Nachhaltige, innovative eGovernment-Lösungen basierend auf dem Open Source Community-Prinzip

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    18-Dec-2014

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Einsparungen durch Mehrfachnutzung und offene Standards: Dank dem Prinzip Einmal entwickeln - mehrfach anwenden, offenen Standards und gegenseitigem Austausch werden die Investitionen optimal genutzt. Dieser Grundsatz, zitiert aus der E-Government-Strategie Schweiz, illustriert prgnant die Vorteile von Open Source Software und Open Standards fr E-Government Vorhaben.Aber nicht nur die freie Wiederverwendung der Technologien selbst, sondern auch deren Herstellungsprozesse bieten ffentlichen Institutionen Potential fr Kostenersparnisse und Innovationen um eine nachhaltige Digitalisierung sicherzustellen. Neue, kollaborative Anstze der Software-Entwicklung in ffentlichen Verwaltungen sind erfolgreich wie das von mehreren Kantonen gemeinschaftlich entwickelte Gemeinderegistersystem GERES fr die Volkszhlung 2010 oder Beschaffungspraktiken des Vereins Schweizerische Stdte- und Gemeinde-Informatik SSGI zeigen. Wie diese Beispiele demonstrieren, erlauben innovative Organisationsstrukturen, anlehnend an das Community-Prinzip von Open Source Projekten, die hemmenden Seiten des Fderalismus zu berwinden und gewhrleisten gleichzeitig die Handlungsfreiheit und Abdeckung der individuellen Bedrfnissen der einzelnen Verwaltungsstellen.Das Referat erlutert Grundlagen des Open Source Entwicklungsmodells, portraitiert aktuelle E-Government Projekte basierend auf Open Source Software und Open Standards und zeigt auf, wie Behrden knftig noch besser die Vorteile des Community-Prinzips nutzen knnen. Insbesondere werden der Begriff der "Digitalen Nachhaltigkeit" eingefhrt und aktuelle Ttigkeiten aus der gleichnamigen Parlamentarischen Gruppe zusammengefasst.

Transcript

<ul><li> 1. Nachhaltige, innovative eGovernment-Lsungen basierend auf dem Open Source Community-Prinzip Dr. Matthias Strmer, Liip AG eGovernment-Symposium 2009, Bern Fachsession ePartizipation </li> <li> 2. Matthias Strmer Im Business Development des Open Source Dienstleisters Liip AG Dozent Vorlesung Strategisches Management, ETH Zrich Dr. sc. ETHfr Strategisches Management undDynamics, Lehrstuhl Zrich: SNF-Projekt Open Source Innovation lic.rer.pol. Universitt Bern: Studium Betriebswirtschaft &amp; Informatik Vorstand Swiss Open Systems User Group /ch/open: Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, OpenExpo etc. Seit 2002 auf OpenOffice.org und seit 2005 auf Linux (Ubuntu) </li> <li> 3. Liip AG Beraten,Linux, Apache, MySQL und PHP alles Open Source Software) (LAMP = entwickeln, betreiben von LAMP-Lsungen Spezialisiert auf Internet/Intranet-Lsungen und Moodle (E-Learning) Branchen-unabhngig, Kunden aus ffentlicher Verwaltung, Unternehmen, internationale Organisationen ber 50 Mitarbeitende, 90% Software-Entwickler Auszeichnungen von Projekten und Personen Nachhaltigkeit von Software-Lsungen im Zentrum Software-Entwicklung nach Scrum </li> <li> 4. Agenda Fderalismus undCommunity Prinzip Das Open Source Partizipation: Beispiele: Linux, Raiffeisen, SIK-Forge, GERES, SSGI Fazit der Community-Beispiele Exkurs: Digitale Nachhaltigkeit </li> <li> 5. Fderalismus und Partizipation: Das Open Source Community-Prinzip Dezentrale Kontrolle: kein Einzelner befielt Pluralismus: unterschiedliche Akteure Faire Vertretung: Reprsentanten werden gewhlt Freiwillige Partizipation: niemand wird gezwungen Offene Mitwirkung: jeder kann mitmachen Kultur des Teilens: sozialer Ausgleich </li> <li> 6. E-Government Strategie Grundsatz 5 der E-Government Strategie Schweiz: Einsparungen durch Mehrfachnutzung und offene Standards: Dank dem Prinzip 'Einmal entwickeln mehrfach anwenden', offenen Standards und gegenseitigem Austausch werden die Investitionen optimal genutzt. Quelle: E-Government Strategie Schweiz: http://www.isb.admin.ch/themen/egovernment/00067 </li> <li> 7. Magere OSS Verbreitung in der Schweiz CH: in der Wirtschaft top (Rang 9), in der Verwaltung flop (Rang 34) Quelle: http://www.digitale-nachhaltigkeit.ch/2009/05/oss-potential-index </li> <li> 8. OSS Strategie Bund Informatikstrategieorgan Bund ISB, 2005 gleich lange Spiesse schaffen Studie zeigt, dassBeschaffung von OSSrechtlichen Probleme bei der grundstzlich keine bestehen Hindernisse bei den AGB Informatik-Beschaffung Hauptproblem: kaum Umsetzung der OSS-Strategie Ursache: Riesige Abhngigkeiten des Bundes von Herstellern proprietrer Software </li> <li> 9. Agenda Fderalismus undCommunity Prinzip Das Open Source Partizipation: Beispiele: Linux, Raiffeisen, SIK-Forge, GERES, SSGI Fazit der Community-Beispiele Exkurs: Digitale Nachhaltigkeit </li> <li> 10. Linux Kernel Entwicklung Gestartet 1991 durch Linus Torvalds Heute entwickelt von tausenden Personen und Firmen Quelle: Linux Kernel Development, www.linuxfoundation.org/publications/whowriteslinux.pdf </li> <li> 11. Linux Kernel Entwicklung 2.3.2005 9.6.2009 Quelle: Linux Kernel Development, www.linuxfoundation.org/publications/whowriteslinux.pdf </li> <li> 12. Intranet Raiffeisen Neue Intranet-Lsung la Mash-Up und iGoogle LAMP-basierend Hchste Sicherheitsanforderungen Generischer Code ist Open Source Software Personal Information Cockpit www.picok.org </li> <li> 13. SIK-Forge: Eigene Open Source Software der Kt. Waadt und Solothurn TENER zur Analyse des Energieverbrauchs, verffentlicht unter der GPL der SIK eForms als Weiterentwicklung von Orbeon Forms ALM als Asset- und Liability-Managementapplikation Gehostet auf der Forge-Plattform der SIK: forge.sik.ch </li> <li> 14. Registerdaten-Lsung GERES Kt. Bern Initiant der 'Closed-Owner-Community' Heute im Einsatz bei 10 Kantonen: Aargau, Bern, und Basel-Landschaft, Freiburg, Jura, Uri, Schwyz, Ob- Nidwalden und Schaffhausen Java-Lsung, ca. 1 Mio. LOC, ca. 10 Mio. CHF Gratis Quellcode wenn Mitglied der Community Kostenteilung gemss Einwohnerzahl der Kantone </li> <li> 15. SSGI - Schweizerische Stdte- und Gemeinde-Informatik Verein SSGI gegrndet 2005, www.ssgi.ch Umfasst 290 Stdte und Gemeinden Ziel: Gemeinsame Software-Beschaffung Neue, flexible und offene Gemeinde-Informatiklsung </li> <li> 16. Agenda Fderalismus undCommunity Prinzip Das Open Source Partizipation: Beispiele: Linux, Raiffeisen, SIK-Forge, GERES, SSGI Fazit der Community-Beispiele Exkurs: Digitale Nachhaltigkeit </li> <li> 17. Fazit der Community-Beispiele Nachhaltige Weiterentwicklung der Software Teilen der knftigen Entwicklungskosten Mitmachen ist freiwillig, nur der Nutzen zhlt Geschftsmodelle den tatschlichen Kosten angepasst Bei GERES und SSGI noch nicht optimal Software unter Open Source Lizenz verffentlichen Hindernis sind befrchtete Trittbrettfahrer </li> <li> 18. Mgliche Massnahmen Klare Strategie vorgeben: Plattform- und Browser-unabhngig Neue Software immer von proprietrer Software verringern Bestehende Abhngigkeiten bei Datenformaten Obligatorisch offene Standards Wissen undPilot-Projekte mit OSS Lsungen starten Erfahrung aneignen: Interne der Mitarbeitenden auf OSS Technologien Weiterbildung OSS Kompetenzstelle/-Person aufbauen Software-Beschaffung undBeschaffung und Entwicklung koordinieren -Entwicklung optimieren: Mit hnlichen evaluieren und gleich behandeln bzw. OSS bevorzugen Akteuren OSS Produkte Eigene Entwicklungen unter GPL der SIK verffentlichen </li> <li> 19. OSOR Open Source Observation Repository www.osor.eu: Open Source Informations- und Entwicklungs-Plattform der EU (aktuell 1873 Projekte) Verlinkt alle europischen Plattformen: </li> <li> 20. Agenda Fderalismus undCommunity Prinzip Das Open Source Partizipation: Beispiele: Linux, Raiffeisen, SIK-Forge, GERES, SSGI Fazit der Community-Beispiele Exkurs: Digitale Nachhaltigkeit </li> <li> 21. Exkurs: Digitale Nachhaltigkeit Definition Nachhaltigkeit Altes Prinzip aus der kologie (Forstwirtschaft, 1713) Nutzung eines regenierbaren Systems, sodass der Bestand erhalten bleibt materielle Gter Begriff der Digitalen Nachhaltigkeit So verhalten, dass nchste Generation keine Probleme hat mit unseren heutigen Entscheidungen bezglich digitalen Wissensgtern </li> <li> 22. Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit SeitNational- und Stnderte aus 25 Sommer 2009: Weitere 19 Mitglieder Ruedi Aeschbacher SP, FDP, CVP, SVP, Grne, GLP und EVP Evi Allemann Hans Altherr 10% des Schweizer Parlaments! Alexander Baumann Ignazio Cassis Co-Prsidium Sep Cathomas Edith Graf-Litscher Bruno Frick Lieni Fglistaller Christian Wasserfallen Felix Gutzwiller Brigitte Hberli-Koller Grndungsmitglieder Claude Janiak Francine John-Calame WalterRiklin Donz Marianne Kleiner Peter Malama Kathy Graffenried Liliane Maury Pasquier Alec vonWeibel Geri Mller Luc Recordon Thomas Barbara Schmid-Federer Simonetta Sommaruga </li> <li> 23. Thematische Eingrenzung Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit frdert den nachhaltigen und innovativen Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und setzt sich ein fr den ffentlichen Zugang zu Wissensgtern. Fokus aufSource Software (Software) 1. Open die Frderung von: 2. Offene Standards (Daten) 3. Open Content (freie Inhalte) 4. Open Access (freier Wissenszugriff) </li> <li> 24. Danke fr Ihre Aufmerksamkeit! Blog der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit: www.digitale-nachhaltigkeit.ch </li> </ul>