Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" August 2014

  • Published on
    25-Jan-2015

  • View
    223

  • Download
    2

Embed Size (px)

DESCRIPTION

In der August-Ausgabe des Newsletters "Leben und Arbeiten im Ausland" erfahren Interessierte unter anderem, wann Auslandsversicherungen auch in Krisengebieten wie aktuell die Ukraine, Israel oder Syrien leisten, fr welche Reisemngel es im Urlaub Geld zurck gibt und wie man auf die Schnelle vor Abflug noch einen Reisepass organsiert bekommt. Darber hinaus berichten wir darber, wie der typische Erasmus-Student aussieht, welche Lnder die beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen sind und weshalb sich viele Italiener keinen Urlaub mehr leisten knnen. Zudem haben wir mit einem renommierten Rechtsanwalt fr internationales Steuerrecht ein sehr fundiertes Interview ber die Besteuerung von auslndischen Arbeitskrften in deutschen Unternehmen (sowohl im Rahmen einer Geschftsreise als auch einer Entsendung) gefhrt und Gastautorin Constance Grunewald-Petschke berichtet, was Expats ber das Leben in der Fremde wissen sollten. Gerne mchten wir Sie noch einmal in eigener Sache auf unser Seminar Einsatz auslndischer Mitarbeiter in deutschen Unternehmen am 18. September in Hamburg hinweisen. Es sind nur noch wenige Pltze verfgbar. Aktuelle und ltere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter http://www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

Transcript

<ul><li> 1. LEBEN UND ARBEITEN IMAUSLAND JUNI 20141INTERVIEWICH HABE ZEHN JAHRE NACHDEM PASSENDEN LAND FRMICH GESUCHTWie eine deutsche rztin ihrGlck in Kenia fand.EXPATRIATESBUSINESS-KNIGGE SINGAPURVerhandeln mit verdecktenVERMISCHTESREISEN DURCH EUROPAWas bei einem lngeren Trip be-achtetwerden sollte.Karten.INTER-GESCHFTS- Kjersti - Fotolia.com</li></ul><p> 2. EDITORIALLiebe Leserin,fast die ganze Welt ist zurzeit im Fuballfieber. Kaum eine Sportart vermag es, dieMenschen auf der Welt einander so nahe zu bringen wie Fuball. Wussten Sei b-rigens,dass es ein deutscher Auswanderer war (genauer gesagt, sogar ein Ham-burger),der den populren Ballsport um 1900 nach Brasilien brachte und dortauch den ersten Fuballverein des Landes grndete? Ich las davon erst krzlich inder Wochenzeitung DIE ZEIT. Wer aufgrund der Berichterstattung groe Lust be-kommen2Lieber Leser,INTERN3 Neu dabei3 Gerchte um BDAE-Versicherungs-schutzin Thailand3 Zahl des Monats4 Buchtipp: Wenn Trnentrocknen Notfallplan frdie Familie im ErnstfallINTERVIEWRECHTLICHESEXPATRIATES11 Business-Knigge Singapur:Verhandeln mit verdeckten Karten12 Internationale Geschftskulturenschnell verstehen13 gypten bleibt unsicher fr Expatsund Geschftsreisende14 Studie: Wie sich Entsendungen inRisikolnder auf Expats auswirkenAIRLINES17 Vietnam Airlines17 Flughafen Frankfurt17 Iceland Air18 Germanwings18 Dalmatian18 Germania18 Turkish AirlinesVERMISCHTES19 Reisen durch Europa Was beieinem lngeren Trip beachtetwerden sollGESUNDHEIT20 Zahnputzsitten weltweit20 Medizintourismus in Deutschlandist Wachstumsmarkt21 Vorher bekannte Insektenplageist Reisemangel21 Viele Todesflle in Saudi-Arabienwegen MERS22 Welche Medikamente mit insAusland sollten und drfen23 Hilfreiche Tipps gegen Jetlagnach FernreisenWELTWEIT24 Leben und Arbeiten in Brasilien:Die wichtigsten Fakten26 Gehaltsstudie Korea undaktuelles AHK-Mitglieder-verzeichniserschienen26 Kostenloser InterkulturellerLnderkompass fr elf Lnderzum Online-Download27 Tipps zu Indonesien27 Impressum5 Ich habe zehn Jahre nach dempassenden Land fr mich gesuchthat, fr ein paar Jahre nach Brasilien zugehen oder sogar dorthin auszuwandern, erfhrtin diesem Newsletter auf der Seite 24 die wichtig-stenBasisfakten zu diesem Thema.All jenen, die nicht gleich auswandern wollen,aber dennoch neue Lnder kennenlernen mch-ten,kann ich den Beitrag Reisen durch Europaauf der Seite 19 ans Herz legen. Fr Fernreisendeliefert ein Beitrag auf der Seite 23 hilfreiche Tipps,wie sie einen Jetlag verhindern knnen.Viele Leser schtzen unsere Interviewrubrik sehr und mir geht es da nicht anders.Aus jedem Gesprch nehme ich etwas fr mich persnlich mit. So auch diesmal indem Interview mit der rztin Dr. Karin Freudenberg, die nach jahrelanger Sucheschlielich in Kenia das Land ihrer Trume fand. Einzelheiten erfahren Sie auf Seite 5.Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lektre und denken Sie immer daran: DerBDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland!Herzlichst, Ihr Andreas Opitz8 Reisercktritt ist auch nachOnline-Check-In mglich8 Neue EU-Richtlinie verbessertBedingungen fr Expat-Partner9 Strende Muezzin-Rufe im Urlaubbringen keinen Schadensersatz9 Spanien: Beglaubigte ber-setzungvon Urkunden nichtimmer notwendig10 Sanktionen fr Russland: Woraufdeutsche Unternehmen achtenmssen10 Neues Doppelbesteuerungsab-kommenzwischen Deutschlandund China 3. 3INTERNNEU DABEISeit November 2013 untersttzt Ferdinand Messerschmidtals Werksstudent die Abteilung Unternehmenskommuni-kationund Marketing. Der 25-Jhrige hat bereits einen Ba-chelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und studiertderzeit an der Universitt Hamburg Betriebs-wirtschaftmit den Schwerpunkten Marketing &amp;Medien und Unternehmensfhrung. Erste Be-rufserfahrunghat der Master-Student unter an-deremwhrend eines Praktikums in SanFrancisco gesammelt, wo er bei einem interna-tionalenUnternehmen in der Personal- undMarketingabteilung beschftigt war.Den BDAE untersttzt er beispielsweise mit sei-nenKenntnissen in Photoshop und diversen Designprogrammen. Zudem entwickelt er Flyer und Infoblttersowie unterschiedliche Inhalte fr die Social-Media-Auftrittedes Unternehmens. Am BDAE schtzt er insbesondere dasBeratungsportfolio zum Thema Auslandsentsendung, denner kann sich gut vorstellen, nach dem Studiumeinmal selbst im Ausland zu arbeiten.In seiner Freizeit ist Ferdinand Messerschmidtgerne auf Reisen und schaut sich berhmteStdte an. Dabei hat er festgestellt, dass eseinen signifikanten Unterschied zwischen demSehen und Erleben von Stdten gibt ein Eindruck, den Auswanderer und Expats si-cherlichbesttigen knnen.Ein langjhriger Versi-cherterim BDAE-TarifExpat Retired hat unsfreundlicherweise daraufhingewiesen, dass unterdeutschen Auswanderern inThailand das Gercht kur-siere,der BDAE wrde ver-suchen,sich von Personenzu trennen, die lter als 67Jahre sind.Dies trifft selbstverstndlichnicht zu. Unser Tarif ExpatRetired ist fr ebendieseZielgruppe entwickelt wor-den.Hintergrund dieser u-erungenin Thailandknnte unsere zugegebe-nermaendiesmal sehrhoch ausfallende Beitrags-anpassungin diesem Tarifzum 1. April 2014 gewesensein, die bei manch einemvielleicht den Eindruck er-weckthat, uns ginge esdarum, ltere Versicherteaus dem Tarif Expat Retiredhinaus zu komplimentieren.Uns war vollkommen be-wusst,dass dies fr unsereKunden eine finanzielleMehrbelastung darstellt. Esgibt jedoch gewichtige Fak-toren,die uns keine andereWahl gelassen haben. Diesesind unter anderem: Steigende Kosten im Ge-sundheitssektorinsbeson-derein Sdostasien, wosich viele Expat-Retired-Versicherte aufhalten. Eine signifikante Zu-nahmevon Schden in-nerhalbder Gruppe derversicherten Personen abeinem Alter von 50 Jah-ren.Der bisherige Versi-cherungsbeitragreichteleider nicht mehr aus, umdie gestiegenen Kosten indieser Altersgruppe ein-zudmmen.Nur weil wir uns diesen u-erenUmstnden angepassthaben ist es uns mglich,diesen Auslandskrankenver-sicherungstarifweiterhin an-zubieten und zwarinsbesondere fr unsereKunden im Rentenalter.Dass bei einigen Versicher-tenund sogar bei dem Arzt,der erwhnt wurde, das Ge-genteilunserer Bemhun-genangekommen ist,empfinden wir natrlich alsschade. Der Expat Retired istder lteste Auslandskran-kenversicherungs-Tarif sei-nerArt und wir mchtendiesen noch viele Jahre an-bieten.Mehr Infos zum Expat Reti-redhier:https://www.bdae.com/de/auslandsversicherung/expa-tretired.htmZAHL DESMONATS168 MILIONENKinder weltweit sind auf-grundihrer Lebensum-stndegezwungen, zuarbeiten.(Quelle: UNICEF)GERCHTE UM BDAE-VERSICHERUNGSSCHUTZ IN THAILAND tashatuvango - Fotolia.com 4. 4Ein Familienvater liegt seit neun Jahren im Wachkoma und seine Frau muss vor jedem Kontozugriff ein Gerichtum Genehmigung bitten.Ein Geschftsfhrer hat einen Autounfall. Nach drei Wochenwird er aus dem knstlichen Koma aufgeweckt doch seineFirma ist schon ruiniert.Nach langer Krankheit stirbt die Mutter. Doch auf einmalerbt der verhasste Onkel, weil sich keiner um das Testamentgekmmert hat.Solche Szenarien sind keine Seltenheit, sondern passierenTag fr Tag in Deutschland und im Ausland. Wir organisie-rentagtglich unser Leben, aber nicht unser Ableben. EinenUnfall oder gar den eigenen Tod hat niemand auf seiner To-do-Liste stehen. Tritt der Notfall ein, regiert das Chaos. Nochbevor die Trnen der Verwandten getrocknet sind, drngensich unzhlige Fragen auf, wie zum Beispiel: Wo sind welche Unterlagen? Wer darf was entscheiden? Welche Fristen sind einzuhalten? Wie kann ich mich vor staatlicher Einflussnahme in Formeines gesetzlichen Betreuers schtzen?Diese Fragen beschftigten auch BDAE-KooperationsspartnerHans Walter Schfer, nachdem er gemeinsam mit seiner Fraueinen Fernsehbeitrag im Magazin Brisant auf ARD sah, indem Flle wie oben beschrieben, gezeigt worden waren. (DieSendung ist abrufbar unter www.wenn-traenen-trocknen.de)Spontan beschloss das Ehepaar, einen Notfallplan zu erstel-len.Doch das war leichter gedacht als getan. Nach ausfhrli-cherRecherche stellte Schfer fest, dass es zu diesem Themazwar Fachlektre gibt, diese allerdings nie eine Schritt-frSchritt-Anleitung zur Verfgung stellten.Mir wurde gesagt, was ich tun sollte, aber nicht wie ich estun sollte. Unklar war, wie ich alles aufschreiben und struktu-rierensollte, wie ich sichere Passwrter, PINs und Benutzer-namenablege, so dass niemand darauf Zugriff hat, aber imNotfall dennoch zur Verfgung steht, erinnert sich AutorSchfer.Dies bewog den Unternehmer, ein eigenes System mit einerkonkreten Anleitung zur Erstellung eines Notfallplans zu ent-wickeln,aus dem schlielich das Handbuch Wenn Trnentrocknen entstanden ist. Darin erlutert er unter anderem,welche Entscheidungen Sie fr Ihr Leben und Eigentum aufjeden Fall klren sollten. Mit einer Schritt-fr-Schritt-Anlei-tung,Checklisten und Vorlagen wird dem Leser praxisnah er-klrt,wie er einen eigenen Notfallplan erstellt. Dabei geht esnicht nur um die konkreten Fragen rund um Testament, Vor-sorgevollmachtenund hnliches, sondern auch darum, wie almagami - Fotolia.comman seine Unterlagen so sortieren, dass die eigene Familiesofort den berblick hat.Die Kapitel im berblick:Einleitung: Warum jeder Mensch einen Notfallordner braucht1. Wenn der Notfall eintritt2. Die sechs Bereiche Ihres Notfallplans3. Wie der Notfallordner funktioniert und wie er aufgebautist4. Der Aktionsplan Schritt fr Schritt durch die Krise5. Wie Sie Ihre Unterlagen sicher und praktikabel aufbewah-ren6. Vollmachten was Sie beachten mssen7. Testament was Sie beachten mssen8. Patientenverfgung was Sie beachten mssen9. Aktionsblatt Handeln Sie jetzt!Fazit: Wenn Trnen trocknen von Hans Walter Schfer istein lngst berflliger Ratgeber, der in jedem Haushalt ste-hensollte. So sehr man sich auch strubt, ber Worst-Case-Szenarien in seinem Leben nachzudenken, so sehr ist man esdoch seinen Angehrigen und Lieben schuldig, durch guteVorbereitung bestmgliche Untersttzung zu bieten, wennder Ernstfall eintritt.Insbesondere fr Personen im Ausland ist dies noch wichti-ger,denn ihnen fehlt oft die Familie, die sie untersttzt.Hinzu kommen noch Sprachprobleme, andere Gesetze undGepflogenheiten.Tipp: Unter den ersten 10 E-Mail-Anfragen verlost der BDAEein Buchexemplar. Schreiben Sie hierfr bitte anakschulz@bdae.com.INTERNBUCHTIPP: WENN TRNEN TROCKNEN NOTFALLPLAN FR DIE FAMILIE IM ERNSTFALLBUCHINFORMATIONEN:Hans Walter Schfer: Wenn Tr-nentrocknen, 107 Seiten, 19,95Euro; ISBN: 978-3-00-044945-1;bestellbar unter http://www.wenntraenen-trocknen.de/buch-kaufen/ 5. INTERVIEWICH HABE ZEHN JAHRE NACHDEM PASSENDEN LAND FRMICH GESUCHTDie rztin Dr. Karin Freudenberghat sich in Kenia einen Kindheits-traumerfllt und fhrt ein spannendesLeben auf einer Modell-Farm. Im Inter-viewerzhlt sie von ihrer langen Sucheund davon, wie sie schlielich ihreneue Heimat fand.5BDAE: Sie haben 20 Jahre lang alsrztin fr Allgemeinmedizin und Na-turheilkundegearbeitet. Was hat Siedazu bewegt, Ihre Zelte in Deutschlandabzubrechen und nach Kenia zugehen?Freudenberg: Dem ging eine langeFindungsphase voraus. Ich war vieleJahre sehr glcklich in meinem Berufals rztin. So arbeitete ich unter ande-remin einer sehr groen Ambulanz,wo ich auch dank zweier erfahrenerund kluger Arztkollegen dazu ermutigt wurde, mich demNaturheilverfahren zuzuwenden. Bis ich 40 war, arbeitete ichwie besessen und habe zudem nach meiner Scheidung al-leinemeine drei Shne grogezogen. Dann geschah miretwas, das heute als Burnout bekannt geworden ist. Ichfhlte mich frchterlich ausgebrannt, mde und irgendwieunglcklich. Jahrelang hatte ich im Akkord gearbeitet undfunktioniert irgendwann konnte ich nicht mehr. Ich nahmmir ein Jahr Auszeit, in dem ich dank einer Freundin vieleKurse besuchte, die dabei helfen, sich selbst zu finden alsobeispielsweise Meditationskurse, Yoga und so weiter. Nacheinem Jahr erffnete ich meine eigene Praxis fr Allgemein-medizinund Natur-heilkundeinWeinheim an derBergstrae, weil ichnicht erneut in dieMhlen geraten undmir meinen Tag selbsteinteilen wollte undlangsam reifte der Ge-danke,auszuwandern.BDAE: Wie kam es dazu?Freudenberg: Da ist Vieles zusammengekommen, soauch mein Burnout. Ich hatte mich bis dato schon sehr langenicht mehr in Deutschland heimisch gefhlt. ber dieGrnde kann man spekulieren. Vielleicht lag es daran, dassmeine Familie in meiner Kindheit hufig umgezogen ist undich deshalb nie richtig Wurzeln schlagen konnte wer wei.Tatsache ist, dass ich Deutschland nicht als mein Landempfand. Und dann begann meine zehnjhrige Suche nachdem passenden Land fr mich, in dem ich leben wollte.BDAE: Wie sah die Suche danach aus? Sind Sie viel gereist?Freudenberg: Genau. Ich habe praktisch mit dem Fingerauf die Landkarte getippt und habe mich auf die Reise zudiesen Orten gemacht. Da ich die Wrme mag und brauche,fielen schon einmal eine ganze Reihe Lnder weg, etwa Ka-nadaoder Finnland. Meine Reisen fhrten mich nach SriLanka, Mexiko, Guatemala, Portugal und Spanien, einfachnur der Intuition folgend. Ich habe al-lerdingskeine Kurzreisen unternom-men,sondern war schon mindestensdrei Wochen am Stck in einem Land,um herauszufinden, ob ich dort lebenmchte. Aber letztendlich habe ich indieser Zeit einfach nicht das fr michbestimmte Land gefunden.BDAE: Auf welcher Grundlage habenSie entschieden, dass die von Ihnen be-reistenLnder nicht fr ein dauerhaftesLeben dort in Frage kommen?Freudenberg: Ich habe das gefhlt. In der Findungsphasevor meinem Burnout hatte ich ein Leben nach auen ge-fhrt,ein Leben, das vorbeirauschte wie im Flug. Da gab esweder Zeit noch Mue auf sein Inneres zu hren, ge-schweigedenn einfach innezuhalten und alles uere aufsich wirken zu lassen. Alleine unterwegs in diesen Lndernhabe ich versucht, alle Eindrcke mit all meinen Sinnenwahrzunehmen, still zu sein und das Wahrgenommene zuerfassen. Es sind dann die Gerche oder die Geruschkulisseeines Landes, die bei mir nachgehallt haben. Nach drei bisvier Wochen habe ich gesprt, ob ich in diesem Land nochlnger leben wollte oder nicht. Klar war mir von Anfang an,dass ich kein urbaner Mensch bin und in keiner internationa-lenMetropole leben mchte. Ich liebe die Einfachheit undNatur und wnschte mir vor allem ein neues Leben ohne die-sesGehetztsein, den Leistungsdruck und Status ein Lebenohne die groe Aufwertung des Materiellen.BDAE: Und wie kam es, dass schlielich Kenia die neue Hei-matfr Sie wurde? 6. INTERVIEW6Freudenberg: Das passierte im Grunde in einer Zeit, inder ich weniger fokussiert, weniger auf der Suche danachwar. In dem Gemeindeblatt, in das ich sonst nie hineinsah,las ich im Jahr 2005 einen Bericht ber ein Hilfsprojekt inTansania, das mich irgendwie faszinierte. Ich rief die angege-beneNummer an und es ging die Projektleiterin ans Telefon,die sich gerade in Deutschland aufhielt. Sie sagte mir, ichknne gemeinsam mit ihr direkt nach Tansania fliegen undmir das Projekt ansehen. Das habe ich tatschlich getan undmich vom ersten Moment an sehr wohl in Tansania gefhlt.Spter erfuhr ich, dass mein Ur-Urgrovater nach Tansaniaausgewandert war und dort sehr glcklich war.Ich hatte dann mehrmals lngere Aufenthalte inTansania und mir gefiel es dort sehr gut.Nur lei...</p>