustonen, nicht Ver-steck, wie Medien berichtet hatten. Hinterdem Tor liegt der Tunnel in dreckigem Ne-bel, Feuchtigkeit steigt auf. In einer Spiralegeht es 470 Meter tief unter die Erde. Et-was hher liegt die Versuchsebene. Hier ha-ben die Forscher Gnge gebohrt, die vomHaupttunnel in den Felsen ragen. In sol-chen Trakten sollen die Brennstbe in denBoden eingelassen werden, eingeschlos-sen in Kupferkapseln, vergraben unterBentonit, einem wasseraufsaugendenSteingemisch. Gerade lassen sie Wasserdurch die Felsspalten laufen, um zu sehen,wie die Risse miteinander verbunden sind.Das Material muss trocken lagern, nichtsdarf ins Grundwasser gelangen.Der Boden ist matschig, das Fernseh-team aus Japan luft von einer Pftze zuranderen. Mustonen erklrt, dass das Was-ser hier fr Versuche fliee und dieser Be-reich sowieso nicht als Endlager geeignetsei. Sie holt eine Karte mit den Gngen vonOnkalo heraus. Rote und gelbe Linien zei-gen Frakturen im Fels an, grn markierteGebiete sind als Lager nutzbar. Die Alpensind jung im Vergleich zum finnischen Fels-boden. Er hat zwei Milliarden Jahre ber-dauert, ohne Risse. Also wissen wir, dassdiese sehr unwahrscheinlich sind. Aberganz sicher wissen knnen wir es nie, sagtsie. Stuk hat eine Forschungsgrabung ge-nehmigt, aber noch nicht das Endlager.Die Behrde verweist darauf, dass derGroteil der Radioaktivitt in den ersten500 Jahren verloren gehe. Einige langlebi-ge Nuklide knnten womglich danachnoch durch Wasser an die Oberflche ge-splt werden. Das Risiko sei aber auf weni-ge Kilometer Umkreis begrenzt und knneeingeschtzt werden. Der japanische Re-porter lsst sich dabei filmen, wie er von ei-nem Rinnsal an der Felswand kostet.Schmeckt widerlich, sagt er.Atomkraftgegner in Finnland zu findenist schwer, besonders in Eurajoki. Der einzi-ge, der sich in die ffentlichkeit wagt, istTapio Solala im 25 Kilometer entferntenPori. Solala ist ein hagerer Mann, der sei-nen grauen Bart zu einem Zopf geflochtenhat. Er gehrt zu den Friends of theEarth, deren Bro gleichzeitig eine ArtDritte-Welt-Laden ist, in dem man etwaHanf-Taschen kaufen kann.Das letzte Mal hat Solala 2012 versucht,gegen das Atomkraftwerk zu protestieren.200 Polizisten waren da und 100 Demons-tranten, die meisten von auerhalb. Ichkenne viele Menschen, die gegen Atom-kraftwerke sind, aber es ist sehr schwer,die Finnen in Aktion zu kriegen, sagt er.Sie haben immer Angst, dass andere Men-schen besser Bescheid wissen als sie. Sola-la befrchtet, dass eigentlich niemand sorichtig ber Onkalo Bescheid wei, auchnicht ber Olkiluoto III. Es ist doch selt-sam, dass sie es nicht schaffen, es fertig zubauen. Die Automatik zum Beispiel istdoch die Hauptsache an so einem Kraft-werk, und sie kriegen es einfach nicht hin.Auf Olkiluoto endet ein langer Tag. Aufdem Weg zurck durch die Nacht wirkt dieInsel friedlich. Meer, Schnee, Tannen, Re-he, es knnte ein schner Urlaubsort sein.Die nchste grere Stadt, Rauma, ist be-rhmt fr ihre hlzerne Altstadt, einUnesco-Weltkulturerbe.Am Rand von Rauma gibt es eine Kneipeund einen Burger-Laden. In der Kneipesitzt eine Herrenrunde beim Bier, alle deut-lich lter als die Kraftwerke auf Olkiluoto.Im Fernseher luft Eishockey, bunteSchals hngen von der Decke. Wegen derAtomkraftwerke? Machen wir uns keineSorgen, uns gehts gut, sagt einer. Ob denndas Endlager sicher sei? Wenn die nchsteEiszeit kommt, werden wir es wissen.Im Brgerladen nebenan sitzt die nchs-te Generation, Hanna Lindberg mit Mannund zwei Shnen, fnf und zweieinhalbJahre. Das dritte Kind ist unterwegs. Na-trlich machen wir uns Sorgen, sagt diejunge Mutter. Aber uns hat niemand ge-fragt. Die Finnen haben die Erfahrung ge-macht, dass Protestieren auch nichts n-dert. Wenn tatschlich Atommll in die Er-de gelassen wird, will sie mit ihrer Familiewegziehen.Vertrauen in BetonViele Finnen schtteln den Kopf ber die deutsche Atomwende. Ihrer Ansicht nach gibt es zwei Mglichkeiten:entweder Nuklearenergie oder Importe aus Russland. Deswegen strt sich fast niemandam geplanten dritten Reaktor auf der Halbinsel Olkiluoto. Bei dessen Bau allerdings gibt es einige ProblemeFinnland bentigt viel Energie,fr eisige Winter, seine Papier-und ElektronikindustrieDas Atomkraftwerk auf der Halbinsel Olkiluoto bekommt einen dritten Reaktor. In der Kuppel steckt fnfmal mehr Stahl als im Eiffelturm. FOTO: HANNU HUOVILA/DPAJordi Pujol (rechts) umarmt Adolfo Suarez Illlana bei der Beerdigung seines Vaters, demersten demokratischen Premierminister Spaniens. FOTO: DPAOlkiluoto III soll das grte,modernste und sichersteKraftwerk der Welt werdenWenn das Endlager kommt,will sie mit der Familie wegziehen,sagt eine junge MutterPOLITIK8 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHvon thomas kirchnerMnchen Man muss zehn Jahre zurck-gehen, um die neuesten Zahlen von Amnes-ty International (AI) zur Todesstrafe einord-nen zu knnen. 3797 Menschen wurdennach Angaben der Menschenrechtsorgani-sation im Jahr 2004 weltweit hingerichtet.Im vergangenen Jahr waren es 778. Das istein Fortschritt, und kein geringer. Der lang-fristige Trend zeigt klar nach unten. Den-noch sehen die Menschenrechtler Anlasszur Besorgnis, denn seit dem niedrigstenStand 2010 (527) steigt die Zahl der Exekuti-onen jetzt wieder, 2012 waren es 682.Und nun also 778. Das sind jene Flle,die sich aus staatlichen oder anderen Quel-len seris nachweisen lassen. Wie viele De-linquenten tatschlich per Giftspritze, Gal-gen oder Gewehrsalve gettet wurden,wei niemand. Mit Abstand am hufigstenseien Menschen auch 2013 wohl wieder inChina mit dem Tod bestraft worden, so AI,vermutlich mehrere Tausend. Doch weildas Land entsprechende Angaben wie einStaatsgeheimnis behandelt, verffentlichtAI seit 2009 keine konkreten Zahlen mehr.Dasselbe gilt fr Nordkorea, wo mindes-tens 70 Flle vermutet werden.Verantwortlich fr den jngsten Anstiegsind vor allem Iran (mindestens 369) undIrak (169). berhaupt fllt auf, dass fast80 Prozent der Hinrichtungen auerhalbChinas in diesen zwei Lndern sowie in Sau-di-Arabien stattfinden. Das sei bestr-zend und beschmend, sagt Oliver Hen-drich, der AI-Vorsitzende in Deutschland.Besonders schockierend sei, dass drei dermindestens 79 Hingerichteten in Saudi-Arabien minderjhrig gewesen seien. Auchin Iran habe es vermutlich Hunderte offizi-ell nicht besttigte Exekutionen gegeben.Iran hlt wie so manches Land Zahlenber Todesurteile und Hinrichtungen ge-heim, sagt Hendrich. Auerdem entspre-chen die Gerichtsverfahren oft nicht inter-nationalen Standards. In Irak sei die gro-e Mehrheit der Todesurteile auf der Basisvager Anti-Terror-Gesetze ergangen.Die USA exekutierten dem AI-Bericht zu-folge 39 Menschen, in Sdamerika sowiein Russland wurde niemand hingerichtet.Als positiv sieht AI an, dass in ganz Europaund Zentralasien erstmals seit 2009 keineExekutionen gemeldet worden seien. Undviele Lnder, die noch 2012 Gefangene hin-richteten, htten 2013 keine Todesurteilevollstreckt, darunter Gambia, Pakistanund die Vereinigten Arabischen Emirate.Der Menschenrechtsbeauftragte derBundesregierung, Christoph Strsser,nannte die neuesten Zahlen alarmierend.Die Todesstrafe ist unmenschlich undrechtspolitisch unsinnig. Sie hat im21. Jahrhundert keinen Platz, erklrte er.Besorgniserregend seien vor allem die vie-len Hinrichtungen im Irak und in Iran.Ein Argument gegen die Todesstrafe,das selbst manche ihrer Anhnger ins Gr-beln bringt, ist, dass Fehlurteile nie ausge-schlossen, ja sogar recht hufig sind. Inden USA wurden seit 1973 nach Angabendes Death Penalty Information Center144 Todgeweihte nach ihrer Verurteilungfreigesprochen. Grnde gibt es viele: fal-sche Zeugenaussagen, schlechte Verteidi-gung, Polizeifehler, bessere Ermittlungs-methoden. Auch auf Gestndnisse ist keinVerlass, weil sie erzwungen oder auf dubio-se Weise zustande gekommen sein kn-nen. Das Magazin New Yorker deutete imDezember an, dass die Verhre amerikani-scher Ermittler, die nach der Technik desehemaligen Polizisten und heutigen Bera-ters John Reid geschult werden, mglicher-weise systematisch falsche Gestndnissehervorbringen.In den USA sind solche Justizirrtmerbesonders gut dokumentiert, aber sie kom-men natrlich berall vor. Ein mglichesOpfer knnte auch der Japaner Iwao Haka-mada sein, der am Dienstag freigelassenwurde, nach mehr als 40 Jahren in der To-deszelle. Der 78 Jahre alte ehemalige Boxerwar 1968 zum Tode am Galgen verurteiltworden, weil er angeblich eine vierkpfigeFamilie ermordet hatte. Ein Gericht in Shi-zuoka gab nun Hakamadas Gesuch statt,sein Verfahren wieder aufzunehmen. An-lass sind DNA-Tests, die seine Unschuldvermuten lassen.Hakamada war 1966 verhaftet worden.Damals arbeitete er in einer Sojafabrik.Ihm wurden Mord, Raub und Brandstif-tung vorgeworfen, nachdem sein Chef, des-sen Frau und zwei Kinder mit Stichwun-den tot in ihrem abgebrannten Haus gefun-den worden waren. Nach einem 20 Tagelangen Polizeiverhr und anfnglichemLeugnen legte Hakamada ein vermeintli-ches Gestndnis ab, das er zum Auftakt sei-nes Prozesses jedoch widerrief. Die Beam-ten htten ihn geschlagen und ihm ge-droht. Nach Angaben seiner Verteidigerstimmten zudem DNA-Analysen bei spte-ren forensischen Untersuchungen nichtmit Proben auf Kleidungsstcken berein,die Hakamada getragen haben soll. DieseDNA-Ergebnisse erkannte das Gericht nunan. Zugleich deutete der Vorsitzende Rich-ter laut Medienberichten an, dass die Er-mittler die vermeintlichen Beweise ge-flscht haben knnten.Es ist erst das sechste Mal in der Nach-kriegsgeschichte Japans, dass ein Gerichtder Wiederaufnahme des Falls eines Hft-lings zugestimmt hat, dessen Todesstrafebereits rechtskrftig verhngt wurde. Invier der fnf vorherigen Flle waren dieVerurteilten freigesprochen worden. Wiedie meisten Todeskandidaten lebte Haka-mada berwiegend in Einzelhaft und inpermanenter Angst, dass es jeden Tag so-weit sein knnte. Der Zeitpunkt der Hin-richtung wird den Verurteilten in Japannicht mitgeteilt. Erst wenige Minuten vorihrer Exekution erfahren die Gefangenen,dass sie sterben werden. Viele Todeskandi-daten treibt diese Angst in den Wahnsinn.Die Rckkehr der TodesstrafeNach Angaben von Amnesty International steigt die Zahl der Hinrichtungen weltweit wieder deutlich an.Die meisten Exekutionen finden in China statt. In Saudi-Arabien werden auch Minderjhrige gettetPANORAMADEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 9Weltkarte der TodesstrafeSZ-Grak; Quelle: Amnesty InternationalAnzahl der Todesurteile im Jahr 2013Anzahl der Hinrichtungen im Jahr 20133+29+109+169+16+14+26+18+7+7+7+1+398025+5+1240+141+46+4+104147+2+1+11Tausende34+117+21+5 16+2220+272+79+13+87+6 754+2+226+1741170+50+16+13+1311+8+3+63+21+169+ 369+148+76+91+35+6+56+2USAWeirussland Marokko/West SaharaGuyanaTrinidad and TobagoTunesienNigerAlgerienNigeriaBarbados Burkina FasoGambiaLiberiaMauritanienSierra LeoneGhanaMaliIndonesienJapanKeniaKatarSingapurSdkoreaTansaniaChinaYemenTaiwanSomaliaSimbabwethiopienLibyenLaosLesothoBangladesch IndienMaldivenVietnamKuwaitMalaysiaPakistanAfghanistanNordkoreagyptenThailandDR CongoUAESri LankaJordanienLebanonIrakIranBotswanaSdsudanSudan SambiaSaudi-ArabienPalstinensischeAutonomiegebieteBahamasheneee1925 Menscheeeeheeeh778 Hinrichtungenwurden in 22 Lndern 2013 durchgefhrtwurden in 57 Lndern im Jahr 2013 zum Tode verurteiltchennnh23 392 Menscccsaen 2013 im TodestraktDiese Zahlen beinhalten nicht die Tausenden von Hinrichtungen in China. Die Regierung gibt keine genauen Daten darber bekannt.3235323741 39 40 37312731 3128252225 24 251923202221'12'91 '92 '93 '94 '95 '96 '97 '98 '99 '00 '01 '02 '03 '04 '05 '06 '07 '08 '09 '10 '11 '13Zahl der Lnder, in denen Hinrichtungen durchgefhrt werdenIn Kooperation mit:Fotolia/Beboy Fotolia/Ivan FlorianiFotolia/Andy Pariser Kunstimpressionen undMonets Erbe in GivernyParis eine Stadt wie ein Gemlde. Schon die bedeutenden Maler Manet, Renoir und Degas hielten hier ihre Emp ndungen in einzigartigen Bildern fest, die heute feste Bestandteile der Ausstellungen des Muse dOrsay und des Muse National dArt Moderne im Centre Pompidou sind. Ein weiterer Hhepunkt der Reise ist der Aus ug zum Garten Claude Monets in Giverny.Reisehhepunkte Muse dOrsay: Im Fokus des gegenber dem Tuileriengarten gelegenen Hauses steht die impressionistische Kunst in all ihren Darstellungsformen.Giverny: Bis heute knnen in dem Ort in der Normandie das Wohnhaus Claude Monets und der von ihm angelegte Ziergarten besichtigt werden.Muse Rodin: Mit Hllentor zeigt das Museum eines der Hauptwerke des Bildhauers Auguste Rodin, der das Haus einst als Atelier nutzte.Eingeschlossene Leistungen:- Flug von Mnchen nach Paris und zurck- 4 /F im 4-Sterne-Paris Marriott Opera Ambassador Hotel- Fhrung im Muse dOrsay und Centre Pompidou- Ganztgiger Aus ug nach Giverny mit Fhrung inklusive Mittagessen- Alle Transfers, Fhrungen und Eintrittsgelder laut Programm- Reisebegleitung durch einen deutschen Kunsthistorikerim Doppelzimmer 1.768 im Doppelzimmer zur Alleinbenutzung 2.265 Reisetermin: 14. bis 18. August 2014Veranstalter: TUI Leisure Travel Special Tours GmbH, Wachtstrae 1724, 28195 BremenReisepreis pro PersonKunst, Kultur und Design inMailand und TurinIm Norden Italiens trifft ein unvorstellbarer Reichtum an historischen Kunstschtzen auf atemberaubende Architektur und modernes Designver-stndnis. Das zeigt sich gerade in der Mode-Metropole Mailand, in der Sie die Sammlungen der Pinacoteca Ambrosiana und der Pinacoteca di Brera sehen, und in Turin, wo Jesus angebliches Grabtuch gezeigt wird.Reisehhepunkte Mailand: Unter anderem ist bei einer Fhrung durch die Kirche Santa Maria delle Grazie Leonardo da Vincis berhmtes Wandgemlde Das Abendmahl zu besichtigen. Bekannt ist die Stadt auch fr ihren Dom und die Scala-Oper.Asti: Besuch eines traditionsreichen Weinguts mit Mittagessen u. Weinprobe.Turin: Auf dem Dach des alten Fiat-Werkes, inmitten der Teststrecke, widmet sich die Pinacoteca Giovanni e Marella Agnelli vornehmlich moderner Kunst.Eingeschlossene Leistungen:- Flug von Mnchen nach Mailand und zurck von Turin- Jeweils 3 bernachtungen/Frhstck in 4-Sterne-Hotels in Mailand u. Turin- Fhrung im Dom, Museum des Teatro alla Scala, in der Pinacoteca Ambrosiana, Pinacoteca di Brera und Santa Maria delle Grazie in Mailand- Alle Transfers, Aus ge, Eintrittsgelder und Mahlzeiten laut Programm- Reisebegleitung durch einen deutschen Kunsthistorikerim Doppelzimmer 2.349 im Doppelzimmer zur Alleinbenutzung 2.985 Reisetermin: 07. bis 13. September 2014Veranstalter: TUI Leisure Travel Special Tours GmbH, Wachtstrae 1724, 28195 BremenReisepreis pro PersonKalifornischer Zeitgeist Kunst-reise nach L. A. und San DiegoKalifornien das bedeutet traumhafte Strnde, Sonnenschein und der Glamour Hollywoods. Doch lngst hat sich auch die hier ansssige Kunst-szene einen Namen gemacht. So kommen gerade aus L. A. und San Diego wichtige Impulse fr die amerikanische Gegenwartskunst oder gilt Palm Springs als Spielwiese fr extravagante moderne US-Architektur.Reisehhepunkte Los Angeles: In der Stadt der Engel besichtigen Sie das Museum of Contem-porary Art, das J. Paul Getty Museum und Los Angeles County Museum of Art.Palm Springs: Stars wie Elvis Presley und Frank Sinatra lieen sich einst in der sonnenverwhnten Stadt im Coachella Valley mondne Villen errichten.San Diego: Ein besonderes Augenmerk ihres Besuchs in der Stadt gilt dem Museum of Art, das sich unter anderem mit der mexikanischen Moderne befasst.Eingeschlossene Leistungen:- Flug von Mnchen nach Los Angeles und zurck (z. T. Umsteigeverbind.)- 7 bernachtungen in einem 4-Sterne-Hotel in Los Angeles inkl. Frhstck- 5 bernachtungen in einem 4-Sterne-Hotel in San Diego inkl. Frhstck- Stadtrundfahrten in Los Angeles, Palm Springs und San Diego- Alle Transfers, Aus ge, Fhrungen und Eintrittsgelder laut Programm- Reisebegleitung durch einen deutschen Kulturwissenschaftlerim Doppelzimmer 4.345 im Doppelzimmer zur Alleinbenutzung 5.488 Reisetermin: 26. Oktober bis 08. November 2014Veranstalter: TUI Leisure Travel Special Tours GmbH, Wachtstrae 1724, 28195 BremenReisepreis pro PersonBeratung und Prospekt:Telefon: 0421/322 68 87, Mo.Fr. 820 Uhr, Sa. 814 Uhr, Fax: 0421/322 68 89, E-Mail: sz-leserreisen@tui-lt.de, Internet: www.sz.de/leserreisenPersnlicher Kontakt: Hapag-Lloyd Reisebro, Theatinerstrae 32, 80333 MnchenRom Die sditalienische Mafia-Organi-sation Ndrangheta hat einer Studie zufol-ge im vergangenen Jahr 53 Milliarden Eu-ro umgesetzt und damit mehr als dieDeutsche Bank und McDonalds zusam-men. Laut der am Mittwoch verffentlich-ten Studie des Forschungsinstituts Demo-skopika sind die Hauptgeschftsfelder derkriminellen Organisation Drogenschmug-gel und illegale Mllentsorgung. Der Um-satz der Ndrangheta entsprach demnach3,5 Prozent des italienischen Bruttosozial-produkts. Laut der Studie, die auf Doku-menten von Polizei, Justiz, Regierung undParlament basiert, ist die italienische Orga-nisation mit 400 Fhrungskrften in30 Lndern aktiv darunter auch Deutsch-land. Insgesamt seien weltweit rund60 000 Menschen in die Aktivitten der N-drangheta verwickelt. Die Organisation,die sich aus einem Netzwerk von Familien-clans zusammensetzt, stammt aus der sd-italienischen Region Kalabrien und gilt alsnoch verschlossener und schwieriger zudurchdringen als die sizilianische Mafia.Der Studie zufolge machte die Ndran-gheta im vergangenen Jahr Drogengeschf-te im Wert von 24,2 Milliarden Euro; derUmsatz mit illegaler Mllentsorgung be-trug 19,6 Milliarden Euro; Erpressung undWucherei brachten 2,9 Milliarden ein. afpKim Jong Un, um die 30, nordkoreani-scher Staatschef, mchte angeblichStilikone sein. Er habe alle Collegestu-denten angehalten, ihre Haare in sei-nem Stil an den Seiten kurz und obenetwas lnger zu tragen. Das berichteteder Sender Radio Free Asia unter Beru-fung auf unbesttigte Quellen. Bei eini-gen Studenten habe sich Widerstanddagegen geregt, die Haartracht desLandesvaters zu bernehmen. DieserStil sei vor zehn Jahren bei Schmugg-lern verbreitet gewesen, hie es.Gnther Klum, 68, Topmodel-Vater,hat sich an der Mosel einen Weinberggekauft. Den Ausschlag fr den Kaufhabe der Name gegeben, sagte Klumder dpa: Der Weinberg heit Gnthers-lay, da habe ich gedacht ,Why not? undzugeschlagen. Seit gut einem Jahr istdie knapp ein Hektar groe Rebflchebei Piesport in Klums Besitz. Sein ersterWein aus Rieslingtrauben soll in denkommenden Wochen abgefllt werden:1000 Liter in 2000 Flaschen. Ich willden Wein vor allem verschenken, sagteKlum, der seinen Weinberg schon hufi-ger besucht hat: Von da hat man einetolle Aussicht.RuthMaria Kubitschek, 82, TV- undFilmlegende, sieht kaum noch fern.Ich sehe nur, was ich sehen mchte,hauptschlich Nachrichten, sagte dieSchauspielerin bei der 35. Jupiter-Preis-verleihung in Berlin. Ich schwrme frClaus Kleber. Da bleibe ich manchmalnachts auf, um ihn im ZDF zu sehen,sagte Kubitschek lchelnd ber den 58Jahre alten ZDF-Heute-Journal-Kopf.Furchtbar findet sie dagegen Tatortund die vielen Toten im TV: Ich sehekeine Krimis. Ich kann dann nicht schla-fen. Ich finde, davon gibt es zu viel. Frihre Rolle einer lebensweisen Seniorinim Kinofilm Frau Ella mit MatthiasSchweighfer bekam Kubitschek amMittwochabend den Publikumspreis alsbeste Darstellerin national.NinaHoss, 38, Schauspielerin, hat eben-falls kein Interesse am Tatort, schongar nicht an einer Rolle als Kommissa-rin. Nee, ich finde, es reicht jetzt, die-ses permanente Gemorde, sagte sie derZeitschrift TV Spielfilm. Sie habe nochLust, andere Geschichten zu erzhlen,als nur noch Flle aufzuklren. EineRolle in Hollywood wrde Hoss hinge-gen reizen, denndort gehe es immerum alles, sagteHoss. Da will sichkeiner wegducken,da macht man nichtmal so auf locker,denn jeder hat et-was zu verlieren.Allerdings wisse sienicht, ob die aufmich gewartet ha-ben. FOTO: DPAMnchen Der Gegensatz knnte grernicht sein. In Chicago tritt die Anwltin Mo-nica Kelly vor die Kameras, elegant in r-melloser Bluse. Angehrige der Passagieredes verschwundenen Fluges MH370 ht-ten sich an ihre Kanzlei, Ribbeck Law, ge-wandt, um auf Entschdigung zu klagen.Die Kanzlei werde die Klage gegen denFlugzeug-Hersteller Boeing und die Flug-gesellschaft Malaysia Airlines richten. Rib-beck Law ist auf die Opfervertretung nachKatastrophen und Flugzeugunfllen spezi-alisiert. Und Kelly rechnet damit, dass sieletztendlich rund die Hlfte der Angehri-gen vertreten wird.Die Kanzlei hat nun zunchst eine Petiti-on bei einem Gericht in Illinois einge-reicht, um an die Identitt der Zulieferervon Boeing zu gelangen und an die Namenderer, die fr die Abnahme des Flugzeugesverantwortlich waren. Denn Ribbeck Lawvermutet als Ursache fr den Absturz Kons-truktionsfehler in der Maschine.Die Entschdigungssumme beluft sichlaut Kanzlei auf rund 1,5 Milliarden Dollar.In diese Berechnung werden wohl auch diesogenannten menschlichen Kosten einge-hen: Allein ein Drittel der chinesischen Pas-sagiere, sagen Vertreter von Ribbeck Law,seien die einzigen Kinder ihrer Eltern gewe-sen. Ob das Wrack je entdeckt wird, spielelaut Kelly keine entscheidende Rolle in denVerhandlungen: Wir hatten erfolgreicheFlle, in denen die Opfer oder sogar dieBlack Box nie gefunden wurden. Man wr-de die Flotte nach hnlichen Baufehlern un-tersuchen. Bei Ribbeck Law ist man ber-zeugt, dass der Prozess zugunsten der Kl-ger entschieden wird. Zuletzt hatte dieKanzlei mehrere Passagiere des Asiana-Fluges vertreten, der im Juli vergangenenJahres in San Francisco notgelandet war.Der Gegner hie: Boeing.Whrenddessen geht die Suche im sdli-chen Indischen Ozean weiter unter im-mensen Schwierigkeiten. Zwar haben thai-lndische Behrden am Donnerstag mitge-teilt, dass einer ihrer Satelliten neue Bildervon rund 300 mglichen Wrackteilen ge-macht habe. Doch immer noch konnte kei-nes geborgen werden. Das liegt nicht nuran der Abgelegenheit des Suchgebiets undan der Wolkendecke, die es fr Flugzeugeund Satelliten schwierig macht, etwas zuentdecken: Nicht umsonst nennt man dieRegion, in der die Boeing vermutlich abge-strzt ist, Roaring Forties, die BrllendenVierziger. Denn zwischen 40 und 50 sd-licher Breite herrschen unbestndige Win-de mit bis zu 160 Kilometern in der Stunde.Die Strmungen dort gehren zu den mch-tigsten der Erde, die Wellen knnen beiSturm mehr als neun Meter hoch werden.Etwas sdlich der vermuteten Absturz-stelle liegen gewaltige Sturmzonen. Weil ih-nen keine Landmasse im Weg liegt, umkrei-sen sie ungehindert die Antarktis und wer-den dabei so stark, dass sie Wellen ausl-sen, die zu den grten berhaupt geh-ren. Noch dazu liegt im Suchgebiet eineKette von Unterwasservulkanen. Der Mee-resboden ist deshalb extrem zerklftetund verndert durch Magmastrme stn-dig seine Form, was die Lokalisierung desFlugzeugwracks zustzlich erschwert.Schon der nchste Schritt der Bergungwird nicht leicht: Bei derart gewaltigen Wel-len muss man es erst einmal schaffen, vomSchiff hinunter an die Wasseroberflchezu gelangen, um ein Wrackteil herauszufi-schen. petra steinbergervon verena mayerD ass in Berlin ein Gebude Bikini-Haus heit, ist nicht weiter unge-whnlich. In der Stadt wird Archi-tektur gerne als das bezeichnet, was manmit ihr assoziiert. Einen Turm mit Gaststt-te nennen die Berliner Bierpinsel, dasrundliche Haus der Kulturen der Weltschwangere Auster. Und das Bikini-Hausin der Nhe des Bahnhof Zoo ist nuneinmal flach und sehr lang, mit einem lufti-gen Zwischengeschoss, bei dem man dach-te, es bestehe aus einem Ober- und einemUnterteil. In den Fifties war das, der Zeit,als das Bikini-Haus neu war und der Bikinials Kleidungsstck sowieso.Jetzt ist das direkt am Zoo gelegeneHaus wieder fast wie neu. Frisch renoviertsind die cremeweie Fassade und die zu-rckgesetzten Fenster. Noch wird berallgewerkelt, Bauarbeiter stehen auf der Frei-treppe, die auf die Dachterrasse fhrt, dieSchaufenster im Erdgeschoss sind mit Fo-lie verhngt. Doch drinnen lsst sich schondie so genannte Concept Mall erahnen, dienchste Woche erffnet wird, mit angren-zendem 25hours-Designhotel samt Restau-rant und Bar. Man sieht kleine Ladenloka-le, darunter Berliner Modelabels wie Um-asan oder address, eine Brillenmanufak-tur, ein Verlag fr Design-Bcher und einBerliner Lautsprecherbauer, der hier mitseiner Entwicklungsabteilung einzieht.Sichtbeton, hellgrne Metallverstrebun-gen und Bden, die dem Berliner Straen-pflaster nachempfunden sind. Und auf ei-ner Seite eine riesige Glaswand, durch dieman auf Bume und Natur blick und aufeinen Felsen voller Affen, das Affengehegedes angrenzenden Zoos. Die Affen hpfenherum, halten inne, drehen den Kopf zurGlaswand. Schwer zu sagen, wer hier ei-gentlich wem zuguckt. Eines ist aber klar:Das ist ein sehr spezieller Ort.Berlin, Zoo. Jener Teil der Hauptstadt,der seit dem Buch Wir Kinder vom Bahn-hof Zoo zur Chiffre fr eine unwirtlicheGrostadt wurde. Der Zoo, das sind ein her-untergekommener Bahnhof, vielspurigeVerkehrsschneisen, abgeschabte Hochhu-ser. Wenig verleitet dazu, lnger zu verwei-len. Von den Junkies mal abgesehen, berdie Christiane F. einst schrieb, sie seienauf Trebe, ohne Wohnsitz. Aber selbstdie sind inzwischen weitergezogen. Sonstgab es hier noch ein riesiges Poster von Ha-rald Juhnke, grinsend, mit Essstbchen.Dessen Schwiegervater hatte im erstenStock des Bikini-Hauses ein China-Restau-rant. Das Meiste am Zoo war so berlinisch-piefig wie die Namen von Christianes F.sFreunden: Detlef, Atze. Oder, wie das Berli-ner Stadtmagazin tip schreibt: Der Enter-tainer, die Pekingente und der alte Westen:dit war Berlin.Davon kann keine Rede mehr sein. DerAgentur-Mensch, der Besuchern das Biki-ni-Haus zeigt, trgt Rhrenjeans und Un-dercut-Haarschnitt und steht fr einenTyp Berliner, den man in dieser Gegendderzeit hufiger antrifft. Jung und so neuin der Stadt, dass er den angesagten BezirkNeuklln, in dem er wohnt, auf der erstenSilbe betont. Neu-Klln. Als sei alles neuim alten Westen.Ist es das nicht auch? Rund um den Zoowird gebaut oder renoviert. Der sandfarbe-ne Turm des Waldorf Astoria ragt ber denBahnhof hinweg, nicht weit ist schon dienchste Baustelle: fr einen Hochhaus-turm, der Upper West heit. Abendssieht man das alte Kino Zoopalast leuch-ten, das Ende 2012 neu erffnet wurde. DieLeute strmen darauf zu, stehen auf demBrgersteig. Zum Verkehr rund um denZoo gehren wieder Fugnger. Und schonhrt man erste Stimmen, die sagen: Der al-te Westen ist das neue Mitte.Schwer im Kommen ist die Gegend je-denfalls. Was man an den Mieten merkt.Aber auch an einem Gefhl von Urbanitt,das sich auf Gewachsenes bezieht undnicht nur auf Gemachtes wie am Potsda-mer Platz mit seinen verspiegelten Hoch-husern und Shopping-Arkaden. EinEnergiezentrum, das kein Leben auersich duldet und jedes Umfeld auszehrt,nennt die Publizistin Hannelore Schlaffersolche knstlich erschaffenen Orte.Am Zoo hingegen ist jede Menge Leben.Busse halten hinter dem Bahnhof, an denImbissbuden versammeln sich die Broleu-te. Man sieht viele Kinder, Schulklassenauf dem Weg zum Tiergarten. Vor dem Wal-dorf Astoria stochert ein Mann in den Mll-eimern, vor der Gedchtniskirche sitzendie Touristen in der Sonne. Die Skateboar-der, die zum Straenbild gehren wie derBeate-Uhse-Sexshop, fahren in der Mit-tagssonne auf und ab, auch wenn einigevon ihnen inzwischen so alt sind, dass mansich Sorgen um ihre Bandscheiben macht.In der Nhe, im siebten Stock des schmut-zig-weien Hauses mit der berhmten Gi-raffe darauf, befindet sich der Showroomdes Bikini-Hauses. Darin steht Kai-UweLudwig, Geschftsfhrer der Immobilien-firma Bayerische Hausbau, die den Bikini-Komplex 2002 gekauft und entwickelt hat.Man wollte an die Brse, und dazu passtenHauptstadt-Immobilien. Ludwig trgtJeans und Sakko, dazu Turnschuhe mit ne-ongrnen Schnrsenkeln, als wolle er derbayerisch-bodenstndigen Firma, die ervertritt, etwas Berliner Hipness auftupfen.Ludwig war als Junge oft in Berlin, und erkann sich noch gut erinnern, wie faszinierter von dem Haus war, das mit seinen offe-nen Sulen zwischen Ober- und Unterteilwie ein Bikini aussah. Das einst offene Zwi-schenstockwerk ist allerdings schon seitlangem umbaut und bleibt es auch.Wenn man von hier oben auf die Gegendrund um den Zoo blickt, hat man das Ge-fhl, auf ein Zimmer zu schauen, in dember die Jahrzehnte hinweg alles irgend-wie zusammengeschmissen wurde. Ein-kaufszentren, Pltze, der Anbau an die zer-trmmerte Gedchtniskirche, den die Ber-liner gerne Puderdose nennen. Der Zooist so etwas wie das Berliner Zimmer derStadt, das ist jener Raum in Berlins Altbau-wohnungen, der Vorder- und Hinterhausverbindet. Gro, aber verschnitten. Manbraucht ihn als Durchgangsort, will sichaber nicht darin aufhalten. Immerhin hatdas Berliner Zimmer, das der Zoo ist, mitdem langen, luftigen Bikini-Haus jetzt ei-ne schicke Fifties-Vitrine bekommen.Die Monkey Bar, im 10. Stock des an-grenzenden Hochhauses: Viel Glas undPlatz, das Hotel 25hours ist hier unterge-bracht. Es ist ein Abend Anfang der Woche,die Bar ist knallvoll, unter anderem wegender Leute, die nebenan, im Restaurant Ne-ni, keinen Platz bekommen haben, was der-zeit hufig passiert. In der Bar viel Sichtbe-ton und Design, an dem kleinen Tisch liegtman eher, als dass man sitzt. Die Cocktailshaben berlintypisch seltsame Namen wieBlood and Sand, nur die Preise sind eherLondon als Berlin, elf Euro fr einen Ape-rol Sour. Die Fenster reichen bis zum Bo-den, man sieht ber die Stadt und unten,im Dunkeln, die Affen. Der urbane Dschun-gel und der echte am Berliner Zoo sindsie jetzt miteinander verschmolzen.Anwltin Kelly will Milliarde erstreiten. RTRAlles toll: Das frisch renovierte Bikini-Haus am Berliner Zoo verbindet den urbanen Dschungel mit dem echten. FOTO: OHNdrangheta macht mehrUmsatz als McDonaldsIn der Bar haben die Drinksberlintypische Namen und kosten so viel wie in LondonLEUTEUpper West SideDie Gegend um den Bahnhof Zoo in Berlin galt lange als Sinnbild der hsslichen Grostadt. Das ist vorbei.Der alte Westen ist so angesagt, dass ihn manche schon als neue Mitte bezeichnenDie Skateboarder hier sindmittlerweile so alt , dass mansich um ihre Bandscheiben sorgtPANORAMA10 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHAlles oll: In den 1970er-Jahren galt der Zoo eher als Durchgangsort, den man braucht,aber wo man sich nicht gerne aufhlt. FOTO: PAUL GLASERMilliardenschweresRtselAngehrige des verschwundenenFlugs MH370 bereiten Klage vor*Die DWS/DB AWM Gruppe ist nach verwaltetem Fondsvermgen der grte deutsche Anbieter von Wertpapier-Publikumsfonds. Quelle: BVI. Stand: Dezember 2013. Die Verkaufsprospekte mit Risikohinweisen und die wesentlichen Anlegerinformationen sowie weitere Informationen erhalten Sie kostenlos bei der Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH, 60612 Frankfurt am Main. Quelle: www.dasinvestment.comWer bei den Lipper Fund Awards 2014 die Nr. 1 ist, lsst sich an 5 Fingern abzhlen.DWS mit 5 Awards und 8 weiteren Auszeichnungen meist prmiertvom Analysehaus Lipper.Mehr als 500 Experten arbeiten permanent daran, mit DWS-Fonds von Deutsche Asset & Wealth Management erstklassige Renditechancen fr Anleger zu scha en. Dafr identi zieren und analysieren sie Markttrends auf der ganzen Welt und setzen diese in den Produkten um. Eine Leistung, die jetzt auch von der unabhngigen Ratingagentur Lipper gewrdigt wurde: Mit 13 ausgezeichneten Fonds sind wir die meist prmierte Fondsgesellschaft bei den Lipper Fund Awards 2014. www.DWS.deDeutsche Asset & Wealth Management*Die DerhalteDWvoMehschavon den w& Wealth ManagementDie Universitt Konstanz hat ihre Lizenz-verhandlungen mit dem VerlagsgigantenElsevier abgebrochen. Der digitale Zugangzu den wissenschaftlichen Zeitschriftendes niederlndisch-britischen Konzernsist Konstanz, genauer: der dortigen Univer-sittsbibliothek, schlicht zu teuer.Na und? Das klingt doch erst mal nach ei-nem ziemlich speziellen Problem. Doch da-hinter steht ein grundstzlicher Konfliktum die Publikation und Zugnglichkeitvon Wissen; es geht um Milliardenumst-ze, die weltweit mit aktuellem Fachwissenund mit dem Wettbewerb darum erzieltwerden.Im Internet herrscht ja angeblich eineGratiskultur. In Wahrheit aber ist nichtsumsonst. Wenn irgendetwas, das irgendet-was wert ist, wie umsonst aussieht Dien-ste, Ideen, Informationen, Unterhaltung,Texte , so hat doch irgendjemand dafrbezahlt: mit Lebens- und Arbeitszeit; mitGeld; mit der Preisgabe persnlicher Da-ten, die wiederum Geld wert sind; oder mitder Bereitschaft, sich Werbebotschaftenauszusetzen, die auf Kaufentscheidungenabzielen.Dass wir keineswegs in einer Gratiskul-tur leben, das bekommen Forscher, beson-ders solche der naturwissenschaftlichenund technischen Fcher, deutlich zu sp-ren. Zwar gibt es immer mehr Bestrebun-gen, die Forschungsergebnisse von ffent-lich angestellten Wissenschaftlern kosten-los im Internet zugnglich zu machen.Doch fr ebendiese Zugnglichkeit, OpenAccess genannt, mssen auch wieder Leu-te bezahlen: die Steuerzahler fr die sorg-fltige Redaktion der Online-Zeitschriftenund fr die Server-Kapazitten, die For-scher selbst wiederum wachsende Gebh-ren dafr, berhaupt in renommierten On-line-Zeitschriften publiziert zu werden.Vor allem aber sind alle Wissenschaft-ler, auch die Open-Access-Freunde, nachwie vor fr ihre Karriere darauf angewie-sen, in renommierten Journalen, die nichtkostenlos sind, Beitrge unterzubringen;und sie sind darauf angewiesen, diese Jour-nale zu lesen, um den letzten Stand der For-schung zu kennen. Da gibt es viele Zeit-schriften, die ihr Geld wert sind, von guten,untersttzenswerten Verlagen. Aber esgibt auch Oligopole, Riesenkonzerne, die je-ne Angewiesenheit der Forscher schamlosausnutzen und die Preise fr ihre digitalenAbo-Pakete die je Universitt oder Biblio-thek einzeln ausgehandelt werden in dieHhe treiben; dazu gehrt eben auch derKonzern Elsevier, wo rund 2500 Fachjour-nale erscheinen, darunter die wichtige me-dizinische Zeitschrift The Lancet. Bibliothe-ken, deren Etats nicht mitwachsen, chzenund sthnen zunehmend.Nachdem es schon hier und dort, geradeauch in Grobritannien und den USA, Ab-bestellungen und Boykott-Aufrufe gege-ben hatte, macht jetzt mit Konstanz eineder elf deutschen Exzellenzuniversit-ten ihren Protest ffentlich. Der Durch-schnittspreis einer bei Elsevier lizenzier-ten Zeitschrift (wohlgemerkt: nur einer)habe zuletzt bei 3400 Euro pro Jahr gele-gen, fast dreimal hher als beim zweitteu-ersten groen Verlag. Ulrich Rdiger, derRektor der Universitt, erklrte: Die Uni-versitt Konstanz kann und will bei dieseraggressiven Preispolitik nicht lnger mit-halten und wird ein solches Vorgehen nichtuntersttzen. johan schloemannvon hans leyendeckerund georg mascoloI n dem Roman Mein Name sei Ganten-bein von Max Frisch gibt es den Satz:Jeder Mensch erfindet sich frheroder spter eine Geschichte, die er fr seinLeben hlt. Die Geschichte, die der Kunst-erbe Cornelius Gurlitt am 22. September2010 drei Zollbeamten erzhlte, klang er-funden.Die Zllner hatten gegen 21 Uhr bei ei-ner Kontrolle im Schnellzug EC 197, deraus Zrich kam und nach Mnchen fuhr,in der Jackeninnentasche von Gurlitt ei-nen weien Umschlag mit 9000 Euro ent-deckt. Woher das Geld stamme, wollten siewissen, denn er hatte vorher die Frage, ober Bargeld bei sich trage, verneint. Aber erwirkte auffllig nervs, wie sich spter ei-ner der Zllner erinnerte. Gurlitt traf dieFrage unvorbereitet. Er hatte nicht ge-wusst, dass sich Zllner auch fr Geld inter-essieren. Dann erzhlte er die Geschichteseines Lebens.Sie handelte von seinem Vater Hilde-brand Gurlitt, der frher Museumsleiterund Kunstsammler gewesen sei, und sieging so: Sein Vater sei wie drei weitereKunsthndler in der NS-Zeit vom Propa-gandaminister Joseph Goebbels beauf-tragt worden, Werke, die damals als entar-tete Kunst betrachtet wurden, zu Devisenzu machen. Die 9000 Euro, so Gurlitt,stammten aus dem Verkauf von Bildern andas Auktionshaus Kornfeld in Bern durchseinen Vater in der NS-Zeit. Der Vater sei1956 bei einem Autounfall ums Leben ge-kommen.Goebbels, Vater, Euro, entartete Kunst was fr eine seltsame Geschichte. Diemusste doch ausgedacht sein, oder? Es istdie Geschichte des Lebens eines Mannes,der inzwischen 81 Jahre alt ist und oft Din-ge sagt, auf die man nicht gefasst ist, weilseine Welt so anders ist als andere Welten.Der Fall des Rolf Nikolaus Cornelius Gur-litt, wie der alte Mann mit vollem Namenheit, steckt bis zum heutigen Tag voll vonMissverstndnissen, und deshalb soll dieGeschichte seines Falles erzhlt werden, so-weit sie sich recherchieren lsst.Was sollten die Zollbeamten anderesmachen, als mit Vorermittlungen zu begin-nen? Als es losging, haben sie, wie man dasheute so macht, gegoogelt, was denn dasAuktionshaus Kornfeld, von dem Gurlitt er-zhlt hatte, mit entarteter Kunst zu tunhabe. Sie haben auch Literatur gewlzt. We-der im Internet noch in Bchern stand dar-ber etwas. Kein Hinweis, dass Kornfeldmit entarteter Kunst handelte. Ein Fahn-der notierte routiniert: Tatschliche Her-kunft des Geldes ungeklrt. Mglicherwei-se stamme das Geld aus Straftaten im Zu-sammenhang mit Beutekunst, entarteterKunst oder NS-Raubkunst. Der Zusatzwar schon ungewhnlich.Ermittler vom Zollfahndungsamt Mn-chen fanden dann heraus, bei HildebrandGurlitt, dem Vater, habe es sich um einenlizensierten NS-Kunsthndler gehandelt,der mit der Verwertung von NS-Raub-kunst zu tun hatte. Darber schrieben sieeinen Vermerk. Knapp acht Monate nachder Begegnung zweier Welten im Zug wur-de dann gegen den Sohn, Cornelius Gurlitt,ein Steuerstrafverfahren wegen Verkr-zung der Einfuhrumsatzsteuer in einernoch zu ermittelnden Anzahl von Einzelfl-len eingeleitet. Infrage kamen also Para-graf 370 I Nr. 2 der Abgabenordnung undParagraf 21 II Umsatzsteuergesetz in Ver-bindung mit Artikel 202 I a Zollkodex.bersetzt heit das, die Fahnder hattenund haben den Verdacht, Gurlitt habeKunstgegenstnde, die in der Schweiz la-gerten, entgegen zoll-und steuerrechtli-cher Vorschriften heimlich aus derSchweiz nach Deutschland eingefhrt, umsie innerhalb der EU zu verkaufen.Im Lauf des Verfahrens hat Gurlitt zumTeil mit eidesstattlichen Erklrungen be-teuert, nie Kunsthandel betrieben und nieBilder nach Deutschland gebracht zu ha-ben. Kornfeld sei sein einziges Auktions-haus in der Schweiz gewesen. Vor mehr alszwanzig Jahren habe er mit Kornfeld dasletzte Geschft gemacht. Das scheint rich-tig zu sein. Der Berner Galerist gibt an, dieletzten geschftlichen Kontakte mit Gur-litt seien etwa 1990 gewesen.Sptestens seit 2011 lebte Gurlitt nichtmehr in seinem Salzburger Haus, sondernin der Schwabinger Eigentumswohnung.Beim Finanzamt Mnchen 2 war er, wieder Zoll herausfand, nicht gemeldet. Re-cherchen zu seiner Person, insbesonderezu seinen regelmigen Einknften frden tglichen Lebensunterhalt seien er-gebnislos verlaufen, notierte ein Steuerbe-amter.Ende Februar, Anfang Mrz 2012 wurdedie Wohnung dann drei Tage lang von Er-mittlern durchsucht. Alle 1280 Kunstge-genstnde in der Wohnung wurden be-schlagnahmt. Es ging, man erinnere sich,immer noch um die Herkunft der 9000 Eu-ro. Die zum Beweiszweck beschlagnahm-ten Kunstwerke haben einen Wert in hoherzweistelliger oder niedriger dreistelligerMillionenhhe.ber Geldwsche, Unterschlagung, Ein-kommensteuerhinterziehung und andereStraftaten dachten die Ermittler nach,doch berzeugend war das nicht. Sie ka-men jedenfalls nicht voran. Beamte desbayerischen Justizministeriums, die sichUnterlagen des Falles angesehen haben,fanden den Anfangsverdacht mager. Aufden im Fall Gurlitt vermuteten angebli-chen gewerbsmigen Handel deutet we-nig hin. Sie fanden zwar einige Exponate,bei denen der Stempel des schweizeri-schen Zolls ausradiert wurde, doch hatwirklich Cornelius Gurlitt radiert? Er be-streitet solche Vorwrfe vehement.In einem ganz alten Brief von Gurlitt fin-det sich im Zusammenhang mit dem Ver-kauf des Gemldes Bar, braun von MaxBeckmann der Satz, der Verkauf solle un-ter Wahrung grter Diskretion stattfin-den. Das hat die Ermittler aufmerksam ge-macht. Als Nummer 151/1 steht das Bildauf einer Liste der von den Amerikanern1950 an Hildebrand Gurlitt zurckgegebe-nen Bilder. Zehn Jahre spter tauchte es imKatalog des Stuttgarter Kunsthndlers Ro-man Norbert Ketterer auf und hngt heuteim Los Angeles County Museum of Art. Va-ter Gurlitt, den Beckmann schtzte, erklr-te einmal, der Maler habe ihm das Bild ge-schenkt und nicht verkauft. Das war wohleine Lge. Mglicherweise rhrte daherdie Bitte um grte Diskretion.Weil eine Straftat von erheblicher Be-deutung vorliege, ordnete die Staatsan-waltschaft Augsburg im Herbst 2012 einelngerfristige Observation Gurlitts an. DieManahme wurde zweimal verlngert unddauerte insgesamt neun Monate. Angeb-lich war zeitweise auch eine Kamera instal-liert, um Gurlitt beim Verlassen des Hau-ses im Blick zu haben.Gurlitt, der seit Dezember 2013 im Kran-kenhaus ist, hatte frher die Angewohn-heit, meist nur nachts das Haus zu verlas-sen, weil er tagsber den Schatz des Vatersschtzen wollte. Sptabends brachte ermanchmal Mll weg. Gelegentlich kaufteer Lebensmittel ein oder fuhr zu seinem In-ternisten oder verschwand in einer Klinik.Mit der Schreibmaschine schrieb er im-mer wieder sehr freundliche, hfliche Brie-fe an den zustndigen Staatsanwalt und anden zustndigen Zollamtsrat. Er wrdigteden Reichsauenminister Walther Rathe-nau, der nicht zuletzt wegen seiner jdi-schen Herkunft von der antisemitischenRechten in der Weimarer Republik be-droht und 1922 ermordet worden war. Erwetterte gegen die Nazis, die seinen Vater,der 1925 Museumsdirektor in Zwickau ge-worden war, attackiert hatten, weil Hilde-brand Gurlitt damals zeitgenssischeKunst gefrdert hatte. 1928 wurde der Va-ter in Zwickau entlassen. Spter machteihn Goebbels zu einem Jger der Schtzeder Opfer des Hitler-Regimes.Gurlitt sucht immer wieder die Erinne-rung an den bermchtigen Vater. Dass die-ser im Ersten Weltkrieg Leutnant undKriegsfreiwilliger gewesen sei und in Dres-den dann gegen Ende des Krieges einziemlich gehetztes Leben gefhrt habe,teilte er den Ermittlern mit.Doch die ermittelten nicht in SachenZeitgeschichte, sondern wegen 9000 Euro.Natrlich sind da Lebenslgen. DieFahnder entdeckten unter viel Plunderauch fnf Geschftsbcher von Hilde-brand Gurlitt aus den Jahren 1937 bis 1941und einen Brief von den Wiedergutma-chungsmtern Berlin aus den Dezember-tagen des Jahres 1966 an Gurlitts MutterHelene: Im Rahmen eines Rckerstattungs-verfahrens erkundigte sich die Behrdenach fnf verschwundenen Bildern ausder Sammlung des frheren Leipziger Ge-heimrats Dr. Walter Hinrichsen, der in dieUSA geflohen war. Die Mutter antworteteim Januar 1967: Alle Geschftsunterlagenseien 1945 beim Angriff der Alliierten aufDresden vernichtet worden. Ihr Mann seiverstorben. Das Kunstkabinett ihres Man-nes sei nach dem Krieg nicht wieder erff-net worden.Das mit den Geschftsbchern war sonicht wahr. Und einige der damals vomAmt gesuchten Bilder befanden sich in derSammlung, die Gurlitt nach dem Tod derEltern geerbt hatte. Wie hat er mit dieserErinnerung gelebt?Cornelius Gurlitt lebte zeitweise bei derzwei Jahre jngeren Schwester Benita, under soll frher die Hoffnung gehabt haben,die Geschwister blieben zusammen. DieSchwester hat dann 1967 geheiratet. EinJahr spter starb die Mutter. Beide Ge-schwister erbten gemeinsam die riesigeSammlung, aber Cornelius Gurlitt hattesich um die Kunstwerke zu kmmern.Benita bekam 22 der Bilder. Vier von ih-nen sind erstaunlicherweise nur eine Leih-gabe des Bruders. Dabei hatte der gehofft,seine Schwester werde ihn berleben, umdann alles zu regeln. 2012 ist sie an Krebsgestorben. Ihr Mann hat neulich die 22Kunstwerke von der Polizei abholen las-sen. Provenienz-Forscher sollen herausfin-den, was es mit ihrer Herkunft auf sich hat.Vom schweren Erbe habe er nichts ge-wusst; er sei auch nicht in Gurlitts Woh-nung gewesen, sagt der Witwer. Er schtztoffenbar seinen Schwager und warnt vorKchenpsychologie. Gurlitt entziehesich jeder blichen Einordnung.Der sogenannte Gast-Arbeiter war die illu-sionre Figur der Arbeitsmigration in denSechzigerjahren, die Fiktion des fremdenArbeitenden, der eine gewisse Zeit ebenals Gast in unserem Land lebt und nachgetaner Arbeit in seine Heimat zurck-kehrt. Die Folgen dieser Denkfigur warenkatastrophal und sind immer noch zu sp-ren: mangelhafte Integrations-Angeboteeinerseits, unzureichender Integrations-Wille andererseits.Eine Willkommenskultur, wie das ver-logen klingende Wort heit, existiertenicht oder war zumindest kaum entwi-ckelt, vor allem nicht in der Wirtschaft. FrGesellschaft und Politik stellte sich jeden-falls die Aufgabe, mit diesen Problemenfertig zu werden. Woran die Politik seitherauch tapfer und volksaufklrend gearbei-tet hat. Sie hat das gastfeindliche Umfelddaran gewhnt zu begreifen, dass keineGste, sondern Einwanderer gekommenwaren; dass immer noch mehr kommenwrden; und dass sie gut fr das Land sind.Die junge Generation hat die Einwande-rung, wenn ich das richtig sehe, sogar als ei-ne Selbstverstndlichkeit verinnerlicht.Deutschland wird inzwischen als Einwan-derungsland betrachtet.Aber es scheint mir auch, als habe dasLand nun doch wieder Angst vor der eige-nen Courage. Es spricht nmlich immer we-niger von EINwanderung, und immermehr von ZUwanderung. Im Koalitionsver-trag der neuen Bundesregierung zum Bei-spiel immerhin ein Text, der zwei Drittelder deutschen Whlerschaft reprsentiert kommen die Worte Einwanderer und Ein-wanderung nicht vor, nur Zuwanderer undZuwanderung.Wo ist denn da der groe Unterschied,mag man sich fragen. Es ist doch nun wirk-lich einerlei, wie man es nennt, wir wissenschlielich alle, was gemeint ist. Es ist aberniemals egal, wie das Gemeinte genanntwird. Die Sprache prsentiert die Men-schen, Gegenstnde und Vorgnge, auf diesie sich bezieht, nmlich immer auf eine be-stimmte Art und Weise. Und diese Art undWeise zeigt, was sie von ihnen hlt. Daherrhren ja die semantischen Kmpfe umdas richtige Wort. Ob ich eine Person Zigeu-ner oder Roma nenne, einen bestimmtenSoldaten Rebell oder Freiheitskmpfer, obich denselben Vorgang Musik oder Krachnenne all das ist schon ein Unterschied.Und so ist es auch mit ZUwanderer undEINwanderer. Die Vorsilben zu und eingeben dem auf sie Folgenden (Verben undden von ihnen abgeleiteten Substantiven)eine deutlich andere Perspektive.Der ZUgang ist etwas anderes als derEINgang, ZUflstern ist etwas anderes alsEINflstern, ein ZUlauf etwas anderes alsein EINlauf und so weiter. Der Eingangfhrt ins Innere, der Zugang nur auf dasZiel hin, in seine Nhe, vielleicht sogar nurbis zum Eingang. Zuflstern ist eine eherharmlose Aktivitt, Einflstern zielt aufdas Innere. Die Wrter mit Ein bezeich-nen Vorgnge, Menschen und Dinge, diedas Innere oder den Kern von etwas betref-fen. Zu fhrt nur an etwas heran, nicht inetwas hinein.Der Zuwanderer kommt daher den Leu-ten nicht so nah wie der Einwanderer, erkommt nicht im Inneren des Landes an,sondern nur nahe an das Land heran, erbleibt gleichsam am Rande, so wie der Zu-gang eben bis ans Haus heranfhrt, abernicht unbedingt in es hinein wie der Ein-gang. Ganz offensichtlich soll das im ffent-lichen Diskurs jetzt prferierte Wort Zu-wanderung abschwchen, was geschieht:Es gibt vor, die Wanderer kmen nichtwirklich im Inneren an, es mchte offen-sichtlich die EINwohner schonen und ih-nen versichern, keine Angst haben zu ms-sen, weil die Wanderer ja gar nicht zu ih-rem Zentrum vorstoen. Zuwanderer ist al-so wieder ein Euphemismus nur subtilerverlogen als Gastarbeiter, es ist ein poli-tisch feiges Wort.Es kommt schlielich darauf an, dieWanderer tatschlich als Einwanderer zubegreifen und auch ehrlich so zu nennen.Im-migrants heien sie auch in den tra-ditionellen Einwanderungslndern. VonAd-migrants hat man in Amerika nochnichts gehrt. Die, die kommen, sollen dorthereinkommen, mitten hinein in die Verei-nigten Staaten, das heit sie sollen Ameri-kaner werden. Man will dort keine Ad-Mi-granten, die irgendwie an der Amerikani-tt dran, aber nicht in ihr drin sind.Dass der feige Terminus Zuwandererauch den Wanderern selbst die Distanz zudem Land ermglicht, in das sie einwan-dern, ist der andere fatale Aspekt des un-glcklichen Wortes. Wer nur zuwandert,wandert nicht wirklich ein, er kommt zwarnahe, bleibt aber eher bei sich, als dass ermitten unter den Einwohnern gert. Somchte das ja auch Herr Erdogan gern.Oder ist Zuwanderung doch nicht politi-scher Feigheit, sondern eher historischemFeinsinn geschuldet? Passt das Wort viel-leicht besser zu unserer schwierigen natio-nalen Identitt? Knnen wir uns nach dem,was wir in unserer Geschichte angestellthaben, gar nicht vorstellen, dass irgendje-mand wirklich in unser Innerstes herein-kommen will, wirklich einwandern will,wirklich Deutscher werden will? Wir kn-nen uns anscheinend nur Zuwanderer den-ken, solche, die uns zwar aus welchenGrnden im Einzelfall auch immer nahekommen wollen, die aber nicht wirklichwerden wollen wie wir.Dann wre das Wort eine subtile Konse-quenz unserer Scham, Deutsche zu sein.Sofern unsere Sprache hier eine feine Diffe-renzierung erlaubt, bezeichnet Zuwande-rung vielleicht die einzige Nhe, die wirden nach Deutschland Wandernden zumu-ten wollen. Der gegenber den Einwoh-nern feige Ausdruck wre dann also eherein feinsinniges Angebot an die Wanderer,uns eben nur so nahe zu kommen, wie siees mchten. Wenn sie nur zuwandern wol-len, so knnen wir das gut verstehen.Wenn die Zuwanderer aber doch einwan-dern wollen, so wre das eine Ehre fr uns.Und es wrde uns mit uns selbst versh-nen. Deswegen wre es eben doch wichtig,gerade auch fr uns selbst, Einwanderungund Einwanderer in unser Land auch so zunennen. jrgen trabantDer Autor ist Sprachwissenschaftler und lehrt ander Jacobs University Bremen. Krzlich erschienGlobalesisch, oder was? Ein Pldoyer fr EuropasSprachen (C.H. Beck).DEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 11Grte Diskretion: Gurlitt 1971.FeuilletonAugust 1914 Erinnerungenan eine Bltezeit derVaterlnderei in Versen 12LiteraturRichard Yates KnstlerromanEine strahlende Zukunft berdas Stigma des Scheiterns 14WissenWenig Bewegung: Die weltweiteMigrationsrate ist seit 20 Jahrenverblffend stabil 16blacktriangleright www.sz.de/kulturAusgenutzte ForscherDigitale Fachzeitschriften-Abos werden unbezahlbarIn anderen WeltenTagsber htete er die Kunst, nachts brachte er den Mll weg. Neun Monate lang observierte ihn diePolizei ergebnislos. Die Geschichte von Cornelius Gurlitt, soweit sie sich recherchieren lsstDer Zuwanderer kommtden Leuten nicht so nah wieder EinwandererEr schrieb hfliche Briefe anden Staatsanwalt. Es ging umWalther Rathenau und die NazisFeigeRhetorikWarum wir Einwanderer lieber Zuwanderer nennenGeldwsche, Unterschlagung,Steuerhinterziehung? DieErmittler kamen nicht weiterIm Grunde ist es auch einEuphemismus, nur subtilerverlogen als GastarbeiterDie Universitt Konstanz will mitdem Verlagsriesen Elseviernicht mehr verhandelnFEUILLETONCornelius Gurlitt, seine Mutter und seine Schwester Benita, Weihnachten 1935. Gurlitt hoffte, er und seine Schwester wrden zusammenbleiben. FOTOS: PRIVATHEUTEEr knne es nicht ertragen, wenn im langsa-men Satz die einzig nennenswerte Melodiedes Konzertes von der Oboe vorgetragenwerde, maulte der spanische Violinheld Pa-blo de Sarasate. Und Henryk Wieniawski,der bedeutende polnische Virtuose, erklr-te es fr unspielbar: das Violinkonzert vonJohannes Brahms. Brahms Freund, der Di-rigent und Pianist Hans von Blow meinte,es sei eher ein Konzert gegen die Violine.Selbst Joseph Joachim, dem das Stck ge-widmet ist und der mit Brahms die Urauf-fhrung im Leipziger Gewandhaus besorg-te , setzte wegen geigerischer Problemeviel daran aus. Welch eine Freude muss esdann fr Brahms gewesen sein, als 1896 inWien ein 13-Jhriger dieses gescholteneKonzert so meisterhaft spielte, dass derKomponist den Jungen gerhrt in die Ar-me schloss und ihm eine fr ihn geschriebe-ne Fantasie versprach. Dazu kam es nicht.Doch diese Auffhrung durch BronislawHuberman markiert den unaufhaltsamenSiegeszug dieses kraftzehrenden, viel-schichtigen, auch abgrndigen, riesig di-mensionierten Konzertes, das jeder Solistvon Rang heute spielen knnen muss.Hilary Hahn, die Knigin eines apolli-nisch-lichten Klangideals ausdrucksvollerDeutlichkeit, hat es nun mit dem Sympho-nieorchester des Hessischen RundfunksFrankfurt unter Paavo Jrvi in der Mnch-ner Philharmonie als klar strukturierteSymphonie mit obligater Geige vorge-stellt. Das heit nicht, dass es an Zugriff,Temperament und Dringlichkeit, auch Risi-ko gefehlt habe, wie es letzthin Anne-So-phie Mutter am gleichen Ort imponierendwild darbot. Im Gegenteil, selten hat HilaryHahn so konsequent kmpferisch zuge-langt, so die dunklen Seiten ihrer Klangvor-stellungen aufgesucht, um die Schluchtenund Abstrze im Kopfsatz auszuloten.Aber immer spielt sie so, dass Licht in sol-che Verschattungen und Finsternissedringt, man kann ruhig sagen: aufklreri-sches Licht. Da sie nie eine Phrase pseudo-lyrisch verschmiert oder Passagen einervermeintlich romantischen Unschrfeberlsst, blieb auch das Adagio in derForm einer wunderbar ausbalancierten,geistig ausphrasierten Kantabilitt. Das Fi-nale reizten Solistin, Dirigent und Orches-ter dann rhythmisch virtuos und unwider-stehlich blitzend aus. Dafr gab es Ovatio-nen, denen Hilary Hahn mit zwei Bach-So-lo-Stzen der reinsten Art dankte.Das Frankfurter Orchester ist seit denTagen seines frheren Chefdirigenten Elia-hu Inbal mit Anton Bruckners Sympho-nien vertraut. Jrvi dirigierte die dritteSymphonie in der besonders im Finalestark zusammengestrichenen dritten Fas-sung. Vor allem das Finale geriet allzurasch, die Blechblserchre hatten kaumEntfaltungszeit, auch die Landler-Episo-den litten etwas unter Zgigkeit. Das Las-tende und Tragende Brucknerscher Sym-phonie-Architektur blieb hier zwar sehrtransparent im Aufbau, aber der Macht ih-rer Aura, der Kraft ihrer Steigerungen undder gelassenen Pracht ihrer strahlendenGipfel vertraute Paavo Jrvi nicht genug. harald eggebrechtvon willi winklerI n den meisten deutschen Drfern stehtin der Mitte, oft in der Nhe der Kircheoder auch beim lngst umgewidmetenFeuerwehrhaus, ein vernachlssigtesDenkmal, mit dem in Granit der Shne ge-dacht wird, die zwischen 1914 und 1918 frdie Heimat gefallen sind. (Die Tchter durf-ten damals noch nicht in den Krieg.) VieleDenkmler haben einen Anbau und fhrenein weiteres Totenregister fr den ZweitenWeltkrieg. Nicht selten stehen gleichlau-tende Namen untereinander, zwei, dreiBrder, Cousins, der Vater, alle gestorbenin Flandern, an der Somme, vor Stalingrad,und immer fr Deutschland. Ein Stahl-helm, ein stilisiertes Kreuz symbolisiertdas Soldatenopfer, und mit Glck wird ein-mal im Jahr ein Kranz niedergelegt: derDank des Vaterlands.Das Vaterland ist als Auftraggeber eben-so wie der dafr fllige Heldentod rechtheruntergekommen in den letzten hun-dert Jahren. 1914 war das anders, da wardie Zeit so gro, dass sie nur noch Deut-sche beziehungsweise Englnder, Franzo-sen, Russen und so weiter kannte, die allein der Vaterlnderei schwelgten und Hel-den sonder Zahl produzierte. Der Kriegmusste so sein, wie Rilke seinen Cornetgeschildert hatte, ein Buch fr den Tornis-ter, geschrieben angeblich in einer einzi-gen Nacht: Reiten, reiten, reiten, durchden Tag, durch die Nacht, durch den Tag.Nie gab es eine bessere Zeit fr Dichter.Rudolf Alexander Schrder brummt zuKriegsbeginn Pathetisches: Heilig Vater-land/ in Gefahren,/ deine Shne stehn,/dich zu wahren,/ von Gefahr umringt,/Hei-lig Vaterland,/schau, von Waffen blinkt/je-de Hand. Es kostet ja nichts oder allenfallsein paar groe Worte, wenn HeinrichLersch den Tod feiert: Deutschland mussleben, und wenn wir sterben mssen.Der Satz steht seit 1932 an der Mauerdes Soldatenfriedhofs Langemarck, ersteht noch heute unter einem Kriegerdenk-mal am Hamburger Dammtorbahnhof.Die sterbensschtigen Dichter wussten janichts von der Materialschlacht, vom Stel-lungskrieg, vom massenhaften Verreckenselbst bei leichten Verletzungen.Der Krieg brach aus im schnen August-sommer von 1914, ein groes Abenteuer,erst recht fr die, die noch zu jung dafr wa-ren. Doch Ersatzdienst gabs zu leisten,Turmwacht, eine Nacht auf dem Perlach,dem hchsten Turm der ehemals FreienReichsstadt Augsburg, um Fliegersphezu halten. Der 16-jhrige Eugen BertholdFriedrich Brecht hat sich begeistert dafrgemeldet, schaut herab auf das Gewirrder oft engen, winkligen Straen, aus de-nen sich Giebel wie gefaltete Hnde erhe-ben, und wirbt anschlieend in einemFeuilleton der Augsburger Neuesten Nach-richten fr sein nchtliches Treiben:Mchtet ihr nicht auch so Turmwacht hal-ten frs Vaterland?Am Bahnhof beobachtet er den Ab-schied der Soldaten: Und unter den bl-tengeschmckten Helmen leuchten die Au-gen in dem schweiglnzenden Gesicht.Er kann schon wie ein Groer: Das Groe,was wir Deutsche wollen, beschwrt er ineinem Kriegsbrief musterschlerhaft:Unsere Ehre wahren. Unsere Freiheit wah-ren, unser Selbst wahren. Und das ist allerOpfer wert.Wenn er auch nicht mit hinausziehendarf im klingenden Spiel wie die etwas lte-ren, kann er sie doch begleiten mit seinenGedichten. Im Gymnasiasten erwacht derDichter. Den Kaiser feiert er mit August-Stramm-Hrte, wenn er Knig desLands auf den Genitiv Immanuel Kantsreimt. Die Lokalzeitung druckt auch dasgern. Von diesem Wilhelm II. wei der jun-ge Brecht genau, dass er rief zum Krieg sei-ner Deutschen eherne Schar/Weihte klir-rend das alte Schwert am Altar. VomSchwert, dem klirrenden, kann der sich un-ter dem Pseudonym Berthold Eugen erre-gende Dichter gar nicht genug kriegen. Mitder Feder in der Faust wirft er sich in dieKriegsfrsorge: Zu teilen heit es jetztsein Hab und Gut/Mit denen, deren Nhrermit dem Schwert/In den Fusten lieenstolz fr Dich ihr Blut. Unsgliches Zeug,pubertre Verse, aber nicht anders als das,was erwachsene Dichter 1914 ff. hekatom-benweis produzierten.Nach einer sicherlich bertriebenen An-gabe von Julius Bab entstanden allein imAugust 1914 anderthalb Millionen Gedich-te, von denen allerdings nur hunderttau-send gedruckt werden konnten. Brechtwar eifrig dabei: Das ist so schn, schnber all Ermessen/Da Mtter klagelosdie Shne sterben sehn/Da alle ihre Sor-gen still vergessen/Und um des Groen Sie-ges nun beten gehn.Wilhelm II., der nicht blo ObersterHeerfhrer war und Erster Archologe desReiches, verstand sich selbstverstndlichauch als Bildungschef. 1890 hatte er zur Er-ffnung der Schulkonferenz dekretiert:Wer selbst auf dem Gymnasium gewesenist und hinter die Coulissen gesehen hat,der wei, wo es fehlt. Und da fehlt es vor Al-lem an der nationalen Basis. Wir mssenals Grundlage fr das Gymnasium dasDeutsche nehmen; wir sollen nationale jun-ge Deutsche erziehen und nicht junge Grie-chen und Rmer. (. . . ) Der deutsche Auf-satz mu der Mittelpunkt sein, um densich Alles dreht. Im deutschen Aufsatzwurden whrend des Krieges Themen wieViel Feind, viel Ehr aufgegeben, aber inAugsburg wollte man auf Klassisches nichtganz verzichten. Im Juni 1916 gab derDeutschlehrer am Realgymnasium fr denBesinnungsaufsatz das patriotische The-ma Dulce et decorum est pro patria mori(S und ehrenvoll ist, frs Vaterland zusterben) vor. Der Spruch stammte aus ei-ner der berhmtesten Oden des rmischenDichters Horaz und wird bis heute gern zi-tiert, wenn auch inzwischen eher abfllig.Der grte Ironiker unter den Lateinernmeinte es seinerzeit sturernst mit seinerAufforderung, doch im Interesse der gro-en Sache freudig in den Tod zu gehen:Mors et fugacem persequitur virum/necparcit inbellis iuventae/poplitibus timido-que tergo der Tod verfolgt auch denflchtenden Mann und verschont nichtkriegsscheuer Jugend Knie und ngstli-chen Rcken (nach Gerhard Fink).Doch der weiland Berthold Eugen war1916 zwar immer noch ein Dichter, aberkein Patriot mehr; die Vorgabe nutzte erfr einen kleinen Aufstand. Ein Mitschlerhat die Antwort berliefert. Ob der 18-jhri-ge Brecht wirklich so brillant zu formulie-ren verstand, ob er wirklich bereits 1916von Zweck-Propaganda sprach, ist nichtzu beweisen, doch durch das schwbischeentwetzen kann ihm der Aufsatz ohneWeiteres zugerechnet werden.Der Ausspruch, da es s und ehren-voll sei, fr das Vaterland zu sterben, hebtder desillusionierte Pathetiker an, kannnur als Zweck-Propaganda gewertet wer-den. Der Abschied vom Leben fllt immerschwer, im Bett wie auf dem Schlachtfeld,am meisten gewi jungen Menschen in derBlte ihrer Jahre. Nur Hohlkpfe knnendie Eitelkeit so weit treiben, von einemleichten Sprung durch das dunkle Tor zu re-den, und auch dies nur, solange sie sichweitab von der letzten Stunde glauben.Tritt der Knochenmann aber an sie selbstheran, dann nehmen sie den Schild auf denRcken und entwetzen, wie des Impera-tors feister Hofnarr bei Philippi, der diesenSpruch ersann.Der Lehrer wollte sich selbstverstnd-lich keinen Hohlkopf schimpfen lassen,schon gar nicht, wenn es um den DichterHoraz ging, den er von der Klasse wehr-kraftertchtigend ins Feld gefhrt habenwollte. Doch der unbotmige SchlerBrecht hatte sich nher mit Horaz befasst,als dem Lehrer lieb sein konnte. In einer an-deren Ode hat Horaz seine machtgeschtz-te Heldenhaftigkeit selber denunziert. Eheer zum feisten Hofnarren des Augustusaufstieg, lernte Horaz den Krieg nmlichpersnlich so gut kennen, dass er desertier-te. Das war 32 vor Christus, in der Schlachtbei Philippi, in der Augustus, damals nochohne diesen Ehrentitel und ein schlichterOctavian, an der Seite Marc Antons die Cae-sar-Mrder Brutus und Cassius schlug.Der Dichter, der so abfllig von derkriegs- und kampfungewohnten Jugendspricht, fordert das Opfer ausgerechnet un-ter Augustus, als nach Jahrzehnten des Br-gerkriegs endlich Frieden im RmischenReich eingekehrt ist. In jener anderen Oderuft er erinnerungsselig Pompejus an, denersten meiner Kameraden: Mit dir zu-sammen habe ich Philippi und die rascheFlucht/Erlebt, als ich den Schild nicht ebenrhmlich dort lie,/Als Mut gebrochen warund trotzige Helden/Schimpflich den Bo-den mit dem Kinn berhrten.Schon Lessing hat 1754 versucht, Horazvon dem Vorwurf freizusprechen, er sei einfeigherziger Flchtling gewesen, den ei-ne glcklich erscheinende homerische Wol-ke den nacheilenden Feinden entrckte.Brechts Horaz lsst, in falschem Verstnd-nis der Stelle, den Schild nicht fallen, son-dern schiebt ihn auf den Rcken, um damitabzuhauen. Schimpflich, und der Mut ge-brochen.Der Knochenmann langte 1916 krftigzu; allein um Verdun starben in jenem Jahrdreihunderttausend Soldaten, noch mehrdurften am eigenen Leib fhlen, wie s eswar, frs Vaterland verletzt zu werden.Brechts Schulfreund Caspar Neher hattesich freiwillig gemeldet, hatte vom GroenKrieg aber sptestens genug, als er ver-schttet wurde und wieder ausgegrabenwerden musste.Der Augsburger Deutschlehrer verkraf-tete so viel Wirklichkeit nicht. Er brachteden Fall vors Schul-Conseil und verlangtedie Relegation des unbotmigen Sch-lers. Dem wre auch stattgegeben worden,htte sich nicht der Benediktiner RomualdSauer, der als Franzsischlehrer anBrechts Gymnasium aushalf, fr den Sch-ler verwendet. Der Pater, Lehrer an der neu-erdings wieder durch Missbrauchsvorwr-fe namhaft gewordenen Klosterschule beiSt. Stephan, rettete den bereits mit einemSchulverweis Vorbestraften vor der uneh-renhaften Entlassung, indem er den kes-sen Aufsatz als Werk eines kriegsverwirr-ten Hirns ausgab.Tatschlich hatte der Krieg Brecht zuVerstand gebracht. Das Heldentum liesich nicht mehr literarisch rechtfertigen,und schlielich war selbst Horaz einsichti-ger, als er einmal nicht von Ehre und Opfersprach, sondern von der fracta virtus,vom gebrochenen Mut, wie er ihn selber er-lebt. Whrend die Studenten im Schtzen-graben die Feldausgabe des Zarathustralasen, verblasste auch die berittene Senti-mentalitt des Cornets Rilke, der seinPferd an den Rand des k.-u.-k.-Reiches ge-peitscht hatte und mitten hinein in dieSchar der heidnischen Hunde.Immer mehr Shne starben, die Mtterdurften wieder klagen. Fritz Gehweyer, einJahr lter und mit Brecht zusammen Her-ausgeber der Zeitschrift Die Ernte, fiel am14. Oktober 1918, dreieinhalb Wochen vordem Waffenstillstand. Da hatte Brecht dieSchule bereits mit einem Notabitur verlas-sen und diente als Sanittshelfer. VomKriegseinsatz blieb er verschont, dafrschrieb er die Legende vom toten Solda-ten. Und als der Krieg im vierten Lenz/Keinen Ausblick auf Frieden bot/Da zogder Soldat seine Konsequenz/Und starbden Heldentod. 1933 begrndeten die Na-zis mit diesem Lied Brechts Ausbrgerung.Den feisten Hofnarren hat er nie ver-gessen. In einer anderen Krisenzeit, nachdem Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953,bltterte der aus der Emigration in diescheinbare Geistesrepublik Ostdeutsch-land zurckgekehrte Stckeschreiber wie-der in den Oden des Dichters, den er alsSchler so flott verspottet hatte. Oft war erseiner Zufriedenheit mde, aber der altund vorzeitig weise gewordene Brechtfand nun Trost Beim Lesen des Horaz,wie eine der Buckower Elegien ber-schrieben ist. Selbst die Sintflut/Dauertenicht ewig./Einmal verrannen/Die schwar-zen Gewsser./Freilich, wie wenige/Dauer-ten lnger! Brecht selber diente zwarnicht als Hofnarr, aber als Regisseur sei-nem erwhlten Regime, doch das ist eineandere Geschichte.In Frankreich erlebte der englischeKriegsfreiwillige Wilfred Owen 1917 einenGiftgasangriff der Deutschen. Owen fhltesich zum Helden berufen und wollte ein-mal in Horaz Manier den groen Opfer-gang besingen. In einem Gedicht, es ist dasheute bekannteste Antikriegsgedicht derenglischen Literatur, beschreibt er, wasder Krieg anrichtet: Wenn auch du in ersti-ckenden Trumen/Hinter dem Wagen lie-fest, in den wir ihn geworfen haben,/Undin seinem Gesicht die rollenden Augen s-hest,/ Sein hngendes Gesicht, wie das ei-nes Teufels, der der Snde mdeist;/Wenn du hren knntest, wie das Blutmit jedem Sto/Aus seinen schaumver-stopften Lungen gurgelt,/Ekelerregendwie Krebs, bitter wie Wiedergekutes/Vonwiderwrtigen, unheilbaren Geschwrenauf unschuldigen Zungen,/Mein Freund,du erzhltest nicht mit so groem Ei-fer/Kindern, die sich nach verzweifeltemRuhm sehnen,/Die alte Lge: Dulce et deco-rum est,/pro patria mori.The old lie, nennt Owen den heldi-schen Spruch des Horaz, denn was soll sdaran sein, vom Chlorgas zerfressen zuwerden, oder ehrenvoll? Der Soldat Wil-fred Owen fiel am 4. November 1918. Wiees heit, luteten die Glocken in der Hei-mat zum Waffenstillstand, als die Todes-nachricht seine Mutter erreichte. Posthumwurde ihm der fr Kriegshelden vorgesehe-ne Orden verliehen.FEUILLETON12 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHLieben Sie Licht?Wie Hilary Hahn in Mnchen dasBrahms-Violinkonzert erhelltDer Fotokunst-Experte Florian Ebner wirdKurator des Deutschen Pavillons auf der56. Kunstbiennale in Venedig 2015. Seit ein-einhalb Jahren leitet der 43-Jhrige die Fo-tografische Sammlung im Essener Muse-um Folkwang. Ebner hat sich mit Ausstel-lungen zur zeitgenssischen Fotokunstund Fotografie der Moderne einen Namengemacht. Seine bisherige Arbeit sei von in-ternationalen Perspektiven und einer muti-gen Auseinandersetzung mit bestehendenkunsttheoretischen Anstzen geprgt, teil-te das Auswrtige Amt mit, das Eber aus-whlte. Die Entscheidung gilt als berra-schung. Die 56. Kunstbiennale findet von9. Mai bis 22. November 2015 statt. Die Be-rufung zum Pavillon-Kurator durch denAuenminister gilt als Ritterschlag fr Ku-ratoren. Florian Ebner hat Fotografie ander cole Nationale Suprieure de la Photo-graphie im sdfranzsischen Arles sowieKunstgeschichte, Geschichte und Roma-nistik in Bochum studiert. 2008/09 leiteteer kommissarisch die Fotografische Samm-lung der Berlinischen Galerie. Anschlie-end fhrte er das Museum fr Photogra-phie in Braunschweig, ehe er 2012 ans Mu-seum Folkwang wechselte. dpa/szDer Krieg brachte Brecht zuVerstand, das Heldentumwarliterarisch nicht zu rechtfertigenAuch der junge Eugen BertholdFriedrich Brecht begleitetedie Soldaten mit GedichtenDie alte Lge vom sen, ehrenvollen TodSchau, von Waffen blinkt jede Hand: Im August 1914 erlebte Europa auch eine poetische Mobilmachung Erinnerungen an eine Bltezeit der Vaterlnderei in VersenSteh ich in finstrer Winternacht: Postkarte mitReimereien (oben), unten: Fliegerdenkmal mit derEisernen Taube in Gotha, 1916. Die massenhafte Erfahrung in denSchtzengrben passte nicht zu den tradierten Vorstellungen vomHeldentum im Kriege. FOTOS: AFP; SZ-PHOTO/SCHERLFlorian Ebner leitetdie FotografischeSammlung im Muse-um Folkwang, Essen.Er soll den deutschenBeitrag auf der56. Kunstbiennale inVenedig verantwor-ten. FOTO: MUSEUM FOLK-WANG/DPAFoto-Experte fhrtDeutschen PavillonbringtmorgenSmart Eine Liebeserklrung an das Fahr-rad als urbanes Verkehrsmittel derZukunft. max scharniggSelfieWie unterschiedlich ist Kindheit aufdieser Welt? Fnf Kinder aus fnf Konti-nenten fotografieren ihren Alltag. Stolz Du und Schauspieler? MarioAdorf im groen Interview ber Heimatund Europa. hans werner kilzSZ WOCHENENDEvon till brieglebIm Leben der Gabrielle Chanel war eini-ges zweifelhaft. Ihren Spitznamen Co-co bekam sie als jugendliche Snge-rin in einer Soldatenbar. Ihr Verhaltennach dem Einmarsch der Deutschen in Pa-ris, als sie versuchte, ihre jdischen Ge-schftspartner vom Kommissariat fr Ju-denfragen enteignen zu lassen, sowie ihreLiebesbeziehung zu dem Sonderbeauftrag-ten des Reichspropagandaministeriumsfr Frankreich werden mit dem Adjektivzweifelhaft eher verharmlost. Von Arbei-terrechten hielt die Waise mit Wohnsitz imHotel Ritz so viel, dass sie Bitten um Ge-haltserhhung nach zehn Jahren treuerDienste mit der Entlassung quittierte.Ist das der Stoff, aus dem man Mythenstrickt?Mythos Chanel, die groe Ausstellungzum berhmtesten Modehaus der Welt, er-whnt solche Details nur am Rande. Im Mo-de-Geschft verflchtigen sich persnli-che Verfehlungen noch schneller als einSpritzer Chanel N 5. Das meistverkaufteParfm aller Zeiten erweckt andere Erobe-rungszge in der Phantasie als den Einsatzdeutscher Panzer. Der seit 1921 nahezu un-vernderte Flakon dient als ein Reichsap-fel fr jede Frau, der Herrschaft ber dasBegehren verspricht. Der Duft aus Rose,Jasmin und 80 anderen Ingredienzen,weht durch eine Welt, in der Politik und Mo-ral peinlich und spieig wirken.Darum ist dann diese fr die DraiflessenCollection in Mettingen konzipierte Wan-derausstellung, die im Hamburger Muse-um fr Kunst und Gewerbe zu sehen ist,auch nicht so kleinkariert, die Schnheitder Dinge mit allzu viel Biografischem zubeschmen. Schlielich entstand der My-thos Chanel vor allem durchs Weglassen.Das kleine Schwarze, das Coco Chanelzwar nicht erfunden, aber durchgesetzthat, steht fr die erste Phase zeitloser Ele-ganz durch Reduktion, mit der das Mode-haus ab den Zwanzigern identifiziert wird.Und auch ihr Comeback mit 71, das sie nach einer Schamfrist wegen NS-Kollabo-ration im Schweizer Exil 1954 in Parisstartete, gelang der Modedesignerin mitAnti-Opulenz: Das Chanel-Kostm erober-te die Welt als eine prgnant berzeugendeKleidungslehre, die dann auch kopiert wur-de wie kein anderes Nhwerk franzsi-scher Stilkunde.Beispiele aus den Zwanzigern im erstenSaal illustrieren Coco Chanels Bonmot, dieFrau solle tags gekleidet gehen wie eineRaupe, aber nachts wie ein Schmetterling wobei auch die gezeigten Abendkleidermehr dem ornamentlosen Schick der Archi-tekturmoderne jener Zeit verpflichtet wa-ren als der Grandezza von Ballfantasien.Dem kleinen Schwarzen ist der folgendeSaal gewidmet. Von Chanels Umkehrungder Trauerfarbe in den frhlichen Inbe-griff des Pariser Chics Mitte der Zwanzi-ger, bis zu diversen Wiederaufnahmen desKlassikers von C&A bis Issey Miyake de-monstriert dieses Kapitel die unleugbareMythenkraft von Coco Chanels Entwrfen.Marlene Dietrichs Chanel-Garderobeaus 20 Jahren beweist Coco Chanels genau-es Gespr fr die Grenze von Extravaganzzu Vulgrem. Diese Grovitirine teilt sichden dritten Saal mit dem einzigen Ttig-keitsfeld der Mademoiselle, das khnund verschwenderisch Luxus darstellte.Der Schmuck des Hauses, fr den Inspirati-on aus Gemlden und Grabbeigaben unter-schiedlichster Epochen zugelassen war,versteckt seine Nchternheit allein im Ma-terial. Die Variationen ber Cocos Lieb-lingsblte, der Kamelie, und die goldenenPrachtgehnge im Stil von Inka-Frstenund Renaissance-Mtressen bestehen imWesentlichen aus Glas, Emaille, Messingund Kunstperlen.Saal vier zeigt eine Konfrontation vonChanel-Kostmen und ihren weltweitenAdaptionen, wobei weniger die Anpas-sungsfhigkeit der Kopisten berrascht,als die Tatsache, das Chanel dem Plagiaris-mus durchaus zugewandt war. Sie pflegtedie Meinung, dass Entdeckungen ge-macht werden, um kopiert zu werden. Dasist das grte Kompliment. Und um Kom-plimente zu werben, wird Mode schlie-lich gemacht. Das ist die Wahl des Paris,der sich jede Kollektion zu stellen hat.Auch jede von Karl Lagerfeld, der seit 1983den Stil des Hauses entwirft. Seine anfangsvorsichtigen, spter forscheren Moderni-sierungsschritte werden im letzten Saal ge-wrdigt und mit dem Rezept erklrt: Ichgebe der Chanel-Lehre eine Prise Humor.Lagerfeld ist in seiner Geburtsstadtaber nicht nur das groe Finale dieser Aus-stellung gewidmet. Fr den Versuch der be-nachbarten Hamburger Kunsthalle, Lager-feld als Reinkarnation von Anselm Feuer-bach in einer Doppelausstellung zu ver-herrlichen, muss der Besucher selbst einegehrige Prise Humor schnupfen. Lager-felds peinlicher Schwulen-Kitsch zum The-ma Daphnis und Cloe ist eine Hochglanz-Adaption der Bilder Baron Wilhelm vonGloedens, der 1878 in Sizilien nackte Bur-schen in antiken Ruinen knipste. Drapiertber zahlreiche Sle zeigen Lagerfelds red-undante Groformate seine nackten Lieb-lingsmodels in verzuckerten Posen.Man kann sicherlich auch Feuerbachsobsessiven Portrtzwang, mit dem er seinebeiden Liebesmodels in den gleichen Profil-posen mit aufgeknpfter Bluse malte, un-ter dem Aspekt des Kitsches diskutieren.Aber in dem hier erzwungenen Verhltniszu Lagerfelds Idealkrper-Verherrlichungist der akademisch-schlpfrige Schn-heitsdrang des 19. Jahrhunderts so eine Of-fenbarung wie die legendre Chanel-Ta-sche 2.55 es fr die graue Nachkriegszeitgewesen sein muss.Mythos Chanel. Museum fr Kunst und GewerbeHamburg. Bis 18. Mai 2014. Der Katalog kostet 50Euro.Horst P. Horst, Coco Chanel, 1937.FOTO: MK&G HAMBURGMode als Kunst: Coco Chanel und Karl Lagerfeld in MuseenDeutschland, hammerhart. Prollig, hss-lich, de aber echt! Das war die Erwar-tung, als der Berliner Autor und JournalistMoritz von Uslar 2009 fr eine Langzeitre-portage in die brandenburgische Provinzaufbrach. Eine Fernreise nach nebenanwar das und eine Mutprobe: Hartz IV, Alko-holismus, Springerstiefel, Ttowierungen,blonde Weiber, die unzhligen Nagelstu-dios eine Daseinsberechtigung verschaf-fen . . . von Uslar war auf alles gefasst.Drei Monate ist der Metropolen-Schrei-ber in der Kleinstadt im Osten geblieben.Sie hatte ihm Angst gemacht am Anfang,dann hat er Freunde gefunden und einen le-senswerten Abenteuer-Reportage-Romanber seine Begegnungen geschrieben:Deutschboden. Eine teilnehmende Beob-achtung.Teilnehmend ist Moritz von Uslar nunauch bei der Verfilmung seines Buchs, inder Realitt und Fiktion immer wiederfruchtbar aneinandergeraten. Dokumen-tarfilm nennt sich das. Von Uslar spielt sichselbst, spielt einen coolen, leicht versnob-ten Hauptstdter, der den Reporter gibtund mit mnnlich breitem Wiegeschrittdie unbekannte Stadt abschreitet wie einWesternheld. Dazu spricht er seine eige-nen Texte und trifft auch die Figuren ausseinem Buch wieder: seine Jungs, die Mit-glieder der Band 5 Teeth Less, oder Hei-ko, den Wirt der Gaststtte Schrder. Essind Menschen, die manche Klischeesber den deutschen Osten besttigen, an-dere nicht.Die Kamera zeigt in etwa das, was vonUslar mit Worten beschreibt, und das istgar nicht redundant, sondern fordert denZuschauer heraus, ganz genau hinzusehen oft sind Text und Bild dann doch nicht de-ckungsgleich. So fgt die Verfilmung demBuch eine weitere Ebene der Realittspr-fung hinzu. Und diese Skepsis schadet kei-neswegs, schlielich war ein Antrieb derReise in den wilden Osten die Sehnsuchtdes Autors nach dem wirklich wahren Le-ben, das ja gern im alternativlos Armenund Hsslichen vermutet wird. Gleichzei-tig wei natrlich auch von Uslar, wie ro-mantisch eine solche Suche ist und wiezweifelhaft schon die Idee von Authentizi-tt.Andr Schfer, der zuvor unter anderemLenin kam nur bis Ldenscheid (2008),nach dem Buch von Richard David Precht,gemacht hat, illustriert die romantischeSehnsucht des Buches mit malerischen Bil-dern. So wurde aus Deutschboden einSommerfilm: mit Musik, die Laune macht,und einem coolen Reporter in roter James-Dean-Jacke; selbst die Tristesse von Plat-tenbauten und unrenovierten Altbautensieht im Film noch irgendwie gut aus.Gleichzeitig sickert ganz viel Welt in dieFiktion ein. Man meint auch die Unsicher-heit von Uslars zu spren, die vielleicht diedes ungebten Akteurs vor der Kamera ist,vielleicht aber auch durch die (erneute) Be-gegnung mit der fremden Lebenswelt ent-steht. Deshalb teilt man zwar mehr undmehr von Uslars Sympathie fr den Ostenund seine Bewohner aber vergisst auchnicht, dass es eine Erzhlung, eine Fiktionist, die von Uslar fr uns daraus gemachthat. martina knobenDeutschboden, D 2013 Regie: Andr Schfer.Buch: A. Schfer nach dem gleichnamigen Buchvon Moritz von Uslar. Kamera: Andy Lehmann.Schnitt: Fritz Busse. Verleih: W-Film. 97 Minuten.Nicht dass es dem Feuilleton an anerken-nenden Worte fr die Couture mangelte,derzeit. Mode lsst sich, im Gefolge vonPop und Fernsehen und Design, als saiso-nale Mythen des Alltags ja nicht nur mit Ge-winn betrachten und wo Schnheitherrscht, schaut man ja auch gerne hin.Dass das Folkwang-Museum Essen sei-ner aktuellen Ausstellung ein anerkennen-des Zitat seines Grnders Karl Ernst Ost-haus voranstellt, der 1916 sagte, das Pari-ser Schneidergewerbe ist ein knstleri-scher Beruf, er setzt vor allem Geschmack,sehr hoch entwickelten Geschmack vor-aus, zeigt, dass sich in den letzten hundertJahren viel getan hat: Mode ist lngst muse-umswrdig, vom Londoner Victoria & Al-bert bis zum Museum fr Kunst und Gestal-tung in Hamburg leistet man sich ihre aufwendige Konservierung, Ausstellung-hallen notieren die Namen japanischer De-signer in den gleichen Spalten wie die vonFotografen, und die zeitgenssische Kunstschnipselt selbst gerne an den Codes derCouture herum, nicht erst seit RosemarieTrockel, Cosima von Bonin oder Bless.Doch offensichtlich ist das vielen Kreati-ven noch nicht genug, die neben der ehrgei-zigen Arbeit an internationalen Marktan-teilen auch noch den Knstlern Konkur-renz machen wollen. Unvergessen derHalbsatz im Film Der Teufel trgt Prada,in dem Anna Wintours Alter Ego daraufhinweist, dass die grten Knstler unse-rer Gegenwart nicht an Plastiken in Carra-ra, sondern Karo-Plissees in Paris werkel-ten. Was ein Missverstndnis ist undman muss das nicht lange erklren, wo ge-rade, fast gleichzeitig mit der Chanel-Schau in Hamburg, sich im Essener Folk-wang-Museum Karl Lagerfeld als Knstlerzelebrieren darf, der kein Medium unange-tastet lsst: Bilder, Fotografien, Bcher, Fil-me, auch Skulpturen und Installationen,Videos die ausgestellten Kleider sind dasgeringste Problem in diesem, wie es derverantwortende Direktor Tobia Bezzolanennt, panoptischen Reigen.Aktstrakt (2000) ist eine Serie, die dasWortspiel in vielen bungen durchexer-ziert, Schwarzweifotografien, auf denenein nackter Muskelmann auf geometri-schen Formen herumturnt. Karl Lagerfeldlsst auch die Kostme des TriadischenBalletts von Oskar Schlemmer in einemHotelzimmer auftreten und stellt unterdem Titel Hommage Edward Hopper -Interieurs und Barszenen nach und hul-digt Feininger im Stil einer expressionisti-schen Kinokulisse, aber bunter, ist ja auchEktachrome, Ende der Achtziger: Mnnerin dunklen Mantillas verfolgen Models, de-ren exaltierte Bewegungen vor allem denBeinausschnitt eines pinkfarbenen Cat-suits verlngern womit er sich an derKunst mehr ab- als ihr zuarbeitet. Die Ad-aptionen und Deklinationen wirken nurauf den ersten Blick anbiedernd, tatsch-lich sind sie aggressiv: Karl Lagerfeld wei-det die Kunst aus, wo sie seinem Krper kei-nen Ort anbietet. Vor der Eingangstrhngt eine Reihe seiner notorisch-narziss-tischen Selbstportraits, ein Ego, verkrztauf Signifikate wie Riesenbrille, weieZopffrisur, ultrabreite, glatte Lippen. Eswirkt, als warteten diese Gespensterchenda auf dauerhaften Einlass, wren aberauch bereit, an einer strengen Tr ziemlichloszukreischen. Der Katalog fhrt jeden-falls gegen jeden Kunstdnkel auf: La-gerfeld arbeitet als Modeschpfer fr Kun-den einer Marke. Und damit in jenem Feld,das heutzutage von unzhligen selbstde-klarierten ,freien Knstlerfotografen mitspttischem Lcheln bedacht wird. FreieKnstlerinnen und Knstler mgen die an-gewandten Knste nicht, sie sehen sichmit ihren Werken ber diesen stehend. KLzeigt mit seinem ganzheitlichen Ansatz,wie beschrnkt solche Standardurteile derKunstszene sind.Doch die Kunstszene ist gar nicht da, essind neugierige, freundliche Besucher, diesich in die vollgestopften Rume drngen.Und denen einiges gefllt, anderes weni-ger. Die Ausstellung selbst macht dieDrecksarbeit, da muss man gar nicht vielargumentieren, Wand an Wand mit Slen,deren Sichtachsen von Matisse zu Ensor,von Gauguin bis van Gogh reichen. Der Auf-tritt von Karl Lagerfeld vor ihnen ist nichtmehr als ein kurzes, marktschreierischesDefilee. catrin lorchKarl Lagerfeld. Parallele Gegenstze. Die Austel-lung luft bis 11. Mai Im Folkwang Museum Essen.Der Katalog kostet 18 Euro.Es ist derselbe schwarz-weie Fliesen-boden in der Wohnkche Orgons, der letz-tes Jahr im Wiener Akademietheater zu se-hen war. Als Ersatz fr eine Shakespeare-Inszenierung des verstorbenen PatriceChreau hat Luc Bondy am Pariser Odon-Theater seinen Wiener Tartuffe (SZ vom31.5.2013) nun im franzsischen Originalnachinszeniert. Wieder quietscht der Flie-senboden (Bhne: Richard Peduzzi) unterden Gummisohlen der Zofe Dorine, wh-rend die Herrschaften am Frhstckstischsitzen. Wie anders klingen aber die Schrit-te, Schreie, bedrckenden Schweigemo-mente in der neuen TartuffeVersion.War Molires finstere Komdie vomfrmmelnden Aufsteiger in Wien ein Ab-stieg in die innere Leere des Brgers Orgon(Gert Voss), der sich, sein Alter vor Augen,an den dahergelaufenen Tartuffe klam-merte wie an ein Heiligenbild, so ist sie inParis ein Stepptanz zu zweit, zwischen Or-gon (Gilles Cohen) und Tartuffe (Micha Le-scot) wobei eher der Titelheld den Rhyth-mus angibt. Die Nischen und toten Winkeldes Hauses (mit heimlichen Lauschern) ha-ben das Untergrndige, Unheimliche verlo-ren und lassen die Komdie ins Boulevard-hafte gleiten, das erst an den paar Stelleninteressant wird, wo es pltzlich entgleist.Das kann schon auf der Zunge passie-ren, wenn etwa Tartuffe beim Anbndelnmit Orgons schner Gattin Elmire (ClotildeHesme) seine Geilheit wortreich mit derpudeur, der keuschen Zurckhaltung, zuvereinbaren behauptet und dabei den Fol-gereim mon coeur so verschluckt, als ht-te er gerade sein eigenes Herz herunterge-wrgt, um es Elmire dann umso brutalerins Gesicht zu spucken. Dieser barfigeParasit mit seiner verzappelten Gestalt,der nach dem Gebet seine Zigarette schonmal im Weihwasser ausdrckt, muss sichaber noch lange mit Orgons cholerischemSohn auf dem Boden balgen und am Kleidder dort schon liegenden Elmire zerren, bisdie Posse ins Rotieren kommt.Wo jedoch keine Fallhhe ist, kann auchnichts fallen. Der auf Tartuffe gemnzteAusspruch vom Menschen als bsartigesTier, den Bondy seinem Orgon in Wien alsSchlusssatz in den Mund legte, fllt in Pa-ris flach, weil dieser selbstzufriedeneMann den Unterschied zwischen Menschund Tier nie kennen gelernt hat. Was ihn indie Fnge Tartuffes trieb, bleibt sein Ge-heimnis. So knnen Nachinszenierungendurch geringe Akzentverlagerung selberins Schleudern kommen. Bondys PariserTartuffe ist als knstlerisch hochkarti-ge Notlsung unfreiwillig in jene Routine-schlaufe geraten, die Orgons Hausgemein-schaft zuletzt am Familientisch beim Wei-teressen umfngt. joseph hanimannEntdeckungen werden gemacht,um kopiert zu werden.Das ist das grte Kompliment.Der Bezirk Mitte er wurde 2001 zusam-mengesetzt aus den frheren BezirkenMitte, Tiergarten und Wedding zhlt210 Denkmler und seht viel mehr Ge-denktafeln, Stelen und hnliches. Und esnimmt kein Ende mit dem Erinnern.Wieviel Geschichte (v)ertrgt Berlin?fragte die Union der OpferverbndeKommunistischer Gewaltherrschaft(UOKG) auf einer Podiumsdiskussionund bezeichnete damit das Problem. DieOpferverbnde wnschen sich ein Mahn-mal zum Gedenken an ihre Leiden, se-hen aber, dass es starke Konkurrenzgibt. Denn Mitte soll es schon sein undam besten selbstverstndlich die alteMitte.Dass es ein solches Mahnmal irgend-wann geben wird, ist sehr wahrschein-lich. Union und SPD haben sich dafrausgesprochen, auch in anderen Ln-dern, in Prag oder Budapest gibt es so et-was. Wo es in Berlin stehen knnte undwas es sagen soll, das ist allerdings nochunklar. Man muss nur die Broschre derOpferverbnde studieren, um die Ver-wicklungen zu erkennen. Es soll ein zen-trales Mahnmal geben, dieses aber ganzverschiedene Opfer bercksichtigen.Das sind: Deportierte unter der Zivilbe-vlkerung, Vertreibungsopfer, willkr-lich vom NKWD Verhaftete, Verbanntedes Gulag, Verfolgte der brgerlichenParteien, Opfer der Enteignungen undZwangskollektivierungen, von Grenzeund Mauer, der Haftbedingungen, Ver-folgte des Ministeriums fr Staatssicher-heit es folgt eine Reihe anderer Grup-pen. Die lange Liste folgt aus den Anspr-chen der einzelnen Verbnde. Aber auchwenn man deren politische Einflussnah-me beiseiteschieben knnte, lsst sichschwer vorstellen, wie diese Ansprchesich zu einem Gedanken oder einem Bildbndeln lieen. Wahrscheinlich hat dieUnion der Opferverbnde recht, wennsie ihr Anliegen eher in einer in sich dif-ferenzierten, weitlufigen Anlage auf-gehoben sieht als in einem monoli-thisch gestalteten Monument. Dochwie verhindern, dass eine solche Anlagezuletzt aussieht wie ein Botanischer Gar-ten des Erinnerns mit Beeten fr alle in-teressanten Arten und Unterarten?Ein erster Wettbewerb der Bundesstif-tung Aufarbeitung hat ein weiteres Pro-blem ausgebreitet. Der erste Preis gingan Christian Lohre und Johannes Buch-ner. Sie wollen vor das Ernst-Thlmann-Denkmal an der Greifswalder Strae ei-ne Black Box stellen (Zensurbalkens-thetik nennen sie es), die Klangblasenerzeugt, in denen Stimmen des Wider-stands zu hren sind. Den zweiten Preiserhielt Sebastian Sowa. Er will auf demMarx-Engels-Forum einen Mauerringvon 50 Metern Durchmesser errichten.Durch die Wand des Rings fhrt eineRampe abwrts, wo ein Teich mit luft-wurzelnden Bumen liegen wird. Der ers-te Entwurf greift politisch zu, ist aber si-cher kein Ort, an dem man seiner Totengedenken mchte. Der zweite Entwurfbefriedigt diesen Wunsch womglich,ist aber politisch undeutlich. Wenn erTrost und Trauer ausdrckt, dann nichtnur um die Opfer des Kommunismus.Die organisierten Opfer des Kommu-nismus, die doch einen klar bezeichne-ten Gegner haben, knnen sich bislangnicht auf einen Gedanken einigen, der ih-re Klage und Hoffnung ausdrckte. Dasist ihnen nicht vorzuwerfen. Aber bliebees dann nicht besser bei den Gedenkstt-ten der Berliner Mauer, auf dem Gelndedes MfS und anderswo? An ihnen ist keinMangel. Ohne einen starken, zusammen-fassenden Gedanken wird man keinMahnmal bekommen. Dass ein Knstlerdabei weiterhlfe, darauf braucht nie-mand zu rechnen. stephan speicherDas Herz auf der ZungeLuc Bondy inszeniert den Wiener Tartuffe neu fr ParisWie knnte es aussehen, daszentrale Denkmal fr dieOpfer des Kommunismus?Mutproben zwischen NagelstudiosAndr Schfer macht aus Moritz von Uslars Provinz-Reportage Deutschboden einen welthaltigen FilmEin Mythos, ohnelstige DetailsFlakons, Bonmots und Abendkleider eineAusstellung in Hamburg sprt Coco Chanel nachTeilnehmender Blick auf eine Mnnerunde in stlicher Provinz. FOTO: VERLEIHZopf und BrilleWie Karl Lagerfeld im Museum Folkwang in Essen hofiert wirdBlack Boxoder LuftwurzelnDer Katalog wirft zum RuhmeLagerfelds freienKnstlern Dnkelhaftigkeit vorFEUILLETONDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 13Karl Lagerfeld, Selbstportrt 2011. FOTO: KARL LAGERFELDSCHAUPLATZ BERLINAnfang des zwanzigsten Jahrhunderts sahder Nationalstaat aus wie die einzig berech-tigte, weil einzig in sich gefestigte Staats-form; der Ausgang des Ersten Weltkriegsschien das zu besttigen. Wer in der Zwi-schenkriegszeit das untergegangene Habs-burgerreich verteidigte, wie es etwa Jo-seph Roth tat, war gewiss nicht modern.Aber es steckte in der Trauer um die Donau-monarchie etwas Humanes, der Wunschnach einer Politik, die verschiedene Vlker-schaften zusammenleben lie.Diese Sicht hat an Sympathie gewon-nen, gerade nach dem Ende der groen Sys-temkonfrontation, als die Kategorie des Na-tionalen wieder erstarkte. Habsburg. Bi-bliothek einer verlorenen Welt ist dasneue Buch von Richard Wagner betitelt.Was verloren ist, hat Anspruch auf unserenRespekt. Und msste Wagner, 1952 im ru-mnischen Banat geboren, nicht der gebo-rene Vertreter des Habsburgischen Ge-schichtsmythos sein? Doch so ist es nicht.Zu deutlich sieht er, wie dieser Mythos zurGeschftsidee verkommen ist, zu einemMarkenzeichen der Republik sterreich.Dass etwas Markenzeichen ist, heit aller-dings nicht, dass es nicht einmal etwas Gro-es war. Aber auch hier ist Wagner skep-tisch. Das Imperium hlt er nicht fr eineAlternative zum Nationalstaat, sondernfr ein Instrument des europischen Aus-gleichs. Auch nichts geringes, mchteman denken. Doch zuletzt, so Wagner, ha-be das Instrument nicht mehr ausgereicht,die auseinanderstrebenden Teile zusam-menzuhalten. Die im neunzehnten Jahr-hundert alles entscheidende Frage sei dieder Nation gewesen, auf diese Frage habedie Habsburgermonarchie keine Antwortgefunden.Es ist im Ergebnis kein ganz neues Bild,das Wagner vermittelt. Die Aufspaltung ineine Vielzahl kurzer, jeweils neu einsetzen-der Kapitel ist nicht ohne Nachteil zu ha-ben. Seitdem die Donaumonarchie in ihrerVitalitt wieder gnstiger beurteilt wird,gerade erst von Christopher Clark etwa, w-re man interessiert, die Frage nach Zerfallund Zusammenhalt systematisch errtertzu sehen. Das Nacheinander der Skizzenverhindert das. Es entspricht vielleichtdem Gegenstand in seiner Buntheit, dasaber ein bisschen zu sehr. Denn so hat dasBuch formal Teil an der markenzeichenhaf-ten Habsburgermelange aus Zaunerschnit-te und Franz Kafka, Wittgenstein, Tante Jo-lesch, Psychoanalyse, Vampirismus unddergleichen.Aber whrend er das Buch liest, sickertin den Leser ein Gefhl der Lasten oderSchmerzen ein, die das Habsburgerreichhinterlassen hat. Diese Probleme sindnicht erst 1918/19 in der Zerteilung einer ur-sprnglichen Ganzheit entstanden. In denProvinzen des Reichs, im Banat etwa, wur-den verschiedene Sprachen gesprochen,mehr nicht. Man lebte nicht friedlich zu-sammen, wie der dem heutigen Klischeeangepasste Mythos nahelegt, man gingsich vielmehr erfolgreich aus dem Weg.Wer als Banater zum Studium nach Wienging, suchte dort Kontakt nicht mit ande-ren Banatern, sondern als Deutscher mitdeutschen Banatern, als Ungar mit unga-rischen Banatern. Jeder hatte sein eige-nes Banat. Von Bedeutung war die Her-kunftskultur. Wer in der deutschen Bevl-kerungsgruppe aufwuchs, erwarb da-durch das Passwort fr die deutsche Kul-tur insgesamt.Das wirkt bis heute nach. In der Honte-russchule im siebenbrgischen Kronstadt(Brasov) besuchen rumnische Kinder dendeutschsprachigen Unterricht, zu Schulfes-ten simulieren sie die Sachsenfolklore,um irgendwann ein deutschsprachiges Ab-iturzeugnis zu erhalten, mit dem man et-was in Europa anfangen knne, wie sie mei-nen. Habsburg als Chiffre verspricht einMiteinander der Vlker. Aber wer in der Pe-ripherie lebt, der sieht, dass es auch unterVlkern ein Oben und Unten gibt.Derzeit schtzt man im Westen die k.u.k-Reize. Wie sehr wir bereit sind, uns von ih-nen einspinnen lassen, zeigt sich fr Wag-ner an der der westlichen Politik gegen-ber der Ukraine. Er hlt wenig davon, dieUkraine in die EU aufzunehmen, er siehtdarin imperiales Wunschdenken der EUoder der USA. Ein Zauberwort der Beitritts-begrndung hie lange Galizien. Galizienaber war kulturell durch Polen und Juden(polnisch- und deutschsprachige) be-stimmt, die ostmitteleuropische Identitteine der Abgrenzung nach Osten. Wieso,fragt Wagner, soll der zum Markenzei-chen gewordene Mythos Galizien, der sichausdrcklich als austriakisch verstand,nun als Begrndung fr einen Beitritt Ki-ews und Charkiws zur EU gelten?Das Argument Galizien zeigt dieDonaumonarchie als europisches Modell.Die berdehnung der Krfte Habsburgsjedenfalls sieht Richard Wagner wieder-holt in der berdehnung der Krfte der Eu-ropischen Union. stephan speicherEs ist eine ganz besondere Stunde, in derArne Dahl seinen Krimi beginnen lsst,und er whlt dazu eine ganz besondere Per-spektive: Gottgleich zoomt sich von obenein Blick aus dem Himmel auf die schwe-dischen Sonderermittler der A-Gruppe.Jeden erfasst dieses Auge bei seinen sonn-tglichen Beschftigungen an einem letz-ten Augustsonntag in Stockholm, zwi-schen 15 und 16 Uhr. Dinge, die in dieserStunde geschehen, erscheinen in einem be-sonderen Licht, heit es. Denn diese Stun-de markiert hier den Beginn einer ganzenReihe von Verbrechen.Paul Hjelm etwa, der Chef der A-Grup-pe, die Dahl mit Buestunde in ihrenzehnten und letzten Fall schickt, will nachlanger Zeit seine Kinder wiedersehen underschrickt, weil seine Tochter Tova vlligabgemagert ist. Lena Lindberg, eine Er-mittlerin, gert unvermittelt in einen Raub-berfall auf eine Videothek. Die Mitschnit-te der berwachungskamera fhren sieund ihre Kollegen zu einer benachbartenWohnung, deren Besichtigung sadistischeVerbrechen an anorektischen Frauen offen-bart. Von einem der Opfer findet sich nurnoch ein Arm. Die Spur fhrt zu brasiliani-schen Zuhltern, die Prostituierte aufWunsch besonders betuchter Freier zu per-fekten Kopien von Hollywoodstars um-operieren lassen. Eine von ihnen konnteoffenbar nach Stockholm fliehen.Am Ende des Romans stt Hjelm aufdie Satelliten-Aufzeichnungen, die an ei-nem Nachmittag im August ganz gezieltvon ihm und seinen Kollegen gemachtworden sind: Arne Dahls Krimi heit imOriginal: Himmelsga, Himmelsauge.Das passt in jeder Hinsicht. Der deutscheTitel Buestunde es ist wohl die anjenem Sptsommersonntag in Stockholm darf jedoch als nicht weniger zutreffendbezeichnet werden. bernd graffArne Dahl: Buestunde. Roman. Aus dem Schwe-dischen von Wolfgang Butt. Piper Verlag, Mnchen2013. 464 Seiten, 19,99 Euro, E-Book 15,99 Euro.von christopher schmidt brigens lst sich der Unterschiedzwischen starken und schwachenMenschen bei nherer Betrachtungsowieso immer in Luft auf, das wei jeder,und deshalb sollte ein guter Autor einemso sentimentalen Gedanken nicht trauen,sagt ein gewisser George Kelly, nachdemLucy eine ihrer Erzhlungen vorgelesenhat. Beide sind Teilnehmer eines Schreib-seminars an der New School for SocialResearch in New York, einem Institut frErwachsenenbildung. Im Gegensatz zuLucy htte Richard Yates (1926-1992) sichdas nicht zweimal sagen lassen. Ja, diehandfeste Manverkritik des Fahrstuhl-mechanikers, der in seiner Freizeit an ei-nem groen Werk arbeitet, ist geradezudas poetologische Credo seines vorletztenRomans Young Hearts Crying. Im Origi-nal 1984 erschienen, liegt er nun, mit einerVerzgerung von dreiig Jahren, unterdem Titel Eine strahlende Zukunft erst-mals auf Deutsch vor.Nachsichtiger, um nicht zu sagen, gn-diger behandelt der groe Fatalist der US-Nachkriegsliteratur hier das Scheitern desKnstlers und dessen schleichende Verbr-gerlichung. In seinem literarischen DebtRevolutionary Road aus dem Jahr 1961,einer bitteren Abrechnung mit dem ameri-kanischen Konformismus, hatte Yates seinLebensthema noch tragisch grundiert. DerGrund fr den Wechsel der Tonart drftein der Lebenserfahrung aus den zweiJahrzehnten zu suchen sein, die zwischenbeiden Bchern liegen, Jahrzehnten, indenen Yates sich selbst durchschlagenmusste mit Jobs als Dozent, Drehbuch-und Redenschreiber.Eine strahlende Zukunft ist ein mul-tipler Knstlerroman, der im Milieu vonSchriftstellern, Malern und Theaterleutenin den Fnfziger- und Sechzigerjahrenspielt. Im Mittelpunkt stehen Lucy undMichael Davenport, die mit heiem Neidauf die Bohme nicht nur im GreenwichVillage blicken. Wie Eindringlinge von derMadison Avenue fhlen sie sich in demFabrikloft, in dem der Bildhauer Paul Mait-land sich als junger Wilder geriert. Undselbst der unscheinbare Tom Nelson, derseine Aquarelle auf einem Stck Zinkblechin der heimischen Kche malt, kommtMichael bei allem Understatement mehrwie ein Knstler vor als er sich selbst mitseinen Gedichten und Theaterstcken.Dabei wre man finanziell unabhngig.Erst auf der Hochzeitsreise hat Lucy ihmfreilich erffnet, dass sie drei bis vier Milli-onen Dollar schwer ist. Doch Michael willdas Geld fr seine kleine Familie selbst ver-dienen tagsber Lohnschreiber, abendsDichter, lautet der Kompromiss. Am Wider-spruch von Anspruch und Wirklichkeitzerbricht die Ehe, woraufhin der Romansich in zwei Erzhlstrnge teilt.Zunchst berichtet Yates, wie es mitLucy weitergeht. Sie hat eine Reihe vonBeziehungen: mit einem jungen Regisseur,einem Brsenmakler und schlielich mitihrem Dozenten an der New School, einemverkrachten Romancier, dessen Selbst-mitleid nur die Kehrseite seines Gren-wahns ist. Und sie versucht sich auchselbst als Schauspielerin, Autorin undMalerin, um vorerst als einsame Vorstadt-Alkoholikerin zu enden.Michaels Absturz verluft ungebrem-ster. Nach einem ersten psychotischenSchub landet er in der geschlossenen Ab-teilung des Bellevue, der New Yorker Psych-iatrie. Auch er hat mehrere heftige Affren,Muschis zum Frhstck, Muschis zumMittagessen, Muschis zum. . . und findetsich irgendwann wieder in der Mittel-migkeit des Mittleren Westens. Gemein-sam mit seiner zweiten Frau, der fast drei-ig Jahre jngeren Studienberaterin sei-ner Tochter, geht Michael mit Ende vierzigals Dozent nach Billings, Kansas. Ein eben-so modernes wie steriles Ranch Houseist die Endstation Sehnsucht.Yates hat seinem Michael viel von sichselbst mitgegeben. Da ist die literarischeErfolglosigkeit, das qulende Image alsOne-Hit-Wonder wie Yates fr Revolu-tionary Road, so wird Michael immer nurfr ein einziges Gedicht aus seinem erstenLyrik-Band gelobt. Hinzu kommen dasAlkoholproblem, die Psychiatrieaufent-halte, die sich einstellenden Potenzstrun-gen. Und doch ist dieser Michael mit sei-nen flauen Witzen und seinem zur Schaugetragenen Intellektualismus ein Zerrbilddes Autors Yates, aber ohne dessen Ta-lent. Vollzieht sich in RevolutionaryRoad die Katastrophe so zielstrebig wieim antiken Drama, so nimmt sich Yateshier viel Raum fr die retardierenden Mo-mente des Lebens. Das geht auf Kosten dererzhlerischen Stringenz, macht aber Ei-ne strahlende Zukunft zum groartigernchternden Portrt einer ganzen Gene-ration, die sich selbst als die zweite LostGeneration empfand.Minutis wie in Zeitlupe zeichnet Yatesnach, wie sein Michael allmhlich aus derZeit fllt sein Weg nach unten erinnert anden Vorspann der Serie Mad Men, wennDon Draper in die Straenschluchten vonManhattan strzt, vorbei an schnen Mo-dels auf Billboards und einem Whisky-Tumbler, um am Ende weich in einem Ses-sel zu landen, was vielleicht die Hchst-strafe ist. In Amerika sagten inzwischenalle ,Schwarzer statt ,Neger; und viel-leicht war es nur noch eine Frage der Zeit,bis alle ,Frau statt ,Mdchen sagen wr-den, konstatiert der verwunderte Micha-el. Er reklamiert noch den Helden-Bonusfr sich, ist er doch im Zweiten Weltkriegals Rumpfschtze einer B-17 erwachsengeworden. Zu diesem Selbstbewusstseingehrt Grospurigkeit: Schwule sind hiernoch andersrum, sensible Mnner geltenals tuntig oder als Schwanzlutscher,und Mdchen erkennt man daran, dasssie gebumst werden wollen.Die Zeit allerdings geht ber Michaelhinweg. Verstndnislos muss er registrie-ren, dass der harte Alkohol aus den Haus-bars verschwindet, whrend die Jugendwie seine Hippie-Tochter Laura andereDrogen vorzieht. Die alleinerziehendeFrau steigt auf zu einem neuen romanti-schen Ideal, und berall wird gegen Viet-nam demonstriert. Als Michael auf einerParty sagt, die Soldaten seien doch keineTter, sie sind die Opfer des Krieges, ge-friert die Stimmung. In seiner Blindheitfr die sozialen Umwlzungen und dieneue counter culture, wirkt Michael wieein Fossil. Mit dem Geschmack des Ver-sagens im Mund stellt er fest, dass ausseinen Knstlerfreunden brave Leute ge-worden sind, die bereit waren, sich beiafrikanischer Kunst und selbst gebacke-nem Brot mit wesentlich weniger zufrie-denzugeben als dem Stoff, aus dem ihreTrume waren.Thomas Gunkels deutsche bersetzungbringt diese Abendrte der Mnnlichkeitvoll zur Geltung, die im Sprachgestus desRomans aufflackert. Er trifft den Ton derZeit bis hin zu Michaels klischeehafterSchwrmerei fr Frauen, deren Haut ei-ner makellosen Aprikose gleicht. Weiteher als an die Suburbia-Klassiker, wie sieetwa der faunische Brunnenvergifter JohnCheever geschrieben hat, erinnert RichardYates Sittenbild in seiner schroffen Illu-sionslosigkeit an James Salters im vergan-genen Jahr erschienenes groes Alters-werk Alles, was ist. Auch Eine strahlen-de Zukunft zieht eine herbe Lebensbilanz,die nicht dem Irrtum verfllt, zu meinen,dass Unglck einen Nutzen hat, wie derFahrstuhlmonteur Kelly einmal im Romanerklrt. Richard Yates ist ein Feinmecha-niker, was den Schrecken der Normalittbetrifft. Denn in seinen Fahrsthlen gehtes immer nur abwrts.Richard Yates: Eine strahlende Zukunft. Roman.Aus dem Englischen von Thomas Gunkel. DeutscheVerlags-Anstalt, Mnchen 2014. 496 Seiten, 22,99Euro, E-Book 18,99 Euro.Jh wird die Wanderung einer Mutter mitihrem kleinen Sohn unterbrochen. Flug-zeuge tauchen in das Tal, an dessen Schn-heit der Junge sich sein Leben lang erin-nern wird. Seine Mutter zieht ihn weg vonder Landstrae und wirft sich ber ihrKind, um es vor dem Gewehrfeuer zu scht-zen. Die Mutter, die Muttersprache, Naturund Heimat werden Konstanten im Lebendes 1940 geborenen Yang Mu bleiben, dereinmal Taiwans berhmtester Dichter wer-den wird. Aber warum werden Mutter undKind von amerikanischen Flugzeugen an-gegriffen, und wo?Die Szene ereignet sich in den frhen1940er Jahren nahe der Pazifikkste der In-sel Taiwan, auf die eine chinesische Regie-rung ein halbes Jahrhundert zuvor verzich-tet hatte, und die eine andere chinesischeRegierung heute zurckfordert. Die Insel die Europer nannten sie Formosa warwhrend der ersten fnf Lebensjahre YangMus fr die USA Feindesland, weil sie un-ter japanischer Herrschaft stand.Ein paar Jahre spter, ein anderer Au-genblick. Ein schweres Erdbeben erscht-tert Yang Mus Heimatstadt Hualien an derOstkste Taiwans. Der Schler glaubt diepanischen Gerchte, ein Tsunami wrdegleich den ganzen Kstenstrich verschlu-cken. Er legt sich auf eine Dne am Strandund erlebt dann, dass die Heimat seinerKindheit unversehrt bleibt. Die Erde hat-te noch einmal geschwankt oder war dasEinbildung gewesen? Jedenfalls war mir,als htte ich den Anfang der Ewigkeit ge-funden. Zugleich begriff ich, dass in die-sem Moment vieles verging: die hellgr-nen, braungelben mit Dunkelblau unter-mischten Jahre, die langen Tage erflltvom Zirpen der Zikaden, von Riedgrasri-spen, tropfenden Dachrinnen und sich paa-renden Libellen. Sie mussten vergehen,weil da drauen ein viel grerer Kosmosexistierte, der sich nach festen Regeln be-wegte. Ganz selbstverstndlich wrde ermich von hier fortfhren, an einen entfern-ten, fremden Ort, wo ich forschen, streben,schaffen wrde, ganz ohne Reue. Dochselbst wenn ich erwachsen wre und lang-sam alterte, wenn das weie Haar der irdi-schen Erfahrungen meine Schlfen besetz-te und meine Augen sich trbten, wrdeich an jenen ewigen Bedenken und jenerSehnsucht festhalten, ohne Reue, aber vol-ler Wehmut. Yang Mu wird tatschlichstreben, forschen und schreiben, neugie-rig auf fremde Sprachen, andere Literatu-ren und ferne Rume, und wird doch im-mer in seiner sthetischen Heimat verwur-zelt bleiben, den Riedgrasrispen, tropfen-den Dachrinnen und sich paarenden Libel-len und der chinesischen Literatur.Die studiert er, neben Komparatistik, inTaiwan, und macht dann den Sprung nachden USA. Ein geisteswissenschaftlichesStudium im Westen war von den 1950er bisin die 1970er Jahre Studenten aus Taiwanund Hongkong vorbehalten, was dazu fhr-te, dass in Festlandchina Kenner der westli-chen Geistesgeschichte wie Qian Zhongs-hu (1910-1998) und Ji Xianlin (1911-2009)kaum Nachfolger fanden. MangelnderSprach- und Weltkontakt in Verbindungmit ideologischer Einhegung leistete dorteinem gewissen Provinzialismus der Lite-ratur und des Denkens Vorschub.Yang Mu war in Taiwan schon als Lyri-ker und Essayist bekannt, als er in Iowa,Amherst und in Berkeley studierte, sichneue Literaturen und neue Sprachen er-schloss, zustzlich zu Englisch und Spa-nisch Japanisch, Deutsch, Altenglisch, La-tein und Griechisch. An der University ofWashington in Seattle, wo er heute nochlebt, lehrte er viele Jahre Vergleichende Li-teraturwissenschaft, dazwischen gab esLehraufenthalte in Hongkong und Taiwan.Fr die Anziehung, die die amerikanischeWestkste auf Taiwan ausbt, fand YangMu in dem Gedicht Flaschenpost ein ein-drucksvolles Bild: Jede Woge an der West-kste steht darin in Verbindung mit demSpiel der Wellen an dem fr ihn in Sichtwei-te liegenden, real Tausende von Meilen ent-fernten Sandstrand Hualiens.Ein weiterer lyrisch verdichteter Mo-ment der Erinnerung lsst uns an der Seitedes Schlers Yang Mu einen Figurenschnit-zer beobachten. Die pltzliche Verwand-lung der grob handwerklich hergestelltenSkulptur in eine der Gottheiten, die derKnabe im Tempel nicht einmal anzusehenwagt, vermittelt dem Kind den Ursprungvon Kunst und Poesie. Ihr Inhalt ist die Aus-deutung des Mythos, whrend ansonstenYang Mus poetisches Universum ohne Gt-ter auskommt, wie seine bersetzerin Su-sanne Hornfeck schreibt.Der titelgebende Text Die Spinne, dasSilberfischchen und ich fhrt uns zu wei-teren Augenblicken an den Bruchlinien derZeiten und Kulturen. Als Yang Mu sich inder Durant Hall in Berkeley in seine Mittel-alter-Studien vergrbt (er bersetzte zumBeispiel ein Kapitel aus Europische Lite-ratur und Lateinisches Mittelalter vonErnst Robert Curtius), begegnet ihm eineSpinne, die sich in die unterste Ebene dergeisteswissenschaftlichen Sondersamm-lung verirrt hatte. Yang Mu gert ins Nach-denken ber das Schicksal dieser Kreatur,die da ratlos an ihrem Faden hngt, wohlnie mehr ein kunstvolles Netz kreierenwird und keinen Gefhrten hat auer ei-nem Silberfischchen und einem Dichterge-lehrten aus Taiwan. Drauen demonstrie-ren lautstark die Studenten, einmal drin-gen sie in die Bibliothek ein und drohen,den aus Tausenden von Krtchen beste-henden Bcherkatalog auf den Boden zukippen. Yang Mu ist beeindruckt von denBibliotheksangestellten, die vor den Schub-ladenschrnken eine Kette bilden, um ih-ren Katalog, den Stolz ihrer Profession, zuverteidigen.Als er sich hnlich jener Spinne im Laby-rinth der alten europischen Sprachen undLiteraturen zu verlieren droht , ermutigtihn sein Lehrer, der Komparatist Chen Shi-xiang, sein eigenes Schreiben nicht zu ver-gessen. Neben einem umfangreichen lyri-schen Werk sind diese Pinselnotizen, wieder Untertitel dieser Sammlung von zwlfTexten lautet, eine Frucht dieser Rckbe-sinnung. Wie andere groe Literaturenhlt auch die chinesische neben einer Rei-he von definierten Genres auch eine freieForm bereit. Die biji changieren zwi-schen Kurzerzhlung, Anekdote, Reisebe-richt, Essay und Gedicht. Sie sind ein Ge-f, das vieles aufnehmen kann.Das bersetzerteam Susanne Hornfeckund Wang Jue, das schon 2002 die schnebilinguale Ausgabe von Yang Mus Lyrik(Patt beim Go) ebenfalls im MnchenerA 1 Verlag verantwortete, hat dieses viel-schichtige, wegen seine verborgenen Zita-te und Anspielungen aus dem chinesi-schen wie aus dem westlichen Kulturraumnicht einfache Werk in ein sehr gut lesba-res Deutsch gebracht. Nach der Lektre vie-ler tagesaktueller Texte ist dieses Werk,das der Jahrtausende alten chinesischen Li-teraturtradition so nahe steht wie dem Heu-te, eine notwendige Ergnzung. Ein Nach-wort der bersetzerinnen, ein Glossar undeine Chronologie erhhen den Wert dieserAusgabe, die man getrost als einen Meilen-stein in der Vermittlung der Literatur Tai-wans im deutschen Sprachraum bezeich-nen kann. rupprecht mayerYang Mu: Die Spinne, das Silberfischchen und ich.Pinselnotizen. Aus dem Chinesischen von SusanneHornfeck und Wang Jue. A1 Verlag, Mnchen 2013.208 Seiten, 18,80 Euro.Richard Wagner:Habsburg. Biblio-thek einer verlore-nen Welt. Hoff-mann und CampeVerlag, Hamburg2014. 240 Seiten,27, 99 Euro.EBook 21,99 Euro.HimmelsaugeArne Dahl lsst seine A-Gruppezum letzten Mal ermittelnJeder hatte seineigenes BanatRichard Wagner erinnert andas HabsburgerreichDie Erde hatte noch einmalgeschwankt oder wardas Einbildung gewesen?Der Geschmackdes VersagensRichard Yates Eine strahlende Zukunftist ein groer, vergessener KnstlerromanWie Don Draper aus der SerieMadMen strzt Yates Michaelin Zeitlupe durch die ZeitDieser Generationsromanist ein ernchterndes Sittenbildder Fnfziger und SechzigerDie Wellen der WestksteFlaschenpost zwischen Taiwan und Berkeley: Die Pinselnotizen des Dichters Yang MuLITERATUR14 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHDas Haus, das sie nach ihrer Hochzeit in Billings, Kansas, mieteten, war das erste in Michaels Leben, in dem allesmodern und zweckmig war. Hier eine Musterkche im Geschmack der Siebziger. FOTO: P HULTON ARCHIVE/GETTY IMAGESYang Mu, geboren 1940 in Hualian in Tai-wan, lebt in Seattle. FOTO: FISFISA MEDIAKURZKRITIK103EuropaWetterhistorie MnchenSonne und MondBerlinBremenBrockenDortmundDresdenDsseldorfErfurtEssenFeldbergFeldberg/Ts.FrankfurtFreiburgFreudenstadtGarmischHamburgHannoverIngolstadtKarlsruheKasselKielKoblenzKlnKonstanzLeipzigLindauList/SyltLbeckMagdeburgMannheimMnchenNrnbergOberstdorfOsnabrckPassauRostockSaarbrckenSchleswigSchwerinStuttgartTrierWiesbadenZugspitzewolkig 15Schauer 14Schauer 5wolkig 14Schauer 12wolkig 17wolkig 11wolkig 14heiter 8wolkig 12wolkig 17wolkig 17wolkig 12wolkig 12wolkig 13Schauer 14wolkig 14wolkig 18wolkig 14st. bew. 9wolkig 18wolkig 17wolkig 15wolkig 12wolkig 14wolkig 10wolkig 12Regen 13wolkig 18wolkig 14wolkig 15wolkig 12wolkig 16wolkig 15st. bew. 8wolkig 17wolkig 10st. bew. 12wolkig 16wolkig 18wolkig 16heiter -5AmsterdamAthenBarcelonaBelgradBrsselBukarestDublinDubrovnikHelsinkiInnsbruckIstanbulKiewLissabonLondonMadridMailandMoskauNizzaParisPragRomSalzburgSofiaStockholmVenedigWarschauWienZrichwolkig 15wolkig 20wolkig 16Regen 13wolkig 16Schauer 16Schauer 10wolkig 15heiter 6wolkig 16Schauer 16heiter 13Schauer 14Schauer 12Schauer 17heiter 18Schn.sch. 2wolkig 17wolkig 15wolkig 14wolkig 17wolkig 14Schauer 16heiter 7heiter 19heiter 15wolkig 15heiter 17sonnig 24wolkig 39Schauer 18Schauer 10Gewitter 27Schauer 6heiter 33st. bew. 10Schauer 30wolkig 26Schauer 28wolkig 30heiter 22Schauer 21Schauer 11heiter 28sonnig 28wolkig 15wolkig 24heiter 20wolkig 31heiter 33sonnig 35wolkig 24Schauer 26Schn.reg. 3heiter 36Schauer 33Schauer 12Schauer 32wolkig 26wolkig 35st. bew. 27sonnig 28Schauer 21Gewitter 33Schauer 25sonnig 20heiter 29sonnig 17Schauer 8Schauer 16Maximum 1989: 21,5C / Minimum 1918: -5,9C13413514417517615414152714016-317017111217512-3Weltwetter 12.00 Uhr UTCMadridLondonStockholmBerlinWienBerlinGenfHamburgMnsterKlnRostockKielMnchenZrich InnsbruckSalzburgWienStuttgartDresdenFrankfurtParisWarschauKiewBelgradMoskauIstanbulAthenTunisRomUrlaubsorte Luft WasserHelgolandRgenSyltAgadirAntalyaHeraklionMalagaPalermoRiminiTunisLas PalmasCypernMallorca118101620191915161920221866717171616161516201915HelsinkiMnchen124Teils freundlich, teils ein wenig RegenVon der Nordsee und der westlichen Ostsee bis nach Tsche-chien berwiegen dichte Wolken. Sie bringen aber nur rtlichein wenig Regen oder Nieselregen. Aber auch ber den Alpenund im Osten sterreichs tauchen grere Wolkenfelder auf.Im Westen und Sden sowie im sdwestlichen Niedersach-sen ist es nach Auflsung rtlicher Nebelfelder heiter biswolkig und trocken. Sonst ist es verbreitet stark bewlktoder wolkenverhangen, und die Sonne bekommt nur hierund da ein paar Chancen. Vor allem von Sachsen bis zur Nord-see kann es ein wenig regnen oder nieseln. Je nach Son-nenschein werden 10 bis 18 Grad erreicht.Samstag Sonntag Montagunter -10-10 bis -5-5 bis 00 bis 55 bis 1010 bis 1515 bis 2020 bis 2525 bis 30ber 30Kanaren06:0118:3804:3216:0630.03. 15.04.07.04. 22.04.2100 mNullgradgrenze:AussichtenWetterlageDenverHoustonHavannaSingapurHanoiBangkok ManilaHongkongShanghaiTokioPekingChengduMiamiWashingtonChicagoTorontoNew YorkLos AngelesVancouverNordamerikaEuropaDeutschlandAsienWarmfrontKaltfrontMischfrontKaltluftWarmluftHTHochTiefSchauer 23(Angaben fr Mnchen)Ostwind 15 km/hOstwind 30 km/hQuelle: www.wetterkontor.deAbu DhabiBangkokBogotaBostonBuenos AiresChicagoDarwinDenverDom. RepublikHongkongHoustonJakartaJerusalemJohannesburgKabulKairoKuwaitLa Paz/Bol.LimaLos AngelesMaledivenManilaMekkaMexico CityMiamiMontrealMumbaiNairobiNew DelhiNew YorkPanamaPekingPerthRiadRio de JaneiroSan FranciscoSingapurSydneyTeheranTel AvivTokioVancouverWashingtonDAS WETTERTiefer gehts nicht vom 18. Mrz:Schlag nach bei ShakespeareWann ist das Thema Uli Hoene endlichdurch? Ich denke, es reicht jetzt. Dass er zuguter Letzt noch zum anstndigen Kerlhochstilisiert wird, macht mich sprachlos,aber nicht Shakespeare. Ich zitiere ausHamlet, vierter Aufzug, zweite Szene:Er ist beliebt bei der verworrnen Menge,die mit dem Aug, nicht mit dem Urteilwhlt. Wo das so ist, wgt man des Schuld-gen Plage, doch nie die Schuld. Dr. Klaus Gerhard, BremenGenug ist genugAnnette Ramelsbergers Artikel ber die H-me der Medien spricht mir aus dem Her-zen, nicht weil es um Uli Hoene geht mein Mann war eingefleischter Sechziger sondern genug ist genug! Diese Hetzjag-den auf Prominente, die Verfehlungen be-gangen haben, sind ein Gruel. Hoene hatseine Strafe bekommen und damit basta.Es ist gut, dass heute viel Gemauschel auf-gedeckt wird, aber einen bis dato unbe-scholtenen Menschen zu demontieren, biser sich nicht mehr auf die Strae traut, dasgeht meinem Empfinden nach viel zu weit. Gabriele Gollong-Back, GrbenzellUnverhltnismige StrafeDass das Thema Hoene die Gemter er-hitzt auch in den wchentlichen Talkrun-den ist verstndlich. Ich schliee mich al-lerdings auch dem mittlerweile zunehmen-den Kreis derer an, die eine Inhaftierungvon Steuerhinterziehern grundstzlich(und aus Gerechtigkeitsgrnden) infragestellen, zumal der Staat vor nicht allzu lan-ger Zeit aus einer Ordnungswidrigkeit ersteine Straftat gemacht hat. Inwieweit danndiese Straftat mit anderen Straftaten (Ver-gewaltigung, gefhrliche Krperverlet-zung) im Bezug auf das Strafma vergleich-bar ist, darf wohl angezweifelt werden. Un-abhngig davon werden Steuerverschwen-der (Flughafen Berlin, Nrburgring, Droh-nen), die damit dem Volk das gelieheneSteuergeld stehlen, nicht strafrechtlichverfolgt. Eine ffentliche Debatte darber,ob das gerecht ist, vermisse ich. Jan-Patrick Jarosch, MnchenReaktion der OpferAnnette Ramelsberger regt sich frchter-lich darber auf, dass Uli Hoene auchnoch nach der Verurteilung bel mitge-spielt werde. Doch Schutzpatronin fr UliHoene zu sein ist fehl am Platze. Er hat inseinen guten Tagen gottgleich Karrierenaufgebaut und beendet. Er ist ein Spieler nicht nur mit Geld, sondern auch mit Men-schen und vermutlich ist auch seine Be-reitschaft zum Gang in das Gefngnis einweiteres Verdunkelungsspiel. Hoene hat-te sich immer in der ffentlichkeit als mo-ralische Instanz gebrstet, dafr kann undmuss er auch jetzt in seiner Morallosigkeitffentlich gescholten werden. Hme kannauch die Reaktion von Opfern sein. Einganz normaler Krimineller, der sich er-dreistet, die Lebenswege anderer zu be-schmutzen, wird eben selbst beschmutzt. Prof. Harry Friebel, HamburgMisstrauen ist berechtigtDie Hme und Selbstgerechtigkeit, die inverschiedenen journalistischen Erzeugnis-sen im Zusammenhang mit dem Hoene-Urteil deutlich wird, ist nichts anderes alsder trbe Bodensatz dessen, was in jngs-ter Zeit Tag fr Tag in den scheinbar seri-seren Talkrunden von Gnther Jauch, An-ne Will bis Frank Plasberg ber den Fern-sehzuschauer ausgegossen wurde. Beru-higt konnte der anschlieend zu Bett ge-hen, weil er wusste, dass alle Politiker, Jour-nalisten, Juristen und andere kompetenteund inkompetente Talkteilnehmer Hterund Verteidiger der Moral und damit wah-re Vorbilder sind. Was aber, wenn die Weltvon ihren Taten einst/Den Ehrenmantelzieht, womit (sie) gleiend/Die wilde Glutverstohlner Lste decken, wie FriedrichSchillers Maria Stuart ihrer Gegnerin Elisa-beth zu Bedenken gibt? Hme und Selbst-gerechtigkeit allenthalben! Misstrauen istangesagt. Georg Plank, OberrothDas gehrt zur PressefreiheitJournalisten sind das Salz in der Suppe derDemokratie. So weit bekannt, so weit theo-retisch anerkannt. Rechtsstaatliche Grund-stze sind hoffentlich auch in Bayernnoch festsitzendes Schulwissen. Wasaber soll die Erkenntnis zu Hme undSelbstgerechtigkeit Neues vermitteln? DieKarikatur von Michael Holtschulte vom13./14. Mrz ( Hoene vor Gericht: Undnun? Ich wrde an Ihrer Stelle ber ei-ne grozgige Spende fr Stadelheimnachdenken...) machte doch auch Spa oder wozu dienen diese Bildchen sonstnoch? Kann sich der Durchschnittsbrgernicht selbst seine Meinung bilden? (Stich-wort: mndiger Brger) Der neue Menschwird auch in Mnchen nicht herbeige-schrieben werden. Also weiterhin: Presse-freiheit ist und bleibt ein hohes Gut! Brigitte Kenngott, DonzdorfAlso doch Zeit fr NebengeschfteEs ist erst ein paar Wochen her, da erklr-ten uns Politiker der groen Koalition, siemssten nun die Diten erhhen. Als zumZynismus neigender Whler dachte man:Aha, auch die Bundestagsabgeordnetenfinden, dass Geld eine tolle Sache ist undgehren wie viele andere zu denen, diegerne mglichst viel davon auf ihrem Kon-to haben mchten. Weit gefehlt: Vielmehrerklrten uns Redner im Plenum unter an-derem, dass ein Abgeordneter quasi rundum die Uhr fr sein Mandat im Einsatz seiund damit auch angemessen bezahlt wer-den msse. Das leuchtete ein.Nun erfahren wir, dass zumindest eini-ge Abgeordnete neben ihrem Full-Time-Job als Parlamentarier doch noch Zeit fin-den, sich ein paar Euro nebenher zu verdie-nen (250 000 Euro im Nebenverdienst,22./23. Mrz). Dabei bringen es manchevon ihnen auf Nebeneinknfte, die deut-lich hher sind als das, was viele ihrer Wh-ler in einem Jahr jemals verdienen knn-ten. Vermutlich taten sie das bislang ausblanker Not, weil sie von den bisher so mau-en Diten kaum leben konnten. Dann knn-ten sie jetzt ja damit aufhren. Und sichvoll und ganz dem widmen, wofr man siegewhlt hat und bezahlt: ihr Mandat auszu-ben. Marc Strehler, MannheimEs fehlt der europische SouvernIn seiner Kritik am Urteil des Bundesver-fassungsgerichts spielt Heribert Prantl dienationale Demokratie gegen eine europi-sche Demokratie aus, die es noch nicht gibt(Ende des Lateins, 19. Mrz). Was soll dasGericht anderes tun, als sich auf das deut-sche Grundgesetz zu beziehen? Die Vertei-digung der Rechte des Bundestages istdem Gericht gelungen. Wer ein geeintesEuropa anstrebt, darf sich nicht bergrundlegende Rechte eines demokratischgewhlten Parlaments hinwegsetzen da-zu gehrt die Hoheit ber die Steuermittel.Prantl schwebt ein anderes, ein europi-sches Grundgesetz vor und darber ms-se der europische Souvern abstimmen.Ist dazu die Zeit reif? Haben wir schoneinen europischen Souvern? Das bezwei-fele ich stark.In einer noch lange nicht berwunde-nen Situation, in der als Folge der Finanz-krise die meisten europischen Staatenvor einem Milliardengebirge der Brg-schaften fr den Euro stehen, klingt dieForderung nach einer Abstimmung berdie Zukunft Europas recht abenteuerlich.Denn auf absehbare Zeit geht die Angstum, dass aus den Brgschaften Zahlungs-verpflichtungen werden, dass also be-stimmte europische Lnder aufgrundvon Fehlentscheidungen anderer europi-scher Lnder in Not geraten. Es geht umdas Prinzip der demokratischen Verant-wortung: Die Bevlkerung eines Landes, indem politische Entscheidungen auf demo-kratischem Weg gefllt werden, ist fr die-se Entscheidungen verantwortlich undmuss deren Folgen tragen. Wie soll siesonst aus Fehlern lernen knnen? Die Ab-stimmung wrde nicht das von Prantl er-hoffte Ergebnis bringen. Denn der Unmutber Europa wchst.Solange sich die Bevlkerungen der EU-Staaten mehr mit ihrem eigenen Land alsmit Europa identifizieren, wollen sie nichtfr die Folgen von Fehlentscheidungen an-derer Regierungen haften. Es wird noch ei-ne lngere Zeit dauern, bis die Bevlkerun-gen Europas ein Wir-Gefhl entwickelt ha-ben und sich als europische Solidarge-meinschaft fhlen. Den Weg dorthin soll-ten wir mutig Schritt fr Schritt gehen.Wer aber statt der kleinen Schritte liebergroe Sprnge machen will, der muss imFall der Integration Europas damit rech-nen, auf die Nase zu fallen. Dr. Hans-Joachim Schemel, Mnchen Der Film Baal von Vol-ker Schlndorff wurde nicht,wie in Im Lichte reiten vom25. Mrz auf Seite 11 stand,vom Westdeutschen Rundfunk produ-ziert, sondern von Bayerischem Rundfunkund Hessischem Rundfunk gemeinsammit Hallelujah Film. In Die Eine-Milliarde-Dollar-Ideevom 26. Mrz auf Seite 25 hie es, die HBO-Serie Silicon Valley starte Anfang April,einen Tag nach dem US-Start, in Deutsch-land bei Sky. Das ist falsch, die Seriekommt erst im Herbst nach Deutschland.Abonnement: www.sz.de/aboDie Sddeutsche Zeitung wird als gedruckte Zeitung auf Papierund ber die SZ-App digital vertrieben. Sie erscheint werktglich,freitags mit SZ Magazin.Monatsbezugspreise inkl. Umsatzsteuer:Zeitungbei Zustellung frei Haus: in Bayern 51,40 Euro, auerhalb Bay-erns 54,40 Euro, fr Studierende 25,90 Euro (nach Vorlage einer Be-scheinigung). Weitere Preise (z.B. im Ausland) und Bestellung online.SZ Digital (inkl. SZ E-Paper): 29,99 Euro, Vorzugspreis fr tglicheAbonnenten 7,50 Euro.Bankkonto: Deutsche Bank (IBAN: DE54 7007 0010 0203 9394 00,BIC: DEUTDEMMXXX). Das Abonnement kann schriftlich mit einerFrist von vier Wochen zum Monatsende bzw. zum Ende eines vor-ausberechneten Bezugszeitraumes gekndigt werden.Abonnenten- und Leserservice:Telefon (089) 21 83-80 80, Fax (089) 21 83-82 07, www.sz.de/abound www.sz.de/digital (Bestellung, Information, Service)SUEDDEUTSCHE ZEITUNG (USPS No. 0541550) is published dailyexcept Sunday and holidays by Sueddeutsche Zeitung GmbH. Sub-scription price for USA is $ 970 per annum. K.O.P.: German LanguagePub., 153 S Dean St, Englewood, NJ 07631. Periodicals postage is paidat Englewood, NJ 07631 and additional mailing offices.Postmaster: Send address changes to: SUEDDEUTSCHE ZEITUNG,GLP, POBox 9868, Englewood, NJ 07631.Ich arbeite ehrenamtlich fr den Arbeits-kreis Humanitre Hilfe fr Asylbewerberin Neustadt an der Weinstrae (Das Kains-mal, 15./16. Mrz). Unter anderem betreueich einen jungen Afghanen, der lange Jahrefr internationale NGOs und viele Jahrefr help in Bonn gearbeitet hat. Er kamim Herbst 2012 auf Einladung des ifa (Insti-tut fr Auslandsbeziehungen) zu einemWorkshop nach Deutschland. Schon langevorher hatte er schlimme Drohbriefe vonden Taliban bekommen. Er war kaum hier,als seine Familie wieder einen so entsetzli-chen Brief bekam, dass seine Mutter undFrau ihn baten, nicht nach Afghanistan zu-rckzukehren, da er sofort gettet wrde.Inzwischen bekam er den Flchtlings-status zuerkannt und darf seine Familienachholen. Der Papierkrieg, in dem wiruns seit Wochen befinden, ist menschen-verachtend! Die Formulare, die mir diedeutsche Botschaft in Kabul zuschickte,sind eindeutig darauf angelegt, dass fastniemand sie richtig ausfllen kann. Dasfngt mit der Frage nach (Geburts-)Datenan, die dort fast niemand wei, und hrtmit der Forderung auf, lckenlos die Auf-enthaltsorte der vergangenen 20 Jahre mitAdresse zu dokumentieren. Und dannmuss man aus all diesen Orten zwei Refe-renzen nennen. Mein Mandant kommtaus Herat, seine Frau hat lange in Iran ge-lebt. Er muss auch zwei Referenzen aus Ka-bul angeben, obwohl keiner von ihnen jedort gelebt hat. Das ist pure Schikane!Seine Frau hat nur drei Monate Zeit, denAntrag auf Familienzusammenfhrungeinzureichen, aber das geht erst, wenn alleDokumente vorhanden sind. Dann musssie mit den vier Kindern nach Kabul flie-gen, natrlich in mnnlicher Begleitung.Sie muss mit den vier Kindern den ganzenTag in der endlosen Schlange vor der deut-schen Botschaft stehen, die natrlich imhochgefhrdeten Regierungsviertel liegt,wo sich gerne mal jemand in die Luftsprengt. Hier in Deutschland ist alles gere-gelt, der junge Mann spricht fast flieendDeutsch, hat eine Wohnung fr seine Fami-lie und macht gerade Zusatzqualifikatio-nen fr die Jobsuche. Er ist sehr intelli-gent, sehr eloquent und hat absolute Lea-der-Qualitten. Er wre ein Gewinn fr un-sere Gesellschaft. Er stirbt fast vor Angstum seine Familie! Und wir zittern alle mit.Joachim Kppners Artikel ist absolut zu-treffend. Die Deutschen htten vieles ohnediese Mitarbeiter berhaupt nicht ausrich-ten knnen, und jetzt lassen wir sie so imRegen stehen. Eine Riesenschande! Ulrike Gauglitz, Neustadt/WeinstraeHOENESS UND DIE HMEDes Schuldgen PlageWEITERE LESERBRIEFEKORREKTURENANZEIGELeserbriefe sind in keinem Fall Meinungsue-rungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, dieTexte zu krzen. Auerdem behalten wir unsvor, Leserbriefe auch in der digitalen Ausgabeder Sddeutschen Zeitung und bei Sddeut-sche.de zu verffentlichen. Es knnen nurZuschriften verffentlicht werden, die sich aufbenannte Artikel der Sddeutschen Zeitungbeziehen.Zuschriften ohne Angabe des vollen Namensund der vollstndigen Adresse knnen wir lei-der nicht bearbeiten. Bitte geben Sie fr Rck-fragen auch immer Ihre Telefonnummer an.Fax: 089/21 83-85 30forum@sueddeutsche.deFORUM & LESERBRIEFEDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 15AFGHANISTAN-HELFERAls Dankeschngibts SchikaneWird verspottet und verteidigt zugleich: Uli Hoene an einem der Prozesstage am Landgericht Mnchen. FOTO: AFPWir untersttzen die Mutigen, die sich in Asien, Afrika und Lateinamerika gegen Landraub einsetzen. www.misereor.deSchn ist das nicht, wenn einem ein Frem-der Essen vom Teller schnappt. Das giltauch fr die Groe Braune Fledermaus, de-ren Teller im bertragenen Sinne derNachthimmel Nordamerikas ist. Dort ja-gen die Tiere nach Insekten, und wenn sieeinmal ein Beutetier ins Echolot-Visier ge-nommen haben, dann verteidigen sie ihreMahlzeit. Wie Biologen um GenevieveSpanjer Wright berichten, melden die Tie-re ihre Besitzansprche mit speziellen Ru-fen an (Current Biology, Bd. 24, S. 11 009,2014). Wre der Mensch in der Lage, die Ul-traschall-Nachrichten der Fledermusewahrzunehmen, hrte er wohl ein stndi-ges Meins-Meins-Gebrll am Nachthim-mel. Die Biologen machten ihre Entde-ckung, als sie Aufnahmen jagender Fleder-muse analysierten. Zwischen den Ultra-schall-Rufen, mit denen die Tiere navigie-ren und ihre Umgebung sowie ihre Beutewahrnehmen, identifizierten sie Laute, dieaus dem blichen Schema fielen. Mit die-sen sozialen Rufen erheben die Tiere offen-bar Anspruch auf eine Beute, etwa ein ein-zelnes Insekt. Die Laute werden nur vonMnnchen ausgestoen, vermutlich vertei-digen sie damit auch ihr Revier und kn-den von ihrer Dominanz. Dass die weibli-chen Fledermuse keine solchen Rufe pro-duzieren, knnte einen simplen Grund ha-ben, so die Biologen: Sie bilden enge Allian-zen mit ihrem mnnlichen Partner und ja-gen oft mit ihm im Duett. Mnnchen gehenhingegen hufig allein auf Beutesuche undmssen sich gegen andere Mnnchen be-haupten. seheMeins, meins,meins, meins!Der Krper zittert, die Handflchen fangenan zu schwitzen, die Augen rollen nervshin und her: Eigentlich kennen Menschenerstaunlich viele Anzeichen, um zu entlar-ven, ob ein Gesprchspartner lgt odernicht. Dennoch schneiden Probanden inTests berraschend schlecht ab, in denensie Lgner von Ehrlichen unterscheidensollen. In Experimenten erkennen Testper-sonen im Schnitt nur in 47 Prozent aller Fl-le eine Lge, wenn ihnen eine aufgetischtwird. Da wre es fast sinnvoller, eine Mn-ze zu werfen. Obwohl Lgendetektoren inGerichtsslen einiger Lnder schon einge-setzt werden, wissen Forscher noch er-staunlich wenig ber die Grundlagen derLge und wie man sie aufdeckt. Erken-nen wir Lgen unterbewusst? Oder brau-chen wir uere Anzeichen? Psychologender Universitt Chicago bitten nun um Mit-hilfe, um den Mechanismen der Lge aufdie Spur zu kommen: In kurzen Videos kn-nen Teilnehmer entscheiden, ob jemandlgt oder nicht und so der Wissenschaftein klein wenig helfen. Der Test, und mehrdarber, wie Wissenschaftler das Lgen er-forschen, finden sich unter sz.de/luegende-tektor. chrbIm Namen des Klimaschutzes graben Wis-senschaftler zurzeit metertiefe Lcher ingut ein Dutzend Felder und Wlder, die ei-nes gemeinsam haben: Ihre Bden wurdenvor etwa 40 Jahren mit mannshohen Pflug-schaufeln tiefgepflgt, um sie besser be-wirtschaftbar zu machen und die Ertrgezu erhhen. Im Querschnitt sehen sie auswie ein Stck Marmorkuchen: viel goldgel-ber Sand, durchzogen von schwarzen, guteinen Meter tief liegenden Erdschichten.Die schwarzen Balken enthalten viel Hu-mus, der frher einmal an der Bodenober-flche war, erklrt Axel Don vom Thnen-Institut. Im Humus wiederum sei Kohlen-stoff gespeichert, der die Atmosphre umeine Menge Kohlendioxid entlasten knne.Je mehr Kohlenstoff in die Tiefe des Bo-dens verschwindet und je lnger er dortbleibt, desto grer ist der klimaschtzen-de Effekt. Wie viel Kohlenstoff tatschlichim tiefgepflgten Humus steckt, untersu-chen die Thnen-Forscher gemeinsam mitKollegen der Technischen UniversittBraunschweig.Drei Ackerflchen und einen Waldbo-den haben sie schon analysiert, die Ergeb-nisse begeistern sie. Wir haben fast 30 Pro-zent mehr Kohlenstoff gefunden als in ver-gleichbaren, unbearbeiteten Bden, be-richtet Don. Auch der Dieselverbrauch derschweren Maschinen, mit denen die mch-tigen Pflge durch den Boden gezogen wer-den, schmlert die positive Kohlendioxid-bilanz nur um zwei Prozent. Der tiefge-pflgte Humus hlt sich zudem offenbarber Jahrzehnte. Wie lange genau, wollendie Forscher als Nchstes ergrnden.Tams Harrach, emeritierter Professorder Universitt Gieen, ist allerdings skep-tisch: Das Tiefpflgen fr den Klima-schutz ist eine khne Idee, sagt er. Ein Tief-umbruch sei teuer und energieaufwendig.Bis die oberen Bodenschichten wieder diegleiche Qualitt haben wie vorher, dauerees Jahrzehnte. Der gelockerte Boden istauch empfindlicher gegenber Verdichtun-gen, und die Erosionsgefahr erhht sich.Nicht umsonst wird das Tiefpflgen Har-rach zufolge heute nur noch ausnahmswei-se eingesetzt, zum Beispiel zur Rekultivie-rung von Braunkohleabbaugebieten. AufBden mit einem stabilen Bioporensystemim Unterboden wie etwa Lssbden solltedie Methode auf jeden Fall tabu sein. Hn-de weg vom Tiefpflgen guter Bden, for-dert er. Auch schwache Bden seien mitun-ter ungeeignet, wenn etwa durch das Pfl-gen zu viel Ton oder Steine nach oben be-frdert werden. Lediglich bestimmte Sand-bden knnten durch einen Tiefumbruchverbessert werden.Der Braunschweiger WissenschaftlerAxel Don kennt die mglichen negativenNebenwirkungen. Es ist Teil des Projek-tes herauszufinden, welche Bden fr dieMethode wirklich geeignet sind und wel-chen Nutzen sie auch den Land- oder Forst-wirten bringen knnte, sagt er. Zum Bei-spiel wurzeln Bume und Ackerpflanzenbis in die tiefgepflgte Humusschicht hin-ein und haben auch in trockenen Zeitennoch Zugang zu Wasser, wenn die Feuchtig-keit aus den oberen Bodenschichten schonverdunstet ist. Das alles mssen wir abererst einmal abklopfen, bevor wir Empfeh-lungen geben knnen, sagt der Forscher.Zurzeit sind wir noch beim erstenSchritt. andrea hoferichterMigrationsstrme bei diesem Wort ge-hen vielen Europern vor allem Nachrich-tenbilder durch den Kopf. Sie sehen Afrika-ner, die im Mittelmeer ertrinken undFlchtlinge im Hungerstreik. Diese Bildernhren den Eindruck, mehr und mehr Men-schen wrden ihr Geburtsland verlassenund vornehmlich nach Westeuropa stre-ben. Wissenschaftler gingen bislang davonaus, dass der Anteil der wandernden Bevl-kerung seit den 1990er-Jahren steigt. Dochdiese Annahme ist womglich falsch, be-haupten jetzt der Statistiker Guy Abel unddie Geografin Nikola Sander vom Institutfr Demografie in Wien (Science, Bd. 343,S.1520, 2014). Ihre Studie deutet stattdes-sen darauf hin, dass die weltweiten Migrati-onsstrme in den letzten zwanzig Jahrenweder gestiegen sind noch abgenommenhaben. Sie sind stabil und werden es allerVoraussicht nach auch erst einmal bleiben.berhaupt sollte man besser von einemTrpfeln sprechen als von einem Strmen.Gerade einmal 0,6 Prozent der Weltbevl-kerung verlassen seit 1995 ihr Land.Zu diesem Ergebnis kamen Abel undSander , indem sie die Bevlkerungszahlenvon 196 Lndern in Intervallen von fnfJahren analysierten. Migrationsbewegun-gen an sich sind schwer zu messen, da ver-schiedene Lnder ihre Daten unterschied-lich erheben. Stattdessen sahen sich dieForscher nun die Zensusdaten der Verein-ten Nationen an und bestimmten, wie vieleMenschen in den Jahren 1990, 2000 und2010 je in einem anderen als ihrem Ge-burtsland lebten. Mithilfe einer Software,mit der auch Genetiker arbeiten, berechne-ten sie dann, welcher Bevlkerungsanteilvon wo nach wo ber den Erdball rinnt.Im Hinblick auf die Richtung der Migra-tionsstrme besttigten die Forscher fr-here Erhebungen. So wandern die Brgerafrikanischer Staaten entgegen der Vor-stellung vieler Europer vor allem inner-halb ihres Kontinents, meist bleiben sie so-gar in ihrer Region. Menschen aus Sd-und Sdostasien ziehen vor allem in denNahen Osten oder nach Nordamerika. Dort-hin und nach Sdeuropa zieht es auch dieLateinamerikaner. In alle mglichen Rich-tungen verstreuen sich die Europer, wennsie denn ihren Kontinent berhaupt verlas-sen. Generell streben die Menschen aus un-terentwickelten Gegenden in hher entwi-ckelte Lnder. Trotzdem sei in den nchs-ten Jahrzehnten nicht damit zu rechnen,dass sich bisherige Trends mageblich ver-ndern, selbst dann nicht, wenn die Bevl-kerung in Sub-Sahara-Afrika stark an-steigt. franziska von malsenvon katrin blawatE twas nachzubauen, das es in der Na-tur bereits gibt vor zehn Jahrennoch kam Jef Boeke diese Idee wider-sinnig vor. Inzwischen hat er seine Mei-nung gendert, wie eine Studie im Fachma-gazins Science (online) belegt. Darin berich-ten der Genetiker von der Johns HopkinsUniversity in Baltimore und 79 weitere Au-toren, wie sie ein Chromosom der Bcker-hefe im Labor nachgebaut und zugleichnach ihren Wnschen verndert haben.Nie zuvor ist es gelungen, ein derartkomplexes Chromosom wie das von Sac-charomyces cerevisiae zu deutsch B-cker-, Brau- oder Bierhefe im Labor zusynthetisieren. Damit ist ein weiterer gro-er Schritt in der Hefe-Genomik geschafft,nachdem das Erbgut dieses Mikroorganis-mus vor fast 20 Jahren entziffert wurde.So unverkennbar stolz Boeke und seineKoautoren auf diesen Erfolg sind, so lassensie keinen Zweifel an ihrem eigentlichenZiel: Eine ganze Hefezelle mit einem kom-plett knstlichen Genom auszustatten.Daran arbeiten bereits zahlreiche Forscher-gruppen im Rahmen eines weltweiten Pro-jekts. Bckerhefe besitzt etwa 6000 Gene,verteilt auf 16 Chromosomen. Die meistendavon sind grer und damit vermutlichschwieriger nachzubauen als jenes, vondem das Team nun berichtet. Dennoch hatder Freiburger Biotechnologe Wilfried We-ber kaum Zweifel daran, dass es auch mitden brigen 15 Chromosomen gelingenkann: Das ist eher eine Fleiarbeit. Inzwei Jahren, so hofft Boeke, werde es ge-schafft sein. Petra Schwille, Direktorin amMax-Planck-Institut fr Biochemie in Mar-tinsried bei Mnchen, sieht ein mglichesProblem weniger im Nachbauen als darin,das knstliche Genom im lebenden Orga-nismus zu aktivieren. Knnen sich Hefezel-len mit synthetischen Chromosomen eben-so schnell vermehren , und wachsen sie ge-nauso gut wie ihre normalen Artgenossen?Zumindest fr Hefe mit einem knstli-chen Chromosom ist das nun mit Ja beant-wortet. Auch als die Forscher die Umge-bungstemperatur, den Suregehalt derNhrlsung sowie eine Reihe weiterer Um-weltbedingungen in ihren Experimentenmodifizierten, schlugen sich die vernder-ten Hefezellen ebenso gut wie die natrli-chen. Das ist umso erstaunlicher, als dieWissenschaftler die Hefe-DNA ordentlichentrmpelt hatten, ehe sie sich an denNachbau machten. Das Team entfernte al-le Bestandteile, die als nicht lebensnotwen-dig gelten. Statt der knapp 317 000 DNA-Bausteine des natrlichen Chromosomsenthlt die knstliche DNA nicht einmal274 000 Bausteine. Dieses Aussortieren istein riskantes Unterfangen, wie Boeke ausErfahrung wei: Eine falsche Vernde-rung, und die Zelle stirbt.Umgekehrt haben die Forscher durchden gezielten Verzicht auf einige DNA-Ab-schnitte Kenntnisse darber gewonnen,worauf ein Organismus zur Not verzichtenkann. Diese Frage mag berraschend klin-gen. Tatschlich aber ist sie in der Bioche-mie noch immer nicht umfassend beant-wortet und einer der Grnde, warum Boe-ke es inzwischen doch sinnvoll findet, dieNatur im Labor nachzubauen. Zu den ver-zichtbaren DNA-Abschnitten im Hefe-Chromosom gehren den Studienergebnis-sen zufolge zum Beispiel jene, die sichmehrmals wiederholen. Aus Sicht der Evo-lution sind solche Fragmente ntzlich,weil sie helfen, in der Natur zu berleben.Rein biotechnisch betrachtet sind solcheSchnipsel jedoch reine Energieverschwen-dung. Die Fhigkeit, sich anpassen zu kn-nen, kostet Energie, sagt Weber. Nimmtman der Zelle diese Flexibilitt, bleiben ihrmehr Ressourcen fr das, was die Indus-trie von ihr erwartet zum Beispiel, Medi-kamente und Treibstoffe zu produzieren.Zwar lassen sich auch die einfacher struk-turierten Bakterien zu solchen Minifabri-ken genetisch umprogrammieren. Hefenhaben aber einen flexibleren Stoffwech-sel, sagt Weber. So wird schon heute dasMalaria-Medikament Artemisinin mithil-fe genetisch umprogrammierter Bckerhe-fe gewonnen.Lgen im LaborWie sich Unehrlichkeit zeigtJetzt mssen die Forscherherausfinden, welche Bdenwirklich geeignet sindWhlen fr den KlimaschutzTiefpflgen galt lange Zeit als kosnde, doch jetzt entdecken Forscher auch UmweltvorteileWenigBewegungDie weltweite Migrationsrateist seit 20 Jahren stabilHefe ohne ExtrasEin im Labor zusammengebautes Chromosom der Bckerhefe zeigt: Nicht jeder Abschnitt des Genoms ist notwendig.Knstlich erschaffene Minimalorganismen knnten als effiziente Produktionssttten fr Chemikalien dienenEntrmpeln im Erbgut ist riskant:Eine falsche Vernderung,und die Zelle stirbt.WISSEN16 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHFOTO:GETTYIMAGES/NATIONALGEOGRAPHIC. . . gleich aufkaufdown.de ersteigern!KaufdownDie Auktion, bei der der Preis sinktFreitag, 28. Mrz 2014Bubble-Club-Sofa von KartellModern, wei, wetterfest:das perfekte Sofa fr drauen.Aktionsset!Der stapelbare Toy-Garten-Stuhl im 4er-Setinklusive Sitzauflagen!Chill-Hngematte von fatboyGenieen Sie den Sommer mit Headdemock Spaund Platz fr die ganze Familie! Sie sind Hndler und wollenbei Kaufdown dabei sein?Kontakt: kaufdown@sueddeutsche.deAMBIENTEDIRECT.COMthe home of modern livingvon michael bauchmllerund caspar busseBerlin/Mnchen Als nach zwei DutzendPolizeimotorrdern schlielich auch derStretch-Benz der Prsidentin anrollt,streckt Joe Kaeser ein letztes Mal dasKreuz. Brust raus, Hnde vor dem Bauchverschrnkt: Es geht los. Very nice to seeyou, sagt der Siemens-Chef ein bisschensteif, Sdkoreas Prsidentin Park GeunHye neigt lchelnd den Kopf. Kaeser bringtnoch ein paar Stze aus seinem Repertoirefr Staatsprsidenten an, lobt kurz diegood relationship zwischen beiden Ln-dern, dann geht es rein ins Berliner Turbi-nenwerk. Jetzt blo keine Turbulenzenmehr. Weder kleine noch groe.Siemens-Chef Joe Kaeser, 56, macht indiesen Tagen Weltpolitik. Am vergange-nen Wochenende war er in Peking und hatsich mit der chinesischen Fhrung getrof-fen. Am Mittwoch stattete er RusslandsPrsident Wladimir Putin einen umstritte-nen Besuch ab. Am Freitag dann trifft erden chinesischen Staatsprsidenten undunterschreibt Absichtserklrungen. Quasinebenbei fhrt er den WeltkonzernSiemens, arbeitet an einer neuen Strategie.Kaeser, erst seit neun Monaten im Amt,tritt mittlerweile wie selbstverstndlichauf der ganz groen politischen Bhne auf.Aber selten landet er dabei so im Hai-fischbecken der Weltpolitik wie in dieserWoche. Whrend der Westen ber Sanktio-nen gegen Putins Russland nachsinnt,trifft Kaeser ebendiesen. Und den Auslserder Krise, Russlands Annexion der ukraini-schen Krim, wird er wenige Stunden nachdem Besuch in einem Fernsehinterview alskurzfristige Turbulenzen abtun. Davonlasse sich ein Weltkonzern wie Siemens inunserer langfristigen Planung auch nichtbermig leiten. Das sitzt.Kaeser kommt aus Arnbruck, einemDorf im Bayerischen Wald, dort wohnt erheute noch. Er arbeitet seit 34 Jahren beiSiemens, und er ist erst seit August Vor-standsvorsitzender. Er fhrt einen Welt-konzern, Siemens ist in 190 Lndern ttig,vom Konzernumsatz in Hhe von 76 Milli-arden Euro kommen nur noch elf Milliar-den Euro aus Deutschland. Siemens warschon immer auch ein politisches Unter-nehmen, weltweit kommen viele Auftrgevon Regierungen fr U-Bahnen, Kraft-werke, medizinische Gerte. Ex-Chef Hein-rich von Pierer war einst selbst ernannterWirtschaftsberater der Regierung, fhltesich mehr als Politiker denn als Manager.Ex-Chef Peter Lscher reiste unermdlich,traf die Mchtigen der Welt. Joe Kaeserknpft da nahtlos an.Mit dem Firmenflugzeug war Kaeser andiesem Mittwoch zu seinem Kurztrip nachMoskau aufgebrochen. Dort traf er erstAlexej Miller, den mchtigen Gazprom-Chef. Siemens ist schon lange Geschfts-partner des Gaskonzerns. Beide Seiten ht-ten sich dafr ausgesprochen, das imDezember 2011 unterzeichnete Abkom-men ber eine strategische Partnerschaftfortzusetzen, erklrte Gazprom danach.Am Nachmittag geht es weiter zu PutinsAmtssitz Nowo-Ogarjowo, in einem klei-nen Wald am Rande der russischen Haupt-stadt gelegen, umgeben von einer mchti-gen Mauer. Die Siemens-Delegation istklein. Neben Kaeser nehmen von deut-scher Seite nur zwei Vertraute an dem Ge-sprch mit Putin teil: Stephan Heimbachleitet bei Siemens die Abteilung Kommuni-kation und Regierungskontakte und Diet-rich Mller, der Chef von Siemens in Russ-land ist. Etwa eine knappe Stunde mssendie Gste warten, erzhlt Kaeser danach.Das sei im Rahmen des blichen.Die Weltpolitik ist das Reich des Prunks,gerade in Moskau. Putin empfngt nicht ir-gendwo, sondern in einem Raum vollerStuck, mit Leuchtern an den Wnden undeinem riesigen ovalen Tisch. Und er emp-fngt auch nicht irgendwie: Pltzlich ff-net sich die Tr, und der Prsident stehtda. Ein herzlicher Hndedruck, ein paarkurze Worte. Fr die Fernsehkameras ha-ben offenbar Putins Leute selbst gesorgt.Der weltweit kritisierte Staatsmann trifftden Chef eines der wichtigsten deutschenIndustrieunternehmen: Diese Bilder ge-hen spter um die Welt. Putin wei um dieKraft solcher Symbole. Und bei Siemenswar man offenbar ein wenig berrascht,wie sehr der Kreml das Treffen instrumen-talisierte. In den russischen Medien findetes kaum Beachtung, im Westen sehr wohl.Mit am Tisch sitzt auch der Chef der rus-sischen Eisenbahn, Wladimir Jakunin, derinzwischen hchstpersnlich auf der Sank-tionsliste der USA steht. Der Rahmen wer-de vom Gastgeber gesetzt, heit es dazubei Siemens. Im Fernsehen ist zumindestzu sehen, wie Kaeser sehr freundlich dieherausragenden Olympische Spiele inSotschi lobt: Das war fr die Welt einegelungene Zusammenkunft. Ist das typi-scher Smalltalk am Anfang schwierigerGesprche? Putin ist jedenfalls erfreut undrevanchiert sich mit dem Versprechen, dieEinfuhrzlle fr Siemens-Produkte wr-den auf null reduziert. Alle Welt redet berSanktionen, aber der Rubel rollt.Die Atmosphre sei gut gewesen, erzh-len danach Teilnehmer. Da sitzen Leute,die sich kennen. In der Tat: Es war nichtdas erste Treffen zwischen Kaeser und Pu-tin. Erst im Oktober vergangenen Jahreskamen die beiden in der russischen StadtTuapse zu einem ausfhrlichen Gesprchzusammen. Anlass war die Erffnungeiner neuen Raffinerie von Rosneft, anderen Errichtung die Mnchner beteiligtsind. Siemens ist bemht, das neue Tref-fen als normalen Kundenbesuch darzu-stellen, geliefert werden an Russland unteranderem Hochgeschwindigkeitszge,Lokomotiven, Medizintechnikprodukteund Gasturbinen. Und ohnehin hat Sie-mens Erfahrung mit heiklen Fllen: MitIran etwa unterhielt der Konzern noch Ge-schftsbeziehungen, da war das Landlngst isoliert. Das kommt nicht immer gutan, ist aber gut frs Geschft.Nach etwa einer Stunde mit Putin stei-gen Kaeser und seine Begleiter in einen sil-bernen Mercedes-Bus und fahren davon.Es ist gut, wenn man im Dialog bleibt,sagt der Siemens-Chef spter im HeuteJournal. Im brigen sei das Treffen langevor dem Ausbruch der Krise vereinbartworden. Nur ist das Timing jetzt alles ande-re als glcklich: Whrend sich in Brsseldie westlichen Regierungschefs mit US-Prsident Barack Obama zu Krisenbera-tungen treffen, macht Kaeser in MoskauPutin seine Aufwartung. Vor seinem Be-such habe er das Kanzleramt informiert,sagt Kaeser, und es habe keine Widerstn-de irgendwelcher Art gegeben. Auch diedeutsche Botschaft in Moskau sei im Bildegewesen, heit es aus seinem Umfeld, berdie Gesprche wie auch deren Ergebnis.Die Kaeser-Reise ist in jedem Fall ein Po-litikum. Kanzlerin Angela Merkel teiltemit, sie habe derzeit nichts dagegen, wenndeutsche Firmen Kontakte in Russlandpflegten. Es gibt Nachahmer: Jetzt willauch Deutsche-Bahn-Chef Rdiger Grubenach Moskau fahren. Fr die Mnchnersteht, wie brigens auch fr andere deut-sche Unternehmen, viel auf dem Spiel. Sie-mens macht etwa zwei Milliarden Euro Um-satz in Russland, wichtige Groauftrgekommen aus Moskau. Die Beziehungen ha-ben Tradition: Schon 1853 hat Siemenssein erstes Bro in St. Petersburg erffnet.Im Turbinenwerk in Berlin-Moabit,auch so ein Traditionsbau, schreiten Kae-ser und die Prsidentin am Tag nach demMoskau-Ausflug die Gasturbinen ab. Sd-korea hat schon acht gekauft, ihre Effizi-enz setzt weltweit Mastbe. Jetzt sind inder Halle wieder fnf Turbinen in Arbeit,auch das gute Stck im Montage-StandNummer 3: auszuliefern in eine Kleinstadtim Ural. In vier Wochen soll sie fertig sein.Falls sich bis dahin nicht doch noch gre-re Turbulenzen ergeben. blacktriangleright Seite 4Auch Rdiger Grube, Chefder Deutschen Bahn, will nunnach Moskau reisenEckhard Cordes ist seit 2010 Vorsitzenderdes Ost-Ausschusses der Deutschen Wirt-schaft. Dieser vertritt die Interessen deut-scher Unternehmen im stlichen Europa,darunter vor allem auch in Russland. DerAusschuss hat rund 180 Mitgliedsunter-nehmen vom Mittelstndler bis zum Dax-Unternehmen. Cordes war zuletzt selbst zuGesprchen in Moskau.SZ:HerrCordes,Siemens-ChefJoeKaeserhat sich mit dem russischen PrsidentenWladimir Putin getroffen. Ist das fr diedeutsch-russischenWirtschaftsbeziehun-gen berhaupt hilfreich?Eckhard Cordes: Wir sind weiterhin der fes-ten berzeugung, dass wir alle bestehen-den Dialogmglichkeiten mit Russlandnutzen mssen, um zu einem greren ge-genseitigen Verstndnis und einer friedli-chen Lsung des aktuellen Konflikts beizu-tragen. Mit einem Abbruch von Gespr-chen und einer weiteren Isolierung Russ-lands lsen wir keine Probleme, im Gegen-teil. Deshalb ist es gut und richtig, dassdeutsche Unternehmen in Abstimmungmit der Bundesregierung geplante hoch-rangige Treffen weiter wahrnehmen.Konterkariert Joe Kaeser damit nicht allepolitischen Bemhungen zur Beilegungder Krise?Das Gegenteil ist der Fall: Allen Seiten wirddoch durch diese Treffen bewusst, wie engsie wirtschaftlich miteinander verbundensind und was fr beide Seiten auf demSpiel steht, wenn es zu einer Spirale vonWirtschaftssanktionen kommt.Ist Russland berhaupt so wichtig fr diedeutschen Unternehmen?Allein die 30 deutschen Dax-Unterneh-men beschftigen in Russland rund45 000 Mitarbeiter, hinzu kommen unzh-lige mittelstndische Betriebe mit Produk-tion in Russland. In Deutschland sichertder Handel mit Russland 350 000 Arbeits-pltze. Diese engen Wirtschaftsverbindun-gen haben in den vergangenen Jahrzehn-ten bereits eine Reihe von Krisen ber-standen und sind auch jetzt wieder einwichtiges stabilisierendes Element unse-rer Beziehungen, das wir nicht infragestellen sollten.Die Krise weitet sich aus, einige Politikerpldieren fr einen harten Kurs. WiestarkwrdenweitereWirtschaftssanktio-nen deutsche Unternehmen treffen?Wir sehen weiterhin eine gute Chance,dass harte Wirtschaftssanktionen verhin-dert werden knnen. Niemand will sie, siewren eine Belastung fr die gesamte euro-pische Wirtschaft. Deutschland wrebetroffen, weil wir innerhalb der EU denintensivsten Handel mit Russland haben.Aber am meisten leiden wrden wirtschaft-lich schwache Lnder wie die Ukraine odersdosteuropische Lnder mit hoher Ener-gieabhngigkeit von Russland, bei denenkonjunkturelle Probleme gleich Existenz-fragen aufwerfen.interview: caspar busseEs muss ziemlich muffig gewesen sein imZimmer und auch etwas schmutzig. Anden Wnden waren Spuren eines Was-serschadens zu erkennen, erinnert sichGreg Christie, Fenster gab es keine, unddas Reinigungspersonal durfte den Raumnicht betreten zu geheim war das Pro-jekt, an dem hier gearbeitet wurde. Codena-me: purple, lila. Fr Christie war das Zim-mer im zweiten Stock des Apple-Haupt-quartiers im kalifornischen Cupertino hei-liger Boden. ber mehrere Monate traf ersich hier mit Firmengrnder Steve Jobsund einer Handvoll Mitarbeitern regelm-ig, um an einem kleinen Gert zu tfteln,das heute als iPhone weltbekannt ist.Christie und sein Team waren fr dieSoftware des Smartphones zustndig. Da-fr, dass Nutzer ihr iPhone heute mit ei-nem Wisch ber das Display entsperrenoder per Touchscreen den nchsten Songauswhlen knnen. Erstmals hat Christienun ffentlich ber diese Zeit gesprochen.In einem Interview mit dem Wall StreetJournal berichtet er, wie erschreckendklein sein Team gewesen sei und unterwelchem Druck er und seine Kollegen ht-ten arbeiten mssen.Christie war im Jahr 1996 zu Apple ge-kommen, sein erstes Projekt war der New-ton: ein kleines MessagePad mit Touch-screen und Stift. Dem Produkt war kein Er-folg beschieden zu sperrig, zu teuer, zuviele Fehler, der Newton floppte. Den-noch war Christie von der Idee eines per-snlichen Assistenten fr die Hosentascheberzeugt. Ende 2004 fragte ihn ScottForstall aus dem Apple-Software-Team,ob er an einem geheimen Projekt mitarbei-ten wolle. Der Auftrag: ein Telefon mitTouchscreen, das Musik abspielen kann.Christie und sein Team hatten schon eini-ge Zeit herumprobiert, als Steve Jobs imFebruar 2005 ungemtlich wurde. Stevehatte langsam genug, erinnert sich Chris-tie, er forderte grere Ideen und grereKonzepte. Jobs habe ein Ultimatum ge-stellt und damit gedroht, das Projekt ei-nem anderen Team zu geben.Der Druck hat offenbar nicht geschadet.Unter hchster Geheimhaltung tfteltenChristie und seine Kollegen an der Soft-ware. Mitarbeiter, die von zu Hause aus ar-beiteten, mussten ihren Computer auf Wei-sung von Jobs so platzieren, dass ihnen aufkeinen Fall jemand ber die Schulter bli-cken konnte. Im fensterlosen Raum trafensich Christie und Jobs, um ber Fortschrit-te zu sprechen und die Software auf einemalten Mac zu testen. Als Christie und Jobsschlielich die fertige Version den wichti-gen Leuten im Unternehmen prsentier-ten, habe Jobs immer hufiger das Wort er-griffen und die Geschichte nach und nachzu seiner eigenen gemacht, erzhlt Chris-tie. Im Januar 2007 prsentierte der Chefdas iPhone erstmals der ffentlichkeit, imSommer kam das Gert in die Lden undwurde zu einem gigantischen Erfolg frApple. Bis heute sind sieben Generationenerschienen, die letzte das iPhone 5s und5c im vergangenen Herbst. Jedes neueGert konnte seinen Vorgnger bertrump-fen, etwa 500 Millionen Stck insgesamtwurden bis heute verkauft.Dass Christie ausgerechnet jetzt mit sei-ner Geschichte an die ffentlichkeit geht,ist vermutlich kein Zufall. Apple und Kon-kurrent Samsung beharken sich seit Jah-ren vor Gericht. Die Amerikaner werfenden Sdkoreanern vor, Design und Soft-ware der Apple-Gerte kopiert zu haben,Samsung bestreitet das. Am kommendenMontag startet eine neue Runde der juristi-schen Auseinandersetzung, es geht unteranderem um das Patent auf die Wischge-ste zum Entsperren des iPhones. Die Ge-schichte von Christie ist wohl Teil der Stra-tegie von Apple. Die Berichte von gehei-men Treffen in muffigen Rumen sollenzeigen, wie innovativ das Unternehmen da-mals war. benjamin rombergvon jrgen schmiederW er einmal einen Abend in einemCasino verbracht hat, der drfteam Roulettetisch diesen Mo-ment erlebt haben, an dem die Kugelmehrmals nacheinander auf ein rotesFeld gefallen ist und zwischen den Freun-den eine heftige Diskussion entbrennt.Der eine will nun einen Chip auf Schwarzsetzen mit der Behauptung, dass dieseFarbe nun wieder an der Reihe sei. Der an-dere hlt nicht weniger berzeugt dage-gen, dass es sich um eine Serie handelnwrde und es die einzig richtige Strategiesei, sein Geld in Rot zu investieren. Manist kurz versucht, beide Argumentationenfr vernnftig zu halten ehe man sichdenkt: Moment mal, es ist Kugel, Kesselund Croupier doch vollkommen egal, wel-che Zahlen oder Farben zuvor gewonnenhaben. Die Wahrscheinlichkeiten ver-schieben sich nicht, sie sind bei jedemneuen Spiel genau gleich.hnlich verhlt es sich auf dem Spiele-markt fr Smartphones. Natrlich hatdas in Schweden gegrndete und in Ir-land registrierte Unternehmen King Digi-tal mit dem Spiel Candy Crush einen un-glaublichen Hit gelandet. Die App wurdemehr als 500 Millionen Mal auf mobilenGerten installiert, tglich nutzen 144 Mil-lionen Menschen die Angebote des Unter-nehmens, das im vergangenen Jahr einenGewinn von knapp 568 Millionen Dollarerwirtschaftete. Analysten rechnen da-mit, dass der Umsatz in diesem Jahr umknapp 40 Prozent auf 2,6 Milliarden Dol-lar steigen drfte. Diese Zahlen hrensich wunderbar an, vor allem aber klin-gen sie besser als die vieler anderer Tech-nik-Unternehmen, die zum Zeitpunkt desBrsengangs keine Gewinne oder gar ge-waltige Verluste machen.Nun ist King Digital in New York an dieBrse gegangen und wurde zunchst beieinem Stckpreis von 22,50 Dollar mitmehr als sieben Milliarden Euro bewer-tet. Im Laufe des Tages fiel der Preis aller-dings auf unter 19 Dollar und es hat denAnschein, als wrden die Anleger geradewie Zocker am Roulettetisch berlegen,wo sie ihren Chip auf dem grnen Filz plat-zieren sollen. Es lohnt sich durchaus, inden gewaltig wachsenden Markt der mo-bilen Spiele zu investieren. Bereits heutezocken eine Milliarde Menschen auf demSmartphone, oder der Umsatz mit denSpielen soll gewaltig steigen.Das Problem dabei ist nur, jenes Unter-nehmen zu identifizieren, das gerade da-bei ist, das nchste schtig machende Pro-dukt zu entwickeln und damit eine Gold-ader zu entdecken. Einige Anleger ver-trauen deshalb, das zeigt das gewaltige In-teresse am Brsengang von King Digital,auf die Nach-Rot-kommt-wieder-Rot-Strategie: Das Unternehmen hat bereits ei-nen Hit gelandet, warum sollte es ihmnicht ein zweites Mal gelingen? Sie wissenganz offensichtlich, wie man ein schtigmachendes Spiel bastelt. Nur: King Digi-tal hat bereits 180 Spiele im Portfolio.Drei Viertel seines Umsatzes generiert dieFirma jedoch immer noch mit CandyCrush, King Digital hat also keine beein-druckende Serie hingelegt, sondern ersteinmal nur einen Hit.Genau deshalb warnen nicht wenigeBranchenexperten davor, dass es sich beiCandy Crush um ein One-Hit-Wonderhandeln knnte. Sie begrnden ihre Vor-sicht mit zahlreichen Beispielen: Der fin-nische Hersteller Roivo Entertainmentetwa, der mit wtenden Vgeln und die-bischen Schweinen beraus erfolgreichwar, hat seit Angry Birds keinen ver-gleichbaren Erfolg mehr geschafft. Zyngahat das Facebook-Spiel Farmville entwi-ckelt und ist Ende 2011 an die Brse gegan-gen die Aktie strzte von elf auf wenigerals zwei Euro ab, mittlerweile kostet einAnteil 3,25 Euro. Seit Farmville ist Zyn-ga kein erfolgreiches Spiel mehr gelun-gen. Und es gibt auch noch Glu Mobile, ei-nen Publisher fr Smartphone-Spiele,der bereits 2007 an die Brse gegangenist. Zunchst strzte die Aktie gewaltig abund dmpelte dann lange vor sich hin.Natrlich hat King Digital durch denBrsengang 511 Millionen Dollar einge-nommen, das Unternehmen kann nun indie Entwicklung neuer Produkte investie-ren, vor allem aber in die Vermarktungder Spiele. Bei der Game Developers Con-ference wurde deutlich, wie wichtig es freinen Spielehersteller ist, ganz oben inden Charts platziert zu sein, damit die Zo-cker die Produkte berhaupt wahrneh-men. Allerdings: Der Vietnamese DongNguyen hatte sein Spiel Flappy Birds oh-ne Hilfe innerhalb von drei Tagen entwi-ckelt und gar nicht beworben es wurdedennoch ein riesiger Erfolg.Niemand kann vorhersehen, ob KingDigital noch einmal ein hnlicher Erfolgwie Candy Crush gelingt. Eine Investiti-on in das Unternehmen ist so, als wrdeman ins Casino gehen und am Roulette-tisch sein Geld auf Rot setzen.DEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 17Hier geht es lang: Siemens-Chef Joe Kaeser (rechts) zu Besuch beim russischenStaatsprsidenten Wladimir Putin. FOTO: A. ZEMLIANICHENKO/AFPGut und richtigEckhard Cordes, der Chef des Ost-Ausschusses, pldiert fr einen Dialog mit RusslandEin Mann von WeltSiemens-Chef Joe Kaeser ist erst ein paar Monate im Amt, aber er macht bereits globale Politik.Seine Visite beim russischen Prsidenten Putin sorgt fr Wirbel und findet NachahmerJobs HelferGreg Christie erzhlt, wie das iPhone wirklich entstanden istBRSENGNGEDigitaler WahnsinnEckhard Cordes, 63,geboren in Neumns-ter, arbeitete langefr den Daimler-Kon-zern. Danach wech-selte er zum Misch-konzern Haniel.Zuletzt war er Vor-standschef vonMetro. FOTO: J. SIMONDie Entwickler haben mitCandy Crush einenunglaublichen Hit gelandetWIRTSCHAFTNAHAUFNAHMESteve hattelangsam genug.Er forderte grere Ideenund grere Konzepte.Greg Christie,iPhone-EntwicklerFOTO: AFPOlli Rehn, 51, der wegen seiner Vorliebefr heie Hintergrundtreffen in der Saunaund ungewhnlich langsame Sprechge-schwindigkeit als finnischer Charakterdar-steller beliebte EU-Kommissar fr Wirt-schaft und Whrung, lsst sich beurlau-ben. Grund sind die Europawahlen am25. Mai. Rehn bewirbt sich um einen Sitzim nchsten Europischen Parlament, erist zugleich der zweite Spitzenkandidatder europischen Liberalen. Und weil es inder Europischen Kommission einen Ver-haltenskodex gibt, der besagt, dass einKommissar nicht gleichzeitig eine anderepolitische Rolle spielen darf, sprich: alsonicht in den Wahlkampf fr eine politischePartei ziehen darf, lsst Rehn sein Amt abEnde nchster Woche ruhen. Und zwarmindestens bis zum 25. Mai.Am Tag danach kann er wieder seinenPlatz in der Kommission einnehmen. Ober das machen wird, ist allerdings fraglich.Denn wahrscheinlich msste er sein Amtsptestens zum 1. Juli ganz aufgeben. Andiesem Tag nmlich konstituiert sich dasneue Europische Parlament und da esals sicher gilt, dass Rehn (FOTO: DPA) einenPlatz im Plenum bekommt, msste ererneut seinen Sessel in der EuropischenKommission rumen. Um etwaigen Verwir-rungen vorzubeugen, wird Rehn nchsteWoche also zum wahrscheinlich letztenMal an einem Treffen der europischenFinanzminister teilnehmen. Danach wirdeiner der anderen EU-Kommissare RehnsPortefolio bis zum Ende der Legislaturperi-ode (31. Oktober) mitbernehmen. Theore-tisch ist es auch mglich, dass Finnlandeinen neuen Kommissar schickt.Rehn ist nicht der einzige, der sein Kom-missarsamt an den Nagel hngt. AuchJustizkommissarin Viviane Reding undHaushaltskommissar Janusz Lewandow-ski scheiden aus, um in den Wahlkampf zuziehen. gamvon jens flottauFrankfurt Es war genau 22.04 Uhr amMittwoch, als der Hinweis zur Air-Berlin-Bilanzpressekonferenz einging. Zu lesenstand darin, dass die fr Donnerstag ge-plante und schon einmal abgesagte Veran-staltung erneut verschoben werden muss,weil die Gesprche mit Gesellschafternund weiteren Parteien noch laufen. DieGeschftszahlen fr das abgelaufene Jahr2013 sollen nun Ende April verkndet wer-den. Auch ein Hinweis darauf, dass die La-ge bei Air Berlin ernst ist, sehr ernst.Denn in den Gesprchen geht es ge-zielt darum, wie es die Anteilseigner schaf-fen knnten, dem Unternehmen mehrGeld zur Verfgung zu stellen, ohne dabeiGesetze zu brechen. Es ist eine komplizier-te Angelegenheit, komplizierter als bei nor-malen Kapitalerhhungen. Nach allem,was man wei, ist auch den Beteiligtenselbst noch nicht ganz klar, wie genau siedie Liquiditt erhhen und das Eigenkapi-talkonto, das seit Ende September 2013 ne-gativ ist, entlasten knnen.Als wahrscheinlichste Lsung gilt nachInformationen aus Branchenkreisen, dassder Haupteigner, die arabische Fluggesell-schaft Etihad, die Beteiligung von 29,2 auf49 Prozent erhht mehr geht nicht, weilAir Berlin sonst ihren Status als eu-ropische Fluggesellschaft und Verkehrs-rechte verlieren wrde. Die ursprngli-chen Kernaktionre rund um Ex-Vor-standschef Joachim Hunold sollen, heites, rund 38 Prozent der Anteile berneh-men, die jetzt in der Hand von Klein-aktionren liegen. Das Problem: Obwohlder Aktienkurs von Air Berlin niedrig liegt,wrde das Vorhaben rund 100 MillionenEuro kosten.In der Branche sorgen die Plne schonjetzt fr rger. Denn Konkurrenten wie dieLufthansa argwhnen, dass Etihad hinterder Finanzierung der deutschen Aktionrestehen knnte. Sie befrchten, dass letzt-lich das Emirat Abu Dhabi mit den giganti-schen l-Einnahmen einen lokalen Kon-kurrenten dauerhaft durchfttert. Damitwrde sich erneut die Frage stellen, wer tat-schlich die Kontrolle ber Air Berlin aus-bt. Fr mich ist Air Berlin kein eigenstn-dig berlebensfhiges Unternehmen,sagt ein Insider schon jetzt. Und ein Airline-Vorstand macht deutlich, dass die anderenUnternehmen Widerstand leisten wer-den. Er knne sich zudem nicht vorstel-len, dass die Bundesregierung so einfachmitmacht nur um Schlimmeres zu ver-hindern. Andererseits: Es ist sehr schwernachzuweisen, dass Etihad tatschlich dieKontrolle hat. Denn die Finanzierung wr-de voraussichtlich nicht direkt geleistetwerden. Im Gesprch ist offenbar, dass dieGruppe um Hunold Geld von einem Staats-fonds aus Abu Dhabi leihen soll und dieKredite auch zurckzahlen muss.Eine entscheidende Frage ist ungeklrt:Warum verbindet Air Berlin berhaupt dieVerffentlichung der Geschftszahlen frdas abgelaufene Jahr mit einer Kapital-manahme, die noch nicht endgltig be-schlossen ist? Streng genommen knntedas Unternehmen das Ergebnis jederzeitbekannt geben auer freilich: Es gibt ei-nen Zusammenhang zwischen der Geld-spritze und dem Jahresabschluss. Dieseswiederum wre ein weiterer Anlass zur Sor-ge, denn es knnte bedeuten, dass die Wirt-schaftsprfer dem Unternehmen die weite-re berlebensfhigkeit nur unter Bedin-gungen attestieren, die noch nicht erflltsind, oder noch Lcher zu stopfen sind. Esgibt allerdings dafr derzeit keine ffentli-chen Hinweise.Die rechtlichen Fragen sind nicht die ein-zige Hrde. Viele Beteiligte haben ihre ei-gene Agenda, so ein Beobachter. Die ESASHolding der trkischen Unternehmerfami-lie Sabanci etwa war im Mrz 2009 bei AirBerlin eingestiegen, als der Aktienkurs beigut drei Euro lag. Derzeit ist das Air-Berlin-Papier nur gut zwei Euro wert. Ein Insidervermutet, ESAS wrde aktuell bis zu 15 Mil-lionen Euro verlieren. Etihad msste Sa-banci deswegen vermutlich mit einemPreis weit ber dem aktuellen Aktienkurszum Ausstieg bewegen. ESAS hlt derzeitrund zwlf Prozent an Air Berlin.In der Branche gibt es aber auch Ver-stndnis fr die schwierige Lage von AirBerlin. Es sieht so aus, als habe die Luft-verkehrsteuer Air Berlin so geschwcht,dass jetzt auslndische Geldgeber de factomehrheitlich an einer deutschen Airline be-teiligt werden, sagt Condor-Chef Ralf Te-ckentrup. Die Fluggesellschaften knnenin der Regel die Mehrkosten, die durch dieAbgabe entstehen, nicht weiterreichen.Bei Air Berlin machte dies im dritten Quar-tal 2013 rund 41 Millionen Euro aus.Doch die Probleme von Air Berlin rei-chen tiefer. Die Fluggesellschaft bezeich-net sich selbst als Hybrid zwischen einemklassischen und einem Billig-Anbieter, zwi-schen einer Ferien-Airline und einer ernstzu nehmenden Alternative fr Geschfts-reisende und ist damit klar berfordert.Etihad ist vor allem am Marktzugang inDeutschland interessiert und will den Asi-enverkehr ber das Drehkreuz in Abu Dha-bi lenken. Doch was gut fr Etihad ist,muss nicht gut fr Air Berlin sein. Im Ge-genteil: Die Positionierung im oberenMarktsegment, die Etihad anstrebt, passtnicht zu den Ticketerlsen, die im Europa-verkehr zu erreichen sind.Michael Kemmer, 56, Bankenlobbyist,zweifelt daran, ob der Bankenstresstestwie geplant im Herbst abgeschlossen wer-den kann: Da muss alles optimal laufen,damit das klappt, sagte der Chef des Ban-kenverbands (BdB). Denn der Zeitplan seisehr ehrgeizig: 128 Institute mssen sichderzeit einer Bilanzprfung und einemanschlieenden Stresstest der Bankenauf-seher unter dem Dach der EuropischenZentralbank (EZB) stellen. Die Ergebnissesollen im Oktober offen gelegt werden.Doch auch daran zweifelt der Cheflobbyistmit Verweis auf seine bisherige Erfah-rung: Da knnte es zum Ochsenrennenkommen. Er meint damit, dass eine Bank,die den Test bestanden hat, versucht seinknnte, das gute Ergebnis an die ffent-lichkeit zu streuen. Und dann wrdenJournalisten die anderen Banken fragen,ob sie denn auch bestanden htten. Unddass einige Institute durchfallen werden,davon ist Kemmer(FOTO: DPA) berzeugt,sonst wrde derStresstest als zuleicht abgestempelt.Der Test msse hartausfallen, damit dasVertrauen in die Ban-ken zurckkehrenkann. rexStress der BankerLeonhard Fischer, 51, Durchhalteknst-ler, hat es endlich geschafft: Der Kauf derBHF-Bank ist unter Dach und Fach. Ichfreue mich, dass es nach der langen Warte-zeit abgeschlossen ist, sagte Fischer (FO-TO: OH). Selbstverstndlich ist das nicht:Mehr als drei Jahre dauerte das Tauziehenum die BHF, die zur Deutschen Bank ge-hrte. Denn die Finanzaufsicht Bafin legtesich quer und forderte immer neue Doku-mente von den einzelnen Investoren, diesich um den ehemaligen Investmentban-ker der Dresdner Bank geschart hatten.Der Preis beluft sich nach Angabenvon RHJ auf 340 Millionen Euro, die Deut-sche Bank hatte sich einst 500 Millionenerhofft. 30 Millionen des Kaufpreiseswerden in RHJ-Aktien bezahlt, wodurchdie Deutsche Bank sechs Prozent an demFinanzinvestor halten wird.Fischer hofft, dass er durch die Zusam-menfhrung mit der InvestmentbankKleinwort Benson, diezu RHJ gehrt, jhr-lich 20 Millionen Euroeinsparen kann vorallem soll das bei derIT passieren, Stellen-abbau schloss Fischernicht aus, ohne kon-krete Zahlen zu nen-nen. rexJimGoetz, 48, erfolgreicher Geldgeber,hat man darf es, auch wenn es abgedro-schen ist, in diesem Zusammenhang sa-gen ein wahrhaft goldenes Hndchen.Eines, wie es einst auch der sagenhafteMidas hatte, die Gestalt aus der griechi-schen Sage, der alles, was sie berhrte, inGold verwandeln konnte. Goetz jeden-falls, der wichtigste Investor beim Kurz-mitteilungsdienst Whatsapp, schaffte esin diesem Jahr auf den ersten Platz dersogenannten Midas-Liste des amerikani-schen Wirtschaftsmagazins Forbes.Auch diese Liste ist in gewisser Hin-sicht sagenumwoben, denn Forbes fhrthier alljhrlich die erfolgreichsten Wagnis-finanzierer der High-Tech-Industrie auf Mnner (und ja, es sind bis auf vier Aus-nahmen leider nur Mnner auf der100-kpfigen Liste), die mit ihren Venture-Capital-Firmen viele Millionen in kalifor-nische Garagenfirmen oder innovativeGrnder in Boston und New York stecken.Goetz (FOTO: OH) arbeitet als Partner frSequoia Capital, er lernte sehr frh What-sapp-Grnder Jan Koum kennen, glaubtean ihn, als dieser noch zweifelte undverdiente prchtig, als Facebook vor weni-gen Wochen das Unternehmen fr 19Milliarden Dollar bernahm. SequoiaCapital gehren nun Facebook-Aktien imWert von drei Milliarden Dollar.Auf dem zweiten Platz der Midas-Listesteht Marc Andreessen, 42, der einsthinter dem erfolgreichen Internet-Brow-ser Netscape stand, ehe dieser von Micro-soft aufgesogen wurde. Nun hat Andrees-sen bei vielen erfolgreichen Firmen dieFinger mit drin: bei Twitter und Skype,bei Groupon und Zynga.Auf Platz drei folgt schlielich PeterFenton, 41, Partner bei Benchmark. Aucher hat das Geld seiner Firma in Twittergesteckt, Benchmark gehren 6,7 Prozentdes Kurznachrichtendienstes. uscAuch die Luftverkehrsteuerhat die finanziell klammeAir Berlin geschwchtDie Fluggesellschaften vom PersischenGolf sind die derzeit grte anzunehmen-de Bedrohung fr die europischen An-bieter. Dabei haben die Lufthansa, AirFrance-KLM, British Airways und die an-deren noch nicht einmal eine schlssigeAntwort auf die Billigflieger innerhalb Eu-ropas gefunden, da kommt schon dienchste groe Welle auf sie zu mindes-tens so unangenehm wie die Herausforde-rung auf den Kurzstrecken.Denn die drei groen Golf-Fluggesell-schaften sie heien Emirates, Qatar Air-ways, Etihad drohen Einnahmen ausge-rechnet in jenem Segment zu untergra-ben, das bislang noch relativ gut lief. Wh-rend auer den Billiganbietern selbstkaum jemand im Europaverkehr Geld ver-dient, ist das Geschft auf den Interkonti-nentalverbindungen meistens profitabel.Schlimm genug, beschrnkt sich Eti-had seit lngerem nicht mehr auf den Ver-kehr zwischen Europa und Asien, son-dern kauft sich Marktzugang und Firmen-anteile auch innerhalb Europas. Das Un-ternehmen hat sich bislang an Aer Lin-gus, Air Berlin, Darwin (Schweiz) und AirSerbia beteiligt, es ist zudem an Alitalia in-teressiert. Der zentrale Vorwurf der hiesi-gen Fluggesellschaften lautet, dass sichdie Konkurrenz die bis auf Aer Lingus sa-nierungsbedrftigen Tochter-Fluggesell-schaften letztlich nur mit Hilfe von arabi-schem Staatsgeld leisten kann.Etihad befindet sich im Besitz des Emi-rates Abu Dhabi und damit der herrschen-den Al-Nahyan-Familie. Das Emirat knn-te angesichts von l-Einnahmen vonrund einer Milliarde Dollar pro Tag lockerdie Investitionen in den Aufbau einer gro-en Airline verschmerzen. Etihad weistden Vorwurf natrlich zurck und argu-mentiert, die Strategie lohne sich, weil dievielen Partner so viele Synergien ermgli-chen und sich mithin imVerbund viel Geldsparen lasse.Mit ihrer lauten Kritik an den angebli-chen oder tatschlichen Subventionenwollen die europischen Airlines verhin-dern, dass ihre Regierungen den Flugge-sellschaften vom Golf noch mehr Ver-kehrsrechte einrumen. Emirates etwadarf in Deutschland nur vier Flughfenansteuern, wrde aber gerne mindestenssechs bedienen (nmlich neben Dssel-dorf, Hamburg, Frankfurt und Mnchenauch noch Berlin und Stuttgart). Auer-dem spekulieren die Unternehmen dar-auf, von lstigen und teuren Zusatzbelas-tungen wie die Luftverkehrsabgabe be-freit zu werden. Mit ihrer Kritik stehendie Fluggesellschaften weitgehend allei-ne da. Flugzeughersteller Airbus ist im Ge-genteil sehr daran interessiert, dass Emi-rates, Qatar und Etihad weiter expandie-ren drfen, schlielich kaufen die Betrei-ber Langstreckenjets im Wert von Dutzen-den von Milliarden Euro. Der Airbus A380wre in noch greren Nten, wenn nichtallein Emirates 140 Stck des Riesen-Flie-gers bestellt htte. Auch die Flughfensind daran interessiert, dass sie neueLangstreckenverbindungen bekommen.Die deutschen Airports hoffen zudem,dass Etihad-Partner Air Berlin berlebt,sonst wren sie in Zukunft der Lufthansaauf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Undwelchen Passagier strt es schon, dass ir-gendwo Subventionen flieen, wenn er ei-nen guten Preis und ein zum Teil besseresProdukt bekommt als bei den heimischenAnbietern? jens flottauGeduldiger Investor Mnner mit dem goldenen HndchenVon der Sauna in den WahlkampfPERSONALIENDie Langstrecken sind, wennauch nicht immer lukrativ,so doch meistens profitabelFieberhafte Suchenach viel GeldDie strauchelnde Firma im Geschft zu halten,ist fr die Eigentmer eine komplizierte OperationFluggesellschaften Wie Air Berlin in schwierigen Zeiten ums berleben kmpftDie drei vom GolfEmirates, Qatar Airways, Etihad: Diese Konkurrenten machen den europischen Anbietern AngstWIRTSCHAFT18 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGH2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 201364,121,5 14,2 28,5-9,3-247,070,2-80,9*Gewinn und VerlustAngaben in Millionen Euro*1. bis 3. Quartal0510152020082007 2009 2010 2011 2012 2013 14KursentwicklungAngaben in EuroAir BerlinSZ-Grak: Eiden; Quelle: Air Berlin, Thomson ReutersTeures Geschft: Ein Flugzeug der Luftfahrtgesellschaft Air Berlin auf einer Parkposition des Flughafens Berlin Tegel. FOTO: RALF HIRSCHBERGER/DPAvon daniela kuhrund harald freibergerBerlin/Frankfurt Fast wre es RdigerGrube bei der Bilanz-Pressekonferenz andiesem Donnerstag gelungen, den heiklenP-Namen kein einziges Mal auszuspre-chen. Doch um exakt 12.18 Uhr passierte esschlielich doch. Wenn auch nur ganzkurz. Der Name Pofalla sei im Aufsichts-rat berhaupt kein Thema, antwortete derBahnchef knapp auf die Frage eines Jour-nalisten und sein Tonfall zeigte deutlich,dass sie ihn genervt hat.Dabei war Grube natrlich klar gewe-sen, dass der umstrittene Wechsel des fr-heren Kanzleramtsminister Ronald Pofal-la zur Bahn eines der Themen sein wrde,das die Journalisten am meisten interes-siert. Zumal die Personalie am Vortag auchden Aufsichtsrat beschftigt hatte, aller-dings ohne da hat Grube die Wahrheit ge-sagt dass der Name Pofalla explizit gefal-len wre. Stattdessen hatte der Bahn-Chefden Kontrolleuren abstrakt erlutert, wieer den Bereich Politische Kontakte knf-tig personell gestalten will. Demnach sol-len die drei Mitarbeiter, die sich derzeitnoch darum kmmern, aber bald in den Ru-hestand gehen, von Januar 2015 an durcheinen ersetzt werden eben Pofalla, auchwenn Grube den Namen nicht aussprach.Pofalla wrde dann nicht Vorstand, sowie es ursprnglich geplant war, sondernzunchst nur Generalbevollmchtigter. Da-mit aber ist fr diese Personalie der Auf-sichtsrat eigentlich gar nicht zustndig,weil dieser sich ja nur um die Vorstndekmmert. Grube informierte das Gremi-um dennoch, schon allein um einenSchlussstrich unter die wochenlangen Dis-kussionen zu ziehen. Und womglich istihm das sogar gelungen. Jedenfalls gab esim Aufsichtsrat keine einzige Wortmel-dung zu diesem Tagesordnungspunkt sondern stattdessen nur eine Protokollno-tiz, dass man das Konzept zustimmendzur Kenntnis nehme. Darber drfte Gru-be sehr erleichtert gewesen sein, schlie-lich hat der Bahn-Chef zur Zeit wahrlich an-dere Probleme.So wurden die Ziele, die der Vorstandsich fr 2013 gesetzt hatte, weit verfehlt.Statt des ursprnglich angestrebten Be-triebsgewinns (vor Zinsen und Steuern,Ebit) von 2,8 Milliarden Euro erwirtschafte-te der Konzern nur noch 2,2 Milliarden Eu-ro. Unterm Strich blieb sogar nur ein Ge-winn von 649 Millionen Euro. Im Vorjahrwaren es noch 1,46 Milliarden Euro gewe-sen. Grnde fr den Rckgang waren vorallem ein schwacher Logistikbereich undGterverkehr sowie ein Verlust von Markt-anteilen im Regionalverkehr. Auch beimSchienennetz sprudeln die Gewinne nichtmehr so stark wie in den Jahren zuvor. DasNetz trug nur noch 665 Millionen Eurozum Ergebnis bei, whrend es 2012 noch894 Millionen Euro gewesen waren. Dereinzige Bereich, der sich besser als im Vor-jahr entwickelt hat, waren die auslndi-schen Personenverkehrsgesellschaften,die bei der Bahn unter dem Namen Arrivazusammengefasst sind. Sie trugen alles inallem 245 Millionen Euro zum Ergebnisbei. 2012 waren es noch 238 Millionen Eu-ro gewesen.Doch Grube hatte auch ein paar guteNachrichten. So sind im vergangenen Jahrso viele Menschen mit der Bahn gefahrenwie nie zuvor. 2,016 Milliarden Fahrgstetransportierte das Unternehmen und da-mit 42 Millionen mehr als im Jahr zuvor.Und das, obwohl die Bahn Anfang des ver-gangenen Jahres erst mit einem hartenWinter zu kmpfen hatte, dann wochen-lang mit vom Hochwasser berspltenGleisen und im Sommer schlielich mitdem Chaos in Mainz. Im dortigen Stell-werk waren so viele Mitarbeiter krankoder im Urlaub, dass der Hauptbahnhof ta-gelang vom Fernverkehr abgekoppelt war.Die Bahn versprach, daraus zu lernen, undstellte bis zum Jahresende konzernweit2000 zustzliche Mitarbeiter ein. In denersten zwei Monaten dieses Jahres warenes noch mal 600. Wir tun alles, um solcheEreignisse, wie wir sie in Mainz erlebenmussten, knftig zu vermeiden, ver-sprach Personalvorstand Ulrich Weber amDonnerstag.Fr dieses Jahr erwartet die Bahn besse-re Zahlen. Der Umsatz, der 2013 rund 39Milliarden Euro betragen hatte, soll auf 41Milliarden Euro steigen. Die Devise lau-tet: rmel hoch und in die Offensive ge-hen, kndigte Grube fast trotzig an.Drauen vor dem Eingang zum Silber-turm in Frankfurt, wo die Bilanzpresse-konferenz diesmal stattfand, entfaltet sichderweil eine ganz andere Szenerie. Aktivis-ten des Bndnis Bahn fr Alle haben einriesiges Plakat aufgehngt. Flchen- undBrgerbahn statt Profitwahn, steht in gro-en Lettern darber. Das Bndnis, dem un-ter anderen die Nicht-Regierungs-Organi-sationen Robin Wood und Attac angeh-ren, wirft der Bahn vor, ihr Geld lieber inPrestige-Objekte wie den unterirdischenBahnhof Stuttgart 21 oder die Schnellstre-cke Nrnberg-Erfurt zu stecken, als denBrgern in der Flche eine umweltfreundli-che und gnstige Mglichkeit der Fortbe-wegung zu bieten.Im Turm erinnert Grube daran, dass dieBahnreform vor genau 20 Jahren in Frank-furt ihren Anfang genommen habe. Drau-en auf dem Plakat steht: 20 Jahre Bahn-reform kein Grund zum Feiern. In dieserZeit habe das Bahn-Management die Beleg-schaft im Schienenbereich mehr als hal-biert, ber 1000 Bahnhfe geschlossenund 7000 Kilometer Schiene stillgelegt.Bahnhfe und Schienen verrotten, weildie Deutsche Bank ihr Geld fr Einkaufs-zentren mit angeschlossenem Zughalt aus-gibt, heit es im Alternativen Geschfts-bericht, den das Bndnis seit Jahren im-mer wieder zum Tag der Bilanz verffent-licht. Sckeweise verschwindet das Geldin Hochgeschwindigkeitsstrecken und gla-moursen Bahnhfen.Berlin Steuerhinterzieher mssen in Zu-kunft weitaus strengere Auflagen erfllen,wenn sie nach einer Selbstanzeige beim Fi-nanzamt straffrei ausgehen wollen. Die Fi-nanzminister fast aller Bundeslnder einig-ten sich am Donnerstag auf erste Eckpunk-te einer Reform, verschoben aber die end-gltige Entscheidung auf Anfang Mai.Laut Eckpunkte-Beschluss soll der Zeit-raum, fr den die Steuererklrung berich-tigt und Geld nachgezahlt werden muss,von fnf auf zehn Jahre verdoppelt wer-den. Auch verjhren alle Delikte statt nachzehn knftig erst nach 15 Jahren. Darberhinaus wird der Strafzuschlag auf diehinterzogene Summe von fnf auf zehnProzent erhht. Offen ist noch, ob der Zu-schlag weiterhin erst bei einer Steuer-schuld von mehr als 50 000 Euro erhobenwird, oder ob man ihn absenkt, wie die SPD-gefhrten Lnder das fordern. Auch dieFrage, ob die Selbstanzeige nur noch bis zueiner bestimmten Summe, zum Beispiel ei-ne Million Euro, vor einer Haftstrafe scht-zen soll, muss noch geklrt werden.Die Diskussion darber, ob und wie dieKriterien der strafbefreienden Selbstanzei-ge verschrft werden sollten, hatte durchden Fall des frheren FC-Bayern-Prsiden-ten Uli Hoene neuen Schwung bekom-men. Bis auf ihren Brandenburger Kolle-gen Helmuth Markov (Linke), der das Ins-trument grundstzlich ablehnt, pldierenmittlerweile alle Landesfinanzminister frstrengere Regeln. Nach ihrem Dafrhaltenermglicht die Selbstanzeige reuigen Steu-ersndern die Rckkehr in die Legalittund ist berdies fr den Staat sehr viel ein-trglicher und handhabbarer als etwa dieAuswertung von Steuer-CDs. Markov dage-gen hlt das Instrument fr eine moderneForm des mittelalterlichen Ablasshandels.Er verweist darauf, dass Ladendiebe,Schwarzfahrer und Sozialbetrger keineMglichkeit der Reinwaschung haben.Einigen sich die Landesminister bei ih-rem Jahrestreffen am 8. und 9. Mai mehr-heitlich auf ein gemeinsames Vorgehen,wollen sie im Anschluss bei Bundesfinanz-minister Wolfgang Schuble (CDU) fr ihrAnsinnen werben und mglichst einen ge-meinsamen Gesetzentwurf von Bundestagund Bundesrat initiieren. Er knnte schonAnfang 2015 in Kraft treten. Schuble hatseine Mitwirkung bereits signalisiert.Der rheinland-pflzische RessortchefCarsten Khl (SPD) erklrte, nach dem jet-zigen Grundsatzbeschluss msse jedemklar sein, dass Steuerhinterziehung keinKavaliersdelikt, sondern Betrug am Ge-meinwohl sei. Sein bayerischer Amtskolle-ge Markus Sder (CSU) sprach von einemSignal der Handlungsfhigkeit. Was wirvorhaben, ist die wuchtigste Reform derSelbstanzeige seit vielen, vielen Jahren,sagte er der Sddeutschen Zeitung.Als Reaktion auf den Fall Hoene unddie Reformplne der Politik hatte sich dieAnzahl der Selbstanzeigen zuletzt dras-tisch erhht. Nach einer Umfrage der Nach-richtenagentur dpa wurden allein in denersten Wochen des Jahres mindestens8000 Anzeigen erstattet. Im gesamten Vor-jahr waren es 26 000 gewesen. CDU/CSU-Fraktionsvize Ralph Brinkhaus, betonte,die geplante Reform sei richtig, die Selbst-anzeige msse aber handhabbar bleiben:Wenn wir die Hrden so hoch ziehen, dasskeiner sie mehr erfllt, dann ist nichts ge-wonnen. claus hulverscheidtBlick auf einen Bahnsteig am Mainzer Hauptbahnhof: Das Stellwerk-Debakel dort blamierte die Bahn grndlich. FOTO: FREDRIK VON ERICHSEN/DPADas lstige P-WortDer Name Pofalla sei im Aufsichtsrat berhaupt kein Thema, behauptet Bahn-Chef Grube auf der Bilanz-PK seines Unternehmens. Das war ein wenig geflunkert.Wahr ist, dass der Vorstandsvorsitzende zurzeit andere Probleme hat: Trotz Passagierrekords ist der Gewinn eingebrochenEine wuchtige ReformDie Selbstanzeige wird teurer, die Verjhrungsfrist lngerSckeweise verschwindetdas Geld inglamoursen Bahnhfen.Zwei Milliarden Fahrgstetransportierte das Unternehmenim vergangenen JahrWIRTSCHAFTDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 19Mhsames Geschft: Steuerunterlagenim Finanzamt Straubing. FOTO: DPABerlin Es kommt nicht oft vor, dass Bahn-Chef Rdiger Grube mal so richtig sauerist. Am Dienstag aber hatte der sonst sofreundliche 62-Jhrige die Schnauzevoll, wie Vertraute von ihm berichten. SeitTagen hatte es Diskussionen darber gege-ben, dass ihm schon vor einiger Zeit frden 1. Mai 2014 eine Gehaltserhhung ver-sprochen worden war: Sein Festgehalt, dasseit seinem Amtsantritt im Mai 2009 un-verndert 900 000 Euro betragen hat, soll-te um 20 Prozent, also um 180 000 Euro,steigen. Doch im Aufsichtsrat gab es aufeinmal Widerstand, vor allem von denStaatssekretren. 20 Prozent war ihnen zuviel, sie wollten dem Bahn-Chef nur einkleineres Plus zugestehen. Das ging so lan-ge hin und her, bis Grube schlielich sagte:Wisst ihr was, ihr knnt mich mal. Das sag-te er natrlich nicht wortwrtlich so, aberletztlich war das die Botschaft. Jedenfallsverzichtete er, denn die Bahn habe nunwahrlich dringendere Probleme.Der Vorfall wirft eine interessante Frageauf: Wre der Chef der Deutschen Bahnmit einem Festgehalt von 1,08 MillionenEuro wirklich berbezahlt? Immerhin hatdas Unternehmen weltweit 300 000 Mitar-beiter. Andererseits aber, und eben das hat-ten die Staatssekretre im Blick, ist dieBahn noch immer ein hundertprozentigerStaatskonzern. Zum Vergleich: Die Kanzle-rin verdient knapp 250 000 Euro im Jahrund der Bundesprsident 214 000 Euro.Zumal zu Grubes Festgehalt ja noch Bo-ni hinzukommen, die allerdings von Jahrzu Jahr stark schwanken je nachdem, wiegut er die Ziele erfllt, die der Aufsichtsratihm gesetzt hat. 2012 etwa, als die Bahn ei-nen Rekordgewinn einfuhr, kassierte derBahn-Chef einen Bonus von 1,76 MillionenEuro. Ein Jahr spter dagegen, als der Ge-winn auf einmal zusammenschmolz, be-kam Grube nur noch 760 000 Euro.Zusammen mit seinem Festgehalt ka-men so aber immer noch beachtliche 1,66Millionen Euro zusammen. Verglichen mitder Kanzlerin ist auch das extrem vielGeld, verglichen mit den Vorstnden ande-rer Unternehmen hnlicher Gre dage-gen nicht. Die Chefs der Dax-30-Konzernehaben allesamt mehr verdient.Doch welcher Vergleich ist der angemes-sene? Der erste, meint der Grnen-Frakti-onschef Anton Hofreiter. Die Spitzenge-hlter in einem hundertprozentigen Staats-unternehmen drfen sich nicht allzu weitvon denen in der Politik entfernen, sagter. Andernfalls sei der Anreiz zu gro,dass Politiker den Staatsunternehmen et-was Gutes tun, um sich dort fr spter ei-nen Job zu sichern. Beispiel Pofalla. Damitspielt Hofreiter auf den frheren Kanzler-amtsminister an, der ursprnglich im Laufdieses Jahres in den Vorstand den Bahnwechseln wollte was aber nun wegen zahl-reicher Proteste verschoben wurde.Die Bahn ist allerdings nicht das einzigeStaatsunternehmen, bei dem das Spitzen-personal mehr verdient als die Kanzlerin.Einer der beiden Geschftsfhrer der Bun-desdruckerei etwa bekam 2012 mehr als600 000 Euro plus Pensionsrckstellun-gen. Und der Vorstandschef der KfW er-hielt alles in allem gut eine Million Euro.Die Vorsitzende der Linkspartei, KatjaKipping, mchte die Debatte breiter fh-ren. Obszn hohe Gehlter mssen genau-so gechtet werden wie Hungerlhne. DieBundesunternehmen knnten mit gutemBeispiel vorangehen. Vorstnde von Staats-unternehmen sollten nicht mehr verdie-nen als das Zwanzigfache der niedrigstenLohngruppe im Unternehmen: Fr Bahn-Chef Grube wre das immer noch fast einehalbe Million Jahresgehalt. dku/uhlEuropische Staatsbetriebe Streit um Deckelung der ManagergehlterSchnauze vollBahn-Chef Grube htte gern mehr verdient deutlich mehrParis Gro ist die Emprung in Frank-reich, wenn wieder einmal ein Managerder ungenierten Selbstbedienung verdch-tigt wird. Zuletzt musste Philippe Varin der vorzeitig als Chef des verlustreichenAutoherstellers Peugeot ausscheidet un-ter ffentlichem Druck auf ein Rentenpa-ket von 21 Millionen Euro verzichten.Die unpopulre sozialistische Regie-rung versucht, sich diese Grundstimmungzunutze zu machen: In Zeiten, in denen sieBeschftigte und Arbeitslose auf Einschnit-te einstimmt, drngt sie whlerwirksamauf die Krzung von Managerbezgen. Al-lerdings sind ihre Mglichkeiten be-schrnkt selbst bei brsennotierten Fir-men, an denen der Staat beteiligt ist.Jngst wies das Pariser Finanzministeri-um seine Verwaltungsrte bei Konzernenwie Air France, Renault oder dem Telekom-anbieter Orange an, auf den Hauptver-sammlungen eine pauschale Krzung derBezge zu verlangen. Konkret mchtenwir, dass die Gesamtvergtung der Vor-stnde von Unternehmen, bei denen wirMinderheitsaktionr sind, um 30 Prozentsinken, zitiert das Wirtschaftsblatt LesEchos einen Vertreter des Ministeriums.Die Regierung sttzt sich auf eine Neue-rung im Kodex fr gute Unternehmensfh-rung. Demnach mssen Aufsichtsrte br-sennotierter Firmen ber Konsequenzenberaten, falls die Hauptversammlung dieHhe der Managergehlter missbilligt. Bin-dend ist deren Votum aber nicht. Bei demDutzend Grounternehmen, an denen derStaat einen Minderheitsanteil hlt, ist diepolitisch versprochene Gehaltskrzungfr patrons daher kein Selbstlufer.Manche der betroffenen Konzerne wieSafran, ein Hersteller von Flugzeugmoto-ren, lassen erkennen, dass sie den staatli-chen Ukas ignorieren wollen. Zumal dann,wenn sie wie Safran Rekordgewinneeinfahren. Kritiker monieren, die von derRegierung geforderte Rasenmher-Kr-zung stehe im Widerspruch zu einer leis-tungsorientierten Bezahlung.Einige Manager, die fr 2013 besondersschlechte Ergebnisse zu verantworten ha-ben, zeigen vorauseilenden Gehorsam: Soverzichtet der Chef des EnergieversorgersGDF-Suez, Grard Mestrallet, nach Ab-schreibungen in Milliardenhhe freiwilligauf die Hlfte seines variablen Gehalts. ImDurchschnitt lagen die Jahresbezge derVorstandschefs aus dem Pariser LeitindexCAC 40 zuletzt bei 3,96 Millionen Euro.Leichter hat es die Regierung mit der De-ckelung bei den Unternehmen, die mehr-heitlich in Staatsbesitz sind. Unmittelbarnach seiner Wahl 2012 begrenzte PrsidentFranois Hollande die Bezge auf dasZwanzigfache des Mindestlohns. Das ent-spricht 450 000 Euro jhrlich. Whrenddas fr den Lenker der Staatsbahn SNCF,Guillaume Pepy, kaum eine Vernderungdes Salrs bewirkte, reduzierten sich dieBezge von Henri Proglio, Chef des Strom-versorgers EDF, fast um das Vierfache.Neben der Einflussnahme bei Firmenmit Staatsbeteiligung versucht Hollandeauch, eine Migung bei rein privaten Un-ternehmen zu erzwingen. Darauf zieltenicht zuletzt seine populre Idee eines Spit-zensteuersatzes von 75 Prozent. Der Satzsollte auf Einkommensbestandteile ange-wendet werden, die ber eine Million Eurohinausgehen. Allerdings erwies sich dasentsprechende Gesetz als verfassungswid-rig, weil das einer Konfiskation von Privat-besitz gleichkam. Dennoch wurde die Ab-gabe, die neben Topmanagern und Finanz-brokern auch Fuballer trifft, ber die Hin-tertr eingefhrt: Sie muss nun von denUnternehmen abgefhrt werden, die dieMillionen bewilligen. leo klimmvon ulrike sauerRom Mauro Moretti ist nicht der Typ Ma-nager, der aus Opportunittsgrnden sei-nen Mund hlt. rger schluckt der selbstbe-wusste Bahnchef aus Rimini nicht einfachherunter. Auch nicht dann, wenn da gera-de ein mindestens ebenso forscher Neu-ling im Regierungsamt in Rom verspricht,das krisengelhmte Italien mit einer radi-kalen Reformtherapie vom Bann der Unbe-weglichkeit zu erlsen. Gehaltskrzungenfr Staatsmanager wie ihn? Ich wrdedann gehen, warf Moretti dem jungen Mi-nisterprsidenten Matteo Renzi ungehal-ten an den Kopf.Die anderen Groverdiener in den rmi-schen Staatsunternehmer schweigen vor-nehm in der erregten Debatte, die den Itali-enern nun bereits seit sechs Tagen gebo-ten wird. Dabei gehrt Bahnmanager Mo-retti mit seinen 873 666 Euro Jahresbez-gen eher zu den kleinen Fischen. Sein Kolle-ge Paolo Scaroni etwa vom brsennotier-ten l- und Gaskonzern ENI nimmt 6,4 Mil-lionen Euro mit nach Hause.Und es fllt Moretti, dem Vollbluteisen-bahner, der seit 36 Jahren bei den Ferroviedello Stato (FS) beschftigt ist, leicht zu ar-gumentieren, dass er sein Geld wert sei. Andie Ertragskraft der italienischen Bahn rei-che in Europa niemand heran, verkndetder frhere Gewerkschafter nun bei derVorstellung des Geschftsplans fr diekommenden vier Jahre. Das ist in der Tat ei-ne Leistung. Als Moretti 2006 seinen Sanie-rungsjob bei den Staatsbahnen antrat,schrieb der chronisch defizitre Transport-konzern noch 2,1 Milliarden Euro Verlust.Fr 2013 wird immerhin ein Gewinn voninsgesamt 440 Millionen Euro erwartet.Vor acht Jahren wollte niemand FS-Chefwerden, das sollte man nicht vergessen,poltert er aufgebracht gegen die Regie-rung. Damals bot man ihm sogar 1,6 Millio-nen Euro Jahressalr.Dass es Renzi ausgerechnet um das Ge-halt des 61-jhrigen Bahnchefs geht, ist un-wahrscheinlich. Doch einen Rckziehermacht Italiens selbsternannter Ver-schrotter, der die alte Politgarde beseiti-gen will, auch nicht. Schon als er vor zweiWochen sein erstes Paket mit Wachstums-manahmen vorstellte, kndigte er dieSenkung der Managerbezge in der ffent-lichen Verwaltung an. Da holen wir uns500 Millionen Euro, sagte Renzi.Der Verzicht soll einen kleinen Beitragzur Finanzierung von zehn Milliarden Eu-ro Steuersenkungen fr Geringverdienerleisten. Unter Hochdruck macht sein Spar-kommissar Carlo Cottarelli gerade Jagdauf sieben Milliarden Euro, die noch in die-sem Jahr bei den Staatsausgaben gestri-chen werden sollen. Da rhrt sich natrlichberall Widerstand.So kann es sich Renzi nun wohl kaumleisten, nur einen Zentimeter vor den Spit-zenmanagern zurckzuweichen. Sie weh-ren sich jetzt, aber es ist ganz natrlich,dass die Dinge sich ndern, sagt er unbe-eindruckt. Es sei doch unvorstellbar, dassder Vorstandschef eines Unternehmens1000 Mal so viel verdient wie der letzte Ar-beiter. Man msse endlich zum Prinzip so-zialer Gerechtigkeit zurckkehren. Wir ge-ben nicht nach, versichert der 39-Jhrige,der sich vor einem Monat khn an dieMacht gedrngt hatte. Mit groem Elanstrzte er sich in ein gewagtes Abenteuerund versprach, das verkncherte Italienaus den Angeln zu heben. Die Krzung vonManagerbezgen wird da zu einem Prf-stein fr den Schwung seiner Offensive.Zumal Renzi auch sonst krftig aneckt.Da er die Sozialpartner bei seinem Reform-sprint schlichtweg bergeht, vergelten In-dustriellenlobby und Gewerkschaften dieNichtbeachtung mit harscher Kritik an derRegierung. Renzi mokiert sich dafr dannber das seltsame Paar aus Unterneh-merboss Giorgio Squinzi und Gewerk-schaftschefin Susanna Camusso. Mich in-teressiert der Konsens der italienischen Fa-milien und nicht der Verbnde, beschieder seine Kritiker am vorigen Sonntag. DieHauptsache sei es, dass sich Italien ausdem Sumpf befreie. Kaum vorstellbar ist,dass er sich nun von einer Managerrevoltebeirren lsst.Das Verhltnis zwischen Gehalt undLeistung bleibt aber ein heikles Thema,vor allem in Italien, wo die Einkommensun-terschiede ausgesprochen gro sind. Insbe-sondere in den Chefetagen der ffentli-chen Verwaltung und der Ministerien scha-chern sich so manche Staatsdiener gegen-seitig unverschmt hohe Einknfte zu. DasFinanzministerium bezahlt ehemaligenFhrungskrften des Ressorts beispiels-weise bis zu 300 000 Euro fr den Unter-richt des Nachwuchses an einer hauseige-nen Schule.Als eine regelrechte Plnderung ffent-licher Gelder geielte das Mailnder Fi-nanzblatt Il Sole 24 Ore den Missstand amMittwoch. Beispiele fr die Arroganz derSelbstbediener gibt es zuhauf. So beziehtder Chef des sditalienischen Autobahn-netzes 246 000 Euro Jahresgehalt, obwohlsein Unternehmen nur zwei Mitarbeiter be-schftigt. So gesehen, ist Moretti richtigarm dran. Er ist immerhin fr 72 000 Mit-arbeiter verantwortlich.Frankfurt Die Spannungen mit Russ-land bereiten Hartmut Retzlaff, Chefdes Arzneimittelherstellers Stada , Kopf-schmerzen. Die Krise hat fr uns einendmpfenden Effekt, gesteht er ein,schttelt etwas ratlos sein Haupt. Dabeigeht es eher um den abgewerteten Ru-bel als um einen sinkenden Absatz. FrStada, mit Sitz im hessischen Bad Vil-bel, ein wichtiger Umsatzbringer: EinViertel des Geschfts stammt aus Osteu-ropa, mehr als aus Deutschland. Retz-laff hat seine Aktionre informiert, diePrognose fr 2014 kassiert und somitden Aktienkurs gedrckt. Retzlaffschaut lieber in Richtung Grobritanni-en, wo er 2013 Thornton & Ross fr 226Millionen Euro bernahm. Knftig willStada in England seine Geschfte deut-lich ausbauen. Dabei treten in Ost undWest die frher dominierenden Nachah-mer-Pillen (Generika) in den Hinter-grund, whrend Markenmittel wie Grip-postad florieren. Mit seinen Marken, diemeist ohne Rezept zu haben sind, machtStada schon heute ber die Hlfte desGewinns. Knftig sollen sie zwei Drittelder Ertrge bringen. Aber die Marken-produkte fallen bei Krisen auch eherzurck, wie derzeit in Russland, wo manschon mal an Vitaminprparaten oderNahrungsergnzungsmitteln spart.Dennoch bleibt Stada fr Zukufe offen,auch in Osteuropa, wo es sieben Werkeund die Mehrzahl der 9154 Mitarbeitergibt. 2013 setzte Stada mit zwei Milliar-den Euro ein Zehntel mehr um undsteigerte das operative Ergebnis um einViertel auf 252 Millionen Euro. heBonn Der krisengeschttelte Photo-voltaik-Konzern Solarworld sieht nachseiner scharfen Restrukturierung dieTrendwende geschafft. Der Absatz stei-ge wieder deutlich, sagte Finanzvor-stand Philipp Koecke am Donnerstag inBonn. Das Vertrauen ist zurck. 43Prozent der fr das ganze Jahr geplan-ten Solaranlagen von 820 Megawattseien bereits verkauft. Die Bonner wol-len nach knapp 460 Millionen Umsatzund fast 230 Millionen Euro Verlust imvergangenen Jahr schon 2015 operativ(Ebit) wieder Geld verdienen und bis2016 die Erlse auf mehr als eine Milliar-de Euro verdoppeln. Der Kunde ist einscheues Reh, aber das Reh kommtdurchaus auch zurck, sagte Firmen-chef Frank Asbeck. Der Konzern hattemit der Restrukturierung seine Schul-den um mehr als die Hlfte auf 427 Mil-lionen Euro verringert. dpaBrssel Handelskommissar Karel deGucht ist skeptisch, dass das angestreb-te Freihandelsabkommen der EU mitden USA (TTIP) ohne die umstrittenenRegelungen zum auergerichtlichenInvestitionsschutz zustande kommt.Ich bezweifle, dass das mglich ist,sagte de Gucht in Brssel. Er begab sichdamit auf Konfrontationskurs zu Bun-deswirtschaftsminister Sigmar Gabriel,der spezielle Investitionsschutzvor-schriften im TTIP fr verzichtbar hlt.TTIP-Kritiker frchten, Grokonzerneknnten ber auergerichtliche Schieds-gerichte Gesetze aushebeln, die alsinvestorenfeindlich empfunden werden etwa Umwelt- oder Sozialauflagen. DeGucht bestreitet dies. Gleichwohl starte-te er am Donnerstag eine dreimonatigeOnline-Konsultation zum Investoren-schutz, an der sich alle EU-Brger betei-ligen knnen. jcMnchen Der Medienkonzern Cons-tantin ist im vergangenen Jahr trotz desKino-Hits Fack ju Ghte in die rotenZahlen gerutscht. Die Schulkomdiewar zwar der besucherstrkste Streifendes Jahres, konnte Rckgnge in ande-ren Bereichen aber nicht wettmachen,wie Constantin in Mnchen mitteilte.Nach einem Gewinn von 12,5 MillionenEuro im Vorjahr beendete der Konzerndas Jahr 2013 mit einem Verlust von6,1 Millionen Euro. Der Umsatz ging umzwlf Prozent auf 458 Millionen Eurozurck. 2013 war fr Constantin Medi-en ein schwieriges Jahr, in dem wirunsere wirtschaftlichen Ziele nichterreicht haben, sagte VorstandschefBernhard Burgener. Vor allem einigeauslndische Filme htten die Erwartun-gen nicht erfllt. Der Umsatz der Film-sparte sank um 8,5 Prozent auf knapp270 Millionen Euro. dpaHamburg Der Hamburger Hafenkon-zern HHLA erwartet nur ein moderatesWachstum. 2014 wird ein herausfor-derndes Jahr, sagte der Vorstandschefder Hamburger Hafen und Logistik AG(HHLA), Klaus-Dieter Peters. Er begrn-dete dies mit der verhaltenen Nachfrageund dem scharfen Wettbewerb. DerBetriebsgewinn sank 2013 im brsenno-tierten Kerngeschft Hafenlogistik um17 Prozent auf 144 Millionen Euro. DerUmsatz stieg leicht auf 1,127 MilliardenEuro. 2014 erwartet die HHLA einen4,4 Prozent hheren Umschlag vergli-chen mit dem Vorjahr, als 7,5 MillionenBoxen bewegt wurden. Das operativeKonzernergebnis 2014 soll sich bis rund158 Millionen Euro bewegen, der Kon-zernumsatz leicht ber 1,13 MilliardenEuro liegen. Die Dividende wird gegen-ber dem Vorjahr um 20 auf 45 Centgekrzt. dpa/reutersMonsieur, es reichtFrankreichs Sozialisten wollen mit Aktionen gegen hohe Gehlter von Managern punktenDas Prinzip GerechtigkeitItaliens neuer Ministerprsident Matteo Renzi ist vor einem Monat angetreten, die alte Politgarde zu berwinden und den Selbstbedienungsladenin der Verwaltung zu schlieen. Zu seiner Offensive gehrt auch, Managerbezge in staatlichen Unternehmen zu krzenKrim-Krise belastet StadaSolarworld erholt sichBrgerbefragung zum TTIPConstantin macht VerlustHafenkonzern senkt DividendeVorauseilender Gehorsam:GDF-Suez-Chef Mestralletverzichtet aufs halbe EinkommenDas Verhltnis zwischen Gehaltund Leistung bleibt ein heiklesThema, vor allem in ItalienWIRTSCHAFT20 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHBahn-Chef Rdiger Grube. FOTO: DPADer Chef der italienischen Bahngesellschaft, Mauro Moretti, droht mit Rcktritt, sollten seine Bezge verringert werden. FOTO: LAIFUNTERNEHMENKomplette Sammlung von Schiffsmodellenzu verkaufen. 8 0176/31252571Amtsgericht Mnchen, den205r UR II 39/14 21.03.2014AufgebotHerr Erwin Eschig, Meyerbeerstrae 32,81247 Mnchen, Frau Eveline Prller, Frei-enfelsstrae 4a, 81249 Mnchen und HerrEdwin Eschig, Am Langwieder Bach 17,81249 Mnchen haben den Antrag aufKraftloserklrung einer abhanden gekom-menen Urkunde bei Gericht eingereicht. Eshandelt sich um den Grundschuldbrief,Gruppe 4, Briefnummer 072597, ber die imGrundbuch des Amtsgerichts Mnchen, Ge-markung Obermenzing, Blatt 4323, in Abtei-lung III Nr. 1 eingetragene Grundschuld zu5.200,00 DM. Eingetragener Berechtigter:Bausparkasse Gemeinschaft der FreundeWstenrot gGmbH. Der Inhaber des Grund-schuldbriefs wird aufgefordert, seine Rech-te sptestens bis zu dem 21.07.2014 vordem Amtsgericht Mnchen anzumeldenund die Urkunde vorzulegen, da ansonstendie Kraftloserklrung des Briefes erfolgenwird. Der Verein FreiRume e.V. ist aufgelst. DieGlubiger des Vereins werden gebeten, ihreAnsprche bei dem Liquidator Eva Berg-hoff, Matterhornstr. 62b, 81825 Mnchen,anzumelden.Kunst und AntiquittenBekanntmachungenPlatz da! Fr Ihre Anzeige.Buchen Sie eine gnstige Anzeige in der Sddeutschen Zeitung unter Tel. 0 89/21 83 - 10 30.Kln In ihren Konzernzentralen stellenHandelsunternehmen gern Tante-Emma-Lden zur Schau. So auch die Klner Rewe-Gruppe: Historische Dosen mit Theoder Caffe, Schtten mit losem Zuckerund Mehl erinnern an eine Zeit, als die Pr-sentation der Waren noch einfach war undder Hndler genau wusste, wie er seineKunden glcklich machen konnte.Lang ists her. Heute wrden die meis-ten Handelsmanager viel darum geben,wenn sie wssten, was der Kunde wnschtund wie der Supermarkt der Zukunft aus-zusehen hat. Die grte Unbekannte istdas Internet. Und so beendete Rewe-ChefAlain Caparros seine Bilanzvorlage mit ei-nem leidenschaftlichen Monolog: Wir stei-gen in einen Zug, wissen nicht, wie schneller fhrt und ob wir Geld verdienen knnen.Wir wissen nur, dass wir dabei sein ms-sen, sagte der Chef des zweitgrten deut-schen Lebensmittelhndlers zur Entwick-lung des Online-Handels. Niemand knnesagen, ob in einigen Jahren etwa Tiernah-rung berwiegend im Internet bestellt wer-de und dann im Supermarkt-Sortimententbehrlich sei. Wie kann man weiterhinim stationren Handel die Kosten abde-cken? Was ist in Zukunft die Legitimitt ei-nes Supermarktes, wenn sich doch im In-ternet alles bequemer bestellen lsst?, for-mulierte Caparros zentrale Fragen, die zur-zeit die Branche umtreiben.Zwar machen Online-Bestellungen gera-de bei Lebensmitteln zurzeit in Deutsch-land noch weniger als ein Prozent des ge-samten Branchenumsatzes aus. Expertenschtzen aber, dass dieser Anteil bis zumJahr 2020 auf rund zehn Prozent steigt. Ca-parros experimentiert derzeit mit verschie-denen Konzepten zum Supermarkt der Zu-kunft. Nicht alle erfllen bisher die Erwar-tungen. Vor allem an der Idee, Supermrk-te mit Bistros oder Cafs aufzuwerten, ms-se noch gefeilt werden. Hier sind wir mitder Entwicklung noch nicht zufrieden,sagte auch Rewe-Vorstand Lionel Souque.Dagegen kmen die neu eingerichteten Su-shi-Bars gut an.Erfolg versprechend seien auch dieTests mit den Bio-Supermrkten Tem-ma gelaufen und die neuen Rewe to go-Shops, die Snacks fr zwischendurch an-bieten. In beiden Fllen soll die Zahl der Ge-schfte 2014 auf zehn verdoppelt werden.Hinzu kommen einjhrige Tests mit die-sen Shops in zehn Aral-Tankstellen. Insge-samt 1,6 Milliarden Euro will Caparros indiesem Jahr investieren, ein Groteil da-von soll in die neuen Lden flieen.Caparros baut aber auch den Lieferser-vice im Internet weiter aus. Ziel sei es, jedeGrostadt und jeden Ballungsraum berkurz oder lang abzudecken. Welches Kon-zept sich dabei in Deutschland durchsetzt die Lieferung ins Haus oder Selbstabho-lung der im Internet bestellten Artikel seinoch nicht absehbar.Im vergangenen Jahr steigerte der Rewe-Konzern den Umsatz ohne die Promrktemit 330 000 Beschftigten um 2,2 Prozentauf 42 Milliarden Euro. Der Vorsteuerge-winn (Ebita) aus fortgefhrtem Geschft ohne die selbstndigen Rewe-Kaufleute stieg um 15 Prozent auf 466 Millionen Eu-ro. Verluste macht nach wie vor die Rewe-Discount-Tochter Penny.In diesem Jahr erwartet Caparros einKonzernumsatzplus in etwa auf dem Vor-jahresniveau. Ein Grund fr die verhaltenePrognose ist der neu entfachte Preiskampfmit den Discountern. Der Preisdruck imMarkt werde sich auch in den nchsten Mo-naten fortsetzen. kirsten bialdigaParis Wo ist Thierry? Seine Cousins Ro-bert und Jean-Philippe Peugeot sind selbst-verstndlich da in diesem historischen Mo-ment fr jenes Unternehmen, das ihren Na-men trgt. Nur Thierry Peugeot, immerhinnoch Aufsichtsratschef, fehlt. Vielleichthatte er heute ja etwas anderes zu tun,sagt Jean-Philippe. Die Ironie, die er berden Vetter ausschttet, verrt so viel.Mit ein paar Unterschriften ist am Mitt-wochabend im Elyse-Palast der Einstiegdes chinesischen Autobauers Dongfengund des franzsischen Staats bei PSA Peu-geot Citron besiegelt. Und damit der Kon-trollverlust der Familie Peugeot ber dasUnternehmen, das sie in 200 Jahren vonder Metallwerkstatt an der franzsisch-schweizerischen Grenze zum zweitgr-ten Autokonzern Europas machte um esschlielich in eine existenzgefhrdendeKrise zu manvrieren. Doch whrend die ei-nen aus dem Peugeot-Clan an diesemAbend erleichtert vor die Presse treten, ver-stecken sich die anderen. Selbst der histori-sche Augenblick kann die Cousins nicht ei-nen.Die Spaltung der Familie ist schuld dar-an, dass es berhaupt soweit kam. 2002hatte sich der stille Thierry im Rennen umden Aufsichtsratsvorsitz gegen Robertdurchgesetzt, einen Lebemann mit Vorlie-be fr Ferraris und Safaris. Seitdem gab esZwist um die wichtigen Entscheidungen.So verpasste Peugeot den Trend zu Premi-umautos und blieb zu stark auf den euro-pischen Markt konzentriert, dessen Kriseihn spter in Not brachte. Immer wiederschlug die Familie aus Angst vor demMachtverfall Allianzen aus, etwa mit Mitsu-bishi oder Fiat. Jetzt hat sie keine Wahlmehr und muss sich mit einem chinesi-schen Auftragsfertiger einlassen. Auchwenn Aufsichtsratschef Thierry bis zuletztversuchte, Cousin Robert der die Aktiender Familie verwaltet davon abzuhalten.Nun sitzt Robert ohne Thierry, dafraber mit heiterem Gesicht und einer Kra-watte voller lustiger chinesischer Figurenauf einem Podium neben den knftigenMitaktionren aus Fernost und dem Pari-ser Finanzministerium. Er sagt feierlicheStze, redet von der Zukunft, der das Unter-nehmen jetzt wieder mit groem Vertrau-en entgegensehen knne. Der PSA-Plansieht vor, die Zahl verkaufter Peugeots undCitrons in China binnen sechs Jahren auf1,5 Millionen Stck zu verdreifachen. berRoberts Peugeots Kopf steht an der WandDongfeng. Das heit Ostwind. Der, heites in China, bringt den Frhling.Es geht nur um Symbolik an diesemTag. Nicht umsonst haben PSA und Dong-feng einen prunkvollen Saal dort gemietet,wo Paris am allerteuersten ist, um die Ret-tung des Konzerns zu feiern: in einem Pa-lais direkt am Place Vendme. Den Chine-sen ist die Inszenierung wichtig. Dennauch fr sie ist dies ein historischer Mo-ment. Fr nur 800 Millionen Euro erhaltensie Zugang zu moderner europischer Au-totechnologie, dank derer Dongfeng die ei-gene Entwicklung deutlich beschleunigenkann. Und mit 14 Prozent halten die Chine-sen knftig ebenso viele Anteile, wie dieGrnderfamilie und Frankreich. Wir wer-den die Verantwortung gerecht teilen,sagt Xu Ping, der Dongfeng-Boss. Das sollwohl heien, dass er jetzt mindestens soviel zu sagen hat, wie die Peugeots.Robert Peugeot gibt sich indessen prag-matisch: ber dem Interesse der Familiesteht das des Unternehmens. Dann verab-schieden sich Robert und sein Cousin Jean-Philippe zum Galadinner in den Elyse-Pa-last. leo klimmHamburg Alle russischen Aussteller wol-len tatschlich anreisen, keiner hat abge-sagt so lautet die gute Nachricht neun Ta-ge vor Start der Hannover Messe. Bei derrussischen Delegation wackelt bishernichts, sagt Messechef Jochen Kckler amDonnerstag, als er die Highlights der welt-grten Industrieschau vorstellt. Es klingtErleichterung durch. Darber, dass dieAuslufer der Krim-Krise nicht nach Han-nover reichen. Im Vorjahr war das anders,da wurde die weltweite Leitmesse der In-dustrie fr Proteste genutzt: Russland wardas Partnerland der Messe, und beim bli-chen Auftakt-Rundgang der Spitzenpoliti-ker hier: Bundeskanzlerin Angela Merkelund der russische Prsident Wladimir Pu-tin entblten fnf Aktivistinnen ihreBrste, um gegen Putins rigide Politik zudemonstrieren.Solche Szenen drften sich dieses Jahrzwischen dem 7. und 11. April kaum wieder-holen. Partnerland der fnftgigen Messesind nun die Niederlande und den rechts-liberalen Ministerprsidenten Mark Ruttedrften eher orange Fhnchen als Protes-tanten erwarten. Das ist gut fr Messema-cher wie Deutsche-Messe-Vorstand K-ckler, der lieber fr die zwei Schwerpunktewirbt: die selbstlernende Fabrik (Schlag-wort: Industrie 4.0) und die Entwicklungkluger Energiesysteme (Smart Grids).5000 Aussteller sind angemeldet dasist ein Plus von drei Prozent zur vergleich-baren Messe 2012. Gut jeder Zweite kommtaus dem Ausland, die zweitgrte Delegati-on nach den Deutschen stellt China. VieleFirmen wollen zeigen, was sich in einer Fa-brik schon alles vernetzen lsst: Also wieAnlagen und Produkte besser miteinanderkommunizieren und wie Maschinen flexib-ler agieren knnen. Zu sehen ist etwa der ro-botergesteuerte Bau eines Elektroautos gefhrt von Maschinen ohne menschlicheHandgriffe. Oder eine flexible Produktions-linie fr individuell verschiedene Visiten-karten-Etuis. Wir zeigen, was die Indus-trie tatschlich einsetzt, sagt Kckler.Ein Viertel der Aussteller befasst sich da-mit, wie sich Energie intelligent erzeugen,speichern und verteilen lsst. Netze, die soetwas knnen, bezeichnet man als SmartGrids. Sie sind besonders fr Deutschlanddie groe Herausforderung: Bis 2050 willdie Republik einen Groteil des Strombe-darfs mit erneuerbaren Energien deckenund fr den Umgang mit Energie ausWind, Sonne oder Biomasse braucht es klu-ge Systeme. kristina lskervon kristina lskerund stefan weberHamburg/Dsseldorf Darlene Flynnhat es mehrfach ins Guinness-Buch der Re-korde geschafft. Ob High Heels, Stiefeloder Badelatschen: Die US-Amerikanerinbesa bis zu ihrem Tod im vergangenenJahr angeblich mehr als 16 400 Paar Schu-he und hat Tausende Dollar fr ihre Samm-lung ausgegeben. Von einem solchen Kauf-rausch sind die Deutschen weit entfernt:2013 hat jeder Bundesbrger im SchnittSchuhe fr 103 Euro gekauft und das istschon ein Sprung: Vier Jahre zuvor hattenKunden blo 89 Euro pro Jahr bezahlt.Klingt nach flottem Wachstum fr dieBranche, doch das stimmt nicht ganz: Vonden Mehrausgaben profitieren vor allemOnline-Anbieter wie Zalando stationreEinzelhndler leiden. So hat der Handelmit Schuhen im Internet 2013 um 15 Pro-zent zugelegt. Schon jedes zehnte Paarwird im Netz erworben. Doch nicht nur dasmacht klassischen Einzelhndlern die Kun-den abspenstig. Labels wie Zara und Espritverkaufen nicht mehr nur T-Shirts oderJeans. Sie haben ihr Angebot um Schuhkol-lektionen erweitert. Die passen zu den Far-ben der Saison, sind oft billig und nehmenSchuhlden viel Umsatz weg.Eines der bekannten Opfer dieser Ent-wicklungen ist Grtz. 2011 hatte die Famili-enfirma aus Hamburg hohe Verluste ange-huft, angeblich einen niedrigen zweistelli-gen Millionenbetrag. Vor allem die modi-sche Linie Grtz 17 sie zielt auf jngereKunden hatte Probleme. Das 1875 ge-grndete Unternehmen (geschtzter Um-satz 2013: knapp 370 Millionen Euro) zogdie Notbremse. Erstmals in der Geschichtewurden systematisch Mitarbeiter entlas-sen. Grtz strich 100 Stellen in der Zentra-le, schloss 25 Filialen und zog sich ausMrkten wie Polen zurck. Im Januarschlielich wurde die Schweizer TochterPasito Fricker samt 58 Filialen verkauft.Zwei Jahre Sanierung liegen hinter der Ket-te. Heute arbeiten nur noch 3300 Mitarbei-ter in gut 160 Filialen fr den Mittelstnd-ler. Das Unternehmen ist wieder renta-bel, sagte der Sprecher. Doch all das Spa-ren scheint trotzdem nicht auszureichen,um sich dauerhaft dagegen zu wehren,dass Jngere lieber im Internet bestellenoder gleich woanders shoppen.Seit Lngerem sucht die knapp 140 Jah-re alte Kette deshalb nach Investoren. Be-gleitet von Beratern, haben die verschwie-genen Hanseaten ihre Bcher geffnet, umPartner zu locken. Doch das ist schwierigerals gedacht. Im Sommer gab es intensiveGesprche mit dem Versandhandelskon-zern Otto, der ber seine vielen Websitesenorm viele Schuhe verkauft. Die Besitzerder zwei Hamburger Firmen kennen undachten sich seit Langem. Auf der einen Sei-te Michael Otto, Patriarch und Aufsichts-ratschef der Otto-Gruppe. Auf der anderenSeite Ludwig, Friedrich und ThomasGrtz. Die drei Brder leiten den Einzel-hndler in vierter Generation und mssennun zwangsweise ihre Macht teilen.Doch auch die gegenseitige Wertscht-zung der Kaufleute half nicht weiter: DerOtto-Konzern machte nach wenigen Wo-chen einen Rckzieher und begrndetedas mit unterschiedlichen strategischenVorstellungen. Es waren hfliche Wortedafr, dass die Hamburger davon abge-schreckt waren, wie viel es bei Grtz nochimmer aufzurumen gibt, meinen Insider.Im Herbst 2013 schlielich begannGrtz mit der offiziellen Investorensuche und seither haben sich etliche Interessen-ten den Betrieb angeschaut. Darunter sindEinzelhndler ebenso wie Finanzinvesto-ren. Das Ganze lief eher diskret ab. Bis diezweitgrte deutsche SchuhhandelsketteHR Group (Marke: Reno) vorpreschte. Wirbefinden uns in Verhandlungen mit Grtzber eine bernahme von 75,1 Prozent derAnteile, sagte Geschftsfhrer MatthiasHndle jngst dem Hamburger Abendblatt.Angesichts der Konkurrenz im Internetund der Vernderungen im stationren Ein-zelhandel sei es besser, gemeinsam stattallein zu agieren, sagte Hndle. Tatsch-lich ist die Not in der Branche gro:Kettenmssen ihr Filialnetz ausdnnen, vielen in-habergefhrten Lden droht das Aus. Wiebei Grtz sind die Finanzreserven vielfachausgeschpft. Jedes Jahr wrden etwa 150kleine und mittlere Schuhhndler schlie-en, schtzt Brigitte Wischnewski, Prsi-dentin des Bundesverbands des DeutschenSchuheinzelhandels. Noch gibt es13 400 Schuhgeschfte in Deutschland,bald knnten es deutlich weniger sein.Wie Grtz musste die HR Group aus Os-nabrck zuletzt Standorte schlieen undsucht jetzt nach Wegen, um dem bundes-weiten Sterben zu trotzen. Gestartet alsDiscounter verkaufte die HR Group langebillige Schuhe mit der Marke Reno, der Jah-resumsatz liegt bei 630 Millionen Euro.Die Preise sind aber zuletzt gestiegen undliegen heute eher im mittleren Bereich zwi-schen denen von Marktfhrer Deichmannund Grtz, der Nummer drei im Markt.Das Anheben der Preise liegt im Trend:Vielfach versuchen Lden, mit Beratungdurch Fachkrfte und groer Auswahl zupunkten. Um diese Investitionen hereinzu-holen, werden die Schuhe teurer: So sind2013 die Preise im Fachhandel im Schnittleicht gestiegen. Ein Paar Damenschuhekostet jetzt etwa 66 Euro, fr Herrenschu-he werden 78 Euro verlangt.Auch bei Grtz in Hamburg sind solcheInvestitionen ntig, und dafr wird drin-gend ein langfristiger Geldgeber gesucht.Tatschlich knnte der Einstieg eines Part-ners bereits in ein paar Wochen erfolgen,betonte der Firmensprecher. Wir rechnendamit in absehbarer Zeit.Robert Peugeot (li.), PSA-Chef PhilippeVarin und Xu Ping (Dongfeng) unterzeich-neten nun die Vertrge. FOTO: REUTERSDer Supermarkt der ZukunftLebensmittelhndler Rewe sucht nach Antworten auf das InternetZwist im OstwindBeim Einstieg der Chinesen bei Peugeot wird die Spaltung der Grnderfamilie deutlichZeit zurAnprobeVielen Schuhlden droht das Aus. Auch Grtz muss sparenund sucht dringend Investoren. Rivale Reno ist interessiertDer Otto-Konzern machtenach wenigen Wocheneinen RckzieherWIRTSCHAFTDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 21Im vergangenen Jahr hat jeder Deutsche im Schnitt 103 Euro fr Schuhe ausgegeben.Davon profitieren zunehmend Internet-Anbieter. FOTO: DANIEL REINHARDT/DPAAllesin OrangeHannover Messe erwartet 5000Aussteller, Partnerland ist Holland3. und 4. Juni 2014 | BIELEFELDDER KONGRESS fr Weltmarktfhrer, Familienunternehmer und GrnderEine Veranstaltung von:Sddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbHJustus-von-Liebig-Str. 1 86899 Landsberg am LechMADE IN GERMANY Die Strategie der BestenSCHATZSUCHE Mitarbeiter gewinnen, frdern und haltenDIE VERANSTALTUNG RICHTET SICH AN ALLE, DIE AUS DEM MITTELSTAND KOMMEN UND VOM MITTELSTAND LERNEN WOLLEN. Weitere Informationen und Anmeldemglichkeiten erhalten Sie auf www.klassentreffen-mittelstand.de oder persnlich bei Ricarda Herrmann Tel.: + 49 8191 125-872 ricarda.herrmann@sv-veranstaltungen.dewww.klassentreffen-mittelstand.degedacht. getan.Mit fachlicher Unter sttzung von: Aussteller: ! "!#$ #%&'#( #) '&*' +Palma et QuiesProf. Dr. Gosbert SchlerKunsthistorikerIn groer Liebe und tiefer Trauer:Nonnette SchlerSebastian Schler und Dr. Jenny HaenselDr. Johannes Schler und Christina PuhleFamilienhund Neraim Namen aller AngehrigenTrauergottesdienst am Montag, 31. Mrz 2014, um 14.00 Uhr in der KircheSt. Anna in Hechendorf mit anschlieender Beerdigung.Anstelle von Blumen und Krnzen bitten wir um eine Spende an denTierschutzverein Garmisch-Partenkirchen, Kto.-Nr. 46 003, BLZ 703 500 00bei der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen, Kennwort: Prof. Dr. Schler.* 12. Mai 1947 + 25. Mrz 2014Ute Lieskegeb. MiseraIn Trauer, Dankbarkeit und liebevoller Erinnerung:Dr. Jrgen und Inge Lieskemit Hannah und DanielNorbert Kastner mit Familieund alle VerwandtenDie Trauerfeier findet statt am Montag,dem 31. Mrz 2014, um 12.45 Uhrim Waldfriedhof, Neuer Teil, Mnchen, Lorettoplatz 3.* 4. Mrz 1942 + 24. Mrz 2014Wir nehmen Abschied von unserer geliebten, viel zu frh von uns gegangenenSabine HaubitzIn tiefer Trauer, Liebe und DankbarkeitStefanie Zoche, Oskar ZocheWolfram und Gabi HaubitzGabi, Matthias, Stefanie, Andreas und Julia HaubitzDie Trauerfeier findet am 1. April 2014, um 10.00 Uhr bei AETAS,Baldurstrae 39, 80638 Mnchen statt.* 4. 9. 1959 19. 3. 2014 Nrdlingen Piz KeschEine Stimme, die uns vertraut war, schweigt.Ein Mensch, der immer fr uns da war, fehlt.Vergangene Bilder ziehen in Gedanken vorbei.Erinnerung ist etwas, was uns bleibt.Wir nehmen Abschied von unserem sehr geschtzten Partner und GesellschafterDr. Jannik Inselkammerder pltzlich und unerwartet, fr uns alle unfassbar, viel zu frh infolge eines tragischen Unfalls verstarb.Sein Tod hat eine tiefe Lcke hinterlassen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.Geschftsfhrung und Mitarbeiter derHI Wohnbau GmbHAm 22. Mrz 2014 istHerr Franz HumplmaierDirektorim Alter von 77 Jahren verstorben.Wir trauern um einen verdienten ehemaligen Mitarbeiter, der uns berdrei Jahrzehnte wertvolle Dienste geleistet hat.Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.HypoVereinsbankWir trauern um unsere Mitarbeiterin und Kollegin Renate ZeilerJustizverwaltungsinspektorindie am 26. Mrz 2014 im Alter von 62 Jahren verstorben ist.Die Behrde verliert mit ihr eine pflichtbewusste, zuverlssige und allseits geschtzte Mitarbeiterin.Mnchen, 26. Mrz 2014 Der Leitende Der Vorsitzende des Oberstaats anwalt Personalrates der Staats- Mnchen I anwaltschaft Mnchen I Ntzel WagnerBestattungen Landeshauptstadt MnchenWaldfriedhof, Alter Teil:Urnentrauerfeiern:10.30 Thom Hildegard, Schaustellerin, 86 Jahre12.45 Klinger Dietfried, Kaufmann, 77 Jahre13.30 Metz Norbert, 79 JahreWaldfriedhof, Neuer Teil, Lorettoplatz:Erdbestattungen:9.00 Hertel Johanna, Busfahrkontrolleurin, 82 Jahre9.45 Barbaric Jagica, Putzfrau, 75 Jahre10.30 Sinn Lydia, Beamtin, 81 Jahre11.15 Brunner Magdalena, Bankangestellte, 88 JahreWestfriedhof:Erdbestattung:11.15 Bannert Eva-Maria, Hausfrau, 80 JahreNordfriedhof:Erdbestattung:9.00 Marino Maria Theresia, Hausfrau, 82 JahreNordfriedhof:Feuerbestattung:14.15 Schfer Gertrud, Hausfrau, 92 JahreNordfriedhof:Urnentrauerfeier:12.45 Berger Anton, Postbeamter, 59 JahreOstfriedhof:Erdbestattung:12.45 Lanzendorfer Anna Theresia, Hausfrau, 76 JahreOstfriedhof, Krematorium:10.45 Wrner Ulrich, Systemanalytiker, 73 Jahre11.30 Brandel Johann, Gleisbauer, 80 Jahre12.45 Swier Pieter, Flugkapitn, 85 Jahre13.30 Ettler Klaus, Exportkaufmann, 74 Jahre14.15 Capeller Maria,Verkuferin, 92 JahreOstfriedhof, Krematorium:Urnentrauerfeiern:8.30 Winkler Erika, 70 Jahre9.15 Fitz Heidelinde, Bankangestellte, 74 JahreFriedhof am Perlacher Forst:Erdbestattungen:10.30 Ruhland Franziska, Einzelhandelskauffrau, 90 Jahre11.15 Whr Margot, Hausfrau, 84 JahreNeuer Sdfriedhof:Erdbestattungen:11.15 Kasimi Shaima, Hausfrau, 58 Jahre13.30 Hoefer Helene, Bankangestellte, 80 Jahre14.15 Englhart Leopold,Techniker, 86 JahreNeuer Sdfriedhof:Feuerbestattungen:9.45 Theimer Franz, Angestellter, 81 Jahre10.30 Heimann Friederika, Hausfrau, 91 JahreFriedhof Aubing:Erdbestattung:10.30 Fischer Ernst Emil, Diplomkaufmann, 74 JahreFriedhof Neuhausen:9.30 Schrder Susanne, Ingenieurin, 55 JahreFriedhof Obermenzing:13.30 Langmandel Barbara, Damenschneidermeisterin, 82 JahreFriedhof Riem, Neuer Teil:Feuerbestattungen:10.30 Neuhaus Brigitta,Thekenkraft, 71 Jahre11.15 Walker Anneliese, Schneiderin, 83 JahreTrauerhalle von AETAS, Baldurstrae 39:14.30 TrauerfeierBresch Jacky, Koch, 53 Jahre16.15 Trauerfeier zur FeuerbestattungThurner Heinrich, Gefahrgutbeauftragter, 56 JahreBestattungen im Landkreis MnchenWaldfriedhof Haar:9.00 Gottesdienst in St. Bonifatius mit anschlieender Trauerfeier zur Feuerbestattung Wrfl Gerlinde, Pflegeheimleiterin, 72 Jahre13.00 Bender Werner, Maschinenbauer, 90 JahreAlter Friedhof Ismaning:10.30 Gottesdienst in St. Johann Baptist11.30 BeerdigungSeidenschwarz Adolf, Mller, 88 JahreKirchfriedhof St. Emmeram in Kleinhelfendorf:14.30 Gottesdienst in St. Emmeram mit anschlieender BeerdigungStahuber Alfons,Werkmeister, 84 JahreFriedhof Planegg:11.00 Urnentrauerfeier mit anschlieender BeisetzungHarms Elisabeth, Sekretrin, 84 JahreFriedhof Pullach:14.00 Urnentrauerfeier mit anschlieender BeisetzungAuer Rosina,Verkuferin, 87 JahreStdtische Friedhfe Mnchen Telefon 2319901 heute, Freitag, 28. Mrz 2014Trauer einen Raum geben.Abschied nehmen von einem geliebten Menschen ist schmerzlich. Das Trauerportal der Sddeutschen Zeitung, www.sz-gedenken.de, hilft Ihnen dabei und bietet Ihnen die Mglichkeit, Ihre Trauer zum Ausdruck zu bringen.Alle Traueranzeigen aus der Zeitung erscheinen automatisch auf einer persnlichen Gedenkseite. Hier knnen Sie virtuelle Gedenkkerzen anznden, kondolieren und persnliche Fotos und Erinnerungen mit Verwandten, Freunden und Bekannten teilen.Kontakt: beratung@sz-gedenken.de oder www.sz-gedenken.deKondolieren und Gedenkkerze anznden.Kondolierenund Gedenkkerzanznden.Was i erben?Ein Schi segelt hinaus und ich beobachtewie es am Horizont verschwindet.Jemand an meiner Seite sagt:Es i verschwunden.Verschwunden wohin?Verschwunden aus meinem Blick-feld das i alles.Das Schi i nach wie vor so growie es warals ich es gesehen habe.Dass es immer kleiner wird und esdann vllig ausmeinen Augen verschwindet iin mir,es hat mit dem Schi nichts zu tun.Und gerade in dem Moment,wenn jemand nebenmir sagt, es i verschwunden, gibtes Andere,die es kommen sehen, und andere Stimmen,die freudig Aufschreien:Da kommt es!Das i erben.Charles Henry Brent.22 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73SZ-GEDENKEN.DEDas Trauerportal der Sddeutschen ZeitungDax 30 (* = Euro Stoxx 50Werte)Divi- Schluss Schluss Tagesvernderung Tages- 52-Wochen- KGV Gesamt- Markt-dende 27.03. 26.03. in% Hoch/Tief Hoch/Tief 2014 umsatz wertDax 9451,21 9448,58 +0,03 9469/9398 9743/7460 2643016 Adidas 1,35 77,94 78,18 -0,31 78,78/77,35 92,92/75,34 16 80794 16,31Allianz* 4,50 122,70 123,80 -0,89 124/122 134/103 9 169487 56,01BASF* 2,60 79,20 78,79 +0,52 79,60/78,20 83,81/64,79 13 168675 72,74Bayer* 1,90 97,21 97,65 -0,45 97,79/96,61 104/77,58 15 122810 80,39Beiersdorf 0,70 70,27 70,05 +0,31 70,48/69,68 76,93/64,13 26 17010 17,71BMW* 2,50 91,28 90,60 +0,75 91,28/90,03 90,60/63,93 11 136567 54,95Commerzbank 12,94 13,07 -0,99 13,15/12,84 13,77/5,79 17 89769 14,73Continental 2,25 172,40 172,00 +0,23 173/171 183/82,18 14 73566 34,48Daimler* 2,20 67,11 67,31 -0,30 67,41/66,81 69,13/38,65 12 270067 71,77Deutsche Bank* 0,75 31,89 32,15 -0,81 32,17/31,62 39,96/29,68 8 175724 32,51Deutsche Brse 2,10 57,61 57,20 +0,72 57,61/57,12 63,14/44,98 15 24425 11,12Deutsche Post* 0,70 26,96 27,05 -0,31 27,06/26,74 27,21/17,20 16 78489 32,60Dt. Telekom* 0,70 11,59 11,62 -0,30 11,62/11,47 12,83/8,25 17 107522 51,57Eon* 1,10 13,93 13,98 -0,32 13,99/13,81 14,71/11,94 14 83591 27,87Fres.Med.Care 0,75 50,77 50,55 +0,44 50,82/50,38 55,60/47,00 13 23262 15,65Fresenius SE 1,10 113,00 110,80 +1,99 113/111 120/87,28 17 49034 20,21Heidelb.Cement 0,47 60,83 60,93 -0,16 61,41/60,46 63,62/49,79 14 35767 11,41Henkel Vz 0,95 76,29 76,62 -0,43 76,63/75,99 85,35/69,02 17 41195 13,59Infineon 0,12 8,55 8,55 -0,05 8,58/8,49 8,57/5,42 17 51274 9,49K + S 1,40 23,72 23,33 +1,65 23,79/23,25 36,29/15,92 20 35228 4,54Lanxess 1,00 53,06 53,52 -0,86 53,43/52,70 58,62/43,03 15 31681 4,41Linde 2,70 144,55 143,60 +0,66 145/143 154/138 16 52834 26,77Lufthansa 18,73 18,92 -1,00 18,95/18,65 19,64/12,93 13 61203 8,64Merck KGaA 1,70 122,05 122,40 -0,29 123/121 135/111 13 34216 7,89Mnchener Rck* 7,00 158,10 157,35 +0,48 159/157 161/135 9 106706 28,35RWE* 2,00 28,72 28,73 -0,03 28,80/28,43 30,73/20,74 12 51808 16,53SAP* 0,85 58,30 57,48 +1,43 58,30/57,59 64,05/52,20 16 183150 71,62Siemens* 3,00 97,58 97,68 -0,10 98,39/96,72 101/76,00 15 145133 85,97Thyssen-Krupp 18,95 18,90 +0,26 18,95/18,57 20,46/13,16 14 37453 10,72Volkswagen Vz* 3,56 184,25 183,55 +0,38 185/183 204/139 8 104580 31,35MDaxDivi- Schluss Schluss Tagesvernderung Tages- 52-Wochen- KGV Gesamt- Markt-dende 27.03. 26.03. in% Hoch/Tief Hoch/Tief 2014 umsatz wertMDax 16334,7516407,07 -0,44 16414/16300 16947/12923 435872 Aareal Bank 31,24 30,65 +1,93 31,24/30,00 33,13/16,11 12 8389 1,87Airbus* 0,60 52,28 52,99 -1,34 53,28/52,08 57,18/37,20 15 8486 40,94Aurubis 1,10 38,11 38,33 -0,57 38,11/37,52 50,39/36,23 11 5399 1,71Bilfinger 3,00 90,95 91,22 -0,30 91,25/90,07 91,59/69,95 15 7203 4,19Boss 3,12 96,15 96,45 -0,31 96,85/95,29 104/81,27 17 7135 6,77Brenntag 2,40 133,95 133,25 +0,53 135/133 137/109 18 7006 6,90Celesio 0,30 24,98 25,00 -0,08 25,07/24,86 25,64/14,37 20 7173 4,25DMGMori Seiki 0,35 21,82 22,10 -1,27 22,14/21,75 25,90/15,00 14 3689 1,72Dt. Euroshop 0,28+0,92 33,03 32,67 +1,09 33,03/32,47 34,48/29,45 16 2995 1,78Dt. Wohnen 0,21 15,37 15,31 +0,39 15,37/15,22 15,76/12,42 18 4575 4,40Drr 2,25 56,84 57,59 -1,30 57,83/56,52 67,74/39,29 14 5490 1,97Elring-Klinger 0,45 26,77 26,38 +1,46 26,79/26,10 35,14/22,46 15 1976 1,70Evonik 27,51 27,32 +0,70 27,63/27,21 32,94/24,56 13 4413 12,82Fielmann 2,70 95,43 96,57 -1,18 96,75/95,09 96,72/72,00 28 4711 4,01Fraport 1,25 53,97 54,14 -0,31 54,32/53,84 57,77/43,00 19 6925 4,98Fuchs Petrol. Vz 1,30 72,58 73,11 -0,72 73,50/72,40 74,57/56,33 22 3296 2,58Gagfah 10,94 10,80 +1,34 10,97/10,77 11,22/8,54 14 2567 2,36Gea Group 0,55 33,42 33,40 +0,06 34,47/33,29 35,92/24,67 15 14737 6,43Gerresheimer 0,65 46,96 46,90 +0,13 47,11/46,43 53,75/41,80 15 3523 1,47Gerry Weber 0,75 36,09 35,57 +1,46 36,17/35,39 37,50/28,76 18 2027 1,66Hannover Rck 2,6+0,4 65,02 65,26 -0,37 65,33/64,79 65,26/52,42 9 15570 7,84Hochtief 1,00 64,74 64,26 +0,75 64,74/63,74 69,94/46,30 19 7964 4,98Kabel Deutschland 2,50 98,63 99,25 -0,62 99,95/98,60 103/69,00 2539 8,73Klckner & Co 10,39 10,32 +0,68 10,42/10,24 11,70/8,15 37 4347 1,04Krones 0,75 69,17 69,15 +0,03 69,61/68,75 69,15/52,15 16 2003 2,19KUKA 0,20 34,88 33,97 +2,69 35,38/33,62 38,20/31,00 17 8595 1,18LEG Immobilien 46,45 46,17 +0,61 46,59/45,95 47,10/37,80 15 4085 2,46Leoni 1,50 51,46 52,00 -1,04 51,86/50,92 59,57/29,31 11 13241 1,68MAN 1,00 91,83 91,98 -0,16 92,05/91,43 93,80/83,76 23 4828 12,95Metro 28,60 28,76 -0,54 28,74/28,33 37,28/21,83 14 16800 9,27MTUAeroEngines 1,35 67,22 67,36 -0,21 67,42/66,38 79,25/60,94 14 5448 3,50Norma Group 0,65 36,90 37,85 -2,52 38,07/36,70 43,31/23,29 16 4074 1,18Osram Licht 45,69 46,27 -1,24 46,90/45,52 50,46/23,80 19 17104 4,78ProSiebenSat1 5,65 33,08 33,08 - 33,47/32,84 36,00/26,23 16 31509 7,24Rational 5,70 255,50 256,00 -0,20 257/254 259/206 27 981 2,91Rheinmetall 1,80 51,13 51,80 -1,29 52,06/50,88 57,87/35,01 14 7025 2,02Rhn-Klinikum 0,25 23,30 23,31 -0,02 23,38/23,08 23,52/15,89 26 5283 3,22RTL Group 7,60 83,16 86,76 -4,15 85,95/83,12 81,93/54,00 17 15272 12,87Salzgitter 0,25 28,10 28,45 -1,21 28,22/27,12 33,82/24,78 49 9950 1,69SGL Carbon 0,20 24,06 23,95 +0,46 24,23/23,88 31,23/21,20 55 1929 1,71Sky Deutschland 6,50 6,54 -0,60 6,77/6,48 8,13/3,89 18477 5,70Springer 1,70 46,10 45,31 +1,74 46,36/44,59 51,27/30,92 18 14380 4,56Stada Arznei 0,50 30,99 31,83 -2,62 32,00/30,49 42,41/29,40 9 30716 1,87Sdzucker 0,90 20,45 21,29 -3,92 21,15/19,66 33,44/18,18 13 29228 4,18Symrise 0,65 35,92 36,07 -0,43 36,06/35,75 37,14/29,04 20 8610 4,24TAG Immobilien 0,25 8,63 8,65 -0,24 8,64/8,55 9,65/8,16 13 1722 1,13Talanx 1,05 25,88 25,75 +0,52 25,95/25,57 25,88/22,64 9 4130 6,54TUI 0,15 12,12 12,15 -0,21 12,22/12,01 13,88/7,62 20 8994 3,06Wacker Chemie 0,60 89,00 86,88 +2,44 90,18/88,46 104/50,66 55 17661 4,64Wincor Nixdorf 1,48 52,04 54,16 -3,91 53,90/52,04 58,07/36,44 14 11691 1,72TecDaxDivi- Schluss Schluss Tagesvernderung Tages- 52-Wochen- KGV Gesamt- Markt-dende 27.03. 26.03. in% Hoch/Tief Hoch/Tief 2014 umsatz wertTecDax 1240,64 1236,46 +0,34 1241/1229 1293/897 146986 Aixtron 11,51 11,76 -2,13 11,77/11,39 13,80/9,66 8002 1,18BB Biotech 126,65 128,50 -1,44 128/125 148/82,16 3690 1,50Bechtle 1,00 59,00 59,25 -0,42 59,51/58,54 59,53/33,60 22 1614 1,24Cancom 0,35 34,35 34,80 -1,29 34,85/34,00 39,07/14,15 30 2109 0,39Carl Zeiss Med. 0,45 20,54 20,52 +0,07 20,58/20,37 26,80/19,82 23 672 1,67CompuGroup 0,35 18,07 18,30 -1,26 18,30/17,82 20,81/15,23 15 587 Dialog Semicon. 17,70 17,69 +0,08 17,81/17,46 17,75/8,86 18 8702 1,20Drgerwerk Vz 0,92 90,11 90,62 -0,56 90,79/88,11 107/86,25 12 1437 0,57Drillisch 1,30 25,35 24,97 +1,50 25,42/24,88 25,32/12,00 55 6769 1,35Evotec 3,76 3,84 -2,03 3,83/3,73 4,84/2,09 188 1878 0,49Freenet 1,35 25,10 25,08 +0,08 25,12/24,88 25,08/16,01 19 9706 3,21Jenoptik 0,18 13,09 12,75 +2,71 13,19/12,72 13,84/7,82 15 1263 0,75Kontron 0,04 4,93 4,92 +0,28 5,01/4,82 5,77/3,32 712 0,27LPKF Laser & Electr. 0,40 16,94 16,99 -0,29 17,12/16,69 20,80/9,14 28 2295 0,38Manz 0,00 64,42 63,35 +1,69 64,42/62,94 74,53/22,66 403 1231 0,32Morphosys 69,34 66,00 +5,06 69,38/65,31 71,78/30,47 867 11081 1,81Nemetschek 1,15 56,36 56,10 +0,46 56,50/55,53 57,59/42,70 19 300 Nordex 11,79 11,29 +4,38 11,80/11,20 14,06/4,51 14903 0,87Pfeiffer Vac 3,45 87,68 89,01 -1,49 89,73/87,30 99,45/77,94 19 1386 0,87PSI 0,25 13,56 13,37 +1,42 13,62/13,25 16,00/11,40 23 346 0,21Qiagen 15,01 15,19 -1,15 15,22/14,87 18,11/14,00 27 7699 3,52QSC 0,09 3,47 3,45 +0,52 3,47/3,41 5,11/2,37 25 934 0,43Sartorius Vz 0,96 99,36 98,51 +0,86 99,36/97,80 101/72,04 42 364 0,93SMA Solar Techn. 0,60 42,81 45,32 -5,54 43,76/40,97 48,33/17,44 20 12810 1,49Software AG 0,46 26,23 26,51 -1,06 26,52/25,98 30,16/22,50 14 8392 2,28Stratec Bio. 0,50 31,16 32,22 -3,29 32,15/31,16 37,40/26,00 26 135 0,37Telefonica Deutschland 0,45 5,71 5,81 -1,69 5,75/5,65 6,35/4,98 5 6998 6,38United Internet 0,30 33,79 32,19 +4,99 34,00/33,15 34,42/18,55 60 19652 6,56Wirecard 0,11 29,99 30,18 -0,63 30,55/29,94 33,99/19,59 45 11204 3,36Xing 0,56 93,70 92,49 +1,31 93,70/92,25 96,36/38,00 65 117 0,52SDaxDivi- Schluss Schluss Tagesvernderung Tages- 52-Wochen- KGV Gesamt- Markt-dende 27.03. 26.03. in% Hoch/Tief Hoch/Tief 2014 umsatz wertSDax 7046,39 7048,04 -0,02 7065/7013 7269/5573 78593 Air Berlin 2,02 2,05 -1,46 2,08/1,98 2,50/1,64 770 0,24Alstria Office 0,50 9,46 9,40 +0,64 9,51/9,36 10,07/8,30 15 1777 0,75Amadeus Fire 2,95 64,00 65,70 -2,59 65,70/63,30 67,37/41,19 22 444 0,33Balda 1,50 3,40 3,38 +0,59 3,43/3,31 5,59/3,20 126 415 0,20Bauer 0,30 19,00 18,90 +0,53 19,08/18,85 22,70/17,33 14 265 0,33Baywa vink. Na 0,65 40,75 40,62 +0,32 40,93/40,24 41,25/35,15 13 860 1,35Bertrandt 2,20 109,00 107,45 +1,44 110/108 118/76,75 18 1192 1,11Biotest Vz. 0,56 96,22 97,29 -1,10 97,41/95,03 98,20/50,60 29 1231 0,63Capital Stage 0,08 3,72 3,83 -2,74 3,80/3,72 4,33/3,30 21 317 0,27Catoil 0,25 14,35 14,54 -1,31 14,76/14,00 24,22/7,10 13 4703 0,70Centrotec 0,15 19,04 19,05 -0,03 19,60/18,96 20,20/12,56 12 530 0,34CEWE Stiftung 1,45 53,30 51,88 +2,74 53,46/51,40 55,78/32,40 17 754 0,39Comdirect 0,56 8,57 8,50 +0,82 8,67/8,48 8,87/7,07 19 255 1,21CTS Eventim 0,57 46,82 45,94 +1,93 47,25/45,40 46,48/26,45 28 1420 2,25Delticom 2,95 35,34 35,07 +0,76 35,35/34,90 42,78/30,60 25 622 0,42Deutz 6,16 6,08 +1,37 6,16/5,99 7,94/3,79 13 4995 0,74DIC Asset 0,35 6,67 6,65 +0,38 6,69/6,62 8,85/6,26 24 452 0,46Dt. Annington Imm. 20,52 20,03 +2,45 20,76/20,14 20,10/17,55 16 12916 4,60Dt. Beteilig. 0,4+0,8 21,56 21,95 -1,78 21,96/21,50 22,82/17,53 10 727 0,29Gesco Ind. 2,50 74,47 74,01 +0,62 74,56/74,01 81,10/66,00 12 160 0,25GfK SE 0,65 39,70 39,43 +0,68 39,70/39,37 45,85/35,92 13 457 1,45Grammer 0,50 34,52 34,57 -0,16 34,88/34,27 38,25/20,45 11 704 0,40Grenkeleasing 0,80 79,30 78,52 +0,99 79,72/78,41 79,30/55,44 20 644 1,17Hamborner Reit 0,40 7,61 7,62 -0,14 7,65/7,58 7,70/6,75 23 911 0,35Hamburger Hafen 0,65 18,17 19,55 -7,06 18,52/17,27 20,30/16,29 21 12711 1,32Hawesko 1,60 39,05 38,89 +0,41 39,05/38,83 43,34/37,07 18 64 0,35Heidelb.Druck 2,24 2,23 +0,40 2,26/2,14 3,10/1,50 12 2663 0,52Hornbach Hld. 0,67 61,55 64,80 -5,02 64,99/61,55 64,80/46,15 12 709 0,49Indus Hld. 1,00 31,78 31,95 -0,55 32,25/31,78 32,03/23,17 12 954 0,78Jungheinrich Vz 0,76 49,54 49,36 +0,37 49,64/48,72 56,48/29,55 14 2657 0,79Kion Group 32,63 33,23 -1,81 33,10/32,60 37,07/23,50 14 1448 3,23Koenig & Bauer 0,40 11,63 11,61 +0,17 11,81/11,55 18,50/11,03 388 110 0,19KWS Saat 3,00 259,80 260,10 -0,12 262/259 292/243 19 536 1,71MLP 0,32 4,70 4,75 -1,03 4,80/4,68 5,98/4,41 12 197 0,51Patrizia Immo. 8,15 8,15 +0,05 8,19/8,11 8,86/6,44 15 292 0,51Prime Office 0,23 2,89 2,89 +0,03 2,89/2,83 4,26/2,80 16 516 0,15Puma 0,50 196,90 198,50 -0,81 199/196 244/196 18 1021 2,97SAF Holland 11,32 11,12 +1,84 11,35/11,08 12,22/5,40 12 1300 0,51Schaltbau 0,77 45,96 46,33 -0,81 46,65/45,82 49,41/30,71 13 271 0,28SHW 4,00 46,22 46,26 -0,09 47,49/45,82 55,50/25,48 12 850 0,27Sixt 0,55+0,45 27,79 27,60 +0,69 28,17/27,60 27,60/15,30 14 944 0,87Strer 13,15 12,40 +6,05 13,30/12,79 15,01/7,00 17 2367 0,64Surteco 0,45 28,50 28,89 -1,35 28,75/27,79 30,38/16,81 32 155 0,44Takkt 0,32 15,65 15,30 +2,25 15,65/15,14 15,69/11,50 15 445 1,03Tipp24 0,00 55,90 56,25 -0,62 56,70/55,85 57,00/39,01 18 1935 0,47Tom Tailor 12,90 13,06 -1,19 13,20/12,86 18,39/12,44 10 635 0,34Villeroy & Boch 0,40 11,17 11,21 -0,31 11,34/11,05 13,02/7,90 12 371 0,16Vossloh 2,00 69,39 70,64 -1,77 70,20/69,22 83,00/62,35 16 7235 0,92Wacker Neuson 0,30 11,90 11,95 -0,42 12,00/11,82 12,75/9,24 11 244 0,83Zooplus 57,71 57,92 -0,36 58,22/57,42 64,49/38,00 57 444 0,35Wechselkurse 27.03. Euro-Referenzpreis ffentl. Banken: 1,3765 DollarSorten* Sorten* Devisen DevisenLand W Verk. Ank. Geld BriefAustralien AUD 1,4102 1,5813 1,4854 1,4858Brasilien BRL 2,6453 3,6556 3,1193 3,1273China CNY 7,5307 9,5655 8,5311 8,5511Dnemark DKK 7,1277 7,8801 7,4659 7,4666Grobritann. GBP 0,7909 0,8734 0,8272 0,8274Hongkong HKD 9,8973 11,609 10,664 10,669Japan JPY 134,16 148,92 140,38 140,42Kanada CAD 1,4519 1,6204 1,5197 1,5198Neuseeland NZD 1,5046 1,6900 1,5850 1,5854Norwegen NOK 7,8833 8,7456 8,2487 8,2526Sorten* Sorten* Devisen DevisenLand W Verk. Ank. Geld BriefPolen PLN 3,8793 4,5254 4,1648 4,1706Russland RUB 44,626 56,162 48,971 48,997Schweden SEK 8,5047 9,4332 8,9007 8,9057Schweiz CHF 1,1661 1,2877 1,2181 1,2182Singapur SGD 1,6339 1,8749 1,7370 1,7400Sdafrika ZAR 13,405 16,144 14,577 14,587Tschechien CZK 25,551 29,671 27,398 27,406Trkei TRY 2,8103 3,2432 3,0095 3,0120Ungarn HUF 285,19 360,47 310,64 311,01USA USD 1,3151 1,4530 1,3750 1,3754Schluss Brse Frankfurt 52-Wochen-Heimat- Div. W27.03. 26.03. Hoch/Tief brse3D Systems 41,93 41,37 70,83/23,75 58,06 USD3U Holding 0,46 0,47 0,53/0,39 4SC 1,33 1,35 2,10/1,35 AA.S. Creation 31,90 31,26 44,76/31,10 1,20AAP Impl. 3,22 3,20 3,41/1,23 Acciona 60,14 59,29 60,12/35,07 60,90 2,65Accor 36,54 37,00 38,75/24,54 36,85 0,80AD Pepper 1,16 1,13 1,41/0,78 Adecco 59,83 60,64 62,63/39,09 73,05 2,00 CHFAdler Modemrkte 10,87 10,98 10,98/6,30 0,45ADV Vision Tech 8,45 8,50 9,35/5,81 0,73Adva 3,20 3,22 4,86/3,22 Aegon 6,62 6,56 6,94/4,43 6,62 0,22Aeroflot 5,90 6,00 200/5,89 3,52 USDAgeas 32,13 31,62 33,25/25,42 32,26 0,06Agfa Gevaert 2,34 2,33 2,36/1,27 2,30 Ahlers 11,46 11,40 12,20/10,21 0,60Ahlers Vz 11,23 11,32 12,40/9,90 0,65Ahold 14,09 14,22 14,22/11,25 14,11 0,47Air France KLM 10,59 10,56 10,82/5,60 10,64 Akamai 42,28 41,70 45,91/25,49 58,11 USDAker Solutions 11,33 11,43 15,19/9,75 93,90 4,10 NOKAkzo Nobel 58,59 57,77 60,65/42,49 58,57 1,45Alcatel Lucent 2,82 2,73 3,41/1,01 2,81 Aleo Solar 1,78 1,78 11,40/1,76 All for One Steeb 29,64 27,68 28,45/13,49 0,50Alphaform 3,35 3,20 4,15/2,05 Alstom 19,34 20,41 32,33/18,75 19,25 0,84AMD 2,83 2,92 3,40/1,76 3,94 USDAnalytik Jena 14,00 14,00 15,16/10,54 0,20Andritz 43,62 43,94 53,06/38,45 43,87 0,50Anglo American 17,81 18,16 20,29/14,36 1.5t54,89 GBpAnglo Platinum 32,29 32,74 34,85/20,90 46.9t ZARAnglogold Ash. 11,98 12,67 18,62/8,25 18t 3,00 ZARApollo Group 23,97 24,11 26,06/12,71 32,36 USDArcam AB 21,53 21,65 35,94/6,21 197,0 SEKArcelor-Mittal 11,37 11,47 13,10/8,52 11,44 0,20Archer Daniels 31,22 30,65 32,04/24,00 43,01 0,96 USDArtnet 2,70 3,15/1,61 Asian Bamboo 1,55 1,54 4,30/0,88 AT & S 8,65 8,65 9,10/6,10 8,70 0,20Atlantia 18,60 18,86/12,00 18,81 0,75Atoss Softw. 28,94 29,04 33,95/23,88 3,62Atresmedia 11,72 11,89 14,64/4,14 11,57 0,11Avon Products 10,56 10,50 19,00/10,47 14,47 0,24 USDBBaader Bank 2,50 2,79/1,76 0,05Baker Hughes 45,17 44,97 46,31/32,95 63,41 0,60 USDBallard Power 3,18 3,17 4,84/0,58 4,80 CADBaloise Hold. 91,88 92,51 93,54/71,52 113,0 4,75 CHFBank of East Asia 2,80 2,80 3,26/2,62 30,40 1,11 HKDBarrick Gold 13,01 13,12 22,93/10,52 19,63 0,22 CADBasler 35,59 37,44 37,50/14,50 0,30Bastei Lbbe 7,41 7,48 7,93/7,14 BayWa Na 41,12 40,73 44,40/36,00 0,65BDI BioEnergy 12,13 12,13 14,71/6,00 Beate Uhse 0,66 0,66 0,89/0,62 Biotest 91,40 92,00 93,80/53,93 0,50Blackstone 23,22 23,04 25,21/14,75 32,36 1,34 USDBMP konv. 0,85 0,87 1,08/0,65 BMW Vz 67,97 67,97 67,97/49,19 2,52BOCHK 2,05 2,25 2,79/2,09 21,95 1,01 HKDBombardier b 2,64 2,64 3,78/2,33 4,10 0,10 CADBouygues 29,80 29,18 32,77/18,64 29,75 1,60Bridgestone 25,41 25,03 29,25/23,73 3.6t80,00 JPYBroadcom 22,63 23,18 29,23/18,15 30,92 0,48 USDBrd. Mannesmann 0,86 0,85 0,95/0,65 BT Group 4,53 4,56 5,02/3,12 380,0 9,90 GBpBwin Party Dig. 1,51 1,52 1,73/1,26 1,52 3,60BYD Co. 4,29 4,49 5,17/2,12 45,65 HKDCC-Quadrat Invest 27,18 26,98 29,40/21,52 0,60Cameco 16,46 16,27 18,23/12,80 24,89 0,40 CADCanon 22,30 21,95 29,85/21,10 3.1t 130,0 JPYCap Gemini 55,76 55,02 57,32/32,95 55,91 1,10Cathay Pacific 1,40 1,41 1,65/1,21 14,74 0,22 HKDCenit Syst. 11,00 10,95 11,95/8,16 0,55Centrosolar 0,40 0,35 15,03/0,32 0,00Centrotherm 7,53 7,35 8,10/4,10 Ceotronics 1,08 1,10 1,56/1,08 CEZ 20,95 21,33 23,10/16,67 40,00Chalco 0,24 0,24 0,33/0,22 Check Point 46,82 48,40 51,18/34,11 66,22 USDCheung Kong 12,11 11,73 12,00/9,80 128,0 3,48 HKDChina Life 1,95 1,94 2,45/1,71 0,38 HKDChina Mobile 6,47 6,31 8,63/6,08 68,95 3,31 HKDChina Nat. Build. 0,69 0,68 0,98/0,61 0,20 HKDChina Petroleum 0,65 0,65 0,91/0,49 0,30 HKDChina Precision 1,75 1,86 2,40/0,89 2,37 USDChina Res. Enter. 1,96 1,82 2,68/1,74 20,40 0,27 HKDChina Spec. Glass 2,84 2,81 3,63/1,67 China Unicom 8,98 8,96 12,33/8,30 9,94 HKDClariant 14,23 14,35 15,41/10,33 17,31 0,36 CHFCNOOC 1,13 1,13 1,58/1,06 12,18 0,57 HKDColexon Energy 0,65 0,66 0,69/0,50 Constantin Med. 1,54 1,63 1,89/1,37 Cor & FJA 1,24 1,28 1,32/0,72 Corning 15,00 14,87 14,87/9,73 20,57 0,40 USDCredit Agricole 11,28 11,35 11,83/6,09 11,33 Crocs 10,85 10,88 13,56/8,89 15,26 USDCropenergies 5,26 5,22 7,14/4,87 0,26Curanum 2,87 2,87 3,08/2,65 DDAB Bank 3,74 3,66 3,85/3,20 0,21Danaher Corp. 53,50 54,10 57,80/44,50 73,50 0,40 USDData Modul 17,79 18,32 19,45/12,70 0,60Deag 5,75 5,78 5,87/3,05 0,08Deufol 0,90 0,90 1,38/0,69 Devon Energy 46,42 46,31 48,04/39,41 64,79 0,96 USDDF Dt. Forfait 1,34 1,36 5,94/1,32 Dr. Hnle 13,83 13,97 14,51/10,50 0,50Drgerwerk 75,09 75,17 89,65/70,01 0,86Dt. Postbank 35,50 35,95 38,25/30,47 1,66EEckert & Ziegler 24,68 23,80 30,47/22,99 0,60Ecotel Comm. 7,82 7,89 8,50/4,93 EDF 28,11 28,07 28,92/15,00 28,21 1,15Einhell Germany 30,45 30,95 34,39/29,50 0,60Electronic Arts 20,35 20,77 21,83/12,88 28,12 USDElectronics Line 0,51 0,51 0,87/0,50 Elexis 25,03 24,60 28,27/21,91 0,15Eli Lilly 41,99 41,93 44,56/35,13 57,59 1,96 USDElmos Semicon. 13,97 13,30 13,82/7,30 0,25Endesa 26,03 26,16 26,16/15,92 26,09 1,50Enerxy 1,13 1,13 2,40/1,00 Epigenomics 5,98 6,53 8,45/1,42 Erste Bank 23,87 23,80 29,64/19,19 23,92 0,20Essanelle Hair 12,89 12,58 12,95/10,24 0,50Estavis 2,30 2,36 2,46/1,87 Euromicron 13,38 13,38 17,84/13,38 0,30Exceet Group 6,09 6,28 6,28/3,92 FFabasoft 9,06 8,61 8,61/2,54 0,38Fair Val. Reit 5,03 5,01 5,80/4,01 0,10Fiat 8,05 8,10 8,17/3,95 8,07 First Sensor 9,02 9,25 9,26/7,00 Firstextile 9,60 9,72 10,46/7,02 Forsys Metals 0,33 0,34 0,50/0,21 0,51 CADFortec Elektr. 11,35 11,33 12,89/9,89 0,50Fortum 16,20 16,29 18,16/13,60 16,17 1,10Francotyp-Post. 4,56 4,55 5,02/2,23 Freeport-McM. 23,56 23,12 27,58/20,30 32,35 1,25 USDFuchs Petrol. 63,79 64,15 65,12/49,39 1,28Fujitsu 4,26 4,11 4,61/2,66 614,0 4,00 JPYGGamesa 7,75 7,85 8,89/2,37 7,80 Schluss Brse Frankfurt 52-Wochen-Heimat- Div. W27.03. 26.03. Hoch/Tief brseGas Natural 20,28 20,02 20,02/13,69 20,34 0,90Gazprom ADR 5,40 5,45 7,28/4,65 7,36 0,36 USDGeberit N 235,20 237,41 237/177 288,0 CHFGen. Dynamics 77,72 78,38 82,16/50,64 107,0 2,48 USDGeneral Motors 24,90 25,09 30,33/20,93 34,55 USDGeratherm 7,23 7,16 8,03/4,43 0,20GFT Techn. 7,96 8,20 8,38/3,41 0,15Gigaset 0,97 0,95 1,18/0,61 Givaudan 1.1t 1.1t 1.1t/917 1.4t 47,00 CHFGK Software 44,80 44,80 51,00/23,70 Gold Fields 2,81 2,85 5,96/2,20 4.1t 2,35 ZARGoodyear 18,53 18,50 20,19/9,20 25,34 0,20 USDGroupon 5,57 5,85 9,05/4,11 7,83 USDGSW Immobilien 33,88 33,87 35,80/27,17 0,90GWB Immobilien 0,02 0,02 0,08/0,02 HH&R 7,81 7,93 10,03/7,56 0,60Haikui Seafood 4,61 4,74 8,42/4,30 Hang Lung 1,96 1,96 3,07/1,82 21,40 0,75 HKDHansa Group 1,51 1,37 3,46/1,06 0,00Harley Davidson 48,06 48,57 51,22/37,93 66,26 1,10 USDHarmony Gold 2,21 2,37 5,03/1,67 3.3t 0,50 ZARHeadwaters 8,85 9,09 10,03/6,19 12,29 USDHeineken 49,12 48,00 59,54/44,85 49,05 0,89Heliad 3,25 3,29 3,39/1,58 Henkel 71,56 71,46 76,91/57,34 0,93Hennes&Mauritz 31,13 32,93 33,89/24,34 277,016,00 SEKHeritage Oil 2,88 2,82 3,27/1,48 4,30 CADHighlight 3,60 3,95 4,43/3,52 0,17Hilton Worldw. 16,11 16,16 16,50/15,27 22,27 USDHft & Wessel 2,86 2,87 8,94/1,81 0,10Holcim 57,75 57,23 63,04/51,34 70,85 1,30 CHFHomag 18,85 18,62 20,25/12,75 0,25Honda Motor 24,97 25,51 32,49/24,65 3.5t80,00 JPYHongkong Ex. 10,89 10,84 13,33/10,43 118,0 3,54 HKDHornb.-Baum. 29,58 31,09 31,86/24,00 0,50Hutchison 9,60 9,52 10,58/7,55 104,0 2,30 HKDHypoport 8,91 10,45/7,00 Hyundai GDR 44,63 43,56 46,35/24,10 246t 2t KRWIICBC 0,43 0,42 0,56/0,40 3,38 0,24 CNYICICI Bank 32,01 31,89 37,50/18,53 1.3t20,00 INRIdentive 0,75 0,80 1,14/0,37 1,01 USDIFM Immobilien 10,32 10,32 12,11/9,52 Impala Platinum 8,06 7,97 11,33/6,66 11.7t 1,95 ZARImperial Tobacco 29,45 29,73 30,47/24,66 2.4t106,0 GBpInfosys ADR 38,01 45,00/30,00 3.2t 47,00 INRInit Innovation 23,05 23,10 26,00/21,10 0,80Intern. Paper 32,33 33,50 37,76/31,66 45,03 1,40 USDIntershop konv. 1,82 1,74 2,11/1,04 Intica 4,16 4,34 6,27/2,81 Invision Softw. 47,69 46,30 46,30/14,77 Isaria Wohnbau 2,67 2,67 3,19/2,24 Isra Vision 50,25 50,13 50,32/27,86 0,35ITN Nanovation 2,27 2,25 3,99/2,00 IVG Immobilien 0,01 0,01 0,81/0,01 IVU Traffic Tech. 2,56 2,51 2,51/1,51 JJDS Uniphase 9,89 10,13 11,74/8,43 13,78 USDJetter 7,00 7,00 8,75/3,75 Joy Global 41,55 42,17 46,73/36,06 57,47 0,51 USDJoyou 12,82 12,86 15,14/9,97 Jubii Europe 0,07 0,07 0,09/0,06 Jul. Baer 31,81 31,72 37,05/28,06 38,76 0,60 CHFJuniper Netw. 18,46 18,79 20,55/12,13 25,63 USDKKering 147,30 144,32 185/137 147,0 3,75KHD Humb. Wed. 5,95 6,15 7,45/4,37 0,06Komatsu 14,88 14,88 22,65/14,25 2.1t58,00 JPYKPN 2,48 2,51 3,00/1,39 2,49 Kromi Logistik 9,26 9,26 10,38/8,60 Kyocera 32,80 32,25 43,40/31,31 4.6t80,00 JPYLLafarge 55,19 54,75 57,02/45,27 55,86 1,00LDK Solar 0,72 1,60/0,72 1,01 USDLeifheit 35,89 34,94 36,55/25,28 1,50Lloyd Fonds 0,47 0,46 0,62/0,29 Loewe 0,90 1,00 12,85/1,00 0,00Logitech 11,02 10,94 12,05/4,76 13,45 CHFLogwin 1,15 1,14 1,18/0,97 Lonza Group 74,11 73,54 77,15/47,41 90,00 2,15 CHFLowes Corp. 35,19 34,99 38,54/28,55 48,49 0,72 USDLudwig Beck 29,22 29,39 31,39/25,90 0,50Lukoil ADR 39,10 38,95 51,53/36,00 53,58 1,51 USDMMagix 3,54 3,67 4,20/1,98 Man Group 1,23 1,21 1,60/0,92 102,0 GBpMAN Vz 91,14 90,50 93,22/83,20 1,00Marseille-Kl. 3,93 4,01 5,81/3,97 0,00Mastercard 52,97 53,50 61,97/39,47 73,26 0,44 USDMasterflex 6,82 6,95 7,57/4,91 Mattel 28,34 27,94 36,48/25,62 39,38 1,52 USDMBB Industries 24,70 24,62 25,70/17,34 0,44Mediaset 4,03 3,97 4,33/1,50 4,07 MediClin 4,40 4,40 4,51/3,95 Medigene 5,41 5,92 6,90/3,02 0,00Mediobanca 7,75 7,81 8,02/3,78 7,91 MetLife 38,59 39,39 39,95/27,19 52,39 1,10 USDMetro Vz 23,25 23,28 29,03/22,05 1,06Metso Corp 22,58 23,77 33,10/22,24 1,00Mevis Med. Sol. 15,23 15,51 22,95/8,40 Michelin 90,59 90,97 91,19/59,70 90,59 2,50Ming Le Sports 2,45 2,45 6,11/1,79 Mitsubishi Fin. 3,79 3,89 5,60/3,79 541,0 14,00 JPYMobile Teles 12,48 12,53 17,02/11,11 264,0 0,90 RURModuslink 3,04 3,02 4,21/1,98 4,20 USDMol Magyar 38,30 38,40 58,56/37,85 12t462,0 HUFMologen 11,00 10,74 15,25/10,25 Monsanto 81,57 81,05 85,49/70,73 111,0 1,72 USDMood and M. 0,06 0,14/0,03 Moodys 57,12 57,69 60,00/40,26 77,99 1,12 USDMosenergo ADR 0,87 0,89 1,65/0,85 0,96 0,08 USDMotorola Sol. 47,08 47,75 49,48/40,39 64,30 USDMhlbauer 18,35 18,47 22,69/17,47 1,00MVV Energie 22,90 23,33 26,35/20,51 MWB Fairtrade 0,78 0,78 0,88/0,74 Mybet Holding 1,05 1,06 1,63/0,81 NNewcrest Mining 6,46 6,50 16,60/4,67 9,68 0,25 AUDNexus 12,22 12,18 12,76/8,61 0,11Nikon 11,57 11,77 21,75/11,74 1.7t32,00 JPYNintendo 83,70 85,22 112/71,90 11.8t100,0 JPYNippon Steel 1,91 1,92 2,62/1,77 272,0 5,00 JPYNobel Biocare 10,44 10,41 12,41/7,26 12,70 0,20 CHFNokia 5,29 5,33 6,00/2,33 5,29 0,20Nomura Holding 4,56 4,60 7,34/4,57 643,016,00 JPYNordea 9,91 10,03 10,42/8,08 SEKNorilsk.N ADR 11,88 12,20 13,25/9,25 16,43 1,22 USDNorsk Hydro 3,57 3,53 3,68/2,94 29,61 0,75 NOKNovatek GDR 73,71 76,00 105/71,30 103,0 1,25 USDNovavisions 0,03 0,06/0,03 Novo Nordisk 32,57 32,52 35,00/22,99 243,0 DKKNTT Com Security 6,35 6,43 8,65/6,07 OOHB 19,52 19,73 21,19/14,99 0,37OMV 31,83 32,11 39,68/31,34 31,66 1,25Orad HiTec 1,53 1,54 1,75/1,05 0,41Orco Germany 0,52 0,53 0,56/0,36 Orkla 6,15 6,17 6,94/5,34 50,55 2,50 NOKOTP Bank 13,25 13,25 18,32/11,34 4.1t 122,0 HUFOVB Holding 17,95 17,55 20,66/16,06 0,55PP & I 64,85 65,00 65,20/32,78 1,55Paragon 12,50 12,50 12,65/8,27 0,35Parmalat 2,49 2,49 2,61/1,96 2,50 0,03Paychex 30,91 30,40 33,40/26,74 42,51 1,40 USDPernod-Ricard 83,09 83,00 97,90/79,33 84,03 1,64Schluss Brse Frankfurt 52-Wochen-Heimat- Div. W27.03. 26.03. Hoch/Tief brsePetrobras 9,78 8,96 15,64/7,83 13,42 1,57 USDPetrochina 0,79 0,78 1,04/0,70 8,42 0,40 HKDPetrotec 1,61 1,61 1,79/0,86 Peugeot 13,09 13,12 13,78/5,30 13,25 Phoenix Solar 3,74 3,62 6,65/1,13 Pirelli 11,24 12,78/7,11 PNE Wind 2,78 2,78 3,43/2,32 0,08Polis Immob. 10,81 11,01 11,30/9,53 Porsche Vz 72,97 72,82 80,02/52,96 2,01Portugal Telecom 3,02 3,03 4,07/2,65 3,02 0,32Posco ADR 50,54 49,97 58,59/46,34 303t 8t KRWPostNL 3,29 3,30 4,49/1,48 Potash Sask. 25,57 25,73 34,15/21,78 35,19 1,40 USDPowerland 2,39 2,18 7,27/1,60 Progress 54,95 52,60 52,60/31,68 1,60Pulsion 18,06 18,05 18,20/10,96 0,15PVA Tepla 3,10 2,97 3,31/1,81 0,15RR.Stahl 35,35 35,17 39,67/29,57 1,00Raiffeisen Int. 22,80 23,27 32,59/20,03 22,67 1,12Rambus 7,62 7,90 7,96/4,13 10,51 USDRandstad 42,24 41,88 49,76/28,13 42,30 0,95Realtech 3,12 3,12 5,57/2,82 Red Hat 39,70 41,27 44,44/30,44 56,13 USDReed Elsevier 15,71 15,53 16,23/12,24 15,70 0,51Reliance GDR 21,54 21,42 23,59/17,47 902,0 9,00 INRRenault 69,25 68,71 74,26/45,00 69,34 1,72Renewable Energy 0,46 0,46 0,60/0,13 3,92 NOKRHI 23,14 23,64 28,48/21,55 23,09 0,75RIB Software 11,22 11,13 11,27/3,68 0,14Richter Gedeon 12,23 12,20 15,82/10,74 3.8t66,00 HUFRoche Inh. 214,79 215,57 223/175 262,0 7,80 CHFRosneft ADR 4,77 4,81 6,05/4,40 6,06 0,37 USDRostelecom ADR 10,13 18,53/9,40 13,25 0,44 USDRoyal Bank Scot. 3,64 3,68 4,54/3,12 302,0 GBpRWE Vz 22,90 23,00 29,94/20,68 2,00SSAG Solarstrom 0,32 0,34 3,49/0,32 0,13Saipem 16,78 16,95 24,19/12,15 16,94 Samsung El. 448,91 429,75 542/410 14.3t KRWSamsung El. Vz 348,00 338,33 363/266 14.4t KRWSandvik 10,02 10,07 12,06/8,98 89,80 3,50 SEKSartorius 99,58 97,68 104/75,96 0,80Sasol 40,73 40,36 40,36/30,70 59.8t 17,50 ZARSberbank ADR 6,67 6,85 10,97/5,83 9,15 0,31 USDSBM Offshore 12,25 12,17 16,07/10,29 12,33 Scania 21,35 21,66 22,50/12,57 191,0 SEKSchuler 27,57 27,63 28,93/22,52 0,25SEB 9,65 9,75 10,30/6,97 86,85 4,00 SEKSecunet 22,30 22,12 22,20/11,09 Securitas 8,18 8,19 8,62/6,44 73,90 3,00 SEKSedo 2,86 2,95/1,88 0,00Severstal GDR 5,21 5,47 7,12/4,45 10,69 0,39 USDSFC 4,77 4,82 5,89/3,33 Sharp 2,18 2,11 4,52/2,02 306,0 JPYSHS Viveon 9,80 9,04 11,30/6,55 0,25Silver Wheaton 16,48 16,33 24,45/13,92 0,31 CADSingulus 2,60 2,55 2,81/1,11 SinnerSchrader 3,10 2,96 2,96/1,48 Sixt Vz 22,39 22,17 22,57/13,20 1,02SKW Stahl 11,32 11,50 13,87/10,25 0,50SMT Scharf 19,45 19,40 25,99/19,22 0,98Softbank 54,58 56,82 63,90/33,45 40,00Softing 15,72 15,59 17,03/7,22 0,27Solar Fabrik 1,69 1,70 2,55/1,50 Solarworld 38,00 38,86 152/23,80 0,09Sony 13,30 13,17 17,98/11,19 1.9t25,00 JPYSouth. Copper 19,64 20,44 28,95/18,09 27,56 0,56 USDState Bk of India 44,40 41,24 67,94/32,75 1.8t 35,75 INRStatoil 20,78 20,33 20,35/15,32 171,0 7,00 NOKSTMicroelectron 6,77 6,84 7,58/5,32 6,78 0,30Stryker 57,80 58,11 61,93/48,76 79,73 1,22 USDSss MicroTec 6,99 6,86 9,33/6,05 Suez Env. 14,76 14,86 14,88/9,31 14,83 0,65Sunpower 22,78 23,23 26,49/7,17 31,67 USDSuntech Power 0,25 0,25 1,24/0,20 0,35 USDSunwin 0,08 0,08 0,16/0,06 0,10 USDSurgutn. ADR 5,18 5,36 7,51/4,82 7,20 0,15 USDSvenska Hdlsbk. 35,91 37,73 38,33/29,57 319,0 16,50 SEKSwatch Group 448,40 454,00 485/397 547,0 7,50 CHFSwiss Life 178,15 176,53 186/111 216,0 5,50 CHFSwiss Re 67,36 67,29 68,85/52,37 81,70 8,00 CHFSwisscom 438,03 434,62 435/321 536,022,00 CHFSygnis 5,40 5,38 9,77/2,39 Syngenta 275,88 276,13 327/249 335,010,00 CHFSyzygy 5,35 5,40 5,80/3,96 0,25TTakeda Pharma 34,74 34,83 42,55/33,05 4.9t180,0 JPYTata Motors ADR 24,99 25,33 25,50/16,61 397,0 2,00 INRTatneft GDR 24,15 24,10 31,45/23,09 32,09 1,55 USDTechnotrans 8,43 8,43 10,45/7,36 Telecom Italia 0,84 0,83 0,87/0,47 0,04Telegate 5,78 5,91 9,85/5,43 2,00Telekom Austria 7,35 7,11 7,41/4,75 7,24 0,05Telenor 16,10 15,75 18,70/14,33 134,0 7,00 NOKTeles 0,32 0,41/0,25 Teliasonera 5,44 5,47 6,21/4,81 48,20 3,00 SEKThomps.Creek 1,57 1,57 2,99/1,29 2,33 CADThomson Reuters 24,67 24,76 28,65/23,96 37,46 1,46 CADTomorrow Foc. 4,15 4,13 4,55/3,67 0,06Tomra Systems 6,92 6,69 7,92/6,07 57,50 1,35 NOKTomTom 4,73 4,71 6,15/3,12 4,75 Toshiba 3,02 3,01 4,30/2,94 430,0 8,00 JPYToyota Motor 40,80 40,30 50,75/38,40 5.7t180,0 JPYTravel24.com 10,20 15,24/9,98 Twitter 33,61 32,66 51,28/29,12 46,00 USDUUMS Internat. 10,99 10,80 11,83/9,02 0,55Unipetrol 4,93 4,94 6,76/4,88 137,0 CZKUnited Labels 1,49 1,44 1,60/0,96 United Power 2,95 2,93 3,70/2,80 UPM Kymmene 12,23 12,40 13,26/7,42 12,24 0,60UPS 70,11 70,49 76,71/62,77 96,86 2,68 USDUSU Soft.konv. 11,95 12,06 12,06/7,13 0,25VVale 8,84 8,67 13,63/7,96 27,76 BRLVallourec 37,85 37,57 50,64/33,26 38,08 0,81VBH 2,74 2,74 2,87/2,42 0,00Veolia Envir. 14,28 14,60 14,60/8,54 14,32 0,70Verbio 2,07 2,13 2,29/0,77 Verisign 37,35 47,02/32,86 53,24 USDVestas Wind 27,80 26,33 27,47/5,66 208,0 DKKVita 34 5,66 4,85 7,31/2,75 Vizrt 2,76 2,69 2,93/2,10 0,04VMware 76,34 79,40 80,55/49,93 106,0 USDVoestalpine 31,41 32,32 36,62/22,36 31,44 0,90Volkswagen 179,36 178,25 197/132 3,50Volvo B 11,35 11,48 11,90/8,88 102,0 3,00 SEKVTB Bank GDR 1,46 1,48 2,51/1,20 3,13 0,09 USDVTG 14,55 14,40 15,71/13,04 0,37Vtion Wireless 2,03 2,31 4,48/2,31 0,05WWashTec 11,34 11,10 11,20/9,53 0,58Westag & Get. 18,92 18,24 19,48/16,40 0,94Westag & Get. Vz 18,70 18,53 19,95/16,33 1,00Wienerberger 13,47 13,39 13,89/8,32 13,55 0,12Wilex 0,58 0,59 1,74/0,55 X Y ZXerox 7,82 7,94 9,21/6,41 10,82 0,23 USDYara 31,36 31,00 36,58/28,71 258,010,00 NOKYingli Green ADR 3,10 3,30 6,00/1,28 4,27 USDYoc 2,83 2,79 7,39/0,61 Youbish. Gr. Paper 3,71 3,71 5,15/3,45 Youniq 1,98 1,99 5,27/1,47 Zhongde 3,63 3,75 5,24/1,51 Stoxx 50 / Euro Stoxx 50 (ohne Dax-Werte)17:58 Heimatbrse Tagesvernderung 52-Wochen- KGV Markt- FrankfurtDividende 27.03. 26.03. W in % Hoch/Tief 2014 wert 27.03. 26.03.Euro Stoxx 50 3133,49 3130,17 +0,11 3169/2512 Stoxx 50 2890,00 2883,85 +0,21 2980/2516 ABB 0,68 22,36 22,24 CHF +0,54 24,75/19,37 13 42,50 18,36 18,32Air Liquide 2,50 98,48 98,50 -0,02 105,35/90,70 17 30,56 97,98 98,96Anh.-Busch Inb. 1,70 75,95 75,28 +0,89 78,66/65,05 14 120,21 74,76 74,98ASML 0,46 67,11 67,54 -0,64 74,30/50,62 20 29,90 66,92 67,64Astrazeneca 179,0 3910,00 3910,00 GBp - 4,1t/3,1t 8 59,44 47,28 47,33Axa 0,72 19,16 19,22 -0,29 20,50/12,89 9 46,54 19,25 19,00Banco Bilbao (BBVA) 0,42 8,76 8,77 -0,16 9,93/6,24 13 50,70 8,76 8,82Banco Santander 0,60 6,70 6,66 +0,68 6,83/4,84 13 75,88 6,70 6,66Barclays 6,50 230,60 233,30 GBp -1,16 333,85/231,05 7 45,33 2,81 2,83BG Group 16,67 1111,00 1103,50 GBp +0,68 1,4t/1t 8 45,61 13,38 13,38BHP Billiton 1,12 1832,50 1831,00 GBp +0,08 2t/1,7t 7 46,65 22,09 22,13BNP Paribas 1,50 55,68 56,48 -1,42 60,85/38,29 11 69,01 55,45 56,63BP 21,76 476,35 476,20 GBp +0,03 508,00/432,30 6 106,91 5,75 5,71Brit.Amer. Tobacco 130,0 3287,00 3235,00 GBp +1,61 3,8t/2,9t 15 74,93 39,71 39,05Carrefour 0,58 27,72 27,68 +0,13 29,02/19,76 17 19,87 27,45 27,37Crdit Suisse 0,10 27,80 27,47 CHF +1,20 30,29/24,35 10 36,34 22,78 22,61CRH Plc 0,63 20,16 20,14 +0,12 21,82/14,81 23 14,67 20,01 20,11Danone 1,45 51,91 52,27 -0,69 60,39/48,70 17 32,88 52,10 52,40Diageo 43,50 1864,00 1837,00 GBp +1,47 2,1t/1,8t 17 56,50 22,50 22,25Enel 0,15 4,06 4,06 +0,20 4,13/2,30 13 38,16 4,06 4,05ENI 1,08 17,90 17,95 -0,28 18,98/15,29 11 64,80 17,83 17,91Ericsson 2,75 85,50 84,65 SEK +1,00 90,75/72,60 16 29,10 9,56 9,54Essilor Int. 0,88 73,23 72,95 +0,38 89,70/71,11 22 15,67 73,09 72,95GDF Suez 1,50 19,71 19,71 - 19,73/14,53 15 47,72 19,78 19,58Generali 0,20 16,10 16,02 +0,50 17,43/12,10 11 24,78 15,92 16,07Glaxosmithkline 74,00 1614,00 1623,50 GBp -0,59 1,8t/1,5t 13 94,47 19,46 19,60GlencoreXstrata 0,16 307,10 311,10 GBp -1,29 359,80/256,85 8 49,29 3,71 3,73HSBC Holding 0,45 608,30 611,20 GBp -0,47 769,90/591,80 6 139,47 7,41 7,37Iberdrola 0,30 5,01 4,95 +1,35 4,95/3,63 14 31,22 5,00 5,00Inditex 2,20 110,40 110,30 +0,09 121,00/91,75 24 69,03 110,74 110,19ING 10,01 10,01 - 10,93/5,54 9 38,52 10,03 10,01Intesa San Paolo 0,05 2,32 2,29 +1,13 2,32/1,13 17 36,13 2,33 2,28LOreal 2,30 118,70 118,20 +0,42 136,65/115,20 22 71,76 118,35 118,60Lloyds Bank 75,60 75,20 GBp +0,53 86,30/46,31 11 65,94 0,92 0,91LVMH 2,90 132,90 132,55 +0,26 149,25/119,25 17 67,54 133,00 132,65National Grid 40,58 819,00 816,50 GBp +0,31 847,50/717,50 15 37,24 9,98 9,87Nestl 2,05 66,40 66,20 CHF +0,30 69,50/59,30 18 176,27 54,66 54,23Novartis 2,30 72,00 72,15 CHF -0,21 75,30/63,25 13 160,44 59,29 59,39Orange 0,50 10,44 10,27 +1,61 10,68/7,10 11 27,55 10,40 10,28Philips 0,75 25,25 25,03 +0,90 28,10/20,36 14 23,76 25,34 24,94Reckitt Benckiser 125,0 4855,00 4857,00 GBp -0,04 5,1t/4,3t 18 42,70 59,32 59,04Repsol 0,95 18,41 18,18 +1,27 19,78/15,76 12 23,91 18,36 18,13Richemont 1,00 83,60 84,10 CHF -0,59 95,55/68,15 20 35,62 68,24 69,00Rio Tinto 107,0 3275,00 3304,00 GBp -0,88 3,6t/2,6t 6 56,18 39,77 39,69Roche Hold. Gen. 7,35 263,20 264,00 CHF -0,30 273,00/214,10 16 152,49 217,05 215,24Royal Dutch Shell A 1,35 26,43 26,25 +0,67 26,89/23,47 103,06 26,44 26,27Saint Gobain 1,24 43,42 43,56 -0,31 43,68/27,43 17 24,05 43,33 43,25Sanofi-Aventis 2,77 75,11 75,62 -0,67 86,67/69,40 13 99,07 74,83 75,78Schneider Electric 1,87 64,63 65,34 -1,09 65,99/52,86 15 36,13 64,40 65,06Societe Generale 0,45 43,97 44,28 -0,70 48,38/24,30 10 34,88 43,67 44,46Standard Chartered 53,36 1232,41 1235,00 GBp -0,21 1,7t/1,2t 5 35,99 14,83 14,62Telefonica 11,21 11,11 +0,90 13,11/9,61 11 50,99 11,20 11,07Tesco 14,76 293,35 294,35 GBp -0,34 387,75/290,90 9 29,10 3,60 3,60Total 2,34 47,89 47,50 +0,82 47,57/35,25 10 114,08 48,00 47,38UBS 0,15 17,92 18,08 CHF -0,88 19,50/14,12 14 56,45 14,70 14,89Unibail 8,40 191,20 189,50 +0,90 208,25/164,75 18 18,57 190,93 190,65Unicredit 0,09 6,48 6,44 +0,62 6,58/3,24 19 37,25 6,44 6,41Unilever NV 0,97 29,48 29,12 +1,24 32,89/27,16 18 50,49 29,45 29,20Vinci 1,77 54,04 53,71 +0,61 54,19/34,33 15 32,44 53,91 53,98Vivendi 1,00 19,93 19,80 +0,63 21,25/14,13 16 26,73 19,96 19,82Vodafone 10,19 219,00 223,15 GBp -1,86 252,30/175,85 17 128,53 2,65 2,69Zurich Ins. 17,00 270,10 270,40 CHF -0,11 273,30/228,80 10 32,95 222,21 222,52Dow Jones17:58 New York(in USD) Tagesvernderung 52-Wochen- KGV Markt- FrankfurtDividende 27.03. 26.03. in % Hoch/Tief 2014 wert 27.03. 26.03.Dow Jones 16261,3416268,99 -0,05 16577/14537 3 M 2,54 133,21 133,09 +0,09 140/104 18 88,62 96,63 97,18American Express 0,92 89,78 89,66 +0,13 93,86/64,10 16 96,18 65,00 65,50AT & T 1,80 35,00 34,61 +1,13 39,00/31,86 13 184,80 25,30 25,31Boeing 1,94 123,51 123,53 -0,02 144/84,09 17 92,81 89,82 89,55Caterpillar 2,40 98,62 97,80 +0,84 98,59/80,43 17 62,76 70,71 71,23Chevron 4,00 117,61 117,71 -0,08 128/110 10 226,18 85,55 85,66Cisco Systems 0,68 22,15 22,32 -0,76 26,38/20,24 11 118,43 16,12 16,31Coca-Cola 1,12 38,83 38,61 +0,57 43,09/37,05 18 171,47 28,22 28,08Du Pont 1,80 66,21 66,51 -0,45 67,50/48,59 15 61,32 48,15 48,38Exxon Mobil 2,52 95,64 94,70 +0,99 102/85,16 12 417,80 69,51 69,11General Electric 0,76 25,82 25,62 +0,76 28,03/21,35 15 261,18 18,77 18,77Goldman Sachs 2,00 161,97 161,73 +0,15 179/139 11 73,41 117,98 118,00Home Depot 1,56 78,82 78,87 -0,06 82,91/69,67 18 111,00 57,03 57,35IBM 3,80 190,20 192,62 -1,26 214/173 11 206,53 138,19 140,28Intel 0,90 25,47 25,38 +0,37 26,67/20,94 13 126,61 18,50 18,40Johnson&Johnson 2,64 97,47 97,05 +0,43 97,38/81,11 17 275,01 70,71 71,00JP Morgan Chase 1,52 59,42 59,90 -0,80 61,07/46,64 10 223,37 43,00 43,96McDonalds 3,24 96,19 95,84 +0,37 104/93,02 16 95,71 69,89 69,73Merck & Co. 1,72 55,79 56,02 -0,41 57,47/44,20 16 163,01 40,50 40,85Microsoft 1,12 39,57 39,79 -0,56 40,50/28,56 15 330,29 28,81 28,89Nike 0,84 73,32 73,22 +0,14 79,86/58,26 24 51,88 53,44 53,49Pfizer 0,96 32,16 32,18 -0,05 32,75/27,23 14 208,45 23,43 23,05Procter & Gamble 2,41 79,88 79,50 +0,48 85,41/75,25 19 217,13 58,25 57,71Travelers Cos. 2,00 83,28 83,43 -0,18 90,99/77,85 10 30,32 60,13 60,82United Tech 2,14 114,22 114,58 -0,31 118/91,05 17 104,81 82,50 83,74UnitedHealth 1,12 81,13 81,54 -0,50 81,54/57,21 14 81,68 58,89 59,20Verizon Comm. 2,12 47,44 47,01 +0,91 53,91/45,91 14 135,76 34,53 34,49Visa 1,32 215,35 215,68 -0,15 233/161 24 109,09 156,07 157,29Wal-Mart 1,88 76,49 76,23 +0,34 81,21/71,87 14 247,50 55,64 55,77Walt Disney 0,75 77,96 78,62 -0,84 83,34/56,69 20 137,00 56,48 57,70weitere US-Aktien17:58 New York(in USD) Tagesvernderung 52-Wochen- KGV Markt- FrankfurtDividende 27.03. 26.03. in % Hoch/Tief 2014 wert 27.03. 26.03.Nasdaq 4152,06 4173,58 -0,52 4358/3166 Adobe Systems 0,00 64,75 63,90 +1,33 69,92/42,43 57 32,37 46,36 47,53Amazon 0,00 338,15 343,41 -1,53 407/248 72 154,78 246,44 250,71Applied Mats 0,40 19,74 19,86 -0,60 20,36/12,92 15 23,77 14,30 14,64Baidu 0,00 149,92 152,12 -1,45 185/83,59 4 40,97 107,82 112,49Biogen Idec 0,00 307,75 305,93 +0,59 352/193 26 72,69 223,60 224,93Blackberry 0,00 8,89 9,16 -2,95 16,29/5,75 4,66 6,46 6,75Celgene 0,00 142,21 142,61 -0,28 172/112 19 58,60 102,98 103,97Citrix Sys. 0,00 57,68 58,16 -0,83 76,33/52,72 17 10,75 41,92 43,76Comcast 0,78 49,14 49,62 -0,97 55,24/38,91 17 104,97 36,25 36,15EBay 0,00 54,99 55,60 -1,09 59,30/48,76 18 71,19 40,14 40,18Facebook 0,00 60,87 60,39 +0,80 72,03/22,90 54 117,94 44,16 45,44First Solar 0,00 68,88 68,49 +0,57 73,87/26,10 20 6,85 49,98 49,68Garmin 1,50 57,73 55,36 +4,28 55,36/32,60 23 11,27 40,05 40,59Gilead Sciences 0,00 71,77 72,78 -1,38 83,95/47,20 22 110,05 52,00 52,90Intuitive Surgical 0,00 423,31 424,66 -0,32 513/356 25 16,11 305,27 307,51Keurig Green Mount. 0,00 107,14 105,67 +1,39 116/106 28 15,97 77,02 77,80Kraft Foods 2,00 55,48 55,90 -0,75 58,29/50,09 17 33,06 40,48 40,77Microchip Tech. 1,42 46,49 47,15 -1,41 48,09/34,23 18 0,01 34,20 34,48Network Appl. 0,60 36,48 36,69 -0,57 45,85/32,99 12 12,43 26,44 27,10Nvidia 0,30 17,71 18,03 -1,80 18,91/12,13 21 10,07 12,90 13,00Priceline.com 0,00 1174,36 1188,77 -1,21 1370/684 23 60,39 841,50 882,93Qualcomm 1,40 79,34 78,31 +1,32 78,56/59,39 16 134,04 57,57 57,53Rofin Sinar 0,00 23,73 23,80 -0,29 27,65/21,28 20 0,67 17,19 17,74Sandisk 0,90 78,51 79,86 -1,69 80,73/51,18 13 17,73 57,18 58,00Starbucks 0,84 73,12 73,54 -0,57 81,99/56,87 28 54,94 53,20 53,63Symantec 0,60 19,03 18,79 +1,25 26,96/18,20 10 13,24 13,64 13,74Tesla Motors 0,00 206,45 212,96 -3,06 255/37,89 128 25,31 150,35 155,30Teva Pharm. 1,20 48,92 48,88 +0,08 50,22/36,59 11 41,32 35,50 36,01Vertex Pharms 0,00 70,44 70,44 - 88,51/52,60 16,47 49,89 51,80Wynn Resorts 4,00 209,62 214,87 -2,44 248/118 28 21,20 153,18 154,60Yahoo 0,00 35,74 35,45 +0,82 41,23/23,26 22 36,26 25,88 25,75S & P 500 1848,12 1852,56 -0,24 1878/1542 Abbott Labs 0,56 38,43 38,56 -0,34 40,12/32,93 17 59,42 27,86 27,65AIG 0,40 49,11 49,70 -1,19 52,30/37,68 11 72,31 35,66 36,20Alcoa 0,12 12,59 11,86 +6,11 12,22/7,70 26 0,01 9,18 8,75Altria 1,92 37,31 37,25 +0,16 38,57/33,46 14 74,78 27,16 27,01Amgen 1,88 122,56 120,11 +2,04 127/94,60 15 92,43 89,12 87,65Apple 12,20 536,00 539,78 -0,70 570/391 12 478,41 390,76 392,93Bank of America 0,04 16,95 17,18 -1,36 17,92/11,44 13 180,76 12,30 12,49Berkshire Hath. B 123,14 123,01 +0,11 125/103 19 144,06 89,69 89,50Bristol Myers 1,40 52,11 52,66 -1,04 56,61/39,68 29 85,80 38,10 36,81Citigroup 0,04 47,24 50,16 -5,82 55,20/42,50 9 143,28 34,46 36,51Colgate 1,36 64,44 64,27 +0,26 66,26/55,87 21 59,81 47,00 46,79Conoco Philips 2,76 69,43 68,60 +1,21 74,34/56,81 11 85,06 49,74 49,97Deere 2,04 87,80 88,33 -0,60 93,77/80,90 11 32,70 63,70 64,66Dow Chemicals 1,28 47,80 49,43 -3,30 50,64/30,18 17 57,97 34,65 36,63EMC 0,40 27,34 27,33 +0,04 28,18/21,50 13 56,26 19,90 20,12Fedex 0,60 131,99 132,12 -0,10 144/91,87 15 41,21 96,00 97,17Ford Motor 0,40 15,32 15,25 +0,46 17,76/12,44 10 59,34 11,04 11,14Google 0,00 1114,52 1131,97 -1,54 1220/766 21 308,41 812,10 824,86Halliburton 0,50 58,10 58,37 -0,46 59,14/37,21 14 49,28 42,31 42,67Hewlett-Packard 0,58 31,77 32,35 -1,79 32,56/19,56 8 60,64 23,09 23,60Honeywell 1,64 90,71 90,84 -0,14 95,44/71,47 16 71,18 65,68 67,21Lockheed Martin 4,60 159,17 159,64 -0,30 167/94,53 16 50,98 115,85 117,04Medtronic 1,12 59,00 59,29 -0,49 60,84/45,61 14 58,90 43,07 43,44Mondelez 0,56 34,33 34,17 +0,47 35,80/28,34 20 60,21 24,87 25,05Morgan Stanley 0,20 30,78 31,22 -1,43 33,40/20,31 12 60,05 22,39 22,81Newmont Mining 0,60 22,72 23,07 -1,52 41,89/20,87 16 11,20 16,62 16,76Occidental Pet. 2,56 94,60 93,54 +1,13 99,37/78,37 13 76,25 68,38 68,54Oracle 0,48 39,48 39,08 +1,02 39,50/29,96 14 177,56 28,37 28,39Pepsico 2,27 82,91 82,87 +0,05 86,80/77,10 18 127,15 60,33 60,50Philip Morris 3,76 80,14 80,42 -0,35 96,44/75,39 14 128,40 58,26 58,13Schlumberger 1,25 97,00 95,43 +1,65 95,56/69,95 17 127,74 70,23 69,47Texas Instruments 1,20 46,19 46,39 -0,43 47,15/33,92 21 50,56 33,85 33,78Time Warner 1,15 63,59 64,65 -1,64 70,31/56,16 15 57,53 46,18 47,69Wells Fargo 1,20 48,79 48,50 +0,60 49,12/36,27 12 257,01 35,78 35,54Weltindizes17:58 27.03. 26.03. Tagesvernderung Tages- 52-Wochen-in % Hoch/Tief Hoch/TiefMSCI World (berechnet in US-$) 1654,34 - / 1679,06/1400,98AEX All Shares Amsterdam 398,59 396,89 +0,43 398,59/395,58 408,62/332,25BUX Budapest 17039,46 16906,93 +0,78 17068,49/16863,77 19743,65/16140,53OMX H25 Helsinki 2797,11 2815,89 -0,67 2815,66/2783,68 2941,47/2172,41HangSeng Hongkong 21834,45 21887,75 -0,24 21926,83/21715,63 24038,55/19813,98BIST Nat. 100 Istanbul 67993,10 67118,25 +1,30 68149,68/67415,12 93178,87/61189,15JSE Top 40 Johannesburg 42663,18 42943,04 -0,65 42943,04/42458,72 43236,13/33230,97FTSE 100 London 6584,14 6605,30 -0,32 6605,30/6561,39 6865,86/6029,10IBEX 35 Madrid 10199,00 10140,80 +0,57 10204,40/10087,10 10525,00/7553,20MIB Mailand 21173,90 21108,15 +0,31 21173,90/21011,16 21108,15/15056,57RTS 1 Moskau 1179,47 1198,89 -1,62 1196,52/1167,70 1518,54/1062,47Sensex Mumbai 22214,37 22095,30 +0,54 22307,74/22094,29 22095,30/17905,91CAC 40 Paris 4379,06 4385,15 -0,14 4390,17/4359,29 4419,13/3595,63PX SE Ind. Prag 994,03 1002,85 -0,88 1003,85/993,28 1046,06/852,90Bovespa Sao Paolo 49170,17 47965,61 +2,51 49478,12/47962,03 56520,89/44965,66Shanghai Co Shanghai 2046,59 2063,67 -0,83 2073,98/2042,71 2321,32/1950,01Straits Times Singapur 3162,46 3143,32 +0,61 3167,34/3145,86 3454,37/2960,09All Ordinaries Sydney 5359,70 5387,20 -0,51 5387,20/5332,80 5477,00/4633,50Nikkei 225 Tokio 14622,89 14477,16 +1,01 14659,85/14227,81 16291,31/12003,43S & P/TSE 300 Toronto 14144,39 14184,10 -0,28 14197,71/14142,81 14368,98/11836,86VDax Volatil.-Dax 17,57 17,24 +1,93 17,89/17,11 24,27/12,96WIG Warschau 51767,99 51723,05 +0,09 51798,30/51543,90 55246,40/43159,57Austrian Tr. Wien 2458,83 2483,46 -0,99 2492,44/2448,72 2729,07/2170,86Swiss Market Zrich 8327,93 8334,34 -0,08 8358,26/8302,07 8532,99/7249,47ERLUTERUNGEN: Kursangaben: Notierungen in Deutschland verstehen sich in Euro und basieren auf Kursen desXetra-und Spezialisten-Handels. In den Spalten mit der Bezeichnung Heimatbrse wird die Notierung und die Di-videndenangabe in der jeweiligen Landeswhrung (W) dargestellt. Ausnahme: Bei Aktien aus dem Euro-Raumerfolgt keine Whrungsangabe. t nach dem Kurs: Darstellung in Tausend. * zuletzt verfgbarer Kurs. Notierun-gen von Dax, MDax, TecDax und SDax basieren auf Xetra-Kursen. Alle deutschen Werte sind mit Ausnahme vonPorsche im Prime Standard notiert. Dividendenangaben gelten fr das abgelaufene Geschftsjahr. Bei US-Wertenwird die letzte Quartalsdividende auf das Jahr hochgerechnet. D: Titel mit Dividendenabschlag gehandelt. KGV:Kurs-Gewinn-Verhltnis (Ibes-Schtzungen). Umstze: Gesamtumstze in Tausend Euro. Marktkapitalisierung:Angaben in Milliarden Euro. Aktienarten: ADR = American Depositary Receipts, GDR = Global Depositary Receipts,Vz=Vorzugsaktien. Whrungskrzel: AUD=austral. Dollar, BRL=brasil. Real, CAD=kanad. Dollar, CHF=SchweizerFranken, CNY=chines. Yuan, CZK=tschech.Krone, DKK=dnische Krone, GBP=brit. Pfund, HKD=Hongkong Dol-lar, HUF=ungar. Forint, INR=Ind. Rupie, JPY=japan. Yen, KRW=kor. Won, NOK=norweg. Krone, NZD=neuseel. Dol-lar, PLN=poln. Zloty, RUR=russ. Rubel, SEK=schwed. Krone, SGD=Singapur Dollar, TRY=trk. Lira, USD=US-Dollar,ZAR=sdafrik. Rand; *Sortenkurse: Mitgeteilt von der Reisebank Frankfurt, Darstellung aus Sicht des Bankkunden.Kursgrafik: smallCharts,Quelle: GOYAX.de, AID Hannover, Morningstar Alle Angaben im Kursteil der SZ erfolgen ohne GewhrUnter Europas Aktienanlegern waram Donnerstag Durchatmen ange-sagt. Nach zwei Tagen mit deutli-chen Kursgewinnen schloss derDaxkaum verndert bei 9451 Punkten.Einige Brsianer zweifelten wegender Spannungen zwischen dem Wes-ten und Russland an einem nachhal-tigen Aufwrtstrend fr den Aktien-markt.Beiderseits des Atlantik zhltenFinanzwerte zu den grten Verlie-rern. Zuvor hatte die US-NotenbankFed die Plne der Citigroup fr Ge-schenke an ihre Aktionre durch-kreuzt. Auch die US-Sparten der bri-tischen Institute HSBC und RoyalBank of Scotland (RBS) sowie die spa-nische Santander mssen ihre Divi-denden- oder Aktienrckkauf-Vor-haben nachbessern und mehr Geldfr die Krisenvorsorge einbehalten.Citigroup brachen in New York um5,7 Prozent ein. Im Dax zhlten dieAktien der Deutschen Bank mit mi-nus 0,8 Prozent zu den grten Ver-lierern, Commerzbank fielen um einProzent. Lufthansa-Titel verlorenwegen des Warnstreiks im ffentli-chen Dienst ebenfalls ein Prozent anWert. Die Fluggesellschaft strichweltweit jeden dritten Flug.Daneben sorgten die Bilanzen ei-niger Unternehmen aus der zweitenund dritten Unternehmensreihe frEnttuschung. Die Titel von SMA So-lar rutschten um 5,5 Prozent ab undwaren schwchster TecDax-Wert.Der Solartechnikkonzern ist im ver-gangenen Jahr wegen des Nachfrag-einbruchs in Europa erstmals tief indie roten Zahlen geraten. Das nutz-ten viele Anleger, um ihre Gewinnemitzunehmen. SMA haben seit Jah-resbeginn etwa 97 Prozent gewon-nen. Die Aktie des Hamburger Ha-fen- und Logistikkonzern HHLAsackte als grter SDax-Verliererum 7,1 Prozent nach unten. Das Un-ternehmen stellt sich auf ein weite-res schwieriges Jahr ein. Hennes &Mauritz verloren an der Stockhol-mer Brse um 4,3 Prozent ab. Der Ge-winn des Bekleidungseinzelhnd-lers wuchs in den drei Monaten bisEnde Februar nicht so stark wie er-wartet.Die US-Brsen prsentiertensich wenig verndert. Auf die Stim-mung drckten gemischt ausgefalle-ne Konjunkturdaten. Die US-Wirt-schaft wuchs im vierten Quartalzwar mit 2,6 Prozent etwas strkerals zunchst geschtzt, aber den-noch etwas weniger als von Exper-ten erwartet. Zugleich besserte sichdie Lage am Arbeitsmarkt. Die Zahlder Erstantrge auf Arbeitslosenhil-fe sank in der vergangenen Wocheauf den tiefsten Stand seit Novem-ber. Der Dow Jones verharrte bei16 263 Punkten. sz/reuters/dpaAnleger trennen sich von Bank-AktienDax70008000900010000AprMai Jun JulAugSepOktNovDezJanFebMrz(Angaben in Punkten) 1 Jahr: +21,3%Vortag: +0,0%27.3.2014 Schluss: 9451,21MDax120001300014000150001600017000AprMai Jun JulAugSepOktNovDezJanFebMrz(Angaben in Punkten) 1 Jahr: +23,3%Vortag: -0,4%27.3.2014 Schluss: 16334,75Euro Stoxx 50240026002800300032003400AprMai Jun JulAugSepOktNovDezJanFebMrz(Angaben in Punkten) 1 Jahr: +20,0%Vortag: +0,1%27.3.2014 Schluss: 3133,75Dow Jones140001600018000AprMai Jun JulAugSepOktNovDezJanFebMrz(Angaben in Punkten) 1 Jahr: +11,9%Vortag: -0,1%27.3.2014 18 Uhr: 16260,16GELDDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 23Leitz insenBasiszins gemBrgerlichem Gesetzbuch seit 01.01.14 -0,63%Leitzins EZB seit 13.11.13 0,25%Leitzins FED seit 16.12.08 0-0,25%Indizes/RenditenKupon 27.03. 26.03.Bund-Future 143,77 143,52Rex Perf. Dt.Renten-Idx 451,59 451,20Umlaufrendite 1,26 1,2810j. Bundesanleihe 1,57 1,5710j. Staatsanleihe USA 2,70 2,7510j. Staatsanleihe Grobrit. 2,70 2,7110j. Staatsanleihe Japan 0,62 0,62Euribor in %Laufzeit 26.03. 25.03.3 Monate 0,315 0,3186 Monate 0,419 0,4229 Monate 0,506 0,51112 Monate 0,591 0,598Dollar-Libor in %Laufzeit 26.03. 25.03.3 Monate 0,233 0,2346 Monate 0,330 0,3309 Monate 12 Monate 0,562 0,562Eurogeldmarkt 127.03. Tagesgeld 1 Monat 6 Monate 1 JahrEuro 0,130,23 0,190,30 0,280,41 0,490,59US-$ 0,080,18 0,130,23 0,310,41 0,530,63brit- 0,390,49 0,420,51 0,620,65 0,860,94sfr -0,150,05 -0,150,05 0,010,16 0,130,28Yen 0,000,00 -0,090,13 0,060,21 0,150,35Bundespapiere (sortiert nach Restlaufzeit)Kupon Anleihe 27.03. 26.03. Rend.2,25 BO S.154 v. 09/14 100,07 100,08 0 BS v. 12/14 II 99,98 99,98 4,25 BA v. 04/14 101,07 101,10 0,060 BS v. 12/14 III 99,94 99,93 2,5 BO S.155 v. 09/14 101,25 101,26 0,140 BS v. 12/14 IV 99,89 99,88 3,75 BA v. 04/15 102,75 102,76 0,162,5 BO S.156 v. 10/15 102,15 102,16 0,150,25 BS v. 13/15 I 100,10 100,09 0,152,25 BO S.157 v. 10/15 102,17 102,17 0,120 BS v. 13/15 II 99,83 99,82 3,25 BA v. 05/15 103,91 103,92 0,130,25 BS v. 13/15 III 100,15 100,12 0,141,75 BO S.158 v. 10/15 102,45 102,45 0,140 BS v. 13/15 IV 99,75 99,73 3,5 BA v. 05/16 105,93 105,94 0,142 BO S. 159 v. 11/16 103,56 103,53 0,130,25 BS v. 14/16 I 100,22 100,17 0,142,75 BO S. 160 v. 11/16 105,26 105,24 0,131,5 BA v. 06/16 Infl. 104,45 104,33 6 BA v. 86/16 II 112,91 112,93 0,164 BA v. 06/16 108,69 108,69 0,145,63 BA v. 86/16 113,27 113,24 0,231,25 BO S. 161 v. 11/16 102,75 102,74 0,163,75 BA v. 06/17 109,90 109,84 0,160,75 BO S. 162 v. 12/17 101,62 101,56 0,190,5 BO S. 163 v. 12/17 100,85 100,80 0,224,25 BA v. 07/17 II 113,02 113,00 0,230,5 BO S. 164 v. 12/17 100,75 100,70 0,294 BA v. 07/18 113,90 113,81 0,280,5 BO S. 165 v. 13/18 100,53 100,43 0,360,25 BO S. 166 v. 13/18 99,36 99,27 0,410,75 BO v. 11/18 Inflat. 105,71 105,40 4,25 BA v. 08/18 116,34 116,20 0,371 BOS. 167 v. 13/18 102,22 102,10 0,493,75 BA v. 08/19 115,33 115,18 0,491 BO S. 168 v. 14/19 101,95 101,84 0,603,5 BA v. 09/19 115,02 114,83 0,593,25 BA v. 09/20 114,28 114,18 0,711,75 BA v. 09/20 Infl. 112,71 112,47 3 BA v. 10/20 113,41 113,19 0,791,5 BA v. 13/20 101,91 101,78 1,182,25 BA v. 10/20 108,73 108,59 0,852,5 BA v.10/21 110,28 110,14 0,923,25 BA v.11/21 115,61 115,37 1,002,25 BA v.11/21 108,54 108,28 1,052 BA v. 11/22 106,41 106,21 1,131,75 BA 12/22 104,09 103,89 1,221,5 BA 12/22 101,74 101,55 1,281,5 BA 13/23 101,14 100,95 1,360,1 BA v. 12/23 Inflat. 100,90 100,49 1,5 BA 13/23 100,84 100,54 1,402 BA 13/23 104,90 104,59 1,436,25 BA v. 94/24 143,79 143,38 1,411,75 BA v. 14/24 101,90 101,65 1,546,5 BA v. 97/27 153,95 153,60 1,875,63 BA v. 98/28 143,95 143,54 1,954,75 BA v. 98/28 II 133,71 133,50 2,006,25 BA v. 00/30 154,79 154,50 2,125,5 BA v. 00/31 145,83 145,40 2,204,75 BA v. 03/34 138,96 138,50 2,314 BA v. 05/37 127,95 127,86 2,394,25 BA v. 07/39 I 135,02 134,65 2,394,75 BA v. 08/40 145,50 145,20 2,393,25 BA v. 10/42 117,28 116,91 2,402,5 BA v. 12/44 101,82 101,30 2,412,5 BA v. 14/46 101,48 101,06 2,43Auslndische StaatsanleihenKupon Anleihe 27.03. Rend. Bonit.0 Argent.GDP-Lnkr 05/35 8,42 B-v.2,26 Argentinien 05/38 39,25 7,94 B-3,5 Belgien 09/15 103,25 0,24 AA4 Belgien 12/32 116,19 2,84 AA4,25 China 04/14 101,94 0,85 AA3 Frankreich 09/14 100,77 0,27 AA+5,9 Irland 09/19 121,37 1,81 BBB4,6 Irland 99/16 108,10 0,59 BBB10,5 Jamaika 04/14 100,82 8,68 CCC-4,25 Lettland 04/14 100,00 BBB+3,75 Niederlande 04/14 101,01 0,22 AAA3,4 sterreich 09/14 101,75 0,24 AA+6,5 sterreich 94/24 139,00 2,06 AA+4,2 Polen 05/20 115,00 1,57 A-3,85 Portugal 05/21 102,91 3,37 BB6,4 Portugal 11/16 109,34 1,33 BB3,13 Schweden 09/14 99,82 4,42 AAA4,9 Spanien 07/40 112,00 4,14 BBB5,5 Spanien 11/21 118,57 2,59 BBB7 Venezuela 05/15 95,00 12,82 CCCUnternehmensanle ihenKupon Anleihe 27.03. Rend. Bonit.4,75 Adidas Int. Fin. 09/14 101,00 1,145,38 Allianz Fin.perp. 06/ 104,60 A3,25 Bay.Lbk.Pfb 05/15 103,56 0,23 NR4,63 Bayer Capital 09/14 101,89 0,72 A3,25 BMW Fin. 12/19 109,40 1,22 A+3,875 Commerzbank 10/17 108,03 1,12 A-3,5 Dt. Bahn Fin. 10/20 112,11 1,44 AA1,125 Dt. Brse 13/18 101,14 0,83 AA2,75 Dt. Post 13/23 104,18 2,24 BBB+4 Dt.Telek.Int.Fin.05/15 102,81 0,51 BBB+7,25 Drr 10/15 103,30 5,5 Eon 07/17 115,43 1,00 A-4,75 Goldman Sachs 06/21 111,62 3,00 BBB7,5 Heid.Cem. 10/20 123,80 3,14 NR5 K+S 09/14 101,96 0,87 BBB4,75 Linde 07/17 112,03 0,75 A+6,75 Linde 08/15 110,25 0,63 A+6,5 Lufthansa 09/16 111,77 1,19 BB+4,5 Maxingvest 04/14 101,81 1,083,87 Porsche 06/16 105,34 0,945 RWE Fin. BV 09/15 103,82 0,58 BBB+3,5 SAP 10/17 107,22 1,054,375 Shell 09/19 113,74 0,95 AA4,5 Shell Intern. 09/16 107,24 0,59 AA5,13 Siemens Fin. 09/17 112,45 0,76 A4,12 Sixt 10/16 106,22 1,638 ThyssenKrupp 09/14 101,61 0,33 BB+2,38 Toyota Mot. Cred. 13/23 103,09 1,99 AA3,25 Volkswagen 12/19 108,82 1,34 AGenussscheineUnternehmen 27.03. 26.03.Bertelsmann 01 ff. 15% 293,00 293,00Bertelsmann 92 ff. 7,23% 205,00 205,00Magnum 03/50 12% 100,00 99,00Pongs&Zahn 06/50 8,5% 0,30 0,30Salvator Grund. 04/50 9,5% 41,50 41,50Mnzen und BarrenMnzen 27.03. 26.03.London Gold (16:00) $/Uz. 1296,00 1304,00London Silber (14:00) US-cts/Uz 1968,00 2003,00London Palladium (14:00) $/Uz 766,00 782,00London Platin (14:00) $/Uz 1404,00 1411,00Kupfer (DEL) 487,14489,26 484,36486,48Mnzen 2Ankauf Verkauf Ankauf VerkaufMnzen 27.03. 27.03. 26.03. 26.03.1 Uz Am.Eagle 941,50 990,50 943,00 992,001 Uz Platin Noble 958,50 1159,50 962,50 1164,001 Uz Maple Leaf 941,50 971,00 943,00 978,001/2 Uz Am. Eagle 468,50 509,50 469,00 510,501/2 Uz Philharm. 468,50 509,50 469,00 510,501/4 Maple Leaf 235,50 261,00 236,00 261,501/4 Uz Philharm. 235,50 261,00 236,00 261,501/10 Uz Am.Eagle 95,00 108,50 95,00 108,501 Uz Krger Rand 941,50 976,00 943,00 978,001 Uz Britannia 941,50 990,50 943,00 992,001 UZ W. Philh. Silber 14,40 16,40 14,35 16,351 Uz Platin Koala 958,50 1159,50 962,50 1164,001/10 Uz Platin Koala 100,00 135,00 100,50 135,502 Rand Sdafrika 216,00 236,50 216,50 237,00100 sterr. Kronen 895,00 961,50 896,50 963,004 sterr. Dukaten 406,50 438,50 407,00 439,001/2 Uz Knguruh 468,50 509,50 469,00 510,501/10 Uz Knguruh 95,00 108,50 95,00 108,5010 Rubel (Tscherwonetz) 227,50 253,50 228,00 254,0020 sfr (Vreneli) 175,00 196,50 175,50 197,0020 Goldmark (Wilh.II) 216,00 236,00 216,00 236,00Bar ren 2Ankauf Verkauf Ankauf VerkaufBarren 27.03. 27.03. 26.03. 26.03.Gold, 1 kg 29856,00 30674,00 29909,00 30726,00Gold, 100 g 3021,00 3097,00 3026,00 3102,00Gold, 10 g 302,00 318,00 303,00 319,00Silber, 1 kg 436,00 504,00 435,00 503,00Platin, 1 kg 30704,00 33915,00 30845,00 34052,00Platin, 100 g 3096,00 3430,00 3110,00 3444,00Fr Industr ieabnehmer 3Ankauf Verkauf Ankauf VerkaufMetall 27.03. 27.03. 26.03. 26.03.FeingoldFeingold, 1 kg 29480,00 31990,00 29580,00 32100,00verarbeitet, 1 kg 33510,00 33630,00FeinsilberFeinsilber, 1 kg 445,10 496,10 445,40 496,50verarbeitet, 1 kg 519,30 519,70Platin / PalladiumPlatin (per Gramm) 31,06 33,94 30,96 33,83Palladium (per Gramm) 16,98 18,67 17,20 18,91RohstoffeEnerg ie27.03. 26.03.Rohl (Ldn.) Mai 107,64 107,03Brent Jun 107,54 106,92ICE $/Brl Jul 107,29 106,67Rohl (NY) Mai 101,54 100,26WTI Jun 100,72 99,53Nymex $/Brl Jul 99,70 98,6327.03. 26.03.Benzin (RBO) Apr 2,94 2,91Nymex $/gal Mai 2,94 2,91Heizl (NY) Apr 2,94 2,92Nymex $/gal Mai 2,94 2,92Gasl (Ldn) Apr 902,5 893,3ICE $/t Mai 902,3 893,3Edelmetal le27.03. 26.03.Gold (NY) Apr 1298 1303Comex $/oz Mai 1296 1304Jun 1297 1303Platin (NY) Mai 1412 1407Nymex $/oz Jul 1402 140827.03. 26.03.Silber (NY) Apr 19,71 19,76Comex $/oz Mai 19,70 19,78Jul 19,74 19,82Palladi. (NY) Mr 762,5 781,2Nymex $/oz Mai 789,4Basismetal le27.03. 26.03.Kupfer (Ldn) Kse 6581 6555LME $/t 3-Mt. 6570 6551Nickel (Ldn) Kse 15670 15960LME $/t 3-Mt. 15710 16050Zink (Ldn) Kse 1966 1981LME $/t 3-Mt. 1975 199227.03. 26.03.Blei (Ldn) Kse 2044 2065LME $/t 3-Mt. 2064 2089Zinn (Ldn) Kse 23050 23275LME $/t 3-Mt. 23100 23200Alumini. (Ldn) Kse 1683 1706LME $/t 3-Mt. 1726 1750Agrarprodukte27.03. 26.03.Weizen (Pa) Mai 210,0 210,5Matif Euro/t Nov 202,3 204,0Sojaboh. (Ch) Mai 1447 1440CME cts/bu Jul 1413 1410Mais (Chi.) Mai 488,8 484,5CME cts/bu Jul 492,8 489,327.03. 26.03.Kaffee (NY) Mai 174,6 176,0ICE cts/lb. Jul 176,7 178,0Kakao (NY) Mai 2958 2975ICE $/t Jul 2969 2963Zucker (NY) Mai 17,79 17,36ICE cts/lb. Jul 18,12 17,74RentenmarktERLUTERUNGEN: Anleihen: Kurse in Prozent; BA=Bundesanleihe; BO=Bundesobligationen;BS=Bundesschatzanweisung; PfB=Pfandbrief; Laufzeit (Emissionsjahre/Flligkeit) hinter demNamen; alle Bun-despapiere besitzen Bonitt AAA; Bonittseinstufungen soweit verfgbar von S&P: AAA=exzellent, AA=sehrgut bis gut, A=gut bis befriedigend, BBB=befriedigend bis ausreichend, BB=mangelhaft, B=mangelhaft, CCCbis C=ungengend, Insolvenz absehbar, D=zahlungsunfhig; Euribor=Zinssatz f. Termingelder in Euro unterBanken; Dollar-Libor=Zinssatz f. Termingelder auf Dollarbasis; 1) Bloomberg, Mnzen und Barren; 2) pro aurum,Schalterpreise Mnchen, Angaben in Euro 3) W.C.Heraeus, Basis Londoner Fixing; Rohstoffe: CME=ChicagoMercantile Exchange, Comex=Commodity Exch., ICE=Intercontinental Exch., LME=London Metal Exch., Ma-tif=March terme Internat. de France, Nymex=New York Mercantile EchangeKursgrafik: smallCharts, Quelle: GOYAX.de, AID Hannover, MorningstarWeitere Kursinformationen finden Sie unter:Spekulation um EZB-Politik hilft AnleihenSpekulationen auf eine weitere Lo-ckerung der EZB-Geldpolitik ha-ben am Donnerstag die Nachfragenach bereits ausgegebenen und h-her verzinsten europischen Anlei-hen angeheizt. Whrend die Kursestiegen, fielen im Gegenzug dieRenditen der spanischen und itali-enischen Bonds auf den tiefstenStand seit etwa acht Jahren. Diejngsten Aussagen der EZB deute-ten darauf hin, dass sie zu einerweiteren Lockerung der Geldpoli-tik bereit sei, sagte Jussi Kiljanen,Chef-Anleihestratege der SEB.Die Tatsache, dass die uerun-gen von Weidmann kommen, gibtihnen etwas mehr Gewicht. Bun-desbankchef Jens Weidmann hat-te am Dienstag Wertpapierkufeder EZB nicht mehr kategorischausgeschlossen. Der Euro verbillig-te sich auf 1,3730 (Vortag: 1,3789)Dollar. Der Markt beginnt, sichauf eine EZB-Intervention in derkommenden Woche vorzuberei-ten, sagte ING-AnleihestrategeAlessandro Giansanti. Dann tref-fen sich die Whrungshter zuihrer Ratssitzung. sz/reutersGold11601260136027.12.13 27.3.14l10311312327.12.13 27.3.14USA2,502,753,0027.12.13 27.3.14Deutschland1,51,71,927.12.13 27.3.14GELD24 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHIn Deutschland zugelassene Qualittsfonds tgliche Verffentlichung mitgeteilt von vwd groupName Whrung Ausg. Rcknahme Aktiengewinn ATE ZWG27.03. 27.03. 26.03. EStG 1) KStG 2)Name Whrung Ausg. Rcknahme Aktiengewinn ATE ZWG27.03. 27.03. 26.03. EStG 1) KStG 2)Name Whrung Ausg. Rcknahme Aktiengewinn ATE ZWG27.03. 27.03. 26.03. EStG 1) KStG 2)Name Whrung Ausg. Rcknahme Aktiengewinn ATE ZWG27.03. 27.03. 26.03. EStG 1) KStG 2)Name Whrung Ausg. Rcknahme Aktiengewinn ATE ZWG27.03. 27.03. 26.03. EStG 1) KStG 2)Name Whrung Ausg. Rcknahme Aktiengewinn ATE ZWG27.03. 27.03. 26.03. EStG 1) KStG 2)Aberdeen Asset Management Deutschland AGwww.aberdeen-asset.deAsia Pacic Equ T* $ - 70,08 69,28 60,94 - - 0,00Asian Bond T $ - 149,60 149,43 0,00 0,00 - 3,32Asian Small Comp T* $ - 42,90 42,68 73,33 - - 0,00Emerg Mkts Equ T* $ - 62,09 61,34 60,15 - - 0,00EmerMkts Sm Comp T* $ - 17,67 17,53 42,21 - - 0,00Euro Corp Bond T - 10,40 10,39 0,00 0,00 - 0,08European Eq T* - 43,07 42,57 32,79 - - 0,00Japanese Equity T* - 331,59 329,82 18,81 - - 0,00Sel Em Mkts Bond T* $ - 38,50 38,40 0,00 - - 0,78US-$ High Yield A $ - 10,96 10,95 0,00 0,00 - 0,14World Equity T* $ - 18,04 17,87 50,30 - - 0,00World Gov Bond T* $ - 10,20 10,17 0,00 - - 0,11Allianz Global Investors KAG mbHAdifonds A 97,45 92,81 92,49 9,08 9,06 - 0,00Adirenta A 15,37 14,92 14,88 0,00 0,00 - 0,25Adireth AT 91,34 88,68 88,61 0,12 0,12 - 1,48Adiverba A 110,84 105,56 105,98 -48,59 -50,05 - 0,00AGIF EuSmCa AE 157,76 150,25 149,81 33,83 33,88 0,00 0,00Aktien Europa A 81,74 77,85 77,98 -4,10 -6,33 - 0,02Concentra AE 93,62 89,16 89,07 46,18 46,05 - 0,00Europazins AE 52,43 50,90 50,76 0,00 0,00 - 0,35Fl Rentenfd AE 86,42 83,50 83,37 6,61 6,53 - 2,49Flex Eur Ba AE 64,34 61,87 61,80 7,94 7,78 - 0,34Flex Eur Dy AE 63,86 60,82 60,78 -0,69 -0,90 - 0,21Flexi Immo A 82,54 79,37 79,37 -4,43 -4,91 - 2,13Fondak A 139,87 133,21 133,31 40,58 40,34 - 0,00Fondirent 42,48 41,24 41,09 0,00 0,00 - 0,52Geldmarkt AE 48,64 48,64 48,64 0,00 0,00 - 0,70Geldmkt SP AE 49,30 49,30 49,30 0,00 0,00 - 0,61Global Eq.Dividend 95,33 90,79 90,81 -35,69 -37,14 - 0,07Horizont Def* - 120,58 120,15 20,82 20,92 0,00 1,75Industria AE 96,74 92,13 92,14 -3,72 -5,67 - 0,00Interglobal A 200,69 191,13 191,84 -14,15 -15,11 - 0,00Kapital + AE 57,83 56,15 56,06 14,90 14,75 - 0,50Mobil-Fonds AE 53,47 52,42 52,40 0,00 0,00 - 0,73Nebenw. Deutschl.A 225,13 214,41 215,33 77,33 79,17 - 0,00Reale Werte A 51,04 49,08 49,09 5,00 4,58 - 0,12Rentenfonds AE 85,08 83,00 82,82 0,00 0,00 - 1,15Rohstofffonds A 71,63 68,22 69,18 35,46 34,61 - 0,00Thesaurus AT 743,54 708,13 705,68 52,57 52,54 - 0,00Verm. Deutschl. A 153,02 145,73 145,98 46,28 46,13 - 0,00Wachstum Eurol A 84,56 80,53 80,38 13,33 13,16 - 0,24Wachstum Europa A 92,00 87,62 87,60 37,56 39,07 - 0,00Allianz Global Investors Luxembourg S.AAGIF B St E IE 9,97 9,97 9,93 0,88 0,63 0,00 0,00AGIF Eu EqD ATE 235,42 224,21 223,24 41,14 40,41 32,89 0,00AGIF EuBd AE 11,51 11,17 11,15 0,00 0,00 0,00 0,06AGIF Gl AgTr AE 136,57 130,07 129,88 17,40 17,70 0,00 0,00AGIF GlEcoT AE 99,29 94,56 95,11 -3,01 -2,48 0,00 0,00All Comm Stra A - 79,78 79,77 -0,84 -0,03 0,00 0,00Emerging Europe A 305,11 290,58 288,55 47,03 47,04 11,31 0,00Eur Bd TR AE 65,12 63,22 63,07 0,00 0,00 0,00 0,20Euro HiYield Bd A 117,86 114,43 114,39 0,00 0,00 0,00 1,51Flex Bond Strat A 106,20 103,11 103,05 0,00 0,00 0,00 1,49Flexi Asia Bond AT $ 10,85 10,33 10,32 0,00 0,00 0,41 0,20Mlt.AsiaAct.A(EUR) 50,81 48,39 47,85 4,41 5,58 0,25 0,00Oriental Income AT 139,03 132,41 131,99 16,75 16,72 4,56 0,00RCM BRIC Stars A 118,08 112,46 112,26 20,93 20,50 0,00 0,00RCM Enh ST Euro AT 108,80 108,80 108,81 0,00 0,00 8,17 0,30RCM Renminbi Cur A $ 10,62 10,41 10,43 0,00 0,00 0,00 0,10Allianz Global Investors Ireland Ltd.Emg Mrkt Bd AE 61,73 59,93 59,61 0,00 0,00 0,00 0,64Gl. Em. Mkts Eq. A 33,00 31,43 31,50 61,04 60,96 0,00 0,00US Equity A 59,17 56,35 56,60 51,87 51,77 0,00 0,00Alte Leipziger Trusturo Short Term* 46,66 46,20 46,19 0,00 - 0,00 0,50Aktien Deutschland* 102,99 98,09 96,45 9,65 9,43 0,00 0,00AL Trust uro Relax* 52,00 50,49 50,43 4,44 4,24 0,00 0,00Trust uro Cash* 46,70 46,70 46,70 0,00 - 0,00 0,26Trust uro Renten* 44,60 43,30 43,25 0,00 - 0,00 0,51Trust Akt Europa* 49,64 47,28 46,56 -43,02 -43,55 0,00 0,00Trust Global Invest* 65,47 62,35 62,38 -27,51 -27,61 0,00 0,00Ampega Investment GmbHAmp Euro Star 50 42,24 42,24 41,78 26,42 25,76 - 0,00Amp Europa Meth 185,30 176,48 174,28 9,74 9,50 - 0,00Amp Global Aktien 8,92 8,54 8,55 -127,27 -128,64 - 0,00Amp Global Renten 17,14 16,52 16,49 0,00 0,00 - 0,10Amp Pf MuETFStr Pa 21,08 20,47 20,42 -69,89 -75,56 - 0,05Amp Pf Real Estate 104,50 99,52 99,49 1,03 0,96 - 0,66Amp Rendite Renten 21,04 20,43 20,42 0,00 0,00 - 0,13Amp Reserve Renten 52,19 51,67 51,68 0,00 0,00 - 0,30Amp Substanz Pa 24,25 23,32 23,28 -6,59 -6,80 - 0,00Amp Unternfonds 24,53 23,82 23,80 0,00 0,00 - 0,98CQUAD.Flex Ass AMI 36,44 34,79 34,73 -28,63 -28,73 - 0,05PF Glob ETF Aktien 19,11 18,55 18,45 -15,46 -16,60 - 0,00Renten Wachstum 107,43 105,32 105,26 0,00 0,00 - 1,42terrAssi.Akt.I AMI 19,80 18,95 19,03 -27,16 -27,68 - 0,00terrAssisi Rent IA 99,51 99,01 99,00 0,00 0,00 - 0,63Zan.Eu.Cor.B.AMI P 111,46 109,27 109,18 0,00 0,00 - 0,56Zantke Eu.HY AMI Pa 123,70 121,27 121,25 0,00 0,00 - 1,55Axxion S.A.M-AXX InCap Taurus* 72,82 69,35 68,49 45,95 45,27 0,00 0,00BNY Mellon Service KAGwww.bnymellonkag.comBalanced* 57,79 55,04 54,82 18,87 18,41 - 0,13Europa* 44,73 42,60 41,94 -34,50 -34,88 - 0,00Eurorent* 58,07 56,38 56,36 0,00 - - 0,33Megatrend* 62,38 59,41 58,92 49,60 49,48 - 0,00Triselect* 48,87 46,54 46,26 3,25 3,17 - 0,00Commerz Real InvestmenthausInvest 43,21 41,15 41,15 1,91 1,82 - 0,12www. .luwww.cratoncapital.comPrecious Metal* $ 102,13 102,13 106,35 -253,46 -253,15 - 0,00Credit SuisseCS Euroreal A CHF* CHF 66,62 66,62 66,58 0,73 - - 0,03CSAM Immobilien KAG mbHCS EUROREAL* 42,79 42,79 42,80 0,92 - - 0,03DekaBW Portfolio 20 45,35 44,46 44,34 -0,64 -0,78 - 0,47BW Portfolio 40 45,74 44,84 44,65 -2,32 -2,60 - 0,49BW Portfolio 75 42,67 41,83 41,54 1,47 0,90 - 0,13BW Zielfonds 2020 37,33 36,60 36,48 -12,46 -12,73 - 0,44BW Zielfonds 2025 38,06 37,31 37,10 -7,04 -7,45 - 0,15BW Zielfonds 2030 38,81 38,05 37,77 -2,56 -2,89 - 0,07DekaFonds 92,71 88,08 88,23 32,70 32,46 - 0,00DekaFonds TF 223,39 223,39 223,78 49,01 48,76 - 0,00Deka-MegaTrends CF 50,90 49,06 49,14 13,29 12,03 - 0,00DekaRent-intern.TF 109,96 109,96 109,59 0,00 0,00 - 0,27DekaRent-Internat. 17,82 17,30 17,25 0,00 0,00 - 0,05DekaRSHY2/2018CF 110,46 108,83 108,80 0,00 0,00 - 5,11EuropaBond CF 115,34 111,98 111,82 0,00 0,00 - 2,11EuropaBond TF 41,09 41,09 41,03 0,00 0,00 - 0,61GlobalChampions CF 114,77 110,62 110,66 5,91 4,30 - 0,00GlobalChampions TF 105,24 105,24 105,29 4,99 3,38 - 0,00LBBW Exportstrat. 61,48 59,02 59,17 -0,67 -0,87 - 0,00LBBW-Rentenf.Euro 42,66 41,42 41,39 0,00 0,00 - 0,40Mainfranken Strate 133,11 133,11 133,17 18,26 16,58 - 0,00MF Weltkonz. kons. 102,29 102,29 102,28 -0,29 -0,30 - 0,18MF Wertkonz. ausg. 101,60 101,60 101,59 -0,82 -0,83 - 0,21RenditDeka 22,86 22,19 22,15 0,00 0,00 - 0,06RenditDeka TF 28,81 28,81 28,76 0,00 0,00 - 0,06S-BayRent-Deka 53,69 51,81 51,73 0,00 0,00 - 0,45UmweltInvest CF 88,43 85,23 85,47 -17,84 -20,51 - 0,00UmweltInvest TF 80,92 80,92 81,15 -22,86 -25,54 - 0,00Deka Immobilien InvestmentDeka Immob Europa 47,89 45,50 45,50 3,29 3,37 - 0,04Deka Immob Global 57,31 54,45 54,45 7,66 7,62 - 0,09Deka International (Lux.)Corp.Bd. Euro CF 55,35 53,74 53,72 0,00 0,00 0,00 0,44Corp.Bd. Euro TF 53,49 53,49 53,47 0,00 0,00 0,00 0,38Deka-Conv.Akt CF 143,20 138,02 137,71 42,53 42,03 0,29 0,00Deka-Conv.Akt. TF 128,65 128,65 128,39 44,98 44,48 0,45 0,00Deka-Conv.Rent CF 49,86 48,06 47,87 0,00 0,00 0,28 0,23Deka-Conv.Rent. TF 47,80 47,80 47,61 0,00 0,00 0,25 0,14Deka-Gl.Con.Rent. CF 42,37 40,84 40,66 0,00 0,00 0,00 1,70Deka-Gl.Conv.Re.TF 40,45 40,45 40,27 0,00 0,00 0,00 1,43DekaLux-BioTech CF 274,83 264,90 269,34 62,34 62,02 0,05 0,00DekaLux-BioTech TF 254,30 254,30 258,56 62,41 62,09 0,00 0,00DekaLux-MidCapTF A 58,88 58,88 58,98 69,34 67,43 0,00 0,00GlobalResources CF 75,32 72,60 73,12 -23,13 -25,13 0,22 0,00GlobalResources TF 71,36 71,36 71,88 -60,50 -62,50 0,09 0,00Wandelanleihen CF 60,70 58,93 59,01 -0,09 -0,11 0,00 0,00Wandelanleihen TF 57,08 57,08 57,15 -0,12 -0,14 0,02 0,00DeAWM InvestmentfondsTelefon 069 91 01 23 71 Telefax 069 91 01 90 90www.dws.de info@dws.deARERO* 147,82 147,82 147,05 0,00 - - 0,00ArgentosSauren Dyn* 115,86 110,34 110,38 11,75 14,82 - 0,00Astra-Fonds* 201,77 192,16 190,66 24,98 24,85 0,00 0,00Basler-Aktienf DWS* 58,50 55,86 55,02 31,12 31,20 0,00 0,00DB Glbl Equity Inc* 103,25 103,25 102,37 3,40 2,36 - 0,00DB Opportunity* 12106,95 11530,4311510,25 1,54 1,77 0,00 0,00DB Portf.Euro Liq* 77,71 76,94 76,94 -0,01 -0,01 12,66 0,07DB Z&D O* 105,22 102,15 101,69 0,73 1,59 - 0,32DWS Akkumula* 709,36 675,58 668,77 11,78 11,55 0,00 0,08DWS Akt.Strat.D* 274,63 261,55 257,17 46,59 47,00 0,00 2,09DWS Co.Kaldemorgen* 125,19 118,93 118,54 13,84 13,61 - 0,00DWS Conc ARTS Bal* 180,96 173,99 173,80 32,20 35,63 10,25 2,95DWS Conc ARTS Dyn* 162,59 154,84 154,54 31,48 39,35 5,45 0,00DWS Conc ARTS Kons* 193,09 187,46 187,28 15,76 17,14 14,86 6,12DWS Cov Bond Fd LD* 53,80 52,48 52,42 0,02 0,02 0,00 0,53DWS Deutschland* 171,31 163,15 160,51 35,66 36,06 0,00 0,00DWS Eur Bds Medium* 1775,58 1740,76 1738,28 0,05 0,05 440 9,28DWS Europ. Opp* 236,86 225,58 223,41 28,70 28,80 0,00 0,02DWS Eurorenta* 53,25 51,70 51,62 0,08 0,08 0,00 0,20DWS Eurovesta* 111,78 106,46 105,15 -7,45 -7,62 0,00 0,01DWS Flexizins +* 68,45 68,45 68,44 0,00 - 0,00 0,13DWS Float Rate Nts* 84,31 83,47 83,47 0,08 0,08 1,07 0,12DWS Glbl Growth* 81,21 77,34 76,71 33,77 34,02 - 0,00DWS Global Value* 188,98 179,98 177,94 49,37 48,11 9,82 0,00DWS Hybrid Bond LD* 40,56 39,38 39,38 4,78 4,80 0,00 0,55DWS Inst. Money+* 14184,89 14044,4414044,37 0,00 - 2241 0,00DWS Inter-Renta LD* 15,08 14,63 14,61 0,02 0,02 0,00 0,20DWS Inv. China Bds* 113,59 110,18 110,26 0,00 - - 0,94DWS Inv. EMC A2* $ 131,09 127,16 126,59 -1,09 -1,09 - 1,50DWS Inv. Eu.HY Co.* 116,70 113,20 113,24 -0,29 -0,29 - 1,41DWS Inv.As.SM LC* 177,10 168,25 167,55 45,81 45,13 - 0,00DWS Inv.BRIC+ LC* 164,59 156,36 154,39 38,83 38,61 0,00 0,00DWS Inv.Conv.LC* 165,03 160,08 159,57 3,58 3,59 0,00 0,52DWS Inv.EmMk.T.Di+* 92,52 87,89 86,84 -14,29 -14,63 - 0,00DWS Inv.EmMkt Sat.* 103,23 98,07 97,75 -3,32 -3,43 - 0,00DWS Inv.EurBd S LC* 150,12 145,62 145,51 0,00 - 0,00 0,80DWS Inv.EurCoBd LC* 145,51 141,15 141,01 0,01 0,01 - 0,90DWS Inv.Ger.Eq. LC* 148,57 141,14 138,91 25,14 24,92 - 0,00DWS Inv.Gl Grow LC* 117,92 112,02 111,56 11,99 12,09 - 0,00DWS Inv.GlAgr LC* 131,44 124,87 123,82 25,25 24,28 - 0,00DWS Inv.II As.T.Di* 107,63 102,25 101,25 0,35 0,16 - 0,00DWS Inv.II China H* 110,57 107,26 107,12 0,00 - - 1,32DWS Inv.II Eu.T.Di* 142,06 134,96 133,79 24,79 24,81 - 0,00DWS Inv.II US T.Di* 127,69 121,30 120,53 18,39 18,08 - 0,00DWS Inv.Top Div* 147,59 140,21 139,09 24,05 23,37 - 0,00DWS Inv.Top Eurol.* 171,74 163,15 161,02 59,22 59,27 0,00 0,00DWS Investa* 144,56 137,67 135,61 18,87 19,08 0,00 2,84DWS Japan Opp.* 40,72 39,15 38,64 -121,08 -119,28 0,00 0,00DWS Multi Oppor FC* 208,00 208,00 206,43 17,08 17,02 0,00 1,68DWS PlusInv.(W)* - 42,91 42,92 21,25 21,22 - 0,20DWS Rend.Opt.4 S* 102,82 102,82 102,82 0,00 - - 0,06DWS Sachwerte* 108,50 103,33 102,73 10,18 10,01 - 0,00DWS Sel.In.+2018* - 100,21 100,13 - - - 0,65DWS Top 50 Welt* 70,08 67,38 66,88 -9,21 -9,43 0,00 0,00DWS Top Asien* 108,59 104,41 102,99 42,12 42,42 0,00 0,00DWS Top Dividen LD* 97,69 93,03 92,15 46,37 45,53 0,00 0,00DWS Top Europe* 125,58 120,75 119,34 24,59 24,23 0,00 0,00DWS TRC Deutschl.* 159,09 151,51 150,19 38,59 37,62 - 0,00DWS TRC Glbl Growt* 105,02 100,01 99,56 6,96 7,05 - 0,00DWS TRC TOP DIVIDE* 107,55 102,43 101,78 16,98 15,67 - 0,01DWS Vermbf.I* 106,65 101,57 100,53 -9,64 -9,92 0,00 0,00DWS Vermbf.R* 18,73 18,18 18,16 0,00 - 0,00 0,18UniGarExt: Deut.2019* - 109,99 109,67 0,00 0,00 0,89 1,82UniGarPl: Eur.2018* - 118,41 117,95 0,00 0,00 2,30 0,54UniGarTop: Eur.IV* 129,01 122,81 122,80 -4,45 -4,45 16,99 2,38UniGlobal II A* 66,02 62,88 62,91 18,88 18,58 0,00 0,00UniM.&S.Caps:Eur.* 42,90 41,25 40,78 52,85 53,97 0,17 0,00UniMarktf. A* 31,67 30,45 30,45 19,51 19,70 0,00 0,00UniMarktf. -net- A* 31,18 31,18 31,19 18,86 19,37 0,00 0,00UniOptima* 767,85 760,25 760,09 0,00 0,00 0,00 6,47UniOptimus-net-* 732,21 732,21 732,15 0,00 0,00 0,00 9,59UniProt.Europa II* 115,90 112,52 112,39 5,00 4,93 16,18 0,36UniProtect:Europa* 116,18 112,80 112,60 -1,01 -0,96 15,79 0,97UniRak Nachh.A net* 57,82 57,82 57,86 15,55 15,66 0,00 0,00UniRak NachhaltigA* 60,02 58,27 58,31 15,88 15,79 0,00 0,00UniRenta Corp A* 76,87 74,63 74,52 0,00 0,00 45,06 1,03UniReserve: Euro A* 505,76 505,76 505,76 0,00 0,00 0,00 3,44UniReserve: USD* $ 990,93 990,93 990,99 0,00 0,00 0,00 0,00UniSec. Bas. Ind.* 89,17 85,74 85,72 40,83 41,13 0,00 0,00UniSec. BioPha.* 81,34 78,21 78,03 45,54 45,83 0,00 0,00UniSec. High Tech.* 51,26 49,29 49,66 44,78 45,39 0,00 0,00UniVa. Europa A* 50,11 48,18 47,83 24,14 24,44 0,00 0,00UniVa. Global A* 72,35 69,57 69,68 46,13 46,61 0,00 0,00UniVa.Euro.-net-A* 48,98 48,98 48,62 23,63 24,23 0,00 0,00UniVa.Glb-net-A* 69,95 69,95 70,06 45,53 46,32 0,03 0,00UniVorsorge 1 ASP* 49,69 48,24 48,24 0,00 0,00 0,00 0,00UniVorsorge 1 AZP* 49,59 48,15 48,15 0,00 0,00 0,00 0,00UniVorsorge 2 ASP* 49,48 48,04 48,04 0,00 0,00 1,52 0,55UniVorsorge 2 AZP* 49,66 48,21 48,21 0,00 0,00 2,43 0,56UniVorsorge 3 ASP* 50,35 48,88 48,86 0,00 0,00 1,57 0,54UniVorsorge 3 AZP* 51,55 50,05 50,02 0,00 0,00 2,29 0,55UniVorsorge 4 ASP* 51,49 49,99 49,95 0,00 0,00 1,58 0,51UniVorsorge 4 AZP* 53,82 52,25 52,21 0,00 0,00 2,42 0,54UniVorsorge 5 ASP* 51,61 50,11 50,04 0,00 0,00 1,89 0,68UniVorsorge 5 AZP* 56,54 54,89 54,81 0,00 0,00 2,95 0,74UniVorsorge 6 ASP* 49,96 48,50 48,45 0,00 0,00 1,56 0,55UniVorsorge 6 AZP* 57,21 55,54 55,47 0,00 0,00 2,61 0,64UniVorsorge 7 ASP* 47,97 46,57 46,46 0,00 0,00 1,35 0,50UniVorsorge 7 AZP* 57,06 55,40 55,27 0,00 0,00 2,21 0,59Union-Investment Real EstateUniImmo:Dt.* 96,50 91,90 91,85 1,09 1,08 0,00 0,27UniImmo:Europa* 57,88 55,12 55,15 1,60 1,61 0,00 0,05UniImmo:Global* 54,02 51,45 51,41 -5,24 -5,36 0,00 0,05Universal-InvestmentAktien Global* 96,48 91,89 92,01 1,80 2,33 - 0,00BW-Renta-Internat.* 40,04 39,06 39,01 0,00 0,00 - 0,27BW-Renta-Univ.* 28,17 27,48 27,44 0,00 0,00 - 0,21Concept Aurelia Gl* 124,41 118,49 118,79 23,47 23,93 - 0,00G&P-Univ.Aktien A* 57,25 54,52 53,01 -107,11 -106,68 - 0,03H&A Akt.Eurol.-UI* 156,04 148,61 147,00 -8,80 -8,51 - 0,00H&A-Uni-Kurzinvest* 47,70 47,70 47,70 0,00 0,00 - 4,44SC BondValue UI* 69,73 67,70 67,57 0,00 0,00 - 1,39Trend-Uni- Glbl* 107,47 102,35 101,31 25,22 25,38 - 0,00WM Akt. Gl. UI* 94,83 90,31 90,30 53,36 53,18 - 0,00WM Akt. Gl. US$* $ 344,06 327,68 327,48 72,34 72,18 - 0,00VERSIKO AGKlima 45,58 43,41 43,72 -10,78 -10,02 0,00 0,00New Energy Fund* 5,30 5,00 5,02 14,24 - - 0,00koTrust 120,27 114,54 114,57 12,08 12,36 0,06 0,00koVision Classic 124,36 118,44 118,76 73,53 74,17 0,18 0,00koVision Gar.20C 114,67 109,21 109,07 -5,38 -5,38 3,33 0,63Water For Life C 136,05 129,57 129,89 29,99 30,91 0,03 0,00Wallberg Invest S.A.Wallb.Real Asset P 7,63 7,27 7,30 -7,31 -7,44 - 0,00WWK Investment S.A.WWK Sel-Balance 14,25 13,57 13,54 29,50 29,73 - 0,05WWK Sel-Chance 12,52 11,92 11,86 42,78 43,17 - 0,00WWK Sel-EuRe B 11,62 11,28 11,27 0,00 0,00 - 0,13WWK Sel-TopTen 9,82 9,35 9,30 30,36 30,85 - 0,00WWK Sel-TotalRe A 11,99 11,42 11,42 4,71 4,86 - 0,07DWS Zinseinkommen* 108,20 105,05 105,03 0,00 - - 0,57FI ALPHA Rent.Gl.* 112,28 110,07 109,73 9,45 9,43 8,53 1,31FPM FdStpGerm AC* 315,98 303,82 299,84 71,31 81,78 0,00 0,00FPM FdStpGerm LC* 180,04 173,11 170,48 47,43 50,19 - 0,00FPM FdStpGerm SMC* 257,03 247,14 243,42 67,01 80,05 0,00 0,00M-L-F-Next-Generat* 110,79 105,51 105,26 20,52 27,26 - 0,00Multi Opport. III* 173,31 165,05 163,58 30,10 29,53 0,00 0,03OP Dyn Europe Bal* 70,12 67,42 66,95 9,49 9,53 - 0,25OP Food* 224,88 214,16 211,48 52,92 52,18 0,00 0,00OP Solid Plus* 59058,36 56246,0555920,40 -0,68 -0,66 - 263TOP 25 S* 134,39 127,98 128,55 41,10 49,56 - 0,00TOP TREND OP A* 51,71 49,24 49,16 -1,02 -0,76 - 0,36WvF Rend.u.Nachh.* 112,30 109,02 108,85 5,73 5,73 - 0,23Deutsche Postbank FondsBest Inv.Chance 57,31 55,11 55,19 3,75 3,69 0,28 0,00Best Inv.Wachst. 55,77 53,88 53,69 -10,13 -10,52 0,48 0,29Business Basic EUR 52,46 52,20 52,19 0,00 0,00 0,81 0,30Euro Cash EUR 56,90 56,90 56,90 0,00 0,00 10,85 0,14Europaf. Aktien 57,52 55,31 55,36 -58,83 -59,24 0,00 0,00Europaf. Plus EUR 59,98 58,23 58,16 -2,17 -2,29 0,91 0,45Europaf. Renten 57,91 56,22 56,11 -0,02 -0,02 0,97 0,62Global Player EUR 32,98 31,71 31,78 -212,33 -212,45 0,00 0,00Protekt Plus 128,45 123,81 123,80 -2,31 -3,85 21,00 1,31VL Invest EUR 41,87 40,26 40,25 -60,21 -60,35 0,16 0,07DJE Investment S.A.www.dje.lu info@dje.lu Telefon 00352 26925220 DJE - Div&Sub I 302,21 302,21 302,28 47,04 46,15 - 0,00DJE - Div&Sub P 294,96 280,91 280,97 48,58 47,66 - 0,00DJE - Div&Sub XP 182,13 182,13 182,17 32,70 31,34 - 0,00DJE Absolut PA 262,19 249,70 250,12 34,33 34,13 - 0,00DJE Alpha Glob PA 189,66 182,37 182,34 32,77 32,43 - 0,00DJE Asia High D PA 139,67 133,02 133,35 28,37 27,41 - 0,00DJE Asia High D XP 144,01 144,01 144,37 26,66 25,13 - 0,00DJE Asia High Div 139,84 139,84 140,18 27,24 26,12 - 0,00DJE Concept I 206,72 206,72 207,02 31,33 30,20 - 0,00DJE Concept PA 106,03 100,98 101,12 2,37 1,82 - 0,00DJE Gold&Ressou PA 127,50 121,43 124,37 2,87 2,09 - 0,00DJE InterCash PA 128,75 127,48 127,42 0,00 0,00 - 2,86DJE Inv.Karitativ 1380,25 1302,12 1301,75 16,33 16,09 - 18,48DJE Inv.Lux Select 185,51 176,68 176,52 1,44 1,13 - 0,47DJE Inv.Primus 2146,87 2025,35 2024,90 29,10 28,86 - 0,00DJE INVEST-StiftRI 10,76 10,50 10,49 0,00 0,00 - 0,30DJE INVEST-Vario P 1047,10 987,83 986,90 -11,04 -11,33 - 0,00DJE Renten Glob PA 154,19 151,17 151,00 0,49 0,46 - 3,52DJE Zins&Divid PA 116,81 112,32 112,01 5,96 5,36 - 1,21DJE-Absolut I 265,30 265,30 265,74 32,93 32,68 - 0,00DJE-Absolut XP 111,38 111,38 111,56 0,19 -0,41 - 0,00DJE-Ag&Ernhrung I 155,83 155,83 155,83 45,73 44,08 - 0,00DJE-Alpha Global I 194,16 194,16 194,12 31,14 31,06 - 0,00DJE-Div&Sub.IH-CHF CHF 133,01 133,01 133,04 20,30 19,49 - 0,00DJE-Gold&Ressour I 127,35 127,35 130,43 4,32 2,84 - 0,00DJE-InterCash I 134,72 134,72 134,66 0,00 0,00 - 3,19DJE-Real Estate I 441,70 437,33 441,32 -1,16 -1,16 - 0,00DJE-Real Estate P 4,41 4,20 4,24 -6,08 -6,09 - 0,00DJE-Renten Glob I 163,73 163,73 163,54 0,51 0,49 - 4,74DJE-Renten Glob XP 140,14 140,14 139,98 -0,12 -0,15 - 4,92DJE-Zins&Divid I 113,72 113,72 113,40 6,15 5,66 - 1,24DJE-Zins&Divid XP 116,35 116,35 116,02 6,29 5,76 - 1,53GoldPort Stab.Fd.I CHF 118,68 117,50 117,97 12,20 11,20 - 0,00GoldPort Stab.Fd.P CHF 118,49 112,85 113,30 11,88 11,12 - 0,00LuxPro-Euro Rent I 1074,28 1048,08 1048,07 0,00 0,00 - 23,62LuxPro-Euro Renten P 109,11 106,45 106,45 0,00 0,00 - 2,24LuxTop-Bk.Sch PA 17,89 17,04 17,05 17,71 17,73 - 0,28LuxTop-DJE Co PA 169,03 160,98 161,17 23,33 22,77 - 1,21LuxTopic-Akt.Eu A 21,41 20,39 20,18 14,45 15,15 - 0,00LuxTopic-Akt.Eu B 1092,71 1092,71 1081,24 9,00 9,66 - 5,29LuxTopic-Flex 180,58 171,98 170,49 25,91 26,67 - 0,00LuxTopic-Pacic P 20,36 19,39 19,66 26,48 25,29 - 0,00First Private Investment Management KAG mbHFP Akt.Emerg.Mkts.* 98,71 94,01 93,19 43,76 43,26 - 0,01FP Aktien Global A* 72,90 69,43 69,45 30,58 30,31 - 0,00FP Dyn.Eq.Alloc. A* 65,42 62,30 62,12 16,70 16,36 - 0,00FP EuroAkt.Staufer* 75,06 71,49 70,81 13,97 13,36 - 0,00FP Europa Akt.ULM* 72,23 68,79 68,22 15,32 14,41 - 0,00FP Wealth B* 70,58 67,22 67,09 6,56 6,42 - 0,06FRANKFURT-TRUSTBasis-Fonds I* 140,15 140,15 140,13 0,00 0,00 0,00 1,91Cast Euro ZinsErt K* 999,61 999,61 999,32 0,00 - - 0,62FMM-Fonds* 416,51 396,68 392,98 15,74 15,35 0,00 0,02FT AccuGeld (G)* 5064,97 5064,97 5064,92 0,00 - 0,00 11,66FT AccuGeld PT* 71,24 71,24 71,24 0,00 - 0,00 0,15FT AccuZins* 264,05 256,36 255,54 0,00 - 0,00 5,65FT Alpha EMU* 48,80 47,38 47,36 10,23 10,08 - 0,00FT EuropaDynamik P* 242,76 231,20 228,40 33,41 29,69 0,00 0,00FT Frankfurt-Effek* 200,26 190,72 187,35 13,54 13,22 0,00 0,00FT InterSpezial* 29,40 28,00 27,76 0,29 -0,53 0,00 0,00UnternehmerWerte* 67,38 64,17 63,36 20,17 19,98 0,00 0,00FRANKFURT-TRUST Invest Luxemburg AGEuro Renten HY* 102,41 99,43 99,36 0,00 - - 1,15Flex. Allocation FT* 64,39 61,32 60,88 30,21 29,61 0,00 0,00FT Em.Cons.Dem.P* 65,06 61,96 62,10 16,95 13,82 0,00 0,00FT EmergingArabia* 45,31 43,15 42,99 -12,37 -13,85 0,00 0,00FT EuroCorporates* 60,39 58,63 58,63 0,00 - 0,00 0,00GRAND CRU* 126,50 125,25 124,09 16,38 16,19 0,00 0,00GRAND CRU SWISS* CHF 93,70 92,77 91,90 -8,19 -8,38 - 0,00Generali Fund Management S.A.Generali FondsStrategieFdStratAktienGlDyn 52,43 52,43 52,23 -6,96 - - 1,76Generali KomfortKomf. Balance 64,62 64,62 64,22 4,00 - - 0,20Komf. Dyn. Europa 56,49 56,49 55,90 -8,01 - - 0,00Komf. Dyn. Global 49,63 49,63 49,30 18,84 - - 1,66Komf. Wachstum 63,33 63,33 62,82 8,49 - - 0,00HansaInvest Lux S.A.MultiAStr-Balanc P 8,73 8,39 8,36 9,21 9,06 - 0,04MultiAStr-Growth P 6,80 6,48 6,45 24,59 24,31 - 0,00MultiAStr-Income P 9,03 8,77 8,75 1,81 1,84 - 0,10Hauck & Aufhuserwww.haig.luCF Eq.-Global Opp. 72,63 69,17 69,31 -35,32 -34,73 - 0,00CF Eq.HAIG-Flex 46,74 44,51 44,86 -71,99 -70,96 - 0,00CF Eq.-Pharma 79,09 75,32 76,37 33,42 33,91 - 0,00CF Eq.-Resources 22,80 21,71 21,93 -51,62 -51,04 - 0,00H&A Lux Wandel 81,21 78,84 78,47 6,93 6,76 - 0,00H&A Lux Wandel CI 58,86 57,15 56,88 -0,41 -0,60 - 1,11HAIG Eq.Val. Inv.B 76,25 72,62 72,48 38,07 39,46 - 0,00MMT Glbl Select 38,34 36,51 36,40 32,52 32,73 - 0,00MMT Glbl Value 58,95 56,14 56,55 6,88 7,01 - 0,00Vermgensauf.HAIG 16,15 15,76 15,80 25,95 26,06 - 0,00International Fund Mgmt. S.A.Favo-Invest Gar1 116,96 113,00 112,89 0,00 0,00 0,00 0,00Favorit-Inv Gar 2 0,00 109,00 108,95 0,00 0,00 0,24 0,00LBBW Bal. CR 20 43,62 42,76 42,65 12,44 10,88 0,00 0,55LBBW Bal. CR 40 45,55 44,66 44,46 20,52 20,29 0,00 0,53LBBW Bal. CR 75 48,16 47,22 46,88 34,13 33,58 0,00 0,16IPConcept (Luxembourg) S.A.Global Conv Bond F 161,61 153,91 153,86 0,90 0,90 - 1,00Global Conv Bond I 163,22 155,45 155,40 0,92 0,92 - 1,17Global Conv Bond R 141,40 134,67 134,64 0,23 0,23 - 4,98Global Equity F 192,54 183,37 183,49 63,05 62,67 - 0,00Global Equity I 194,89 185,61 185,73 16,82 16,32 - 0,00Global Equity R 153,94 146,61 146,71 23,55 23,24 - 0,00ME Fonds PERGAMONF 832,01 792,39 797,70 -78,54 -78,36 - 0,00ME Fonds Special V 1857,65 1769,19 1766,72 13,74 13,63 - 0,00Stabilit.Gold&ResP 24,39 23,23 23,82 -351,64 -346,61 - 0,00Stabilit.Sil&WeiP 26,05 24,81 25,97 -284,56 -281,28 - 0,00KanAm Grund Kapitalanlagegesellschaft mbHgrundinvestFonds 41,43 39,27 39,27 -2,50 -2,50 - 0,00KAS Investment Servicing GmbHComfortInvest C 49,28 46,93 46,56 34,88 35,31 - 0,01ComfortInvest P 56,86 54,15 53,84 15,56 15,28 - 0,02ComfortInvest S 59,27 57,54 57,31 9,42 9,51 - 0,70MultiManager 1 66,73 64,79 64,66 8,24 8,31 - 0,82MultiManager 2 70,05 67,68 67,37 13,93 14,16 - 0,82MultiManager 3 75,96 73,04 72,56 27,73 28,43 - 0,50MultiManager 4 65,53 62,71 62,37 24,60 25,34 - 0,32MultiManager 5 57,59 54,85 54,52 32,11 33,16 - 0,03H&S FM Global 100 107,33 102,22 101,85 20,03 19,68 - 0,00H&S FM Global 60 107,61 104,48 104,17 12,55 12,24 - 0,00Sydbank VV Klass 48,68 46,36 46,30 9,48 9,56 - 0,16Sydbank VV Dyn 45,42 43,26 43,02 26,76 26,50 - 0,31FM Core Ind.Select 46,31 44,53 44,53 4,62 4,30 - 0,00MEAG MUNICH ERGO KAG mbHTelefon 089/2867-2867EuroBalance 52,20 50,19 49,93 -14,45 -15,26 - 0,45EuroErtrag 67,30 65,02 64,71 -2,00 -2,68 - 1,22EuroFlex 49,59 49,10 49,06 0,00 0,00 - 1,37EuroInvest A 72,35 68,90 68,18 23,19 21,34 - 0,00EuroKapital 49,01 46,68 46,17 -40,90 -43,29 - 0,00EuroRent A 32,05 30,97 30,90 0,08 0,08 - 0,91FairReturn A 59,79 58,05 57,93 2,34 2,28 - 0,54GlobalBalance DF 50,68 48,73 48,60 31,88 31,80 - 0,22GlobalChance DF 43,63 41,55 41,38 38,83 39,55 - 0,00Nachhaltigkeit A 72,78 69,31 69,09 29,13 28,21 - 0,00Osteuropa A 31,80 30,29 29,66 -62,66 -64,43 - 0,00ProInvest 139,65 133,00 131,48 11,97 12,31 - 0,00ProZins A 48,06 48,06 48,06 0,00 0,00 - 0,60RealReturn A 54,20 52,37 52,28 0,00 0,00 - 1,20MK LuxinvestTelefon +49 911 180 - 1009IAM - Top Mix Welt* 12,44 11,82 11,83 17,37 17,82 - 0,04Nomura Asset ManagementTelefon 069 153093-020 Internet www.nomura-asset.deAsia Pacic* 102,19 97,32 96,15 26,32 27,16 - 0,00Asian Bonds* 59,79 58,05 57,97 0,00 0,00 - 0,00Euro Convertible* 46,66 45,30 45,28 0,00 0,00 - 1,19Japan Equity* 32,97 31,40 31,28 -101,60 -102,31 - 0,00Medio Rent* 71,32 69,92 69,93 0,00 0,00 - 0,56Real Protect* 107,14 105,04 104,93 0,00 0,00 - 0,00Real Return* 569,75 558,58 557,00 0,00 0,00 - 0,00Norddeutsche Landesbank Luxembourg S.A.N.Lux Renten Cap.* 73,71 73,71 73,46 0,00 0,02 - 1,12N.Lux Renten Dis.* 42,99 42,99 42,84 0,00 0,03 - 0,66Oppenheim Asset ManagementAlbatros EUR* 66,82 63,64 63,24 -1,50 -1,58 0,00 0,39MedBioHealth EUR 280,23 266,89 268,25 82,54 82,02 - 0,00OP Food* 224,88 214,16 211,48 52,92 52,18 0,00 0,00SOP Akt.Marktneut* 104,07 101,04 101,10 38,20 37,33 - 0,00Special Opp. 44,77 42,64 42,50 58,04 58,04 - 0,00Top Ten Balanced 60,04 58,01 57,74 27,97 27,97 - 0,00Top Ten Classic 71,72 68,30 67,94 17,01 17,01 - 0,00RREEF Investment GmbHgrundb. europa RC 42,99 40,93 40,92 -0,06 -0,06 - 0,08grundb. global RC 54,74 52,13 52,10 -2,33 -2,58 - 0,13Sarasin Multi Label SICAVwww.sarasin.deNew Energy Fund* 5,30 5,00 5,02 14,24 - - 0,00Siemens Fonds Invest GmbHBalanced* 14,92 14,92 14,90 1,21 0,87 - 0,33EuroCash* 12,34 12,34 12,34 0,00 - - 0,10Euroinvest Aktien* 9,87 9,87 9,81 -18,65 -20,41 - 0,00Euroinvest Corpor* 13,33 13,33 13,32 0,00 0,00 - 0,11Euroinvest Renten* 16,01 16,01 16,00 0,00 - - 0,32Global Growth* 4,65 4,65 4,70 -66,90 -67,05 - 0,00Quali&Divid Europa* 12,06 12,06 11,92 13,68 12,93 - 0,00Weltinvest Aktien* 10,18 10,18 10,19 -19,60 -19,96 - 0,00Star CapitalSC Allocator 122,08 118,52 118,24 2,20 -0,46 - 0,00SC Argos 146,65 142,38 142,06 0,00 0,00 - 3,70SC Huber-Strategy1 123,19 119,60 119,14 11,50 12,29 - 1,03SC Priamos 161,28 153,60 152,59 26,54 25,88 - 0,00SC Starpoint A-EUR 172,28 164,08 163,19 2,49 2,67 - 0,00SC Winbonds plus A 164,79 159,99 159,63 0,59 0,61 - 0,75Union-InvestmentTelefon 069 58998-6060 Internet www.union-investment.deUnion-Investment PrivatfondsBBBank Chance Uni.* 31,76 30,99 30,82 34,33 34,00 0,00 0,01BBBank Kont.Uni.* 65,60 64,31 64,15 11,42 11,24 0,00 1,42BBBank Wach.Uni.* 51,73 50,47 50,29 24,47 24,32 0,00 0,90BBV-Fonds-Union* 48,74 47,32 47,25 0,00 0,00 0,00 0,80BBV-Invest-Union* 120,08 114,36 113,55 34,55 33,87 0,00 0,00Condor-Fd.Union* 52,31 50,79 50,74 -5,46 -5,46 0,00 0,48Geno AS:1* 59,23 57,50 57,36 7,29 6,90 0,00 0,18Invest Euroland* 48,19 46,79 46,33 -19,65 -19,40 0,00 0,00Invest Global* 62,55 60,73 60,75 12,82 12,65 0,00 0,00KCD Uni. Aktien* 39,61 39,61 39,60 -17,15 -17,46 0,00 0,00KCD Uni.Renten+* 51,65 51,65 51,62 0,00 0,00 0,00 0,53KCD-Uni Nachh.Mix* 54,60 53,01 52,86 0,33 0,18 0,00 0,83LIGA-Pax-Aktien-U.* 34,70 34,70 34,49 -1,00 -1,51 0,00 0,00LIGA-Pax-K-Union* 38,86 38,29 38,28 0,00 0,00 0,00 0,83LIGA-Pax-Rent-Unio* 26,36 25,59 25,56 0,00 0,00 0,00 0,42Priv.Fonds:Flex.* 105,06 105,06 104,84 5,34 5,55 0,00 0,00Priv.Fonds:FlexPro* 117,34 117,34 117,02 13,53 14,86 0,00 0,00Priv.Fonds:Kontr.p* 127,04 127,04 126,58 10,13 12,77 0,00 0,00PrivFd:Kontrolliert* 116,82 116,82 116,56 6,31 7,42 0,00 0,21Stuttg.Bk.Rentinv.* 42,38 41,15 41,13 0,00 0,00 0,00 0,97SdwBk.Interselect* 52,73 51,19 51,11 15,67 15,54 0,00 0,84Sdwestbk.-Inter.* 41,80 40,58 40,53 0,00 0,00 0,00 1,09Uni21.Jahrh.-net-* 25,28 25,28 25,26 -29,83 -29,18 0,00 0,00UniDeutschland* 169,46 162,94 161,19 25,95 24,62 0,00 1,12UniDeutschland XS* 101,76 97,85 97,49 59,23 60,76 0,00 0,00UniEu.Renta-net-* 50,78 50,78 50,66 0,00 0,00 0,00 0,53UniEuroAktien* 57,68 54,93 54,38 -11,29 -11,01 0,00 0,00UniEuropa-net-* 52,66 52,66 52,20 5,43 5,38 0,00 0,00UniEuroRenta* 68,16 66,17 66,11 0,00 0,00 0,00 0,35UniEuroRentaHigh Y* 38,13 37,02 37,03 0,00 0,00 0,00 0,90UniFonds* 47,39 45,13 44,65 37,63 37,31 0,00 0,15UniFonds-net-* 68,81 68,81 68,09 23,29 23,06 0,00 0,81UniGlobal* 150,32 143,16 143,23 27,13 27,01 0,00 0,00UniGlobal-net-* 86,54 86,54 86,58 21,99 21,82 0,00 0,00UniJapan* 34,02 32,40 32,15 -56,75 -56,79 0,00 0,00UniKapital* 113,74 111,51 111,42 0,00 0,00 0,00 1,02UniKapital-net-* 43,27 43,27 43,23 0,00 0,00 0,00 0,34UniNordamerika* 173,96 165,68 167,09 20,02 19,86 0,00 0,00UnionGeldmarktfds* 50,07 50,07 50,07 0,00 0,00 0,00 0,60UniRak* 101,18 98,23 97,77 37,11 36,50 0,00 0,64UniRak Kons.-net-A* 105,68 105,68 105,14 5,37 5,82 0,00 0,38UniRak Konserva A* 108,14 106,02 105,47 5,56 5,81 0,00 0,47UniRak -net-* 53,50 53,50 53,25 12,04 11,64 0,00 0,26UniRenta* 18,82 18,27 18,24 0,00 0,00 0,00 0,20UniStrat: Ausgew.* 51,38 49,88 49,70 11,49 11,31 0,00 0,52UniStrat: Dynam.* 41,39 40,18 39,97 14,01 13,86 0,00 0,19UniStrat: Flex net* 49,62 49,62 49,55 -2,46 -2,41 0,00 0,23UniStrat: Konserv.* 62,45 60,63 60,45 10,85 10,99 0,00 0,54UniStrat:Flexibel* 50,54 49,07 49,00 -1,88 -1,87 0,00 0,36UniStrat:Offensiv* 37,76 36,66 36,45 14,29 14,03 0,00 0,00Union-Investment (Lux)Ch.Vielfalt2020 II* - 100,34 100,13 0,00 0,00 0,00 0,23Chanc.Vielfalt2020* - 100,15 99,86 0,00 0,00 0,00 0,15Deutschl. 2016 III* - 113,90 113,63 0,00 0,00 1,69 0,42Ern. Ener. (2018)* - 105,96 105,91 0,00 0,00 2,36 0,66LIGA-Pax-Cattol.-U* 1462,72 1437,56 1434,30 23,85 22,90 0,00 0,00LIGA-Pax-Corp.-U.* 43,36 42,10 42,07 0,00 0,00 0,00 1,08UGaTop: Europa III* 120,52 114,72 114,72 -4,27 -4,27 18,91 1,01UGTEuropa* 131,28 126,23 126,20 0,10 0,10 22,82 4,11UGTEuropa II* 122,55 116,66 116,67 -2,83 -2,83 18,06 2,42UI Local EMBonds* 79,35 79,35 79,06 0,00 0,00 0,00 0,00UIGl.High.YieldBds* 45,23 45,23 45,20 0,00 0,00 0,00 0,99UniAsia* 48,25 45,95 45,47 41,39 40,98 4,96 0,00UniAsia Pacif. net* 98,41 98,41 97,21 51,98 51,48 0,28 0,00UniAsia Pacic A* 99,48 95,65 94,48 51,80 51,26 0,55 0,00UniDividAss net A* 54,59 54,59 54,33 11,12 11,49 0,00 0,00UniDividendenAss A* 56,05 53,89 53,63 12,55 12,63 0,00 0,00UniDyn.Eur-net A* 40,08 40,08 39,77 37,51 38,25 0,08 0,00UniDyn.Europa A* 67,24 64,65 64,15 39,58 40,02 0,00 0,00UniDyn.Gl.-net- A* 24,52 24,52 24,55 36,02 36,58 0,00 0,00UniDynamic Gl. A* 39,46 37,94 37,99 37,91 38,16 0,04 0,00UniEM Fernost* 1236,22 1177,35 1166,01 52,18 51,63 35,29 0,00UniEM Osteuropa* 1997,95 1902,81 1869,20 0,56 -0,13 0,00 0,18UniEMGlobal* 69,47 66,16 65,45 36,52 36,19 0,47 0,01UniEuRe 5J* 52,91 50,86 50,85 0,00 0,00 0,00 0,01UniEuRe CoDeu19nA* - 101,98 101,92 0,00 0,00 0,00 2,91UniEuRe CorDeut19A* - 102,28 102,22 0,00 0,00 0,00 3,17UniEuRe Corp 2016* 45,55 44,66 44,66 0,00 0,00 0,00 1,33UniEuRe Corp 2017* 45,59 44,70 44,68 0,00 0,00 0,00 1,21UniEuRe Corp 2018* 42,65 41,81 41,78 0,00 0,00 0,00 1,10UniEuRe Corp A* 49,98 48,52 48,49 0,00 0,00 0,00 0,69UniEuRe Real Zins* 59,53 57,80 57,69 0,00 0,00 0,00 7,91UniEuRe RealZins n* 59,45 59,45 59,32 0,00 0,00 0,00 7,77UniEurKapital-net-* 43,97 43,97 43,95 0,00 0,00 0,00 0,23UniEuroAnleihen* 51,78 50,27 50,18 0,00 0,00 0,00 0,29UniEuroAspirant* 48,53 47,12 46,81 0,00 0,00 0,00 1,67UniEuroKapital* 69,35 67,99 67,95 0,00 0,00 30,56 0,39UniEuropa* 1654,87 1576,07 1561,96 31,10 31,28 82,32 0,00UniEuropaRenta* 46,76 45,40 45,29 0,00 0,00 0,00 0,41UniEuroSt.50 A* 44,95 43,22 42,77 15,92 16,91 0,00 0,00UniEuroSt.50-net* 36,76 36,76 36,38 14,05 15,31 0,00 0,00UniFavorit: Renten* 27,36 26,56 26,54 0,00 0,00 0,00 0,47UniGa:Er.Ener2018* - 107,56 107,48 0,00 0,00 1,00 1,34UniGaExt:D 2019 II* - 111,45 111,10 0,00 0,00 0,28 0,38UniGar: Deut.2017* - 109,68 109,33 0,00 0,00 2,83 0,81UniGar: Deut.2019* - 104,92 104,53 0,00 0,00 0,32 0,15UniGar: Deut.2019 II* - 103,69 103,38 0,00 0,00 0,46 1,78UniGar: EM 2020 II* - 94,68 94,52 0,00 0,00 0,00 0,86UniGar: EmMkt 2018* - 100,32 100,24 0,00 0,00 3,62 0,80Whrung: = Euro, $ = US-Dollar, = Yen, = Brit. Pfund, CHF = Schweizer Franken.Ausg.: Ausgabepreis eines Fondsanteils zum angegebenen Tag.Rcknahme: Rcknahmepreis eines Fondsanteils zum angegebenen Tag.Aktiengewinn: Tgliche Verffentlichung in Prozent mit Ausnahme derMontagsausgaben. 1) Aktiengewinn EStG = Aktiengewinn fr natrliche Perso-nen (Betriebsvermgen). 2) Aktiengewinn KStG = Aktiengewinn fr Krper-schaften, Personenvereinigungen und Vermgensmassen (Betriebsvermgen).ATE: Akkumulierte Thesaurierte Ertrge auslndischer Fonds seit 1.1.1994nach Auslandsinvestmentgesetz (AIG).ISIN: Die Internationale Wertpapierkennummer eines Fonds wirdausschlielich in den Montagsausgaben verffentlicht.ZWG: Zwischengewinn seit 1. Januar 2005ZWG fett abgedruckt: fr diesen Fonds wird Ertragsausgleichsverfahrenangewendet *: Fondspreise etc. vom Vortag oder letzt verfgbar.Alle Fondspreise etc. ohne Gewhr - keine Anlageberatung und -empfehlungWeitere Fonds-Infos unter http://fonds.sueddeutsche.deHIRMER GmbH & Co. KG, Kaufingerstrae 28, 2. OG, 80331 Mnchen, www.hirmer.deANSPRUCH VOM SCHEITEL BIS ZUR SOHLE.Mnchens Nr. 1 fr Business-SchuheBerlin Die deutschen Staatsschuldensind 2013 um 28 Milliarden Euro ge-schrumpft. Die Verbindlichkeiten vonBund, Lndern und Gemeinden sum-mierten sich zum 31. Dezember auf2043,7 Milliarden Euro, teilte das Statis-tische Bundesamt mit. Das ist ein Rck-gang von 1,4 Prozent im Vergleich zu2012. Das ist vor allem der positivenEntwicklung bei den Bad Banks FMSWertmanagement und Erste Abwick-lungsanstalt (EAA) geschuldet, in denentoxische Wertpapiere und Kredite derverstaatlichten Hypo Real Estate undder WestLB ausgelagert wurden. Diesehaben ihren Portfolioabbau fortsetzenund somit ihre Bilanzsumme sowieihren Schuldenstand weiter reduzierenknnen, erklrte das Statistikamt. Frden Groteil der Schulden ist der Bundverantwortlich, der mit 1281 MilliardenEuro in der Kreide stand. Bei den Ln-dern waren es 629 Milliarden, bei denKommunen 134 Milliarden. reutersWashington Die Bank of Americamuss wegen dubioser Geschfte mitImmobilienkrediten whrend der Fi-nanzkrise 9,5 Milliarden Dollar (6,9Milliarden Euro) zahlen. Das US-Geldin-stitut habe einem entsprechenden Ver-gleich zugestimmt, gab die FederalHousing Finance Agency (FHFA) be-kannt. Die US-Behrde steht hinter denImmobilienfinanzierern Fannie Maeund Freddie Mac. Die beiden halbstaatli-chen Unternehmen mussten wegen derFinanzmarkt-Turbulenzen 2008 vonder US-Regierung vor der Pleite geret-tet werden. hnliche Vergleiche hattendie US-Behrden bereits mit einer Rei-he von Banken geschlossen. Am Freitaghatte Credit Suisse der Zahlung von 885Millionen Dollar zugestimmt. afpNew York Ein unerwarteter Rckschlagfr Amerikas drittgrte Bank: Die US-No-tenbank Fed hat die Plne von Citigroupfr eine hhere Dividende und einen Akti-enrckkauf verworfen. Nach ihrem jngs-ten Stresstest fr die groen Kreditinstitu-te der Vereinigten Staaten kam die Fedzum Schluss, dass Citis Kapitalplne dieBank fr den Fall einer Krise zu schwachhinterlassen wrden. Die Anleger reagier-ten enttuscht auf die Entscheidung, mitder offenbar niemand gerechnet hatte. DerAktienkurs verlor am Donnerstag im fr-hen Handel mehr als vier Prozent.Die Entscheidung der Fed zeigt, dassCiti ber fnf Jahre nach der Finanzkriseimmer noch nicht mit den Aufrumarbei-ten fertig ist. Sie kann es sich einfach nochnicht leisten, die Aktionre in groemUmfang zu beglcken. Citi zahlt derzeiteine Dividende von vier Cent pro Aktie undwollte diese auf 20 Cent erhhen. Auer-dem wollte das Management Aktien fr6,4 Milliarden Dollar zurckkaufen.Gleichzeitig zeigt sich, wie effektiv die ri-gorosen Stresstests der Fed sind. Immer-hin 25 von 30 untersuchten Banken pas-sierten ihn problemlos. Gegen die Plnevon Goldman Sachs und JP Morgan hattedie Fed vor einem Jahr Bedenken angemel-det. Beide Institute besserten nach und be-kamen im Dezember das Ok der Noten-bank. Neben Citi muss die RegionalbankZions Bancorp aus Utah ihre Plne nachbes-sern. Auch die amerikanischen Tchterder europischen Grobanken HSBC, Roy-al Bank of Scotland und Santander erwisch-te es. Dagegen nutzten die Institute, dieden Test bestanden hatten, die Gunst derStunde. Nach Informationen von ThomsonReuters kndigten 16 Banken, darunter JPMorgan, Morgan Stanley, American Ex-press und Bank of America Dividendenaus-schttungen von 22,8 Milliarden Dollar an,ein Plus von 23 Prozent gegenber demVorjahr. Die Aktionre dankten es: Die Ak-tien von JP Morgan und Bank of Americastiegen am Donnerstag gegen den Trend.Fr Citi ist die Entscheidung der Fed bit-ter. Die Bank hatte die gleiche Erfahrung2012 schon einmal gemacht. Nachdem dieNotenbank damals die Kapitalplne Citisablehnte, entlie der Verwaltungsrat denChef Vikram Pandit und ersetze ihn durchMichael Corbat, der das Amt bis heute inne-hat. Seine Arbeit wird jetzt vermutlich kriti-scher gesehen. Citigroup habe zwar be-trchtliche Fortschritte in ihrem Risiko-Management gemacht, heit es in demBericht der Fed. Es habe aber Mngel inder Planung der Kapitalverwendung gege-ben, auch in Teilbereichen, die die Regulie-rer zuvor schon als Problemzonen identifi-ziert htten. Hier habe sich zu wenig ver-bessert. Diese Defizite sind gegenwrtignicht das einzige Problem von Citi. NachKorruptionsvorwrfen gegen die mexika-nische Tochter Banamex ermitteln ameri-kanische Behrden wegen eines mgli-chen Verstoes gegen Vorschriften zurVerhinderung von Geldwsche.Die Prfung der geplanten Auszahlungvon Dividenden und Aktienrckkufen istnur der zweite Teil des Belastungstests fr30 Banken, die die Fed als systemisch rele-vant betrachtet. In einer ersten Stufe wa-ren ihre inneren Strukturen und ihre Kapi-talreserven geprft worden. Bei dieser ers-ten Analyse war nur die Regionalbank Zi-ons Bancorp durchgefallen. Die Fed hattedie Stresstests in der Finanzkrise einge-fhrt, in der sowohl Citigroup als auch dieBank of America mit Milliarden Dollar anSteuergeld gerettet werden mussten.Bei dem Test prfte die Notenbank, obdie Institute einem Schock fr das Finanz-system und einen Einbruch der Wirtschaftverkraften knnen. Dabei unterstellte sie,dass die Banken keine Dividenden aus-schtten. In der zweiten Stufe prfte dieNotenbank nun die tatschlich vorliegen-den Kapitalplne.In Europa sind die meisten Banken nochnicht soweit, weil ihre Kapitalreservendeutlich geringer als die der US-Konkur-renz sind. Die deutsche Commerzbank, ander seit der Krise der Staat beteiligt ist, hat-te die letzte Dividende 2007 gezahlt. Auchfr das laufende Jahr ist nicht mit einerAusschttung zu rechnen. Bei der Deut-schen Bank lasten Rechtsstreitigkeiten aufdem Ergebnis. Deutschlands grte Bankhlt die Dividende fr 2013 stabil bei 75Cent je Aktie. nikolaus pipervon klaus ottMnchen Als Eric Sarasin vergangenesJahr in die Fhrungsspitze der gleichnami-gen Bank mit Sitz in Basel aufrckte, galtdas als Signal: Das Geldinstitut mit der Ei-che im Wappen bekenne sich zu seiner Tra-dition auch unter den neuen Eigent-mern, der brasilianischen Unternehmens-gruppe Safra. Eric Sarasin, der einer BaslerPatrizierfamilie entstammt, war mchtigstolz. Sein Clan, dem die 1841 gegrndetePrivatbank lange gehrte, ist nun schon infnfter Generation mit dem sechstgrtenInstitut in der Schweiz verbunden.Eine schne Tradition, die Eric Sarasinaber nicht viel hilft bei einer Geschichte,die ihm groe Sorgen und schlaflose Nch-te bereitet. Das hat der stellvertretendeVorstandschef im April 2013 einem Anle-ger geschrieben, der wie andere Investo-ren schon lange auf viel Geld wartet.Die Privatbank hat vermgenden Kun-den aus Deutschland, unter denen auchProminente wie Carsten Maschmeyersind, sehr spezielle Fonds in Luxemburgund anderen Steueroasen vermittelt. TolleRenditen lockten. Doch nun flieen man-che Einlagen nur teilweise oder gar nichtzurck, von den erhofften Gewinnen ganzzu schweigen. Die Anleger sind sauer, ei-ner klagt schon, andere wollen das auchtun. Nun tauchen auch noch Erpresser-Mails auf, die schon im April 2011 bei derBank und einem damaligen Partner desInstituts eingegangen sind. Mails, vondenen die betroffenen Kunden offenbarbis heute nichts erfahren haben.Ein Herr S., der sich mit vollem, aberwohl falschem Namen meldete, verlangte1,5 Millionen Euro, zu zahlen bis zum 21.April 2011 auf ein Konto bei einer Bank imKanton St. Gallen. Sonst werde er, drohteS., das deutsche Finanzministerium inBerlin, das Bundeszentralamt fr Steuernin Bonn und die Verwaltungsrte vonSarasin ber Brsendeals zulasten desFiskus informieren. Bei diesen Geschftenkomme es, notierte S., zu mehrfachenKapitalertragsteuer-Erstattungen durcharrangierte Leerverkufe von Aktien mit(Cum) und ohne (Ex) Dividendenanspruch.So funktioniere ein von Sarasin an Kapital-anleger vermittelter Fonds aus Luxem-burg, der wiederum mit einem US-Pensi-onsfonds kooperiere.Erpresser S. warnte Sarasin eindring-lich. Sollte der deutsche Fiskus bei diesemGeschftsmodell nicht mitspielen, dannfhre das bei den Kapitalanlegern zu ei-nem Totalausfall ihres Investments. Sei-en Sie versichert, schrieb S. den Bankern,dass ihm alle Details vorlgen, inklusiveder Leerverkufer. Bei einem Leerverkaufwerden Aktien veruert, die sich der be-treffende Hndler erst noch besorgen will,in der Hoffnung auf fallende Kurse, weildas zu einem Gewinn fhrt. SolcheGeschfte sind an den Brsen blich. Frag-wrdig, wenn nicht gar kriminell war abereine spezielle Variante, bei der Banken undFonds ber Leerverkufe eine vermeintli-che Gesetzeslcke in Deutschland ausnutz-ten und sich eine nur einmal gezahlte Kapi-talertragsteuer auf Dividenden mehrmalserstatten lieen.Diese Variante haben offenbar jeneLuxemburger Fonds praktiziert, die vonSarasin Anlegern wie Maschmeyer emp-fohlen worden waren. In einem internenMemorandum hatte die Privatbank imJuni 2011 zu einem dieser Fonds festgehal-ten, das zugrunde liegende Geschftsmo-dell sei mit Sicherheit im Bereich der Steu-erumgehung (...) anzusiedeln. Zwei Mona-te vorher hatte sich Herr S. gemeldet, undein mit dem Fall befasster Jurist schickteSarasin sogar einen Entwurf fr einenSchweigegeld-Vertrag. Was dann geschah,ist in mancherlei Hinsicht seltsam. DieBank zahlte nach eigenen Angaben zwarnicht, sondern informierte die Finanzauf-sicht in Deutschland und der Schweiz.Aber Strafanzeige wegen Erpressung er-stattete Sarasin bei Schweizer Behrdenerst in diesem Jahr. Und die Anleger, um de-ren Geld es schlielich ging, erfuhren of-fenbar berhaupt nichts von dem Vorgang.Jedenfalls sagt Groinvestor Maschmeyer,ihm habe die Bank nichts davon berichtet.Er und seine Partner wie Mirko Slomka,frher Trainer des Fuball-BundesligistenHannover 96 und heute beim HamburgerSV, htten nichts von steuerschdlichenKonstruktionen bei den Fonds gewusst.Wren wir darber aufgeklrt worden,htten wir der Bank Sarasin unser Geldnicht anvertraut, sagt Maschmeyer.Waren Anleger wie der FinanzprofiMaschmeyer wirklich so naiv, angesichtshoher Renditen bei Geschften mit Fondsin Steueroasen nicht an Steuertricks zudenken? Maschmeyer erzhlt, er habe beiseinem frheren Finanzvertrieb AWD um-fangreich mit Sarasin kooperiert. Nie habees Probleme gegeben. Diese Erfahrungund eine langjhrige Bekanntschaft mitEric Sarasin htten zu einem Vertrauens-vorschuss gefhrt. Der ist lngst aufge-braucht. Seit bald zwei Jahren jagt Masch-meyer seinem Geld hinterher, rund 14 Mil-lionen Euro stehen seinen Angaben zufol-ge noch aus. Diverse Mails zeugen davon,wie Eric Sarasin und die Bank Maschmey-er immer wieder vertrstet haben. Wirsind bestrebt eine Lsung zu finden,schrieb Eric Sarasin im Dezember 2012.Fnf Monate spter, im Mai 2013, notierteder Banker: Wir sind daran, eine Lsungfr unser Problem zu finden. Endgltig ge-lst ist bis heute nichts.Das Bankhaus Sarasin erklrt auf Anfra-ge, man habe den deutschen Fiskus nichtbetrogen. Der fragliche Fonds sei von Drit-ten konzipiert und betrieben worden. Die-se Fonds seien als gesetzeskonform be-trachtet worden und knnten nach wie vorso eingestuft werden. Zum Umgang mitden Kunden und mit den Erpressermailswill sich das Schweizer Geldinstitut ansons-ten nicht weiter uern, trotz vieler Fra-gen. Herr S. hatte in einer dieser Mails vom26. April 2011 einem der Baseler Bankermitgeteilt, ein mit den Fonds befasster Ge-schftspartner von Sarasin habe 250 000Euro zugesagt. Daraus ergebe sich einenoch offene Position von 1,25 MillionenEuro. Er sei bereit, schrieb S. an Sarasin,das Gesprch mit Ihnen fortzufhren, mitRcksicht auf das Bankhaus und die betrof-fenen Investoren. Der Erpresser versicher-te, ihm liege sehr an einer Deeskalation.Wie die Geschichte weiter ging, dazuwill sich Sarasin im Detail nicht uern.Die Privatbank mag auch nicht sagen, wasgenau Eric Sarasin so groe Sorgen berei-tet, dass er nicht schlafen kann.6 aus 49 (26. Mrz)Lottozahlen: 3 - 22 - 30 - 36 - 38 - 43Superzahl: 41. Rang (6 Treffer und Superzahl) unbesetzt, im Jack-pot 1 463 497,90 Euro, 2. Rang (6 Treffer)863 547,40 Euro, 3. Rang (5 Treffer mit Superzahl)13 084,00 Euro, 4. Rang (5 Treffer) 5223,00 Euro, 5.Rang (4 Treffer mit Superzahl) 270,10 Euro, 6. Rang(4 Treffer) 61,30 Euro, 7. Rang (3 Treffer mit Super-zahl) 26,70 Euro, 8. Rang (3 Treffer) 13,00 Euro, 9.Rang (2 Treffer mit Superzahl) 5,00 Euro.Spiel 77: 6 3 6 5 8 5 3Gewinnklasse 1 (Super 7): 177 777,00 Euro, Gewinn-klasse 2: 77 777,00 Euro, Gewinnklasse 3: 7777,00 Eu-ro, Gewinnklasse 4: 777,00 Euro, Gewinnklasse 5:77,00 Euro, Gewinnklasse 6: 17,00 Euro, Gewinn-klasse 7: 5,00 Euro.Super 6: 9 6 2 3 2 3 (Ohne Gewhr)Staatsschulden sinkenBank of America zahltAktionre beglcken verbotenDie Fed bremst Citigroup bei der Dividende das zeigt, wie rigoros die US-Notenbank die Institute inzwischen kontrolliertSchlaflose Nchte in BaselEin Erpresser wollte die Schweizer Bank Sarasin beim deutschen Fiskusanschwrzen. Den Kunden htte in dem Fall ein Totalausfall gedrohtEin Geschftspartner desGeldinstituts soll 250 000 EuroSchweigegeld zugesagt habenMittwoch-LottoANZEIGEGELDDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 25MORatenkrediteKreditbetrag 5000 Euro*Bonittsabhngig; 1) online-Konditionen**LaufzeitAngaben ohne Gewhr, Stand: 27.03.2014; Quelle: biallo.deTglich aktualisierte Tarife: www.sueddeutsche.de/sparmeisterMindestbetragin EuroZinssatz in %12 und 24 Monate LZ**DIFestgeld Tagesgeld SparbriefeTelefonMI DO FR SARenteBank11 direkt1Oyak Anker Bank1Cosmos direkt1SKG Bank1Norisbank1Netbank1DKB Dt. Kreditbank1Cortal Consors1Deutsche Bank1Schlechtester Anbieter 2500 3,99 4,44 2500 4,39* 4,54* 2500 4,75 4,75 2500 4,75 4,75 1000 4,90 4,90 3000 3,90 4,94 2500 4,95 4,95 2500 4,98* 4,98* 1000 4,99* 4,99* 1000 9,99* 9,99*Zricher Filiale von Sarasin. Die Bank sagt, sie habe den deutschen Fiskus nicht betrogen. FOTO: FABRICE COFFRINI/AFPFINANZEN04. 05. APRIL 2014 | MESSE STUTTGARTwww.invest-messe.deNew York Ach, waren das noch Zeiten,als man den Klassenfeind noch griffigbeschimpfen konnte. Die Wirtschaftswelt,die Banken und der Kapitalismus, konnteman wettern, sind doch nichts anderes alsMonopoly. Sogar Franz Josef Degen-hardt sang dem Brettspiel ein linkes Lied:Die Geldscheine wandern. Das Spiel isternst. Man ist Kapitalist. (...) Die Wrfel rol-len. Was willst du da machen? Alles istSchicksal, Gewinn und Verlust.Man wird seine Meinung ndern ms-sen. Denn auf die Regeln, die den Kapitalis-mus in dem metaphorischen Brettspielmanifestierten, ist kein Verlass mehr.Hasbro, seit 1991 Monopoly-Herausge-ber, ist weich geworden: Die Menschen dr-fen die Regeln brechen oder ndern. Inden nchsten Tagen knnen Spieler beiFacebook ber neue Regeln fr das alteSpiel abstimmen.Es geht um sogenannte Hausregeln, mitdenen die Spieler seit Anbeginn aller Mo-nopoly-Tage ohnehin schon den Lauf desSpieles manipuliert haben. In einerUmfrage haben 68 Prozent aller Amerika-ner gegenber Hasbro gestanden, das offi-zielle Monopoly-Regelwerk nie bis zumEnde studiert zu haben. 49 Prozent gabengar zu, dass sie ihre eigenen Regeln er-funden haben. Nun siegen die Massenber das Gesetz. Die Hausregeln, dieHasbro in den vergangenen Monatenschon bei Facebook eingesammelt hat, zei-gen die Hassliebe der Menschen zu dem al-ten Brettspiel und damit ja irgendwieauch zur Marktwirtschaft.Ja, die Welt liebt Monopoly, es ist dasmeistverkaufte Spiel der Geschichte. Seit1935 sind 275 Millionen der Spiele ver-kauft worden, in 111 Lndern und 43 Spra-chen. Aber: Offenbar fhlen sich die Leutedoch nicht so wohl mit dem kalten, hartenKapitalismus, den Monopoly traditio-nell glorifiziert.Die Hausregeln, ber die man jetztabstimmen darf, klingen ein bisschennach Occupy Wall Street oder zumindestnach grozgiger Geldpolitik und sozialerMarktwirtschaft. Ein Vorschlag: Bankber-fall. Am Anfang klauen die Spieler die Hlf-te der Rcklagen der Monopoly-Bank,stapeln sie in der Mitte des Spielfelds, zh-len bis drei und grapschen nach so vielenScheinen, wie sie zu fassen bekommen.Eine andere Hausregel, die zur Wahl steht,gibt den Spielern beim Gang ber Losdoppelt so viel Geld wie vorgesehen. Nacheiner weiteren Regel sind Kredite frbedrftige Spieler und gemeinsamerImmobilienbesitz gestattet. Nach einer an-deren Option soll der glckliche Spielerbeim Landen auf dem Frei Parken-Feldalle zuvor eingesammelten Steuern undGebhren erhalten eine Regel, mit der oh-nehin schon viele Familien spielen.Wie die US-Notenbank Federal Reservemit ihrer seit der Finanzkrise sehr locke-ren Geldpolitik, ist auch die neue Monopo-ly-Finanzwelt davon geprgt, den Marktmit billigem Geld zu fluten. Die meistenHausregel-Ideen geben den Verlierernneue Hoffnung.Fr Hasbro ist die Hausregel-Initiativebei Facebook ein weiterer Versuch, dasBrettspiel, das doch in den allermeistenHaushalten irgendwo im Regal verstaubt,fr neue Kunden attraktiv zu machen. Bis-lang war der Trick fr weitere Verkufe vorallem: Hunderte verschiedene Versionen,die ber die Jahrzehnte auf den Markt ge-kommen sind: von der Berkshire Hatha-way Edition zu Ehren der Investmentfirmavon Warren Buffett bis zu einer Ausgabekomplett aus Schokolade aus dem Jahr1978. Im vergangenen Jahr hat Hasbroschon einmal soziale Medien bemht: Face-book-Fans durften ber Spielfiguren ab-stimmen. Das gute alte Bgeleisen musstedaran glauben und wurde durch ein Ktz-chen mit schmuckem Halsband ersetzt wenig berraschend im Katzen-vernarr-ten Internet. Der kleine Terrier hat die Ab-stimmung aber schadlos berstanden.Im Herbst sollen es fnf der zehn jetztvorgestellten Hausregeln in die neue Mo-nopoly-Auflage schaffen, als Variante.Die seit 1935 weitgehend unverndertenSpielregeln bleiben gltig, betonte Hasbro.Das Unternehmen will den Spielern ledig-lich die Mglichkeit geben, nach den Haus-regeln zu spielen. Als bruchten die Mas-sen die Erlaubnis des Spiele-Establish-ments. kathrin wernerKln Die erste deutsche Spezialgesell-schaft fr die Abwicklung von Bestndenin der Lebensversicherung kann loslegen.Die Finanzaufsicht Bafin hat keine Einwn-de gegen den Kauf der HeidelbergerLebensversicherung, einst MLP Leben,durch den britischen FinanzinvestorCinven und den Rckversicherer Hanno-ver Rck. Das teilten die Kufer mit. Siegaben auch bekannt, dass sie schon einenDeal in der Tasche haben: Als erstes wollensie die Bestnde der Skandia abwickeln.Verkufer der Heidelberger Leben istdie britische Lloyds Bank, die sich nach ei-ner milliardenschweren Rettungsaktiondurch die Londoner Regierung auf dasKerngeschft konzentrieren muss. Cinvenund Hannover Rck zahlen 360 MillionenEuro fr die Heidelberger, die knftig zu80 Prozent dem Finanzinvestor und zu 20Prozent dem Rckversicherer gehrt. Siewollen die Gesellschaft mit einer Anfangs-investition von mehr als 20 Millionen Euroin die IT fit machen fr die neue Rolle alsAbwicklungsplattform.Immer mehr Konzerne verlieren an-gesichts der niedrigen Zinsen und hohenKapitalanforderungen die Lust an derLebensversicherung. Mindestens siebendeutsche Anbieter sind bereits in der inter-nen Abwicklung: Sie nehmen kein Neuge-schft mehr an und verwalten nur noch dieAltvertrge. Daraus will die HeidelbergerLeben ein Geschftsmodell machen. Siebernimmt diese Bestnde und organi-siert die Abwicklung. Fr die Kunden heitdas, dass ihre Vertrge bis zum Laufzeiten-de bei der Heidelberger liegen. In angel-schsischen Lndern gibt es das schon ln-ger. Allerdings hatte der so genannte Run-off von Lebensversicherungen dort einendenkbar schlechten Ruf, weil die Ab-wickler die Versicherten grob behandelten schlielich mussten sie sich um ihre Re-putation und um mgliches Neugeschftkeine Gedanken machen.Das soll bei der Heidelberger Lebenganz anders sein, versprechen Cinven undHannover Rck, und haben deshalb einenrenommierten Experten an die Spitze desAufsichtsrats berufen: Rolf-Peter Hoenen,lange Chef der HUK-Coburg und Prsidentdes Versichererverbandes GDV. Vorstands-chef wird wahrscheinlich Heinz-PeterRo, bislang Vorstand bei der Talanx.Die Heidelberger Leben nimmt sofortdie Arbeit als Abwickler auf: Fr 220 Millio-nen Euro kauft die Gruppe die Bestndeder Skandia in Deutschland und ster-reich, die 2013 das Neugeschft einstellte.Verkufer ist die Old Mutual in London.Rund 400 000 Skandia-Kunden und Ka-pitalanlagen von 4,9 Milliarden Euro wer-den knftig von der Heidelberger Leben be-treut. Die 280 Arbeitspltze der Skandia inBerlin und Wien werden kaum erhaltenbleiben. herbert frommeinterview: malte conradiund alexander hagelkenM an kennt es aus dem Fernsehen:Die Spezialisten ermitteln die Rich-tung, aus der die Blutspritzer ka-men. In Wahrheit ist die Arbeit etwa von Kri-minalbiologen wie Mark Benecke anders.Nach 850 Fllen glaubt der 43-Jhrige, dassTter mit dickem Geldbeutel besser davon-kommen. Seine eigene Arbeit ist schlecht be-zahlt. Deshalb hlt er Vortrge vor zahlen-dem Publikum wie den an diesem Abend.Wenig Zeit fr das Interview? Kein Problem:Der Mann redet in Klner Singsang doppeltso schnell wie Normalsterbliche.SZ: Mark Benecke, reden wir ber Geld.Was kostet es, offiziell eine Leiche unter-suchen zu lassen?Mark Benecke: Keine Ahnung. Ich schauemir die Leichen oder die Spuren oftumsonst an.Sie kriegen kein Geld?Selten. Wenn der Staatsanwalt mich beauf-tragt, dann vielleicht 200 Euro.Davon knnen Sie nicht leben.Kann ich schon. Aber dafr muss ich imLabor wohnen, Vortrge halten undBcher schreiben.Wie einfach ist es,mit einemMorddavon-zukommen?Das hngt ganz davon ab, aus welchemMilieu einer kommt. Am meisten schtzenMacht, Einfluss und Geld. Wer die hat,kommt mit viel weg.Das hrt sich abenteuerlich an.Finden Sie? Es ist doch so, dass man sichmit Geld gute Anwlte leisten kann. Das istschon mal extrem hilfreich. Und mancherwar dann noch mit dem Staatsanwalt aufdem Internat oder hat sonst gute Beziehun-gen zur Justiz. Das passiert dauernd.Undwer nicht reich ist?Der hat Pech und kommt in den Bau. Werarm ist, wird schneller verurteilt. Umge-kehrt ist es genauso: Wird ein Menschermordet, der fr die Gesellschaft nicht in-teressant ist, hat die Staatsanwaltschaftkein so groes Interesse an der Aufkl-rung. Das habe ich schon oft erlebt.Was soll das heien, fr die Gesellschaftnicht interessant?Der Staatsanwalt hat eben nur eine be-stimmte Summe fr Ermittlungen zur Ver-fgung, oder er muss eine Ermittlung zu-mindest begrnden. Und dann untersuchter eben eher den Mord an einem respektier-ten Brger als den an einem Alki, der tot imPark liegt. Und die meisten Leichen sindnun einmal die von Armen, Alkoholikern,Schizophrenen oder Drogenabhngigen.Klingt ungerecht.Ein Beispiel: Eine Leiche mit Percke aufdem Kopf, die Schuhe fein suberlich paral-lel daneben. Merkwrdig, oder? Aus denHosentaschen ziehen mein Team und ichWasserschnecken. Da ist aber weit undbreit kein Wasser! Erst von einem Jgeraus der Gegend erfahren wir, dass derFundort einmal im Jahr berschwemmtwird. Also kannten wir schon mal den Tat-Zeitpunkt. War den Strafverfolgern aber al-les egal. Die wussten, dass dort in der Ge-gend Junkies ihr Heroin verstecken. Unddamit war klar: Der Tote ist uninteressant,die Sache wird nicht weiter verfolgt. War-um der Typ eine Percke trug? Die Polizis-ten sagten, das weise auf Prostitution hin oder auf Karneval (lacht). Kein Witz!Dasmit den Schnecken ist ja wie im Fern-sehen bei CSI.Ach, diese CSI-Typen knnen ja alles: Spu-ren sichern, Hubschrauber fliegen, schie-en, ermitteln. Und dann sind sie auchnoch cool und tragen vernnftige Klamot-ten. Und ich? Mir wird im Hubschrauberbel, und ich trage abwaschbare Kleidungund Polyesterunterhosen. Damit derGeruch sich nicht so festsetzt. Ihr Kasch-mir-Pullverchen knnten Sie nach einerLeichen-Besichtigung wegschmeien.Wie viele Flle untersuchen Sie?Ich bin jetzt ungefhr bei Nummer 850. Esgab Zeiten, da hatten wir jeden Tag einenFall auf dem Tisch. Aber seit ein paar Jah-ren drfen Polizei und Staatsanwaltschaftaus Kostengrnden fast gar keine exter-nen Sachverstndigen fr Spuren mehrdazurufen. Natrlich haben die trotzdemnicht mehr Mitarbeiter. Daher gibt eseinen ewigen Bearbeitungsstau.Wie kommen Sie dann an Ihre Flle?Mich beauftragen Menschen, die nichtglauben, dass ihr Kumpel zu Recht imKnast sitzt. Wenn Sie beim Campen mor-gens neben einer Leiche aufwachen und esnicht waren, knnen Sie mich anrufen.Wie oft haben Ihre Auftraggeber recht?Schon ab und zu. Vor ein paar Jahren mar-schierten zwei Kriminelle schwer bewaff-net in ein Bordell in der Nhe von Holland.Die wollten den Zuhlter kaltmachen, deraber erschoss stattdessen beide. Die Justizkannte den Zuhlter, der hatte viel Dreckam Stecken. Jetzt sahen sie die Chance, ihndauerhaft von der Strae zu holen.Wiemachtman das?Zeit lassen mit dem Notruf, sodass der An-geschossene stirbt. Und es dann so darstel-len, als sei der tdliche Schuss in den R-cken des Opfers gegangen. Damit es nichtNotwehr war, sondern heimtckischerMord. Dafr geht man lange in den Bau.Aber es war keinMord?Nee. Da bin ich mir hundertprozentig si-cher: Der erste Schuss ging in den Bauch.Also war es Notwehr.Wie gings weiter?Der Tter blieb trotzdem im Bau, bis heute.Obwohl der Prozess wieder aufgenommenwurde, was selten ist. Aber die Sache kamvor denselben Richter. Und der wolltenichts ndern. Dass ich eine Sache bewei-sen kann, heit noch nicht, dass sie vorGericht anerkannt wird.Wie viel haben Sie an der Sache verdient?Ach, Kleckerbetrge. Solche Leute haben jakein gut gedecktes Konto, von dem sie mirgrere Summen berweisen knnten.Na ja, als Bordellbesitzer klar hat der Geld, aber nur Schwarzgeld,und das nehme ich nicht. Ich lasse mirdoch nicht die Bargeld-Packen rberschie-ben. Ungeklrte Morde passieren ja ehernicht in der guten Gesellschaft. Einmal sag-te ich zu verzweifelten Eltern, deren 15-jh-riger Sohn ertrunken war: Schauen Siedoch mal, was Sie haben. Zum nchstenTermin brachten die einen zerknlltenFnf-Mark-Schein mit. Ernsthaft.Waswarmit dem Sohn passiert?Der wurde tot in einem Teich gefunden.Fr die Polizei war die Sache schnell klar:beim Pinkeln ausgerutscht, ertrunken,Fall abgeschlossen.Das glauben Sie offenbar nicht.Da gab es so viele Ungereimtheiten. ZumBeispiel, dass der Junge mit Drogen handel-te und kurz vor seinem Tod mit einer Gangam Bahnhof gefilmt wurde. Bald fandenwir seine Jacke an einer ganz anderen Stel-le in dem Teich. Die Polizisten hatten im-mer neue Erklrungen, aber die passten al-le nicht zu den Spuren, die wir fanden. Ichkonnte den Eltern trotzdem nicht helfen:Die Justiz hat den Fall nicht neu aufgerollt.All die Arbeit machen Sie aus Interesse ander Gerechtigkeit?N. Es gibt keine Gerechtigkeit.Wiemeinen Sie das?Ich glaube nicht, dass es so was wie Gerech-tigkeit gibt. Was wir darunter verstehen,ist doch nichts anderes als ein juristischesoder kulturelles Konstrukt. Frher ver-stand man was ganz anderes darunter, undmorgen kanns schon wieder anders ausse-hen. Die meisten Menschen, die in einenMordfall verwickelt werden, machen den-selben Fehler: Sie glauben, dass die Gerech-tigkeit am Ende siegt. Tut sie aber nicht.Mssten in Deutschland mehr Leichenuntersucht werden?Ja, denn das passiert immer seltener. JederPolitiker, der ein rechtsmedizinisches Insti-tut schliet, kann tolle Zahlen prsentie-ren: Werden weniger Delikte erkannt, gibtes scheinbar weniger Verbrechen.Wrden mehr Leichen untersucht, wr-denmehrMorde entdeckt?Klar. Und es geht weiter: Mit mehr Untersu-chungen wrde man mehr ber den Tather-gang verstehen. Dann knnte man Prven-tion betreiben und wirklich was tun gegenGewalt und Kriminalitt. Oder denken Siean Vernachlssigung: Wie viele Flle wirnachweisen knnten, indem wir zum Bei-spiel die Maden anschauen, die in den Win-deln von alten Menschen oder Kindernwohnen. Dann knnten wir nachweisen,dass die nicht erst seit gestern dort sind,sondern seit Wochen.Es ist also eine politische Entscheidung,lieber zu sparen, als genau hinzusehen?Ja natrlich. Wir machen es uns aber zuleicht, wenn wir den Politikern die Schuldgeben. Wir interessieren uns doch allenicht fr Aufklrung. Weil wir faul unddumm sind. Die Wahrheit interessiertkeine Sau. Was uns wirklich wichtig ist, istunser Wohlstand. Und in der Kriminalistikkommen dann so doofe Vorschlge auf,wie der, auf Ttowierungen zu sehen.Auf Ttowierungen?Es gibt sogar Enzyklopdien, die Ttowie-rungen bersetzen: Eine Rose bedeutetdies und das, ein Teller Kndel bedeutet,dass einer Kinderschnder ist. Wenn dersich dann verteidigt, wird ihm entgegenge-halten: Ach ja, und wo kommen denn dieseKndel auf Ihrem Bauch her, wenn Siesnicht waren? So ein Schwachsinn. Das istder Stand von 1904.Wasmsste stattdessen geschehen?Wir knnten uns viel Gelaber sparen undganz viele Flle aufklren, wenn die Spu-ren hufiger angesehen und besser gesi-chert wrden. Allein die Fotos vom Tatort!Frher gab es dafr professionelle Fotogra-fen. Heute mssens die Polizisten oftselbst machen. Die knnens aber meis-tens nicht. Wie oft ich es schon erlebt habe,dass die Fotos vom Tatort verwackelt sind,total unbrauchbar. Wenn es ganz schlimmkommt, bleibt der Fall unaufgeklrt.Wird in anderen Lndernmehr gemacht?In den USA zumindest reien sich die Poli-zisten um die Kurse an der FBI-Academy.Eigentlich ist das Kinderkram: Wie sichereich eine Bierdose, die ich am Tatort finde?Hoffentlich packe ich sie nicht einfach in ei-ne Plastiktte, denn dann luft das restli-che Bier aus und verwischt alle Spuren.Wie rede ich mit Opfern? Daran fehlt es inDeutschland. Ich will damit nicht sagen,dass hier alles am Boden liegt, so wie inKolumbien, aber es knnte besser sein.Was ist in Kolumbien los?Na ja, das Land wurde von den Toten ausdem Drogenkrieg so berschwemmt, dassgar nichts mehr geht. Und die Gesellschaftwill mit so schlimmen Gewalttaten wie de-nen von Luis Alfredo Garavito Cubillosnichts zu tun haben.Wer ist das?Ein Mann, der mindestens 300 Kinder er-mordete. Da gab es nur ein Verfahren ohneZeugen und ffentlichkeit. Ich habe ihnber Jahre immer wieder im Gefngnisbesucht, weil ich verstehen wollte, warumjemand so was tut. Und es ist gar nicht sokompliziert: Armut, Missbrauch, schlim-me Erfahrungen, dazu krankhafterNarzissmus, antisoziale Strung.Gibt es Angebote vomFernsehen an Sie?Ach, mit denen rede ich nicht gerne. Ichhabe mich ein paar Mal mit Drehbuch-autoren getroffen. Das Ergebnis war, dasssie mich und meine Geschichten in ihrenFilm schrieben und ich keinen Cent sah.Stimmt es, dass Sie mal Hitlers Schdeluntersuchten?Ich sollte zusammen mit dem russischenGeheimdienst feststellen, ob er echt ist.Und?Ich bekam vom britischen GeheimdienstRntgenbilder, die nach dem Attentat1944 gemacht wurden. Die Metallzhnejedenfalls waren echt. Und er hatte fast nurMetallzhne.Metallzhne?Ja, Hitler hatte ein Metallgebiss. Weil er soextreme Zahnfule hatte. Muss frchter-lich gestunken haben. Ich kann also allenVerschwrungstheoretikern sagen: WennHitler wirklich noch lebt, dann fehlen ihmzumindest Ober- und Unterkiefer. Aberklar, er knnte trotzdem im U-Boot nachArgentinien geflchtet sein (lacht).Wer arm ist, wird schneller verurteiltReiche kommen bei der Strafverfolgung besser davon, erlebt Mark Benecke, der als Kriminalbiologe Spuren amTatort untersucht. Er erzhlt, wie mehr Morde aufzuklren wren und wie es ist, Hitlers Schdel zu untersuchenBankberfall!Wird Monopoly sozialistisch? Der Hersteller sammelt Vorschlge fr neue Spielregeln die meisten klingen so gar nicht nach kaltem KapitalismusJedes Restaurant in New Yorkhat einen im Fenster, oder soll-te zumindest einen haben: ei-nen farbigen Buchstaben, derbelegt, wie sauber es im Inne-ren zugeht. Am besten ist ein blaues A,dann kommt ein grnes B und schlie-lich ein orangenes C. Reichen die hygieni-schen Bedingungen nicht einmal fr einC, dann wird das Restaurant von derStadt geschlossen. Die Buchstaben werdenvon der Gesundheitsbehrde verteilt. Aufderen Website kann man die Bewertung je-des Etablissements nachlesen. Die Trans-parenz ist rigoros: Der Website ist zum Bei-spiel zu entnehmen, dass die Oyster Barim Bahnhof Grand Central, eine New Yor-ker Institution, bei der letzten Inspektionelf Strafpunkte bekam. Wren es dreimehr gewesen, htte das berhmte Restau-rant sein A verloren.Das System ist ein Erbe des frheren, ge-sundheitsfanatischen BrgermeistersMichael Bloomberg. Es ist bei Restaurant-besuchern extrem populr, bei den Restau-rantbesitzern aber, wie man sich denkenkann, ebenso unpopulr. Sie klagen immerwieder ber willkrliche Inspektionenund ber die hohen Kosten der Kontrollen.Bloomberg pflegte die Unzufriedenenharsch abzutun als Leute, die ihr Restau-rant nicht sauber halten wollen. BeiBloombergs Nachfolger, dem DemokratenBill De Blasio, haben die Wirte jedoch nunGehr gefunden. Die Stadt wird das Sys-tem wesentlich entschrfen. Die Strafenbei Versten gegen Gesundheitsvorschrif-ten im vorigen Jahr insgesamt 40 Millio-nen Dollar werden um 25 Prozent ge-senkt, die Mglichkeiten verbessert, gegenein B oder ein C Einspruch zu erheben.Die Wirte wird das freuen, aber ihre Gs-te? In seiner bisherigen Form hat das Sys-tem immerhin gewirkt. Seit 2010, als dieBuchstaben eingefhrt wurden, ist dieZahl der Salmonellen-Flle in New Yorkum 14 Prozent gesunken. Und selbst MaryBassett, neue Gesundheitskommissarindes Brgermeisters, rumt ein, dass dankder Inspektionen deutlich weniger Rattenin den Restaurants gefunden wurden. Billde Blasio ist am 1. Januar mit einer, wie eres nannte, progressiven Agenda angetre-ten. Manche Kritiker frchteten, dass dieAgenda darin bestehen knnte, es zu vie-len Interessengruppen recht zu machen:Lehrergewerkschaften, Taxifahrern, loka-len Gruppen. Was die Wirte betrifft, knn-ten die Kritiker schon jetzt recht bekom-men haben. nikolaus piperGELD26 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHFOTO:ROLFVENNENBERND/DPABEI UNS IN NEW YORKGib mirein AJa, auch nach den neuen Regeln bleibt dieSchlossallee die teuerste Strae. FOTO: SIMONAuf dieResterampeDer erste deutsche Abwickler vonLebensversicherungen startetREDEN WIR BER GELD MIT MARK BENECKEMannheim Ein bisschen Hnde-schtteln, Schulterklopfen, und dann:nichts. Kein Lcheln, kein Kopfschtteln.Kein Zgern. Kein Winken, nicht einmalein Aufschauen. Hans Zach geht einfach,quer ber die Eisflche, bis ihn der dunkleGang in die Katakomben verschluckt.Man muss sagen, dass es in der deut-schen Sportgeschichte schon bewegende-re Abschiedsmomente gab als diesen.Sport ist auch Show, Abschiedsmomentesind Teil der Show, das Feuerwerk amSchluss, die Emotionen, Freude, Stolz,Trauer, alles auf einmal: Das kann nur derAbschied. Zum Beispiel so, wie das beimAbschied des Boxers Henry Maske war,Maske wurde nach seinem letzten WM-Kampf sehr schnulzig und sehr trnen-reich aus dem Sportlerleben geleitet, kei-ner, der das gesehen hat, kann das verges-sen; Maske hatte den Kampf brigens ver-loren. Hans Zach hat sein letztes Spiel auchverloren, aber ansonsten ist er mindestensso weit von Henry Maske entfernt wie BadTlz von Treuenbrietzen. Hans Zachbraucht keine Emotionen, die aus dem Sta-dionlautsprecher kommen. Mannheim hatverloren, Kln ist im Halbfinale, das wars,so is des hoid.Hans Zach war sechs Jahre lang Bundes-trainer, er war drei Mal Deutscher Meistermit Dsseldorf und ein Mal mit Hannover,er hat die Kassel Huskies aus der Nischeins Halbfinale gefhrt, er ist bis heute dereinzige deutsche Trainer, der in der DELden Titel gewann. Er hat das deutsche Eis-hockey in den vergangenen Jahrzehntengeprgt wie wenige vor ihm, und jetzt: ein1:2 gegen die Klner Haie in Spiel fnf desViertelfinales, 1:4 in der Serie, das wars?Hans Zach hat schon hufiger gesagt,dass dieser Dreimonats-Job bei den AdlernMannheim eine Ausnahme ist und bleibt,dass er danach definitiv aufhren wird,und er sagt es jetzt wieder, am spten Mitt-wochabend, als er irgendwann in den Kata-komben wieder auftaucht. Ich mach nixmehr im Eishockey, sagt Zach. Am Sonn-tag wird er 65, ein Runder, ah mei, sagtZach, Geburtstag hin oder her, er will dabei seiner Enkelin sein, das ist ihm wichtig.Seit Mittwochabend hat Opa Zeit.Danken, sagt Zach, wolle er Uwe Kruppdafr nicht, soweit kommts noch, er wrenatrlich gerne weitergekommen mit denMannheimern, htte Krupps Klner gernegeschlagen. Aber Hans Zach hat bald er-kannt, dass es mit dieser Mannschaft fr-her oder spter vorbei sein wird. Die Mann-heimer Mannschaft ist nicht schlecht, abersie ist technisch und luferisch den Top-teams aus Kln und Hamburg unterlegen,das war in dieser Serie in jedem Spiel zu se-hen. Dass es trotzdem eine knappe Seriewar, in der jeder Sieg mit nur einem Tor Un-terschied zustande kam, lag daran, dassdie Mannheimer in jedem Spiel kmpftenund rannten, als ginge es um ihr Leben. AmMittwoch war es wieder so: Die Klner undihre erfahrenen Schweden, von denen siegleich fnf haben, lieen die ungestmenMannheimer laufen, wie ein erfahrenerReiter ein junges Pferd laufen lsst, ruhig,souvern, immer die Kontrolle behaltend.Als der Moment gekommen war, erzieltendie Klner den Siegtreffer.Wir haben gegen den Meister verlo-ren, sagt Zach, er ist nicht sauer. Er hat ge-tan, was er tun konnte, so sieht er das. Ichhab erreicht, dass Jeder hundert ProzentEinsatz gebracht hat, sagt Zach, das ms-sen andere erst mal fertigbringen.Die Mannheimer sind seit lngerem aufder Suche nach einem Anderen, zu hrenist, dass derzeit Doug Shedden ein aus-sichtsreicher Kandidat fr den Trainerjobbei den Adlern ist, ein 52-jhriger Kanadi-er, der 2008 mit Finnland WM-Bronze ge-wann und zuletzt den EV Zug betreute je-nen Schweizer Erstligisten, bei dem vor einpaar Tagen Harold Kreis als neuer Trainervorgestellt wurde, Zachs Vorgnger inMannheim. Auch die Mannschaft wird zu-mindest in Teilen eine andere sein, der Ver-teidiger Florian Kettemer hat bereits inMnchen unterschrieben, der Verbleib dermeisten Auslnder ist unsicher. In SachenKaderzusammenstellung, sagt Zach, kn-ne sich Mannheim einiges von Kln ab-schauen. Ob er da noch mitwirken werde?Wenn man mich fragt, sag ich meine Mei-nung, sagt Zach, aber wenn man michnicht fragt, sag ich gar nichts. Und dannhlt er zum Abschied noch mal einen lan-gen Vortrag ber sein Lieblingsthema: dieProbleme im deutschen Eishockey.Wissen Sie, fragt Zach, wie viele Schwei-zer Jahrgang 91 und jnger gerade im Vier-telfinale der Schweizer Playoffs stehen?Ich hab heute nachgeschaut, antworteter sich selbst, kurze Kunstpause, 39. 39!In Deutschland knne man die Deutschenin dem Alter an zwei Hnden abzhlen,es folgen einige sehr richtige grundstzli-che Feststellungen zum Thema Nach-wuchsarbeit, und je lnger Hans Zach re-det, desto weniger wird dieser Gedankevorstellbar: Er, der Alpenvulkan ein Rent-ner? Ach, Rentner, sagt Zach. Es gibt soviele Bergtouren, die ich gehen will, so vie-le Fische, die ich fangen muss, er sagt dasohne ein Lachen, er meint das ernst.Ein Hans Zach, Rentner, ach geh. Ermacht ab jetzt nur etwas anderes. michael neudeckerFuballDie Drittligisten Heidenheim undLeipzig zeigen beim 1:1, warumsie wohl bald aufsteigen 28FuballNrnberg erkennt, dass es imAbstiegskampf gewinnen kann,ohne schn zu spielen 29HEUTEHerr Sutil, Midland, Spyker, Force India das Formel-1-Team, fr das Sie seit 2007im Einsatz waren, hatte viele Namen. ImGrunde war es aber immer das gleiche.Nun sind Sie erstmals gewechselt, zuSauber.Wie funktioniert so ein Umstieg?Adrian Sutil: Man fhrt hin und stellt sichdem ganzen Team vor. In meinem Fall wardas leicht. Ich wohne in der Schweiz. ZurSauber-Zentrale nach Hinwil brauche ichmit dem Auto nur eine Stunde.Und beim ersten Besuch wird dann auchgleichder Sitz frdasneueFormel-1-Autoangepasst?Nein, das kam spter. Erst einmal ging esdarum, alle kennenzulernen. Die Datenwurden aufgenommen: Gre, Gewichtund so weiter. Ich habe mit den Ingenieu-ren die neue Technik durchgesprochen. Fo-tos fr Promotion-Zwecke wurden ge-macht. Und dann ging es auch schon los.Wie oft sind Sie in der Fabrik?Ich versuche, dass ich jede Woche da bin.Es gibt immer was zu tun.Was ist der Unterschied zwischen Ihrembisherigen Team, das seine Zentrale ander Rennstrecke in Silverstone hatte unddem Inder Vijay Mallya gehrte, undSauber, das als Schweizer Unternehmenpar excellence gilt?Die Unterschiede sind gro. Das sieht manschon, wenn man aufs Firmengelndefhrt. Die Arbeitsweise ist auch anders, dieStrukturen ebenso. Im Prinzip ist es aberwie bei den Rennwagen: Die unterschei-den sich in vielen Details, letztlich aber sol-len alle schnell sein. Wichtig ist, dass manals Fahrer die Herangehensweise desTeams versteht.Welches Ziel haben Siemit Sauber?Besser sein, als ich das bisher zeigen konn-te. Ich mchte jedes Jahr vorankommen.Deshalb habe ich den Schritt gemacht.VergangeneSaisonwarenSieDreizehnterder Fahrerwertung. Wie gut, wrden Siesagen, war das?Ich wei, wo ich mich verbessern kann.Das Resultat will ich nicht kommentieren.Waren Sie zufrieden?Teilweise. Es gab gute Rennen und nicht sogute. Aber auch die schlechten Momentebringen einen weiter wenn man darauslernt.Sie haben vergleichsweise spt mit demMotorsport begonnen. Empfinden SieGenugtuung, sich so lange in der Formel 1gehalten zu haben?Ich vergesse allmhlich, wie lange ichschon dabei bin. Das ist jetzt das siebteJahr. Aber ich bin nicht hier, um nur dabeizu sein. Das bedeutet mir gar nichts. Ichmchte erfolgreich sein. Es muss nach vor-ne gehen, sonst hat man in diesem Sportnichts zu suchen.Sie hatten eine Zwangspause. Weil Sienach dem China-Grand-Prix 2011 einenAnteilseigner des Renault-Teams in einerDiscoinShanghaimiteinemChampagner-glas am Hals verletzten, wurden Sie vomAmtsgericht Mnchen zu einer Bewh-rungsstrafewegenKrperverletzungver-urteilt. Daraufhin verloren Sie ihr Cock-pit.Wie ging es Ihnen damit?2012 war eine ungewhnliche Erfahrung.Ich habe alles gemacht, was ich in den Jah-ren zuvor nicht machen konnte. Das Rei-sen fiel weg. Ich war viel zu Hause und ha-be mir Gedanken gemacht. Es war ein gu-tes Jahr. Trotzdem habe ich gefhlt, dassich noch nicht am Ende bin mit meiner For-mel-1-Karriere. Deshalb wollte ich zurck.Die Chance gab es bei Force India. Es warein tolles Gefhl, wieder dabei zu sein. Ichhabe gesprt, dass das Feuer noch da ist.VonauenbetrachtethatdieseZeit siegarnicht gro verndert. Stimmt das?Ich verndere mich, glaube ich, jedes Jahr,weil ich mich weiterbilde. Aber ich mchtemich nicht selber bewerten.Sie sind 31 Jahre alt. Wie viel For-mel-1-Feuer lodert noch in Ihnen?Ich freue mich, dass ich hier bin. Und dieFreude sagt mir, dass es das Richtige ist.Das Feuer lodert vielleicht sogar heller,weil ich inzwischen alles kenne und michauf die wirklich wichtigen Dinge konzen-trieren kann.Knnen Sie das Faszinosum Formel 1beschreiben?Natrlich ist das erste Gefhl in einemFormel-1-Auto unbeschreiblich. Das wer-de ich nie vergessen. Danach wird es ge-whnlicher, aber nicht schlechter. Mangeht mehr ans Limit. Man muss sich stn-dig anpassen. Das Auto bei diesen Ge-schwindigkeiten zu kontrollieren, ist im-mer wieder eine neue Herausforderung.Formel-1-Autos sind die einzigen Autos,die nie langweilig werden.Siewaren2008Vierter inMonteCarlo, alsKimi Rikknen Ihnen kurz vor dem ZielinsHeckkrachte. ImvergangenenJahrha-ben Sie in Australien das Rennen siebenRundenangefhrt, dann lieendieReifennach. Hadern Sie damit, dass Ihnen derganz groe Erfolg bisher verwehrt blieb?Es gab viele Rennen, bei denen es fast miteinem Podium geklappt hat. Man kanndann enttuscht sein, oder man kann sa-gen: Heute hat meine Leistung gestimmt,nur das Resultat blieb aus. Man kann dasGlas halb voll sehen oder halb leer.Wie sehen Sie es?Ich bin ein positiver Mensch. Ich seh dieSachen, wie sie sind: Wenn ich eine Top-Leistung gegeben habe und mir dann einerreinfhrt, kann man nichts machen.Ihre Eltern sind Musiker. Als Jugendli-cher haben Sie Klavier-Konzerte gege-ben, was ein groes Themawar, als Sie inder Formel 1 anfingen. Spielen Sie noch?Ich kann noch ein paar Stcke, die ich alsKind gelernt habe. Die sind fest im Kopf.Aber ich spiele nur noch selten.Keine Konzert-Ambitionenmehr?Ich kann schon noch so spielen, dass einigesicher beeindruckt wren. Aber ein Spezia-list wrde sagen: solide.Sie wren nicht unter den besten 22 Kla-vierspielern derWelt?Unmglich. Das ist wie beim Rennfahren:Dafr braucht es Disziplin und jeden Tagfnf, sechs Stunden bung. Die Fingermssen gelufig sein.WassagenSiealsMusik-ConnaisseurzumKlangder neuenSechszylinder-Motoren?Vielen ist er zu leise.Mir gefllt er. Der Klang ist angenehmerals das Geschrei der Motoren in den vergan-genen Jahren. Ich finde das jetzt interes-santer, weil man wieder Unterschiede hrtzwischen den Motoren von Ferrari, Merce-des und Renault. Das war zuletzt kaum so.Da hat man sich nur die Ohren zugehalten.interview: ren hofmannOpa hat jetzt ZeitHans Zachs denkwrdige Karriere als Eishockeytrainer endet unspektakulr: mit einer Niederlage im ViertelfinaleFormel-1-Weltmeister Sebastian Vet-tel hat den Klang der neuen For-mel-1-Motoren in derben Worten kriti-siert. Scheie, sagte er vor dem Ren-nen in Malaysia (Start So., 10 Uhr) aufdie Frage, wie ihm der Sound der mitTurbo-Technik aufgeladenen Sechs-zylinder-Hybrid-Aggregate gefalle:Leider mache ich die Regeln nicht,sonst htten wir einen schnen V12 imHeck und die Batterien wren imHandy, wo sie hingehren. Der 26-Jh-rige findet: Es wre schn, wenn manden Motor hrt und nicht die quiet-schenden Reifen. Wir sind ja nicht aufdem ADAC-bungsplatz. szvon ren hofmannSaitama/Mnchen In den letzten neunSekunden ihrer gemeinsamen Paarlauf-Karriere zeigten Aljona Savchenko undRobin Szolkowy etwas, was sie so noch niegezeigt hatten. Nach dem finalen Wurfschickte er sie mit einer lssigen Bewe-gung des rechten Arms auf eine kleineSchleife; Savchenko verabschiedete sichauf einer Kufe gleitend mit einem Kuss-hndchen vom Publikum, bevor sie zurSchlusspose in Szolkowys Arme sprang.Sie lchelte. Er lchelte. Beide wirktenbefreit und zufrieden in dem Moment. Undbeim Betrachter blieb der Eindruck: EineKarriere, die so endet, kann keine schlech-te gewesen sein.Aljona Savchenko und Robin Szolkowysind in der Nacht zum Donnerstag in Saita-ma bei Tokio zum fnften Mal Paarlauf-Weltmeister geworden. 1. Savchenko/Szol-kowy (Chemnitz) 224,88 Punkte, 2. XeniaStolbowa/Fedor Klimow (Russland)215,92, 3. Meagan Duhamel/Eric Radford(Kanada) 210,84; die Olympiasieger Tatja-na Wolossoschar/Maxim Trankow (Russ-land) nur im Publikum: Das ist der letzteEintrag, der von den beiden in den Ergeb-nislisten bleiben wird. Savchenko und Szol-kowy beenden ihre Karriere. Zumindestdie gemeinsame.Szolkowy, 34, kann und will nicht mehr.Savchenko, 30, erwgt, zusammen mitTrainer Ingo Steuer weiterzumachen. DieSuche nach einem neuen Eis-Partner luft.Auch ein weiterer Nationenwechsel istnicht ausgeschlossen. Savchenko, die ausObuchiw bei Kiew stammt, war einst schonfr die Ukraine bei Olympia angetreten.2003 zog sie nach Chemnitz, um sich mitSteuer und Szolkowy zusammenzutun.Seit 2005 hat sie einen deutschen Pass.Ein Olympia-Start fr ein weiteres Landist nicht unmglich, wre aber ungewhn-lich. Coach Ingo Steuer, seit seiner Enttar-nung als einstiger Inoffizieller Mitarbeiterder Stasi vom Bundesinnenministeriumgechtet, findet die Perspektive sensatio-nell. Der 47-Jhrige, fr den ebenfalls einneuer Berufsabschnitt ansteht, sagte derdpa: Es geht nur ums Eislaufen. EinDreijahres-Kontrakt, den Savchenko undSzolkowy bei der Schaulauf-Tour Art onIce unterschrieben haben, msse weite-ren sportlichen Ambitionen nicht im Wegestehen. Aber das ist Zukunftsmusik. Ersteinmal endete da in Japan etwas durchausBeachtliches.Savchenko und Szolkowy wurden 2008,2009, 2011, 2012 und 2014 als Weltbestegekrt. Damit bertreffen sie nun sogarMaxi Herber und Ernst Baier, die in einerganz anderen Zeit liefen und zwischen1936 und 1939 vier WM-Titel holten. Nurdie Russen Irina Rodnina und AlexanderSaitzew waren mit sechs WM-Titeln nocherfolgreicher. Die Statistik offenbartSavchenkos und Szolkowys Ausnahme-stellung. Bei zehn Weltmeisterschaftenschafften sie es achtmal aufs Siegertrepp-chen. Selbst Ludmila und Oleg Proto-popow, deren Namen bis heute als Synony-me fr auergewhnliche Eiskunst gelten,standen dort nicht so oft.Doch Savchenko und Szolkowy warennicht nur bemerkenswert erfolgreich. Siewaren auch beeindruckend wandlungs-fhig. Ihren ersten WM-Titel erliefen siesich vor sechs Jahren in Gteborg zur Kr-musik LOiseau, der Vogel, aus demCirque du Soleil. Im Jahr darauf trium-phierten sie in Los Angeles zur Musik ausdem Film Schindlers Liste. Zwei Deut-sche, die die Rettung von Juden im Nazi-Reich in einer Eislauf-Nummer nachspie-len das war gewagt. Aber Steuer, Savchen-ko und Szolkowy nherten sich dem sensib-len Thema so behutsam und so bewusst,dass alle Bedenken verflogen.Die zierliche Blond-gefrbte und ihrdunkelhutiger Widerpart htten auf demEis vermutlich alles spielen knnen undhtten dabei faszinierend ausgesehen. Sieehrgeizig bis zur Selbstaufgabe, er selbstin Momenten hchster Anspannung ver-meintlich stoisch bis fast zum Phlegma sie bildeten wirklich ein ungewhnlichesDuo. 2011 bei der WM in Moskau berzeug-ten sie in der Kr mit einer Pink-Panther-Komdie, 2012 triumphierten sie in Nizzazu der faszinierenden Musik, mit der WimWenders das Leben der Wuppertaler Bal-lettdirektorin Pina Bausch ins Kino ge-bracht hatte. Tanztheater auf dem Eis:Auch das hatten zuvor wenige gewagt. Erstin diesem Winter, zum Ende ihrer Karrie-re, gingen die beiden dorthin, wo die meis-ten anderen starten: Ihre Kr-Nummer zuTschaikowskys Nussknacker-Suite warPaarlauf im klassischen Stil.Das Programm war speziell auf die Win-terspiele in Sotschi ausgerichtet: eine deut-sche Geschichte, ein russischer Kompo-nist; Kostme, die am Schwarzen Meer gutankommen. Doch die Rechnung ging nichtauf. Szolkowy strzte gleich zum Auftaktder Kr, es blieb Bronze, wie 2010 inVancouver schon. Weil sie vom Start ihrerDreieinigkeit Olympia-Gold als das ultima-tive Ziel ausgegeben hatten, verfestigtesich ein falscher Eindruck: Savchenko undSzolkowy wurden nicht als zwei der auer-gewhnlichsten Sportler wahrgenommen,die Deutschland in seiner jngeren Ge-schichte hervorgebracht hat. Sondern alsletztlich Unerfllte.Nach der Enttuschung lieen sie einenWM-Start zunchst offen. Aber es warrichtig herzukommen und noch einmalalles zu zeigen, findet Robin Szolkowynun. Das Publikum sah es genauso. Als diebeiden einander lchelnd zur Schlussposebegegneten, sprangen die Menschen in derHalle auf und jubelten.Berlin Tennisprofi Philipp Kohlschrei-ber hat auf den drohenden Rauswurf ausdem Davis-Cup-Team reagiert und willnun doch zum sogenannten Vershnungs-tag nach Frankfurt kommen. Er hat zu je-der Zeit aufgrund seiner Verletzung ledig-lich die Teilnahme am Showkampf um14.00 Uhr infrage gestellt, vor Ort wird erauf jeden Fall sein, teilte das Managementdes 30 Jahre alten Augsburgers mit. Eineoffizielle Stellungnahme des DeutschenTennis Bundes (DTB) lag zunchst nochnicht vor. Bundestrainer Carsten Arrienshatte zuvor erklrt, Kohlschreiber sehesich nicht in der Lage zu kommen unddies enttuschend genannt.Der zweitbeste deutsche Tennisprofilsst sich derzeit wegen seiner Ellenbogen-blessur untersuchen. Der ebenfalls verletz-te Florian Mayer und der diesmal nicht be-rcksichtigte Daniel Brands hatten fr denTennis-Tag am Sonntag im Sport- undFreizeitzentrum Frankfurt-Kalbach be-reits zugesagt und wollen ihren Teil zur Ver-shnung der Fans beitragen. Anfang Febru-ar hatten sich Tommy Haas, Kohlschreiberund Mayer beim Sieg gegen Spanien am Ab-schlusstag mit rztlichen Attesten abge-meldet und die Zuschauer massiv verr-gert. Weil das Top-Trio auch fr das Viertel-finale gegen Frankreich (4. bis 6. April inNancy) abgesagt hat, ist der DTB fast chan-cenlos. Tobias Kamke (Lbeck/Weltrang-listen-92.), Jan-Lennard Struff (War-stein/104.), Peter Gojowczyk (Mn-chen/111.) und Andr Begemann (Frank-furt/Main) werden dabei sein. dpaVettel: Batteriengehren ins HandyEin Lcheln zum AbschiedWegen des verpassten Olympia-Sieges gelten Aljona Savchenko und Robin Szolkowy als unvollendet.Der fnfte WM-Titel zum Abschluss ihrer gemeinsamen Paarlauf-Karriere zeigt, wie verzerrt dieses Bild istIch bin nicht hier,um nur dabei zusein. Das bedeutetmir gar nichts:Adrian Sutil, 31,ber seine siebteFormel-1-Saison.FOTO: M. THOMPSON/GETTYDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 27Kohlschreiber kommt dochTennis-Profi will zur Vershnung mit den Fans beitragenDer Klang istangenehmerAdrian Sutil ber die faszinierenden Seiten der neuen Formel 1Besser als Herber und BaierDie deutschen Weltmeister im PaarlaufenDas Bild, das bleiben wird: Aljona Savchenko, 30, und Robin Szolkowy, 34, fhren bei der WM in Japan Paarlauf im klassischen Stil vor. FOTO: TORU HANAI/REUTERSDer Kanadier Doug Sheddenknnte Zachs Nachfolger werdenSPORT1910 Anna Hbler/Heinrich Burger1911 Ludowika Eilers/Walter Jakobsson (Deutschland/Finnland)1936 1939 Maxi Herber/Ernst Baier1951/1952 Ria Baran/Paul Falk1963/1964 Marika Kilius/Hans-Jrgen Bumler1982 Sabine Bae/Tassilo Thierbach (DDR)1997 Mandy Wtzel/Ingo Steuer2008/2009/2011/2012/2014 Aljona Savchenko/Robin SzolkowyEr hat getan, was er tun konnte, aber dasreichte nicht: Hans Zach unterlag mitMannheim den Klner Haien. FOTO: DPABasketballMnner, Bundesliga, 22. SpieltagBB Bamberg Ulm 87:63 (36:38)Zirbes 17, Ford 13, Sanders 13 Plaisted 12,Clyburn 11, Gnther 11, Lomg 10. Zuschau-er: 6800 (ausverkauft).1 B. Mnchen 27 2371:2040 46:82 Bamberg 26 2098:1836 44:83 Berlin 26 2128:1847 38:144 Oldenburg 27 2172:2066 38:165 Quakenbrck 27 2105:2064 34:206 Bonn 27 2155:2097 34:207 Ulm 27 2250:2143 32:228 Ludwigsburg 27 2143:2111 28:269 Mitteld. BC 27 2071:2166 28:2610 Hagen 27 2201:2309 24:3011 Frankfurt 24 1735:1814 22:2612 Bremerhaven 27 2085:2137 22:3213 Braunschweig 27 2059:2152 20:3414 Trier 27 2032:2103 20:3415 Wrzburg 27 1982:2093 14:3816 Bayreuth 27 2024:2185 14:4017 Tbingen 26 1837:2117 10:4218 Vechta 27 2064:2232 10:44NBACharlotte Brooklyn n.V. 116:111, Washing-ton Phoenix 93:99, Boston Toronto 90:99,Detroit Cleveland 96:97, New Orleans LosAngeles Clippers 98:96, Minnesota Atlanta107:83, Indiana Miami 84:83, San Antonio Denver 108:103, Sacramento New YorkKnicks 99:107, Utah Memphis 87:91.EishockeyDEL, Viertelfinale (Best of 7), 5. SpielMannheim Kln 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)1:0 Arendt (1:21), 1:1 Tripp (6:29), 1:2 Falk(36:25). Strafminuten: 2 6. Zuschauer:12 005. Endstand 1:4.Krefeld Ingolstadt 4:5 (3:1, 0:3, 1:1)1:0 Clark (2:49), 2:0 Perrault (6:03), 3:0 Pietta(11:59), 3:1 Kppchen (12:25), 3:2 Sabolic(23:09), 3:3 Laliberte (29:32), 3:4 Laliberte(30:51), 4:4 Clark (42:00), 4:5 Greilinger(53:13). Strafminuten: 6 10. Zuschauer:7502. Endstand: 1:4.Hamburg Iserlohn 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)1:0 Dupuis (24:46), 1:1 Raedeke (30:26). Strafminuten: 8 10. Zuschauer.: 7104. Stand: 3:2.NHLMinnesota Vancouver 2:5, New York Phil-adelphia 3:1, Calgary Anaheim 2:3.EiskunstlaufWeltmeisterschaften in Saitama/JapanPaare, Endstand1. Aljona Savchenko/Robin Szolkowy (Chem-nitz) 224,88 Pkt. (Kr: 145,86), 2. Stolbowa/Klimow (Russland) 215,92 (139,77), 3. Duha-mel/Radford (Kanada) 210,84 (133,83),4. Moore-Towers/Moscovitch (Kanada)205,52 (136,21), 5. Cheng/Hao (China) 194,83(123,15); 13. M. Wende/D. Wende (Oberst-dorf/Essen) 159,42.Fuball2. Bundesliga, 27. Spieltag1. FC Kln Karlsruher SC 2:0 (1:0)Tore: 1:0 Brecko (29.), 2:0 Helmes (58.). Zu-schauer: 46 700.Kaiserslautern Arm. Bielefeld 1:1 (1:1)Tore: 1:0 Orban (36.), 1:1 C. Mller (42.). Zu-schauer: 22 689.Erzgebirge Aue FSV Frankfurt 2:1 (0:1)Tore: 0:1 Mi. Grlitz (30.), 1:1 Sylvestr (59.),2:1 Benatelli (77.). Zuschauer: 7200.Energie Cottbus 1860 Mnchen 1:2 (1:0)1860: Kiraly Steinhfer, Vallori, Schwabl,Wojtkowiak Stahl (86. Weigl), Stark Lud-wig (46. Bierofka), Adlung, Stoppelkamp Osako (86. Wood).Tore: 1:0 Fetsch (25.), 1:1 Stahl (47.), 1:2 Ad-lung (70.). Gelbe Karten: Bittroff (6) Stein-hfer (2). Zuschauer: 10 021.1 1. FC Kln 27 14 10 3 40:15 522 Greuther Frth 27 14 6 7 49:31 483 SC Paderborn 27 13 7 7 49:41 464 Kaiserslautern 27 12 6 9 39:27 425 FC St. Pauli 27 12 6 9 34:32 426 Karlsruher SC 27 10 10 7 35:25 407 SV Sandhausen 27 11 7 9 24:23 408 Union Berlin 27 10 9 8 39:34 399 1860 Mnchen 27 10 8 9 29:30 3810 FSV Frankfurt 27 9 7 11 37:39 3411 Ingolstadt 04 27 9 7 11 28:30 3412 Erzgebirge Aue 27 9 7 11 34:41 3413 VfR Aalen 27 8 9 10 26:33 3314 F. Dsseldorf 27 8 9 10 27:38 3315 VfL Bochum 27 8 6 13 23:32 3016 Dyn. Dresden 27 4 14 9 28:40 2617 Arm. Bielefeld 27 7 5 15 32:51 2618 Energie Cottbus 27 6 5 16 32:43 2328. Spieltag; Freitag, 18.30 Uhr: Dsseldorf Ingolstadt, St. Pauli Frth, Dresden Sand-hausen; Sa., 13 Uhr: Bochum Aue, Karlsru-he Kaiserslautern; So., 13.30 Uhr: 1860 Mn-chen Kln, Frankfurt Paderborn, Bielefeld Aalen; Montag, 20.15 Uhr: Berlin Cottbus.3. Liga, 30. SpieltagMSV Duisburg SV Elversberg 3:0 (1:0)1:0 T. ztrk (2.), 2:0 Zoundi (68.), 3:0 Zoundi(80.). Zuschauer: 9106.Hallescher FC Dortmund II 0:0Zuschauer: 9029.Holstein Kiel VfB Stuttgart II 3:0 (2:0)1:0 Hartmann (26.), 2:0 Wetter (45.), 3:0 Wet-ter (72.). Zuschauer: 4912.Preuen Mnster Chemnitz 3:1 (1:1)0:1 Hensel (19.), 1:1 Lais (40., Eigentor), 2:1Grote (60., Foulelfmeter), 3:1 Krohne (75.). Gelb-rot: Pfeffer (63./Chemnitz) Z.: 7062.RB Leipzig Heidenheim 1:1 (1:0) 1:0 Poulsen (44.), 1:1 Wittek (72.). Z.: 25 312.1 1.FC Heidenheim 31 19 9 3 50:21 662 RB Leipzig 31 18 6 7 47:28 603 Darmstadt 98 31 16 9 6 47:23 574 SV Wehen 31 13 9 9 36:36 485 VfL Osnabrck 31 12 8 11 40:33 446 MSV Duisburg 31 11 11 9 38:35 447 RW Erfurt 31 12 7 12 44:36 438 Hallescher FC 31 12 7 12 38:37 439 Hansa Rostock 31 12 7 12 35:42 4310 Preuen Mnster 31 10 12 9 44:41 4211 Stuttgarter Kick. 31 11 9 11 37:37 4212 Regensburg 31 10 9 12 44:45 3913 B. Dortmund II 31 11 6 14 38:44 3914 Chemnitzer FC 31 9 11 11 34:41 3815 Holstein Kiel 31 8 13 10 34:28 3716 SV Elversberg 31 10 6 15 27:43 3617 VfB Stuttgart II 31 9 7 15 38:47 3418 Unterhaching 31 8 9 14 38:54 3319 W. Burghausen 31 7 8 16 32:52 2920 Saarbrcken 31 7 7 17 33:51 28Regionalliga West, 29. Spieltag1. FC Kln II Fortuna Kln 0:2 (0:1)SV Lippstadt SC Verl 1:1 (0:0)Spitze: 1. Fortuna Kln 27 Spiele/61 Punkte,2. SF Lotte 27/54, 3. RW Oberhausen 27/51,4. Viktoria Kln 27/50, 5. Schalke II 27/49.England, NachholspieleFC Liverpool AFC Sunderland 2:1 (1:0)West Ham United Hull City 2:1 (1:0)1 FC Chelsea 31 62:23 692 FC Liverpool 31 84:39 683 Manchester City 29 79:27 664 FC Arsenal 31 55:36 635 FC Everton 30 46:30 576 Tottenham Hotspur 31 40:40 567 Manchester United 31 48:37 518 Newcastle United 31 38:43 469 FC Southampton 31 45:40 4510 Stoke City 31 36:45 3711 West Ham United 31 34:41 3412 Aston Villa 30 33:42 3413 Hull City 31 33:39 3314 Norwich City 31 26:48 3215 Swansea City 31 42:48 3016 West Bromwich 30 33:45 2817 Crystal Palace 30 19:39 2818 AFC Sunderland 29 27:46 2519 Cardiff City 31 26:58 2520 FC Fulham 31 30:70 24Italien, 30. SpieltagCagliari Calcio Hellas Verona 1:0CFC Genua Lazio Rom 2:0Atalanta Bergamo AS Livorno 2:0AC Florenz AC Mailand 0:2Catania Calcio SSC Neapel 2:4Juventus Turin FC Parma 2:1Sassuolo Calcio Sampdoria Genua 1:2AC Chievo Verona FC Bologna 3:01 Juventus Turin 30 67:20 812 AS Rom 29 56:15 673 SSC Neapel 30 57:32 614 AC Florenz 30 49:33 515 Inter Mailand 29 47:31 476 FC Parma 29 47:34 477 Atalanta Bergamo 30 35:39 438 Lazio Rom 30 37:38 429 Sampdoria Genua 30 40:43 4010 Hellas Verona 30 43:52 4011 FC Torino 30 43:39 3912 AC Mailand 30 44:43 3913 CFC Genua 30 34:36 3914 Udinese Calcio 29 33:42 3415 Cagliari Calcio 30 28:39 3216 AC Chievo Verona 30 26:43 2717 FC Bologna 30 24:46 2618 AS Livorno 30 32:56 2419 Sassuolo Calcio 30 29:59 2120 Catania Calcio 30 23:54 20Spanien, 30. SpieltagFC Barcelona Celta Vigo 3:0 (2:0)Atltico Madrid CF Granada 1:0 (0:0)FC Sevilla Real Madrid 2:1 (1:1)Rayo Vallecano Osasuna 1:0 (0:0)1 Atltico Madrid 30 67:21 732 FC Barcelona 30 88:25 723 Real Madrid 30 81:32 704 Athletic Bilbao 30 52:32 565 FC Sevilla 30 55:45 476 Real San Sebastian 29 52:43 467 Villarreal 29 49:36 458 Espanyol Barcelona 30 34:35 409 FC Valencia 29 41:40 3910 UD Levante 29 26:35 3711 CF Granada 30 28:40 3412 Celta Vigo 30 33:44 3313 Rayo Vallecano 30 34:63 3314 FC Mlaga 30 29:38 3215 Elche CF 30 24:41 3116 UD Almeria 29 31:55 2917 CA Osasuna 30 25:51 2918 FC Getafe 29 26:46 2819 Real Valladolid 29 31:49 2720 Betis Sevilla 29 23:58 19sterreich, 29. SpieltagAustria Wien RB Salzburg 3:0Wiener Neustadt Rapid Wien 0:3SV Grdig Sturm Graz 0:6AC Wolfsberg SV Ried 0:21 RB Salzburg 29 98:26 702 Rapid Wien 29 49:35 453 Austria Wien 29 48:35 454 SV Grdig 29 55:56 435 SV Ried 29 45:50 386 Sturm Graz 29 46:47 357 AC Wolfsberg 29 41:56 328 Wiener Neustadt 29 33:68 329 Admira Mdling 29 41:55 2910 Wacker Innsbruck 29 33:61 20Frankreich, Pokal-ViertelfinaleAS Cannes EA Guingamp 0:2AS Monaco RC Lens 6:0Schweiz, Pokal-HalbfinaleFC Basel FC Luzern 1:0FC Zrich FC Thun i.E. 5:4 (0:0)Trkei, Pokal, Halbfinal-HinspielEskisehir Antalyaspor 0:1Rckspiel am 16. AprilHandballMnner, BundesligaTV Emsdetten RN Lwen 32:44 (12:19)Bozovic 6, Halibegovic 6, Boomhouwer 5/1 Schmid 13/7, Sigurmansson 9, Gorbok 6.Flensburg Bergischer HC 34:15 (17:8)Weinhold 7/1, Mogensen 5, Eggert 5/4, Gott-fridsson 5 Oelze 5/2.Lemgo H.-Burgdorf 29:27 (19:13)Kehrmann 6, Lemke 6, Zieker 6/1 Patrail 9,Hinz 5/1.Kiel Gppingen 31:20 (17:8)Vujin 6/3, Wienczek 5, Zeitz 5 Kneule 5,Kraus 4.1 THW Kiel 28 900:736 49:72 Rhein-N. Lwen 28 908:727 47:93 Flensburg-Hand. 28 856:702 46:104 HSV Hamburg 26 834:752 42:105 Fchse Berlin 27 768:689 38:166 MT Melsungen 27 799:774 32:227 SC Magdeburg 27 779:754 29:258 TuS N-Lbbecke 27 746:774 27:279 Hannover-Burg. 28 763:810 26:3010 TBV Lemgo 28 833:863 25:3111 HSG Wetzlar 26 682:702 23:2912 F.a. Gppingen 28 820:835 21:3513 GWD Minden 26 687:739 18:3414 VfL Gummersbach 26 681:745 18:3415 Bergischer HC 28 761:837 17:3916 Balingen-Weilst. 27 728:799 14:4017 ThSV Eisenach 27 689:819 11:4318 TV Emsdetten 28 713:890 7:49RadsportKatalonien-Rundfahrt, 3. EtappeBanyoles La Molina (162,9 km): 1. Rodrgu-ez (Spanien/Katjuscha) 4:50:55 Std., 2. Conta-dor (Spanien/Saxo) + 0:05, 3. Quintana (Ko-lumbien/Movistar) 0:09, 4. van Garderen(USA/BMC) 0:11, 5. Froome (Grobritan-nien/Sky) 0:13, 6. Pozzovivo (Italien/Ag2r)0:14; 82. Burghardt (Steinmaur/BMC) 4:33,98. Frhlinger (Freiburg/Shimano) 7:18, 109.Voigt (Berlin/Trek) gl. Zeit, 125. Koch (Wup-pertal/Cannondale) 9:43, 142. Kern (Eichstet-ten/ Ag2r) 10:34.Gesamt: 1. Rodrguez 12:58:00 Std., 2. Conta-dor + 0:05 Min., 3. Quintana 0:09, 4. van Gar-deren 0:11, 5. Froome 0:13, 6. Kelderman(Niederlande/Belkin) 0:14; 80. Burghardt4:30, 101. Frhlinger 7:18, 112. Voigt 7:18,119. Koch 9:40, 137. Kern 10:34.TennisMnner, Miami (5,65 Mio. Dollar/Hart)Achtelfinale: Raonic (Kanada/12) Becker(Orscholz) 6:3, 6:4, Nadal (Spanien/1) Fogni-ni (Italien/14) 6:2, 6:2, Berdych (Tschechi-en/7) Isner (USA/10) 6:3, 7:5.Viertelfinale: Djokovic (Serbien/2) Murray(Grobritannien/6) 7:5, 6:3, Nishikori (Ja-pan/20) Federer (Schweiz/5) 3:6, 7:5, 6:4.Frauen, Miami (5,43 Mio. Dollar/Hart)Viertelfinale: S. Williams (USA/1) Kerber(Kiel/5) 6:2, 6:2, Li Na (China/2) Wozniacki(Dnemark/11) 7:5, 7:5, Cibulkova (Slowa-kei/10) A. Radwanska (Polen/3) 3:6, 7:6 (5),6:3, Scharapowa (Russland/4) Kvitova(Tschechien/8) 7:5, 6:1.VolleyballMnner, Bundesliga, Playoff-Viertelfinale(Best of 3), 1. SpieltagBerlin Volleys CV Mitteldeutschland 3:0(25:11, 25:16, 25:21), Haching Moerser SC3:0 (25:15, 25:20, 25:20), VfB Friedrichshafen TV Rottenburg 3:0 (25:11, 25:19, 25:16),Bhl Dren 3:1 (25:17, 22:25, 25:20, 25:20).Frauen, Bundesliga, Playoff,Viertelfinal-Qualifikation (Best of 3)3. Spieltag: VS Thringen Stuttgart 3:1(25:20, 25:22, 18:25, 25:16). Endstand: 2:1.Sport im FernsehenFreitag, 28. Mrz7 8.35 Uhr, Sport 1: Formel 1, Groer Preisvon Malaysia, Freies Training.9 13 Uhr, Eurosport: Eiskunstlauf, WM inSaitama, Kr Mnner.15 17.15 Uhr, Eurosport: Rad, E3 Harelbeke.19 22 Uhr, Eurosport: Speedway, Best PairsCup in Torun.19.15 22 Uhr, Servus TV: Eishockey, DEL,Playoff-Viertelfinale, 6. Spiel, Iserlohn Ham-burg und Wolfsburg Nrnberg (Konferenz).Leipzig Nebel quillt aus dem Kabinen-gang, Fanfaren blasen zum Einmarsch derGladiatoren. Wenn man nicht genau wss-te, dass hier Leipzig gegen Heidenheimspielt, wrde man jetzt auf den Beginn derChampions-League-Hymne warten. Statt-dessen meldet sich der Stadionsprecher:Eine Durchsage noch, wegen der Live-bertragung des MDR wird die Partie fnfMinuten spter angepfiffen.Soweit ist es also noch nicht, dass sicheine ARD-Anstalt wegen eines Drittliga-spiels frher aus der Tagesschau aus-klinkt. Es ist aber offenbar schon so weit,dass die Spiele des wahlweise als Dosen-oder Retortenklub bekannten RB Leipzigein breites Fernsehpublikum finden. Tatsa-che ist auch, dass mindestens 25 302 Inter-essierte die Live-bertragung des MDRverpassten. Weil sie im Stadion saen.Leipzig hat sich am Mittwoch selbst be-jubelt fr diesen Drittliga-Saisonrekord.Ganz grundlos war das nicht. In der italieni-sche Serie A beispielsweise fanden derweilsechs Erstligapartien mit weniger Zuschau-ern statt (unter Beteiligung sogenannterTraditionsklubs wie Napoli, Lazio oderSampdoria). Heidenheims Kapitn MarcSchnatterer schwrmte: Hut ab, das hierhtte auch ein Zweitligaspiel sein knnen.Tatschlich spricht einiges dafr, dasssich beide Mannschaften im kommendenJahr echte Zweitligaspiele liefern drfen.Beide zeigten in diesem hitzigen Drittliga-Gipfel, weshalb sie seit Wochen die direk-ten Aufstiegspltze belagern. Wobei derTabellenfhrer Heidenheim nach dem an-gemessenen Ergebnis von 1:1 deutlich bes-ser gelaunt war. Heidenheim hat neunPunkte Vorsprung auf den Relegations-platz, der von hartnckigen Darmstdternbesetzt wird. Bei Leipzig sind es nur drei.Natrlich kann man diese Vereine nichtmiteinander vergleichen. Leipzig ist eineGrostadt, die ihre fuballerische Wieder-geburt hchst umstritten Millionengabenaus einem sterreichischen Brauseimperi-um verdankt. Heidenheim ist ein ostwrt-tembergisches Grodorf, das sich aus eige-ner Kraft aus der fnften Liga an die Tr-schwelle zum Profifuball hochgewerkelthat. Was man aber vergleichen kann, istdies: Beide Teams werden von Mnnern be-treut, die der schwbischen Trainertraditi-on entstammen und eine klare Spielideeverfolgen. Und das sah man dieser Veran-staltung auch an. Alexander Zorniger triebseine Leipziger vom Anpfiff weg zu einemHochgeschwindigkeit-Pressing, das denHeidenheimern fast die Luft abschnrteund kurz vor der Pause folgerichtig zumFhrungstor des glnzenden dnischenNachwuchsnationalspielers Yussuf Poul-sen fhrte. Heidenheims Coach FrankSchmidt wiederum beschrieb sein Gegen-mittel so: Schnelles Umschaltspiel kombi-niert mit 90 Minuten hinten schrubben.Das hat am Ende auch deshalb einenPunkt gebracht, weil die Leipziger ihrOffensiv-Geschrubbe nur 60 Minutendurchhielten. Und weil Schmidt seine Kon-zept-Elf mit der Einwechslung des 37-jhri-gen Erstliga-Veteranen Michael Thurk be-lebte. Der passte gar nicht zum Konzept,aber genau das machte ihn so wertvoll.Der hat vorne richtig Rabatz gemacht,lobte Schmidt. Thurk schoss weder ein Tornoch lieferte er eine Vorlage, legte sichaber mit dem Gegner, dem Schiedsrichterund dem Publikum an. Es wurde hektischmit diesem Rabatzmacher. Einen der hek-tischsten Momente nutzte der Konzeptver-teidiger Mathias Wittek in der 72. Minutenfr den Ausgleich. boris herrmannDie Europische Fuball-Union (Uefa) hatim Kampf gegen Spielmanipulationen ei-ne Resolution fr die Integritt des Fu-balls verabschiedet. Wettbetrger sollenknftig in ganz Europa mehr als nur Sper-ren und Geldstrafen zu befrchten haben.Wettbetrug gehrt in das Strafgesetz, sag-te Uefa-Generalsekretr Gianni Infantino.Mit der Resolution, die von den 54 Uefa-Verbnden einstimmig beschlossen wur-de, werden Bildungsangebote fr Spieler,Schiedsrichter und Trainer, ein berwa-chungssystem sowie intensivierte Koope-rationen mit der Wett-Industrie und denstaatlichen Behrden festgelegt. sidVor dem Endspurt im Titelkampf derPrimera Division ist Real Madrid ausdem Tritt gekommen. Der Titelgewinnwird sehr kompliziert, sagte TrainerCarlo Ancelotti nach dem 1:2 beim FCSevilla. Bis Sonntag waren die Madrile-nen als Tabellenfhrer noch Top-Favo-rit, dann patzten sie gegen den FC Barce-lona und nun in Sevilla und sind nurnoch Dritter. Im Vergleich zu AtlticoMadrid und Bara haben sie nun dieschlechtesten Karten: Fr den Titelge-winn sind sie auf fremde Hilfe angewie-sen. Der FC Sevilla mit dem ehemaligenSchalker Ivan Rakitic und dem Ex-Bre-mer Marko Marin zeigte, wie Real be-zwungen werden kann: mit przisenKontern. Carlos Bacca (18./71. Minutetraf jeweils. Gegner von Real in derChampions League ist kommende Wo-che Borussia Dortmund. Der FC Barcelo-na beklagte indes den Kreuzbandrissvon Nationalkeeper Vctor Valds(Kreuzbandriss). Nach dem Zwischen-fall in einer eigentlich harmlosen Szenebeim 3:0 Erfolg gegen verpasst er dieWM in Brasilien. Der 32-Jhrige will zurnchsten Saison den Verein zu wech-seln. dpaCeltic Glasgow ist zum 45. Mal schotti-scher Fuball-Meister. Sieben Spieltagevor Saisonende besiegelte das Teamvon Trainer Neil Lennon den Titel miteinem 5:1-Sieg bei Partick Thistle. Cel-tic hat damit 26 Punkte Vorsprung vordem Tabellenzweiten FC Aberdeen. Sofrh hatte sich seit 1929 kein Teammehr den Titel in Schottland gesichert.Fr Celtic ist es die dritte Meisterschaftin Serie. Am Titelgewinn des Klubsbesteht allerdings schon zu Saisonbe-ginn kaum ein Zweifel. Denn seit dergroe Stadtrivale Rangers wegen Miss-wirtschaft zum Zwangsabstieg verur-teilt worden war, kann mit den Celticsfinanziell und sportlich keiner mehrmithalten. dpaFifa-Prsident Joseph S. Blatter hat SoPaulo als Austragungsort fr das WM-Erffnungsspiel am 12. Juni besttigt.Die Probleme in So Paulo sind gelst,wir knnen dort das Erffnungsspielspielen, sagte der Schweizer. In der neugebauten Arena fr 68 000 Zuschauer,deren Eigentmer der SC Corinthiansist, spielt Gastgeber Brasilien gegenKroatien. Der Bau der 300 MillionenEuro teuren Arena war Ende November2013 ins Stocken geraten, nachdemzwei Arbeiter durch einen umgestrz-ten Kran ums Leben gekommen waren.Zudem hatte die Dachkonstruktion beidem Unglck Schaden genommen. DasStadion wird am 15. April bergeben.Insgesamt sechs WM-Spiele sind in derArena Corinthians vorgesehen. sidDrittligist MSV Duisburg steht kurz vorder finanziellen Rettung. Nach Informa-tionen der Rheinischen Post wird derRevierklub in dieser Woche den Schul-denschnitt verknden. Mehr als 100Glubiger sollen auf einen Groteilihres Geldes verzichten. Der Schulden-schnitt gilt als Signal fr die HSH Nord-bank als Glubiger und das Land NRWals Brge, einer Lsung zur Stadionfi-nanzierung und damit einem Rettungs-modell zuzustimmen. Dadurch knntedie Mietbelastung fr den MSV aufrund 900 000 Euro im Jahr gesenktwerden. Der MSV-Vorstand berief unter-dessen Peter Mohnhaupt zum 1. Aprilals neuen Geschftsfhrer der MSVDuisburg GmbH und Co. KGaA. sidvon thomas kistnerMnchen Nun schlgt das Imperium zu-rck, und gleich mit aller Macht. Aber na-trlich hat Europas Fuballverband Uefafr den Angriff eine annehmbare, der Bran-che gut vermittelbare Verpackung ge-whlt. Bei ihrem Kongress in Kasachstanhat sie jetzt ein neues Wettkampf-Formatbeschlossen: die Nations League. Ab 2018soll sie den Betrieb aufnehmen und sodie offizielle, politisch unbedenkliche Ar-gumentation die bisher ja mig span-nenden Freundschaftsspieltermine frNationalmannschaften mit echtem Wett-bewerb fllen. Das noch nicht ganz ausge-brtete Konzept sieht vor, dass EuropasTeams in vier anhand des Lnder-Koeffizi-enten eingeteilten Divisionen (A bis D) mitvier Untergruppen zu je drei bis vier Teamsim Herbst 2018 vier bis sechs Partien spie-len. Der Meister wird 2019 bei einem Final-Four-Turnier ermittelt, das die vier Grup-pensieger aus Pool A austragen; die ande-ren Nationen spielen um Auf- und Abstieg.Wolfgang Niersbach, Prsident desDeutschen Fuball-Bundes (DFB), uertesich zurckhaltend zu dem Projekt. Ichverhehle nicht, dass der DFB und auch ichganz offen Bedenken geuert haben,sagte er der Presse am Tagungsort inKasachstan. Skepsis sei weiter da, anderer-seits msse der DFB akzeptieren undrespektieren, dass die Mehrheit der Ver-bnde ganz einfach etwas ndern mchte.Wobei das zu ndernde auch viel mitder groen Fuballpolitik zu tun hat. Dennder Coup von Astana lst in der ZrcherFifa-Zentrale alle Alarmglocken aus. Dortist Prsident Sepp Blatter seit jeher starkum Eindmmung der europischen Vor-herrschaft im Weltfuball bemht, undmehr noch um die Demontage der europi-schen Funktionre. Denen, so hat er gera-de erst erklrt, will er nun sogar die Pltzein seinem Fifa-Vorstand krzen. DerMachtkampf tobt, denn Uefa-Chef MichelPlatini ist von Blatters einstigem Muster-zgling zur sportpolitischen Bedrohungmutiert: Er schielt auf den Fifa-Thron. InAstana hat Platini am Mittwoch wieder-holt, dass er nach der WM in Brasilien ent-scheiden werde, ob er 2015 fr das Amt kan-didiert, das Blatter seit 1998 mit Klauenund Zhnen verteidigt und gerne ein fnf-tes Mal ergattern will. Die Frage, ob er denewigen Patron schlagen knne, beantwor-tet Platini nun schlicht mit ja. Und zumStreitthema WM 2022 in Katar befand dieUefa: Sie hlt an einer Verlegung fest, er-wartet diese aber erst 2015, weil noch keineEinigkeit ber einen Termin erzielt wurde.Blatter also, der trotz anderslautenderVersprechen bei der letzten Inthronisie-rung 2011 nun offenkundig eine fnfteAmtszeit anstrebt, attackiert an allen Fron-ten und luft in einen heftigen Gegen-schlag: Die Uefa verselbststndigt sich undquetscht dabei noch mehr Kapital ausihrem europischen Fuballmarkt. DieEinfhrung der Nations League schafftnicht nur zustzliche Einnahmequellen,sie fhrt vor allem: Schnurstracks in dieglobale Isolation. Freie Termine europi-scher Vertreter fr Spiele gegen Teams ausSdamerika, Asien oder Afrika werden ausdem Kalender getilgt, Europa bleibt nunganz unter sich. Und das noch konzentrier-ter, mit einem zweiten Lnderspiel-Wett-bewerb neben der Europameisterschaft.Wobei Platini, der die EM gerade erstauf 24 Teams aufgeblht hat und sie des-halb 2020 in 13 Lndern austragen muss,im Schatten der neuen Nationen-Liga auchdies Problem elegant lsen kann: Eine Re-duzierung des EM-Endturniers zurck aufdie bisher blichen 16 Teilnehmer fielejetzt nicht mehr so peinlich auf.Absehbar wird sogar schon der nchsteSchritt weg von der Fifa. Eingedenk der zu-stzlichen Belastung fr Europas National-spieler, die neben der Nations League auchstndig Qualifikationsrunden fr EM undWM spielen mssen, knnen innereuropi-sche Qualifikationen nun auch ber Ln-derkoeffizienten und die National-Liga ver-rechnet werden. Die WM-Qualifikationhingegen wird womglich auf neue Beinegestellt. Denn: Ist es nicht so, dass die Fifadem sdeuropischen Verband Conmebol(dessen obskure Funktionre lange Zeitdie Weltfuballgeschfte diktierten) seitJahrzehnten einen eigenen Modus zuge-steht? Dort ist es so, dass alle Lnder ineiner Art Liga gegeneinander antreten. Diebesten Vier der Schlusstabelle reisen zurWM, der Fnfte hat noch eine Ausschei-dungschance gegen den Vertreter Ozeani-ens (die regelmig genutzt wird). Auchdas ist also eine National-Liga: Da fiele esschwer, den brigen Kontinenten andereQualifikationskriterien aufzuzwingen.Mit dem Coup von Astana wird klar: DieFifa und Chef Blatter mssen sich ber-legen, wie weit sie das Krftemessen mitder Uefa treiben knnen. Denn auch ihreWM, das attraktivste Massenprodukt derWelt (nicht nur im Sport), ist ja im Kern nurein Turnier der besten Teams Europasplus Brasilien und Argentinien; ein wenigglobal garniert wird es traditionell mitJapan, Sdkorea sowie einem aktuell star-ken Team aus Afrika (mehr als das Viertelfi-nale erreichten Vertreter des Kontinentsnie). Aber sogar hier hat die Uefa schon ihreFhler ausgestreckt; immer mal wiedersickert das Planspiel durch, ein EM-Tur-nier mit ein, zwei Gastmannschaften ausSdamerika und Asien zu veranstalten.Verhalten wie sein DFB-Kollege Niers-bach uert sich nun auch Englands FA-Chef Greg Dyke: Er sei fr die neue Liga,will aber noch die Detailfassung abwarten.Mehr Probleme knnte die Uefa womg-lich dabei haben, auch die Vereine ins Bootzu holen. Die aber lassen sich bekanntlichimmer gern mit Geld ruhigstellen, und da-von gibt es nicht nur genug, sondern dankder neuen Liga bald noch mehr. Undschlielich: Nationalteams und National-spieler sind meist berall beliebt; Projekte,die ihre Prsenz verstrken, drften auchbeim Publikum ankommen. Selbst, wennes eine Zeit dauern mag.Setzt Schritt umSchritt, der vomWelt-Fuball-Ver-band Fifa wegfhrt:Michel Platini, einstMittelfeld-Stratege,heute Uefa-Chef.FOTO: DPAEs gibt das Planspiel einer EMmit Teams anderer KontinenteRabatzmacherDrittliga-Spitzenspiel lockt mehr als 25 000 ZuschauerPlan gegen WettbetrugReal verliert, Valds verletztCeltic Glasgow wieder MeisterArena in So Paulo im PlanMSV Duisburg vor RettungPlatinis nchster AngriffDie Europische Fuball-Union fhrt einen neuen Wettbewerb ein: die Nations League. Ab 2018 werden dieFreundschaftsspiele der Nationalteams als eigenes Turnier ausgetragen. Dem Weltverband kann das nicht gefallenAKTUELLES IN ZAHLENANZEIGEPressen, umschalten, hinten schrubben: Mit modernem Fuball und klassischem Kampf unterhielten Heidenheim und Leipzigbei ihrem 1:1 die Zuschauer (links Heidenheims Florian Niederlechner gegen Clemens Fandrich). FOTO: MATTHIAS KERN/GETTYSPORT28 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHFUSSBALLNerven bewahren und sparen!Nur noch drei Tage bis zu den Gipfelglck-Tagenauf Kaufdown.deKaufdownDie Auktion, bei der der Preis sinktSinsheim Herr Wu war aus Schanghai ge-kommen. Extra, um die TSG zu sehen,wie Mike Diehl, der Hoffenheimer Stadion-sprecher, mitteilte. In Block Q beobachteteHerr Wu einen erstaunlich ungefhrdeten3:1-Heimsieg der hinten wie vorne ent-schlossenen Hoffenheimer. Sie spieltenaber auch gegen Hannoveraner, die bis aufMinute zehn (Fhrungstor durch Andrea-sen) und Minute 76 (rote Karte fr Schmie-debach) harmlos wie im Taktiktraining imRaum verschoben. Vor dem Heimspiel ge-gen Bremen spren sie nun pltzlich denDruck des Abstiegskampfes.Hoffenheim kennt diesen mit 35 Punk-ten jetzt nur noch vom Hrensagen. Aberdas war ja nicht die einzige schne Nach-richt fr die Gastgeber und ihren Besuchaus China. Zuerst gratulierte der Verein Ro-berto Firmino zum 100. Erstliga-Einsatz,bevor Diehl beim Einlaufen der Mann-schaften den Fans launig zurief, Firminohabe seinen 2015 auslaufenden Vertrag bisEnde Juni 2017 vorzeitig verlngert. ber-raschenderweise blieb diese Personalie biszuletzt so geheim, dass selbst die Mitspie-ler des begabten Brasilianers erst im Stadi-on davon erfuhren. Auch deshalb war TSG-Manager Alexander Rosen sichtlich stolz,als er erzhlte, er habe sich am Morgen beider Zeitungslektre ein Schmunzeln nichtverkneifen knnen. Der FC Schalke 04 hat-te da weiterhin sein Interesse an einer Ver-pflichtung von Firmino bekundet. Nunmssen auch angeblich ebenfalls interes-sierte Branchengren wie ManchesterUnited und Atltico Madrid, die Stadion-sprecher Diehl triumphierend nannte, oh-ne den Brasilianer planen. Zumindest vor-erst das muss hinzugefgt werden.Firmino, 22, der gegen Hannover mit ei-nem Traumpass das vorentscheidende 2:1durch Modeste vorbereitete, betreibt in die-ser Saison beste Eigenwerbung: Zehn Torehat er bisher erzielt und 13 Vorlagen geleis-tet. Die Ausweitung seines Vertrags drfteihm mit einer satten Gehaltserhhungschmackhaft gemacht worden sein. Zu-dem drfte eine festgeschriebene Ablse-summe in stattlicher zweistelliger Millio-nenhhe hinzugefgt worden sein (Rosendazu: kein Kommentar), von der bei ei-nem vorzeitigen Weggang des Spielers bei-de Seiten profitieren wrden. In der nchs-ten Saison, heit es, werde Firmino aberauf jeden Fall bei der TSG spielen.Die fhige Elf zusammenzuhalten undweiterzuentwickeln, ist das Ziel von Trai-ner Markus Gisdol und Rosen. FirminosUnterschrift werten sie auch als Zeichenfr Kapitn Andreas Beck, der mit einerVertragsverlngerung noch zgert. Selbst-bewusst erklrte Rosen auf die Frage, obnicht Mzen und Gesellschafter DietmarHopp die Personalie Firmino zur Chefsa-che erklrt habe: Es gibt keine Alleingn-ge mehr. Wer im Kader stehen soll, bestim-men der Trainer und der Manager und diebesprechen das dann mit der Geschftsfh-rung und den Gesellschaftern.Mit Firmino gewann Hoffenheim gegen96 erstaunlich abgeklrt. Ausnahmsweiseverlor die oft recht naive TSG-Elf mal nichtdie Kontrolle ber ihr Spiel. Gisdol will sei-nen jungen Profis eine kluge, kontrollierteOffensive beibringen, die Htte soll aberweiter brennen, sagt er. Am Samstag stehtnun eine ganz besondere Reifeprfung an:das Auswrtsspiel bei den Guardiola-Bay-ern. Rosen erklrte mit feiner Ironie: Wirhaben uns entschieden, dass wir antretenwerden. Er lachte dabei wie jemand, der indieser Saison vor nichts mehr Angst zu ha-ben braucht. tobias schchterHamburg Eines war Mirko Slomka dannbei aller Begeisterung ber den wuchtigenStrmer Pierre-Michel Lasogga doch nochwichtig: Die zehn Torschsse, die der vonHertha BSC geleaste Profi beim 1:1 gegenden SC Freiburg abgegeben hatte, seiennicht nur Lasoggas Verdienst: Er kann esnicht allein, wir mssen ihn auch bedie-nen, sagte der Trainer des Hamburger SVund lobte besonders unsere Sechser,nmlich Milan Bardelj und Tolgay Arslanfr ihre Leidenschaft. Allerdings ndertedas wenig an dem Befund, dass Lasoggasich am emsigsten darum bemht hatte,ein Hamburger Lebenszeichen zu setzen.Er war der Aktivposten im HSV-Sturm. Ererzielte fnf Minuten nach der FreiburgerFhrung durch Vladimir Darida (50.) nacheinem abgebloggten Schuss Rafael van derVaarts mit seinem zwlften Saisontor denAusgleich. Lasogga gilt derzeit als letzterHSV-Hoffnungstrger und mancher Ver-einsfreund wollte sich nicht ausmalen, wiedas Spiel ohne ihn ausgegangen wre.Nicht die lteren Profis Heiko Wester-mann, Petr Jiracek oder gar van der Vaartrissen das verunsicherte HSV-Team mit,sondern eben Lasogga, dessen Willen undDurchsetzungsvermgen mit seiner Kr-perflle von 1,89 Meter und 90 Kilogrammlocker mithalten. Der Mann war nicht zuentmutigen. Nach jeder vergebenen Chan-ce und 0,2 Sekunden rger versuchte eres erneut. Und spter sagte er: Ich wei,die Erfahrenen sollen Verantwortung ber-nehmen. Aber er habe mit seinen 22 Jah-ren auch Freude an der Verantwortung. Ermerke ja, dass die Fans und die Mann-schaft an mich glauben.Doch was hilft die Wucht eines Lasogga,wenn es drumherum nicht passt. SC-Coach Christian Streich hatte seine Leutedarauf eingestellt, dass Zoua und Lasoggaauf die Chipblle warten und van der Vaartdrumherum schwimmt. Doch auch Lasog-gas Anwesenheit fhrte nicht dazu, dassdie Hamburger die Luft-Hoheit im Freibur-ger Strafraum hatten. Es fehlte noch mehrZug zum Tor, und die seit Slomkas An-kunft stabiler gewordene HSV-Abwehr leis-tete sich doch noch den obligatorischenAussetzer gegen recht harmlose Gste:Nachdem Felix Klaus den Ball bei der ers-ten Freiburger Mglichkeit an den Pfostengelenkt hatte, drehten sich Arslan und Den-nis Diekmeier weg, anstatt dem Torscht-zen Darida den Weg zu versperren.Der erfahrene Westermann sah es an-schlieend schon als Erfolg, dass wir nacheinem Gegentor nicht mehr zusammenbre-chen. Das ist so bescheiden, wie man esvon den stolzen Hanseaten kaum kennt.Aber es ist angemessen, denn in den fnfjngsten Partien gegen unmittelbare Kon-kurrenten hat man gerade mal fnf Punk-te erkmpft. Zudem rechnete Slomka vor,sei man in dieser Saison schon 21 Mal inRckstand geraten sind. Die negative Ge-samtlage wrde er am liebsten ganz aus-blenden. Ein Blick auf die Tabelle lohntsich nicht, sagte der Trainer des Tabellen-sechzehnten. Es war ein bitterer Scherz.Die Freiburger waren zufrieden mit ei-nem Punkt ohne Zauberfuball beim Ta-bellen-Nachbarn, sagte Offensivspieler Ad-mir Mehmedi: Wir sind psychologisch wie-der vor Hamburg. Tatschlich sind dieFreiburger vor dem nchsten Abstiegsgip-fel gegen den 1. FC Nrnberg nicht nur psy-chologisch, sondern auch tabellarisch wei-ter vor dem HSV.Der will am Sonntag beim Beinahe-Spit-zenklub Borussia Mnchengladbach er-neut versuchen, den Befreiungsschlag zulanden, obwohl man Slomka nicht zuspre-chen kann, ein Auswrtsspezialist zu sein.Gelingt dies nicht, wird der Kampf des Bun-desliga-Grndungsmitglieds um seinenStammplatz im Oberhaus noch kniffliger.Und einen wie den designierten National-spieler Lasogga, der immer noch Hertha ge-hrt, werden sich die Hamburger ohnehinkaum weiter leisten knnen. Der mglicheAbstieg des einstigen Europacup-Siegersist sogar schon ein internationales Thema.Gerade war ein franzsischer TV-Sender inHamburg. Er wollte den Niedergang desHSV dokumentieren. jrg marwedelHoffenheimer berraschungsabendVor dem erstaunlich abgeklrten 3:1 gegen Hannover verkndet die TSG den Verbleib von Roberto FirminoFrankfurt/Mnchen Nein, so flattertkeine lahme Ente. Nicht einmal eine Zer-rung an der Achillessehne lhmt derzeitden Trainer Armin Veh, der wegen seinesangekndigten Abschieds von EintrachtFrankfurt bereits als lame duck diskredi-tiert wurde besonders nach dem 1:4 ge-gen Freiburg. Doch Veh scheuchte danachsein Team auf. Dem 5:2 in Nrnberg liedie Eintracht nun ein 1:0 gegen Mnchen-gladbach folgen. Ich war in meinem Trai-nerleben nicht oft stolz, sagte Veh, aberwie die Truppe das gegen eine GladbacherKlassemannschaft und trotz unserer Ver-letzten gemeistert hat, das macht michstolz. Nachdem er sich beim Torjubel inNrnberg die Zerrung zugezogen hatte, ge-noss Veh diesen Sieg mit Haltung.Abschied ist bei der Eintracht derzeitein zentrales Thema. Die Gefahr eines Ab-schieds aus der Liga haben die Spieler ge-lindert, den Abschied des Trainers knnensie nicht mehr verhindern und kritischsteht es auch um den Verbleib des Str-mers Joselu. Vier Tore in drei Spielen hatder in Stuttgart geborene Spanier zuletztgeschossen. Sein jngstes Tor sicherte denSieg gegen Gladbach, 3:44 Stunden vor sei-nem 24. Geburtstag. Mit einer Quote vonsieben Treffern in 17 Spielen gehrt Joseluzu den effektivsten Torjgern der Liga.Man ahnt jetzt, warum er in spanischenNachwuchs-Nationalteams und zwei Jahrelang fr Real Madrids Reserve gespielt hat und warum ihn Hoffenheim 2012 frsechs Millionen Euro verpflichtet hatte, da-nach aber zunchst vergeblich auf Beweiseseines Knnens wartete. So verlieh die TSGihn fr diese Saison an Frankfurt. Noch amMittwoch hat Hoffenheims Manager Alex-ander Rosen jedoch beteuert, dass man Jo-selu im Sommer zurckhole. Niemand inFrankfurt wei, ob diese Aussage sportlichoder finanziell motiviert ist, ob Rosen wirk-lich Joselu will oder eine hohe Ablse.Frankfurts tabellarische Situation hatsich deutlich verbessert, acht Punkte Vor-sprung sind es jetzt auf Platz 16. Trotzdemlahmt die Kaderplanung mangels Gewiss-heit ber den knftigen Trainer. Linksver-teidiger Constant Djakpa etwa (gegen Glad-bach stark) will mit der Verlngerung war-ten, bis Vehs Nachfolger feststeht. Insofernist derzeit eher der Klub die Ente. uhnDas Ein-Mann-LebenszeichenDer Hamburger SV hat beim 1:1 gegen Freiburg nicht viel mehr zu bieten als die Wucht seines Leihstrmers Lasoggavon philipp selldorfJ edes Kind wei: Das zweite Jahr istbesonders schwierig. Gbe es dannnicht auch ein drittes Jahr, das hu-fig ebenfalls besonders schwierig ist,knnte man sogar meinen, dass das zwei-te Jahr das schwierigste berhaupt ist, je-denfalls im Vergleich mit dem ersten. Imersten Jahr kann ein Aufsteiger auch maldirekt Meister werden wie Kaiserslau-tern 1998 oder schnurstracks in den Eu-ropacup einziehen wie Eintracht Frank-furt im vorigen Sommer. Aber das wahreharte Leben beginnt fr die vormaligenEmporkmmlinge dann, wenn sie glau-ben, sie htten sich beweisfest in der ers-ten Liga etabliert. Deshalb hat das Frank-furter Publikum vllig korrekt gehan-delt, als es jetzt das 1:0 gegen Mnchen-gladbach so laut bejubelte, als drfte dieganze Stadt demnchst schon wiederauf Europa-Tournee gehen.Es wird aber nicht passieren, dass dieEintracht, wie in dieser Saison, mit12 000 Anhngern im Gefolge erneut antraumhaften Orten wie Bordeaux oderPorto antritt. Sie hat am Mittwoch nurdie grbsten Abstiegssorgen vertrieben,doch im Grunde gibt es im Fuballnichts Besseres, als den Abstieg verhin-dert zu haben, es sei denn, man ist abge-stiegen und steigt dann wieder auf.Ein Blick auf die Tabelle lohnt sichnicht, hat Trainer Mirko Slomka nachdiesem 27. Spieltag fr den zwischenSein und Nichtsein pendelnden Hambur-ger SV verkndet, aber fr ein paar Verei-ne ist der Blick auf die Tabelle absolutwohltuend. In ihrem Mittelbau kommtdie stets existenziell besorgte Liga zurRuhe. Hier steht etwa die TSG Hoffen-heim jetzt so unbeschwert da, wie siespielt und auch Aufsteiger Hertha BSCdarf den Tabellenstand genieen, wenn-gleich er wissen sollte: Das nchste, daszweite Jahr wird besonders schwierig.In Frankfurt waren zuletzt die typi-schen Symptome des verflixten zweitenJahres aufgekommen. Punkte fehlten,Panik brach aus. Und weil VorstandschefHeribert Bruchhagen ausgeplaudert hat-te, dass Trainer Armin Veh die Arbeitnicht fortsetzen werde, wurde gleich dasgesamte Fhrungspersonal in Frage ge-stellt: Veh als mutmaliche lahme Ente;Bruchhagen als Selbstdarsteller; Mana-ger Bruno Hbner als Opfer des Schla-massels. Zudem war die Rede von Intri-gen um die Nachfolge des ehrwrdigenVorstandschefs, prompt frchteten dieFrankfurter, ihr Klub kehre wieder seinwidriges Wesen als Diva vom Main her-vor. Solche Selbstbezichtigungen sind ty-pisch fr Traditionsklubs. Nun aber gabes zwei Siege und auch Veh vershntedie Szene, unter anderem mit schnenStzen ber Bruchhagen. Etwa: DieseKritik hat der Herri nicht verdient.Veh hat gut zur Eintracht gepasst, erbesitzt Humor, er ist sensibel, launisch,unberechenbar und manchmal unver-mutet brillant. Dass er bald geht, liegt anseiner Sorge, das dritte Jahr nach demAufstieg knne zumindest fr ihn selbstnoch schwieriger werden als das zweite.Augsburg Der Sieg beim FC Augsburg er-innerte an viele Spiele der erfolgreichenVorrunde: nicht besser als der Gegner,aber trotzdem gewonnen. So war die langeNacht das einzige, das Bayer Leverkusendie Laune noch htte verderben knnen.Weil der Flughafen in Mnchen am Don-nerstag bestreikt wurde, machte sich dieWerkself noch am Mittwochabend, gleichnach dem 3:1 in Augsburg, auf den Rck-weg ins Rheinland: 531 Kilometer Busfahrtmit Fahrerwechsel in Frankfurt, Ankunftan der BayArena gegen 5.30 Uhr.Die Stimmung war dennoch gut nachdem ersten Sieg seit 7. Februar. Das Ge-fhl ist ein bisschen komisch, weil es schonso lange her war, sagte Torhter Bernd Le-no lchelnd. Auch ihm war die groe Er-leichterung anzusehen. Sogar der sonst sokhle Trainer Sami Hyypi, dessen Arbeits-platz inzwischen doch gefhrdet zu seinscheint, klatschte nach Abpfiff in die Hn-de und beglckwnschte alle Spieler.In den Aussagen schwang aber vor al-lem Nchternheit. Man muss jetzt nichtin Jubelorgien verfallen, betonte Bayer-Mittelfeldspieler Lars Bender. Tatschlichwar Augsburg die bessere Mannschaft ge-wesen, hatte Chancen im berfluss, dar-aus aber nur das 1:1 gemacht (60.). Benderfand den Sieg daher ein bisschen merk-wrdig. Zumindest die Effektivitt kehrtezum verunsicherten Tabellenvierten zu-rck. Aus drei Kontern fielen die Bayer-To-re durch Stefan Kieling (10.), Heung MinSon (80) und Emre Can (83.). sidvon benedikt warmbrunnNrnberg Emanuel Pogatetz hat die Sta-tur eines Wikingers, 191 Zentimeter gro,breitschultrig, die langen Haare zum Zopfgebunden, die Unterarme mit Tattoos ber-zogen. Auf dem Spielfeld gibt er gerne ei-nen kantigen, unangenehmen Innenvertei-diger, als der sterreicher in England frden FC Middlesbrough spielte, nannten sieihn Mad Dog, einen verrckten Kerl also,aber das war bertrieben. Pogatetz istnicht verrckt. Der 31-Jhrige ist sogar einziemlich besonnener Kerl, manchmal fastzu nachdenklich. Zumal da seine Tonlageist. Pogatetz hat eine zarte Stimme.Das Kantige und das Zarte, das machtaus Pogatetz einen ungewhnlichen Innen-verteidiger. Das Kantige und das Zarte, dasmacht auch aus dem 1. FC Nrnberg ein un-gewhnliches Team im Abstiegskampf.Trainer Gertjan Verbeek, selbst ein zu-mindest kantiger Kerl, hat sich lange dage-gen gewehrt, die sogenannten Gesetze desAbstiegskampfes zu akzeptieren. Die soge-nannten Gesetze des Abstiegskampfes ge-ben vor, dass eine Mannschaft im unterenTabellendrittel vor allem ein unangeneh-mer Gegner zu sein hat. Auf gar keinen Fallgeben diese sogenannten Gesetze dagegenvor, dass eine Mannschaft im unteren Ta-bellendrittel einen vergleichsweise zartenAnsatz whlen sollte, zum Beispiel den,sich spielerisch aus der Gefahrenzone derTabelle zu befreien. Was Verbeek kantigals seinen Weg festgelegt hat.Direkt nach der Winterpause war dieserAnsatz ein sehr erfolgreicher, der 1. FCNrnberg gewann vier von fnf Spielen,nur gegen den FC Bayern nicht. Dann ver-lor der Club jedoch viermal in Serie, in denKpfen der Spieler setzen sich Zweifel fest,erst ganz zart, dann immer krftiger. Poga-tetz zum Beispiel erzhlte am spten Mitt-wochabend, dass es zuletzt nicht einfachfr mich war. Er sei deswegen vor allemdamit beschftigt gewesen, den Kopf freizu kriegen. Er sagte es mit seiner zartenStimme, und dennoch mit der berzeu-gung eines Wikingers. Es ist ihm ja gelun-gen. Und mit ihm dem gesamten Team.2:0 hatte Nrnberg am Mittwochabendden VfB Stuttgart besiegt, es war eines derzurzeit zahllosen Duellen gegen einen di-rekten Konkurrenten im Abstiegskampf.Fr den Club war es daher in dreifacherSicht wichtig: Die Mannschaft ist an Stutt-gart vorbeigezogen, dazu an zwei weiterendirekten Konkurrenten. Weswegen sienun auf einem Nicht-Abstiegsplatz steht.Und sie hat festgestellt, dass sie auch ziem-lich kantig und breitschultrig spielen kann und dennoch gewinnt.Besonders aufmerksam beobachtet hat-te dies ein anderer kantiger Kerl. Einer,dem das Zarte reichlich egal ist. Weswegener ja so sauer war.Huub Stevens sa mrrisch im Innen-raum des Stadions, er sei enttuscht, sag-te der VfB-Trainer. Er lobte die ersten 20Minuten seiner Mannschaft. Aber dann,schimpfte Stevens, haben wir nur nochlange Blle Richtung Pogatetz gespielt. Eratmete einmal kantig aus. Und wenn icheines wei, dann dass er kpfen kann.Stevens war so mrrisch, weil seine Spie-ler alle Regeln des Abstiegskampfes miss-achtet hatten. Sie fhrten manche Zwei-kmpfe zu zart. Sie berrumpelten die Mit-spieler mit individuellen Fehlern. Ganz be-sonders mrrisch war Stevens aber, weilseine Spieler nicht erkannt hatten, wie eige-ne Fhigkeiten im Vergleich zu denen desGegners stehen. Die langen Blle, die aufPogatetz Kopf landeten, sollten eigentlichVedad Ibisevic erreichen, den besten VfB-Torjger. Ibisevic ist 188 Zentimeter gro,immerhin, aber ihn und Pogatetz trenntenam Mittwochabend mehr als drei Zentime-ter. Ibisevic war nicht kantig, er wehrtesich nicht, er verschwand im NrnbergerAbwehrblock. Wir sind im Abstiegs-kampf, und Nrnberg ist damit heute bes-ser umgegangen als wir, sagte Stevens.Es war eine bittere Niederlage fr denVfB, zumal mit ihr fr die Mannschaft dieWochen mit den zahllosen Duellen gegendirekte Konkurrenten endeten. Sie ende-ten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Inden restlichen sieben Saisonspielen trifftStuttgart fnfmal auf eine Mannschaft ausdem aktuellen oberen Tabellendrittel, erst-mals an diesem Samstag, beim Heimspielgegen Borussia Dortmund. Das gibt zudenken, sagte Fredi Bobic, der Sportvor-stand.Nrnberg spielt am Samstag in Frei-burg, bei einem weiteren direkten Konkur-renten. Ob die Zweifel besiegt seien? Poga-tetz, der Kopfball-Wikinger, berlegte. Erlobte den Zusammenhalt in der Mann-schaft, er persnlich habe zudem einesehr liebe Frau, mit der er sich lange un-terhalten habe, ber viele Dinge. Zumin-dest am Mittwochabend wollte er dahervon mglichen Zweifeln nichts wissen. Eswre toll, wenn wir gleich nachlegen knn-ten, sagte er. Da klang er schon wiedernachdenklich. Es war der verlockende Ge-danke an ein zartes Saisonende.Vertrag bis 2017verlngert: Hoffen-heims spielfreudigerBrasilianer RobertoFirmino. FOTO: GETTYVitale EnteFrankfurt siegt und bangt um JoseluE INTRACHT FRANKFURTRuhe nachdem Diva-AlarmSeltsamer SiegEffiziente Leverkusener stoppen TalfahrtBei den kantigen KerlenDer 1. FC Nrnberg entdeckt, dass er im Abstiegskampf auch gewinnt, wenn er nicht schnen Fuball spielt.Der Club strzt damit den VfB Stuttgart in tiefe Nte vor allem mit Blick auf dessen RestprogrammWir haben uns entschieden,dass wir in Mnchen antreten.Fnf von sieben VfB-Gegnernstehen im oberen Tabellendrittel das gibt zu denkenSPORTDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 29Bundesliga27. Spieltag, MittwochFC Augsburg Bayer 04 Leverkusen 1:3 (0:1)Augsburg: Hitz Philp (61. Verhaegh), Callsen-Bracker,Klavan, Ostrzolek Vogt (85. Mlders), Baier Hahn,Hal. Altintop, Tob. Werner Bobadilla (72. Milik).Leverkusen: Leno Donati, Toprak, Spahic, Boenisch Lars Bender, Can, Guardado (88. Wollscheid) Castro(67. Brandt), Kieling, Son (85. Rolfes).Tore: 0:1 Kieling (11.), 1:1 Tob. Werner (59.), 1:2 Son(80.), 1:3 Can (83.). Schiedsrichter: Kinhfer (Herne). Gelbe Karten: Baier (4), Hahn (9) Can (8), Guardado. Zuschauer: 27 114.Eintracht Frankfurt Mnchengladbach 1:0 (1:0)Frankfurt: Trapp Jung, Zambrano, Madlung, Djakpa(90.+2 Celozzi) Russ Lanig, Flum Barnetta(88. Stendera) Aigner (83. Kadlec), Joselu.Gladbach: ter Stegen Korb (79. Rupp), Stranzl, Domin-guez, Daems Nordtveit, Kramer Arango (78. You-nes), Herrmann (55. Hrgota) Raffael, M. Kruse.Tor: 1:0 Joselu (16.). Schiedsrichter: Grfe (Berlin). Gelbe Karten: Russ (5), Flum (7), Kadlec Daems. Zu-schauer: 48 000.1899 Hoffenheim Hannover 96 3:1 (1:1)Hoffenheim: Grahl Johnson, Strobl, Vestergaard,Beck Rudy, Polanski Volland (89. Elyounoussi), Fir-mino, Salihovic (69. Herdling) Modeste (86. Sle).96: Zieler H. Sakai, Hoffmann, Schulz, Pocognoli (85.Prib) Schmiedebach, Andreasen Stindl, Huszti Bit-tencourt (66. Schlaudraff), Rudnevs (80. Ya Konan).Tore: 0:1 Andreasen (10.), 1:1 Polanski (13.), 2:1 Modes-te (51.), 3:1 Rudy (90.+3). Schiedsrichter: Sippel (Mn-chen). Rote Karte: Schmiedebach (76., Foul). GelbeKarten: Beck (4) Huszti (9). Zuschauer: 21 319.Hamburger SV SC Freiburg 1:1 (0:0)Hamburg: Adler Diekmeier, Djourou, Mancienne,Westermann Badelj Arslan, Jiracek (62. Tesche) van der Vaart Zoua, Lasogga.Freiburg: Baumann Mujdza (34. Gnter), Krmas, Gin-ter, Sorg Schuster, Darida Klaus, Fernandes(63. Schmid) Guede, Mehmedi (90.+2 Kerk).Tore: 0:1 Darida (50.), 1:1 Lasogga (55.). Schiedsrich-ter: Aytekin (Oberasbach). Gelbe Karten: Badelj (5) Mehmedi (2), Klaus (4). Zuschauer: 44 629.1. FC Nrnberg VfB Stuttgart 2:0 (1:0)Nrnberg: R. Schfer Angha, Stark, Pogatetz, Platten-hardt Campana (75. Balitsch), Frantz Feulner(84. Mak), Kiyotake, Hlousek Drmic (87. Pekhart).VfB: Ulreich Schwaab, Rdiger, Niedermeier, G. Sakai(69. Gruezo) Gentner, Boka Harnik (46. Timo Wer-ner), Traore, Rausch (46. Maxim) Ibisevic.Tore: 1:0 Drmic (43.), 2:0 Drmic (54.). Schiedsrichter:Welz (Wiesbaden). Gelbe Karten: Stark (4) GotokuSakai (4). Zuschauer: 38 188.DienstagHertha BSC Bayern Mnchen 1:3 (0:2)Borussia Dortmund FC Schalke 04 0:0Werder Bremen VfL Wolfsburg 1:3 (1:2)Eintracht Braunschweig FSV Mainz 05 3:1 (2:1)28. SpieltagFC Schalke 04 Hertha BSC Fr. 20.30Bayern Mnchen TSG Hoffenheim Sa. 15.30VfB Stuttgart Borussia Dortmund Sa. 15.30B. Leverkusen Eintracht Braunschweig Sa. 15.30VfL Wolfsburg Eintracht Frankfurt Sa. 15.30FSV Mainz 05 FC Augsburg Sa. 15.30SC Freiburg 1. FC Nrnberg Sa. 18.30Mnchengladbach Hamburger SV So. 15.30Hannover 96 SV Werder Bremen So. 17.301 (1) FC Bayern Mnchen 27 25 2 0 79:13 772 (2) Borussia Dortmund 27 16 4 7 59:29 523 (3) FC Schalke 04 27 15 6 6 51:37 514 (4) Bayer Leverkusen 27 15 2 10 46:33 475 (6) VfL Wolfsburg 27 13 5 9 46:41 446 (5) Mnchengladbach 27 12 6 9 46:33 427 (7) FSV Mainz 05 27 12 5 10 38:43 418 (8) FC Augsburg 27 11 6 10 40:40 399 (9) Hertha BSC 27 10 6 11 36:37 3610 (10) TSG Hoffenheim 27 9 8 10 60:59 3511 (12) Eintracht Frankfurt 27 8 8 11 34:46 3212 (11) Hannover 96 27 8 5 14 35:49 2913 (13) Werder Bremen 27 7 8 12 31:53 2914 (17) 1. FC Nrnberg 27 5 11 11 32:49 2615 (14) SC Freiburg 27 6 8 13 30:48 2616 (16) Hamburger SV 27 6 6 15 42:56 2417 (15) VfB Stuttgart 27 6 6 15 40:54 2418 (18) Eint. Braunschweig 27 5 6 16 24:49 2129. Spieltag; Freitag, 4. April, 20.30 Uhr: Hamburg Le-verkusen; Samstag, 5.4., 15.30 Uhr: Augsburg Mn-chen, Stuttgart Freiburg, Bremen Schalke, Nrn-berg Gladbach, Frankfurt Mainz; 18.30 Uhr: Dort-mund Wolfsburg; Sonntag, 6.4., 15.30 Uhr: Braun-schweig Hannover; 17.30 Uhr: Hertha Hoffenheim.Duell des Abends: HSV-Strmer Lasogga gegen SC-Torwart Baumann (li.). FOTO: DPAErleichterung beim Club: Josip Drmic (links) feiert sein zweites Tor gegen den VfB Stuttgart. FOTO: MICHA WILL/GETTYMnchen Geht es die ffentlichkeit et-was an, wie viel Geld aus der Staatskassefnf bayerische Minister und Staatssekre-tre ihren Ehefrauen erst zahlten unddann zurckerstatten mussten? Diese Fra-ge muss der Bayerische Verfassungsge-richtshof entscheiden. Bislang hatte dieStaatsregierung genaue Ausknfte hierzuverweigert, dagegen klagt die Landtags-SPD. Zu einer raschen Entscheidung fhrtedie mndliche Verhandlung am Donners-tag aber nicht. Sie soll am 22. Mai fallen.Die Geschichte geht zurck auf einigeder turbulentesten Tage in der Regierungs-zeit von Ministerprsident Horst Seeho-fer (CSU) im Mai vergangenen Jahres. DieVerwandtenaffre im Landtag, also die Auf-regung darber, dass Parlamentarier Fami-lienangehrige auf Staatskosten beschf-tigten, nherte sich dem Hhepunkt. Alsnmlich klar wurde, dass auch Ministerund Staatssekretre aus Seehofers eige-nem Kabinett unter den Familienbeschfti-gern waren, allesamt Mitglieder der CSU.Das Thema eskalierte und verhagelte See-hofer sogar die eigene, pomps inszenierteNominierungsveranstaltung zum CSU-Spitzenkandidaten im Mnchner Postpa-last. Seehofer war emprt (So etwas tutman nicht) und entschloss sich zu einemnoch nie da gewesenen Schritt, einem An-gebot, das die Fnf nicht ablehnen konn-ten: Er zwang sie, die an ihre Frauen ausbe-zahlten Summen dem Steuerzahler zurck-zuerstatten. Dahinter stand ein nach au-en nicht ausgesprochener Deal: Die Kabi-nettsmitglieder durften ihre Posten behal-ten, Seehofer hatte dafr das Thema imWahlkampf halbwegs vom Hals. Noch heu-te ist der Ministerprsident der Auffas-sung, dass ohne diesen schnellen Eingriffdie absolute Mehrheit bei der Landtags-wahl wohl nicht zustande gekommen w-re.Die Fnf kamen Seehofers Aufforde-rung unterschiedlich freudig nach. Kultus-minister Ludwig Spaenle war besondersfix, ebenso die damalige JustizministerinBeate Merk (obwohl sie vllig legal nur ihreSchwester beschftigt hatte). Innenstaats-sekretr Gerhard Eck war dagegen erkenn-bar unwillig. Landwirtschaftsminister Hel-mut Brunner und Staatssekretr FranzPschierer (damals Finanzen) lagen im Mit-telfeld. Der sechste Betroffene, Wissen-schaftsstaatssekretr Bernd Sibler, hattedie Beschftigung seiner Frau dagegenschon vor Eintritt ins Kabinett beendetund war von daher befreit.Doch die SPD wollte zu diesen Rckzah-lungen handfeste Daten sehen und haktein Landtagsanfragen nach, wie sich dieRckerstattungen genau errechneten, obes Sonderzahlungen gab und ob auch Sozi-alversicherungsbeitrge zurckbezahltwurden. Insgesamt fnf solcher Anfragengab es. Doch alle bgelte die Staatsregie-rung wortgleich ab. Die Regierungsmitglie-der htten nur in ihrer Funktion als Land-tagsabgeordnete gehandelt. Die Staatsre-gierung sieht sich daher nicht als zustn-dig an fr die zum Parlamentsbinnenrechtvorgelegte Anfrage, hie es lapidar.Bei der Verhandlung vor den Verfas-sungsrichtern rechtfertigte der Chef derRechtsabteilung in der Staatskanzlei, Win-fried Brechmann, diesen Kurs. Das Geldfr die Familienjobs gehre zur Ausstat-tung der Landtagsabgeordneten. Dafrist die Staatsregierung aber weder verant-wortlich noch zustndig. Es knne auchnicht angehen, dass Minister oder Staatsse-kretre zu weitergehenden Ausknftenverpflichtet seien als normale Landtagsab-geordnete.Die Folge wre eine Zweiklassengesell-schaft von Abgeordneten, das sieht unsereVerfassung nicht vor, sagte Brechmann.Doch aus Sicht der SPD ist die Rolle von See-hofer in dem Fall entscheidend. Dieser ha-be die Minister schlielich zu der Rckzah-lung gedrngt. Das sei also eindeutig Regie-rungshandeln, sagte SPD-FraktionschefMarkus Rinderspacher. Als Knackpunktbezeichnete auch Gerichtsprsident KarlHuber diese Frage. Rinderspacher sagte,es sei klare Aufgabe der Opposition, Regie-rungshandeln zu kontrollieren und zu hin-terfragen. Nur so sei auch die noch immeroffene Frage zu klren: Haben die Rck-zahlungen stattgefunden, in welcher H-he, auf welcher Grundlage?, sagte Rinder-spacher.Die Staatskanzlei dagegen sieht Seeho-fers Aktionen nicht als offizielle Regie-rungsaktion. Es habe keine fachlichen Un-tersuchungen gegeben, keine offizielle Be-fassung im Kabinett und noch nicht ein-mal eine Aktenlage dazu. Horst Seehofersei ja nicht nur Ministerprsident, sondernauch CSU-Chef und damaliger Spitzenkan-didat. Aus dieser Doppelrolle erwachsennatrlich Abgrenzungsschwierigkeiten,sagte Brechmann.SPD-Anwalt Michael Bihler hielt ihmvor, die bayerische Staatskanzlei habe denFall sogar mit Presseerklrungen kommen-tiert. Brechmann konterte: Allein da-durch, dass wir eine Presseerklrung ma-chen, wird es nicht zu einer Angelegenheitder bayerischen Staatsregierung. frank mllervon franz kottederAm Tag, nachdem die Hiobsbotschafteingetroffen war, scheint man in derAugustiner-Brauerei an der Lands-berger Strae noch immer unter Schock zustehen. Der pltzliche Tod des 45-jhrigenGeschftsfhrers Jannik Inselkammer,der im Urlaub in Kanada beim Helicopter-Skiing von einer Lawine erfasst wurde undums Leben kam, lsst viele im Unterneh-men ratlos zurck. Inselkammer hat inden vergangenen zehn Jahren als Ge-schftsfhrer die Brauerei sehr erfolgreichgeleitet.Die Nachfolgefrage htte sich fr sehrlange Zeit einfach nicht gestellt, insofernist man in der Brauereizentrale im West-end erst einmal vllig berrascht von denEreignissen. Niemand scheint zu wissen,wie es nun weitergehen wird. Bei der eiligeinberufenen Betriebsversammlung amMittwoch um neun Uhr frh wurde den200 Mitarbeitern nur die Todesnachrichtverkndet. Personelles, hie es, werde fr-hestens am nchsten Tag bei einer Sitzungder Brauerei-Gesellschafter beraten.Am Donnerstag ist bei Augustiner kei-ner von den Verantwortlichen zu sprechen.In der Fhrungsetage ist man offenbar voll-auf damit beschftigt, Presseanfragen ab-zuwimmeln. Wir bitten um Verstndnis,sagt die Vorzimmerdame, dass wir nichtssagen knnen. Nur heute nicht? Nein,berhaupt nicht. Werner Mayer, Co-Ge-schftsfhrer des in Kanada tdlich verun-glckten Augustinerchefs Jannik Insel-kammer, ist ebenso wenig zu erreichen wieCatherine Demeter, Vorsitzende der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, die 51 Pro-zent der Augustiner-Bru Wagner KG hltund damit die Firmenpolitik wesentlichmitbestimmen kann. Bei der Stiftung wirdman hflich gebeten, Anfragen per E-Mailzu stellen. Die bleiben dann freilich unbe-antwortet. In diesen Tagen ist es vermut-lich leichter, in der Konzernzentrale vonAldi einen Termin fr eine Home-Storymit Aldi-Sd-Chef Karl Albrecht zu bekom-men als eine uerung von Augustiner.Und Aldi ist bekannt dafr, dass dort nichteinmal die Frage nach der Uhrzeit beant-wortet wird, wenn ein Journalist sie stellt.Allzu groe Transparenz kann manauch Augustiner nicht vorwerfen. Die Brau-erei macht keine Werbung, es gibt keinenPressesprecher, mit Geschftszahlenprotzt man nicht. Wer sich die lteste beste-hende Brauerei Mnchens nennen kann Augustiner wurde 1328 als Klosterbrauereigegrndet , hat das nicht ntig. 350 Ange-stellte beschftigt das Unternehmen, proJahr werden um die 1,5 Millionen Hektoli-ter Bier gebraut. Viele sagen, es sei das bes-te Mnchner Bier. Auf alle Flle ist es dasmnchnerischste, denn hinter Augustinersteht weder ein brasilianisch-belgischernoch ein niederlndischer Bierkonzern,sondern im wesentlichen eine Stiftung.Edith Haberland-Wagner, letzte Nachfah-rin der groen Mnchner Brauer-DynastieWagner, die die Klosterbrauerei der Augus-tiner einige Zeit nach der Skularisation ge-kauft hatte, hat sie gegrndet. Als sie 1996starb, vererbte sie der Stiftung die ihr geh-renden 51 Prozent. Der nchstgrere An-teilseigner ist die Familie Inselkammer,der 35 Prozent an Augustiner gehren.Warum Augustiner trotz der fehlendenWerbung zu einer Art Kult-Marke gewor-den ist, hat vielleicht auch damit zu tun,dass man nicht auf Teufel komm raus Akti-onre reich machen muss. Die Stiftungdient sozialen und kulturellen Zwecken,und die Familie Inselkammer verfgt an-geblich ber ein Privatvermgen von stol-zen 750 Millionen Euro, laut einer Listedes amerikanischen WirtschaftsmagazinsForbes aus dem Jahr 2010, hauptschlichin Form von Immobilienbesitz.Das Wenige, was ber Jannik Inselkam-mer an die ffentlichkeit drang, lsst dar-auf schlieen, dass ihm die Brauerei eineHerzensangelegenheit war. Inselkammerwar die bayerische Tradition dabei bri-gens ebenso wichtig wie neue Formen derJugendkultur. Dass er die zeitweise mitProjektauftrgen frderte, wei kaum je-mand.Insofern ist es durchaus schlssig, dassAugustiner bei aller Traditionalitt auchein sehr jugendliches Image hat. Der Au-gust, wie das Bier bei jngeren Mnch-nern heit, ist nach wie vor hchst beliebtin der Clubszene, selbst in Berlin einerder wenigen Stdte auerhalb Bayerns, woAugustiner berhaupt erhltlich ist. Mitdem August kann in Sdbayerns Discosund Kneipen jedenfalls hchstens nochdas Tegernseer mithalten, was die Be-liebtheit angeht. Und auch viele Augusti-ner-Wirtschaften kommen gut beim Publi-kum an, auch wenn deren neobajuwari-sche Systemgastronomie mit Dialektspei-sekarten gewhnungsbedrftig ist. SelbstStiftungschefin Catherine Demeter soll da-von nicht begeistert sein.Im Stammhaus hoffen viele in der Beleg-schaft nun, dass wieder ein Mitglied der Fa-milie Inselkammer als geschftsfhrenderGesellschafter weitermacht. Mit denen seiman gut gefahren, und die Inselkammersseien nicht darauf angewiesen, mit derBrauerei Profit zu machen. Und es deutetimmerhin auch nichts darauf hin, dass dieFamilie ihre Anteile verkaufen will.Mehr als nur eine Biermarke: Das Augustiner kommt aus der ltesten noch bestehenden Mnchner Brauerei, die sich obendrein noch in Privatbesitz befindet. Trotz allerTradition kommt es aber vor allem auch bei jungen Mnchnern sehr gut an. Bei ihnen liegt der August besonders im Trend. FOTO: WALTER KORNMnchen Im Studium der Volkswirt-schaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universitt (LMU) droht im bevorstehen-den Sommersemester der Kollaps. Fr dasBachelorstudium im Hauptfach, fr das esausnahmsweise keine Zugangsbeschrn-kung gibt, haben sich bis Donnerstagfrhbereits 1037 Studenten eingeschrieben.Die Fakultt rechnet damit, dass es nachEnde der Einschreibefrist an diesem Frei-tag 1300 sein werden. Hinzu kommen nochetwa 100 Nebenfchler. Zum Vergleich: Imvergangenen Sommersemester haben ander LMU 88 Studenten mit Volkswirt-schaftslehre (VWL) angefangen. Und zu-letzt hatte die Fakultt insgesamt 687 Ba-chelor-Studenten. Es wird chaotisch,sagt Dekan Joachim Winter. Die Uni-Lei-tung habe am Donnerstag eine Soforthil-fe von 100 000 Euro zugesagt, erklrt eineLMU-Sprecherin.Der Ausnahmezustand liegt daran, dassdie Fakultt im Januar den bisherigen Eig-nungstest abgeschafft hat. Zuvor hatte dasWissenschaftsministerium die Genehmi-gung dafr entzogen. In Bayern stehen diemeisten Eignungsfeststellungsverfahren,wie sie offiziell heien, auf der Kippe, dader Freistaat vor Gericht mehrere Niederla-gen erlitten hat. Bewerber, die in einemTest durchgefallen waren, klagten erfolg-reich einen Studienplatz ein.Kernargument der Richter war, dass dieEignungstests den Wert des Abiturs undanderer Abschlsse, die eine allgemeineHochschulreife bescheinigen, aushhl-ten. Demnach sind die Tests nur in F-chern, die besonderes Talent erfordern, un-problematisch wie Kunst, Musik oderSport. Die aktuelle Rechtslage lst beiHochschulen und Studentenvertretern Un-mut und Verunsicherung aus. Denn die Eig-nungstests gelten gemeinhin als gutes Mit-tel, um spter die Quote der Studienabbre-cher zu senken.Mit ihrem Personal knne die VWL-Fa-kultt eigentlich nur etwa 300 Studienan-fnger unterrichten nicht pro Semester,sondern pro Jahr, erklrt Dekan Winter.Wie viele Studenten es nun tatschlich wer-den, wird man erst nach Semesterbeginnsehen. Winter hlt es fr mglich, dass sicheinige nur pro forma eingeschrieben ha-ben, um den Studentenstatus zu haben,und dass andere bereits studiert habenund nun die Chance nutzen, an die LMUoder nach Mnchen zu kommen. Bei ihnenknne man womglich Leistungen anrech-nen; das nhme Druck aus den Einfh-rungsveranstaltungen. Am grundstzli-chen berlastungsproblem drfte dasaber nichts ndern.Wie das VWL-Studium trotzdem mg-lichst gut ablaufen knnte, wird in der Uniim Moment bei zahlreichen Krisengespr-chen diskutiert. Winter geht davon aus,dass die groen Vorlesungen auf zwei Hr-sle verteilt werden, mit Videobertra-gung vom einen in den anderen. Man kn-ne sie natrlich auch per Internet verfol-gen. Zudem strebt die Fakultt an, mit derSoforthilfe die Zahl der Tutorien zu erh-hen, die von Studenten aus hheren Semes-tern abgehalten werden.Auf die Schnelle qualifizierte Lehrbeauf-tragte fr zustzliche bungen zu gewin-nen, sei jedoch nahezu unmglich, sagt De-kan Winter. Da zum VWL-Studium Kursein Fchern wie Betriebswirtschaftslehre,Statistik oder Mathematik gehren, sindauch andere Fakultten der LMU vom An-sturm auf die Volkswirtschaftslehre betrof-fen.Mit Sorge sieht Winter auch auf dienchsten Semester, wenn die aktuelleSchar verstrkt in Seminaren unterrichtetwerden muss. Wir werden mittelfristigmehr Mitarbeiterstellen brauchen, sagter, auch mit Blick auf die Verwaltung, dieein Vielfaches an Prfungen abwickelnmuss. Mit der Zeit knnte sich das Problemallerdings entschrfen. Winter rechnet mitdramatisch steigenden Durchfallquoten,da die Vorauswahl weggefallen sei. Aller-dings versichert er, man werde die Studen-ten nicht mit erhhten Anforderungenrausprfen. Das fnde er nicht in Ord-nung. Fr das Wintersemester strebt dieFakultt an, eine Zulassungsbeschrn-kung per Numerus clausus einzufhren.Die erste groe Lehrveranstaltung frden neuen VWL-Jahrgang im Sommerse-mester ist die Vorlesung MikrokonomieI am 8. April, 14 Uhr c.t., im groen Physik-saal der Ludwig-Maximilians-Universitt. sebastian krassMnchen Alfred S. ist auf einen Rollatorangewiesen, darauf gesttzt kann sich der86-Jhrige ohne weitere Hilfe im Flur desStrafjustizzentrums bewegen. MehrereJustizwachtmeister eskortieren ihn in denSaal 162 des Mnchner Landgerichts. SeitDonnerstag wird dort gegen ihn wegen Tot-schlags verhandelt. Die Staatsanwalt-schaft ist davon berzeugt, dass derschwer demente Alfred S. in der Nacht zum21. Juli 2013 eine Mitbewohnerin in einemPasinger Seniorenheim erschlagen hat.Der Mann selbst kann sich an nichts mehrerinnern. Alfred S. war sei zweieinhalb Jah-ren in dem BRK-Altenheim am Westkreuzuntergebracht. Wegen seiner schwerstgra-digen Demenz hat er jegliche Erinnerungs-fhigkeit verloren. Laut Staatsanwalt An-dreas Franck schlug Alfred S. mit einerGlasflasche viermal wuchtig gegen denKopf und auf das Gesicht einer 89-jhri-gen Zimmernachbarin ein. Die Frau starb.Jetzt muss das Gericht versuchen zu kl-ren, wie schuldfhig der Tter berhauptist. Weil eine erneut Tat nicht auszuschlie-en ist, will ihn die Staatsanwaltschaft dau-erhaft in der Psychiatrie unterbringen. DerProzess dauert an. christian rostMnchen Pico kommt vom italienischenpiccolo, also klein, und gro ist der Hundwirklich nicht. Was der Mischling namensPico halb Pinscher, halb Terrier 2013am Volkstrauertag im Hofgarten angerich-tet hat, beschftigt jetzt aber das Mnch-ner Amtsgericht. Whrend der Trauerfeier-lichkeiten am 17. November soll er ein vier-zigmintiges Gebell angestimmt haben,just zu dem Zeitpunkt, als die Kapelle derBundespolizei mit dem Ehrenregimentum 12.30 Uhr den Veranstaltungsort be-trat. Am Gebell whrend des Gedenkensfr die Opfer der Weltkriege strten sich ei-nige Teilnehmer der Feier, so auch der65-jhrige Michael N.: Was erlauben siesich?, rief er dem Hundebesitzer ChristianS. zu, der Pico weiter bellen lie. Das Kreis-verwaltungsreferat schickte dem 32-Jhri-gen dann wegen unzulssigen Lrms ei-nen Bugeldbescheid ber 100 Euro plus28,50 Euro Gebhren zu. Dagegen wehrtsich S. seit Donnerstag vor Gericht.Die Gruppe aus sechs Leuten, mit denenS. und sein Hund in den Hofgarten gekom-men waren, sind Pazifisten. Sie lehnen of-fenbar jede Ehrung mit Kriegsbezug ab. Je-denfalls, so ein Zeuge, war whrend derTrauerfeier aus der Gruppe heraus derSatz: Bomber Harris, do it again zu h-ren. Unterlegt wurde die Provokation vomanhaltenden Gebell Picos.S. stachelte seinen Hund nicht an, er un-terband das Bellen aber auch nicht under ging auch mit ihm nicht weg. Einige Teil-nehmer der von 450 Menschen besuchtenGedenkveranstaltung brachte das stoischeAusharren des Hundebesitzers in Rage die Polizei musste sogar dazwischenge-hen, weil bergriffe befrchtet wurden. S.sagte nichts zu den Vorwrfen vor Gericht,er muss aber noch einmal erscheinen: Mitseinem Hund, den Richter Jrgen Hansel-mann vor einer Entscheidung in Augen-schein nehmen will. christian rostMnchen Der wegen seiner Putin-Unter-sttzung umstrittene designierte Chefdiri-gent der Mnchner Philharmoniker, Vale-ry Gergiev, wird sich demnchst in Mn-chen der Kritik stellen mssen. Es solle beiseinen nchsten Aufenthalten ein Ge-sprch mit Kulturreferent Hans-GeorgKppers und Intendant Paul Mller geben,teilte das Kulturreferat der Stadt Mnchenam Donnerstag mit. Ziel sei es, Gergievdie aktuelle Diskussion ber seine ue-rungen darzustellen und ihn fr die darausresultierende Situation des Orchesters zusensibilisieren. Das habe der Philharmoni-sche Rat als beratendes Gremium des Or-chesters nach intensiver Auseinanderset-zung einvernehmlich beschlossen.Sein Amt als Chefdirigent der Mnch-ner Philharmoniker soll Valery Gergievzum Beginn der Spielzeit 2015/2016 antre-ten. Er wird dann der teuerste Angestellteder Stadt Mnchen sein. Der russische Mu-sikstar hatte bereits vor Monaten fr hefti-ge Debatten im Mnchner Stadtrat ge-sorgt, als bekannt wurde, dass er sich in ei-nem Interview mit der niederlndischenZeitung de Volkskrant wohlwollend berRusslands Anti-Homosexuellen-Propagan-da geuert hatte. Bei einem Auftritt mitden Philharmonikern war es zu heftigenProtesten der Rosa Liste und anderenGruppieren vor dem Gasteig gekommen.Fr neuerliche Irritationen sorgte Ger-giev mit seiner Haltung zur Krise auf derKrim. Der Dirigent hatte sich in einemKnstler-Appell mit seiner Unterschriftzur Krim-Annexion und damit offiziell zurPolitik Wladimir Putins bekannt. Die Gr-nen im Mnchner Stadtrat hatten deshalbbereits vor einer Woche ein klrendes Ge-sprch zwischen Gergiev und Kulturrefe-rent Kppers gefordert. dpa,llgvon katja auerE s htte ja wirklich eine Granatesein knnen, so wie es ausge-schaut hat. Rund, mit diesen Ver-tiefungen drin, eine Handvoll Metall un-gefhr. Also haben sie das verdchtigeStck mitsamt dem Betonfundament, indem es eingemauert war, in Stroh ge-packt im vergangenen Jahr in Hohen-schftlarn, eine Kampfmittel-Ru-mungsfirma angerufen und die Exper-ten das Ding in die Luft sprengen lassen.Die gaben dann Entwarnung. Es wardoch keine eingemauerte Granate ausdem Zweiten Weltkrieg. Sondern derSprhkopf von einem Odelfass.Gottseidank hat das berhaupt je-mand erkannt in diesen Zeiten, in denenOdelfsser selten werden, genauso wieTrockenhauben oder die sthlernen Glo-cken, mit denen man der Sau beimSchlachten frher die Borsten abge-schabt hat. In den groen Schlachthfengeht das automatisch und ihre Glle fah-ren auch nicht mehr alle Bauern auf diecker. Sofern sie berhaupt noch Vie-cher haben, um mit deren Ausscheidun-gen den Mais zu dngen, den sie her-nach in der Biogasanlage verheizen. An-dere betreiben die gleich mit Jauche undMist, dann beschwert sich wenigstenskein der Landluft wegen zugezogenerStdter, dass es drauen stinkt, wennder Landwirt Odel fhrt.Im oberfrnkischen Redwitz an derRodach war die Glle am Mittwoch-abend noch gar nicht ausgebracht. Ei-gentlich. Und selbst wenn die Bauerngeodelt htten, wre der Gestank ver-mutlich nicht halb so bestialisch gewe-sen, wie er es tatschlich war entlang derBundesstrae 173. Denn aus einem Leckin der grten Biogasanlage im Land-kreis Lichtenfels, die immerhin drei Mil-lionen Liter Glle fasst, ist beinahe dieHlfte ausgelaufen. Auf die Wiesen, inden Straengraben, ein richtiger Glle-See sei da entstanden, sagte LandratChristian Meiner. Hunderte Helfer wa-ren im Einsatz, von der Feuerwehr, vomTechnischen Hilfswerk, vom Rettungs-dienst und sogar von der Wasserwacht.Nur die Kampfmittel-Rumungsexper-ten hat diesmal niemand alarmiert. Diehtten ja nicht einmal etwas sprengenknnen. Dafr halfen die Bauern mitund fuhren die stinkende Brhe in Klr-werke und Auffangbecken. Gut, dass esnoch Odelfsser gibt in Oberfranken.MNCHEN BAYERN30 HF2 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHAuf Werbung wird verzichtet,Unternehmenszahlen werdenkaum verffentlichtWhrend sein Herr-chen vor dem Richterstand, wartete Picobrav vor dem Justiz-gebude. Der Misch-ling soll bei einerGedenkveranstal-tung zum Volkstrau-ertag anhaltend ge-bellt haben. FOTO: DPAVolkswirte in NotMnchner Uni droht der Kollaps wegen groem AndrangTotschlagim AltenheimFnf Fragen, keine AntwortDie Verwandtenaffre des Landtags ist jetzt ein Fall fr den VerfassungsgerichtshofMITTEN IN BAYERNSo einMistEdel-herbAugustiner ist seit langem die Kultmarke unter den Mnchner Bieren. Dahinter steckt ein sehr bodenstndigesUnternehmen. Dafr stand Geschftsfhrer Jannik Inselkammer. Sein Tod macht die Mitarbeiter nun ratlosFr Angelegenheiten desParlaments sei sie nichtzustndig, sagt die RegierungGebell stattGedenkenEin kleiner Mischling istGegenstand eines RechtsstreitsGergiev musssich erklrenPhilharmoniker wollen ein Gesprchmit dem Dirigenten wegen PutinEin Fall fr den Verfassungsgerichtspr-sidenten: Karl Huber muss sich mit derVerwandtenaffre befassen. FOTO: DPAvon jrgen schmiederW as einem bei einer Begegnungmit Ed ONeill sofort auffllt,sind seine Augen. Blau sind sie,wie die von Frank Sinatra oder Paul New-man. So eine Farbe ist selten, weshalbdurchaus interessant ist, was die Men-schen daraus machen. Frank Sinatra be-nutzte sie zum Verfhren, bei Paul New-man standen sie fr Abenteuer. ONeillblickt eher wie ein Junge, der gerade imSwarenladen einen Lolli geklaut hatund nicht erwischt worden ist. Er sagt: Ichwre dumm, wenn ich nicht kapieren wr-de, wie viel Glck ich gehabt habe.Ed ONeill sitzt im Salon eines Golfclubsim kalifornischen Rancho Palos Verdes,Drehort einer Folge seiner ComedyserieModern Family. Er trgt ein weinrotes Polo-hemd, unter dem sich gewaltige Oberarm-muskeln abzeichnen. Es geht hektisch zuam Set, Menschen rennen umher, rufen an-dauernd irgendetwas in ihre Funkgerte.ONeill dagegen sieht sehr entspannt aufden Pazifischen Ozean.Dieser Anblick zerstrt das Bild, dasman jahrelang im Kopf mit sich herumge-tragen hat. ONeill hat die blauen Augen jastets versteckt mit diesem fatalistischenGesichtsausdruck, bei dem er Augen-brauen, Wangenknochen und Unterkieferin Richtung Nase gedrckt hat. Das war inseiner Rolle als Al Bundy in der Fernsehse-rie Eine schrecklich nette Familie. Der ver-zweifelte Loser war eine Ikone der Neunzi-gerjahre, die wie kaum eine andere TV-Fi-gur im kollektiven Gedchtnis der Zu-schauer verankert ist. Er war das Gegenteilvon Entspannung und Glcklichsein. Wassoll ich machen? Ich sehe aus wie er, ichklinge wie er, sagt er heute und grinst.Er lacht, wenn man ihm von den Reaktio-nen der Freunde erzhlt, nachdem man ih-nen verkndet hat, Ed ONeill zu treffen.Bei Facebook gingen unzhlige Daumennach oben, und die Eintrge darunter wa-ren ein Rckblick in die Neunzigerjahre:Vier Touchdowns in einem Spiel. Die Nackt-bar. No Maam. Der Schuhladen. Die Handin der Hose. Dumpfbacke. Verrckt,oder?, sagt ONeill. Er fhlt sich geschmei-chelt. Er freut sich auch darber, dass eini-ge Eintrge von Jay Pritchett handeln, sei-ner Figur in Modern Family, eine der bes-ten und erfolgreichsten Sitcoms, die der-zeit im Fernsehen laufen. In der nchstenWoche wird in den USA das Finale der fnf-ten Staffel ausgestrahlt, in Deutschland lie-fen bislang drei Staffeln auf dem Sparten-sender RTL Nitro.Dass es keine Eintrge zu seinen ernst-haften Rollen oder Auftritten am Broad-way gibt, scheint ihn nicht zu stren. ber-haupt kommt er nicht daher wie ein in dieJahre gekommener Hollywood-Schauspie-ler, der einem nun dringend mitteilenmuss, was er schon alles erreicht hat.ONeill wirkt wie der lustige Onkel auf ei-ner Familienfeier, der sich an den Kaminsetzt und Anekdoten erzhlt. Diese Ge-schichten haben keinen arroganten Unter-ton, sondern einen demtigen sie han-deln weniger von Talent und Geschick alsvielmehr von Zufall und Glck. Er erzhltGeschichten, die viel verraten ber diesenMann, ber seinen Beruf und womglichsogar ber das Leben. Man wei nie, wasdas Leben mit einem anstellt, sagt er.Er erzhlt etwa von seiner Karriere alsFootballspieler. ONeill wuchs in einerKleinstadt im Bundesstaat Ohio auf, seinVater schuftete in einer Stahlfirma, dieMutter war Sozialpdagogin. Profisportlerwar der Traum vieler Jungs damals, diePittsburgh Steelers gaben ihm 1969 sogareinen Vertrag. Nach wenigen Tagen wurdeer wohl wegen Unfhigkeit entlassen, dieKarriere war vorbei, bevor sie begonnenhatte. Er ging in eine Bar, um seinen Kum-mer zu ertrnken, im Fernsehen liefen dieNachrichten. Ich sah Neil Armstrong, wieer auf dem Mond spazierte, sagt ONeill:Ich dachte mir: Na, wenigstens einer vonuns beiden hatte einen guten Tag.Es ist diese Lockerheit, der ironischeUmgang mit dem Erfolg, die Ed ONeill zueinem Antitypen in Hollywood machen.Als er vor drei Jahren einen Stern auf demWalk of Fame erhielt, erschien er in ausge-beulten Jeans und einem Poloshirt. Privatist nur bekannt, dass er seit 27 Jahren mitder Schauspielerin Catherine Rusoff ver-heiratet ist, zwei Kinder hat und sich frUmweltorganisationen einsetzt. Er ist be-sonders, weil er nicht besonders sein will.Seine Karriere war nicht geplant, sie ist ein-fach passiert.Nach dem Football-Versuch war EdONeill Aushilfslehrer, Barkeeper und Auto-verkufer, kurz vor seinem 30. Geburtstagbegann er als Theaterschauspieler in NewYork. Er war der Mann frs Grobe und Dra-matische, von einer Komdie war er soweit entfernt wie Al Bundy von einem Lot-togewinn: In meiner ersten Rolle amBroadway spielte ich einen sadistischenPreisboxer, der seine Ehefrau misshan-delt. Er knne sich bis heute nicht erkl-ren, wie jemand auf die Idee gekommensei, ihn fr die Rolle des bellaunigenSchuhverkufers Al Bundy berhaupt inErwgung zu ziehen.Er sei nur zum Vorsprechen gegangen,weil er zufllig in der Gegend Handball ge-spielt habe. Er erschien ohne Vorbereitungin verschwitzen Klamotten, an seinerSporttasche baumelten 15 Paar stinkendeHandschuhe. Die Figur hat mich an mei-nen Onkel erinnert. Der kam einmal nachHause, seine Frau teilte ihm mit, dass sieden Hund berfahren hatte. Seine Reakti-on: ,Was gibts zum Abendessen? Er warder Typ, der schlimme Dinge erwartete und diese schlimmen Dinge sind dann pas-siert. So habe ich die Rolle gelesen.Senderchef Barry Diller habe heftig pro-testiert, als die Produzenten ihn wollten.Seiner Meinung nach war ich eine absolu-te Fehlbesetzung. Er bekam die Rolle den-noch. Danach war er Al Bundy. 259 Episo-den lang. Er bekam kaum Preise, dafr ei-ne Menge Geld: Ich wollte immer dem Sys-tem entfliehen und den Punkt erreichen,an dem ich sagen kann: Ich muss nicht ar-beiten, wenn ich nicht will. Als ich das ge-schafft hatte, fhlte ich mich glcklich.Es gab nur ein Problem: Er war nun AlBundy, fr immer. Wie sollte er jemals wie-der eine ernste Rolle bekommen? Ich ha-be oft gehrt, dass Produzenten sagten:,Ich will ihn nicht das ist Al Bundy! Manmuss das akzeptieren. Ich kenne viele Leu-te, die waren Stars und bekommen heutekeinen Job mehr. Sie leiden darunter, weilsie ihre Identitt darauf ausgelegt haben.Sie fhlen sich weniger wert. Es ist wichtig,dieses Geschft nur ja nicht zu ernst zu neh-men, sagt ONeill. Er beschftigte sich mitBrazilian Jiu-Jitsu, vor ein paar Jahren be-kam er den Schwarzen Grtel (Die grteLeistung in meinem Leben nach meinenKindern), das erklrt die krftigen Oberar-me. Nach einigen Jahren begann er wiederzu arbeiten, er spielte einen Abgeordnetenin der Politserie West Wing, einen Polizis-ten, einen verrckten Rentner. Wirklich er-folgreich war Ed ONeill jedoch erst wieder,als er erneut in einer Sitcom agierte. Undnatrlich gibt es dazu eine Anekdote berZufall und die Unplanbarkeit des Lebens.Es gibt im Showgeschft andauerndGeflligkeiten. Ich habe das nie verstan-den, ich hielt das fr absolute Zeitver-schwendung, sagt er: Natrlich habe ichfestgestellt, wie falsch ich mein Leben langlag. Er traf sich nur wegen eines Gefallensmit den Produzenten von Modern Family,das Projekt klang ganz nett, ein paar Mona-te spter bekam er das Drehbuch: Ichdachte mir: Verdammt noch mal, das istgut! Ich wollte nicht, dass es gut ist. Ich ha-be meinen Manager angerufen und gesagt:Mist, das Ding ist ein Hit!Am Ende bekam er die Rolle brigensnur, weil ein anderer Schauspieler abge-sagt hatte.ONeill spielt in der Serie Jay Pritchett,den stinkreichen Patriarchen einer herr-lich verrckten Grofamilie. Wieder ein-mal Familienoberhaupt. Er wollte irgend-wann einmal gerne dramatische Figurenspielen, doch das Leben hat ihn zum Kom-dianten gemacht. Na und? Er war der Ame-rican Anti-Dad, nun ist er 67 Jahre alt undspielt den American Grandfather. Als sol-cher darf er natrlich auch Ratschlge anVter verteilen: Das Wichtigste ist, pr-sent zu sein. Kinder merken das. Sie wer-den sagen: Okay, Daddy hat nicht alles rich-tig gemacht, aber er war immer da und hates versucht. Dann guckt er kurz ernst undsagt: Und man braucht im Leben ganz vielGlck! Das hatte ich ich bin der glck-lichste Mensch auf der Welt!Glcklich. Wahrscheinlich ist das der Be-griff, mit dem sich dieser Mensch beschrei-ben lsst, der da am Pazifischen Ozeansitzt und Geschichten erzhlt. Eine hat ernoch: Die Produzenten von Eine schreck-lich nette Familie schreiben gerade eine Pi-lotfolge fr David Faustino, der damals AlBundys Sohn Bud war. Bud lebt mit einpaar abgehalfterten Freunden in diesemHaus. Peg und Al haben im Lotto gewon-nen und sind nach Las Vegas gezogen esknnte sein, dass ich einen Auftritt in derSerie habe.Eine Rckkehr Al Bundys als stinkrei-cher Sack? Verrckt, oder?, sagt ONeill.Dem Handelsblatt wird vorgeworfen,Schleichwerbung betrieben zu haben.Das Branchenblatt Werben & Verkaufenberichtet von einem Angebot der Verlags-gruppe Handelsblatt (VHB), wonach fr5000 Euro ein Auftritt in der RubrikHandelsblatt-Leser stellen sich vor zuhaben sei. Die VHB werbe damit, dassdas Format (oft sprechen Unternehmerber ihre Firma und ihre Beziehung zumHandelsblatt) als Beitrag der Redaktionwahrgenommen werde. Die VHB erklr-te dazu, die Redaktion whle die Leseraus, das Angebot sei kostenlos undunabhngig. Nach dem Erscheinen desArtikels knnten die Portrtierten fr5000 Euro Nutzungsrechte am Text frdrei Jahre erwerben, etwa fr ihre Web-seite. Dem zustndigen Auendienstmit-arbeiter sei ein Fehler unterlaufen, An-fang Mrz sei das Vorgehen im Verlagaufgefallen. Der Vertriebsleiter berneh-me die Verantwortung. szDie Berichterstattung ber eine angebli-che Affre von Frankreichs StaatschefFranois Hollande mit der Schauspiele-rin Julie Gayet hat finanzielle Folgen frdas franzsische Boulevard-MagazinCloser. Ein Gericht in Nanterre bei Parisverurteilte den Verlag am Donnerstagwegen Verletzung der Privatsphre zurZahlung von 15 000 Euro Schaden-ersatz. Zudem muss das Magazin aufeinem der nchsten Titel eine Erkl-rung mit einem Hinweis abdrucken,dass die Berichterstattung gegen gelten-des Recht verstie. Der Prozess ging aufeine Anzeige Gayets zurck. Sie hatteSchadenersatz in Hhe von 50 000 Eurogefordert. Closer hatte im Januar unterder berschrift Die heimliche Liebedes Prsidenten von Treffen Hollandesmit Gayet in einer Wohnung nahe desElyse-Palasts in Paris berichtet. Hollan-de war da noch mit der JournalistinValrie Trierweiler liiert. dpa/afpSein Erfolg basiert auf demPrinzip Glck. Seine neue Rollebekam er, weil jemand absagteDer Begriff, in dem der groe Traum vonder Freiheit im Internet frontal zusammen-prallt mit dem Versuch, ihren Missbraucheinzudmmen dieser Begriff heit Netz-sperren. Man konnte das vor gut zwei Jah-ren eindrucksvoll erleben, als der Bundes-tag sein eigenes Gesetz zur Einfhrungvon Zugangssperren fr kinderpornografi-sche Internetseiten wieder kippte. Nun hatder Europische Gerichtshof (EuGH) aufdem zweiten groen Konfliktfeld des Inter-nets beim Urheberrecht in einem ster-reichischen Fall solche Zugangssperren er-laubt. Das Filmstudio Constantin Film unddie Produktionsgesellschaft hatten ge-klagt, weil ber kino.to einem inzwi-schen geschlossenen Tummelplatz fr ille-gale Downloads auch ihre Filme verbrei-tet worden waren. Laut EuGH durfte die s-terreichische Justiz den InternetproviderUPC Telekabel Wien zur Sperrung des Kun-denzugangs zu kino.to verpflichten.Ist das nun der Einstieg in eine Inhalts-zensur im Netz, wie Internetaktivisten so-gleich warnten? Jedenfalls werden Inter-netprovider damit strker in die Rolle desTorwchters gedrngt. Denn der Gerichts-hof hat erstmals festgelegt, dass die EU-Richtlinie von 2001 zur Harmonisierungdes Urheberrechts in einem wichtigenPunkt auch fr Internetprovider gilt. Nachdieser Vorschrift mssen die Mitgliedsstaa-ten sicherstellen, dass die Rechtsinhabergerichtliche Anordnungen gegen Vermitt-ler beantragen knnen, deren Dienste frUrheberrechtsverletzungen genutzt wr-den. Seit diesem Donnerstag ist klar, wasbisher umstritten war: Vermittler sindauch die Internetprovider. (Az: C-314/12)Welche Wirkung das Urteil auf Deutsch-land hat, ist offen. Das deutsche Recht ent-hlt bisher jedenfalls keine ausdrcklicheVorschrift, die Sperrverfgungen erlaubte.Der Weg, um gegen Urheberrechtsverlet-zungen vorzugehen, fhrt normalerweiseber den Zugriff auf die bei den Providerngespeicherten Kundendaten. Denkbar w-re aber, dass deutsche Gerichte unter Rck-griff auf die sogenannte Strerhaftungknftig auch ohne neues Gesetz Sperran-ordnungen erlassen. Falls sie nicht zu demSchluss kommen, dass Sperren wegen dervielfltigen Umgehungsmglichkeiten oh-nehin untauglich sind.Hinzu kommt: Das Urteil ist sehr viel dif-ferenzierter, als es die Warnungen der In-ternetcommunity vermuten lassen. Dasoberste EU-Gericht hat keineswegs nur dieInteressen der Film- und Musikwirtschaftgesehen, sondern auch die Grundrechteder anderen Beteiligten in den Blick ge-nommen: die unternehmerische Freiheitder Zugangsdienste, aber auch die Infor-mationsfreiheit der Nutzer. In diesem Drei-eck der Grundrechte hat es eine Kompro-misslsung formuliert.Der wichtigste Punkt: Die Provider dr-fen nicht berfordert werden. Sie selbstdrfen bestimmen, welche konkreten Ma-nahmen ntig sind, um den Zugriff ihrerKunden auf illegale Websites zu verhin-dern oder zu erschweren. Und sie mssennicht garantieren, dass die Sperre hundert-prozentig funktioniert, sondern lediglichzumutbare Manahmen ergreifen.Zumutbare Manahmen: Mit dieser eini-germaen vorsichtigen Vorgabe trgt dasGericht einer grundstzlichen Kritik ander Tauglichkeit solcher Sperren Rech-nung. Schon das deutsche Sperrgesetz zurInternetpornografie war an den vielflti-gen technische Umgehungsmglichkeitengescheitert. Auch Bitcom teilt mit, dass sol-che Sperren nicht wirksam seien. Ein Um-stand, der dem Gericht bewusst war: In sei-nem Schlussantrag vom November 2013hatte Generalanwalt Pedro Cruz Villaln er-lutert, Sperren knnten entweder die IP-Adressen oder die Domain-Namen blockie-ren. Oder der Provider leite den gesamtenInternetverkehr durch einen Proxy Server,wo gefiltert werden knne. Alle diese Me-thoden lassen sich jedoch umgehen, dia-gnostizierte der EU-Jurist.Bemerkenswert an dem Urteil ist aberauch, dass der EuGH explizit auch die Rech-te der Internetgemeinde hervorhebt: Sperr-manahmen drfen den Zugang zu lega-len Inhalten nicht unntig beeintrchti-gen. Anders ausgedrckt: Die Freiheit imNetz ist auch durch die EU-Grundrechte ge-schtzt. Sollte der deutsche GesetzgeberSperrverfgungen erlauben dann mss-te er laut EuGH auch fr den Rechtsschutzder Nutzer Sorge tragen. Der SaarbrckerRechtsprofessor Maximilian Herbergergibt daher Entwarnung: Ich sehe die Frei-heit im Internet durch das Urteil nicht be-droht. wolfgang janischrger um HandelsblattCloser muss zahlenIst dir nah das Weib, ist der Streitnicht weit. Ein typischer Witzdes Schuhverkufers Al BundyVater der NationEigentlich wollte Ed ONeill immer dramatische Rollen spielen, doch das Leben machte ihn zumKomdianten. Als Al Bundy wurde er berhmt, heute gewinnt er mit Modern Family Preise. Ein TreffenFreiheitund GrenzenDer EuGH urteilt ber illegale Downloads von FilmenNACHRICHTENMEDIENDEFGH Nr. 73, Freitag, 28. Mrz 2014 HF2 31Mit seiner Rolle in Eine schrecklich nette Familie hat ONeill viel Geld ver-dient, aber er hat auch ein Problem: Er ist fr immer Al Bundy. FOTO: GETTYDie 2013 am hufigsten illegal herunterge-ladene Serie: Game of Thrones. FOTO: RTL2Lsungen vom Donnerstag16156 51591 738SZ-RTSEL8 54 1 3 96 31 4 629 62 5 13 4 96 2 7Die Ziffern 1 bis 9 drfen pro Spalte und Zeilenur einmal vorkommen. Zusammenhngendeweie Felder sind so auszufllen, dass sie nuraufeinanderfolgende Zahlen enthalten (Stra-e), deren Reihenfolge ist aber beliebig. WeieZiffern in schwarzen Feldern gehren zu kei-ner Strae, sie blockieren diese Zahlen aber inder Spalte und Zeile (www.sz-shop.de/str8ts). 2010 Syndicated Puzzles Inc. 28.3.2014Schwedenrtsel Sudoku mittelschwer8 1 2 4 9 5 6 3 74 3 6 2 8 7 5 1 97 9 5 3 6 1 2 8 49 5 3 1 4 6 7 2 86 2 7 5 3 8 9 4 11 4 8 9 7 2 3 5 62 7 1 8 5 9 4 6 35 6 4 7 1 3 8 9 23 8 9 6 2 4 1 7 5Str8ts: So gehts4 3 2 9 7 85 4 1 3 2 8 6 73 2 1 5 6 75 4 3 2 88 6 5 7 3 4 26 7 9 8 3 5 49 6 7 5 4 37 8 6 5 9 4 1 3 29 7 8 2 159183 6Str8ts schwerARD BR RTL Pro Sieben Sat 1 Arte 3satNDR WDR Tele 5 ORF 2 Sky CinemaSWR HR Kinderkanal N24 n-tvMDR RBB Super RTL Eurosport Sport 1ZDFPhoenix BR-alpha RTL 2 Vox Kabel 1 DeutschlandfunkWDR 5Deutschlandradio Kultur 7.30 Kaiser Heinrich II. 8.15 Kaiser Barba-rossa 9.00 Vor Ort 9.10 BON(N)Jour mit Brse 9.45 Thema 11.00 Vor Ort 12.00 The-ma 13.15 Wie gut ist sanfte Medizin? 14.00 Vor Ort 15.00 Maybrit Illner 16.05 Vor Ort 16.50 Augstein und Blome 17.00 Chinas neue starker Mann Wer ist Xi Jinping? 17.15 Pltzlich abgebrannt 17.45 Vor Ort 18.00 Flucht vor dem Ehemann 18.30 Kai-ser Heinrich II. 19.15 Kaiser Barbarossa 20.00 Tagesschau 20.15 Mit der Polarstern durchs Packeis. Reportage 21.15 Die Wi-kinger (1/3) 22.00 Strippenzieher aus der Wste 23.00 Der Tag 0.00 Im Dialog 13.00 alpha-Forum 13.45 Plante Nmo 14.00 ach so! fragen forschen verstehen 14.30 Willi Wills Wissen 14.55 Reporter Gang 15.00 Planet Wissen 16.00 Faszinati-on Kunst 16.45 nano 17.15 Konrad Duden Der deutschen Sprache auf der Spur (2/4) 17.45 Telekolleg Biologie 18.15 Capriccio 18.45 Rundschau 19.00 Faszination Wissen 19.30 alpha-sterreich 20.15 Das Dun-wich-Projekt 21.00 alpha-Forum. Zu Gast: Udo Reiter (MDR-Intendant a.D.) 21.45 Pla-net Wissen 22.45 Das Buch der Bcher 23.00 Faszination Kunst 23.45 Die Tages-schau vor 25 Jahren 0.00 Kino Kino 5.15 Stargate Atlantis 5.55 Der Trdeltrupp 6.40 Zuhause im Glck Unser Einzug in ein neues Leben 8.25 Die Kochprofis Ein-satz am Herd 9.25 Frauentausch 11.15 Fa-mily Stories 12.15 Kln 50667 13.15 Berlin Tag & Nacht 14.15 X-Diaries love, sun & fun 15.10 Der Trdeltrupp Das Geld liegt im Keller 16.05 Privatdetektive im Einsatz. Neue Folgen 17.05 X-Diaries love, sun & fun 18.00 Kln 50667 19.00 Berlin Tag & Nacht 20.00 RTL II News 20.15 Lord of War Hndler des Todes. Drama, USA 2005 22.35 Lon Der Profi. Actionfilm, F 1994 1.00 Die rote Flut. Actionfilm, USA 1984 5.45 Mieten, kaufen, wohnen 6.50 Verklag mich doch! 9.50 Hilf mir doch! 10.50 vox nachrichten 10.55 Mein himmlisches Hotel 12.00 Shopping Queen 13.00 Verklag mich doch! 15.00 Shopping Queen 16.00 Vier Hochzeiten und eine Traumreise 17.00 Mein himmlisches Hotel 18.00 Mieten, kaufen, wohnen 19.00 Das perfekte Dinner 20.00 Prominent! 20.15 CSI New York. Ich liebe dich zu Tode 21.15 CSI: NY 22.05 Burn Noti-ce 23.00 Leverage 23.50 vox nachrichten 0.10 CSI New York 1.00 CSI: NY 1.45 Burn Notice 2.30 Leverage 3.10 Medical Detecti-ves Geheimnisse der Gerichtsmedizin 5.35 Castle 6.25 Unsere kleine Farm 7.25 Unsere kleine Farm 8.25 Charmed 9.20 Ghost Whisperer 10.15 Cold Case 11.10 Castle 12.10 Numb3rs 13.05 Charmed 13.55 Ghost Whisperer 14.50 Cold Case 15.45 Castle 16.40 News 16.50 Castle 17.45 Aben-teuer Leben Tglich neu entdecken 18.55 Achtung, Kontrolle! 20.15 Castle. Im Ram-penlicht. Krimiserie 21.15 Beauty and the Beast. Um jeden Preis 22.10 Beauty and the Beast. Unersttlich 23.05 The Finder 0.10 Castle 1.05 Beauty and the Beast 1.55 Beauty and the Beast 2.45 The Finder 3.30 Arahan. Actionkomdie, COR 2004 5.05 Informa tionen 6.35 Andacht. Jrg Ma-chel 9.10 Europa heute 9.35 Tag fr Tag10.10 Lebenszeit. Leben in der DDR. WennKinder fragen 11.35 Umwelt und Verbrau-cher 12.10 Informa tionen 14.10 Deutsch-land heute 14.35 Campus & Karriere. Ler-nen fr die Lehre: Professorencoaching15.05 Corso. Kultur nach 3 15.50 Schalom 16.10 Bchermarkt 16.35 Forschung aktu-ell 17.05 Wirtschaft und Gesellschaft 17.35 Kultur heute 18.10 Informa tionen 18.40 Hintergrund 19.05 Kommentar 19.15 DasKulturgesprch. Promotionsrech auch frFachhochschulen? 20.10 Das Fea ture. Die drei Leben der Elisa beth Thury 21.05 OnStage. Jazzkantine: Liedgut reloaded 22.05 Kissinger Sommer 2013 22.50 Sport aktuell23.10 Das war der Tag 0.05 Gespenster morden nicht. Kriminalhrspiel von FredUfer 1.05 Deutschlandfunk Radionacht5.05 Informa tionen 6.35 Andacht. Jrg Ma-chel 9.10 Europa heute 9.35 Tag fr Tag10.10 Lebenszeit. Leben in der DDR. WennKinder fragen 11.35 Umwelt und Verbrau-cher 12.10 Informa tionen 14.10 Deutsch-land heute 14.35 Campus & Karriere. Ler-nen fr die Lehre: Professorencoaching15.05 Corso. Kultur nach 3 15.50 Schalom 16.10 Bchermarkt 16.35 Forschung aktu-ell 17.05 Wirtschaft und Gesellschaft 17.35 Kultur heute 18.10 Informa tionen 18.40 Hintergrund 19.05 Kommentar 19.15 DasKulturgesprch. Promotionsrech auch frFachhochschulen? 20.10 Das Fea ture. Die drei Leben der Elisa beth Thury 21.05 OnStage. Jazzkantine: Liedgut reloaded 22.05 Kissinger Sommer 2013 22.50 Sport aktuell23.10 Das war der Tag 0.05 Gespenster morden nicht. Kriminalhrspiel von FredUfer 1.05 Deutschlandfunk Radionacht6.05 Morgen echo 6.55 Kirche. Pfarrer Mar-kus Wasserfuhr, Kln 9.05 ZeitZeichen 9.20 Tagesgesprch 10.05 Neugier gengt12.05 Scala Aktuelles aus der Kultur. U. a.:Eisenbahnen, Bunker, Schtzengrben.Archologie und Ers ter Weltkrieg 13.05 Mittags echo 14.05 WDR 5 KiRaKa 15.05 Thema NRW. ffentliches WLAN. Auf demBrgersteig ins Brgernetz 16.05 Leo nardo Wissenschaft und mehr 17.05 Westblick.Das Landesmagazin 18.05 Profit. Das Wirt-schaftsmagazin 18.30 Echo des Tages 19.05 Platz der Republik. Das Hauptstadt-Maga-zin 19.30 Brenbude 20.05 Das philosophi-sche Radio. Gegenberstellung ein Kopfim Museum. Mit Thomas Ebers 21.05 Scala Aktuelles aus der Kultur (Wh. von 12.05Uhr) 22.05 Leo nardo (Wh. von 16.05 Uhr)23.05 MusikBonus 23.30 Berichte von heu-te 0.00 Wiederholungen vom Tage 14.15 Eisenbahn-Romantik 14.45 Bilder-buch Deutschland 15.30 Stdte der Gensse 16.00 SWR Landesschau aktuell 16.05 Kaf-fee oder Tee 17.00 SWR Landesschau aktuell 17.05 Kaffee oder Tee 18.00 SWR Landes-schau aktuell 18.15 Fahr mal hin 18.45 SWR Landesschau Baden-Wrttemberg 19.45 SWR Landesschau aktuell 20.00 Tagesschau 20.15 Expedition in die Heimat 21.00 Hand-taschen, Horoskope, Hochzeiten 21.45 SWR Landesschau aktuell 22.00 Nachtcaf. Wenn Kinder gehen. Zu Gast: Bill Mockridge (Schauspieler) u.a. 23.30 Alfons und Gste 0.00 Hannes und der Brgermeister 12.10 Utta Danella: Eine Liebe im Septem-ber. Liebesdrama, D 2006 13.40 Das Wai-senhaus fr wilde Tiere 14.30 Mit dem Zug vom Bosporus bis Bratislava 15.15 Die Ost-see (2/2) 16.00 hallo hessen 16.45 Hessen-schau kompakt 17.00 hallo hessen 17.50 Hessenschau kompakt 18.00 Maintower. Live aus dem Maintower 18.20 Brisant 18.45 Hessentipp 19.15 Alle Wetter! 19.30 Hessen-schau 20.00 Tagesschau 20.15 Zu Fu ber die Alpen 21.00 Verrckt nach Meer 21.45 Hessenschau kompakt 22.00 NDR Talk Show. Mit Monika Gruber (Schauspielerin, Kabarettistin) u.a. 0.00 strassen stars 9.00 Roary 9.25 Floris Drachen 9.45 Zigby, das Zebra 9.55 Au Schwarte! 10.18 Kikanin-chen 10.25 Coco 10.50 Heidi 11.15 Die Wil-den Kerle (5/26) 11.35 Pat & Stan 11.40 Sherlock Yack 12.05 Garfield 12.30 Piets irre Pleiten 12.55 Die fantastische Welt von Gumball 13.10 Das Green Team 13.55 Fluch des Falken 14.10 Schloss Einstein 15.00 J-ger des Wissens 15.25 In Your Dreams Sommer deines Lebens 16.18 logo! Die Welt und ich 16.25 Horseland, die Pferderanch 17.10 Garfield 17.35 Pearlie (1/52) 18.00 Der kleine Nick 18.15 Heidi 18.40 Tilly und ihre Freunde 18.50 Unser Sandmnnchen 5.15 Beslan, die unendliche Tragdie Le-ben nach dem Geiseldrama 12.45 Brse am Mittag 13.05 Vision Gold 13.35 N24 Cassini 14.05 Hubschrauber-Legende Huey Der Bell UH-1D in Deutschland 15.20 N24 Zeit-reise mit Stefan Aust 16.05 Hell Roads Die gefhrlichsten Straen der Welt 17.00 Tun-nel fr die Autobahn Die grte Bohrma-schine der Welt 18.15 Brse am Abend 18.25 N24 Cassini 19.10 Einsatz im Revier 20.10 Die Erde Ein Planet entsteht 22.15 Ste-phen Hawking: Geheimnisse des Univer-sums 23.10 Die Science Fiction Propheten 0.00 Star Wars Tech 0.50 Orbit All Inclusive 5.15 Bombensicher: Entschrfung von Sprengstoffen 6.10 Telebrse 12.30 News Spezial 13.10 Telebrse 13.30 News Spezial 14.10 Telebrse 14.30 News Spezial 15.10 Auslandsreport 15.40 Telebrse 16.10 Ali-ens: Sind wir allein im Universum? 17.05 Alien-Autopsie: Fakt oder Fiktion? 18.20 Telebrse 18.35 Ratgeber Freizeit & Fit-ness 19.05 Quallen 20.05 Riesen-Schlan-gen: Die XXL-Jger 21.05 Safari-Paparazzi: Wildlife pur (1) 22.03 Telebrse 22.10 Safa-ri-Paparazzi: Wildlife pur (2) 23.05 Deluxe 0.05 Besucher aus dem All 1.00 Bedrohung aus dem All: Rettungsplan Erde 1.40 Aliens 11.45 In aller Freundschaft 12.30 Hannibal. Historienfilm, I 1959 14.00 MDR um zwei 15.00 LexiTV Wissen fr alle 16.00 MDR um vier 16.30 MDR um vier 17.00 MDR um vier 17.30 MDR um vier 17.45 MDR aktuell 18.05 Wetter fr 3 18.10 Brisant 18.54 Un-ser Sandmnnchen 19.00 Regional 19.30 MDR aktuell 19.50 Elefant, Tiger und Co. 20.15 Wiedersehen macht Freude 21.00 Das Magazin zum Jubilum 21.45 MDR ak-tuell 22.00 Riverboat. Die MDR-Talkshow. ber Liebe, Familie und Freundschaft. Zu Gast: Verona Pooth (Stilikone und Unter-nehmerin) u.a. 0.00 Kino Royal 14.15 Planet Wissen 15.15 mareTV (2/2) 16.00 rbb aktuell 16.05 Der Berlin-Bran-denburg Check 16.50 kurz vor 5 17.00 rbb aktuell 17.05 Das Waisenhaus fr wilde Tie-re 17.55 Unser Sandmnnchen 18.00 rbb um 6 18.25 rbb wetter 18.30 ZiBB 19.25 rbb wetter 19.30 Abendschau / Brandenburg aktuell 20.00 Tagesschau 20.15 Die 30 tollsten Brandenburger Feste 21.00 Ist das ein Witz? (1/2) 21.45 rbb aktuell 22.00 Ri-verboat. Die MDR-Talkshow. ber Liebe, Familie und Freundschaft. Zu Gast: Verona Pooth (Stilikone und Unternehmerin) u.a. 0.00 40 Jahre Kessel Buntes (2/2) 14.15 Coop gegen Kat 14.45 Sally Bolly-wood 15.10 Eddie Angsthorn 15.20 Scooby-Doo! 15.50 Tom und Jerry 16.15 Camp Sumpfgrund 16.45 Cosmo & Wanda Wenn Elfen helfen 16.50 DreamWorks: Die Dra-chenreiter von Berk 17.15 Dragons Die Reiter von Berk 17.45 DreamWorks: Die Drachenreiter von Berk 18.40 DreamWorks: Die Drachenreiter von Berk 19.10 Dream-Works: Die Drachenreiter von Berk 19.45 DreamWorks Dragons Die Reiter von Berk 20.15 DreamWorks Dragons Die Wchter von Berk 22.10 Mein Leben und ich 0.05 Shop24Direct 3.50 Nachtprogramm 8.30 Eiskunstlauf 9.00 Eiskunstlauf. WM. Herren Kr. Live aus Saitama (J) 13.00 Eis-kunstlauf 14.30 Radsport. Volta Ciclista a Catalunya. 4. Etappe: Alp-Vallter 2000 Set-cases (166,4 km) 15.00 Radsport. E3 Harel-beke. Eintagesrennen ber 202 km mit Start und Ziel in Harelbeke (B). Live 17.15 Radsport 19.00 Speedway. Best Pairs Cup. 1. von 3 Stationen der Zweierteam-Serie. Live aus Torun (PL) 22.00 Horse Racing Time. Das Pferderennsport-Magazin. Gran Premio Latinoamericano in Monterrico (PER) am 15. Mrz 22.15 Timbersport 22.45 Timbersport 23.15 Radsport 0.30 Radsport 5.00 Clips 5.30 Clips 6.00 Formel 1 7.00 For-mel 1. Groer Preis von Malaysia. 2. freies Training. Live aus Sepang 8.35 Sport-Quiz 11.30 Teleshopping 14.00 Formel 1 15.30 Poker 16.30 Storage Hunters 17.00 Storage Wars Geschfte in Texas 17.30 Swamp People berleben im Sumpf 18.30 Bun-desliga aktuell 19.10 Goooal! Das interna-tionale Fuball-Magazin 19.40 Sport1 Games 19.45 Formel 1 21.15 Die PS-Profis Mehr Power aus dem Pott 22.15 Hattrick. 2. Bundesliga 23.30 News 23.54 Die Rene Schwuchow Show 6 vor 12 0.45 Teleshop-ping 1.00 Clips 1.05 Teleshopping 1.20 Clips 5.00 W wie Wissen 5.30 Morgenmagazin 9.00 Tagesschau 9.05 Rote Rosen 9.55 Sturm der Liebe 10.45 Tierrztin Dr. Mer-tens 11.35 Elefant, Tiger und Co. 12.00 Ta-gesschau 12.15 Buffet 13.00 Mittagsmaga-zin. U.a.: UN-Vollversammlung diskutiert Ukraine-Frage 14.00 Tagesschau 14.10 Ro-te Rosen 15.00 Tagesschau 15.10 Sturm der Liebe 16.00 Tagesschau 16.10 Giraffe, Erd-mnnchen & Co. 17.00 Tagesschau 17.15 Brisant 18.00 Verbotene Liebe 18.50 Der Dicke 19.45 Sportschau vor acht 19.50 Wet-ter vor acht 19.55 Brse vor acht 5.00 hallo deutschland 5.30 Morgenmaga-zin 9.05 Volle Kanne Service tglich 10.30 Notruf Hafenkante 11.15 SOKO 5113 12.00 heute 12.10 drehscheibe. U.a.: Urteil in Mnchen Wiesnwirt Krtz wegen Steuer-hinterziehung vor Gericht 13.00 Mittags-magazin 14.00 heute in Deutschland 14.15 Die Kchenschlacht 15.00 heute 15.05 Topfgeldjger 16.00 heute in Euro-pa 16.10 SOKO Wien (1/15) 17.00 heute 17.10 hallo deutschland 17.45 Leute heute 18.05 SOKO Kitzbhel 19.00 heute 19.20 Wetter 19.25 Die Garmisch-Cops 5.35 Space Night 6.00 Telekolleg Biologie 6.30 ach so! fragen forschen verstehen 7.00 Plante Nmo 7.15 Tele-Gym 7.30 Pa-noramabilder / Bergwetter 9.00 Tele-Gym 9.15 Seehund, Puma & Co. 10.05 quer 10.50 Capriccio 11.20 Rote Rosen 12.10 Sturm der Liebe 13.00 Dahoam is Dahoam 13.30 Als meine Frau mein Chef wurde. TV-Romanze, D 2013 15.00 Meisterhaft! 15.30 Wir in Bay-ern 16.45 Rundschau 17.00 Pfarrer Schie-ler 17.30 Abendschau Der Sden 18.00 Abendschau 18.45 Rundschau 19.00 Unser Land 19.45 Heimatrauschen. Magazin 5.35 Explosiv Das Magazin 6.00 Guten Morgen Deutschland 8.30 Gute Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Unter uns 9.30 Fami-lien im Brennpunkt 10.30 Familien im Brennpunkt 11.30 Unsere erste gemeinsa-me Wohnung 12.00 Punkt 12 14.00 5 Zim-mer 1 Gewinner. 10. Tag: Anja/Rees. Mit Attila Deveci (Interior-Designer) 15.00 Ver-dachtsflle 16.00 Familien im Brennpunkt 17.00 Betrugsflle 17.30 Unter uns 18.00 Explosiv Das Magazin 18.30 Exclusiv 18.45 RTL aktuell 19.05 Alles was zhlt 19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten 5.25 Scrubs 5.45 Scrubs 6.05 Eine schreck-lich nette Familie 6.25 Eine schrecklich nette Familie 6.45 Malcolm 7.15 Malcolm 7.40 Scrubs 8.05 Scrubs 8.30 Mike & Molly 8.55 Mike & Molly 9.15 Two and a Half Men 9.45 Two and a Half Men 10.05 How I Met Your Mother 10.35 How I Met Your Mother 11.00 How I Met Your Mother 11.25 The Big Bang Theory 12.50 Mike & Molly 13.35 Two and a Half Men 14.25 The Big Bang Theory 15.35 How I Met Your Mother 17.00 taff 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons 19.05 Galileo. Aberglaube im Alltag. Magazin 5.30 Sat.1-Frhstcksfernsehen. U.a.: Talk und Musik: Andreas Kmmert / Talk: Mat-thias Schlitte alias Arm-Wrestler Hellboy / Pnis DVD Tipp / The Voice Kids 10.00 Im Namen der Gerechtigkeit Wir kmpfen fr Sie! 11.00 Richterin Barbara Salesch 12.00 Richter Alexander Hold 13.00 Richter Alexander Hold 14.00 Auf Streife 15.00 Im Namen der Gerechtigkeit Wir kmpfen fr Sie! 16.00 Anwlte im Einsatz 17.00 Mein dunkles Geheimnis 17.30 Schicksale und pltzlich ist alles anders 18.00 Navy CIS 19.00 Navy CIS 19.55 Sat.1 Nachrichten 8.25 X:enius 8.55 Wachstumsmarkt Welt-hunger. Dokumentarfilm, F 2013 10.10 Ich habe von Europa getrumt. Kurzfilm, F 2014 10.15 Die Saatgut-Retter 11.10 Seren-geti Kein Platz fr Menschen? 11.55 Rei-sen fr Genieer 12.30 ARTE Journal 12.55 360 13.50 Mord in Barcelona. Kriminalfilm, F 1978 15.25 Verschollene Filmschtze 15.50 Medizin in fernen Lndern 16.20 Die Warli Indiens Volk der Maler 17.00 X:enius 17.30 Die Hngenden Grten von Babylon. Dokumentarfilm, GB 2013 18.25 Schottland 19.10 ARTE Journal 19.30 Die Mosel (3/3) 6.20 Kulturzeit 7.00 nano 7.30 Alpenpano-rama 9.00 ZIB 9.05 Kulturzeit 9.45 nano 10.15 Beckmann 11.30 Stolperstein 12.00 Glocken Klang zwischen Himmel und Er-de 12.45 Montmartre die Seele von Paris 13.00 ZIB 13.15 Mit dem Zug zum Kaukasus 14.00 Transsibirische Eisenbahn 15.00 Viet-nam in einem Zug 15.45 Mit der Dampflok durch Polen 16.30 Groer Bahnhof fr den "Adler" 17.15 Auf Adlers Schwingen 17.45 Als der Osten durch den Westen fuhr 18.30 nano 19.00 heute 19.20 Kulturzeit. Wie die Bundeswehr Minderjhrige rekrutiert 20.00 TagesschauMit Wetter 20.15 Meine Mutter, meine MnnerTV-Drama, D 2014. Mit Marie Ziel-cke, Anna Stieblich, Roman KnizkaRegie: Karola Hattop. Bei der er-folgreichen Operndirektorin Jenny bahnen sich heftige Turbulenzen an. Zuerst kommt ihr Exfreund als Bhnenbildner an ihr Haus, dann taucht ihre Mutter auf, und schwanger ist sie auch noch. 21.45 Tagesthemen 22.00 TatortDer traurige Knig. TV-Kriminal-film, D 2012. Mit Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Elisabeth Orth 20.15 Der Alte (1/6)Melodie des Todes. KrimiserieHauptkommissar Voss und Dr. Sommerfeld sind auf einem Ge-denkkonzert. Mitten in der Auf-fhrung unterbricht die Pianistin Anna Nagoya ihr Spiel, denn im Klavier klemmt eine abgetrennte menschliche Hand. Neue Folgen 21.15 Letzte Spur Berlin (4/12)Herzblut. Krimiserie 22.00 heute-journal Wetter 22.30 heute-showNachrichtensatire. Anchorman Oliver Welke kommentiert die Ge-schehnisse in Politik und Gesell-schaft der vergangenen Woche. 20.15 Hubert und StallerBauernfnger. Krimiserie 21.00 Mnchen 7Die Wilde aus dem SdenKrimiserie. Monis argentinischer Lebensgefhrte Angelo ver-schwindet bei ihrer Ankunft am Mnchner Flughafen und lsst Moni ohne Pass zurck. Ver-zweifelt ruft sie ihren alten Freund Xaver an, der zu Hilfe eilt. 21.45 Rundschau-Magazin 22.00 Im Schleudergang (4/6)Chakalaka. Dramaserie 22.30 Habe die Ehre (2/5)Show. Zu Gast: Bodo Bach (Komiker) 20.15 Let's Dance (1/9)Show. Jury: Motsi Mabuse, Joachim Llambi, Jorge Gonzalez. Kandidaten: Carmen Geiss, Bernhard Brink, Tanja Szewczen-ko, Larissa Marolt, Alexander Klaws, Lilly Becker, Alexander Leipold, Cindy Berger, Dirk Moritz, Patrice Boudibla. Neue StaffelDas Tanzparkett ist frisch gebohnert, die glamoursen Kostme sind fertig und 'Let's Dance' erstrahlt in neuem Glanz: Zehn Prominente knnen es kaum erwarten, beim RTL-Showhighlight dabei zu sein. 20.15 Forbidden KingdomAbenteuerfilm, USA/CHN 2008. Mit Jet Li, Michael Angarano, Jackie Chan. Regie: Rob MinkoffDer 14-jhrige Martial-Arts-Fan Jason entdeckt in einem Sammlerladen den legendren Kampfstab des Knigs der Affen. Das Artefakt fhrt ihn auf eine abenteuerliche Reise in das alte China. 22.15 The Warrior's WayActionfilm, NZ/COR 2010 Mit Jang Dong-gun, Kate Bosworth, Geoffrey RushRegie: Sngmoo Lee 20.15 The Voice Kids (2/8) ShowMit Lena Meyer-Landrut (Sn-gerin), Henning Wehland (Sn-ger), Johannes Strate (Snger)Keine Show fr Kids, sondern mit Kids: Der "Kinder-Ableger" der Talenteshow "The Voice of Germany". Der Sieger der Show bekommt einen Ausbildungsvertrag sowie einen optionalen Plattenvertrag. 22.30 Knallerfrauen Sketch-ComedyMartina Hill zeigt die ganze Vielfalt ihres Knnens und beweist mit sophistischem Humor, dass Sketch-Comedy keineswegs platt sein muss. 20.15 Burning Bush Die Helden von Prag (3/3)TV-Drama, CZ 2013.Mit Tatiana Pauhofov, Jaroslava Pokorn, Petr StachRegie: Agnieszka Holland Als es acht Monate nach der Selbstverbrennung Jan Palachs zum Prozess gegen den Abgeordneten Novy kommt, will niemand mehr gegen ihn aussagen. Und dann ist pltzlich Jan Palachs Grab nicht mehr da. 21.35 Der AmeisenplanetAnatomie einer Kolonie 22.25 Abschied von OmaDokumentation 20.00 Tagesschau 20.15 Vorsicht Operation! Reportage 21.00 makro Magazin. gypten Allah und das Wohl der Wirtschaft 21.30 auslandsjournal extraU.a.:. Brasilien Tod am Traumstrand: Hai-Attacken im brasilianischen Recife / Syrien Dschihad oder Demokratie: Der Kampf unter den syrischen 22.10 ZIB 2 22.35 Wahre LgenErotikthriller, CDN/GB 2005Mit Kevin Bacon, Colin Firth, Alison LohmanRegie: Atom Egoyan 23.30 Kommissar Beck Die neuen Flle Russisches Roulette. TV-Kri-minalfilm, S/DK/N/D/F 1997. Mit Peter Haber, Mikael Persbrandt, Figge Norling. Regie: Pelle Seth 0.50 Nachtmagazin 1.10 Black Rainbow Schwarzer RegenbogenThriller, GB 1989 2.55 Kein Koks fr Sherlock HolmesKriminalfilm, GB 1976 4.45 Weltreisen 23.00 aspekte Magazin. U.a.: Kunst jen-seits der Schmerzgrenze: Pjotr Pawlenskij nagelt sich auf den Moskauer Roten Platz / Mein Opa ein Nazi? Die neue Perspektive der Enkelgene-ration auf das Dritte Reich 23.45 Ripper Street Krimiserie 0.35 heute nacht 0.50 Verleihung Deutscher Kleinkunstpreis 2014 2.05 In Plain Sight In der Schusslinie 23.15 Z'am rockenKonzert. Mit Banda Brasil, Andre-as Martin Hofmeir & Guto Brinho-li, Dicht & Ergreifend, Rssl Trio, Django S, Servus Band. Aus dem Hofbruhaus Mnchen 0.00 Rundschau-Nacht 0.10 PULS 0.40 Taubertal Festival Pennywise 1.40 Der wilde Woidboyz Comedy Mix 2.10 Planet Erde 2.15 Schlachthof 23.00 Jungen gegen Mdchen (1/3)Show. Kandidaten: Carsten Spen-gemann (Moderator), Andr Dietz (Schauspieler), Massimo Sinato (Profitnzer), Nina Moghaddam (Moderatorin) u.a. Neue Staffel 0.00 RTL Nachtjournal 0.30 Paul Panzer Stars bei der Arbeit (2/6) 1.30 Familien im Brennpunkt 2.25 RTL Nachtjournal 3.00 Das Strafgericht 0.05 Hannah's LawTV-Western, USA 2012. Mit Sara Canning, John Pyper-FergusonRegie: Rachel Talalay 1.50 Steven liebt Kino Spezial 2.00 ProSieben Sptnachrichten 2.05 The Warrior's WayActionfilm, NZ/COR 2010. Mit Jang Dong-gun, Kate BosworthRegie: Sngmoo Lee 3.45 Hannah's LawTV-Western, USA 2012 23.00 KnallerfrauenSketch-Comedy mit Martina Hill 23.30 Switch ReloadedShow. Mit Bernhard Hocker, Mi-chael Kessler, Petra Nadolny, Pe-ter Nottmeier, Susanne Ptzold, Michael Mller, Martina Hill, Max Giermann, Martin Klempnow 0.00 Switch Reloaded 0.30 The Voice Kids (2/8) 2.20 Sechserpack 2.45 Sechserpack 23.20 KurzSchlussMagazin. Schwerpunkt "Das gro-e Gruseln" / Zoom: Das dritte Auge / Traumjob: Der Stuntman / Ein anderer Blick: Apokalypse im Kurzfilm / "Das dritte Auge" von Jrme Perrillat-Collomb u.a. 0.10 Without Snow Kurzfilm, S 2011Mit Erik Lennblad, Louise Wehlin 0.50 Tracks 1.35 FridaDrama, USA/CDN/MEX 2002 0.20 10vor10 0.50 extra 3 1.20 Wir Staatsknstler Der Jahresrckblick (1/2) 2.05 Wir Staatsknstler Der Jahresrckblick (2/2) 2.50 Kupetzky (1/6) 3.15 Kupetzky (2/6) 3.40 Kupetzky (3/6) 4.05 Kupetzky (4/6) 4.30 Kupetzky (5/6) 4.50 Kupetzky 10.00 SH Magazin 10.30 Regional 11.00 Hal-lo Niedersachsen 11.30 Zwischen Hirschen und Kanonen 12.15 In aller Freundschaft 13.00 Die Nordreportage 13.30 Brisant 14.00 NDR aktuell 14.15 Bilderbuch Deutschland 15.00 NDR aktuell 15.15 Immer ostwrts (5/5) 16.00 NDR aktuell 16.10 Mein Nachmittag 17.10 Seehund, Puma & Co. 18.00 Regional 18.15 Lust auf Norden 18.45 DAS! 19.30 Regional 20.00 Tagesschau 20.15 die nordstory 21.15 Die Reportage 21.45 NDR aktuell 22.00 NDR Talk Show. Mit Monika Gruber (Schauspielerin, Kabarettis-tin) u.a. 0.00 NDR Comedy Contest 10.30 Aktuelle Stunde 11.10 Seehund, Pu-ma & Co. 12.00 Leopard, Seebr & Co. 12.45 WDR aktuell 13.00 Servicezeit 13.30 In aller Freundschaft 14.15 Mord ist ihr Hobby 15.00 Planet Wissen 16.00 WDR aktuell 16.15 daheim & unterwegs 18.00 Lokalzeit 18.05 Hier und heute 18.20 Servicezeit Re-portage 18.50 Aktuelle Stunde 19.30 Lokal-zeit 20.00 Tagesschau 20.15 NRW tischt auf! Von der Steckrbe zum Toast Hawaii (1/2) 21.00 Der Vorkoster 21.45 Klner Treff. Zu Gast: Ann-Kathrin Kramer (Schauspiele-rin) u.a. 23.10 WDR aktuell 23.15 Gerhard Schrder Kanzlerjahre 0.00 Duelle 5.35 Leider geile Werbeclips! 6.00 Joyce Meyer Das Leben genieen 6.25 Werbe-sendung 7.25 Joyce Meyer 7.55 Missions-werk Karlsruhe 8.00 Werbesendung 13.30 Reich und schn 14.00 Reich und schn 14.30 Reich und schn 15.00 Star Trek Raumschiff Voyager 16.00 Stargate: Atlan-tis 17.00 Stargate Atlantis 17.55 Star Trek Raumschiff Voyager 18.55 Star Trek Enterprise 20.00 Kalkofes Mattscheibe Rekalked 20.15 Tornado Warning. TV-Thril-ler, USA 2002 22.10 The Game Spiel um dein Leben. TV-Actionfilm, USA 2004 0.00 Jeepers Creepers. Horrorfilm, USA/D 2001 13.00 ZIB 13.15 heute mittag 14.00 Frisch gekocht 14.25 Lena Liebe meines Lebens 15.10 Sturm der Liebe 16.00 Die Barbara-Karlich-Show 17.00 ZIB 17.05 heute ster-reich 17.30 heute leben 18.30 heute kon-kret 18.51 heute infos und tipps 19.00 Bundesland heute 19.30 Zeit im Bild 19.49 Wetter 19.55 Sport aktuell 20.05 Seitenbli-cke 20.15 Der Alte (2/7) 21.20 Die Gar-misch-Cops 22.10 ZIB 2 22.35 Euromillio-nen 22.40 Universum History 23.30 Colum-bo. Momentaufnahme fr die Ewigkeit. TV-Kriminalfilm, USA 1974 1.00 Zodiak Der Horoskop-Mrder (2/4). Thriller, A/D '07 9.40 Jesus liebt mich. Komdie, D 2012 11.25 Hit and Run. Romantikkomdie, USA 2012 13.05 Kokowh 2. Komdie, D 2013 15.00 Making of ... 15.10 Hnsel und Gretel: Hexenjger. Fantasyfilm, D/USA 2013 16.40 Schlussmacher. Komdie, D 2013 18.25 Ma-king of ... 18.35 Robot & Frank Zwei diebi-sche Komplizen. Krimikomdie, USA 2012 20.10 Zapping 20.15 William Shakespeares Romeo & Julia. Drama, USA 1996 22.15 Sky Magazin 22.30 Bait Haie im Supermarkt. Horrorfilm, AUS/SIN 2012 0.05 Hnsel und Gretel: Hexenjger. Fantasyfilm, D/USA 2013 1.30 Making of ... Magazin 3sat, 22.35 Uhr. Die Entertainer Lanny und Vince (v. l. KevinBacon, Colin Firth) sind Fernsehstars der 1950er. Sie fhrenausschweifende Leben eines Tages wird ein Zimmermdchen(Rachel Blanchard) tot in ihrer Hotelbadewanne gefunden.Atom Egoyans Thriller spielt berwiegend viele Jahre spter, alsein Enthllungsbuch ber das Duo erscheinen soll. FOTO: ZDF/RAFYWahre LgenPROGRAMM VOM FREITAG32 Freitag, 28. Mrz 2014, Nr. 73 DEFGHANZEIGEFernsehtipp"2DE "AYERN"AYERISCHES&ERNSEHEN"2(yGNER"2+APFER%INE,AUTKOMPOSITIONAUSUNVERyFFENTLICHTEN#OLLAGENVON(ERTA-~LLER3OBEZEICHNENDER+OMPONIST*OSEF!NTON2IEDL&OTOUNDDER!UTOR-ICHAEL,ENTZIHR~BERWIEGENDIMPROVISATORISCHAUSGESTALTETESLAUTPOETISCHES(yRST~CK5RSENDUNG&REITAG5HR2IEDL,ENTZGRyERMINUSGRyERHyRSPIELARTMIX)N"AYERNWIRD4RADITIONGELEBTUNDDER:EITGEISTGEWECKT(EIMATEXPERTE&LORIAN7AGNERPRiSENTIERT7ORLD7IDE7EIWURSTDIE4RADITIONSWURSTEROBERTDAS)NTERNET(EIMATLIEBEGEHTUNTERDIE(AUTBAYERISCHE4ATTOOSIM4RENDUNDIN&RANKENERLEBTDIE4RACHTEINE2ENAISSANCE&REITAG5HR-AGAZINF~RMODERNE,EBENSARTIN"AYERN(EIMATRAUSCHENWHOS PERFECT La Nuova Casa Mbelhandels GmbH & Co. KG Mnchen, Landsberger Strae 350, Mo Sa 10 20 UhrSTHLE ab 195, SOFAS ab 1.195, TISCHE ab 795, BETTEN ab 995, SCHRNKE ab 895, ECKSOFAS ab 2.195, MEHR DESIGN.WENIGER BEZAHLEN.

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