Tectum Leseprobe Siegel Studieren

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    09-Mar-2016

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Dieses Praxisbuch hilft mit klaren Wegweisungen da weiter, wo Studierende oft alleine gelassen werden. Mit informativen Aussagen, aber dennoch vergnglichem Ton, liefert es wertvolle Hilfe, um sich die Kernkompetenzen fr ein erfolgreiches Studium anzueignen: Selbstkompetenz, Zeitmanagement, effektives Lernen, kooperatives Studieren, Rhetorik und Dialektik, Schrift- und Sprachkompetenz und vieles andere mehr.

Transcript

  • Eva-Maria Siegel

    Tectum Verlag

  • Eva-Maria Siegel Tectum Verlag Marburg, 2012ISBN: 978-3-8288-3047-9

    Umschlagabbildung: Toltek | iStockphoto.deUmschlaggestaltung: Heike Amthor | Tectum VerlagSatz und Layout: Heike Amthor | Tectum VerlagDruck und Bindung: Finidr, Tsk TnGedruckt in der Tschechischen RepublikAlle Rechte vorbehalten

    Besuchen Sie uns im Internetwww.tectum-verlag.de

    Bibliografische Informationen der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Angaben sind im Internet ber http://dnb.ddb.de abrufbar.

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    Hallo und herzlich willkommen,liebe Studierende als Leserinnen und Leser dieses Buches!

    Fangen wir doch mal ganz anders an als sonst in einem Studienband: mit einer Selbsteinschtzung. Bitte nicht erschrecken: Ich werde in den folgenden Kapiteln durchgehend die Duzform gebrauchen, wie im Englischen. Das Siezen auch von Studierenden, wie es in Deutsch-land korrekt wre, macht die Ansprache umstndlich. Es erschwert zudem den Zugang zu den bungen. Sie sich anzueignen und umzu-setzen, soll aber nach Mglichkeit erleichtert werden.

    Also los geht es mit einem Selbsttest: Setze einen Haken vor jede Aussage, der du zustimmst. Je mehr Haken du setzt, desto wichtiger ist das entsprechende Kapitel fr dich. Der erste Fragenkomplex von A bis D bezieht sich auf die Unterscheidung unterschiedlicher Lesety-pen dieses Studienbandes. Wenn du diesen Abschnitt mit einbeziehst, kannst du zudem erkennen, welchem Studierenden- und Lerntyp du mit groer Wahrscheinlichkeit zugehrst. Die Auflsung sowie die entsprechenden Kurzbeschreibungen findest du am Ende des Einlei-tungskapitels auf S.24 ff. Die darauf folgenden Ziffern beziehen sich auf Einzelkapitel des Buches und sind deckungsgleich mit Unterpunk-ten der Gliederung. So kannst du leichter nachschlagen, welche bun-gen jeweils zu empfehlen sind.

    A.1 Ich bereite mich grndlich auf jede einzelne Vorlesung und jedes Seminar vor.

    A.2 Meistens recherchiere ich whrend der Lehrveranstaltungen im Internet das Gesagte nach und berprfe die Ausfhrungen der Lehrenden regelmig. Deshalb benutze ich hufig Wikipedia. Auf die Seriositt der dort gegebenen Informationen ist Verlass.

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    A.3 Oft weise ich dann auf Abweichungen hin, die auftreten, und melde mich in diesem Falle regelmig zu Wort, um die Dozen-ten darauf aufmerksam zu machen.

    B.1 Fr mich ist das Studium eine Daseinsform, die ich so rasch wie mglich hinter mich bringen mchte.

    B.2 Wenn ich ein schlechtes Prfungsergebnis zu verzeichnen habe, suche ich den Grund dafr bei anderen.

    B.3 Es fllt mir schwer, Wissensvorsprnge anderer Menschen zu ak-zeptieren.

    C.1 Vor Prfungen und Klausuren fhle ich mich angespannt und gestresst.

    C.2 Ich kann mir einmal eingeprgtes Wissen nur fr einen sehr kur-zen Zeitraum merken, nachdem ich eine Prfung abgelegt habe.

    C.3 Soweit wie mglich verschiebe ich das Lernen in die unmittelbare Zeit vor einer Prfung oder vor anstehende Klausuren.

    D.1 Es fllt mir nicht leicht, einen berblick in meinen Fchern zu gewinnen ber die Wissensgebiete, die jeweils zu erlernen sind.

    D.2 Ich bin besorgt, ob ich das Studium schaffe. Oft denke ich ber die vielen unterschiedlichen Anforderungen des Studienalltags nach. Das gilt besonders vor anstehenden Prfungen.

    D.3 Ich mchte die Planung und Organisation meines Studiums ver-bessern, damit ich mich nicht mehr so gehetzt fhle.

    2.1 Eine Vorstellung davon, wie mein Leben nach dem Studium sein soll, muss ich erst noch entwickeln.

    2.2 Ich habe schon eine Idee, was ich nach dem Studium tun will. Allerdings wei ich noch nicht, wie diese Vorstellung praktisch umzusetzen ist.

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    2.3 Im Groen und Ganzen kenne ich den Weg, den ich nach dem Studium einschlagen will. Allerdings sind mir Bedeutung und Gewichtung der einzelnen Teilschritte noch nicht so ganz klar.

    2.4 Auf welche Art und Weise ich ferner liegende Ziele umsetzen kann, darber habe ich bereits Klarheit gewonnen. Gerne aber wrde ich etwas mehr darber erfahren, wie ich meine eigenen Ressourcen dafr besser nutzen oder strker aktivieren kann.

    2.5 Wenn ich mir meinen Arbeitsplatz, den ich fr die Studienarbeit nutze, vor Augen fhre, wei ich: Dort sieht es chaotisch aus! Er knnte mehr Ordnung vertragen, aber wie? Es hat sich viel ber-flssiges angehuft, und ich werfe so gut wie nie etwas weg. Man wei ja nie, ob man es nicht doch noch braucht

    2.6 ber meine eigenen Kernkompetenzen habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht nachgedacht. Ich wsste aber schon gerne mehr dar-ber, was mich unverwechselbar macht.

    2.7a Zeiteinteilung gehrt entschieden nicht zu meinen Strken. Die Zeit ist ohnehin immer zu knapp wozu also noch viel darber nachdenken? Zeitdruck gehrt zu einem erfllten Leben dazu.

    2.7b Auf die pnktliche Abgabe von Hausarbeiten oder Thesenpapie-ren lege ich nun wirklich keinen Wert. Ich gehe die Dinge lieber langsam an, auch wenn andere fter mal auf mich warten mssen. Auch wenn das dazu fhrt, den Anfang meiner Ttigkeiten zu verzgern, bis es nicht mehr geht, gehe ich lieber grndlich vor.

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    3.1 Wie andere ihr Referat so frei halten knnen, ist mir ein Rtsel! Ich werde in dieser Situation meistens nervs und das steigert meine Aufregung. Aus diesem Grund bin ich froh, wenn ich das Sprechen vor anderen nach Mglichkeit vermeiden kann.

    3.2 Ich mchte wirklich wissen, warum andere eine so begeisternde Wirkung mit ihren Vortrgen erreichen und ich nicht. Ich gebe mir doch alle Mhe und bereite mich sorgfltig vor!

    3.3 Wenn andere lngere Zeit sprechen, schalte ich ab. Das gilt vor allem auch in Vorlesungen und Seminaren.

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    3.4 Wo soll ich nur whrend des Referats mit meinen Hnden hin?

    3.5 ber die Wirkung meiner Stimme, ihre Gestaltung und ihre Va-riationsmglichkeiten wsste ich gerne mehr.

    3.6 Na schn, das Referat ist gehalten und nun kommt die Diskussi-on. Was soll man da nur fragen? Ist doch alles klar

    3.7 Immer diese ewigen Seminardiskussionen. Da melde ich mich lieber nicht zu Wort, bevor ich eine dumme Frage stelle.

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    4.1 Es interessiert mich, auf welche Weise ich die Beweiskraft meiner Argumentation whrend eines Referats oder in der mndlichen Auseinandersetzung noch schrfen kann.

    4.2 Die Wirkung der sprachlichen Mittel, die ich verwende, sowie ihre Angemessenheit einzuschtzen, ist wirklich keine leichte Aufgabe.

    4.3 In einer Diskussion oder einer Debatte im Seminar Gegenargu-menten standzuhalten, das wrde ich gerne lernen. Vielleicht kann ich sie sogar fr den Aufbau meiner eigenen berzeugungs-kraft nutzen?

    4.4 Mir ist schon des fteren aufgefallen, dass ich in Gesprchen leicht ber den Tisch zu ziehen bin. Wie schaffen das die ande-ren nur, zum Beispiel in Verhandlungen ihre eigene Position so durchsetzungsstark zu vertreten, dass sie damit gute Ergebnisse erzielen und den eigenen Interessen gerecht werden?

    4.5 Ich wsste gerne mehr darber, wie mit der ungleichen Vertei-lung von Macht im Gesprch umzugehen ist besonders bei Ge-legenheiten, bei denen von einem guten Verhandlungsergebnis einiges fr mich abhngt.

    4.6 Ich gehre zu den Menschen, die ein Nein nur sehr ungern aus-sprechen. Ich will die anderen doch nicht vor den Kopf stoen! Wie mache ich das nur, dass mein Gesprchspartner eine Ableh-nung akzeptieren kann, wenn sie fr mich notwendig ist?

    4.7 Wortgefechte mag ich berhaupt nicht. Argumentative Zwei-kmpfe im Seminar sind mir ein Gruel. Was soll das Gerangel

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    um das berzeugendste Argument? Da ziehe ich mich lieber zu-rck, auch wenn ich dann unzufrieden mit mir bin.

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    5.1 Das Schreiben der Hausarbeiten gehrt fr mich zu den wirk-lichen Herausforderungen im Studium. Ich wnsche mir mehr Klarheit ber die Regeln, die fr die Bewertung gelten, und htte gerne eine Anleitung, wie ich an ein gutes Thema komme.

    5.2 Hilfe, ich bekomme nichts zu Papier!

    5.3 Wie fange ich nur an? Das weie Blatt ist erschreckend leer. Mein Kopf leider auch, wenn ich mich vor den Laptop oder Computer setze.

    5.4 Wie komme ich nur ber den toten Punkt hinweg? Ich finde zwar einen guten Einstieg in meine Texte, aber dann stockt das Ganze und ich komme nicht weiter. Und was war, bitte, noch mal eine These?

    5.5 Mir fehlt beim Schreiben die Struktur. Es fllt mir zwar leicht, ein Thema schriftlich zu fixieren, aber meistens kommt mir dann der rote Faden abhanden.

    5.6 Diese innere Kritikasterstimme beim Schreiben kommt mir im-mer dazwischen. Sie lsst mir keine Ruhe und verhindert, dass sich meine Gedanken in Worte umsetzen lassen.

    5.7 Das Schreiben fllt mir leicht, aber ich vergesse gerne, von wem der Gedanke stammt, den ich da gerade niederschreibe. Muss man denn in wissenschaftlichen Arbeiten wirklich jedes Zitat ex-akt nachweisen?

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    6.1 Fr mein Studium bleibt mir viel zu wenig Zeit. Ich muss stn-dig per Mail, in sozialen Netzwerken und ber Handy erreichbar sein, sonst habe ich bald keine Freunde mehr.

    6.2 Mein Gedchtnis reicht fr so viel Wissen nicht aus! Es bleibt wenig hngen. Der Stoff meines Studiums ist viel zu umfangreich, und zudem muss ich viele Dinge mehrfach nachlesen. Viele der

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    empfohlenen Fachbcher mgen ja wichtig sein, aber die Lektre nimmt einfach zu viel Zeit in Anspruch.

    6.3 Ich htte gerne mehr Klarheit ber meine persnliche Lernstrate-gie. Wenn ich mir so viel Wissen im Studium aneignen soll, brau-che ich auch Auskunft darber, wie dabei am besten vorzugehen ist.

    6.4 Meine Vortrge gelten bei meinen Mitstudierenden fter mal als langweilig. Wie kann ich geeignete visuelle und sprachliche Mit-tel einsetzen, um das zu ndern?

    6.5 ber Lernmethodik nachzudenken, das hat mir noch niemand abverlangt. Das ist mir sogar suspekt. Ich lerne im Studium, wie ich schon in der Schule gelernt habe: Ich pauke mir das ganze Zeug einfach rein.

    6.6 Weshalb sind meine Mitstudierenden so viel weniger gestresst als ich? Es ist mir ein Rtsel, wie die das machen. Andere erleben die Zeit des Studiums doch als beglckend und mit Sinn erfllt

    6.7 Wie finde ich in diesem ganzen Studienstress nur auch mal Ent-spannung? Ich wsste wirklich nur zu gern, wie man so etwas in den anstrengenden Lernprozess integrieren kann.

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    7.1 Ich arbeite lieber allein fr mich. Allerdings denke ich nach den Erfahrungen bei den Prfungen der letzten Zeit fter mal ber die Bildung einer Studiengruppe nach, in der ich mich austau-schen kann.

    7.2 Im Zustand der Krise wei ich einfach nicht, was ich jetzt als Nchstes tun soll. Wie komme ich da nur wieder heraus? Von anderen ziehe ich mich dann lieber zurck.

    7.3 Ich htte gern mehr berblick in Situationen, in denen ich ein Gesprch zu fhren oder eine Gruppendiskussion zu leiten habe. Wie kann ich da eine gute Struktur finden und sie beibehalten?

    7.4 Konflikte mag ich gar nicht. Da tauche ich lieber ab. Gibt es denn in einem Streitfall Mglichkeiten, zu einer konstruktiven Lsung beizutragen?

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    7.5 Bei Streitschlichtungen, in der Schule etwa, hatte ich bereits eini-ge Erfolge zu verzeichnen. Es interessiert mich sehr, mehr darber zu wissen, wie man helfen kann, Konflikte aufzulsen und wie man die gemeinsam gefundenen Lsungen nachhaltig verankert.

    7.6 Mir unterlaufen bei der Arbeit an gemeinsamen Projekten immer wieder Fehler, die andere mir vorhalten. Das rgert mich. Ich mchte wissen, wie ich daraus Schlussfolgerungen ziehen kann, damit sich das nicht wiederholt und verfestigt.

    7.7 Mir ist aufgefallen, wie rasch man sich in Diskussionen im The-ma verirren kann, wie leicht man sich im Ton vergreift. Das Ab-schweifen auf belanglose Nebenthemen kostet unendlich viel Zeit! Kann man das eigentlich verhindern? Hat denn da noch niemand jemals ein Mittel dagegen gefunden?

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