Vernetzte Öffentlichkeiten 2013, Sitzung 2, Öffentlichkeit und Netzwerke

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    12-Jan-2015

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  • 1. Wissen Sie, was mich aufregt?Adamek, Sascha (2011): Die Facebook-Falle | http://www.stern.de/digital/online/soziale-netzwerke-facebook-google-twitter-co-1558810.html |http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook | https://www.facebook.com/Hassknecht
  • 2. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Vorab Facebook ist KEIN soziales Netzwerk DAS ist ein soziales Netzwerk! sondern eine Netzwerkplattform.Netzwerkplattformen (und andere soziale Medien)liefern die medientechnische Grundlage, auf/mit der Menschen soziale Beziehungen pflegen knnen, ihre Einbettung in soziale Netzwerke sichtbar machen, und zu vernetzten ffentlichkeiten beitragen.https://www.facebook.com/facebook |CC-BY-SA-2.0, JanSchmidt, http://www.flickr.com/photos/42154456@N00/1435533740 #vern13 2 von 24
  • 3. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Vernetzte ffentlichkeiten Sitzung 2 Grundlagen I: Netzwerke & ffentlichkeitFragen fr heute:1. Was sind wesentliche Theorien und Modelle von ffentlichkeit?2. Was meint die Sozialwissenschaft, wenn sie von Netzwerken spricht?3. Und wie passt das Internet zu all dem? # vern13 11.4.2013 http://www.schmidtmitdete.de/lehrwiki/index.php/Vernoe13_02 #vern13 3 von 24
  • 4. Titelmasterformat durchffentlichkeit Drei Facetten von Klicken bearbeiten Privat(wirtschaftlich) organisiert ffentlichkeit / ffentlich Unzugnglich; Privat; nicht von geheim allgemeiner Relevanz #vern13 4 von 24
  • 5. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten ffentlichkeit als Netzwerk Die ffentlichkeit lsst sich am ehesten als ein Netzwerk, in dem und Netzwerk fr die Kommunikation von Inhalten und ber das Inhalte Stellungnahmen, also von Meinungen beschreiben; kommuniziert werden dabei werden die Kommunikationsflsse so gefiltert und synthetisiert, dass sie sich zu themenspezifisch gebndelten ffentlichen Meinungen verdichten. Kommunikationsflsse werden in und durch dieses Netzwerk gefiltert und neu kombiniert Verdichtung zu themenspezifischen ffentlichen Meinungen (Jrgen Habermas 1992, S. 436)CC-BY-SA-3.0, Wolfram Huk, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:JuergenHabermas_crop2.jpg #vern13 5 von 24
  • 6. Titelmasterformat Medienffentlichkeit? Was leistet die durch Klicken bearbeiten(Medien-)ffentlichkeit erfllt verschiedene gesellschaftliche Funktionen Themensetzungsfunktion: Medienffentlichkeit vermittelt Informationen, Wissensbestnde und Themen, die dann als gesellschaftlich bekannt vorausgesetzt werden knnen Kritik- & Kontrollfunktion: Medienffentlichkeit stellt Transparenz fr gesellschaftliche Ereignisse, Vorgnge oder Anliegen her und verhindert so z.B. Machtmissbrauch oder nicht legitimierte Einflussnahme Forumsfunktion: Medienffentlichkeit stellt den Raum zur Verfgung, in dem Argumenten (z.B. zu politischen Entscheidungen oder gesellschaftlichen Entwicklungen) ausgetauscht und abgewogen werden #vern13 6 von 24
  • 7. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Strukturwandel von ffentlichkeit Historische Vorlufer: antike Agora, Kaffee- & Wirtshuser der frhen Neuzeit Entstehen einer brgerlichen ffentlichkeit im 18. und 19. Jahrhundert wird begnstigt durch ineinander verschrnkte Entwicklungen: (a) Trennung von ffentlicher und privater Sphre, (b) Entstehen privater Kapitalinteressen sowie (c) technische und organisatorische Fortschritte im Bereich der Medien (d.h. Zeitungen) Mit Rundfunkmedien (Radio, Fernsehen) setzte weitere ffnung der Publika ein Zugleich aber: Vermachtung und Vermassung Ablsung des rsonnierenden Brger durch das konsumierende PublikumHabermas 1962; Donges/Imhof 2005; CC-BY-SA-3.0, Marsyas, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:THES-Agora_odeum_overview.jpghttp://en.wikipedia.org/wiki/File:ParisCafeDiscussion.png | CC-BY-NC-ND-2.0, Erik Hartberg, http://www.flickr.com/photos/captainsticky/344199724 #vern13 7 von 24CC-BY-SA-3.0, Takk, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Televison_Hungarian_ORION_1957.jpg
  • 8. Titelmasterformat durchffentlichkeit Zwei Modelle von Klicken bearbeiten Modell Annahme Zugang (Input) Ablauf (Throughput) Resultate (Output) Diskurs- ffentlichkeit ist Allgemeiner Verstndigungs- ffentliche Meinung modell Raum fr Zugang orientiertes Handeln resultiert aus Konsens gesellschaftliche (statt z.B. strategischem (bzw. als legitim Verstndigung Handeln) empfundener Mehrheitsmeinung) Spiegel- ffentlichkeit leistet Offenheit fr alle keine Voraussetzungen ffentliche Meinung modell Selbstbeobachtung Themen, Gruppen (ausser Zulassen anderer resultiert aus und -beschreibung und Meinungen, Meinungen) Aggregation der der Gesellschaft die kollektive einzelnen Kom- Bedeutung munikationsakte besitzenNach Donges/Imhof 2005 #vern13 8 von 24
  • 9. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Ebenen von ffentlichkeit Breite (aber nicht beliebige) Themenwahl Durch (massen-)mediale Medienffentlichkeit Organisationen gesttzt Klare Differenzierung von Sprecher- und Publikumsrollen Auf bestimmte Themen oder Anliegen konzentriert Setzen gewissen Grad an Themenffentlichkeit Organisation voraus Differenzierung von Sprecher- und Publikumsrollen Thematisch nicht eingeschrnkt i.d.R. flchtig & unorganisiert Encounter-ffentlichkeit Keine Differenzierung von