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    04-Aug-2015

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1. Die Zukunft stellt viele groe Fragen. Geschftsbericht 2014/15 2. Und unsere Antworten werden immer kleiner. 3. 1 4. Kennzahlen IFRS Einheit 2011/12 2012/131) 2013/14 2014/15 Vernderung in % ERGEBNIS UND ALLGEMEINE INFORMATIONEN Umsatzerlse Mio. 514,2 541,7 589,9 667,0 13,1 % davon in Asien produziert % 73,4 % 73,9 % 75,9 % 79,0 % davon in Europa produziert % 26,6 % 26,1 % 24,1 % 21,0 % Umsatzkosten Mio. 430,7 464,6 471,1 511,6 8,6 % Bruttogewinn Mio. 83,5 77,1 118,8 155,4 30,8 % Bruttogewinn-Marge % 16,2 % 14,2 % 20,1 % 23,3 % EBITDA Mio. 103,4 102,4 127,2 167,6 31,8 % EBITDA-Marge % 20,1 % 18,9 % 21,6 % 25,1 % EBIT (Betriebsergebnis) Mio. 42,1 31,4 53,9 90,1 67,0 % EBIT-Marge % 8,2 % 5,8 % 9,1 % 13,5 % Konzernjahresergebnis Mio. 26,5 14,6 38,2 69,3 81,5 % Konzernjahresergebnis der Eigentmer des Mutterunternehmens Mio. 26,6 14,6 38,2 69,3 81,5 % Cash Earnings Mio. 87,8 85,6 111,4 146,8 31,7 % ROE (Eigenkapitalrendite)2) % 10,3 % 5,0 % 11,0 % 13,9 % ROCE (Gesamtkapitalrendite)2) % 7,7 % 5,6 % 9,6 % 12,0 % ROS (Umsatzrendite) % 5,2 % 2,7 % 6,5 % 10,4 % IRR (Innovation revenue rate) % 15,0 % 19,2 % 26,5 % 29,2 % Nettomittelzufluss aus laufender Geschftsttigkeit (OCF) Mio. 87,2 71,7 104,8 143,9 37,3 % Netto-Investitionen (Net CAPEX) Mio. 113,1 40,5 90,3 164,8 82,5 % Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo 7.478 7.011 7.129 8.120 13,9 % Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt 7.417 7.321 7.027 7.638 8,7 % BILANZ Bilanzsumme Mio. 694,6 726,7 916,1 1.220,8 33,3 % Eigenkapital Mio. 283,1 304,8 390,7 604,4 54,7 % Eigenkapital der Eigentmer des Mutterunternehmens Mio. 283,2 304,9 390,7 604,3 54,7 % Eigenkapitalquote % 40,8 % 42,0 % 42,7 % 49,5 % Nettoverschuldung Mio. 242,5 217,4 110,9 130,5 17,7 % Verschuldungsgrad % 85,7 % 71,3 % 28,4 % 21,6 % Nettoumlaufvermgen Mio. 92,3 102,7 91,7 95,3 3,9 % Nettoumlaufvermgen/Umsatzerlse % 18,0 % 19,0 % 15,6 % 14,3 % AKTIENKENNZAHLEN Anzahl der Aktien im Umlauf, Ultimo 23.322.588 23.322.588 38.850.000 38.850.000 Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt 23.322.588 23.322.588 30.820.545 38.850.000 26,1 % Gewinn/Aktienanzahl zum Ultimo 1,14 0,62 0,98 1,78 81,6 % Gewinn/gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 1,14 0,62 1,24 1,78 43,5 % Cash Earnings/gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 3,76 3,67 3,61 3,78 4,7 % Dividende/Aktie3) 0,32 0,20 0,20 0,36 80 % Schlusskurs 9,15 6,79 8,75 14,62 67,1 % Dividendenrendite (zum Schlusskurs)3) % 3,5 % 2,9 % 2,3 % 2,5 % Marktkapitalisierung, Ultimo Mio. 213,4 158,4 339,9 568,0 67,1 % Marktkapitalisierung/Eigenkapital4) % 75,4 % 51,9 % 87,0 % 94,0 % 1) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised. 2) Die Berechnung basiert auf durchschnittlichen Werten. 3) 2014/15: Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung am 9. Juli 2015. 4) Den Eigentmern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital. 5. 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 514 542 590 667 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 27 15 38 69 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 283 305 391 604 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 113 40 90 165 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 69 74 84 95 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 103 42 102 31 127 54 168 90 +31,8% 25,1%+13,1% EBITDA EBITDA-MargeUmsatz 13,5% +81,5%+67,0% EBIT-Marge KonzernjahresergebnisEBIT Umsatz/Bruttogewinn-Marge in Mio. , in % Mitarbeiter/Umsatz je Mitarbeiter Anzahl, in Tsd. Netto-investitionen in Mio. 16,2 7.417 14,2 7.321 20,1 7.027 23,3 7.029* Konzernjahresergebnis in Mio. EBITDA/EBIT in Mio. Eigenkapital/ Eigenkapitalquote in Mio. , in % 40,8 42,0 42,7 49,5 * Mitarbeiterstand Durchschnitt, bereinigt um nicht umsatz generierende Mitarbeiter (609 im Durchschnitt) des im Aufbau befindlichen Werks in Chongqing. 6. 2 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 700 600 500 400 300 200 100 0 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 Performance- Highlights 2014/15 AT&S Geschftsbericht 2014/15 2014/15 war fr AT&S ein auergewhnlich starkes Jahr mit beachtlichen Erfolgen in allen Geschftsfeldern. Andreas Gerstenmayer, Vorstandsvorsitzender von AT&S Wachstums investitionen in die Zukunft von AT&S Planmige Errichtung des neuen Werks im chinesischen Chongqing mit Gesamt investitionsvolumen bis Mitte 2017 in Hhe von 480 Mio. Weitere Finanzierung dank starker Cashflows, zurck haltender Dividendenpolitik und Kreditlinien gesichert Neue Hchstwerte bei Umsatz und Ertrag Umsatzsteigerung um 13,1% auf 667,0 Mio. EBITDA mit 167,6 Mio. um 31,8% ber Vorjahresniveau Verbesserung der EBITDA-Marge von 21,6% auf 25,1% Erhhung des Konzernergebnisses um 81,5% auf 69,3 Mio. und des Gewinns pro Aktie von 1,24 auf 1,78 Der Geschftsverlauf profitierte vom starken Wachstum in den Anwen dungsbereichen mobile Endgerte vor allem Smartphones und vom immer hheren Elektronikanteil im Bereich Automotive. Bilanz- und Finanzierungsstruktur AT&S weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 49,5% aus und verfgt ber ausreichende Liquiditt zur Umsetzung des aktuellen Investitionsprogramms Nettoverschuldungsgrad konnte auf Basis des hheren Eigenkapitals und trotz hherem Investitionsprogramm auf 21,6% gesenkt werden Cash Earnings waren 2014/15 mit 146,8 Mio. (+31,7%) starke Innenfinanzierungsquelle Eigenkapitalquote IN% Verschuldungsgrad IN% 40,8 42,0 49,5 42,7 21,6 28,4 71,3 85,7 Entwicklung Umsatz, EBITDA (jeweils in Mio. ) und EBITDA-Marge (in%) 55,0 45,0 35,0 25,0 15,0 5,0 514,2 103,4 541,7 102,4 589,9 127,2 667,0 167,6 20,1 18,9 21,6 25,1 n Umsatzerlse n EBITDA n EBITDA-Marge 7. 3Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Vorstandsprsentation 4 Unternehmensprofil und Standorte 14 ProduktportfolioAnwendungsbereiche 16 Wertschpfungskette 18 ATS Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 20 Mrkte, Kunden und Potenziale 34 Trends und Technologien 36 Einfluss- und Erfolgsfaktoren 38 Unternehmensstrategie 39 Bericht des Aufsichtsrats 42 Investor Relations 44 Corporate Governance Bericht 48 Konzernlagebericht 68 Konzernabschluss 2014/15 104 Erklrung aller gesetzlichen Vertreter 154 Besttigungsvermerk 155 Glossar 156 8. 4 ATS Geschftsbericht 2014/15 Geschtzte Aktionre, Kunden und Partner von ATS, vielleicht knnen Sie ja ber diese kleine Anekdote schmunzeln, denn dieses schne Zitat stammt von Marty Cooper, dem Erfinder des ersten Mobiltelefons. Fr uns dagegen ist die Meinungsbildung zur Markttauglichkeit einer neuen Technik einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insofern kann sich Herr Cooper unseres Mitgefhls fr seine Fehleinschtzung sicher sein. Daran, dass seine Prognose nicht eingetroffen ist, waren wir bei ATS brigens nicht ganz unbeteiligt, haben wir doch die notwendigen technologischen Entwicklungen mageblich geprgt, voran- getrieben und entsprechend vom Boom der Mobilkommunikation profitiert. Wenn Sie heute mit mir durch eine belebte Strae spazieren wrden, was wrden wir dort sehen? Menschen, die mobil telefonie- ren. Menschen, die im Gastgarten E-Mails, Zeitungen oder ganze Romane am Tablet lesen. Oder die gleich ein schnes Foto mit ihrem Mobilgert machen. Was wir dage- gen dank Navigationssystemen heute nicht mehr so oft sehen, sind verirrte Autofahrer. Ob rckwrts einparken mit Parkassistent, ob bei der tglichen Joggingrunde durch den Stadtpark genauestens analysiert von Messgerten fr Puls, Geschwindigkeit und Distanz ob mit Datenbrille oder smarter Armbanduhr: Noch nie zuvor in der Geschichte waren neue Technologien in solcher Zahl ein selbstverstndlicher Teil des tglichen Lebens. Fr diesen explosionsartigen Zuwachs an hilfreicher Technik in unserem Alltag liefern wir einen wichtigen Bestandteil: dieLeiterplatte. Wer uns und unser Geschft verstehen will, muss zunchst Entwicklungen fr morgen, bermorgen und fr den Tag danach. Mobiltelefone sind viel zu teuer! Sie werden das Festnetz niemals ersetzen knnen, es sei denn, jemand mchte eine Million Dollar frs Telefonieren ausgeben. Was Sie schon immer ber die Leiterplatten- Branche wissen wollten und sollten Immer kleiner Neben Halbleitern gehren Leiterplatten zu den wichtigsten Bauelementen des digitalen Zeitalters, da sie die unersetzbare Verbindungstechnologie fr alle elek tronischen Gerte sind. Die Welt der Halbleiter und Mikroprozessoren bewegt sich heute im Nanometerbereich und stimuliert auch die Leiterplatten-Branche zu neuen Technologien und Lsungen. Immer mehr Die Aufgabenverteilung zwischen Halbleiter und Leiterplatte lsst sich mit jener von Hirn und Nervenbahnen vergleichen. Beide sind unverzichtbar fr schnelle Reaktionen. Die technische Evolution in der Elektronikbranche weist stark in Richtung Zusammenwachsen unterschiedlicher Komponenten, Bauteile und Funktionen. Immer besser Leiterplatten sind unverzichtbar fr die rasante Leistungssteigerung aller elektronischen Gerte und Anwendungen. Im globalen Wettbewerb der Hersteller liefern sie oft die Basis fr den entscheidenden Vorsprung. dasProdukt und seine Besonderheiten verstehen. Erlauben Sie mir daher einen kurzen Blick in die Vergangenheit. Die Vorlufer der heutigen Leiterplatten wur- den bereits in den 1920er Jahren patentiert. Wirtschaftliche Bedeutung brachte aber erst der Aufstieg der Computerbranche Jahrzehnte spter. Die immer greren Anforderungen der Computer verlangten nach grundlegenden Innovationen und brachten Schwung in die Welt der Leiter- platten. Die Entwicklung der Multilayer- Leiterplatte vor rund 30 Jahren setzte einen Meilenstein der Branche. Durch Durch- kontaktieren werden die einzelnen Ebenen miteinander verbunden. Damit wurde ein Platz- bzw. Leistungsproblem gelst. Anfang 2000 wurde die sogenannte HDI- Leiterplatte am Markt eingefhrt. HDI steht fr High Density Interconnection und setzt auf Strukturen, die kleiner als 0,1 Millimeter sind. Dank der eingesetzten Lasertechnik konnten die Bohrungen, so- genannte Microvias, substanziell verkleinert werden, wodurch Platz gespart wurde und gleichzeitig die elektrischen Eigenschaften verbessert wurden. Vor allem fr die Mobil- kommunikation war diese Entwicklung von groer Bedeu