Welche Chancen bieten sich für Menschen mit Demenz

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    21-Jan-2016

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Welche Chancen bieten sich fr Menschen mit Demenz. Was bringt die Pflegereform? 3. Juli 2008 Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. bersicht Vernderungen SGB XI. Verbesserungen in der huslichen Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehrigen - PowerPoint PPT Presentation

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  • Welche Chancen bieten sich fr Menschen mit DemenzWas bringt die Pflegereform?3. Juli 2008

    Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V.

  • bersicht Vernderungen SGB XIVerbesserungen in der huslichen Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehrigen- zustzlicher Betreuungsbetrag nach 45 a/b SGB XI- Anerkannte Beratungsstellen Pflegeberatung nach 37 Abs. 3- Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen nach 45 c und d (neu) - Poolen von Leistungen z.B. in amb. betreuter WG- TagespflegeVerbesserungen der Begleitung von Menschen mitDemenz in stat. Einrichtungen - Vergtungszuschlge fr versicherte Heimbewohner mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtig-ung und Betreuung

  • Fhigkeiten erhalten durch individuelles Untersttzungsmanagement Frau PlauFrau Plau ist 84 Jahre alt und wohnt in ihrer Wohnungalleine. Sie lebt in Potsdam. Ihre einzige Tochter wohntin Berlin und ist berufsttig. Frau Plau Mann ist vor 5Jahren verstorben. Sie hat eine beginnende AlzheimerDemenz und erhlt die Pflegestufe 1. Eine Sozialstationbernimmt die Pflege. Vor 2 Wochen ist Frau Plau inder Wohnung gesttzt und sie hat sich dabei einenOberschenkelhalsbruch zugezogen. Jetzt nach derOperation liegt sie im Krankenhaus, ist kaum mehransprechbar, ist bettlgerig, erkennt ihre Tochter nichtmehr und soll in die Kurzzeitpflege verlegt werden unddanach ins Pflegeheim. Die Tochter ist verzweifelt, da sie sichkeinen Rat wei.

    Frau Plau hat eine eigene Rente von EUR 800,- undeine Witwenrente von EUR 600,-. Sie wohnt im eigenen Haus(100 qm). Sie hat kein Vermgen.

    Wie kann man helfen?

  • Fhigkeiten erhalten durch individuelles Untersttzungsmanagement Frau Plau

  • Feststellung von Personen mit eingeschrnkter Alltagskompetenz PEA - AssessmentDie Prfung, ob bei einem Versicherten eine demenz-bedingte Fhigkeitsstrung, geistige Behinderung oder psychische Erkrankung gem 45a SGB XI vorliegt, hat ab dem 01.07.2008 bei allen Antragstellern zu erfolgen

    Basis dafr ist die Richtlinie zur Feststellung von Personen mit erheblich eingeschrnkter Alltagskompetenz und zur Bewertung des Hilfebedarfs

  • Feststellung von Personen mit eingeschrnkter Alltagskompetenz PEA - Assessmentunkontrolliert den Wohnbereich verlsst ,gefhrdende Situationen herbeifhrt oder nicht erkennt,(3) unsachgem mit gefhrlichen Gegenstnden oder Substanzen umgeht,(4) sich in Verkennung der Situation ttlich oder verbal aggressiv verhlt,(5) in speziellen Situationen inadquates Verhalten zeigt,(6) unfhig ist, die eigenen krperlichen und seelischen Gefhle oder Bedrfnisse wahrzunehmen(7) aufgrund einer therapieresistenten Depression oder Angststrung unfhig ist, sich kooperativ zu zeigen und therapeutische oder schtzende Manahmen anzunehmen,(8) aufgrund seiner/ihrer Strung der hheren Hirnfunktion und seines/ihres herabgesetzten Urteilsvermgens, Probleme bei der Bewltigung von sozialen Alltagsleistungen hat,(9) einen gestrten Tag-Nacht-Rhythmus hat, d. h., nachts aktiv ist,(10) unfhig ist, den Tagesablauf eigenstndig zu planen und zu strukturieren,(11) Alltagssituationen verkennt und entsprechend unangemessen reagiert,(12) sich aufgrund einer stark wechselhaften Gefhlslage emotional unkontrolliert verhlt,(13) berwiegend niedergeschlagen, verzagt, hilflos und hoffnungslos ist.

  • Leistungsverbesserung des zustzlichen Betreuungsbetrags nach 45 b im huslichen BereichBisher konnten 460 im Jahr genutzt werden fr:Tages- und NachtpflegeKurzzeitpflegeSoziale Betreuung durch ambulante Dienste (angestellte Mitarbeiter/innen)Niedrigschwellige Betreuungsangebote (Anleitende Fachkraft + Helfer/innen mit Aufwandsentschdigung)

    Ab 1. Juli 2008:

  • Zustzlicher allgemeiner und hherer allgemeiner Betreuungsbedarf 45 a/b SGB XI im huslichen Bereich Im Jahr: 1.200 2.400

  • VoraussetzungenDen Grundbetrag von bis zu 100 Euro monatlich erhltjeder Antragsteller, bei dem im PEA-Assessmentwenigstens in zwei Bereichen, davon mindestens einmal aus einem der Bereiche 1 bis 9, dauerhafte und regelmige Schdigungen und Fhigkeitsstrung-en festgestellt werden (bisheriges Verfahren)

    Den erhhten Betrag von bis zu 200 Euro monatlich erhlt jeder Antragsteller, bei dem im PEA-Assessment zustzlich in mindestens einem weiteren Bereich aus einem der Bereiche 1, 2, 3, 4, 5, 9 oder 11 dauerhafte und regelmige Schdigungen und Fhigkeits-strungen festgestellt werden

  • Richtlinie zur Feststellung von Personen mit erheblich eingeschrnkter Alltagskompetenz (PEA)Anspruch auf die Leistung haben Pflegebedrftige derPflegestufen I, II und III

    und Personen, die einen Hilfebedarf im Bereich der Grund-pflege und hauswirtschaftlichen Versorgung haben, der nicht das Ausma der Pflegestufe I erreicht (sog. Pflegestufe O)

    mit einem auf Dauer bestehenden erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung

    Zusatz: ab dem 01.07.2008 haben Versicherte mit erheblich eingeschrnkter Alltagskompetenz in stat. Einrichtungen einen Anspruch auf Vereinbarung leistungsgerechter Zuschlge zur Pflegevergtung

  • Wie bekommt man die Leistung im amb. Bereich?wer bisher schon die 460,- erhalten hat, bekommt automatisch ab 1. Juli pro Monat den Grundbetrag in Hhe von 100,- bzw. fr 2008 600,- diejenigen, die einen Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung hat, aber nicht das Ausma der Pflegestufe I erreicht (Pflegestufe 0) und einen allgemeinen oder erhhten Betreuungsbedarf haben mssen einen Antrag stellendiejenigen die zustzlich in mindestens einem weiteren Bereich aus einem der Bereiche 1, 2, 3, 4, 5, 9 oder 11 dauerhafte und regelmige Schdigungen und Fhigkeitsstrungen festgestellt werden, mssen einen Antrag stellen ( 200,-)

  • Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen nach 45 c und d (neu)Die Spitzenverbnde der Pflegekassen frdern den Auf-und Ausbau von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten insbesondere fr demenzkranke Pflegebedrftige mit 25 Millionen Euro jhrlich (statt bisher 10 Millionen jhrlich)Voraussetzung: Zuschuss in gleicher Hhe von den Landkreisen und kreisfreien Stdten (50 % / 50 %)fr Brandenburg bedeutet dies: die Mittel der Pflegekassen erhhen sich von ca. 300.000 im Jahr auf ca. 750.000

  • Niedrigschwellige BetreuungsangeboteBrandenburg - Stand 06/2008 - 150 Angebote

  • Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen nach 45 d (neu)Die Mittel zur Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen( 45 c) knnen auch eingesetzt werden zum Auf- undAusbauvon Gruppen ehrenamtlich ttiger sowie sonstiger zum brgerschaftlichen Engagement bereiter Personenvon Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen

    die sich die Untersttzung, allgemeine Betreuung undEntlastung von Pflegebedrftigen, von Personen miterheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf sowie derenAngehrigen zum Ziel gesetzt haben

  • Beratungsstellen Pflegeberatung nach 37 Abs. 3 bei Pflegegeldbezieherndie turnusmigen Beratungsbesuche zuknftig auch bei neutralen und unabhngigen, von den Pflegekassen anerkannten Beratungsstellen mit pflegefachlicher Kompetenz abgerufen werden Personen, denen keine Pflegestufe zuerkannt, bei denen aber eine erheblich eingeschrnkte Alltagskompetenz festgestellt wurde, knnen halbjhrlich einen Beratungsbesuch durch eine von den Pflegekassen anerkannte Beratungsstelle wahrnehmen (ohne pflegefachliche Kompetenz)Leistungsverbesserung: Pflegestufe I und II 21Pflegstufe III 31

  • Beratungsstellen Pflegeberatung nach 37 Abs. 3 bei PflegegeldbeziehernVoraussetzung der Anerkennung:

    Konzept zur Qualittssicherung des BeratungsangebotesNachweis pflegefachliche Kompetenz

  • Poolen von Leistungen z.B. in amb. betreuter WG 36 Abs. 1 SGB XI, Gemeinsame Pflegesachleistungen:

    Gemeinsame Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungs-leistungen sowie hauswirtschaftliche Versorgung (Poolen) durch Pflegebedrftige, z. B. in einer Wohngemeinschaft oder in einer Strae

    Kosten- und Zeitersparnis sollen den Pflegebedrftigen zugute kommen

    Das Poolen ist nicht auf die Versicherten einer Pflegekasse beschrnkt

    Pflegebedrftige, die poolen wollen, mssen dieses der Pflegekasse mitteilen

    Die frei werdende Zeit soll auch fr die Betreuung der am Pool Beteiligten genutzt werden

    Das Poolen der Leistungen ist in den Vergtungsverein-barungen zu bercksichtigen

  • Kombination Tagespflege mit weiterenLeistungen Pflegebedrftige knnen die Ansprche auf Tages- und Nachtpflege,Pflegegeld und Pflegesachleistung nach ihrer Wahl miteinanderkombinieren ( 41 Abs. 3-6 SGB XI). Damit erhht sich derGesamtleistungsanspruch auf 150% (bisher 100%).

  • Zustzliche Betreuung und Aktivierung pflegebedrftiger Bewohner mit erheblichen Bedarf an Beaufsichtigung und Betreuung - 87bStationre Einrichtungenvollstationre Dauer- und Kurzzeitpflegeeinrichtungenhaben ab dem 01.07.2008 dieMglichkeit, Verhandlungenmit den Pflegekassen berVergtungszuschlge frversicherte Heimbewohner miterheblichem Bedarf anallgemeiner Beaufsichtigungund Betreuung zu beantragen

  • Zustzliche Betreuung und Aktivierung - 87bStationre Einrichtungenfr jeden versicherten Heimbewohner mit erheblichem allgemeinem Bedarf an Beaufsichtigung und Betreuung ( 45 a) der fnfundzwanzigste Teil der Personalauf-wendungen fr eine zustzliche Vollzeitkraft finanziert wird

    d.h. bei 25 Bewohner die einen erheblichen Bedarf an Betreuung haben 1 VZ Begleitkraft mehr

  • Zustzliche Betreuung und Aktivierung - 87bStationre EinrichtungenDer Anspruch ist nicht auf pflegebedrftige Heimbewohner beschrnkt. Vergtungszuschlge knnen auch fr Heimbewohner der sog. Pflegestufe "0" gezahlt werden.Voraussetzungen:die Pflegeeinrichtung erstellt eine bersicht der Heimbewohnerbei denen a) der MDK im Rahmen einer Pflegebegutachtung das PEA-Assessment positiv bewertet hat oder b) nach Einschtzung der Pflegeeinrichtung eine zustzliche Betreuung und Aktivierung erforderlich ist und hinterlegt dies mit geeigneter Unterlagen, wie z.B. Arztberichte, Krankenhausberichte, Auszge aus den Pflegedokumentationen

  • Zustzliche Betreuung und Aktivierung - 87bStationre Einrichtungenweitere Voraussetzungen:Qualittskonzept fr die zustzliche BegleitungPflegesatzverhandlung darber

    Die Richtlinie nach 87b Abs. 3 SGB XI (neu) 31.08.2008bestimmt dann nheres u. a. zur Qualifikation und zu den Aufgaben der fr die zustzliche Betreuung einzusetzenden Begleitkrfte

  • Qualittskonzept fr die Begleitung von Menschen mit Demenz - mit erheblichem Betreuungsbedarf in PflegeheimenWie knnte das aussehen?Welche Aufgaben wren sinn- und wirkungsvoll?Wie ist die Betreuungskraft ins Team integriert?Soll eine Betreuung in der Gruppe stattfindet mit welchen Inhalten? z.B. Musiktherapie, Erinnerungspflege, Beschftigung mit Alltagsdingen, Frderung der Bewegung etc.Soll die Betreuung direkt im Wohnbereich erfolgen oder mit mehreren in einem separaten RaumMit welchem Personalschlssel? Knnte Pflege und Begleitkraft gemeinsam etwas sinnvolles auf die Beine stellen?Knnte ein Konzept Sinn machen, indem intensive Einzelbetreuung durchgefhrt wird?

  • Zustzliche Betreuung und Aktivierung pflegebedrftiger mit erheblichen Bedarf an Beaufsichtigung und Betreuung Bewohner - 87bneben den zustzlichen Vergtungszuschlgen fr 1 VZ Begleitkraft fr 25 Menschen mit Demenz und einem qualifizierten Betreuungskonzept ist die Kombination mit der ehrenamtliche Untersttzung nach 82b interessant- Neu: Pflegesatzrelevant sind: Schulungskosten, Planung und Organisation und Aufwandsentschdigung

  • Viel Erfolg bei der Nutzung dieser neuen Mglichkeiten