Wohnungssuche: Tipps für Migranten

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    26-Jul-2015

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<p> 1. Gleichberechtigung bei der Wohnungssuche?! Tipps fr Migrantinnen und Migranten Gefrdert durch das Ministerium fr Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie 2. Herausgeber: Antirassistisches Telefon Duisburg e.V. Anti-Rassismus Informations-Centrum e.V. Gravelottestr. 18 47053 Duisburg Tel: +49 203 93 51 570 Fax: +49 203 298 36 18 oder +49 203 93 57 466 e-mail: info@aric-nrw.de www.aric-nrw.de 3. Vorwort Die hier vorliegende Broschre ist das Ergebnis des Projekts Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt - Probleme von Angehrigen ethnischer Minderheiten bei der Wohnungs- suche in Duisburg des Antirassistischen Telefons Duisburg/ Bro gegen rassistische Diskriminierung e.V. (ART). Im Jahre 2002 wurden Interviews mit Wohnungssuchenden wie auch Anbietern von Wohnraum in Duisburg durchgefhrt. Bei den Wohnungssuchenden handelte es sich um Personen mit Migrationshintergrund, bei den Wohnungsanbietern um private Wohnungseigentmer, Wohnungsbaugesellschaften und Maklern. Auswertung der Interviews mit Wohnungsanbietern: Duisburger Institut fr Sprach- und Sozialforschung (DISS). Broschre: Antirassistisches Telefon Duisburg/ Bro gegen rassistische Diskriminierung e.V. (ART) und Anti-Rassismus Informations Centrum (ARIC-NRW e.V.) Das Projekt wurde gefrdert durch das Ministerium fr Arbeit, Soziales, Qualikation und Technologie des Landes NRW (MASQT NRW). Anmerkung: Das Antirassistische Telefon Duisburg (ART) e.V. hat sich im Juli 2004 aufgelst. Um diese Publikation dennoch den Betroffenen zugnglich zu machen, hat ARIC-NRW e.V. mit freundlicher Genehmigung des ART die Herausgeber- schaft bernommen. 3 4. 4 5. VORWORT 3 1. EINLEITUNG 6 2. TIPPS ZUR WOHNUNGSSUCHE 8 2.1. IM VORFELD 8 2.2. MGLICHKEITEN DER WOHNUNGSSUCHE 9 2.3. ERSTKONTAKT 11 2.4. WOHNUNGSBESICHTIGUNG 11 2.4.1 STRATEGIEN FR WOHNUNGSBEWERBERINNEN 12 2.4.2. VORURTEILE IM VORFELD ABBAUEN 13 2.4.3. REAKTIONSMGLICHENKEITEN AUF DISKRIMINIERENDE UERUNGEN 13 2.4.4. GESPRCHSFHRUNG 14 2.5. ABSCHLUSS DES MIETVERTRAGS 15 3. RECHTLICHE MGLICHKEITEN BEI DISKRIMINIERUNG 16 4. TIPPS UND ADRESSEN 18 4.1. ANTIDISKRIMINIERUNGSBROS 18 4.2. SOZIALBERATUNG 20 4.3. DIENSTSTELLEN UND ANGEBOTE DER STADT DUISBURG 29 4.4. MIETERBERATUNGEN 31 4.5. WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFTEN 32 5 6. 1. Einleitung Diskriminierungen sind keine Seltenheit, sie sind im Gegenteil alltgliche Erfahrung von Menschen mit Migrationshinter- grund, schwarzen Deutschen, Flchtlingen und anderen ethnischen und religisen Minderheiten. Neben einer individuellen Ungleichbehandlung durch Privatpersonen, ist die Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund auch strukturell und institutionell verankert. Zu denken ist hier beispielsweise an die Aus- lndergesetzgebung oder das Wahlgesetz. Auch der Bereich des Wohnungsmarkts ist von Diskrimi- nierungen nicht ausgenommen. Private Vermieter haben wie auch andere Angehrige der Mehrheitsgesellschaft zum Teil groe, von Vorurteilen geprgte Vorbehalte gegenber ethnischen und religisen Minderheiten. Diese sprechen sie in den meisten Fllen nicht offen aus, sondern verstecken sich gleichsam hinter der Mieter- gemeinschaft, die Probleme mit MigrantInnen im gleichen Haus htten, angeblich schlechten Erfahrungen oder vielfltigen anderen Argumentationen. In Wohnungsbaugesellschaften erleben Menschen mit Migra- tionshintergrund hug, dass behauptet wird, Wohnungen seien schon vergeben, obwohl sie weiterhin leer stehen. In einigen Stdten kommt es gar zu einer Quotierung des sozialen Wohnungsbaus. Wie in anderen Ballungsgebieten, zeichnet sich auch in Duisburg eine Konzentration von Bevlkerungsgruppen in bestimmten Stadtteilen, ab1 . In sog. benachteiligten Stadtteilen, wie Marxloh oder Hochfeld ist der Anteil von MigrantInnen an der Wohnbevlkerung durchschnittlich hher als in attraktiveren Stadtteilen. 1 Quelle: Stadt Duisburg Einwohnerstatistik, GFW Duisburg, Stand: 31.12.2001 6 7. Die vielfltigen Grnde und Ursachen darzulegen, wrde weit ber den Rahmen dieser Broschre hinaus gehen. Ein wichtiger Bedingungskomplex ist sicherlich die soziale und konomischeLagevonMenschenmitMigrationshintergrund, die immer noch ein durchschnittlich geringeres Einkommen beziehen, schlechtere Bildungschancen erhalten und in hherem Mae von Arbeitslosigkeit betroffen sind. In der ffentlichen und politischen Diskussion, aber auch in den Medien werden die komplexen Ursachen vielfach durch klischeehafte Vorstellungen wie: Die wollen unter sich bleiben! ersetzt. Hierzu gesellen sich Vorurteile und ngste der Mehrheitsangehrigen. Dies fhrt unter anderem dazu, dass Diskriminierungs- erfahrungen bei der Wohnungssuche gerade in den attraktiven Duisburger Stadtteilen gehuft auftreten. Die vorliegende Broschre versteht sich als Mosaikstein, der das notwendige und berfllige Umdenken der Mehrheits- gesellschaft nicht ersetzen kann. Um zu einem gleichberech- tigten interkulturellen Miteinander zu gelangen, sind weitere und verstrkte politische, strukturelle und institutionelle Bemhungen notwendig. Wir hoffen, dass diese Broschre einen Beitrag leisten kann, um Wohnungssuchende in ihrem Selbstbewusstsein zu strken, Tipps zu Reaktionsmglichkeiten zu geben und einer weiteren Konzentration von Bevlkerungsgruppen in den einzelnen Stadtteilen entgegen zu wirken. 7 8. 2. Tipps zur Wohnungssuche 2.1. Im Vorfeld Vermieter und Mieter sind zum berwiegenden Teil an einer langfristigen Ver- bzw. Anmietung von Wohnraum interessiert. In den Interviews el dieser Punkt immer wieder auf. Gerade private Vermieter legten groen Wert darauf, huge Mieterwechsel zu vermeiden. Daher ist es wichtig, im Vorfeld die eigenen Bedrfnisse und Wnsche zu klren. Klren Sie Ihre Wnsche und Bedrfnisse in Bezug auf: Stadtteil soziale Infrastruktur kulturelle Infrastruktur Verkehrsanbindung Einkaufsmglichkeiten Wohnumfeld/ Wohnlage Nachbarschaft Siedlungsdichte Industrielle Nutzung/ Emissionen Hhe der Miete inkl. aller weiteren Kosten Zimmeranzahl Schnitt der Wohnung Ausstattung der Wohnung (Heizung, Bad, Elektroinstallation, Isolierverglasung, Balkon, etc.) 8 9. n Falls Sie einen Wohnberechtigungsschein (WBS) bentigen, Wohngeld oder Sozialhilfe beziehen oder nicht ausreichend ber Ihr Recht informiert sind, klren Sie Ihre Ansprche und Mglichkeiten im Vorfeld. Hierzu knnen Sie sich in den Bezirksmtern informieren oder eine Beratung bei einer der im Adressteil aufgefhrten Beratungsstellen in Anspruch nehmen. n Einige Wohnungsgenossenschaften gehen mittlerweile aufgrund des entspannteren Wohnungsmarkts dazu ber, Wnsche und Bedrfnisse potentieller Mieter zu berck- sichtigen und beispielsweise zwei kleine Wohnungen zu- sammenzulegen, um den erhhten Bedarf nach familien- gerechten groen Wohnungen abzudecken. n Broschren zu Kindertagessttten, Schulen und anderen Einrichtungen erhalten Sie in den Bezirksmtern. Infos zu den Verkehrsanbindungen erhalten Sie bei den Duisburger Verkehrsbetrieben. 2.2. Mglichkeiten der Wohnungssuche n Kontakte! In den Interviews zeigte sich, dass viele Vermieter Wohnungssuchende, die ihnen empfohlen wurden, bevorzugen. Nutzen Sie Ihre Kontakte und machen Sie die Wohnungssuche in Ihrem persnlichen Umfeld bekannt. ber Kontakte und Beziehungen wie auch mit Referenzen ist die Wohnungssuche erheblich einfacher. Denkbar ist auch, dass Sie sich an Ihre derzeitige Wohnungsgesellschaft oder an Ihren Vermieter wenden. 9 10. n Zeitungen und Annoncen! IndenMittwochs-undSamstagsausgabenderregionalen Tageszeitungen und der kostenlosen Anzeigenbltter (Wochenanzeiger, Stadtpanorama) inserieren zum ber- wiegenden Teil private Anbieter und Makler. Hier knnen Sie auch eine Wohnungssuchanzeige aufgeben. n Amt fr Soziales und Wohnen! Die Stadt Duisburg vermittelt in der kommunalen Woh- nungsvermittlungsstelle freifinanzierte Mietwohnungen. Wohnungssuchende knnen sich hier registrieren lassen. Nheres siehe S. 27. n Wohnungsbaugesellschaften! WohnungsbaugesellschaftenbietenzahlreicheMietwoh- nungen im Raum Duisburg an. Wohnungssuchende knnen sich gezielt auf eine bestimmte Wohnung bewerben oder einen sog. Mieterinteressentenbogen ausfllen. Nheres siehe S. 32. n Makler! Schalten Sie einen Makler ein. In der Regel erhalten Makler bei der erfolgreichen Vermittlung von Wohnungen eine Courtage (Vermittlungsprovision) von 2,3 Kaltmieten. Makler finden Sie z.B. in den Gelben Seiten oder im Telefon- buch. 10 11. 2.3. Erstkontakt Der erste Kontakt mit dem Vermieter ist gerade bei Wohnungsanzeigen zumeist telefonisch. Bei den Interviewpartnern kam es hier gehuft zu Diskri- minierungserfahrungen. Vermieter legten auf oder inserierte Wohnungen waren auffallend oft vergeben. Nicht-deutsche Namen waren einigen Vermietern offensichtlich Grund genug, Interessenten abzuweisen. Trotzdem sollten Sie offensiv und selbstsicher auftreten. Melden Sie sich mit Ihrem Namen. Sie sind mglicher Vertragspartner, kein Bittsteller. 2.4. Wohnungsbesichtigung Auch bei der Wohnungsbesichtigung kommt es hufig zu Diskriminierungen. Diese sind, anders als bei Telefonaten, jedoch meist verdeckt. Das Gesprch ist ein entscheidender Faktor bei der Wohnungsbesichtigung. Hier versuchen beide Seiten ihr Gegenber einzuschtzen, sich ein Bild vom jeweiligen Gegenber zu machen und nhere Informationen zu erhalten. Falls Sie sich in der deutschen Sprache unsicher fhlen, ist es sinnvoll einen Dolmetscher mitzunehmen. Es kommt aber auch immer auf das Wie der Kommunikation an. Dazu nun einige Tipps und Strategien. 11 12. 2.4.1. Strategien fr WohnungsbewerberInnen n Selbstbewusst auftreten. n Gepflegtes Erscheinungsbild: Kleiden Sie sich in jedem Fall so, wie Sie sich immer kleiden. n Freundlich sein und bleiben. n Natrlich und authentisch sein. n Vorstellungen und Wnsche klar und przise formulieren: Sie sind kein Bittsteller, sondern mglicher Vertragspartner! n Nach nachbarschaftlichen Verhltnissen im Haus erkundigen - Interesse zeigen. n Offen auftreten: Vermieter interessieren sich fr Einkommens- und Familienverhltnisse. Bringen Sie also Gehaltsabrech- nungen im Original bzw. andere Einkommensnachweise mit, wenn Sie dazu bereit sind. n Referenzen wirken sich, wie schon oben dargelegt, positiv aus. n Auch Vermieter sind Menschen: Ruhig mal loben, wie schn das Treppenhaus ist etc., dies aber nicht bertreiben! n Stellen Sie offen dar, warum Sie in das entsprechende Stadtviertel ziehen mchten, z.B. aufgrund der guten Verkehrsanbindung, dem kurzen Schulweg etc. n Verstndnis fr die Belange und Bedrfnisse des Vermieters aufbringen n Dokumentieren Sie Engagement. Hier knnen Sie darstellen, wie Sie sich eine Hausgemeinschaft vorstellen oder wie es in Ihrer alten Hausgemeinschaft gehandhabt wurde. n berlegen Sie sich, mit wem und mit wie viel Personen Sie die Wohnungbesichtigen.1bis3Personensindeineangemessene Zahl, um das Gegenber nicht zu berfordern. Klren Sie bei mehreren Personen, wer die potenziellen Mieter sind. 12 13. 2.4.2. Vorurteile im Vorfeld abbauen n Vorurteile zu widerlegen, ist in einem einzigen Gesprch fast unmglich. n Stellen Sie eine Beziehung zu ihrem Gegenber her, ohne Andere auszugrenzen. n Lassen Sie Gemeinsamkeiten und positive Erfahrungen im interkulturellen Miteinander ins Gesprch einflieen. 2.4.3.Reaktionsmglichkeiten auf diskriminierende uerungen n Lassen Sie sich nicht zum Vertreter/Prototyp einer bestimmten Gruppe machen. n Den hufig vorgebrachten Einwnden in Form von z.B.: Ihr macht das ja so und so ...! --- Ich-Botschaften entgegen setzen: Ich mache es so ... Hierbei darf es aber nicht ber ein Richtig oder Falsch von Vorurteilen oder gar eine Rechtfertigung der eigenen Person gehen! n Bremsen Sie Ihr Gegenber gegebenenfalls in seinem Redeuss, kehren Sie zu den Sachtthemen wie Wohnung, Wohnlage etc. zurck. n Begeben Sie sich niemals in die Rolle des Opfers oder Bittstellers! Sie sind mglicher Vertragspartner! n Bleiben Sie ruhig. Begeben Sie sich nicht auf das Niveau Ihres Gegenbers. Legen Sie ihm, falls notwendig, klar und przise dar, warum Sie sich nicht fr die Wohnung entscheiden werden!! 13 14. n Manche diskriminierend erscheinende Nachfrage drckt eher das Unvermgen, die Unkenntnis oder die ngste des Gegenbers aus: Bleiben Sie ruhig und antworten Sie przise und deutlich. Wenn Ihnen die Nachfragen verletzend erscheinen, ziehen Sie sich zurck. n Es gibt keine Patentrezepte! 2.4.4. Gesprchsfhrung n Blickkontakt herstellen. n Persnliche Ansprache. n Ich/ Wir-Botschaften. n Ruhig, klar und deutlich sprechen. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob Sie akzentfrei deutsch sprechen, sondern eher auf den Tonfall. n Aufrechte und offene Krperhaltung (nicht mit ver- schrnkten Armen dastehen etc.) n Sachlich bleiben - es geht um eine Wohnungsver- mietung. 14 15. 2.5. Abschluss des Mietvertrags n Prfen Sie den Mietvertrag auf Vollstndigkeit. n Fragen Sie bei besonderen Vertragsbedingungen und Vereinbarungen nach, wie diese zustande kommen. n Halten Sie zustzliche Vereinbarungen schriftlich fest. n Klren Sie Unklarheiten im Vorfeld. n Achten Sie bei der Wohnungsbernahme auf mgliche Schden. Fhren Sie ein Schadensprotokoll und lassen Sie dieses vom Vermieter unterzeichnen. 15 16. 3.Rechtliche Mglichkeiten bei Diskriminierung In Deutschland sind die juristischen Mglichkeiten gegen Diskriminierungen aufgrund der Herkunft sehr ein- geschrnkt. Zwar gibt es den Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes, der die Ungleichbehandlung auch aufgrund der ethnischen Herkunft verbietet, doch gilt dieses nur fr das Verhltnis zwischen Brger und Staat. Zustzlich gibt es ein Diskriminierungsverbot allenfalls noch am Arbeitsplatz. Der 75, Absatz 1 des Betriebsverfassungs- gesetzes verpichten Arbeitgeber und Betriebsrat darber zu wachen, ...dass jede unterschiedliche Behandlung von Personen wegen der Abstammung, Religion, Nationalitt, Herkunft ...unterbleibt. Rassistische uerungen gegenber Privatpersonen oder ber Gruppen knnen strafrechtlich verfolgt werden. Dafr gibt es die Paragraphen 130 (Volksverhetzung), 131 (Auf- stachelung zum Rassenhass) sowie 185 (Beleidigung) des Strafgesetzbuches. Sie geben Betroffenen und dem Staat die Mglichkeit, gegen Beschimpfungen, Schriften oder Berichterstattung in Fernsehen oder Radio sowie ffentlichen Reden mit rassistischem Inhalt vorzugehen. Dennoch ist es nach wie vor mglich, jemandem die Ver- mietung einer Wohnung mit dem Hinweis Trken kommen mir nicht ins Haus zu verweigern. Die Betroffenen haben hier keine Mglichkeit rechtliche Schritte dagegen zu unternehmen. Auch sind sog. Auslnderquoten bei Woh- nungsbaugesellschaften keine Seltenheit und es gibt kein Gesetz, welches dieses verhindert. Ebenso kann Menschen anderer Hautfarbe der Zutritt zu Diskotheken straos verwehrt werden, was in Duisburg nicht selten vorkommt. Die meisten europischen Staaten haben auf solche Ungleich- behandlungen lngst mit Antidiskriminierungsgesetzen reagiert. 16 17. Deutschland ist beim Schutz vor rassistischer Diskriminierung Schlusslicht und wird deswegen stets von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen oder dem Europarat a...</p>